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Genesis Secunda
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 Betreff des Beitrags: Kapitel 1: Das Tor der falschen Träume
BeitragVerfasst: 08.05.2013 - 19:33 
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Dug dug, dug dug...

Zaghaft, ganz zaghaft verwob sich der flüsternde, regelmäßige Herzschlag mit dem Seinen und füllte die Dunkelheit. Vorsichtig verlagerte er das Gewicht seiner gänzlich schwarzen Fingerspitzen, um den filigranen Brustkorb unter ihnen nicht zu zerbrechen. Bewegungslos, ruhig, fast wie Tod lag der kleine Nager auf dem eisernen Tisch, schmiegte ungewollt sein Fell an die glänzende Oberfläche. Sein Schweif hatte aufgehört zu zucken und auch seine Atmung war auf ein Minimum zurückgegangen, alles schneller, alles anders als sein in Weiß gewandeter Besitzer erwartet hatte. Er lies von dem namenlosen Körper ab und begann jeden einzelnen Aspekt seiner heutigen Fortschritte genau zu protokollieren. Immer wieder sauste die Spitze des Federkiels vom Papier zum Tintenglas, vom Tintenglas zurück zum Papier.

Früher hätte er sich in einem solchen Moment gegrämt, hätte getrauert um das Leben des unschuldigen Tieres, doch heute, heute, nach all den Jahren hatte er jegliches Gefühl an Mitleid aufgebraucht. Hatte es zurückgelassen, auf unzähligen Schlachtfeldern und auch hier in den Tiefen dieses Gefängnisses, zusammengehalten von Stein und Glas. Immer langsamer wurde die bereits leicht zerfledderte Rabenfeder, langsamer wie auch das Herz des kleinen, schwindenden Lebewesens.

Mit einem abrupten Kratzen endete der Weg des von Tinte verschmierten Kiels. Ohne seinen Kopf zu drehen fixierte er aus den Augenwinkeln heraus das leblose Etwas unter dem unnatürlich weißen Licht. Fast unmerklich schüttelte er sein Haupt, schloss seufzend die Augen und wischte sich unwirsch eine der bereits gänzlich ausgeblichenen Haarsträhnen aus dem Gesicht. Das hier würde alles bald ein Ende haben. Bald würde er sich nicht mehr den Kopf zerbrechen müssen.

Sein Blick huschte über den trostlosen Raum, überladen mit Fläschchen, Tuben, Schachteln, Kanistern, alles davon in nur jeder denkbaren Form und Material. Letztendlich lag seine ganze Aufmerksamkeit wieder auf seinem Ausgangspunkt. Er und diese Maus, welche er heute zum Tode verurteilt hatte, sie Beide hatten so viel mehr gemeinsam als ihm lieb war, so viel mehr als er ertragen konnte. Denn auf die eine oder andere Weise würden sie erst nach und nach aus dieser Welt schreiten. Im dämmrigen Zustand dahinsiechen, solange bis ihnen der letzte Atemzug genommen und somit ihr Leben aufgebraucht war.

-----------------------------...-----------------------------


Lärm. Egal in welche noch so verwinkelte Gasse, in welchen noch so abgelegenen Innenhof man sich flüchtete, die nahezu monotone Kakophonie der bei Dunkelheit hellwachen Stadt war allgegenwärtig. Von Fern erhellten die Stimmen tausender Marktbesucher, die aus allen Ecken des Landes angereist waren, um zu kauften und wieder zu verkauften die Luft. Von Fleisch, Fisch und Kräutern über Holz, Metalle und gewebte Stoffe, wenn dieser Ort auch nicht für seine Waren bekannt war, so verstanden sich doch ihre Kaufsleute bestens darauf all ihre Kunden mit einer breiten Varianz an Grundgütern zu verwöhnen. Doch eigendlich war Alba keine Stadt, welche nach dem Prunk der kirchlichen Monopolen lechzte, nein, sie war eine Hochburg. Eine Hochburg, ein eiserner Stand gegen eine der mächtigsten und frevelhaftesten Rückzugsorte derer, die die gewollte Ordnung des Einen auf das Schändlichste missachteten. Mit ihren vorsinnflutlichen Ungeheuern zwangen sie die Gottes geschaffene Fauna und Flora in die Knie, formten sie nach ihren zweifelhaften Gelüsten, ganz als seien ihre Körper vom Herrn der Fliegen persönlich ergriffen.

