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Genesis Secunda
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 Betreff des Beitrags: Re: Verlorene Seelen - I. Akt - Die Suche [Noriels Schar]
BeitragVerfasst: 20.02.2016 - 12:54 
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"ihr habt jede Menge Zeit" meinte Kentariel leise "macht irgendwas sinnvolles während wir uns ausruhen. Dann können wir morgen ganz früh los" Kentariel redete ungewöhlich viel, vielleicht weil er merkte, wie sehr die Anderen das mitgenommen hatte.
Er versuchte nicht an die Leute im Loch zu denken. Er würde sie vergessen, wie alle anderen. Und nur ab und zu.. in einer stillen Minute würde er die Gesichter vor sich sehen. Aber was er versuchte im Kopf zu behalten das war Anduriel, wie er da saß und half. Wie er das hoffungsvolle Lächeln auf den schmutzigen Gesichtern der Verletzten gesehen hatte- genau diese Bilder wollte er im Kopf behalten.

"ich glaube wir waren zusammen echt gut in diesem Loch" meinte er dann einfach. "ich glaube ich kann mich glücklich schätzen in dieser Schar zu sein!" mit den Worten hockte er sich in seine Ecke um zu meditieren. Reden allerdings wollte er auch nicht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Verlorene Seelen - I. Akt - Die Suche [Noriels Schar]
BeitragVerfasst: 22.02.2016 - 13:56 

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Noriel ärgerte sich, überhaupt probiert zu haben, nach diesem anstrengenden Einsatz weiterzufliegen. Er selbst hatte im Vergleich zu den anderen nur relativ wenig körperlich gearbeitet, und war deswegen noch mit am frischesten, trotz seines Handicaps mit dem Bein. Nachdem Leonel ein geeignetes Kloster gefunden hatte, dankte er dem Urieliten, und die Schar steuerte es sogleich an. Als sie an dem Kloster angekommen waren, holte er sofort Wasser und Erfrischungen für die anderen, während diese sich in der Cella versammelten.
Kentariel hatte ständig noch weiter Arbeit geleistet und Anduriel versorgt, obwohl er selbst schon sehr geschwächt aussah und dies auch noch Noriel gegenüber zugegeben hatte, was Noriel natürlich nicht an die übrigen weitergeleitet hatte.

Später saß er mit Kentariel und Leonel zusammen. Anduriel und Leyel schienen in Meditation versunken, so dass sich im Augenblick nur die alten Engel unterhielten. Noriel war nun das erste Mal seit dem Morgen zur Ruhe gekommen und konnte den bisherigen Tag Revue passieren lassen.
Die Menschen, die Verletzungen, die Schreie, das Blut. Eine wiederholte schlimme Erfahrung. Doch Noriel musste damit fertig werden, irgendwie.
Der Unglücksfall hatte aber auch gezeigt, dass sie als Schar zusammen arbeiten konnten. Und auch mit den Helfern aus dem Kloster hatte es geklappt. An diesen Gedanken klammerte sich Noriel.

Kentariel schlug vor, Leonel und Noriel sollten sich noch ein wenig Bewegung verschaffen. Noriel war im Augenblick nicht nach einem Ausflug zumute, und auch Leonel wollte sich offenbar zuerst noch ein wenig ausruhen.
*Ruhe dich ein wenig aus, wir brauchen heute gar nichts mehr machen*, antwortete er auf Leonel und blickte zu ihm mit einem Lächeln und einem Nicken.
„Das war heute schon ein schweres Stück Arbeit“, sagte er zu den beiden, „und insbesondere ihr beide habt sehr viel geleistet“, bestätigte er Kentariel, „Ihr wart wirklich ein gutes Team.“, meinte er anerkennend. „Im Augenblick will ich gar nicht so sehr nach draußen, sondern mich auch ein wenig ausruhen. Nicht nur körperlich, sondern auch mental. Die Bilder ein wenig verarbeiten.“ Er wurde kurz still und griff sich einen Becher mit Wasser.
„Und ich bin glücklich, der Michaelit dieser Schar zu sein“, griff er den letzten Satz von Kentariel auf und lächelte.


