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Genesis Secunda
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 Betreff des Beitrags: [Regentropfen 3] In den Süden
BeitragVerfasst: 29.09.2004 - 13:29 
SL Kenjiels & Anuels Schar
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Hier gehts weiter, wenn ihr aufbrecht!


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BeitragVerfasst: 14.11.2004 - 18:00 
Zed
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Der Ab hatte noch immer etwas erstaunt ausgesehen, doch nichts weiter gesagt. Bei einem Scriptura-Michaeliten dieses Kalibers fragte man besser nicht nach, woher die plötzliche Planänderung stammen mochte. Tauriel hatte sich und seine Schar dem Protokoll folgend abgemeldet und sich förmlich für die Gastfreundschaft bedankt, ehe er Gottes Segen über das Kloster legte und schließlich nach einem freundlichen Lächeln das Arbeitszimmer des Klostervorstehers verließ.

Die Gedanken bereits bei dem, was sie auf dem südlichen Kontinent erwarten mochte, fand er sich exakt zu dem von ihm benannten Zeitpunkt im gepflasterten Innenhof ein, wo zu seiner Zufriedenheit auch schon alle bis auf Iliniel warteten - Navarael wie auch schon früher etwas abseits und gerade zur Gruppe selbst dazustoßend. So, wie es auch die Urieliten kurze Zeit später tat, von der er sein Proviantpäckchen dankend entgegen nahm.

Der Michaelit schenkte allen ein aufmunterndes Lächeln und einen Blick aus seinen freundlichen, blaugrünen Augen, ehe er in verhaltenem Tonfall das Wort ergriff. Es musste ja nicht gleich die ganze Dorfbevölkerung, die sich noch immer innerhalb der Klostermauern aufhielt, mithören - egal, ob sie verstanden, was gesgat wurde, oder nicht.

"Nun beginnt also unsere Reise in den Süden. Da ich euch alle für erfahrenere Flieger halte, werde ich die Flugzeiten etwas länger als üblich ansetzen, damit wir schnell voran kommen.
Während des Fluges benutzt bitte die Seele der Schar, um zu kommunizieren, so werden Informationen wenn nötig gleich an alle weiter gegeben. Ich erwarte auf dieser weiten Reise nicht unbedingt eine absolut festgefahrene Flugformation, jedoch sollten alle beisammen bleiben und keine extravaganten Unternehmungen starten. Wenn etwas ist, bitte sofort melden. Die Geschwindigkeit orientiert sich am langsamsten Flieger... alles Routine, ich will es nur noch einmal erwähnen, um Unklarheiten auszuräumen. Noch irgendwelche Fragen?"

Tauriel bedachte noch einmal jeden Engel mit einem freundlichen Blick.

"Dann bitte ich Iliniel, die günstigste Flugroute für uns zu wählen: Schnell und möglichst ohne unvorhergesehene Unterbrechungen - sprich ein Umfliegen der Ketzernester et cetera. ... Start wie üblich, Iliniel bitte dann nach vorne, wenn wir eine angemessene Höhe erreicht haben, schließlich sehen uns Menschen zu."

Mit diesen Worten wandte er sich um und sah alle an, ob sie bereit waren, ehe er sich mit kräftigen Flügelschlägen elegant in den Himmel zog.


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BeitragVerfasst: 15.11.2004 - 06:46 
Jenny
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Iliniel nickte nur und war sonst während des Abfluges ruhig. Der Michaelit nahm etwas Schwung und hob ab. In der normalen und geordneten Formation flogen nun die anderen hinterher. Als sie außer Sichtweite des Klosters waren, setzte sich Iliniel an die Spitze der Schar. Sie ging in Gedanken die beste Flugroute durch. Jetzt hoffte sie nur noch, dass nichts unvorhergesehenes passieren würde.


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BeitragVerfasst: 16.11.2004 - 18:27 
SL Kenjiels & Anuels Schar
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Mäjestätisch erhob sich Tauriels Schar in den Himmel und die Menschen knieten nieder und beteten, dankten dem Herrn und seinen Boten. Wenn sie sich umsahen, konnten sie sehen, dass auch die zweite Schar sich aufmachte, diese drehte nach Nordwesten ab der Küste entgegen.

Kraftvolle Flügelschläge und von Iliniel gut gewählte Luftströmungen brachten sie zügig gen Süden. Das Wetter war einigermassen erträglich, kein Gewitter oder Stürme kreuzten ihren Weg.

Schließlich war es nur noch eine paar Stunden bis zum Mittelmeer und es galt die Entscheidung zu treffen, wo sie die Meerenge passiern sollten. Über die große Brücke, die sich wohl langsam ihrer Vollendung näherte, schied aus. Also blieb nur der Überflug im Osten, nahe an dem Fegefeuer, oder im Westen über das offene Meer.