Der stämmige Mann tippte mit seinen Fingern leicht unruhig auf dem hölzernen Fensterbrett herum. Immer noch durch die anhaltenden Geräuschkulisse aus verbal gestikulierenden Menschen und Nüstern weitenden Pferden gebannt, umklammerte er das filigrane Schwingenkreuz an seinem Hals. Jeder noch so kleine Sieg, den ihre, durch das Unterholz gleitenden Umbros gegen die widerwärtigen Garballeros erringen konnte war wichtig. Jeder gefallene Gotteslästerer aus den Reihen der Ihrigen vermochte es den Schmerz all derer zu lindern, deren Geliebte den Feuer und Schwefel speienden Gewehren zum Opfer gefallen waren. Unerschütterliche Bestätigung durchfloss seinen Kopf. Er riss sich von Anblick der im Morgengrauen tanzenden Menschenmassen los und wanderte schnellen Schrittes zurück zum Eingang des momentan noch kühlen Zimmers. Bei der Berührung des Türgriffs hielt er kurz inne und weidete seine Augen noch einmal an der Erscheinung des schlichten, mit Hanffäden zusammengebundenen Päckchens. Mit einem Knarzen ebnete er sich den Weg in die Eingeweide des Klosters, sein von Müdigkeit zerfressenes Gesicht geziert von einem wohlwollenden Lächeln. Ja, jeder Sieg war wichtig.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kapitel 1: Das Tor der falschen Träume
BeitragVerfasst: 08.05.2013 - 20:26 
Michael
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Javiel konnte kaum glauben, dass erst zwei Tage seit seiner Abreise in Mont Salvage vergangen waren.
Zwei Nächte und zwei Tage, seit dem er die in ewiges Dämmerlicht getauchten Gemächer unter Uriels Blüte verlassen hatte und eine absolut ereignislose Reise angetreten war. Natürlich hatte er auf Ablenkung gehofft. Geradezu danach gegiert. Ablenkung würde es ihm ersparen, nachdenken zu müssen.
Zwar hatte es sich Javiel gewünscht, etwas Zeit zu haben um seine Gedanken zu ordnen, aber der Schuss war total nach hinten los gegangen. Seine Gedanken hörten nicht auf sich zu drehen, ihm wurde sogar schlecht und er fühlte sich bisweilen völlig haltlos und kein Abschweifen war ihm vergönnt:
Bauern die seine Hilfe benötigten, vielleicht jemanden, der althergebrachte Traditionen durchstoßen wollte und eine Neuerung verbreiten wollte, also jemand, der auf Uriels rechten Weg zurückgesetzt werden musste? Doch im Ebrotal, welches er überflogen hatte, war alles ruhig gewesen. Gottesfürchtige Menschen, die im Schatten der Nacht fleißig ihrer urielsgefälligen Arbeit nachgingen. Umbros, die routiniert Patroullierten und keine Forasteros auf den Waldwegen. Nicht einmal in den verhältnismäßig gut ausgebauten Wegen um Barcelona hatte sich irgendetwas gerührt.
Monotoner Regen und die stetigen Geräusche des Urwalds unter ihm waren die einziger Begleiter während seiner Reise.
Er wusste natürlich, dass es Unsinn war, aber es kam ihm vor als ob er in den Monte gehen müsste*.
Javiels Gedanken tickten immerzu, fragten unablässig Fragen in seine verworrenen Gedanken, so dass er mehr als einmal völlig erschrocken feststellte, nicht nicht nur im Geiste geschrien zu haben um die ewig fragende Stimme tot zu brüllen. Fast war er froh, nicht an der Küste entlanggeflogen zu sein, sondern weitab der Küste, wo es kaum jemanden geben konnte der einen seiner Ausbrüche mitbekommen hätte. Ordnung, so viel stand vorerst fest, würde nicht einkehren.

Die Furcht, sich nicht unter Kontrolle zu haben wenn er - endlich - sein Ziel erreicht hatte, erwies sich als unbegründet.
Ein pragmatischer Teil seines Geistes übernahm, sobald seine urielitischen Augen Alba ausmachen konnten und zwängte all die entfesselnten, wild wuchernden Gedanken in ein festes Korsett, erstickten das Spekulieren und endlich gelang es ihm die halbgaren Erklärungen, welche er sich zurechtgelegt hatte, ohne Zweifel zu akzeptieren.
Die wilden Gedanken kratzten und schabten innerhalb ihrer neu gezogenen Mauern, doch noch konnten sie momentan nicht heraus.

