Die Arkana Karten

Im Rollenspiel ENGEL gibt es, wie in jedem RPG einen Erzähler der das Setting beschreibt, die NSC spielt und alles was das Spiel betrifft bestimmt.
In ENGEL gibt es aber normal weder Würfel noch Punkte. (Es gibt eine d20-Ausarbeitung die unserer Ansicht nacht ausgezeichnete Dienste bei der Abschätzung der verschiedenen Mächte und Fähigkeiten der Engel leistet, aber zum stimmungsvollen Spiel nur bedingt taugt.)
Inzwischen gibt es auch Adaptionen von Engel auf andere, punktebasierten Systeme wie zum Beispiel das Storytelling System der World of Darkness (2).

Ziel des Spieles ist es natürlich zu spielen, aber auch eine Geschichte zu erzählen. Sprich es geht nicht nur darum möglichst viele Gegener hinzumetzeln, sondern cineastisch (bildlich) zu beschreiben wie man einen Kampf austrägt oder mit anderen interagiert. Wobei das natürlich keine Vorschrift ist, das muss jede Spielgruppe unter sich ausmachen. Fakt ist, Engel eignet sich sehr gur für diese Art des Spiels.

Die Arkanas sollen helfen, bei dieser Spielweise ein gewisses 'stimmungsvolles' Zufallselement einzubringen. Ziehen kann man die Karten im Forumspiel zum Beispiel mit dem Arkanagenerator (Link im Menü).

Ein Beispiel für einen Kampf (die Beschreibung stammt aus dem PnP-Umfeld, ist aber für das Forum leicht zu adaptieren):
Der Spieler von Gansekiel beschreibt wie der Ramielit sich durch das Gebüsch dem Biest nähert, welches er aus der Luft ausgemacht hat.
Der Erzähler wiederum beschreibt das Monster, seine Größe und die enorm gefährlich aussehenden Klauen. Es scheint unverwundbar, doch als erfahrener Ramielit weiß der Engel seine Mächte zu gebrauchen und zieht eine Karte (Die Begine: Erleuchtung). Eine Schwachstelle tut sich auf: die hauchdünnen Flügelmembranen.
Der Spieler entschließt sich zum Angriff.
Er zieht noch eine Karte, erwischt jetzt aber die Karte "das Schicksal" mit der umgekehrten Bedeutung Unglück. (Die aufrechte Bedeutung wäre Glück, aber dieses Mal liegt die Karte auf dem Kopf!)

Gansekiel beschreibt im Folgenden selbst (der Erzähler pausiert derweil und greift nur ein, falls es unstimmig wird) wie er kämpft, um sein Leben ficht und unglücklicherweise von der Sonne geblendet wird oder wie eine seiner Mächte grade dann versagt, wenn es wichtig wäre - je nachdem was passender erscheint.
Eben Pech gehabt!

Am Ende schafft er es vielleicht grade so die Traumsaat zu töten (er ist immerhin ein Engel), aber um welchen Preis? Er stürzt schwer verletzt ab und landet in einem Reisfeld. Wäre da nicht der Gabrielit Zeratiel, wäre das sein Ende, da gerade noch zwei weitere Kreaturen aufgetaucht sind...

Ganz so krass muss man es natürlich nicht immer kommen lassen, aber man sollte versuchen die Bedeutung einer Karte mit Hilfe der Kartenauslegung so gut wie möglich in seiner Erzählung einzuflechten. Manchmal kann das auch richtig schlecht für den Charakter sein, Hauptsache jedoch ist, dass eine spannende Erzählung daraus wird.

Hier eine Auflistung aller Karten

Die Kirche

Der Ketzer

Die Begine

Roma Aeterna

Der Schrottbaron

Der Kardinal

Die Erzengel

Der Schöpfer

Der Komtur

Der Monach

Das Schicksal

Der Templer

Die Beutereiter

Der Tod

Die Traumsaat

Der Herr der Fliegen

Der Himmel

Die Inspiration

Das Buch der Bücher

Die Schar

Das Fegefeuer

Die Welt