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Genesis Secunda
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 Betreff des Beitrags: Problematische Situation in Engel P&P Runde
BeitragVerfasst: 30.05.2006 - 00:20 
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Guten Abend/Morgen Leute!

Ich komme gerade von meiner letzten Session als Engel Erzähler zurück und bin reichlich deprimiert weil ich mit meiner Schar in einer echt verfahrenen Situation stecke.

Ich hoffe ihr könnt mir möglicherweise da irgendwie raushelfen, denn im Moment weiß ich wirklich nicht was ich machen soll.

Die Lage ist so:

Die Gabrielitin meiner Schar hat mit angesehen wie eine größere Gruppe Sündiger in einen "verbotenen" Teil des Klosters ging. Sie erstattete zugleich dem Michaeliten der Gruppe Bericht und anschließend sind beide hinterher geflogen um nachzusehen, was sich dort abspielt.

Anschließend sahen sie mit an, wie diese Sündigen eine große Gruppe Maschinen bediente. Beide waren entsetzt und erstatteten ihren derzeitigen Befehlsgeber, einem Inquisitor, Bericht.

Der Inquisitor der über dererlei Vorgänge im Bilde war, befahl den Engeln in ihre Cellae zurückzukehren und vertröstete sie auf später.

Der Michaelit und die Gabrielitin hielten sich allerdings nicht daran, sie kehrten zum Klosterherz zurück und zerstörten dort alle Maschinen, nachdem die Sündigen sich entfernt hatten. Der Urielit sah dies mit an, informierte den Inquisitor und die dort stationierten Templer.

Der Inquisitor stellte den Michaeliten und die Gabrielitin zur Rede, beide waren aber nur über das "ketzerische" Verhalten des Mannes entsetzt und der Michaelit verweigerte sogar folge zu leisten.

An der Stelle brach ich dann das Spiel ab weil ich wirklich ratlos war und für den Charakter des Michaeliten nur zwei Lösungen sah - Läuterung oder Flucht.

Ich möchte allerdings keine der Optionen in Betrach ziehen, da:

- der Spieler nur konsequent seinen Charakter ausgespielt hat
- die Schar noch sehr jung ist und ich nicht gleich jemanden sterben lassen will
- ich einiges an Plot für den Charakter ausgearbeitet habe.

Auf eure Meinung/Ansicht zu der Situation und was ich jetzt mit dem Michaeliten machen soll, wäre ich sehr gespannt.

Liebe Grüße,

Lesa


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BeitragVerfasst: 30.05.2006 - 06:20 

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Wunderschönen guten Morgen Lesandira,

also ich würde es so machen:



Inquisitor kocht vor Wut, verlangt Läuterung. Da kannst du ja irgendwelche bösen Anschuldigungen einbauen. Irgendwann bekommt ein Ab im Himmel das mit und der ist offiziel unparteiisch (oder auch nicht, hrhr)
Dann lass eine Verhandlung das dokumentieren. DA kannst du ja einen schönen Prozess inszenieren

Wenn du ein bissel Action drin haben möchtest, könntest du irgendwelche Rückblenden einbauen, in denen die Engel ihre eigenen Erinnerungen ausspielen sollen.
Und dann, je nachdem wie sie die Verhandlung bestreiten, kannst du dich entscheiden, was mit den Engeln passieren soll.

*g* Ich wäre ja für ne Strafexpedition in Ketzergebiet, um die Loyalität zu beweisen :twisted:



Bis denn
gruß


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BeitragVerfasst: 30.05.2006 - 06:59 
Der ist wie Gott
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hallöchen lesandria

hm, ganz schön verzwickt *G*
zu friekiels vorschlag möcht ich nur ergänzen, dass ein inquisitor, sofern er nicht einen sehr hohen rang bekleidet, keine einsicht in die "wahren vogänge" hat und sich darum auf keinen fall anmaßen kann vor wut kochend eine läuterung zu befehlen.
sowas macht wenn dann ein himmelsab, prior, ordensprälat oder sehr mächtiger kardinal etc - wobei die es sich zweimal überlegen auch nur einen engel zurück zu schicken.