Zuerst veränderten sich die Geräusche. Der Dschungel verstummte, das Zirpen der Grillen war allgegenwärtig, aber das Rascheln kleiner und großer Tiere war nicht mehr warzunehmen und man hörte nur noch die Schreie der Vögel, die an Menschen gewöhnt waren. Marktschreier taten ihre Waren kund, überall rumpelte und wummerte es - der Herzschlag einer Stadt. Geräusche die von Menschen stammten, ein notwendiges Übel, das Uriels natürliche Ordnung störte.
Im Gegensatz zu anderen Festungen war hier nicht das Schreien von Templern vordergründig, denn urielitische Umbros brüllten nicht herum wie es beispielsweise die Gabrielis-Templer liebten. Uriels Weg war leiser und im Gleichschritt marschiedende Armeen etwas für Paraden. Alba konnte so etwas nicht bieten, denn von hier aus wurde Krieg geführt.

Den Wechsel der Gerüche bemerkte der Urielit nur noch unterbewusst als er sich in stetigem Sinkflug weiter näherte. Menschliche Ausdünstungen, der Geruch von gekochtem Essen, bearbeitetes Holz, heißer Stein und blankes Metall, welches vor Waffenöl vor dem allgegenwärtigen Regen geschützt wurde vertrieb das dampfig-erdige Bouquet des Dschungels.
Über der Stadt wurde sogar die Qualität der Luft anders und Javiels Haut prickelte leicht, als er in die dicke, abgestandenere Luftsuppe eintauchte um seinem Ziel - einer niedrig angebrachten Flugplattform des Klosters - näher zu kommen.
Obwohl sich der Tag dem Ende neigte und die Sonne aufging bekamen genug Menschen die Ankunft des Engels mit und blickten zum Himmel auf - obwohl sie hier, an einem solchen Knotenpunkt urielitischer Militärmacht eigentlich an den Anblick der Sendboten gewohnt sein mussten.
Waren das nicht fromme Menschen?

Javiel verlangsamte seinen Anflug, blieb für einige Augenblicke so in der Luft stehen wie es nur den Angehörigen seines Ordens vergönnt war und setzte dann leichtfüßig auf der kleinen Plattform auf. Da er die letzte Zeit fast ausschließlich im Monte oder im Himmel verbracht hatte, kamen ihm die Maße dieses Klosters zuerst einmal lächerlich gering vor.
Ohne viel Aufhebens erklärte er dem Engelslenker weswegen er hier war und ließ sich zu der Cella führen.

___
* In den Monte gehen - Urielitisches Sprichwort, sich einer gefährlichen / schwierigen Situation stellen müssen

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 Betreff des Beitrags: Re: Kapitel 1: Das Tor der falschen Träume
BeitragVerfasst: 08.05.2013 - 21:11 

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Kadnel's anfängliche Freude endlich Teil einer Schar werden zu können verflog schnell auf der Reise nach Alba. Sie wusste, dass sie das richtige getan hatte, endlich den Wünschen ihres Himmels nachgegeben zu haben, sich einer Schar anzuschließen. Immer ungeduldiger und missmutiger werdend als sie darauf bestanden hatte, alleine ihre Kräfte der Kirche zur Verfügung zu stellen. Doch nun war sie bereit gewesen, sich ihren eigentlichen Verpflichtungen als Teil einer Schar zu stellen.
So hatte ihre Reise begonnen, aber auf dem Weg nach Alba musste sie oftmals nach dem Weg fragen, um anhand der Wegepunkte, welche sie sich gemerkt hatte, irgendwann an ihrem Ziel anzukommen. Und mit jedem Kilometer, den sie zurücklegte, wurde ihr klarer, dass sie keine Ahnung hatte, wo sie war. Sicher, sie wusste wohin sie fliegen sollte, sie wusste die Namen der Orte in dieser Gegend, aber nichts konnte das Gefühl vertreiben, dass sie fremd hier war.
Mit einer gewissen Erleichterung hatte sie schließlich ihren Weg nach Alba gefunden, aber das Gefühl nicht hierhin zu gehören, war immer noch da. Und sie begriff, dass es nicht nur die Befremdlichkeit ihrer Umgebung war, die ihr Sorgen bereitete, sondern auch die Gewissheit, dass alle aus ihrer Schar Fremde für sie sein würden. Und sie waren nicht Fremde auf dieselbe Art wie sie Fremde stetig begegnet war, wenn sie alleine umhergezogen war. Sie waren Fremde, denen sie verpflichtet war zu helfen und zu unterstützen.
Sie landete sicher auf der Landeplattform und seufzte daran denkend, dass sie ihre Unsicherheit nicht gegenüber ihren Scharmitgliedern zeigen sollte. Sie musste einfach nur ihre Pflicht tun. Das war alles. Es war eigentlich ganz simpel...
"Seid ihr der Raphaelit für die neue Schar?", fragte eine Stimme hinter ihr unsicher und Kadnel drehte sich überrascht um. "Hmm...?" Der Engelslenker betrachtete sie schmunzelnd und Kadnel fügte schnell hinzu: "Oh, uh, ja, natürlich... danke." Bereits sich wieder zum Weitergehen wendend, hielt sie dann nochmal inne und wendete sich schüchtern zu dem Engelslenker wieder und sagte: "K-Könntet ihr mir den Weg zu der Cella weisen?" Er nickte und führte sie zu der Cella.
Einmal kurz ein- und ausatmend trat sie durch die Tür und begrüßte den schon anwesenden Engel überstürzt: "Uhm, halloichheißeKadnel."


