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Genesis Secunda
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BeitragVerfasst: 28.08.2004 - 13:53 
Zed
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Tauriel nickte und lächelte offen. "Danke." Ja, er freute sich, dass sie nichts dagegen hatten.... das erleichterte es doch ungemein und ersparte ihm den Befehl. Er mochte die freundliche und mehr auf Freiwilligkeit beruhende Art eben lieber als den Feldherren rauszukehren.
So straffte er seine Gestalt, während schlanke Finger einige Locken versuchten, hinter das Ohr zu verbannen, was nur bei der Hälfte wirklich mehr als zwei Sekunden gelang.

Nun trat wieder ein konzentrierter Ausdruck in sein ebenmäßiges Gesicht und er ging zu dem Platz zurück, der ihn in den Kreis der Engel einfügte - Dashiel zu seiner Rechnten und Iliniel zu seiner Linken. Sein Blick glitt nach und nach über seine Schar, blieb etwas länger an Taímel hängen...
"Also, kommen wir zu unserer direkt bevorstehenden Aufgabe: Der unterirdische Schrecken. Ich möchte, dass ihr nochmal zusammenfasst, was wir nun alles wissen. Taímel, beginnst du bitte?"
Nur, wer wirklich genau hinhörte, konnte wohl das minimalste Beben in seiner Stimme hören, als er den Namen des Ramieliten aussprach.

Doch noch ehe jemand etwas Weiteres sagen konnte, klopfte es an der schweren Holztür und der Michaelit selbst stand auf, um dem Monachen - und so ihrem Frühstück - die Tür zu öffnen...


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BeitragVerfasst: 29.08.2004 - 13:49 
Yezariael
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Kaum merklich hob Taímel seine Augenbraue als er Tauriels Aufforderung zum Sprechen vernahm. Er hatte gestern schon alles gesagt was bekannt war - warum sollte er sich wiederholen?
Doch er konnte auch dem Blick aus den Augen des Michaeliten widerstehen und so hob er leise und ausdruckslos seine Stimme, den Blick starr auf die nächste Wand gerichtet. Er wollte sein Wissen nicht preisgeben. Wissen war Macht - seine Macht und seine Stärke...

"Terror Subterranus. Bis jetzt 2 gesichtete Exemplare. Löst wahrscheinlich ein Zeitparadoxon aus, dass einem scheint, keine Sekunde würde vergehen während die Sonne schon um Stunden weitergewandert ist..." Von den Brutmuttern würde Taímel hier nichts erwähnen - wozu sollte er auch? Dieses Wissen würde der Ramielit in seiner Brust verschließen und vielleicht in einem geeigneten Augenblick preisgeben. Wenn es denn sein musste.
Innerlich seufzte der Bewahrer des Wissens bevor er fortfuhr: "Das erste gesichtete Exemplar konnte vernichtet werden."

Was gestern geschehen war wusste jeder der hier Anwesenden - es war nicht notwendig, es zu wiederholen also schloß Taímel seinen Mund und warf seinem Scharführer einen kurzen Blick zu. Fast so als wollte er ihn auffordern, etwas zu sagen. Oder etwas zu tun.
Eines jedenfalls war klar: Der androgyne Engel würde jetzt wieder seinen Mund halten.


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BeitragVerfasst: 29.08.2004 - 17:10 
Jenny
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Iliniel wurde nun doch so einiges klar ... ein Zeitparadoxon. Sie war also nicht verrückt ... und hatte sich das alles nur eingebildet. Es war zwar schwer zu verstehen ... aber irgendwie war es doch auch etwas beruhigend zu wissen, dass sie nicht ihren Verstand verlor.


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BeitragVerfasst: 29.08.2004 - 17:50 
Zed
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Nun war es an Tauriel, seine Augenbraue zu heben. Hatte er sich undeutlich ausgedrückt? Gut, er hatte nicht wörtlich befohlen, alle vorhandenen Informationen und Erlebnisse des gestrigen Nachmittags noch einmal vor der versammelten Schar zu beschreiben, aber was es so schwer ersichtlich, dass er genau darauf hinaus wollte? Musste er jetzt jeden einzeln ansprechen - oder besser noch auf Knien anflehen - dass er weitermachen möge?
Und ganz nebenbei: Soeben hatte ein Mensch die Cella betreten und Taímel hatte trotzdem weitergesprochen! So traf ein funkelnder Blick den Ramieliten, der ihm gleich darauf wieder leid tat...
Der blondgelockte Engel atmete tief und konzentriert durch. 'Jetzt nicht aufregen, Tauriel!', rief er sich selbst zur Ruhe, drehte sich dann zu dem Monachen um und lächelte ihn freundlich an.