viel mehr würde ich sie mit dem resultat ihres handels konfrontieren. ich meine, die maschinen müssen ja für irgendwas gut gewesen sein.
die kirche hat immer gründe wenn sie maschinen einsetzt, die machen das ja nicht aus spaß ;)
die sündigen sehen ihre lebensaufgabe darin, ihr eigenes wohl zu opfern, damit sich andere menschen nicht belasten müssen und ihr leben angenehmer wird. und die kirche nutzt das argument des kleineren übels ja selbst. technik selbst ist nichts böses, aber die menschen wissen nicht mit ihr umzugehen, lassen sich durch sie leicht verderben, und _darum_ unterliegt sie einem bann und darf nur durch speziell ausgebildete leute bedient werden.
und die sündigen erüllen diese aufgabe mit einem gewissen stolz, auch wenn sie keine/kaum anerkennung dafür erfahren.

als beispiel: wenn es zum beispiel anlagen waren, um ein gebiet mit wasser zu versorgen, zum beispiel ein rechner, der ein pumpennetzwerk koordiniert, dann werden die leute in der umgebung jetzt probleme bekommen. dürre und hunger könnten die folgen sein.
und wer muss sich drum kümmern? richtig, die SCs.

falls sie vorsintflutliche waffen zerstört haben: in solchen waffen haben menschen ja unglaubliche vernichtunskraft gesteckt (vielleicht gottes kraft selbst, so ketzerisch waren sie damals!). nun kann sich das kloster auf einen bald erfolgenden angriff nicht mehr richtig verteidigen. vielleicht fällt es sogar und unruhe in der entsprechenden region ist die folge, worausfhin die SCs natürlich zurückgeschickt werden.

oder die maschinen enthielten komponenten, die besser nicht ungeschützt bloßliegen sollten. radioaktive materialien, asbest - oder andere gesundheitsgefährdende stoffe - oooder irgendwelchen kram der ins grundwasser sickert und mensch und tieren krankheit und tod bringt.

naja, es gibt noch weitere solcher beispiele, aber auf jeden fall sollten die SCs intime einsehen, dass ihr handeln übereilt war und dass sie sich gegen die von der kirche, und somit von gott gewollten ordnung gestellt haben.
bei engel geht es ja gerade um solche konflikte ;)
außerdem kann man so eine situation herrlich dazu benutzen, dem charakter persönlichkeit zu verleihen. oder als spätere aufhänger wieder erwähnen.

und auch der zusammenhalt der schar scheint nocht nicht allzu gefestigt... wie die engel wohl mit dieser tatsache umgehen? *fg*


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BeitragVerfasst: 30.05.2006 - 07:29 
Snickers
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Wohnort: Aichach
Nichts für ungut, aber ich glaube das Spiel an sich ist bereits ab dem Zeitpunkt schief gelaufen, an dem sich die Gabrielitin gewundert hat, dass die Sündigen in einen verbotenen Teil des Klosters gehen und hinterher ist.

wenn ich die Spielwelt korrekt verstanden habe, ist es so, dass die Sündigen im Himmel, wie im Kloster Menschen sind, die einen besonders gefestigten Glauben haben (so heißt es nach angelitischem Dogma) und daher den Umgang mit Maschinen pflegen dürfen - ausdrücklich erlaubt - da nur sie dem Bösen ausreichend widerstehen können, selbst wenn sie mit Technik arbeiten.

Der Einsatz von Technik ist also erlaubt, WENN jemand damit hantiert, der durch den sündigen Einfluss NICHT auf die Seite des Herrn der Fliegen gezogen wird.
Die Sündigen sind allgemein sozusagen beinahe Märtyrer, da sie es auf sich nehmen in Sünde zu leben, um der Mater Ecclesia einen Dienst zu erweisen.
Für die Sünden büßen die Sündigen auch regelmäßig in teilweise ordenstypischen Ritualen.
Und damit niemand sich bei den Sündigen "ansteckt" (oder eben mit diesem sündigen Treiben konfrontiert wird) der nicht dazugehört, leben sie für sich, tun ihre Arbeit im Verborgenen und an für Anderen verbotenen Orten.

Das gilt als angelitische Lehre und wird auch so verbreitet und auch den Engeln erklärt, die im Himmel sicher ja irgendwann Sündige sehen.



