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Genesis Secunda
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BeitragVerfasst: 09.04.2003 - 10:47 
Erzähler 7. Schar
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Beiträge: 105
Noch bevor Equestriel ihre Anschuldigungen gegenüber Ab Michele offen aussprach nutzte dieser die Chance um sich zu verteidigen:
„Brief? Ich habe keinen Brief gesandt, und ich wüsste auch nicht wieso jemand das hier tun sollte. Wenn, dann kann es nur der alte Ab des Klosters, Gianni, gewesen sein, Gott möge seiner gnädig sein. Die letzten Wochen litt er zunehmend, nun wie soll ich sagen ohne ihm zu nahe zu treten, unter einer Art geistiger Verwirrung, deswegen konnte er das Amt als Vorsteher des Klosters auch nicht länger bekleiden. Er litt unter Verfolgungswahn und bildete sich Dinge ein die gar nicht real sind. So zum Beispiel die Sache mit diesem seltsamen Fundstück, das ihr wohl gemeint habt als ihr sagtet ihr wollt etwas bergen. Auch hier hat er hoffnungslos übertrieben. Die Fundstelle ist durch unsere Templer perfekt gesichert und ich wüsste auch nicht wer oder was uns daran hindern sollte diesen Fund sicher in die Arme der Angelitischen Kirche zu überführen. Er hingegen faselte dauernd etwas von Bedrohungen, vermutete hinter jeder Ecke Gefahren und befürchtete immer er würde es ohne Beistand durch andere nicht schaffen. Ihr könnt euch jederzeit gerne selbst die Fundstelle ansehen und euch ein Bild machen. Ich muss euch jedoch warnen: Danach werdet ihr wohl auch feststellen dass eure Anreise hierher umsonst war, denn ich wüsste keinen Grund warum Engel hier ihre kostbare Zeit vergeuden sollten wenn die Sache doch auch ohne ihre Hilfe durchgeführt werden kann.“


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BeitragVerfasst: 10.04.2003 - 16:33 
Jack
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Beiträge: 137
Wohnort: Kloster
Carniel kratzte sich am Hinterkopf.
So weit war es mit ihm schon gekommen das man ihn durch die Lande schickte ohne Sinn nur damit er beschäftigt war. Es schien langsam Zeit zu werden wieder zum Herren zurückzukehren, sodern Equestriel entdlich das signal gb wieder zurück zufliegen...


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BeitragVerfasst: 10.04.2003 - 20:32 
Liana

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Wohnort: Recklinghausen
Mittlerweile wirklich zornig blickte Heljariel den Ab aus funkelnden Augen an. Er kam sich komplett veralbert vor und konnte sich auch nicht mehr zurückhalten.

"Und da sind sie sich WIRKLICH ganz sicher, dass eine komplette Schar an den Engeln des Herrn ohne Grund hier her geschickt worden ist?!"

Seine Stimme tropfte nur so vor Sarkasmus und Schärfe.

_________________
Er kommt aus der Nacht der Unwissenheit, er geht seinen Weg, einsam unter den Menschen, er fährt aus nach der Wahrheit.


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BeitragVerfasst: 10.04.2003 - 20:44 
Nightwolf
Nightwolf

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Wohnort: Prag
Agariel fühlte sich etwas unwohl. Er hatte sich geirrt, das war der neue Ab von St. Enna, seine macht hatte versagt, aber Agariel beherrscht die Macht Wahrheit von Lüge zu trennen auch nur Mittelmäßig. Allerdings zweifelte Agariel daran das die Flugplattform der Sarieliten wirklich perfekt gesichert war.

"Ich hab mich wohl geirrt, es ist doch die Wahrheit gewesen. Es ist mir recht unangenehm das ich mich geirrt habe. Allerdings muss ich dir, Equestriel, auch noch sagen, dass dieser Ab seinen Worten selbst kaum glauben schenkt, ich glaube das er wohl gerne übertreibt."


