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Genesis Secunda
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BeitragVerfasst: 29.07.2002 - 21:53 
Verena
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Amael war mit hängenden Flügeln und schuldbewußtem Gesicht hinter den anderen hergetrottet und hatte auch den einen oder anderen Stein mit zu den toten Templern getragen. Ihre Augen glänzten müde und traurig, doch auch sie hatte damit begonnen, segnende Worte für die Templer zu sprechen, um Zadkiel die Arbeit der Begräbnisrede zu erleichtern. Jeder hier hatte eine Rede verdient, und Amael schenkte mit leicht zitternder Stimme jedem Templer, den sie mit begrub, diesen Segen.

Als sie endlich fertig waren, war sie langsam in die Knie gesunken und hatte sich letztendlich gegen einen Baumstamm gelehnt, bis Ankaniel sie aufgesucht hatte. Zuerst war die kleine Raphaelitin erschrocken, als sie die muskulösen Beine unter dem pechschwarzen Kriegsrock auf sich zukommen sah. Doch dann hörte sie Ankaniels Worte, vor dem sie sich zu Beginn so gefürchtet hatte, und wiederum war sie überrascht, solche Sanftheit aus dem Mund eines Gabrieliten zu hören. Waren die Vermutungen und Witze Bohemiels über diesen Orden wirklich unangemessen gewesen? Es wäre nur zu schön, wenn dem tatsächlich so wäre.

"Danke, Ankaniel. Ich werds auch bestimmt nicht wieder tun." Dann blickte Amael wieder beschämt zu Boden. Sie hörte mehr als daß sie sah, daß Shiroel nach Beendigung der Begräbnisse wieder zwischen den Bäumen landete und seine wachsamen Augen über die aufgetürmten Steinhügel schweifen ließ, bevor er sich aufmachte, um ebenfalls an jedem der Gräber ein stilles Gebet zu sprechen.


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BeitragVerfasst: 29.07.2002 - 22:44 
Gabrielit
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Auch Camael gab das seine dazu, die Templer unter ihre Steine zu bekommen. "ich werde mir einen kleinen Spaten besorgen, damit wir dies das nächste mal richtig machen können." dachte er so bei sich. "Zu dumm..." Zwar ohne Murren verrichtete er seine Aufgabe, doch war das leuchten wieder aus seinen Augen gewichen. Kurz blickte er zu Amael herüber, doch nachdem er merkte, dass Ankaniel sich ihrer annahm, war er dahingehend auch beruhigt. Also brachte er es hinter sich, und stellte sich danach wieder an seine gewohnte Position, ohne noch unnötige Worte zu verlieren...

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Eiecitque Adam et conlocavit ante paradisum voluptatis cherubin et flammeum gladium atque versatilem ad custodiendam viam ligni vitae (Genesis 3, Vers 24)


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BeitragVerfasst: 30.07.2002 - 18:07 
Nosophoros
Nosophoros

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Als auch der letzte Gefallene seine Ruhestätte bekommen hatte, ging Zadkiel zur Mitte des kleinen, vom Kampf verwüsteten Hügels und sandte einen Ruf zu seinen Scharmitgliedern im Wald aus:
Sammelt euch hier im Kreis. Wir werden das Ritual der Läuterung sprechen.

Alle sechs Engel bildeten einen Kreis und als Zadkiel mit dem Gebet anfieng, erhoben alle gleichzeitig ihre Arme zum Himmel.
Vater unser im Himmel,
Geheiligt werde dein Name,
Dein Reich komme,
Dein Wille geschehe,
Hier zu den Füssen deiner Boten liegen viele tapfere Männer, die im Glauben an dich und für deine Sache gestorben sind, lass sie in Frieden ruhen und führe sie am vorbestimmten Tag in dein Reich.
In Ewigkeit.
Amen.

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Faciamque in eis ultiones magnas arguens in furore et scient quia ego Dominus cum dedero vindictam meam super eos.
Ezechiel 25/17


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BeitragVerfasst: 31.07.2002 - 00:51 
Verena
Verena
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"Amen," wiederholte Amael mit leiser Stimme und andächtig geschlossenen Augen. Als Zadkiel die Arme wieder herunternahm, ließ sie auch ihre Hände sinken. Mit blassem Gesicht und glasigen Augen blickte sie in die Runde. Sie fühlte sich so schwach wie noch nie in ihrem Dasein als Engel auf Erden. Die Raphaelitin wünschte sich jetzt nichts sehnlicher als eine ruhige, kühle Zelle im Kloster, wo sie in der Meditation die Kraft zurückgewinnen könnte, die ihr gerade so sehr fehlte. Und doch traute sie sich nicht, ihre Bitte zu äußern. Ich habe heute schon genug getan, um mich vor den anderen zu blamieren.