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 Betreff des Beitrags: Re: Kapitel 1: Das Tor der falschen Träume
BeitragVerfasst: 08.05.2013 - 22:55 
Uriel
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"Verfluchte Hitze..." murmelte Ranael leise vor sich hin und wischte sich mit der blauen Stulpe über ihre Stirn, auf der sich Schweißtröpfchen gebildet hatten, während sie mit höchster Konzentration ihre Skizze eines gigantischen iberischen Hirschkäfers bearbeitete. Nach der Auflösung ihrer letzten Schar vor rund einer Woche war Ranael in Iberien "gestrandet" und hatte die Gelegenheit genutzt Land und Leute kennenzulernen, sich fleißig Notizen und ihre geliebten Skizzen zu machen.
Urielsland war das genaue Gegenteil ihrer irdischen Heimat im Osten Europas, die so kühl war wie die Herzen ihrer Herrscher. Hier in Iberien war alles anders. Schwüles Klima und überall erhellte Feuer die betriebsame Nacht. Sogar die Menschen waren feuriger.. unbeherrschbarer. Ranael schnaubte leise. Für einen Ramieliten, dessen lange Haare genauso leicht Opfer der Flammen werden konnten, wie das kostbare, zarte Papier in den Schriftrollenköchern war jede Bewegung in Urielsland wie ein... nun... wie ein Tanz mit dem Feuer eben. Der junge Engel vermisste das kühle und stete Licht des Prager Himmels. Ein wahrhaft göttliches Licht in dem es sich viel zuverlässiger arbeiten ließ, als in Iberiens insektendurchfluteten Zwielicht.
Zärtlich strich Ranael das Zeichenpapier mit der Käferskizze glatt, als eine sanfte Brise es raschelnd anhob, die Federn ihrer Flügel zum Zittern brachte und ein großer Schatten ihr das wenige Licht der frühen Sonne für einen kurzen Moment nahm. Ranael legte den Kopf in den Nacken und der sanfte Bogen ihrer Lippen entblößte in einem erwartungsvollen Lächeln ihre Zähne. Einer der sehenden Engel hatte soeben seine hohe Bahn um das Kloster gezogen, die gigantischen Schwingen nach dem Wind ausgerichtet und war im Begriff hinter den Dachwipfeln, zwischen welche sich die Ramielitin zurückgezogen hatte, aus ihrem Blickfeld zu verschwinden, als er zur Landung ansetzte. Ranael sprang auf und stellte sich auf die Zehenspitzen, um von ihrer erhöhten Position einen genaueren Blick auf den Urieliten werfen zu können.
"Eine Schar, eine neue Schar... " wisperte sie aufgeregt zu sich selbst und fing mit vor Vorfreude fahrigen Fingern an, die säuberlich angefertigte Skizze etwas schief zusammenzurollen.
"Heute ist ein guter Tag." wandte sie sich aufgeregt an den Hirschkäfer, welcher ihrer Skizze als Vorbild gedient hatte.
"Es gibt viel zu tun."
Mit einem motivierten Hopser sprang Ranael vom Dach und zog im Vorbeigehen die Stecknadel aus dem Panzer des Tieres, dessen Bewegungen ebenso erloschen waren wie die Feuer der iberischen Nacht mit der Ankunft der Morgenröte.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kapitel 1: Das Tor der falschen Träume
BeitragVerfasst: 08.05.2013 - 23:12 
Michael
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Wie auch in Mont Salvage waren auf den Gängen und in den Cellae viele Pflanzen aufgestellt um eine freundliche Atmosphäre zu schaffen - und Schall zu schlucken. Vor dem mannshohen Fenster mit dem brüstungslosen Balkon hing ein schwerer Vorhang aus dunklem Stoff um Geräusche und Licht draußen zu halten. Ihn vorzuziehen und die heraufziehende Morgensonne auszusperren war Javiels erste Tat. Nachdem der Engelslenker die schwere Tür hinter sich geschlossen hatte, kehrte wieder etwas Ruhe ein.
Als nächstes begutachtete er die Gegenstände, die sich in der Cella fanden. Benutzte Handtücher neben einem kleinen Tisch, einen angebissenen Apfel auf einem Holzteller, einen Köcher für Schriftrollen, einen Kamm mit langen, blonden - nicht weißen! - Haaren...
Javiel bückte sich über das Schriftrollenbehältnis und blähte kurz die Nasenflügel um seine Vermutung zu bestätigen: Papier, Graphit, Tinte, keine Kräuter oder sonstige 'Rapahelitengerüche' - der Ramielit war bereits eingetroffen.
Nun, er würde zurückkehren.
Bogen und Langwaffen verstaute Javiel in dem an der Wand befestigten Waffenständer. Leer. Entweder trug der Ramielit keine Waffe oder nur eine Kurzwaffe. Hmh.
Mit geübten Fingern löste er seinen Köcher, stellte ihn ebenfalls beiseite und zog sich einen der größeren Schemel vor eine der mit bunten Kinderbildern verzierten Wände. Bauchpanzer und Schwingenkacheln landeten unter der Sitzgelegeheit. Anschließend setzte er sich schwer, stützte seine Unterarme auf die Knie - der Hocker war trotzdem noch ein Stück zu klein - und ließ die Schultern kreisen um die Flügelmuskulatur zu lockern.
Zeit für etwas Ruhe...