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BeitragVerfasst: 14.04.2003 - 13:56 
Verena
Verena
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Registriert: 21.10.2002 - 20:41
Beiträge: 76
Quiescel hätte vor Erleichterung beinahe deutlich hörbar ausgeatmet, als Agariel seine Feststellung revidierte. Sie konnte sich aber gerade noch zurückhalten. Statt dessen gab es jetzt wohl ein anderes Problem. Heljariel schien ernsthaft verärgert zu sein. Aber sie konnte ihn verstehen. Hatten sie die Strapazen dieser Reise wirklich vollkommen umsonst auf sich genommen? Der Ab hatte offensichtlich einen Fehler gemacht. Er hatte es versäumt, herauszufinden, ob sein Vorgänger wichtige Aufträge erteilt hatte - zum Beispiel das Rufen einer Engelsschar. Er wusste bestimmt schon selbst, dass die Angelitische Kirche das grundlose Umherschicken von Engeln nicht besonders schätzte, und dass er wahrscheinlich großen Ärger dafür bekommen würde. Hoffentlich würde er Heljariel nicht barsch anfahren, weil der Raphaelit ihn gerade mit der Nase darauf stieß.


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BeitragVerfasst: 22.04.2003 - 21:11 
Erzähler 7. Schar
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Beiträge: 105
[Folgender Post wurde mir von Nathaniel übermittelt. Ich habe ihn leicht abgeändert um ihn an die aktuelle Situation anzupassen]

Nathaniel hatte sich in die Lüfte erhoben, und flog mit gleichmässigen Flügelschlägen richtung Inland. Er bemühte seine Kräfte, und mit leichtem pulsieren seiner Tätowierungen erschienen ihm mehrere Daten in seinem Geiste. Sapri und Lauria waren die einzigen beiden Dörfer in der näheren Umgebung, die nahe genug am Kloster waren, so dass eine Benachrichtigung und eine Bitte um Hilfe sinnvoll war. Sapri, so entschied er, würde sein erstes Ziel sein, danach Lauria und dann konnte er zum betroffen Kloster zurückkehren und sich anschließend zurück zur Küste begeben um den anderen nach St. Enna zu folgen. Seine Tätowierung begann aufzuglühen, als er mit einem gedanklichen Befehl Kraft des Boten aktivierte. Als sich die Muskulatur entspannte, und die Müdigkeit von seinen Schultern genommen wurde, beschleunigte er seinen Flügelschlag. Er wollte so schnell wie möglich nach den Anderen eintreffen.
Seine Gedanken begannen abzuschweifen, als er seinen Rythmus gefunden hatte. Quiescel...sie hatte ihn verletzt, sie hatte etwas in ihm berührt, was ihn schwach werden liess, sie hätte ihn fast zu einer Sünde verleitet...doch konnte man in Gedanken auch sündigen? War der Gedanke, so man ihn mit Verlockung und Freude dachte, eine Sünde? Sollte er beichten, seiner Michaelitin alles anvertrauen, oder war nichts gewesen, was man aufzubauschen brauchte...Quiescel...sie verwirrte ihn noch immer, er war sich sicher, dass der selbe wohlig warme Stich in seinem Herzen wiederkehren würde, sobald er ihrer ansichtig werden würde...es war eine harte Prüfung, die Gott ihm auferlegt hatte. Er war noch zu keiner Entscheidung gekommen, wie er sein Problem zu behandeln gedachte...er würde es sehen, doch sein Herz wünschte sich, es würde einfach ohne Konsequenzen in Vergessenheit geraten...
In der Ferne tauchte ein kleines Dorf auf, es lag auf einem flachen Hügel, umgeben von einigen Feldern. In der ferne zeichnete sich eine dunkle Waldmasse ab. Dass musste Sapri sein. Er landete elegant mitten in der Dorfmitte. Menschen kamen aus ihren Häusern und sahen ihn misstrauisch, ehrfürchtig und neugierig an. Er wandte sich an einen Dorfbewohner und fragte ihn nach der höchsten Autorität im Dorf. sogleich kam ein älterer Mann und stellte sich als der Dorfälteste vor. Kurz und prägnant schilderte Nathaniel die Ereignisse, und schloss mit der Bitte, Nahrungsmittel zum Kloster zu schicken und Flüchtlinge aufzunehmen. Nachdem er eine Einwilligung gehört hatte, verneigte er sich leicht und erhob sich wieder in die Lüfte. Er hatte zuviel um die Ohren, und war zu verwirrt um auf ausschweifende Höflichkeitsfloskeln oder ähnliches zu achten. Innerhalb einer Stunde hatte er bereits das nächste Dorf, Lauria erreicht und mit demselben Ergebnis verlassen. So schnell er konnte eilte er nun seinem nächsten Ziel entgegen.
Er wollte sich noch kurz bei Ab Marius melden und berichten dass die beiden umliegenden Dörfer einverstanden waren und Hilfe leisten würden.
Wieder achtete er kaum auf seine Umgebung. Dank seiner Kräfte hätte er sie auch im Schlaf zurechtgefunden, und auf den Flug musste er sich auch nicht mehr sehr konzentrieren. Immer wieder schweiften seine Gedanken zu Quiescel ab. Er konnte es nicht verhindern. Er wollte vergessen, er wollte weder sündigen noch Quiescel dazu verführen, doch alles was er erreichte waren Gedanken an Quisecel...wie elegant sie sich bewegte, wie Lebensfroh sie war..ihr lächeln...ihre Augen...Er zwang sich die seinen zu schliessen und dachte Krampfhaft an seine Mission, seine Weihe, seinen Glauben...er war ein Bote Gottes, ein Mitglied des kämpfenden Ordens Uriels, er hatte sich gefälligst um Disziplin zu bemühen...er wart nicht zu seinem Vergnügen auf diese Welt gesandt worden...
Gnädigerweise tauchte schon bald das noch immer stark in Mitleidenschaft gezogene Kloster vor seinen Augen am Horizont auf. Er begann hinabzusinken und setzte leichtfüßig am Boden unweit des Eingangs zum Hauptgebäude auf.
Als Nathaniel darum bat zu Ab Marius vorgelassen zu werden staunte er nicht schlecht als ausser dem Geistlichen noch ein Engel in dem Raum saß und bereits auf ihn wartete. Ein goldener Schein schlug dem Urieliten entgegen als er den Neuankömmling betrachtete. Zu beeindruckt um Sprechen zu können stand Nathaniel erst einmal nur da und wartete bis irgendjemand das Wort ergriff.


