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Genesis Secunda
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 Betreff des Beitrags: Equestriel
BeitragVerfasst: 23.12.2002 - 23:17 
Verena
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Die kleinwüchsige Michaelitin hatte die Szenerie mit ernster Miene beobachtet. Als Heljariel mit seiner Arbeit begann, hatte sie ihm besonders genau zugesehen, und es fiel ihr ausgesprochen positiv auf, wie gewissenhaft und gründlich der Raphaelit seine Aufgabe als Heiler ausführte. Sie hatte es ihm nicht einmal befehlen müssen. Zumindest ein Stück weit hatte Heljariel sich in ihren Augen rehabilitiert. Das war auch wirklich nötig, dachte Equestriel grimmig. Sein unerlaubtes Fernbleiben während ihrer Zeit im Fischerdorf war wirklich eklatant gewesen.

Als Heljariel in ihre Richtung blickte, nachdem er sich an den Baumstamm angelehnt hatte, nickte Equestriel ihm beinahe unmerklich zu. Nicht zuviel Lob, aber auch nicht zuwenig.

Equestriel sah mit ernstem Blick zu dem unglaublich viel größeren Romariel auf, als der Gabrielit sie ansprach. Sie warf einen letzten, prüfenden Blick auf Carniel und Xantariel, bevor sie beschloss, dass sie sich ohne Sorge mit Romariel von den Verwundeten entfernen konnte.

"Natürlich", antwortete die Michaelitin auf Romariels Frage.

"Nathaniel, Agariel, achtet auf die Verwundeten, während ich mit Romariel spreche. Quiescel, gehe zu Heljariel und passe auf ihn auf, bis er sich wieder erheben und zu den anderen gehen kann."

Equestriel nickte Romariel auffordernd zu und schlenderte mit ihm über die Wiese davon.

"Also, Romariel. Was hast du mir zu berichten?"


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BeitragVerfasst: 23.12.2002 - 23:33 
masTer mR
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Ja, wie du siehst haben wir unser primär Ziel erreicht, auch wenn es einiges gekostet hat. Wir mussten starke Verletzungen hinnehmen, aber Carniel und Xantariel geht es nun besser, dank Heljariel. Dennoch gibt mir die ganze Aktion zu denken. Es war ziemlich starke Traumsaat, und auch bestimmt nicht wenige. Wir waren in eine heftige Schlacht verwickelt, als Traumsaat das hilflose Schiff der Fischer angegriffen hatte. Xantariel war zwar zu dem Zeitpunkt auf dem Schiff, jedoch konnte sie nicht fliegen und war somit im gewaltigen Nachteil. Ich musste ihr zu Hilfe eilen, während Carniel sich mit 3 der Kreaturen abgab. Sie wären für ihn niemals zum Problem geworden, jedoch kamen noch welche hinzu und er wurde von jeder Seite attackiert. Ich eilte sofort zu ihm hin, jedoch ließ er sich weiter hinabsinken, und war in einem ihm von Gott gegeben Zustand, der es mir nur schwer erlaubte ihm etwas mitzuteilen. Irgendwann jedoch drang der Klang meiner Stimme zu ihm hindurch, gerade noch rechtzeitig, denn ansonsten würde er jetzt nicht mehr unter uns weilen. Unter ihm und den Kreaturen hatte sich ein monströser Schlund geöffnet. Glaube mir so etwas großes hast du noch nie gesehen. Carniel konnte noch rechtzeitig ausweichen, für die Käfer jedoch war es zu spät. Der Schlund verschluckte sie und war wieder verschwunden. Ich sah den Körper des Tieres, und so etwas ist nicht normal für Traumsaat. Er war riesig, ein riesengroßer Wurm. Carniel hatte ihm eine Schuppe abgerissen und vielleicht können wir ja herausfinden was für ein Ungetüm es ist. Das war es nun von meiner Seite aus.
Ich hoffe eure Reise war weniger beschwerlich wie unsere. Oder ist irgendwas vorgefallen?