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BeitragVerfasst: 18.11.2004 - 11:06 
Yezariael
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Mit etwas Mühe hatte Taímel sich vom Klosterhof aus in die Luft begeben und seinen Platz in der Flugformation eingenommen. Schon wieder fliegen. Wenigstens hatte er sich ausruhen können und jetzt hoffte der Ramielit, dass er mehr oder weniger problemlos mit der Schar mitkommen würde. Auch wenn seine Flugmuskulatur am Ende sicher Schmerzen würde - er wollte sich nichts ansehen lassen.

Nachdem das Kloster unter ihnen nicht mehr zu sehen war - es sei denn man hatte die Augen eines Urieliten - leistete der Bewahrer des Wissens sich den Luxus, über all das was ihm in dieser bzw. der alten Schar zugestoßen war nach zu denken.
Erst der Zusammenstoß mit Miroel, dann der Wurm. Und wie die Michaelitin und der Gabrielit dabei den Tod fanden. Dann die Tatsache, dass auch Niniel abberufen wurde.
Nicht zu vergessen natürlich der neue Michaelit - Tauriel - von dem der Ramielit immer noch nicht genau wusste, wie er ihn einschätzen sollte. War er ebenso ein Versager wie alle anderen, die behaupteten, wie Gott zu sein? Taímel war sich dessen nicht ganz sicher.

Bis zu dem Zeitpunkt als unter der Schar das Meer auftauchte hatten diese Gedanken sich immer und immer wieder im Geist des Ramieliten gedreht. Nicht dass er wirklich erwartet hatte, zu irgendeiner Lösung zu kommen.
Doch jetzt schob er all das wieder in den Hintergrund. Verschloss es in den hintersten Ecken seines Geistes. Und auf der meist regungslosen Miene trat etwas Neugier zutage. Wo würden sie die Meerenge überqueren?
Sicherheitshalber begann er zu überlegen, was er schon alles über diese Gegend gehört hatte.


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BeitragVerfasst: 20.11.2004 - 01:01 
Zed
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Tauriel hatte diese Frage schon etwas länger beschäftigt, er hatte Möglichkeiten und Gefahren hin und her gewälzt, ihre Chancen auf den verschiedenen Routen abgewägt.

Ihnen blieben drei Möglichkeiten ... eigentlich nur zwei.
Die Einfachste wäre wohl gewesen, der Brücke folgend, welche schon zu großen Teilen das Wasser überspannte, die Meerenge zu passieren. Doch das war ihnen nicht gestattet - zumindest nicht, ohne größere Hebel in Bewegung zu setzen, was Tauriel wirklich nur in allergrößter Not machen wollte.
Die anderen Wege führten beide Male über das offene Meer, einmal das Mittelmeer, was die Nähe des Fegefeuers beinhaltete, und einmal der Atlantik, dessen lauernde Gefahren in keinster Weise abzuschätzen waren.
Die Entscheidung fiel also bei Weitem nicht leicht. Nur eines war sicher: Sie würden allerhöchste Vorsicht walten lassen müssen.

Für einen Moment überlegte der Michaelit noch, auch die anderen in die Wegplanung mit einzubeziehen, doch das würde sicher nur wieder Zeit kosten, die sie unter Umständen nicht mehr hatten. Zwar hasste er es, einfach so über alle Köpfe hinweg zu unterscheiden, doch war das nicht auch irgendwo seine Aufgabe? ... Entscheidungen für die anderen zu fällen.
Ein von den anderen Engeln ungehörtes Seufzen hob und senkte Tauriels Brust ein wenig mehr, als es die gleichmäßigen Atemzüge während des Fluges taten, dann hatte er sich festgelegt.

*Iliniel, bitte wähle eine Flugroute, die uns möglichst nahe an der beinahe vollendeten Brücke auf Mittelmeerseite über diese Meerenge führt. Aber dennoch so, dass wir nicht von Menschen gesehen werden können.*


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BeitragVerfasst: 20.11.2004 - 10:01 
Jenny
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Iliniel nickte. *Ja, wie du es wünscht.* Die Brücke ... sie wird schon ewig gebaut ... Die Urielitin wusste, dass es hier einige ihres Ordens gab, die einfach nur das Fegefeuer beobachteten und nach Traumsaatkreaturen Ausschau hielten. Tauriel wollte diesen bestimmt auch nicht begnen. Das wird wirklich nicht leicht werden ... Aber sie führte die Schar noch höher. Das musste sein, um nicht entdeckt zu werden.


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BeitragVerfasst: 22.11.2004 - 21:15 
SL Kenjiels & Anuels Schar
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Die Schar stieg höher in den Himmel und nur kurz konnten sie zwischen den Wolken die gigantische Brücke ins Paradis sehen, welche unter ihnen die Meerenge fast überspannte. Doch was sie die ganze Zeit sahen, war die gewaltige schwarze Säule des Fegefeuers im Osten - unheilvoll und Schrecken verheißend. Entgegen allen Erwartungen, zeigte sich kein Engel über den Wolken und so war ihr Flug unbeobachtet.

Nach kurzer Zeit, hatte die Schar wieder Land unter sich ... der andere Kontinent ... war es, wie die Brückenbaueer glaubten, der Garten Eden oder was war dort? Was würde sie erwarten?