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BeitragVerfasst: 22.04.2003 - 21:41 

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Der goldene Schein schien sich nur allmählich zu legen, das Licht welches sich in diesem Engel fokussierte war so klar und strahlend hell, es war ein Michaelit ohnegleichen. Als der Urielit eintrat wandte sich der goldblonde Schopf des anderen Engels langsam zu ihm, und ein Gesicht, so fein und zart und schön, dass es beinahe schmerzte, blickte ihm entgegen.

Der Michaelit erhob sich von dem Schemel und lächelte Nathaniel freundlich und ehrlich entgegen, während die strahlend weißen Votivbänder wie von unsichtbarem Wind getragen um seinen Körper herumwehten, wie eine Aura von Segenssprüchen. Kurzum gesagt, die gesamte Gestalt des Engels war erfurchtgebietend schön, rein und wie von Gott.

"Ich grüße Dich Bruder." erklang ein schmeichelnder Bariton aus der geschmeidigen Kehle des Engels und er hob eine Hand zum angelitischen Gruß, und wie von Zauberhand schien eines der Votivbänder in einem harmonischen Bogen hinterherzuwehen. "Mein Name ist Gålel, und ich werde Dich begleiten." sagte der goldene Engel.


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BeitragVerfasst: 23.04.2003 - 12:38 
KJ
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Nathaniel stand wie vom Donner gerührt auf der Türschwelle. Mehrmals öffnete und schloss er den Mund wieder um zu einer Antwort anzusetzen. Er war schlichtweg beeindruckt bis ins Mark, fasziniert von der perfekten Erscheinung dieses Engels, der so wie Gott war, wie kein zweiter.

Nathaniel wischte sich mit der Hand über die Stirn, bevor er sie zum Gruß erhob. Er schrieb es seiner Müdigkeit zu, gepaart mit seiner Momentanen Verwirrung.