Sie sah die mit den widerlichen Körperflüssigkeiten der getöteten Traumsaat verschmierten Gewänder ihrer Mitstreiter und hoffte, daß sie aus diesem Grund zum Kloster zurückkehren würden, um sich zu reinigen und neue Kleidung anzulegen. Amael war genau wie Shiroel gänzlich vom "Blut" der Traumsaat verschont worden und trug genau wie der Urielit ein von dünnen Grasflecken abgesehen reinweißes Gewand. Vielleicht könnte sie sich in der Zeit, die ihre Brüder zum Waschen benötigen würden, ein Weilchen zurückziehen. Sie hatte das Gefühl, als könnte sie hier und jetzt im Stehen einschlafen.

Auch Shiroel musterte die Gewänder seiner Brüder kurz, bevor er seine Blicke wieder routinemäßig die Schatten zwischen den Bäumen durchsuchen ließ. Der Urielit hatte sich kaum verausgaben müssen und strotzte offensichtlich noch voller Tatendrang. Er schien Gefallen am Kampf gegen die Brut des Herrn der Fliegen gefunden zu haben."Zadkiel, die Templer waren hierhergeschickt worden, um Feuerkäfer zu jagen, die die Bauern St. Jeans angegriffen haben. Die Kreaturen sind sicher noch hier. Wollen wir sie noch suchen gehen?"

Auch er hatte Amaels schlechten Zustand bemerkt, doch sein Wunsch, Vernichtung unter die Traumsaat zu bringen, ließ ihn sich selbst und die anderen, die gerade wirklich unglaublich gut gekämpft hatten, vielleicht ein wenig überschätzen. Wir sind alle unverletzt, und wir haben zwei Gabrieliten dabei. Was soll uns schon geschehen? Wir werden Amaels Heilkräfte gar nicht brauchen.


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BeitragVerfasst: 31.07.2002 - 16:49 
Gabrielit
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Amen
Camael sprach das Gebet mit, und stellte sich dan wieder schräg hinter den Michaeliten. Wachsam betrachtete er die Umgebung. Trotz seiner verdreckten Kleidung schaute er ungerührt drein. "Verdammtes rumgeschleime, ist ja eklig, hoffentlich komm ich bald raus aus den ekligen Klamotten" Ruhig wartete er auf die neuen Anweisungen von Zadkiel.

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BeitragVerfasst: 01.08.2002 - 16:46 
Nosophoros
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Gut, das wäre getan! Lasst uns zum Kloster zurückkehren und unsere Sachen waschen. Dieses Geschleim ist ja eklig.
Danach beginnen wir mit unseren Nachforschungen in der Stadt.

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Ezechiel 25/17


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BeitragVerfasst: 07.08.2002 - 17:07 
Nosophoros
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Die Engel kehrten zum Kloster zurück und wuschen dort ihre Sachen, während dessen versuchte Amael sich beim Meditieren zu erholen, doch das Erlebte nagte noch zu sehr an ihr und die Furcht vor der Strafe Zadkiels liess sie kaum zur Ruhe kommen. Sie hatte sich geade soweit erholt, um wieder einigermassen würdevoll zu fliegen, als die Schar auch schon in die Stadt aufbrach.