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BeitragVerfasst: 23.12.2002 - 23:35 
Verena
Verena
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Equestriels Aufforderung nahm Quiescel letztendlich die Entscheidung ab. Sie löste sich von Carniel und lief zu Heljariel hin, der noch immer ein wenig blass um die Nase zu sein schien. Mit einem besorgten Lächeln ging sie neben ihm in die Hocke und spielte gedankenverloren mit ein paar langen Grashalmen am Fuß des Baumes, bevor sie hörbar einatmete, um etwas zu sagen.

"Na, und, wie gehts denn jetzt so?" In ihrem Gesicht war deutlich kindliche Ratlosigkeit abzulesen. Irgendwie wusste Quiescel offensichtlich nicht, was sie sagen sollte, wollte aber trotzdem ein Gespräch mit dem Raphaeliten anfangen, weil ihr das Schweigen nicht behagte.


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BeitragVerfasst: 23.12.2002 - 23:55 
Jack
Jack

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Es gab Foltermethoden im Mittelalter die darauf basierten das der zu Folternde durch Monotonie in den Wahnsinn getrieben wurde. Diese Methode war recht langwierig, aber hatte den unschlagbaren Vorteil sehr wenigen Hilfsmitteln zu benötigen. Das Opfer musste praktisch nur fixiert werden und schon konnte man ihm Wassertropfen auf die Stirn tropfen lassen. Wie man so schön sagt, steter Tropfen höhlt den Stein, nur in diesem Fall war es der Geist des Opfers der systematisch ausgehöhlt wurde.
Unwillkürlich musste Carniel an diese Foltermethode denken als er schon wieder einen Herzschlag hörte. Und noch einer folgte dem letzten und auch dieser war nur da um von einem anderen abgelöst zu werden. Immer und immer wieder, ohne unterlass oder Änderung. Er hörte sein Blut in den Adern rauschen die Zweifel an seinem Gewissen nagen und das Etwas in seinem Körper rumoren. Diese Geräusche. Sie sollten aufhören!
Sein Körper konnte natürlich nicht auf diesen Befehl reagieren, aber gesteuert durch einen Muskelzuckung verkrampfte sich die Hand in der Carniel die Schuppe hielt noch mehr. Ei wirklich beeindruckendes Fundstück. Vollkommen eben und tief schwarz. Dennoch schienen sich alle Farben des Lichtes in ihr zu spiegeln und dies ganz klar. Bei ihrer relativen Dünne schien sie nicht im Geringsten beansprucht dem Griff des Gabrieliten stand zu halten und doch war sie eindeutig nicht schwer von ihrem Gewicht.
Carniel fragte sich beiläufig wie viele Herzschläge es noch dauern würde bis er sich wieder regen konnte, bis er die Auen aufschlagen konnte und den Duft dieser Vollkommenden Reinen Gestalt einatmen konnte. Er spürte die Gegenwart. Er spürte seinen Herzschlag, Schlag um Schlag, in nicht enden wollender Monotonie. Gefangen in Gedanken und Körper würde es wohl noch einige Zeit dauern bis irgendjemand in der Lage ist die Schuppe aus Carniels Griff zu entringen und er aufwacht.

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Des Ritters Leib ist Staub,
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BeitragVerfasst: 24.12.2002 - 00:08 
Clawdeen
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Equestriel schwieg eine Weile, nachdem Romariel mit seinem Bericht geendet hatte. Das hörte sich wirklich, wirklich nicht gut an. Grauenvoll, um genau zu sein. Ein dermaßen großes Traumsaatwesen, so nah an der italienischen Küste? Diese Angelegenheit musste wirklich, wirklich gemeldet werden. Wenigstens waren sie nicht mehr als eine Tagesreise von ihrem Ziel entfernt.

"Das ist gar nicht gut, Romariel. Ich meine, eure Entdeckung. Eure erfolgreiche Schlacht ist natürlich mehr als gut. Ihr habt tapfer gekämpft, und Du hast kein Mitglied deiner Todesschar verloren. Ich werde dies vor meinem Orden lobend erwähnen." Equestriel lächelte dünn. Die sorgenvollen Gedanken, die hinter ihrer Stirn tobten, ließen derzeit nicht viel mehr zu. "Auch wenn das nach dem, was mir Carniel über dich erzählt hat, deinen Ruf nicht noch viel weiter verbessern kann.

