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Genesis Secunda
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BeitragVerfasst: 19.02.2004 - 13:32 
Snickers
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Der Prälat hatte bereits die Engel erwartet.

Der kleine Junge jedoch war nicht mehr da. Sein Platz war leer und das Zimmer des ehemaligen Abtes wirkte ebenso kühl und verlassen ohne das Kind, wie zuvor.

Trotzdem bemühte sich der Inquisitor einen freundlichen Eindruck zu machen.

"Akibel, es freut mich, dass Du und Deine Schar nun hier seid. Und bevor wir unser weiteres Vorgehen besprechen und überlegen, was zu tun ist, möchte ich Euch zunächst danken.
Durch euren Einsatz konnten die Artefakte zurückgebracht werden und es ist Euch gelungen die Ketzer zu entlarven, die hier für soviel Unruhe gesorgt haben. Der Ab hatte wohl offenbar nicht erwartet, dass die Ketzer so weit gehen würden. Auch wenn das Kloster nun vorerst gesichert ist, werden wir uns natürlich um die Machenschaften dieser Leute im Dorf kümmern müssen. Ich habe angewiesen, dass sich alle im Kloster befindlichen Personen ausweisen müssen und dass jeder Menn und jede Frau, die jemanden sieht, den sie oder er nicht kennt dies sofort dem Armatura meldet. Und so sei es uns gegönnt euch für Eure bisherigen Taten angemessen zu behandeln." Der Blick des Prälaten ruhte auf der Schar und die Engel konnten sehen, dass dieser auch die Votivbänder wieder hervorgeholt hatte, die der Ab ihnen eigentlich hatte verleihen wollen.
Offenbar hielt der Prälat den jetzigen Zeitpunkt für geeignet um das Ritual der "erfolgreich heimgekehrten Schar" zu vollführen und wartete mit seinem Gebet nur darauf, dass die Engel vor ihn hintraten.

"Im Angesicht Gottes haben wir uns versammelt um ihm und seinen Dienern zu danken.
Akibel vom Orden der Michaeliten, du hast deine Schar weise geführt und ..."
intonierte er bereits die ersten Worte und wartete auf die Michaelitin, dass sie vortrat.


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BeitragVerfasst: 19.02.2004 - 17:33 
Verena
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Akibel konnte gerade noch verhindern, dass sie überrascht die Augenbrauen hochzog, als der Inquisitor so mit der Tür ins Haus fiel. Mit einer Ehrung empfangen zu werden hatte sie jetzt wirklich nicht vermutet. Ein freundliches Lächeln erschien auf den schönen Zügen der Michaelitin, als sie vortrat, andächtig den Kopf neigte und ihren linken - noch freien - Arm mit leicht leicht geöffneter Handfläche vorstreckte. In der rechten Hand hielt sie noch immer die Päckchen. Noch waren nicht alle Engel im Zimmer - das war gut. Sie versuchte sich zu erinnern. Ja, Lokeshiel war ganz hinten gelaufen. Akibel schickte ihre Gedanken zu ihren Geschwistern. Das hier war eine Ausnahmesituation. Der Prälat würde das akzeptieren müssen.

"Lokeshiel, bitte dreh sofort wieder um und geh nach draußen. Lehne die Tür nur an und bleib vor der Tür stehen, Halte Wache. Wenn man unsere Cella beobachtet hat, könnte es sein, dass ein Ketzer diesen Moment irgendwie nutzen will. Er wird vielleicht wissen, dass wir jetzt hier drinnen bei einem Sakrament und damit gebunden sind.

"Samiel, wenn du dein Votivband erhalten hast, bitte tausche mit Lokeshiel die Position, damit auch sehr sein Votivband bekommen kann.

"Und - fühlt euch frei, das hier zu genießen. Wir halten uns gut. Versteht das hier als die Belohnung dafür, das wir das Ganze hier wieder einigermaßen im Griff haben. Und wir werden es auch durchziehen können, da bin ich mir sicher."


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BeitragVerfasst: 19.02.2004 - 21:04 
Snickers
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"... und und deine Taten werden unvergessen bleiben. Möge der Herr deinen Geist segnen auf dass du ach künftig in seinem Namen handeln und deine Schar führen kannst." sprach der Prälat weiter und wickelte das Votivband mit feierlicher Langsamkeit um den Arm der Michaelitin, ehe er den nächsten zu sich winkte.