Schliesslich brachte er es doch fertig relativ souverän ein paar Wort zu formulieren, und sogar leicht zu lächeln:" Und ich grüße dich!" Er liess die Hand sinken und schwieg für einige Momente. Konnte er von einem Michaeliten, zumal noch von einem der wie Gott war, wie kein zweiter, dessen Beweggründe verlangen. Er beschloss es nicht drauf ankommen zu lassen. Statt dessen blickte er den Michaeliten etwas ratlos und fragend an. "Es wird mir eine freude sein mit dir zu fliegen und dich zu führen. Wohin soll ich dich bringen?" Er wollte zwar so schnell wie möglich zurück zu seiner Schar, doch er wollte auf keinen Fall die Autorität dieses Engels anzweifeln. Er würde ihn eben so schnell wie möglich zu seinem Bestimmungsort bringen und dann St. Enna ansteuern.


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BeitragVerfasst: 23.04.2003 - 15:27 

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Das Lächeln auf den Zügen des Michaeliten strahlte wärme aus, und so langsam schien sich auch die Situation zu normalisieren, die Konturen Gålels wurden wieder schärfer, das Licht dimmte sich irgendwie, und auch sonst war der erste Eindruck nicht mehr so heftig, so überwältigend. Aber zu sagen, er wäre durchschnittlich wäre endlos übertrieben.

"Ich habe die Weisung, zu Deiner Schar hinzuzustossen." meinte er faktisch und sah dann zum Ab, der das nur kurz mit einem zustimmenden Nicken quittierte. Behutsam strich sich Gålel eine der goldblonden Strähnen aus der glatten Stirn und seine strahlend blauen Augen funkelten sanft. "Wir werden direkt zu ihnen hinzustossen."


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BeitragVerfasst: 23.04.2003 - 16:56 
KJ
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Einen Moment lang blickte Nathaniel den Michaeliten ehrlich erstaunt und überrascht an. Er hatte etwas anderes erwartet, etwas ganz anderes. Was wollte der Michaelit, Galel, verbesserte er sich in Gedanken, nur bei seiner Schar? Dann wischte er den Gedanken ärgerlich beiseite. War es an ihm an den weisungen des Herrn, der Kirche oder der Michaeliten zu zweifeln, oder sie in frage zu stellen? Es würde sich aufklären.

"Nun, dann sollten wir keine Zeit verlieren." sprach er so ruhig er konnte, denn die Fragen geisten immer noch in seinen Gedanken herum. "Sie sind vermutlich bereits in St. Enna." Nathaniel verbeugte sich noch knapp vor dem Ab, und drehte sich halb zur Tür, hielt dann jedoch den Blick auf Galel gerichtet, und so ihn halb erwartungsvoll, halb fragend an.


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BeitragVerfasst: 24.04.2003 - 18:06 

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"St. Enna, ja." Gålel nickte dem Urieliten zu, und obwohl der Zauber um ihn herum noch nicht abgefallen war, mittlerweile war es wenigstens nicht mehr zu überwältigend, ihn in seinem Sichtfeld zu haben. Er machte ein paar Schritte auf Nathaniel zu und ging dann an ihm vorbei aus dem Zimmer des Ab, der hier, bei so einer Konstellation, letztlich gar nichts zu sagen hatte.

Nach wenigen Augenblicken waren beide Engel auf der Flugplattform des Klosters angekommen und sahen hin zum Horizont, wo das Wetter glücklicherweise durchaus freundlich aussah. "Ich bin bereit, wenn Du es bist, Bruder."