Denkste. Kaum hatte er den Kopf nach vorn geneigt und die Augen geschlossen, hörte er die Schritte des Engelslenkers auf dem Gang. Er war nicht allein. Er hatte noch andere Engel hier gesehen - in Alba gab es einige Sendboten, aber in diesem Flügel hatte er bisher niemanden bemerkt. Vielleicht der Ramielit? Oder jemand anderes?
Die Tür wurde beinahe aufgerissen und blaue Augen begegneten kurz den Augen des im Schatten sitzenden Urieliten, bevor sie abglitten wie Wasser und unstet umherhuschten um die ins Halbdunkel gatauchte Cella zu inspizieren.
Kadnel. Jung - jünger als Javiel erwartet hatte. Ein Schwert an der Hüfte - Prüfer? Dann nahm er den für Raphaeliten typischen Geruch nach Kräutern und Talkumpuder wahr.
"Hallo Kadnel. Ich bin Javiel. Und auch gerade erst angekommen." sagte der Bewahrer der Wege mit der für Engel typischen Kinderstimme, die allerdings nicht mehr so recht zum nicht mehr ganz so kindlichen Äußeren passen wollten.

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 Betreff des Beitrags: Re: Kapitel 1: Das Tor der falschen Träume
BeitragVerfasst: 08.05.2013 - 23:46 

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"Ja...", sagte Kadnel monoton, während ihr Blick über die Cella glitt, mehr auf die Dinge in jenem Raum konzentriert als auf Javiel's Reaktion. Neugier war keine von Kadnel's Schwächen, aber von so vielen Gerüchen und neuen Anblicken konfrontiert zu werden, lenkte ihre Aufmerksamkeit in viele verschiedene Richtungen. Sie bemerkte die Schriftrollen in der Ecke und ihr Ausdruck zeigte Verwirrung als ihr Blick auf die Waffen an der Wand fiel, besonders den Bogen. Die Schriftrollen gehörten sicherlich einem Ramieliten, der Bogen einem Urieliten und der Apfel...
Sie trat näher an den Apfel heran, ihn genau musternd. Angebissen. War er schlecht irgendwie? Er sah in Ordnung aus. Die Färbung der Schale sah gesund aus. Wer würde einen Apfel beißen wollen, ohne ihn essen zu wollen? Sie wendete sich zu dem Urielit, um ihn genau das zu fragen als sie schmunzelnd feststellte: "Du bist zu groß..." Der Biss stimmte nicht überein. Sie blickte sich noch einmal verwirrt im Raum um. "Es fehlt jemand.", sagte sie mehr zu sich selbst, aber als ihr Blick wieder auf Javiel fiel, fiel ihr ein, dass sie vielleicht mehr sagen sollte. "Viel los da draußen, nicht wahr?", sagte sie freundlich, um irgendetwas zu sagen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kapitel 1: Das Tor der falschen Träume
BeitragVerfasst: 09.05.2013 - 02:44 
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`Versprich mir eins mein Bruder, ändere dich bitte niemals...`

Gedanken, eine Stimme, eine bloße Erinnerung zog durch den Geist des Gabrieliten.
Hielt ihn fest und brachte dieses traurige Gefühl von Verlust mit sich das sich jedes mal so schmerzlich in seine Brust grub.
Gefühle zeigten einen das man lebte, das man empfand aber sie zeigten einen auch immer wieder die Schattenseiten, Verlust, Angst, Trauer und Verzweiflung...

