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Genesis Secunda
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BeitragVerfasst: 08.10.2003 - 23:37 
Snickers
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Roberto schluckte nervös und sah zu Boden. Soviel Aufmerksamkeit durch einen Engel zu bekommen, das war etwas völlig neues.

Gehorsam fing er zu erzählen an, dass er manchmal heimweh hatte aber meistens viel Arbeit und dass er lieber Templer wollen würde, wen er groß war. Und dass er eigentlich nicht gerne soviel in die lange Messe ging sondern viel lieber gegen Traumsaat kämpfen wolle und gegen Ketzer.

"Und.. du hast du schon viel gegen Traumsaat gekämpft?", fragte er dann und sah mit leuchtenden Augen Osariel an.


Rakariel entzürnte Bernardo indem er einfach wegging. Lokeshiel blieb allein zurück und musste dem Prälaten nun Rede und Antwort stehen, der jedoch nur eine Augenbraue hob und mit einem undeutbaren Blick Rakariel nachsah ehe er sich wieder Lokeshiel zuwandte. seine Mine blieb beinahe ausdruckslos, nur ein wenig herbagezogene Mundwinkel ließen darauf schließen, dass er überhaupt etwas missbilligte.


Rakariel hatte keine Mühe im Lazarett die Keller zu finden. Der kühlste Ort, und somit der beste um einen Toten zur Bestattung vorzubereiten. Niemand hielt den Rapaheliten auf, als er die schlüpfrigen Stufen hinunter beschritt.
Hier unten lagen sie auf alten Tischen.

Die Ketzerin und der Ketzer. Beide bedeckt von dunklen Tüchern.
Keine Totenwache. Nur eine Fackel brannte flackernd an einer Wand.


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BeitragVerfasst: 09.10.2003 - 18:32 
Minx
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Mit leicht zitternden Händen fingerte Samiel einen Pfeil aus seinem Köcher und legte an. Er flog nur ein paar Meter über den Boden als die Leute ihn verängstigt ansahen. Vorsichtig zielte er auf die Rothaarige Person und konzentrierte sich. Jetzt oder nie, er musste es tun.

Doch innerlich krampfte es sein Herz zusammen, er wollte keinen Menschen töten vorallem wenn er nicht mal wusste ob es ein ketzer war oder nicht. Doch er musste es tun.

Er holte tief Luft,

sah an seinem Pfeil entlang,

spannte die Sehne

und schoß nicht.

Er konnte es nicht tun, er wollte es nicht. Er könnte es nicht verantworten einen unschuldigen Menschen zu töten. Erleichtert nahm er den Pfeil von der Sehne und zog einen Dolch aus seinem Gürtel. Schnell nahm er den Dolch zwischen die Zähne, packte seinen Bogen fester und ging im Sturzflug auf die Person los. Er musste sie nicht töten, doch er konnte sie Fangen.

Blitzartig flog er in Richtung der Frau, legte seine Flügel an und kurz bevor er sie rammte, kauerte sich Samiel im Flug zu einer Kugel zusammen wie er es gelernt hatte. Mit voller Wucht riss er die Person von den Beinen. Sie beide wurden noch ein paar Meter am Boden entlang geschleudert, doch Samiel war darauf gefasst. Sofort als er stoppte warf er sich auf die noch liegende Gestalt und hielt ihr den Dolch an den Hals.

"Sag mir deinen Namen!" Knurrte er sie böse an.


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BeitragVerfasst: 10.10.2003 - 11:14 
Snickers
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Für einen Augenblick wurde es still in der Gasse, die Leute, die das Schauspiel gesehen hatten, hielten den Atem an, irgendwo rief jemand einen Männernamen, vielleicht um besagte Person herzuholen, damit sie sich das ansah.

Die Frau, die nun eindeutig als eine zu erkennen war, spannte sich unter Samiel. Sie lächelte kalt und dann spürte er plötzlich einen kleinen aber schmerzhaften Stich an seinem Bein, wie von einer Nadel, da wo die Hand der Frau sein musste.
Ihr schien es egal zu sein, dass er sie erwischt hatte und sie töten konnte.


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BeitragVerfasst: 10.10.2003 - 18:10 
Minx
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Verwirrt von dem Stich sah er entgeistert an sich hinab. Wärend sich ein lähmendes Gefühl in seinem Bein breit machte lächelte ihn die Frau böse an. Samiel wurde langsam schwarz vor Augen, und die Frau grinste schon triumphierend, als Samiel noch schnell den Dolch von ihrem Hals nahm und kalt zurück lächelte.