"Die Schuppe werden wir zur Untersuchung in St. Enna abgeben. Mein Orden muss dringend von der riesigen Kreatur erfahren, die die Küste Italiens bedroht.

"Ich würde die Schuppe sehr gerne sehen... kannst Du sie mir zeigen?", fragte Equestriel den Gabrieliten.


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BeitragVerfasst: 24.12.2002 - 00:17 
masTer mR
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"Natürlich, ich würde dir die Schuppe gerne zeigen, jedoch liegt sie geschlossen in Carniels hand, aber ich werde versuchen sie dort herauszubekommen. Ich weiss nicht was ich von der Kreatur halten soll, sie ist riesig, jedoch hat sie uns nicht angegriffen, sondern die Traummsaat. Ob das nur geschehen ist weil sie "Hunger" hatte? ich weiss es nicht, die Schuppe wird uns aber weiteren aufschluss geben, und ich finde wir sollten so schnell wie möglich zum Kloster aufbrechen. Wenn es von nöten ist, werde ich Carniel wieder tragen. Hier zu bleiben wäre ein fataler Fehler in meinen Augen."

Romariel wendet sich um und ging von der Michaelitin gefolgt zu Carniel. Ruhig und unbewegt lag er dort auf dem Boden, und man sah ein teil der Schuppe in seiner Hand. Romariel beugte sich hinunter und umschloss die Hand Carniel's mit seiner eigenen, jedoch liess der nicht los. Romariel musste überlegen, er wollte dem gabrieliten keinen Schaden zufügen. Er könne warten bis er sie freiwillig hergibt, oder die anderen könnten es versuchen. Als letzte Möglichkeit sah er das er dem Gabrieliten die Hand brechen müsse. Aber das schien ihm etwas zu heftig. Sie riefen die anderen herbei, und einer nach dem anderen probierte es. Jedoch scheiterten sie alle an dem versuch. Als letzte blieb nun noch Quiesciel übrig, langsam beugte sie sich hinunte und versuchte mit ihrer kleinen hand die größere Hand des Gabrieliten zu umschliessen. Alle startten gebannt auf die Situation und das was geschehen würde.


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BeitragVerfasst: 24.12.2002 - 00:36 
Verena
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Quiescel ging neben Carniel auf die Knie und musterte den bewusstlosen Gabrieliten mit schwer deutbaren Blicken. Sie sah ganz deutlich, wie angespannt sein ganzer Leib war, als kämpfe er gegen etwas an. Gegen seine Bewusstlosigkeit? Gegen irgendeinen schlimmen Traum? Fast wirkte es so, als umklammere er die Schuppe so fest, weil er sie in seiner Bewusstlosigkeit für sein Flammenschwert hielt.

"Carniel?", wisperte die Urielitin kaum hörbar, bevor sie sich eines besseren besann und sich nach vorne lehnte, um näher an Carniels Ohr zu kommen. Sie sah ganz deutlich die kleinen, flaumigen Härchen auf seiner Ohrmuschel und seiner Wange, die sich kaum merklich in dem sanften Hauch bewegten, den ihr Atem darstellte. Er riecht so gut...

Quiescels Augen drückten die unglaubliche Traurigkeit aus, die sie wegen Carniels Zustand empfand. Der Gabrielit war so stark und so schön, und er sollte endlich aufwachen, um wieder Teil von Gottes wundervoller Schöpfung zu sein.

"Carniel, bitte, komm doch zurück zu uns." Zu mir. Ich wünsche mir doch so sehr, dass Du bei mir bist. "Carniel, bitte..."

Ihre Hand, die gegenüber der kräftigen Schwerthand Carniels verschwindend klein wirkte, legte sich ruhig und kühl auf die seine, die von der Anstrengung, die sein Körper gerade durchmachte, warm und blass zugleich war.

"Carniel, bitte, wach doch auf..." Quiescel bemerkte erst nach einigen Sekunden, dass sie die Hand des Gabrieliten streichelte.