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BeitragVerfasst: 20.02.2004 - 17:34 
Minx
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Darauf war Samiel jetzt nicht gefasst doch er konnte niemanden so vor den Kopf stossen indem er sich das anmerken lies.

Mit vorsichtigen Schritten ging er schüchtern zu dem Prälaten und hielt ihm seinen rechten Arm hin. Zwar hatte Samiel schon ein paar Votiv Bänder erhalten doch insgeheim freute es ihn doch immer. Er wurde rot.

Nachdem der Segen vom Prälaten gesprochen worden war empfing Samiel das Votivband und ging schnell zurück um Lokeshiel abzulösen. Er verstand Akibels Vorsicht zwar schon dennoch störte es ihn leicht in so einem Moment Wache halten zu müssen. Doch was sollte er tun.

Mit einem schulterzucker stellte er sich hinaus und hielt mit seinen wachsamen Sinnen Ausschau nach Ketzern.


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BeitragVerfasst: 22.02.2004 - 19:53 
Tarbas
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Kuriels Miene zeigte keine Regung als der Prälat ihm das Votivband überreichte.

„Kuriel vom Orden des Gabriel,“

Der Todesengel konnte noch nie etwas mit diesen Votivbändern anfangen. Somit wirkte es auch etwas seltsam auf die Anderen, als der Prälat ihm das Votivband um den rechten Arm band und es das Einzige an seinem Körper war.

„Deine Stärke und Dein Schwertarm haben Seinem Willen gedient und Seinen Richtspruch Vollzogen.“

Diese Bänder erinnerten Kuriel einfach zu sehr an seine eigene Vergänglichkeit und darüber hinaus hatte er noch nie das Gefühl gehabt, dass er sie wirklich verdient hatte. Er kämpfte um zu leben und lebte um zu kämpfen. Alles weitere war ihm relativ egal.

„Der Herr segne deinen Körper und deine Seele,“

Es gab nun einfach wichtigeres zu tun, als solche Rituale zu vollziehen. Ein Kampf wartet auf den Todesengel, das spürte er und in seinem inneren hoffte er, dass es eine würdige Herausforderung sein würde. Traumsaat, ja, das wäre ein Gegner. Je größer desto besser. Bloß nicht wieder diese lächerlichen Menschen.

„damit sie erneut entflammen möge um die Welt mit ihrem flammenden Atem zu reinigen von allem Übel.“

Kuriel trat ruhig wieder in die Reihe neben seine Schargeschwister.


Zuletzt geändert von Kuriel am 24.02.2004 - 18:30, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 24.02.2004 - 10:10 
Snickers
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Der Prälat hatte auch Lokeshiel vorgebeten und ihm mit einigen anderen Worten, als denen die er für Kuriel gesprochen hatte, das Band überreicht und dann auch Rakariel und Osariel zu sich treten lassen

Rakariel von Orden des Raphael. Durch die Lehre seiner Sanftmut und seines Leidens hast du die Sünden von uns genommen und deine Heilenden Hände haben ihren Dienst an den Seinen getan. Gesegnet sei dein Leib und deine Seele möge frei von Schuld sein.

Osariel vom Orden Jeremiels. Du bist das Gewissen der Schar und deine Vorraussicht und deine Einschätzung geben der Schar Rückhalt, wenn um sie nur Lügen und die Einflüsterungen des Widersachers ertönen. Möge Gott immer in deiner Kathedrale sein!


Zum Ende der Zeremonie hatte er ein kurzes feierliches Gebet gesprochen, das seltsam ernst und ein wenig traurig aus seinem Mund klang, obwohl der Augenblick doch eigentlich ein schöner war.
Dennoch hörte man seiner Stimme deutlich an, dass die Last auf seinen Schultern größer war, als man annahm.
Der Kampf gegen Ketzerei und den Herrn der Fliegen forderte seinen Tribut und vielleicht hatte der Inquisitor ja gemerkt, dass für jeden Ketzer den er aufspürte und zur Strecke brachte, zwei neue wie Schimmelpilze aus dem Boden schossen.

Ein wenig müde wirkte er, als er sich schließlich, nach zwei oder drei Minuten der stillen Andacht in den Stuhl hinter dem Schreibtisch setzte und den Engeln bedeutete Platz zu nehmen auf den gemütlich wirkenden Polsterbezogenen Hockern, die man von der Wand heranziehen konnte.
"Gerne würde ich euch nun die Gelegenheit geben euch auszuruhen oder ein wenig zu feiern, doch haben wir leider keine Zeit dafür. Es sind Templer in der Stadt, die die Menschen befragen, auch über diejenigen mit diesen Tätowierungen.