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 Betreff des Beitrags: Re: Verlorene Seelen - I. Akt - Die Suche [Noriels Schar]
BeitragVerfasst: 22.02.2016 - 17:43 
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Leonel blinzelte kurz als er die Worte des Gabrieliten hörte und dann zuckten seine Mundwinkel zu einem Lächeln. Eines dieser ehrlichen Lächeln. Denn es berührte den Wegbewahrer das der sonst so mürrische Streiter diese Worte sagte.
„Ja...ich denke ich auch.“ Kam es leise über seine Lippen und als Kentariel sich dann zum meditieren zurückzog wurde das Lächeln noch eine kleine Nuance stärker, sanfter.

Mit jenem Lächeln blickten die graublauen Augen zu seinem Scharführer.
„Du...bist ein guter Michaelit. Ich habe nicht viel vergleiche aber....du machst das schon.“
Leonel zwinkerte dem goldenen Engel zu und fühlte sich um Welten besser. Sie waren tatsächlich schon nach so kurzer Zeit eine Einheit geworden. War das nicht immer das was der Urielit gewollt hatte? Nicht mehr allein zu sein...
Vergessen war der Tag nicht, noch immer erinnerte sich der hochgewachsene Engel an die Bilder, die Hilferufe, Schreie und den Geruch...
So schnell würde das erlebte auch nicht an ihm vorüberziehen, aber diese Schar machte es erträglicher.
Die graublauen Augen fixierten den Michaelit, noch immer lag das Lächeln auf seinen Gesichtszügen. Dann rang sich der alte Sendbote durch etwas zu sagen. „Danke..“ Ein leises Flüstern.


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 Betreff des Beitrags: Re: Verlorene Seelen - I. Akt - Die Suche [Noriels Schar]
BeitragVerfasst: 29.02.2016 - 21:30 

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Noriel freute sich über das Lob Leonels. Hatte er zunächst Befürchtungen gehabt, die unterschiedlichen Charaktere der Engel der Schar würden ein explosives Gemisch ergeben und irgendwann zu unüberwindbarem Zank und Streit führen, hatte die erste Nagelprobe für die Schar ergeben, dass eher das Gegenteil der Fall gewesen war.
Noriel lächelte Leonel an und nickte ihm zu. „Das passt schon“, meinte er, „Heute hast du gezeigt, dass man sich auf dich verlassen kann.“
Er ging dann zu einem der freien Hocker und setzte sich. Er begann noch nicht zu meditieren, sondern dachte über die vergangenen Stunden nach, während er den Geräuschen der anderen lauschte, dem leisen Rascheln der Federn, dem Knarzen der Hocker, wenn jemand leicht sein Gewicht verlagerte, sowie den ruhigen Atemzügen der Meditierenden. Irgendwann fing er selbst zu meditieren an.

Am nächsten Morgen starteten sie relativ früh am Morgen. Sie mussten praktisch das ganze Stück fliegen, das sie gestern vorgehabt hatten. Der Vorteil war aber, dass sie nun wieder Zeit hatten, an dem See, von dem Leonel so geschwärmt hatte, eine kleine Pause einzulegen.
Die Schar kam am späten Nachmittag in Denis an. Noriel kümmerte sich zuerst um eine Scharcella, bevor er sich an einen Monachen wandte, den er darum bat, zügig einen Termin bei der Em zu vermitteln. Dann kehrte er in die Cella zurück und wartete zusammen mit den anderen, bis sie gerufen wurden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Verlorene Seelen - I. Akt - Die Suche [Noriels Schar]
BeitragVerfasst: 05.03.2016 - 11:08 