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BeitragVerfasst: 07.08.2002 - 20:50 
Gabrielit
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"Endlich vernünftige Klamotten am Leibe, es gibt doch kaum besseres für die Seele als frisches Wasser und saubere Kleidung! Zusammen mit einem kräftigen Mahl ist dies doch alles, was man braucht!"
Die Schar flog nach dem Zwischenstopp im Kloster, kaum genug Zeit um sich vernünftig auszuruhen, weiter, um in der Stadt ihre Nachforschungen zu beginnen. "Wie praktisch, mit zwei Gabrieliten kann man sich trennen, ohne seine Einsatzstärke merklich zu verringern", dacht Camael so bei sich. Unauffällig ließ er den Blick über die Schar streifen. Amael wirkte immer noch verdammt müde, und es war mehr der Stolz und das Pflichtbewußtsein, was sie aufrecht erhielt, als ihre müden Knochen. Auch Zadkiel schien müde zu sein, hielt sich doch wesentlich besser, genauso wie Ankaniel, der das ganze mit der Würde eines gedienten trug. Flowaviel und Shiroel dagegen strotzten vor Energie "Nunja, ich fände es schade, nicht direkt im Kampf zu stehen... Ob es denn überhaupt Spass macht so in zweiter Reihe?" Camael stand leicht Breitbeinig schräg hinter Zadkiel und wartete auf seinen Plan, wie die Nachforschungen aussehen würden.

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BeitragVerfasst: 08.08.2002 - 16:54 
Nosophoros
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Als ob Zadkiel die Gedanken Camaels mitbekommen hätte, sagte er:
Am besten trennen wir uns und stellen separat Nachforschungen an. Sechs Engel auf einem Haufen sind doch ein bisschen viel.
Amael, Ankaniel und Shiroel sehen sich in den ärmeren Stadtviertel um, Camael, Flowaviel und ich gehen ins Handwerkerviertel.

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BeitragVerfasst: 09.08.2002 - 09:11 
CursedAngel
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Beiträge: 90
Wohnort: Nürnberg
"Gerne." meinte Flowaviel nur knapp und nickte dabei, während sich seine hochgewachsene Statur auch schon in die Richtung aufmachte, in die es wohl nun gehen würde. Gerade rechtzeitig drehte er sich noch um und wartete mit einem schwer definierbaren Blick darauf, dass die anderen ihm nun auch noch folgen würden. Er rückte dabei sein Hab und Gut zurecht und zurrte die Gürtel fester.


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BeitragVerfasst: 10.08.2002 - 12:21 
Heinrich
Heinrich

Registriert: 31.05.2002 - 19:54
Beiträge: 89
Wohnort: Leverkusen
Ankaniel fühlte sich unbehaglich. Sie sollte Nachforschungen anstellen. Ich bin ein Krieger und kein Detektiv. Was sollen wir überhauptmachen. Sein einzigen Kenntnisse in Nachforschungen war das verhören von Gefangenen Ketzern. Und dass war woll nicht von Nöten. Und Shiroel ist doch auch ein Krieger wie ich. Seinen Bogen kennt er, aber mit dem Wort wird er auch schlecht umzugehen wissen. Blieb also nur noch Amael. Der junge Engel hatte gerade aber alles andere als Selbstvertrauen. Das wird ja lustig ging es ihm durch den Kopf. "Also loß ihr zwei, wir haben was zu tun. Amael ich glaube dass du hier die Leitun übernehmen solltest." sagt er und stapft in Richtung der Armenvirtel loß.

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Kämpfe den guten Kampf des Glaubens,
ergreife das ewige Leben,
wozu du berufen bist.

1.Timotheus 6,12


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BeitragVerfasst: 10.08.2002 - 13:09 
Cay

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Wohnort: Die Stadt des Diadochen
Die Engel hatten die Stadt noch nicht ganz erreich, als ihn schon einige Menschen mit erhobenen Armen und lachenden Gesichtern entgegen liefen. Jemand musste sie gesehen haben und die Nachricht, dass die Engel, die vor wenigen Tagen im Kloster eingetroffen waren, nun in die Stadt kamen hatte sich wie ein Lauffeuer ausgebreitet.

Nachdem die Engel die Mauer, die die ganze Stadt umgab, ueberflogen hatten landeten sie auf einem kleinen Platz in der Naehe des Stadttors. Sie waren kaum auf dem Boden als sie bereits eine riesige Traube von Menschen umgab.

Die Menschen hatte schon seit langem keinen Engel mehr von so nahem gesehen.


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BeitragVerfasst: 10.08.2002 - 13:21 
Gabrielit
Gabrielit
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Registriert: 31.05.2002 - 09:37
Beiträge: 146
Wohnort: Hamburg
Camael wirkte sichtlich irritiert von der großen Menschenmenge, und mehr als einmal wanderte seine Hand nervös zu seinem Schwert. Durch einen finsteren Blick versuchte er, die Hauptmenge der Leute von sich fern zu halten.

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