Ich habe noch keine Meldung bekommen, aber falls sie etwas finden, möchte ich, dass ihr mitgeht. Die Leute in der Stadt sollen sehen, dass sich die Engel des Herrn selbst auf diese Ketzer stürzen, die es gewagt haben in das Kloster einzudringen.
Die Templer werden für ihre Unachtsamkeit sicher ebenfalls bestraft.

Und nun zu diesem Päckchen..."

Der Prälat legte ein drittes auf den Tisch.
"Es ist folgendermaßen, dass es mehr dieser Artefakte gibt. Und dass die Ketzer versucht haben sie zu steheln. In ihren Händen können diese kleinen Kästchen die in den Päckchen sind, sehr gefährlich sein.
Eines dieser Kästen ist hier im Kloster gelagert und andere ähnliche sind auch in den Himmeln. Ihr solltet eines aus dem Himmel hierherbringen. Und der Ab hätte Euch dieses, das nun auf dem Tisch liegt, als Tausch gegeben um es zurückzubringen. Auch ich selbst hatte so ein Päckchen und ich reiste hierher, weil ich ebenfalls eines hätte bekommen sollen, doch der Engel des es bringen sollte ist spurlos verschwunden. Deswegen muss ich euch bitten, mir diese beiden zurückzugeben und das zu nehmen, das auf dem Tisch liegt, denn das ist jenes, das ihr in den Himmel bringen sollt." Der Ab sah nun endlich vom Tisch auf und Akibel geradewegs in die Augen.


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BeitragVerfasst: 27.02.2004 - 11:50 
Verena
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Akibels Gesicht blieb freundlich und unbewegt, auch wenn ihre Augen für einen winzigen Augenblick erkalteten. Aber das hätte wohl nur einer der allerbesten Beobachter bemerkt. Die Michaelitin war kurz davor gewesen, Osariel erneut zu bitten, herauszufinden, ob der Prälat log. Er würde das Päckchen, das sie eigentlich mit nach Nürnberg nehmen sollten, austauschen. Mit dem Argument, Ab Dival hätte dies ohnehin selbst getan. Darüber war sie weder von Susat noch vom zerstreuten Ab des Ramielis-Klosters informiert worden - andererseits war es üblich, den Ausführenden nichts zu erzählen, was sie nicht wissen mussten. Dass Dival einem Mord zum Opfer fiel, damit hätte niemand rechnen können.

Aber sie entschied sich dagegen. Es war egal, ob Veralis log oder nicht. Sie durfte das Wort eines Prälaten nicht offiziell in Frage stellen. Das der Inquisitor seine Befehle in Bitten kleidete, täuschte nur über die wahre Autorität seiner Worte hinweg. Sobald sie ihm sagte, sie sei über einen Wechsel des Kästchens nicht informiert worden, tat sie genau das. Ihr waren hier die Hände gebunden. Wenn der Ab von Rockenbach Zeter und Mordio schrie, weil ihnen eine Kopie untergeschmuggelt worden war, würde sie nichts anderes tun können, als auf Veralis' Autorität zu verweisen. Niemand würde es ihr oder einem Engel ihrer Schar vorwerfen können, wenn sie das Objekt ihres Auftrages an einen Inquisitor verloren.

Als wäre es das Selbstverständlichste auf der Welt, nickte sie zuversichtlich und legte die beiden Päckchen mit den Kästen auf den Tisch.

"Das hier, das bereits aufgerissen ist, ist ein Päckchen, das wir kurz nach unserer Ankunft einer Ketzerin auf der Treppe vor dem Kloster entreißen konnten. Das andere ist das eigentliche Objekt unseres Auftrages, das Kästchen aus Nürnberg", erklärte sie ganz offen und bereitwillig. Dann wies sie auf das neue Kästchen. "Es wird seinen Weg nach Nürnberg finden."

Die Michaelitin nahm das Päckchen, das noch im Trageschirr steckte, und begann es daraus zu lösen. Sie stellte es auf den Tisch und begann, das neue Päckchen darin zu verstauen.

"Kuriel, es gehört dir, wie das letzte auch. Ich werde dir dabei helfen, es wieder in diesem Rückengeschirr anzulegen. Das scheint ja sehr gut funktioniert zu haben."

Während sie so arbeitete, sprach sie weiter mit dem Prälaten.