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BeitragVerfasst: 23.11.2004 - 12:48 
SL Kenjiels & Anuels Schar
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Schnell führte Illiniel die Schar auf die Gebirgskette zu, welche sich auch am Südüfer erstrecke unter ihnen breiteten sich schroffe Felsen aus und in einiger Entfernung konnte sie ein kleines begrüntes Hochplatau ausmachen.

Vielleicht sollte die Schar dort einen kurzen Zwischenstop einlegen und die weitere Flugroute besprechen? Es war inzwischen früher Nachmittag.


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BeitragVerfasst: 23.11.2004 - 18:27 
Oni
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Dashiel genoss den Flug im stillen, er fand gefallen gewöhnlich Gefallen an jeder Art von Landschaft und so auch diesmal.
Mit kräftigen Flügelschlägen folgte er der Route auf der Iliniel sie führte und sorgte mit wachen Augen dafür eventuelle Angriffe sofort abfangen zu können.
Langsam hatte meinte er ein wenig Gefühl für diese Schar zu bekommen, auch wenn die Zusammenstellung mit Navarael nun noch für ein Paar Schwierigkeiten sorge, was das Einschätzen des Zusammenhalts anging.
Doch wie immer vertraute er in Tauriel, den die seines Ordends waren begnadet darin auch die kompliziertesten Scharen zur Zusammenarbeit zu bringen.


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BeitragVerfasst: 25.11.2004 - 16:32 
Zed
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Auch Tauriel war während des Fluges sehr schweigsam, erzählte nicht - wie früher in seiner alten Schar oftmals - kleine Geschichten über das jeweilige Land, um die Flugdauer zu verkürzen und ein Gespräch aufzubauen.
Auch das beeindruckende Jahrhundertbauwerk erntete nur wenig Aufmerksamkeit, wohingegen sein Blick wie gebannt auf der in der Ferne lodernden Feuersäule hing, deren Anblick ihm einen eisigen Schauer über den Rücken jagte, ihn zu lähmen drohte. Wie gewaltig doch die Macht des Widersachers bereits war, wie unaufhaltsam sie sich durch die bekannte Welt fraß. Mensch und Kirche waren doch trotz aller Predigten hilflos ausgeliefert, konnten sie doch diesen gigantischen Phänomenen rein gar nichts entgegen setzen.

Die Lippen des Michaeliten bewegten sich im stillen Gebet und er bemerkte erst wirklich, dass sie das andere Ufer sicher erreicht hatten, als Iliniel etwas langsamer wurde, als warte sie auf eine Anweisung.
Ein kurzer Blick zu den restlichen Scharmitgliedern bestätigte Tauriels Vorhaben.

*Iliniel, bitte suche uns einen geeigneten Rastplatz dort vorne in den Bergen.*


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BeitragVerfasst: 25.11.2004 - 20:34 
Jenny
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Iliniel hatte das grüne Hochplateau bereits gesichtet und folgte dann Tauriels Anweisungen. SdS: *Ich habe bereits einen guten Rastplatz gesichtet. Ich bringe euch dorthin.*

Dann konnten auch die anderen das Stückchen grün erkennen. Sie flog genau darauf zu. Die letzte Stunde waren ihre Flügelschläge nicht mehr besonders sauber gewesen. Eher leicht unregelmässig. Die Urielitin selber hatte dann auch wieder das Gefühl, dass sie ab und zu die Umgebung nicht mehr klar erkennen konnte ... manchmal etwas verschwommen.

Sie wurde auch zunehmend wieder etwas nervöser ... Naja ... gleich hätte sie bestimmt Gelegenheit, etwas dagegen zu tun.


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BeitragVerfasst: 27.11.2004 - 20:59 
Yezariael
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Wenn das irgendwie möglich war, wurde das Gesicht Taímels während des Fluges immer unbewegter. Erstarrte zu Stein.
Seine Flügel taten mit jeder Bewegung immer mehr weh, doch nie würde er den anderen diese Schwäche eingestehen oder ein Zeichen des Schmerzes zeigen.
Aus irgendeinem Grund hatte der Herr es für nötig befunden, ihm diese unbrauchbaren, unnötigen Flügel zu geben. Jetzt musste er es ertragen.

Auch seine umher eilenden Gedanken waren zur Ruhe gekommen. Konzentrierten sich nur mehr auf das Ziel. Auf diesen kleinen grünen Fleck, den die Urielitin offensichtlich als Rastplatz ausgewählt hatte.
Und darauf, die letzte Strecke noch gut zurück zu legen.
Der Ramielit war einfach nicht gut im Umgang mit seinen Flügeln. Warum sollte er auch? Wo doch sein Platz - und davon war Taímel mehr denn je überzeugt - in Prag in den Bibliotheken war.

So verging auch dieses letzte Stück des Wegs für den Bewahrer des Wissens recht schnell, der - mal wieder - über das, was er als den Sinn seines Lebens ansah, nachdachte...


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