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BeitragVerfasst: 24.04.2003 - 19:08 
Erzähler 7. Schar
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Nicht lange nachdem sie hinaus ins Freie getreten waren nahmen beide Engel Anlauf um sich sogleich in die Luft zu erheben. Nathaniel wäre so oder so ohne Pause weitergeflogen, und nun war noch mehr Eile geboten, da er sein Flugtempo seinem Begleiter anpassen würde müssen. Michaeliten waren zwar ansonsten fast über alles erhaben aber trotzdem gab es unter ihnen wohl kaum einen der in punkto Ausdauer einem Urieliten das Wasser reichen konnte.
Galel musste sich schon ganz schön ins Zeug legen um nicht zu weit hinter Nathaniel zurückzufallen. Der wollte natürlich seine Flugkünste unter Beweis stellen und zeigen dass er eindeutig zu den besten Vertretern seines Ordens gehörte, deshalb nahm er nur eben so viel Rücksicht auf seinen Begleiten wie eben notwenig war.
Auf diese Weise trieben sich die Engel gegenseitig an während die Landschaft unter ihnen nur so vorbeizog. Im Gegenzug zu dem ersten Teil der Schar unter der Führung Quiescels verlief ihre Flugroute um einiges geradliniger, so dass es ihnen auch hier gelang einiges von dem Vorsprung der anderen wettzumachen. Während jeder noch so seinen eigenen Gedanken nachhing tauchten auch schon Reggio und die dahinter liegende Meerenge vor ihren Augen auf. Die Zeit war wirklich rasend schnell vergangen und es war nun nicht mehr weit bis zum Ziel ihrer gemeinsamen Reise.
Vorbei an einem archaisch anmutenden Dorf und über fruchtbare Plantagen verlief der Rest der Strecke ereignislos. Als die wehrhaften Mauern des Klosters St. Enna am Horizont auftauchten wurden beide Engel wieder zurück in die Realität gerissen. Vorsichtig näherten sich Nathaniel und Galel dem Klosterinnenhof, stets die Umgebung im Auge behaltend. Als sich nirgends eine Spur von drohender Gefahr oder ein sichtbarer Hinweis auf die Anwesenheit ihrer Gefährten entdecken ließ landeten die beiden in der Mitte des Klosters, um nachzufragen, ob die anderen bereits wohlbehalten eingetroffen waren.
Die Monachen, die nun schon zum zweiten Mal innerhalb kürzester Zeit Engel sahen, antworteten äußerst verdutzt, dass nur ein paar Minuten zuvor sechs Engel eingetroffen waren auf die die Beschreibung eindeutig passte. Sogleich wurden die zwei Neuankömmlinge hinein das Hauptgebäude zu den anderen geführt, um nichts von der eben erst begonnenen Besprechung zu verpassen.
Die beiden Torflügel wurden geöffnet und die beiden konnten einblicken in den weiträumigen Saal, in dem die um Equestriel versammelte Schar und Ab Michele saßen.
Sogleich verstummten die Gespräche und alle wandten ihre Köpfe neugierig in Richtung Eingang.


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BeitragVerfasst: 25.04.2003 - 12:27 
Verena
Verena
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Die kleine Urielitin, die mitten im Zimmer stand, drehte sich zuerst zur Tür um. Ihre mandelförmigen, tiefbraunen Augen blitzten auf, als sie Galel erblickte, und beinahe gleichzeitig öffnete ihr Mund sich ein Stück weit. Staunend drehte sie sich ganz um. Über den deutlichen Zeichnungen ihres Urieliten-Signums leuchtete rotes, grünes, blaues und gelbes Haar, das wie ein kurzer Pony in ihre Stirn fiel und sonst, zu einem langen Zopf geflochten, ihren Rücken hinabhing. Eine braune Ledertasche, die mit allerhand verschiedenfarbigen Holzperlen und kunstvollen Federgestecken verziert war, hing an ihrer Seite. Es war fast so, als hätte sie vor Staunen auch die Kontrolle über ihre Flügelmuskulatur verloren, denn sie öffnete ihre Schwingen ein Stück weit. Bogenförmige Muster aus braunen, beigen und grauen Federn bedeckten die Innenseite ihrer sonst strahlend weißen Flügel. Das einzig einfarbige an ihr war tatsächlich das weiße Gewand aller Engel, die nicht zum Schwarzen Orden gehörten. Ansonsten wirkte die junge Urielitin wie ein farbenfroher Paradiesvogel.

Als ihr Blick auf den Urieliten fiel, der hinter Galel durch die Tür trat, veränderte sich ihre Miene jedoch zu einer Mischung aus Wiedersehensfreude und Trauer. Ihre Augen glänzten feucht, als sie einatmete, um etwas zu sagen. Sie überlegte es sich jedoch anders und sah statt dessen auf ihre Hände herab, die sie jetzt vor ihrem Bauch faltete. Raschelnd zog sie ihre Flügel wieder zusammen und sah sich nach ihren Geschwistern um.


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