"Ja, die Bestrafung einiger Templer sollte auf jeden Fall durchgeführt werden. Vor allem die Torbesatzung hat es verdient. Sie haben die Mörderin des Ab einfach hinausrennen lassen und ihr hinterhergestarrt wie die Maulaffen." Obwohl sie diese harten Worte gebrauchte, klang ihre Stimme weiterhin sachlich und nicht von Wut gefärbt.

"Und was das Ausmerzen des Ketzernestes angeht: Im gerechten Zorn auf diese Gotteslästerer sind wir mit euch und den aufrichtigen Templern dieses Klosters vereint. Natürlich werden wir dabei sein.

"Und, wenn ihr mir noch eine Frage gestatten wollt, Prälat: Habt ihr die Ketzerin im Keller bereits befragt? Ihr Knebel wurde zumindest entfernt. Die Ketzerin, der wir das erste Päckchen entrissen, konnte sich selbst entleiben, indem sie irgend ein Gift gebrauchte, das in ihrem Mund war. Sie biss nur heftig die Zähne zusammen. Wurdet ihr von den Templern, denen ich die Ketzerin übergab, darüber informiert, dass der Ketzerin der Knebel nicht abgenommen werden sollte? Habt ihr Gift in ihr gefunden oder entfernt? Und vor allem: Hat sie euch denn schon Informationen zugetragen, die zum Auffinden des Ketzerverstecks nützlich wären?"


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BeitragVerfasst: 27.02.2004 - 17:44 
Snickers
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"Ich habe angeordnet ihr zuerst den Mund gewaltsam aufzuhalten und die Giftkapsel zu entfernen. Nachdem dies geschehen war, habe ich sie befragt. Sie wollte nicht gleich reden. Aber Patrick.." damit meinte er wohl einen der Templer "... brachte sie zum reden. Offenbar haben sie ihr Nest unten beim Hafen in einem der Häuser beim Fischmarkt. Aus diesem Grunde riechen sie auch so. Sie wollte nicht sagen, welches der Häuser, aber es ist nur noch eine Frage der Zeit. Ich warte darauf Bericht aus der Stadt zu erhalten. Allerdings scheint es, als seien die Menschen dort teilweise durch dieses Pack bereits verängstigt... oder sie wissen wirklich nicht viel. Eure Hilfe ist uns also willkommen." Meinte der Prälat ernst.
"Sobald wir mehr aus der Stadt hören, solltet ihr aufbrechen, bis dahin könnt ihr euch ausruhen... " Die Augen des Prälaten glitten prüfend über die Schar.

Und Osariel hatte dieses Mal das Gefühl, dass er ihnen wirklich die Wahrheit erzählte.
Auch wenn der Prälat erneut nicht alles sagte, was er wusste.
Über das Päckchen sprach er nicht mehr. Nur sein wohlwollendes Nicken, deutete an, dass er zufrieden war, als Akibel das Alte ihm übergab und das Neue bei Kuriel verstaute.


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BeitragVerfasst: 27.02.2004 - 17:55 
Verena
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"Der Fischmarkt also... Ja, das macht Sinn", quittierte Akibel die Ausführungen des Ab und unterstrich sie mit einem festen Nicken. Gerade nahm sie die Hände von Kuriels Schultern, an denen sie die Riemen des Trageschirrs richtig eingestellt hatte.

"So sei es dann. Wir werden bereit sein, wenn man nach uns schickt. Die Zerschlagung des Ketzernestes und die Befreiung des Engels sollen auch unser Werk sein", sagte Akibel mit voller Stimme.

Die Befreiung des Engels hatte sie absichtlich eingeflochten... würde so doch deutlich zutage treten, ob er diese Information von dem kleinen Roberto wirklich erhalten hatte.

"Wir sind die Engel des Herrn. Wir hören und gehorchen", fügte die Michaelitin an und neigte ehrerbietig den Kopf. Dann drehte sie sich zu den anderen um, lächelte leicht und zuversichtlich und wandte sich zum Gehen.


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BeitragVerfasst: 27.02.2004 - 20:21 
Snickers
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Der Prälat nickte dazu.
"Der Michaelit muss gefunden werden. Unter allen Umständen. " meinte er nur. Die Engel waren entlassen.