Ciaraniels Mundwinkel hoben sich ein Stück als er an seinen besten Freund zurückdenken musste.
Dabei streckte der Gabrielit seine Hand aus und berührte den Anhänger der um seinen Hals lag, betastete den weichen Stein und erinnerte sich nur allzu gut an das verlegene Lächeln und den ernst in den Augen seines verstorbenen Bruders als er ihm den Anhänger als Zeichen seiner Verbundenheit überreicht hatte.
„Niemals mehr werde ich mich ändern das verspreche ich dir.“
Leise gesprochene Worte kamen über seine Lippen und dabei lächelte er noch ein klein wenig stärker.

Das Geräusch von Regen drang an sein Ohr und für einen ganz kleinen Moment fand der Gabrielit so etwas wie Frieden.
Lauschte nur dem fallen der Regentropfen, fühlte die kleinen winzigen Tropfen auf seiner erhitzten Haut und wünschte sich trotzdem gerade in diesem Moment an einen anderen Ort zu sein.
Urielsland....
Hier hatte es begonnen und auch sein Ende gefunden. Das Lächeln des Streiters verschwand wieder als er an das Ereignis vor mehr als einem halben Jahr denken musste.
Tiefe Atemzüge und das heben und senken seiner Brust im Einklang mit dem Rhythmus seines Herzen versuchten ihm die nötige Ruhe zugeben die er gerade benötigte.
Später...es war später auch noch Zeit sich über Gottes Plan Gedanken zu machen. Nun würde er sich auf die Engel seiner neuen Schar konzentrieren müssen.
Er war der Beschützer und würde diesmal nicht versagen. Ciaraniels tief blaue Augen öffneten sich und mit einem leichten blinzeln vertrieb er den Regentropfen der auf seine Wimpern gefallen war.

Plötzlich bemerkte der Gabrielit einen Schatten, eher eine Gestalt am Himmel der er lange hinterher sah.
Bewundernd blickte der Streiter dem Engel zu der dort hoch oben flog und anscheinend das gleiche Ziel wie er hatte.
Eigentlich wäre Ciaraniel schon längst an seinem Zielort gewesen, es war nicht mehr weit doch er hatte sich lieber noch ein wenig unter dem Baum der etwas abseits stand aufgehalten.
Als man ihm gesagt hatte das er in eine neue Schar kommen würde war die Freude erst einmal groß gewesen doch jetzt je näher er seinem Zielort kam begleiteten Ciaraniel weitere Zweifel und auch Unsicherheit.
Seufzend stieß sich der weißgeflügelte von dem Baum ab, sein aufmerksamer und wacher Blick streifte die Umgebung.
Zweifelnde Gedanken waren jetzt völlig fehl am Platz er sollte versuchen das beste aus der Situation zu machen. Vielleicht waren seine neuen Schargeschwister ja auch ganz nett.
Er kratzte sich an der Nasenspitze, dabei erhellte ein erneutes Lächeln seine Gesichtszüge.
„Hey ich könnte es schlimmer haben, ich könnte in Skandinavien oder so festsitzen. Oder mit einem grummeligen Ordensbruder unterwegs sein....oh ich hoffe die anderen verstehen Spaß.“

Der Gabrielit blieb blinzelnd stehen und schüttelte dann schnalzend den Kopf.
„Ich sollte dringend wieder unter andere Engel oder Menschen kommen, führe ja schon Selbstgespräche.“
Ciaraniel blickte in den Himmel hoch und entschied das kleine Stück noch zufliegen, zwar hätte er gern das Gesicht der Menschen gesehen wenn auf einmal ein Engel durch das Kloster Tor spaziert wäre doch wollte der Streiter des Herrn die Menschen nicht erschrecken oder aus der Ruhe bringen, lieber entschied er sich da für den eigentlich Weg eines Engels.
Mit eleganten und kräftigen Flügelstößen erhob sich der schwarzhaarige Engel in den Himmel und genoss noch für einen kleinen Moment das Gefühl des Windes der die Federn zauste und sein Gesicht sanft streichelte.
Flog über das Kloster hinweg, sah nach unten zu den Menschen und nahm einige erste Eindrücke des Ortes in sich auf.
Behutsam und leichtfüßig landete der gewandte Engel auf der Flugplattform und grinste sofort den Menschen an der dort stand.
„Salve.“ Ein Zwinkern folgte.
Der Mann sah den Streiter der im ersten Moment etwas düster wirkte erschreckt an, doch der Schrecken legte sich schnell wieder als er in das fröhlich lächelnde Gesicht des Gabrieliten sah.
Grinste dieser etwa?