"Du...wirst viel spass haben mit..unserem Inquisator, ketzerin!" Mit diesen Worten schlug er mit seinem Ellbogen, mit all seiner verbleibenden Kraft auf den Kopf der Ketzerin.

Er merkte noch wie sie mit blutigem Gesicht am Boden lag und sich nicht mehr regte, bis ihm schwarz vor Augen wurde. " Gott..steh mir bei..."


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BeitragVerfasst: 10.10.2003 - 23:51 
Tarbas
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Na großartig!
Es war gekommen wie es kommen musste. Der Urielit hatte sich in einer unkontrollierten Aktion auf die Verdächtige gestürzt und jegliche Vorsicht vergessen. Jetzt wälzte er sich mit der Flüchtigen am Boden und konnte von Glück sagen, dass diese scheinbar ähnlich unfähig war, denn sonst hätte sie seinen Sturzangriff sicher zu ihrem Vorteil ausgenutzt.
"Akibel, es scheint als hätte Samiel die Flüchtige gefunden, aber dieser Anfänger hat sich selbst in Gefahr gebracht. Ich werde bei ihm Landen und mir die Sache genauer ansehen." berichtete der Todesengel und ging in den Sinkflug über.

Aus der Nähe sah es so aus, als ob Samiel die Frau überwältigt hatte. Kuriel hatte aber keine Zeit sich die Situation richtig anzusehen, da aus dem Schatten der Häuser eine Gestealt hervorstieß, die scheinbar der Frau zur Hilfe eilen wollte. Kuriel zögerte keine Sekunde und reagierte sofort. Da er sein Schwert nicht gezogen hatte, musste er seine Hände einsetzen. Auch wenn das Flammschwert sicher die gefürchteste Waffe der Todesengel war, die rohe Kraft eines Scriptura Gabrieliten war auch etwas dem wenig standhalten konnte. Dieser Mensch zumindest konnte es nicht. Kuriel machte einen Schritt nach vorne und stieß den Angreifer mit aller Wucht gegen den Brustkorb. Ohne auch nur den Hauch einer Chance wurde der Mensch erfasst und flog einige Meter durch die Luft, bevor er in einer Gruppe Fässer landete, die leider seine Landung nicht grade angenehmer machten. Mit einem kurzen Blick stellte Kuriel zufrieden fest, dass sich der Angreifer nicht mehr rüherte.

Er drehte sich zu Samiel um und stellte sich neben den Engel, der immer noch am Boden lag. "Findest Du Dein Verhalten nicht einem Engel unwürdig?" knurrte er den Urieliten an. Dieser regte sich nicht. "Samiel?". Kuriel kniete sich neben seinen Scharbruder und bemerkte die Wunde an der Seite des Engels. Es war offensichtlich, dass Samiel verletzt wurde bei seiner Aktion, aber solch eine kleine Wunde warf einen Engel normalerweise nicht um... "Samiel ist verletzt. Scheinbar schwer. Ich werde ihn zurück zum Kloster bringen. Die Flüchtige scheint ohnmächtig und ich habe hier noch einen erwischt. Hol Dir am Besten ein paar Templer, die Gegend ist gefährlich." Ohne weitere Befehle abzuwarten hob Kuriel den Engel auf und bereitet sich vor zu starten.


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BeitragVerfasst: 11.10.2003 - 23:30 
Verena
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Akibels Gefühle waren noch immer betäubt. Und das war gut so. Wäre es anders, wäre sie jetzt bestimmt verzweifelt. So viel schlimmes war geschehen. Und jetzt auch noch das.

Samiel musste schnell fort. Kuriel war schon dabei, ihn zu Rakariel zu bringen. Das musste rasend schnell passieren. Samiel war schwer verletzt worden. Vielleicht würde er sterben.

Auch Ärger drang jetzt nicht in den Geist der Michaelitin durch. Sonst hätte die Frage sie sicher zu sehr beschäftigt, warum Samiel zu der Frau auf den Boden gegangen war, wo sie ihn hatte verletzen können. Und deswegen musste er jetzt vielleicht sterben. Aber die Logik, die sich Akibel aufzwang, drängte diese Gedanken als nebensächlich zurück. Damit sollte sie sich später beschäftigen. Sie entbehrte den Todesengel gern, um das Leben eines ihrer Geschwister zu retten. Sie brachte sich selbst dabei in große Gefahr, aber das war ihr gleich. Sie würde diese Gefahr zu verringern wissen.