Jüngere Engel erfahren vielleicht nicht immer WO wirklich überall Technik steckt.
Für sie sind - genau wie für unwissende Monachen und Beginen - viele Dinge, die eigentlich per Technik funktionieren (etwa elektrisches Licht) schlichte Gotteswunder bzw. Beweise für Gottesgunst, aber sollte Jemand fragen, bzw. sehen dass ein Sündiger irgendwas schraubt, bedient, repariert, dann weiß der Engel natürlich von der Ausbildung, dass so ein Sündiger aussieht (einigen tragen ja Glatze, Andere haben wiederum eigene Klamotten an, bei den Raphaeliten fügen sie sich sogar Wunden zu um zu büßen.. usw)

Jedenfalls ist es nichts böses, wenn einer der Peccati in einen "verbotenen Teil" im Kloster geht, weil er da zu arbeiten hat.
Maschinen die da stehen sind ebenfalls nicht verboten und dürfen laut Kirchendogma natürlich von den Peccati bedient, untersucht usw werden.

SOLLTE ein Engel, der eigentlich wissen sollte, was ein Sündiger ist, TROTZDEM aus Neugieride hinterherschleichen, KANN er natürlich etwas sehen, was überhaupt nicht gut für seine Augen ist, bzw was Fragen aufwirft.

Allerdings denke ich, dass WIRKLICH wichtige technische Artefakte so gut bewacht sind, dass da ein Engel gar nicht zufällig um eine Ecke kommen und die sehen kann.
Natürlich kann ein Engel schon mal durch nen Zufall in so eine Situation kommen, aber ENTWEDER hält er dann den Mund und behält damit seine Zweifel und ist von da an verstört und verwirrt,
ODER er erzählt davon und ihm wird natürlich sofort eingeschärft, dass diese Maschinen WICHTIGE Artefakte sind und von den Sündigen bewacht und gehortet werden, auf dass sie niemand schaden können und der Kirche nutzen und dass das alles seine Ordnung hat.

Falls die Engel danach noch immer nicht so wirklich überzeugt sind, wird man sie SCHLEUNIGST versetzen, mit einer anderen Aufgabe betreuen oder ablenken.
Vertrösten oder gar im Zweifel gelassen werden die garantiert nicht.

Man darf auch nicht vergessen, dass Engel ja von klein auf indoktriniert sind, DASS die Sündigen sowas tun, dass es erlaubt ist und dass die Technik zwar Sünde ist, aber Männer und Frauen mit starkem Geist sie nutzbringend für die Kriche einsetzen können ohne dem Bösen anheimzufallen, ja dass sie sogar dafür sorgen, dass diese Maschinen ungefährlich bleiben.

Kein Engel käme meiner Meinung nach auf die Idee loszurennen und die Technik kaputtzuschlagen.

Also außer er entdeckt so eine richtig krasse Lüge, also etwa: der Engel würde es angenommen mal schaffen (was eigentlich nicht möglich ist) zu den Täufern im Himmel vorzudringen und sehen wie die einen Engel schaffen. DAS könnte ihn tatsächlich soweit bringen durchzudrehen.

Ansonsten, wenn der Engel zufällig irgendwo durch eine Tür kommt, die eigentlich zu sein sollte und dahinter ist ne Maschine... mei, er wird gar nicht VERSTEHEN was sie tut, geschweige denn, was die Sündigen da tun.
Für den Engel ist das immer die Arbeit der Sündigen und hat schon seine Ordnung so.


Also denke ich, dass es eigentlich gar nicht so weit gekommen wäre.


Da es aber irgendwie so weit gekommen ist, muss irgendwer schuld haben, und da Engel nun mal Engel sind und die nicht schuld sein können (außer deren Ausbilder die es versäumt haben ihnen alles zu erklären, wird ihnen irgendwer nochmal genau erklären, was die Aufgabe der Sündigen ist, dass die sowas DÜRFEN, dass Maschinen im DIENSTE der Kirche extra bewacht sind, damit sie nichts böses tun und ihr nutzen und dass sie in Zukunft immer wenn sie Zweifel haben, sofort zum Kosterab kommen müssen und nicht auf eigene Faust handeln dürfen.