„Ähmmm...seid ihr der Gabrielit der neuen Schar?“
Fragte der gute Mann vorsichtig nach.
Ciaraniel sah an sich herunter und musste schmunzeln.
„Was verrät euch das? Oh wartet bestimmt meine schlanke zierliche Gestalt oder?“
Die strahlend blauen Augen sahen den Mann belustigt an, doch stand nur Unverständnis in den brauen.
Der Gabrielit lachte leise. „Entschuldigt war nur ein Scherz von mir. Ja ich bin der Gabrielit, könntet ihr so freundlich sein und mir den Weg zur Cella zeigen?“
Der Engelslenker lächelte dünn und nickte dann, wusste nicht so ganz wie er sich bei so einem Engel verhalten sollte.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kapitel 1: Das Tor der falschen Träume
BeitragVerfasst: 09.05.2013 - 07:03 
Michael
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Kadnel Kommentar zu Javiels Größe kam bei diesem Fall falsch an, das konnte man am Gesichtsausdruck des Urieliten deutlich ablesen. Den Bezug zur Bissspur im Apfel stellte der Urielit nicht her und bezog es deshalb auf sein etwas unkindliches Äußere.
War sie nur unbedacht und hatte etwas festgestellt oder gar frech und wollte ihn ärgern?
Natürlich war er zu groß, viel zu groß für einen Engel. Einfach schon zu lange hier.
Das heißt, wenn überhaupt... Grah! Schnell brach er den Gedankengang ab.

Sich zur Ruhe zwingend und immer noch sitzend ließ er die Schultern rollen und schüttelte seine gefalteten Schwingen.
"Tja und du hast gerade die richtige Größe.
Hm, Ramielit vermute ich. Hab ihn noch nicht getroffen. War so als ich ankam."
Viel los? Für eine Siedlung in Urielsland auf jeden Fall.
Kadnel klang jetzt freundlich - entweder sie hatte das was sie von sich gab nicht im Griff, oder er hatte überinterpretiert. Eitler Geck, schalt er sich.
"Wart mal bis es dunkel wird und die Leute wieder auf die Straße kommen. Jetzt ist nur lauer Betrieb.
Von wo kommst du her?"

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Zuletzt geändert von Javiel am 09.05.2013 - 08:48, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Kapitel 1: Das Tor der falschen Träume
BeitragVerfasst: 09.05.2013 - 08:06 
Uriel
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"Du bist hier wegen der neuen Schar? Ich kann dich mitnehmen." Erklang eine junge Mädchenstimme hinter Ciaraniel und die Ramielitin nickte dem Engelslenker knapp zu, nahm aber weiter keine Rücksicht auf den Mann, so dass dieser ihren Schwingen ausweichen musste, als sich die Hüterin des Wissens an ihm vorbeidrückte.
"Salve, ich bin Ranael."
Die Ramielitin musterte den hübschen Streiter von oben bis unten. Wenngleich sie nicht mehr ganz dem Ideal der kindlichen Hülle entsprachen, liebte Ranael es, mit älteren Gabrieliten unterwegs zu sein. Sie waren stärker als ihre jungen Geschwister und erfahrener im Kampf. Sie hatte schon zweimal in der selben Schar gedient wie gabrielitische Scripturaträger und empfand die Leistungen der älteren Kinder Gabriels als äußerst zweckdienlich. Der Signumsträger ihrer letzten Schar war hingegen ein Desaster gewesen, das Ranael nicht wiederholt wissen wollte.
"Ich habe den Urieliten schon gesehen. Er muss uns entwischt sein. Vielleicht ist er schon in der Cella. Komm'... hier entlang."
Ranael streckte die Hand aus und wies zu ihrer Rechten, wo ein langer Gang zunächst einmal ins Innere des Klosters führte.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kapitel 1: Das Tor der falschen Träume
BeitragVerfasst: 09.05.2013 - 09:07 