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BeitragVerfasst: 24.12.2002 - 00:39 
KJ
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Wohnort: Hannover
Nathaniel hatte gewartet, als Heljariel seine Mächte angewandt hatte. E hatte beobachtet und ihm zugesehen. Was war nur mit Carniel los? war er nicht Herr seiner Sinne? Er Umklammerte diese Schuppe und alle mussten vergeblich antreten um sie zu lösen. Nicht jedoch Heljrariel. Der lehnte nach wie vor erschöpft an seinem Baum, neben ihm stand Quiescel, und versuchte ein Gespräch anzufangen. Sie sah ein wenig unbeholfen aus. Er stützte sich auf seinen Bogen und beobachtete die Szene. Es war alles ein bisschen merkwürdig.

als schliesslich Quiescel gerufen wurde um sich an dem bewusstlosen Carniel zu versuchen beobachtete Nathaniel Heljariel. Der schien völlig fertig zu sein. Langsam ging er auf ihn zu und lehnte sich neben ihm an den Baumstamm. Er sagte nichts, sah nur in richtung der anderen. Dann schliesslich kramte er aus seiner Tasche einen Wasserschlauch, den er an den Mund setzte um einen Schluck davon zu nehmen. Er behielt das Wasser kurz im Mund, bevor er es runterschluckte. dann sah er Heljariel an und hielt ihm wortlos die Flasche hin.


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BeitragVerfasst: 24.12.2002 - 12:50 
Liana

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Heljariel hätte gerne mit Quiescel gesprochen, aber er schaffte es nicht, ihm fehlte ganz einfach die Luft dazu. Er musste all seine Kraft dazu aufbringen, ein und aus zu atmen und seinen Körper mit Luft zu versorgen. Er versuchte ein schwaches Lächeln auf Quiescels Frage zustande zu bringen, hatte jedoch kaum Erfolg damit, es war nur die Andeutung eines Lippen verziehens. So war es besser, wenn Quiescel zu Carniel ging. Er selbst fühlte sich noch zu wacklig um ihr zu folgen, so blieb er sitzen und beobachtete was passierte. Merkwürdigerweise fühlte er sich viel wohler, wenn er Quiescel bei Carniel sah, anstatt irgendjemand anderem. Er wusste, dass Quiescel Carniel würde helfen können. Mit seinen Fähigkeiten konnte er nichts tun, um Carniel zurückzuholen und ihn von dem merkwürdigen schwarzen Ding zu lösen, dass er in der Hand hielt. Außer natürlich, ihn in komplette Bewußtlosigkeite zu versetzen, so, dass Carniel seinen Körper nicht kontrollieren könnte und die Schuppe aufgrund des Versagens seiner Muskeln einfach loslassen müsste. Das würde ihm aber höchstwahrscheinlich noch mehr schaden, deshalb hoffte er einfach, dass Quiescel etwas erreichen könnte. Aus den Augenwinkeln bemerkte er, wie sich Nathaniel näherte, einen Schluck Wasser trank und den Schlauch ihm reichte. Heljariel verschüttete einiges, schaffte es aber einen großen Schluck zu trinken und brachte ein mühevolles "Danke" heraus.

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Er kommt aus der Nacht der Unwissenheit, er geht seinen Weg, einsam unter den Menschen, er fährt aus nach der Wahrheit.


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BeitragVerfasst: 24.12.2002 - 14:08 
Jack
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Nichts hätte besser und sehnlicher in die Szene gepasst, als das sich Carniel regte, aber so gerecht war diese Welt der Engel nicht.
Carniel spürte alles, nahm jede Kleinigkeit war, jedes Wort, jede Berührung. Im Grunde war er nicht verletzt oder krank. Die Arbeit des Raphaeliten schien tatsächlich gut gewesen zu sein, denn er hatte keine Schmerzen, aber der Kampf über dem Meer forderte seinen Tribut. Kein Engel konnte mit den Kräften Gottes so verschwenderisch umgehen ohne einen Preis bezahlen zu müssen, und im Moment weigerte sich Carniels Körper einfach seinen Befehlen zu gehorchen, als ob etwas in ihm außer ihm selbst keine Energie mehr hätte. Seltsam.
In dem Moment der Beschäftigung konnte Der Gabrielit die nagenden Gedanken aus seinem Geist vertreiben und verlor sich in dem Moment der sich dehnte wie eine Ewigkeit. Er konnte natürlich nicht wirklich wissen das es seine Scharmitglieder waren die ihn umsorgten, aber er glaubte daran und hoffte es einfach.
Fast ohne das er es selbst merkte glitt Carniel zu seinen ruhenden Pol. Es war nicht vergleichbar mit dem Schlaf von Menschen, aber nicht minder erholsam für Engel. Endlich abgeschottet von seinen Gedanken gab sich Carniel der Ruhe hin und fand den Frieden der er brauchte. Äußerlich konnte man nur erkennen dass sein Körper sich vollkommen entspannte. Seine Muskeln lösten sich sichtbar mit einem letzten Zucken und auch die Hand die so krampfhaft die Schuppe umklammert hielt, ließ locker und gab den Schatz frei.
Jetzt war es nur eine Frage der Zeit bis Carniels Körper sich wirklich erholen würde.