Akibel wusste, dass sie rechtzeitig keine Templer mehr rufen konnte. Der Unterschlupf der Ketzer war so nah, dass der erste der Kameraden der Mörderin schon herbeigeeilt war. Wenn sie auf Templer warten musste, würden die beiden schon längst verschwunden sein. Und mit ihnen die Artefakte.

"Keine Templer, Kuriel. Das dauert zu lang. Aber flieg, flieg so schnell du kannst. Ich sage Rakariel Bescheid. Vielleicht kann er Samiels Leben noch retten. Gott möge dir Kraft und Schnelligkeit geben. Bitte gebe mir Bescheid, sobald du da bist."

"Rakariel, komm bitte schnell nach Oben. Samiel ist schwer verletzt. Kuriel trägt ihn gerade zum Kloster. Halte nach ihm Ausschau, und versuche Samiel so schnell wie möglich zu helfen. Kuriel hat den Angriff gesehen; vielleicht kann er dir bessere Auskunft über die Wunde geben."


Sie würde Kuriel Bescheid sagen, dass sie die Mörderin des Ab verfolgt hatten, sobald der Todesengel mit Samiel im Kloster gelandet war. Nicht vorher. Akibel hatte das starke Gefühl, dass Kuriel umdrehen und die Ketzerin totschlagen würde, um dann erst Samiel ins Kloster zu tragen, wenn sie es ihm jetzt verriet.

Akibel landete direkt neben der Ketzerin, und in just diesem Moment flog Kuriel auf. Es musste ihn gewaltige Kraft kosten, aus dieser Gasse zu starten, und das auch noch mit einem leblosen Bruder in den Armen. Aber die Gabrieliten waren mit dieser Kraft gesegnet. Dem Herrn sei es gedankt.

Wie von selbst sprang Akibel ihr Stoßdolch förmlich in die Hand. Die Ketzerin stöhnte und begann sich zu regen. Vor Akibels innerem Auge blitzte Lokeshiels Sicht auf. Die Ketzerin hatte sich heftig auf die Zähne gebissen und war dann gestorben. Diese Gelegenheit würde diese Frau nicht bekommen. Sie würde kreativer sein müssen.

Akibel schnitt das Gewand der Frau bis zu den Knien ab. Sie teilte das Stoffstück mit ihrer scharfen Waffe in zwei Teile und rollte eines der beiden zusammen. Mit aller Gewalt zwang sie es der Frau in den Mund und band den dicken Knebel hinter ihrem Kopf zusammen. Die Ketzerin würde ihren Mund so ganz sicher nicht schließen. Mit dem zweiten, länglichen Stoffstück fesselte sie ihre Hände. Die Nadel, die noch neben der Ketzerin lag, versenkte Akibel in einer ihrer Gewandfalten.

Dann sprang die Michaelitin zu dem sich erholenden Ketzer vor. Ja, viel zu schnell war er wieder auf den Beinen. Kuriels Schlag war gewaltig gewesen. Akibel fiel nur eine Sache ein, die gewiss helfen würde. Sie packte den benommenen Ketzer an den Haaren, zog seinen Kopf nach hinten und schnitt ihm von links nach rechts die Gurgel durch. Helles Blut spritzte mit einem Herzschlag in Akibels Gesicht und auf ihren Oberkörper.

Die Michaelitin fuhr herum und näherte sich wieder der Ketzerin. Sie atmete tief durch und suchte nach einer Macht, die sie selten gebrauchte. Sie würde Kraft brauchen für diesen Flug, für diesen Start. Und auch sie würde eine Last tragen. Und sie fühlte sich elend... ihr ging schon die Puste aus.

Akibel packte die Ketzerin und fühlte das Gewicht der Päckchen an ihrer Hüfte. Das war gut. Und gleichzeitig schlecht. Es war mehr Gewicht, aber andererseits hatte sie alles, was sie verloren geglaubt hatte.
Hitze jagte die Linien auf ihren Armen und ihrem Rücken entlang. Die Michaelitin rannte los. Sie brauchte Anlauf. Zu viel davon.

Akibel spannte ihre Flügel auf und bewegte sie mit aller Kraft, die ihre Macht ihr geben konnte. Ihr Atem ging stoßweise. Schmerzen rasten ihre Schwingen entlang, als sie die Mauern der Gasse mit ihnen streifte und sie aufschürfte. Erst nach dem zweiten Versuch, nach dem zweiten brennenden Schmerz, der blutige Spuren an den Mauern hinterließ, begann sie zu schweben. Die Frau war so unglaublich schwer.