Und dann wird man sie zackig versetzen, ohne großes Aufhebens oder Geschrei und ihnen einen schweren Auftrag geben, damit sie a) auf andere Gedanken kommen - und zwar ganz andere und b) am besten Traumsaat bekämpfen und erst mal nicht mehr mit Technik, Schrottbaronen und ähnlichem in Berührung kommen, weil die Kirchenleute sind nicht dumm und wissen, dass Dinge die verboten und geheim sind, immer neugierig machen und da werden sie tunlichst alles dran setzen, die Engel erst mal von weiteren Technik-Dingen fernzuhalten, dass die nicht wieder herumschnüffeln :D


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BeitragVerfasst: 30.05.2006 - 08:41 

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Ich glaube, 90% aller solcher Situationen im Rollenspiel lassen sich darauf zurückführen, dass ein Spieler "nur konsequent seinen Charakter ausgespielt hat"... :)
Da könnte man jetzt ganze Aufsätze drüber schreiben. Auf Wolkenturm.de gibt es zum Thema "Dramaturgisches Denken der Spieler" einen guten Artikel.

Aber in diesem Fall denke ich kann man das schon noch retten:
Der Inquisitor hat also ein Problem damit, dass die Engel die Maschinen vernichtet haben. Da ist jetzt die Frage, inwiefern er selbst Dreck am Stecken hat. Wenn er in irgendeiner Form etwas ketzerisches damit angestellt hat, muss er Angst haben, dass die Schar dies anb höhere Stellen weitermeldet. Auf diese Weise wären ihm die Hände gebunden, die Engel zu bestrafen, weil er mit Konsequenzen für sich selbst rechnen müsste. Bleibt ihm also nur, dass er zähneknirschend akzeptiert, was passiert ist.
Hatte er keinen Dreck am Stecken und alles war "legal", muss er auch nichts befürchten. Ob er allerdings die Befugnisse hat, die Engel zu bestrafen, ist fraglich. Als Inquisitor agiert er ja irgendwie außerhalb der Orden und hat sich nicht in die Bestrafung von Engeln einzumischen. Da würde ich mich meinen Vorrednern anschließen und spätestens sobald der Fall an Brindisi weitergegeben wird, die Läuterung verhindern und den Ab scharfe Worte gegenüber dem Inquisitor aussprechen zu lassen. Die Orden mögen es, so wie ich die Struktur der Angelitischen Kirche sehe, nämlich gar nicht, wenn man ihnen in ihr eigenes Aufgabengebiet pfuscht. Er kann ja dem Michaeliten eine milde Strafe auferlegen und erklären, dass diese Technologie in den reinen Händen der Kirche keinen Schaden angerichtet hätte usw.. Auf diese Weise ist die Lage gerettet, denn wieder kann der Inquisitor kaum etwas gegen das Wort des Abs sagen.

_________________
Sumus Angeli Domini
sumus nuntii lucis
audimus et paremus


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BeitragVerfasst: 30.05.2006 - 10:58 
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Hi!

Wow, erstmal vielen Dank für eure vielen und ausführlichen Antworten. Nachdem ich das hier gelesen hatte, gings mir schon gleich viel besser.

Danke dass ihr das mit den Sündigen nochmal zusammen gefasst habt. Es war wirklich ein Versäumnis von mir dass ich die Spieler nicht weitreichend genug über diese aufgeklärt habe.

Ich hatte den Umgang mit den Maschinen - es handelte sich dabei übrigens um nichts anderes als eine Art Wetterstation - allerdings mehr in Richtung religiöser Ritus und Gebeten beschrieben als das da jetzt wirklich Monachen an den Geräten sitzen und diese bedienen.

Aber den Michaeliten hat das mehr als verstört, wie man auch an seiner Reaktion erkennt.

Die Probleme die ich immernoch mit der Situation habe, sind jetzt folgende:

Das Vertrauen des Michaeliten in die Kirche und die Kirchenoberen ist schon bedenklich angeknakst und ich weiß nicht wie sein (Ordens-)Ab reagiert wenn klar wird das er sich sogar Menschen mit Befehlsgewalt widersetzt.

Ich bin mir außerdem nicht sicher wie der Michaelit eine nachträgliche/wiederholte Belehrung in bezug auf Technik und Kirche aufnehmen würde. Seine Ansichten und sein Verhalten waren zuletzt ja auch reichlich fanatisch.