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Anduriel hatte von dem Moment an, an dem Kentariel ihn ins metaphorische Bett gesteckt hatte keinen Pieps mehr von sich gegeben. Dafür war er am nächsten Morgen wieder sehr früh wach und hatte sich um das Frühstück gekümmert, scheinbar mochte er es "normales" Essen zu sich zu nehmen.
Er aß an diesem Morgen erstaunliche Mengen, war aber gut aufgelegt und fröhlich. Der kleine Heiler bestand allerdings darauf sich Noriel und Kentariel noch einmal anzusehen bevor sie losflogen.
Auf dem Flug nach Denis wirkte er wesentlich frischer, auch wenn er noch nicht ganz so unbeschwert wirkte, wie nach dem Start am Himmel. Auf jedenfall genoß er die Pause an dem kleinen See.
In Denis angekommen ordnete er sich ganz hinter Noriel ein und blieb steht in der Nähe seines Scharführers.


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 Betreff des Beitrags: Re: Verlorene Seelen - I. Akt - Die Suche [Noriels Schar]
BeitragVerfasst: 10.03.2016 - 15:08 
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Die graublauen Augen sahen den Michaeliten groß an, staunend um genauer zu sagen. Er hatte ihn gelobt obwohl Leonel eigentlich so gut wie nutzlos gewesen war. Jedenfalls hatte er sich so gefühlt. Aber dann legte sich ein sachtes Lächeln auf die Lippen des Urieliten. „Danke Noriel.“ Flüsterte er und war ihm wirklich mehr als dankbar. Auch wenn seine Wangen heiß wurden, Lob war der ehemalige Schatten nicht gewohnt.


Das glitzern des Sees und die leichten Wellen im Wasser hatten etwas beruhigendes. Etwas das seinen inneren Seelenfrieden wieder mehr halt gab.
Es war schrecklich gewesen die ganzen Menschen dort sterben zusehen, ihre Schreie zu hören...Leonel war sich noch nie so nutzlos vorgekommen wie in diesem tiefen dunklen Loch.

Er war an das Ufer herangetreten, war in die Hocke gegangen und hatte die Hand in das Wasser getaucht. Die wohltuende kühle empfing ihn sofort, langsam hatte er seine Finger durch das kühle Nass fahren lassen und nahm die Bewegungen der Wellen war.
Vielleicht sah es seltsam aus aber innerlich beruhigten ihn die Geräusche des Wassers, den Geruch des Sees und das kühle Gefühl.
Wie oft der Urielit nach einigen Aufträgen einfach nur die stille des Meeres oder eines Sees gesucht hatte. Das rauschen oder schwappen der Wellen.
Die graublauen Augen wanderten über das Ufer und blieben sofort an etwas hängen das seine Aufmerksamkeit erregte.
Da funkelte doch etwas, oder besser gesagt glitzerte etwas.

Leonel wandte sich vom Wasser ab und stand wieder auf um das kleine Objekt das er sehen konnte genauer zu inspizieren.
Es steckte leicht im Uferboden fest, doch es brauchte nicht viel Kraft um es auszugraben.
Ein kleiner Stein der so groß wie vielleicht eine dieser seltsamen Bohnen war die einen komischen Geruch hatten. Dicke Bohnen oder so.
Er wusch die Erde im Wasser ab, der Stein war sehr glatt, nicht gerade schwer aber hatte eine wunderschöne Farbe. Ein fast durchsichtiges grün.
Leonel hielt ihn ein wenig in die Luft, Richtung der wenigen Sonnenstrahlen die den Boden berührten. Ein wunderschönes Lichtschauspiel, wie es vielleicht nur ein Urielit wahrnehmen konnte.

Ein leichtes Lächeln legte sich auf die Gesichtszüge des Wegbewahrers, ein schöner Fund. Er steckte den seltsamen Stein in seine Tasche und erhob sich dann wieder.


Als es weiter ging achtete Leonel natürlich wieder darauf das alle mitkamen und wählte ein angemessenes Tempo.
Er war trotzdem dankbar als sie dann in Denis ankamen.
Still und leise wie ein Schatten tat es der Urielit seinem kleinen Bruder gleich und gesellte sich zu seinem Michaelit.


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