Akibel erhob sich langsam. Die Mauer am Ende der Gasse kam immer näher, zu schnell. Die Augen der Michaelitin weiteten sich, aber sie weigerte sich aufzugeben. Sie schlug weiter mit ihren aufgeschürften, blutenden Flügeln. Und ihre Schwingen verließen sie nicht. Sie dienten ihr treu und erhoben sie über den Dachfirst des Hauses, an dessen Wänden sie beinahe hängengeblieben wäre. Und tief gefallen wäre sie.

Die Michaelitin flog durch den Nebel, ungefähr so zurück, wie sie gekommen waren, unter Samiels Führung. Nach einer Ewigkeit, so kam es ihr angesichts ihrer brennenden Lungen und Arme wenigstens vor, kam die Treppe in Sicht. Sie konnte nicht mehr weiter. Schwärze tanzte am Rand ihres Gesichtsfeldes.

Akibel breitete die Flügel aus und ließ sich gleiten. Das Gewicht der Frau zog sie viel schneller nach unten, als sie sich gewünscht hätte. Das obere Ende der Treppe war in Sicht, genauso wie das Tor, an dem die Templer Wache hielten, aber sie spürte, dass sie es nicht mehr über die Mauern schaffen würde.

Die blutüberströmte Michaelitin ging auf der Treppe nieder, wenige Meter vor den letzten Stufen, die sie auf die Straße vor dem Kloster geführt hätten. Wenigstens war wenig davon ihr eigenes Blut. Akibel landete auf der Frau, aber trotzdem schürfte Akibel sich die Schienbeine und Füße auf. Sie spürte es ganz deutlich. Die Ketzerin dürfte noch um einiges schlimmer aussehen.

Akibel ließ zu, dass sie vor Schmerz leise aufschrie. Vielleicht aus Angst, dass die Templer sie nicht gesehen haben könnten, auch wenn das lächerlich war. Die Mauern und Aussichtspunkte waren so nah. Akibel brauchte Hilfe. Irgend jemand musste ihr diese Last abnehmen. Sie würde schon genügend Mühe damit haben, wieder aufzustehen und ins Kloster zu laufen.

"Ich bin hier. Ich bin vor dem Kloster gelandet. Ich habe die Ketzerin, und ich habe beide Päckchen", sandte sie mit zähen Gedanken an ihre Geschwister.


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BeitragVerfasst: 12.10.2003 - 09:30 
Snickers
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Die wenigen Leute die Akibels Tun mitbekommen hatten, standen nun in der Gasse. Dort liefen dennoch immer Menschen zusammen und starrten völlig verwirrt auf den verblutenden Ketzer. Einer aus der Menge machte ein besonders grimmiges Gesicht, näherte sich aber nicht weiter, genau wie die anderen Leute. er schien einen Augenblick zu überlegen, drehte sich dann um und verschwand in der sich bildenden Menschenmenge.

Viele waren beinahe entzsezt mit welcher Grausamkeit der goldene Engel getötet hatte. Aber niemand zweifelte daran, dass die Engel recht gehandelt hatten.
Furchtsam, als könne sich der Mann am Boden jederzeit in etwas grässliches verwandeln, starrte die Leute diesen an, andere blickten nach oben in den Himmel.
Die Kleine Michaelitin hatte einen Menschen getragen!!


Adrian und Roman hatten Wache auf der Mauer zur Treppe und Adrian sah Kuriel zuerst. Er gab Roman einen Rippenstoß.
Der Gabrielit trug einen anderen Engel!
Hastig riefen die Beiden nach der Wache am Tor, die sofort öffnete.

Und erneut sahen die beiden Templer einen Engel.
"Du da kommt glaub ich noch einer!" meinte der jüngere Adrian, der die besseren Augen hatte.
"Wo?"
"Dahinten... hat auch was dabei..."
"Das ist ein Mensch!!" schrie Roman beinahe.
"Wieso geht der Engel denn dort hinten nieder!?", murmelte Adrian verblüfft.
"Das ist bei der Treppe! Vielleicht ist der Engel verletzt! Was ist denn da nur passiert?! Gib Alarm!"

Die Templer gaben erneut Alarm und Kuriel der Samiel in das Kloster trug begegnete einem Ausfalltrupp von 10 Mann, die nur mit einem hastig nickenden Gruß an dem Gabrielit vorbeiwetzten und das Tor passierten.