Was noch erschwerend dazu kommt ist das die Schar eigentlich damit beschäftigt sein sollte eine Traumsaat Kreatur aufzuspüren die in dem Landstrich ihr Unwesen treibt - der ganze Plot in die Richtung dürfte "umfallen" wenn die Engel da nicht umgehend was unternehmen.

Eure Vorschläge in Richtung Gerichtsverhandlung und Strafaktion find ich sehr gut, nur im Augenblick kann ich die Schar da nicht aus der Gegend abberufen, allerdings auch nicht den Michaeliten auf freiem Fuß lassen.

Es ist übrigens tatsächlich so dass die Schar da sehr uneins ist - nur die Gabrielitin hat seinem Wort gehorcht, der Urielit hat ihn ja "verraten" und Ramielit und Raphaelitin haben den Befehlen folge geleistet.

Ich bin aufjedenfall froh das ich erstmal 2 Wochen Zeit habe um mir irgendwas zu überlegen.

Liebe Grüße,

Lesa


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BeitragVerfasst: 30.05.2006 - 12:59 
Snickers
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Ich würde zum einen mal outtime mit meinem Michaelitenspieler sprechen, dass da auch outtime ein Missverständnis vorliegt, bzw der Michispieler outtime vom zum Teil "falschem" Wissen ausging.

Ich finde, wenn eine allzu krasse Spielweise die auch noch teilweise auf Missverständnissen beruht das Spiel gefährdet, ist es legitim zu sagen: du, lass sich deinen Michaelit mal wieder beruhigen, bzw lass ihn einfach einsehen, dass die Traumsaat jetzt wichtiger ist.
Und dann mach einfach im Spiel auch nen guten Grund dass sie wieder die Traumsaat jagen... "neue Spuren wurden gefunden" oder "Tote (Tiere)" oder ein Dorf in der Nähe ist in Gefahr...

bestrafen kann niemand den Michaeliten, außer den Obersten des Michaelitenordens.
Außerdem ist der der mangelnden Kompetenz des Klosterabtes zuzuschreiben... der hätte besser Wachen aufstellen müssen und die Zugänge zu den Maschinen besser absichern lassen.
da DARF niemand einfach so hinkommen.

natürlich haben auch Michaeliten sich dran zu halten, wenn es da eine "Betreten verboten" Zone gibt, aber strafen kann der Klosterab und der Inquisitor nicht.
Nur zum Himmel zurücksenden.

Die Kirche HÄTTE keinerlei Probleme an sich, die Schar abzuziehen und eine neue zu schicken, das hast nur DU als SL.
das musst Du Deinen Spielern auch klar machen, dass ein allzu radikaler Kurs dazu führt, dass sie eben im Himmel landen und eine andere Schar übernimmt.

Und natürlich ist es wesentlich einfacher, wenn der Klosterab sich entschuldigt den Michaeliten nicht ausreichend in Kenntnis gesetzt zu haben, DASS in diesem Kloster Artefakte lagern.
Und der Ab dann dem Himmel eine Nachricht sendet, über die Vorfälle und man sich im Himmel bei Rückkehr der Schar den Michi mal vorknöpft und ordentlich aufklärt, WO seine Kompetenzten liegen und wo nicht.
die liegen nämlich absolut NICHT bei der Arbeit der peccati :D was DIE machen hat ihn nichts anzugehen, denn ER darf sich als MICHAELIT NICHT anmaßen die Arbeit eines RAGUELITEN zu machen. Nur ein Raguelit kann erkennen, OB und wie eine Technik funktioniert und ob sie böse ist.
Ein Michaelit ist nur DANN entscheidungsbefugt Technik zu vernichten, wenn sie OFFENSICHTLICH böse ist oder er den Auftrag hatte das zu tun. Und natürlich wenn KETZER sie haben, aber NICHT wenn die KIRCHE sie hat.


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BeitragVerfasst: 31.05.2006 - 17:38 
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Also zunächst mal möchte ich relativierend einwerfen, daß die meisten Engel zwar am Rande mitbekommen haben, daß die Peccati eine wichtige Aufgabe erfüllen (wie ja Gansekiel ganz richtig zusammengefaßt hat) - aber das heißt ja noch lange nicht, daß man das gutheißen muß.
Von nachträglichem Zurückspulen halte ich wenig, aber das ist eher geschmäcklerisch.