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Kadnel blickte unsicher im Raum umher, nicht wirklich wissend, was sie dazu sagen sollte. Noch nie jemand für lange Konversationen gewesen, bemerkte Kadnel nun, dass sie nicht wirklich wusste wie sie mit dieser Situation umgehen sollte. Über was redeten Scharmitglieder denn, wenn sie nicht auf einer Mission waren? Und Javiel's Reaktion auf ihren Kommentar zu seiner Größe war auch seltsam. Nun gut, vielleicht hätte sie es nicht laut sagen sollen, aber es war schließlich wahr. Aber wenn nur Javiel, der Urielit ihrer Schar hier war, dann war zumindest die Frage über was Scharmitglieder redeten ein wenig einfacher geworden. Sie musste nur herausfinden über was Urieliten reden. Ihr Blick fiel auf die Waffen an der Wand. Genau, der Bogen! Sie hatte Raphaeliten ständig über Medizin und andere Dinge in ihrem Himmel reden hören, Urieliten redeten also bestimmt über ihre Bögen! Daher ging sie langsam zu den Waffenhalterungen im Raum und stellte ihre Tasche in der Nähe ab. Interessiert musterte sie den Bogen und sagte dann zu Javiel gewandt: "Ist es nicht schwierig während des Flugs genau mit einem Bogen zu zielen?"


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 Betreff des Beitrags: Re: Kapitel 1: Das Tor der falschen Träume
BeitragVerfasst: 09.05.2013 - 09:40 
Michael
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Ojeh, da war aber jemand steif. Hochgezogene Schultern, unsteter Blick. Die Raphaelitin wirkte irgendwie ungelenk im Umgang mit ihm. Seltsam.
Javiel erhob sich langsam - ja wirklich groß - und schloss die Cellatür leise, was es noch ein wenig schummeriger in dem Raum machte. Kein Problem für Engelsaugen.
"Hm, am Anfang ist alles schwierig, oder nicht? Aber wenn man auf seine Ausbilder hört, ruhig bleiben kann und natürlich übt bis einem die Finger bluten, dann klappt das schon." Als eine sofortige Antwort ausblieb, beschloss Javiel etwas weiter zu sprechen, um es Kadnel etwas angenehmer zu machen. Obwohl er nicht wusste, ob das helfen würde.
Er sprach ruhig und nicht hektisch: "Im Grunde ist es wie mit den ganzen Pflanzennamen und deren Wirkung. Damit kennst du dich bestimmt auch aus, mh? Bis man die alle gelernt hat dauert es, aber irgendwann kommt es einem vor wie das einfachste aus der Welt."

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 Betreff des Beitrags: Re: Kapitel 1: Das Tor der falschen Träume
BeitragVerfasst: 09.05.2013 - 10:13 

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Kadnel dachte über Javiel's Worte nach. Übung, war das wirklich alles? Aber lesen und schreiben zu lernen war auch nicht anders gewesen, dachte sie, sich nun in Gegenwart eines anderen Engel's ein wenig schämend es jemals für richtig gehalten zu haben, es zu lernen. Sie hatte sich aber nie wie ein Ramielit gefühlt mit diesem Wissen. Und waren ihre Kenntnisse der Heilkunst wirklich das, was sie zu einem Raphaeliten machte?
Ein wenig unsicher erwiderte sie Javiel's Blick ausweichend, während sie nervös über den Griff ihres Langschwert's fuhr: "Aber sind nicht unsere gottgegebenen Kräfte und unser Wille Gott zu dienen genauso wichtig? Denn jeder kann mit einem Bogen üben und lernen damit umzugehen."


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 Betreff des Beitrags: Re: Kapitel 1: Das Tor der falschen Träume
BeitragVerfasst: 09.05.2013 - 10:53 
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Registriert: 17.06.2010 - 00:25
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Eine junge Mädchenstimme erklang hinter ihm und das Lächeln auf Ciaraniels Gesicht wurde noch ein wenig stärker, strahlender.
Er wandte sich langsam um, darauf bedacht dem Mann nicht seine Schwingen ins Gesicht zu schlagen.
Neugierig musterten seine tief blauen Augen die junge Schwester.
„Salve, ich bin Ciaraniel.“ Erklang die etwas tiefere Stimme die sehr zu dem nicht mehr kindlichen Körper des Engels passte.
Auch der Streiter musterte sie kurz neugierig, sie erweckte einen sehr lebensfrohen aufgeweckten Eindruck.

Der Gabrielit nickte und folgte ihr dann mit einem gutgelaunten Lächeln, schenkte dem Mann aber vorher noch ein dankendes Nicken.
Die Ramielitin redete auch sofort los und Ciaraniel fühlte sich plötzlich sehr wohl, die war ja genau so aufgeweckt wie er es war.
„Ja ich habe ihn auch schon gesehen. Ich bin ja mal gespannt und schon sehr neugierig.“
Ciaraniel lachte leise und musterte die Ramielitin dann noch einmal.
„Bist du schon länger hier?“ Ihre Lockenpracht war nicht zu übersehen aber sie passten zum Bild eines kleinen Wildfangs, diesen Eindruck erweckte die Ramielitin auf Ciaraniel.


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