Schnell hatten die Männer und die Templerin, die bei ihnen war, die Richtungen neben der Treppe gesichtert und eilten zu Akibel und der leise stöhnenden Frau, während vier Mann sich an Akibel vorbeidrückten um das untere Ende der Treppe zu sichern.
Einer der Templer, der schon etwas älter war und nur mehr ein Auge hatte, beugte sich zu Akibel hinunter.
"Engel... seid Ihr verletzt? Sollen wir euch zurück tragen?", fragte er vorsichtig, mit einem Seitenblick auf die Flügelbeugen wo sich Akibel aufgeschürft hatte.


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BeitragVerfasst: 12.10.2003 - 10:43 
Verena
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Akibel stand langsam auf. Sie atmete schwer. Vom Hals bis zur Hüfte war sie mit dem Blut des Ketzers beschmiert, dem sie die Kehle durchgeschnitten hatte.

"Nein. Nein, es ist nicht mein Blut."

Die Michaelitin nahm ihren Stoßdolch und schnitt damit die Taschen vom Gewand der Ketzerin, in dem sie die Päckchen aufbewahrt hatte. Dann nahm sie die Päckchen selbst in die Hand. Sie wies auf die Ketzerin.

"Das ist die Frau, die den Ab bestohlen hat. Nehmt ihr auf keinen Fall diesen Knebel ab, und durchsucht sie gründlich, bevor ihr ihr die Fesseln abnehmt und sie in Ketten legt. Sie steckt voller Mordwerkzeuge, und sie wird versuchen, sich selbst unzubringen. Werft sie in eine Zelle, und mindestens ein Templer soll sie die ganze Zeit überwachen. Sie gehört dem Inquisitor. Sie darf auf keinen Fall sterben, bevor er mit ihr fertig ist."

Akibel keuchte nach diesem Redeschwall und musste erst wieder zu Atem kommen. Dann setzte sie sich in Bewegung. Ein bisschen spürte sie Blut auf ihren aufgeschürften Schwingen und ihren Schienbeinen entlangrinnen.

Die Michaelitin trat, blutüberströmt wie sie war, durch den Eingang und machte sich auf den Weg ins obere Stockwerk, zu ihrer Schar. Entsetzten Blicken auf dem Weg begegnete sie mit einem beschwichtigenden Kopfschütteln. Saubermachen musste sie sich später dringend.


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BeitragVerfasst: 12.10.2003 - 17:39 
Screw
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Rakariel war hochgeschreckt als er die Nachricht erhielt dass Samiel verletzt war.
Er mahlte sich in endlosen Horrorscernarien aus wie der Urielit entleibt wurde und rannte so schnell ihn seine Füße trugen zurück in die Cella.
Wo er die baldige Ankunft der anderen Engel erwartete.


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BeitragVerfasst: 12.10.2003 - 17:50 
Verena
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Kuriel rammte die Tür mit einer Schulter auf und schaute missmutig in das Zimmer. In seinen Armen hielt er Samiel.

"Was macht der Junge denn noch hier drin", murmelte er mit deutlichem Missfallen in der Stimme und trug den Urieliten in die Cella. Er ließ eine Hand los und zerrte eine Bank mit großer Kraft mitten ins Zimmer, damit auch Samiels kraftlose Flügel irgendwie Platz hatten. Er legte Samiel darauf ab.

"Da", sagte er zu Rakariel und deutete nur auf die kleine Einstichwunde am Leib des Urieliten. Dann trat er zurück, verschränkte die Arme vor der Brust und stellte sich so vor die Tür hin, dass jemand, der sie öffnete, zuerst seinen breiten, schwingenbewehrten Rücken sehen würde - und nichts anderes.


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BeitragVerfasst: 12.10.2003 - 22:22 
Screw
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Mit einem besorgten Gesichtsausdruck machte der Raphaelit sich auch gleich an die Arbeit.
Rakariel´s Finger wanderten über den Körper des Engels, der bewusstlos im Raum lag.

Natürlich sah auch der kleine Roberto dass der Engel hilflos und verletzt war, und dass der Glauben des Jungen wohl sehr ins wanken geraten musste.

Rakariels Finger blieben an der Halsschlagader liegen und er schloss seine Augen. Wie ein Blitz strömte das Kribbeln von seinen Fingern über seine Nacken direkt in seinen Kopf. Rakariel legte seine Kopf zurück und seine besorgte Mine wich einem lächeln und öffnete wieder seine Augen.