Also mir fallen noch folgende Alternativen ein:
* Der Fokus der Geschichte verschiebt sich auf das Erforschen der "dunklen Seite" der Kirche - sprich all die kleinen Widersprüche und Problemchen, die sich da ergeben.

* Der Inquisitor ist zwar ihr offizieller Vorgesetzter aber eigentlich doch nur ein kleines Licht - ergo kriegt er von seinem Vorgesetzten erstmal richtig schön Ärger. Der wiederum kann dann ja großväterlich nett mal ein ernsthaftes Gespräch mit dem Michaeliten führen.

* Man übergeht das Verhalten des Michaeliten komplett und kehrt einfach zum Tagesgeschehen zurück - aber kaum ist man im Himmel angekommen, da wird er dann aber prompt von Bewahrern der Frömmigkeit kontaktiert, die genau jemanden wie ihn gesucht haben, um ihren Kreuzzug gegen die Technik mal ein wenig voranzutreiben.

* Zum Abschluß mal ganz was radikales: Also Deine Engel hocken so im Kloster rum, da kommt ein Schar von anderen Engeln an (natürlich alles Unsympathen und hochnäsig noch dazu), die den Michaeliten in den Himmel zur Läuterung bringen sollen. Mal kucken was sie dann machen - ich tippe ja auch Flucht ^^ Wohin die Engel dann aber gehen (wenn sie weiterhin der These anhänge, das Technik böse ist) sei mal dahingestellt, denn die Diadochen kommen wohl nicht in Frage. Vielleicht nach Britannien *g*

Bis dann, Bücherwurm


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BeitragVerfasst: 31.05.2006 - 22:39 
Verena
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Oder zum Ansbacher? *werbetrommel für gabrieliten-ordensbuch rührt* :D


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BeitragVerfasst: 01.06.2006 - 14:40 
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Hallöchen!

Nochmals vielen Dank für rege Beteiligung an dem Thema. Ich denke dass sich mit hilfe eurer Vorschläge sicher eine Lösung finden lassen wird.

Sie überlaufen zu lassen hatte ich allerdings noch nicht so bald vor - immerhin ist das ja ihre erste Mission als Schar und es sind nicht wirklich alle vom Verhalten des Michaeliten überzeugt.

Was der Michaelit mir gegenüber als Wunsch angebracht hätte, wäre eine Gehirnwäsche bei ihm und der Gabrielitin. Er meinte nämlich dass die beiden "schon zuviel gesehen" hätten. Ich steh dem nicht ganz abwertend gegenüber - könnte denn ein erfahrerener (Scriptura-)Michaelit den beiden "Befehlen" dass sie die ganzen Ereignisse vergessen?

Ich wäre auch am Anfang für ein "Rückspulen" gewesen, will da aber inzwischen auch nicht mehr drauf zurückgreifen weil sich das sonst am Ende noch einbürgen würde und das will ich nicht unbedingt.

Liebe Grüße,

Lesandira

Update: 12-06-06

Ich halt euch auf dem laufenden und berichte wie es sich entwickelt hat, sobald wir wieder spielen! :)


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BeitragVerfasst: 03.07.2006 - 22:56 
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So - Endlich mal ein update der Situation!

Der Michaelit wurde in eine Büßerzelle geführt, die anderen (teilweise unwissenden) Engel zum Inquisitor geführt welche sie über die Verfehlungen des Michaels Engels aufklärte.

Anschließend wurde Minael (der Michaelit) vor seine Schar geführt die auf ihn einredeten bis er, nicht sehr überzeugt, Reue bekannte. Der Inquisitor nahm seine Schulterplatte, schlug diese in zwei Teile und nahm ihm außerdem sein Votivband.

Die Schar war (und ist) noch sehr gespalten über das Verhalten ihres Anführers. Als er allerdings später seine Vergangenheit offenbarte (er war schon einmal Mitglied einer Schar in der alle außer ihm starben) wurde der Zusammenhalt und das Vertrauen innerhalb der Schar wieder gestärkt.

Und damit sind wir wieder zurück auf Kurs. :)

Im nächsten Himmel in den sie kommen wird der Michaelit aber aufjedenfall von den Bewahrern der Frömmigkeit angeredet werden. Der Urielit (der sich am ablehnensten verhalten hat) vielleicht von einer ganz anderen Loge innerhalb der Kirche...


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