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BeitragVerfasst: 24.12.2002 - 15:53 
Verena
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"Nein! Carniel!", schrie Quiescel, als das Leben aus Carniels Körper zu weichen schien und er in sich zusammensackte, als die schwarze Schuppe seinen Händen entglitt. "Du darfst nicht..." Ja, was denn? Sterben konnten Engel ja nicht. Quiescel brach ab und starrte eine Sekunde lang mit schreckensgeweiteten Augen auf den Gabrieliten herab, bevor sie ihn mit beiden Händen am Gewand packte und verzweifelt schüttelte. "Carniel!! Bitte nicht!!"


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BeitragVerfasst: 24.12.2002 - 16:02 
Clawdeen
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Equestriel hatte die Szenerie genau beobachtet. Als Carniel endgültig zusammenbrach, atmete sie keuchend ein und nahm entsetzt die Hände vor den Mund, fing sich jedoch sofort wieder, als sie sah, dass Quiescel den Gabrieliten zu schütteln begann.

"Quiescel!", rief sie überraschend laut und barsch, während sie auf die Urielitin zutrat. Quiescel erstarrte und drehte sich um; Verzweiflung glänzte in ihren Augen.

Equestriel ging neben Carniel in die Hocke und löste sein Gewand aus Quiescels Griff. Dann ließ sie den Oberkörper des Gabrieliten so behutsam wie möglich wieder auf die Erde sinken. Carniel rührte sich nicht. "Quiescel, dein Schütteln wird ihm nicht helfen. Lass ihn; es wird alles gut werden." Hoffentlich.

Während Quiescel zitternd einige Schritte zurück trat, musterte Equestriel den reglosen Gabrieliten genau, während sie in Gedanken zu Heljariel sprach.

"Heljariel, Carniel ist zusammengebrochen. Soll das so sein, oder ist etwas schief gegangen?"


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BeitragVerfasst: 24.12.2002 - 19:33 
Liana

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Heljariel hatte die Szene natürlich ebenfalls gesehen. Rasch erhob er sich und war schon bei Carniel, als Equestriel ihn ansprach. Kurz befühlte er ihn, dann richtete er sich wieder auf.

Nein, keine Sorge, er ist in einer meditativen Phase, wo sein körper sich entspannt und Kräfte wieder aktiviert. Etwas ganz natürliches, macht euch keine Sorgen. Er wird eine Weile so liegen bleiben, wir sollten ihn vielleicht etwas günstiger betten. Wenn er aufwacht, wird er wieder fit sein. Equestriel, können wir noch ein paar Stunden hierbleiben und Carniel ausruhen lassen? Ich denke wir sind alle erschöpft, mich eingeschlossen. Ich würde vorschlagen, Carniel drüben auf das Moosfeld zu legen, wo er es etwas weicher hat.

So erhob er sich wieder. Heljariel fühlte sich schon deutlich kräftiger als vorhin noch, er spürte förmlich wie er wieder Kontrolle über seinen Körper gewann. Er ging vorsichtig um Carniel herum und hockte sich neben Quiescel. Sie hatte immer noch diesen verzweifelten Ausdruck in ihren Augen. Sanft blickte er sie direkt an und murmelte leise: "Keine Sorge, kleine. Carniel wird in ein paar Stunden wieder derselbe sein, es ist ihm nichts schlimmes passiert. Er bleibt natürlich bei uns."
Vorsichtig nahm er ihr Gesicht in seine Hände und hoffte, er würde sie beruhigen.

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