„Dass sollte kein Problem sein,,,“ sprach Rakariel als er seine Finger von Samiel Nahm, sie zusammen klatschte, rieb und auf die Stirn des Engels legte, kurz seine eigenen Augen nach hinten Verdrehte und wenig später seine Hand über den kleinen Stich bewegte, der, nur wenige Herzschläge später, verschwunden war, nach dem Rakariel seine Hände wieder her runter genommen hatte.

„Nun müssen wir nur etwas warten....“ Rakariel sparte nun besser an seinen Kräften. Natürlich standen ihm mit der Weihe des Scripura gewaltige Kräfte zur Verfügung, doch hatte ihn der Ab einiges Abverlangt, auch wenn er ihm nicht helfen konnte. Die Zersetzung des menschlichen Gehirns war einfach zu schnell gegangen.

Doch Samiel würde in ein paar wenigen Stunden erwachen.


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BeitragVerfasst: 18.10.2003 - 16:32 
Snickers
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Lokeshiel hatte dem Prälaten Rede und Antwort gestanden und dieser schickte sofort mehrere Trupps Templer aus.
Schon gleich zu Anfang hatte der Alarmzustand im Kloster dazu beigetragen, dass auch schnelle Hilfe bei Akibel gewesen war.
Die Ketzerin wurde von ihnen weggebracht und Akibal sah, dass einer der Templer ihren hals entblöste um nach etwas zu sehen, was dort wohl angebracht oder tätowiert war.
Nur ein kurzer Blick genügte. Dann hatten die Templer die Frau gepackt und davongetragan und sie konnte zurück in die Cella gehen. Sie fühlte sich ausgelaugt.


Die letzten Worte des Prälaten an Lokeshiel waren gewesen, dass Lokeshiel seine Schar zu ihm bringen sollte, sobald niemand mehr in Lebensgefahr schwebte.
Dann war der Engel entlassen gewesen und stand nun im Türrahmen, wo Rakariel eben Samiel behandelt hatte.

Roberto stand zitternd an einer Wand und starrte auf den ohnmächtigen Urieliten.
"Was hat er? Was ist mit ihm?", jammerte der Junge und näherte sich, ohne jedoch Samiel anfassen zu wollen, jedoch mit einem Ausdruck von Hilfsbereitschaft im Blick.

Draußen in der Stadt lichtete sich der Nebel langsam. Immer wieder hörte man aufgeregte Stimmen aus dem Zentrum, wenn Templer und Menschen sich unterhielten.
Die Templer hattenkeine Ahnung wo sie mit ihrer Untersuchung beginnen sollten, außer dort wo die Leute berichtete, dass die Engel diese beiden Leute angegriffen hatten.

An der Stelle, wo der Kampf stattgefunden hatte, standen Leute herum und diskutierten lautstark.


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BeitragVerfasst: 21.10.2003 - 20:23 
Tarbas
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Als Kuriel sah wie Roberto auf Samiel zuging, zog er sein Flammschwert und richtete es auf den Jungen. "Keinen Schritt weiter! Wende Deinen Blick von dem Urieliten und stelle keine dummen Fragen!"

Kuriel war erbost, dass der Bengel noch immer hier war. Ein verletzter Engel war nicht für Menschenaugen gedacht, auch wenn es die reinen Augen eines Kindes waren. Irgendwie würden sie sich später um ihn kümmern müssen, aber das war Akibels Aufgabe.

Akibel! Als er die Nachricht der Michaelitin empfing, zuckte er leicht.

Verdammt, er hätte den goldenen Engel fast vergessen. Die Gedanken des Todesengels streckten sich nach der Michaelitin. "Akibel, ich habe Simiel zu Rakariel gebracht. Er kümmert sich bereits um ihn. Benötigst Du Hilfe? Was ist mit den Angreifern?" Langsam gewöhnte sich Kuriel an diesen Ton. Er war zwar schon immer direkt gewesen, wenn er etwas gesagt hatte, aber er hatte halt selten etwas gesagt. In dieser Schar bekam er langsam das Gefühl, dass seine Rolle mehr war als das, was er am besten konnte. Er war ohne Frage der mächtigste Kämpfer dieser Schar, vielleicht sogar einer der stärksten Gabrieliten überhaupt. Das war bisher aber auch alles gewesen. Mehr war da nicht und bisher war es ihm auch nur recht so, aber in seinem Inneren hatte er das Gefühl, dass er in dieser Schar auch eine andere, vielleicht größere Rolle hatte.


Zuletzt geändert von Kuriel am 29.10.2003 - 18:59, insgesamt 1-mal geändert.

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