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BeitragVerfasst: 27.02.2004 - 21:52 
Verena
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Akibel geleitete ihre Schar aus der Cella des Ab hinaus und holte damit auch Samiel ab. Akibel vermutete stark, dass der Urielit durch die Tür alles mitangehört hatte, was im Zimmer gesprochen wurde. Aus diesem Grund hatte sie den Bewahrer der Wege auch als letzte Wache ausgesucht; sicher hätte kein anderes Mitglied ihrer Schar alles deutlich mithören können. Mit jeder Faser ihres Körpers strahlte sie Zuversicht aus, als sie zusammen mit den anderen durch die von den Kontrollen belebten Gänge zurück zur Cella lief. Die Menschen - und etwaige Ketzer - sollten genau sehen, dass Gottes Sendboten nicht am Sieg des Guten zweifelten.

Nachdem sich die Tür der Cella hinter der Schar geschlossen hatte, ließ Akibel sich auf "ihrem" Hocker in der Nähe ihrer Rüstung an der Wand nieder und sah mit einem verschmitzten Funkeln in den Augen auf. Währenddessen spielte sie mit ihrem neuen Votivband, als denke sie insgeheim darüber nach, wo sie es letztendlich anbringen sollte.

"Gegen den Päckchenaustausch konnte ich nichts machen, aber das kann uns niemand vorwerfen. Wir stehen jetzt mit genau dem da, was uns von einer hohen Kirchenautorität in die Hände gegeben wurde, und das ist auch richtig. Meine Laune hat sich wirklich gebessert..."

Sie lächelte ehrlich.

"Ich weiß nicht, wie viel Zeit wir noch haben, bis der Prälat uns rufen lässt, um am Angriff auf das Ketzerlager teilzunehmen, aber bis dahin könnt ihr tun, was immer ihr wollt. Seit nur weiterhin vorsichtig hier im Kloster. Die Kontrollen laufen, aber sie sind noch nicht abgeschlossen. Ich muss ja zugeben, mich juckt es in den Fingern, diesen Ketzern zu zeigen, was es heißt, einen Ab zu ermorden und einen Engel zu entführen."

Sie richtete sich auf und griff nach ihrer Rüstung. Was wie eine symbolische Geste wirkte, tat die Michaelitin jedoch nur, um ihr Rüstzeug weiter vom Blut zu reinigen.

"Also verteilt euch, wenn ihr euch das wünscht. Holt euch etwas zu essen oder besorgt euch Dinge aus dem Armamentarium des Klosters, von denen ihr glaubt, dass ihr sie für den bevorstehenden Kampf noch gut gebrauchen könntet. Ich bleibe hier und..."

Akibel hob den Lappen zusammen mit ihrem Blick und grinste, bevor sie wieder auf ihre Arbeit hinabsah.

"putze."


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BeitragVerfasst: 28.02.2004 - 11:20 
Isael
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Schweigend und mit steinerner Miene nahm Osariel an der Zeremonie teil. Ein weiteres Votivband zierte nun seinen rechten Arm, als stummer Zeuge eines erfolgreich ausgeführten Auftrages.

Doch Osariel konnte sich nicht freuen.
Der Inquisitor war dem Ramieliten nicht geheuer. Zu vorsichtig wählte dieser seine Worte und es schien, als hätte der dichte Nebel, der die Engel bei ihrer Ankunft empfangen hatte, sich um die Worte des Inquisitors gelegt, um die Wahrheit vor den Augen der Schar zu verbergen.

In der Cella angekommen, trat Osariel an Akibel.
"Ich traue diesem Mann nicht.", brach es aus ihm heraus. "Seine Worte tragen nicht die gesamte Wahrheit in sich und das macht mir Sorgen. Wer weiß, welch unangenehme Folgen das noch für uns haben könnte."
Ratlos schaute Osariel zu der Michaelitin und legte den Kopf leicht schief.
"Ich weiß, dass wir da nicht viel tun können. Ich wollte es dir lediglich gesagt haben." Osariel zuckte mit den Schultern.


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BeitragVerfasst: 29.02.2004 - 16:09 
Minx
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Mit einem stummen nicken hörte Samiel Akibels anweisungen zu und band dabei das neue Votivband um seinen Bogen, wo bisher alle seine Votivbänder hingen.

Nachdem er fertig war und seinen Bogen begutachtet hatte legte er ihn zur Seite, machte es sich auf einen Schemel bequem und begann mit seinem letzten Kohlestift seine Gedanken zu Papier zu bringen. Das Bild zeigte mit jedem Strich immer mehr und mehr alle Schar Mitglieder auser Samiel, wie sie sich auf ihre kommende Schlacht vorbereiteten.

Samiel war bereit, wenn die Schlacht kommen würde.


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