"Danke für deine Mühen." Und es war dennoch ersichtlich, dass das ein höflicher Rauswurf war, den der Mann auch schleunigst in die Tat umsetzte, als er das Tablett mit Brot und Misosuppe für die fünf Engel auf dem kleinen Tischchen in der Mitte abgestellt hatte.

Sobald die Tür zu war, wandte sich der Michaelit wieder an die Schar, noch ehe sich jemand an dem Essen vergreifen konnte. "Bevor wir frühstücken, möchte ich für die Zukunft klarstellen, dass Menschen nicht unbedingt etwas von unseren Problemen - folglich auch den Besprechungen - mitbekommen müssen." Ein leises Seufzen, dann ließ er sich demonstrativ vor dem Tischchen in den Schneidersitz sinken. Zusammen Essen war etwas, was das Gemeinschaftsgefühl stärkte - und das geschah noch intensiver, je enger man in einer Runde saß. Mit einer einladenden Geste bat er alle, seinem Beispiel zu folgen und begann dann damit, aus der großen Schale in der Mitte, nach und nach die Kleinen zu befüllen. Auch das Brot wurde gerecht verteilt.

Während er dieser Arbeit nachging, war wieder seine angenehme Stimme zu vernehmen, ohne dass er aufsah. "Iliniel, könntest du uns bitte allen noch einmal schildern, was du gesehen hast?" - Ruhe, kein Tadel, Aufmunterung...


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BeitragVerfasst: 29.08.2004 - 18:12 
Yezariael
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Taímels Miene blieb unbewegt, zeigte keinerlei Regung. Es war als hätte er die Unterhaltung gestern in der Kirche vergessen. Dabei vergaß er nie etwas.
Er ließ nicht einmal erkennen ob er den Tadel Tauriels als solchen erkannte. Er schwieg weiterhin.

Natürlich hatte er den Menschen ignoriert - er ignorierte diese schwachen Lebewesen soweit als möglich. Und selbst wenn - was hatte der schon erfahren? Dass es Traumsaat gab die ein Zeitparadoxon auslöste. Wirklich schrecklich - selbst wenn der Ramielit sein Wissen nur ungern weitergab konnte er nicht erkennen, dass gerade dieses Wissen irgendjemanden interessieren konnte, der nicht an dieser Besprechung teilnahm.
Doch - im Moment würde er schweigen. Würde abwarten und weiterhin zusehen.

Langsam erhob er sich von seinem Meditationshocker und trat an das kleine Tischchen, nahm sich etwas von dem Brot und eine Schüssel mit Suppe und stellte sich damit an das Fenster, beobachtete von dort aus seine Schar.
Dem Bewahrer des Wissens war klar, dass er die anderen damit, dass er sich absonderte vielleicht brüskierte aber sie waren ihm, bis auf den Michaeliten, egal. Und Taímel hatte jedes Gefühl, dass er gestern vielleicht empfunden hatte tief in sich verschlossen. Gefühle durften nicht zugelassen werden. Sein Blick blieb an dem Michaeliten hängen und beobachtete ihn weiter, während sein Geist darauf wartete, den Worten der Urielitin zu lauschen


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BeitragVerfasst: 29.08.2004 - 18:56 
Jenny
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Iliniel setzte sich an den Tisch in den Schneidersitz und nahm sich auch etwas Suppe. Sie konnte den Ramieliten einfach nicht ausstehen ... das war wohl der einzige Nachteil an dieser Schar. Hauptsache alles für sich behalten ... nichts offenbaren ... typisch. Und jetzt durfte sie NOCHMAL alles sagen ... Sie hatte dem Michaeliten alles gesagt, was sie gesehen hatte. Aber wenn er es so wollte ... bitte!!

"Ich kann gern noch einmal alles wiederholen. Warum wir hierher geschickt wurden, habe ich bereits gesagt und möchte es auch nicht noch einmal widerholen." Sie erinnerte sich noch genau daran, wie Taímel sie zurecht gewiesen hatte, als sie Bericht erstattet hatte und er sich wohl übergangen fühlte, weil ER ja der GROSSE Sprecher der Gruppe war ... ein Sprecher, der den Mund nicht aufbrachte und dem man alle Informationen aus Ohren und Nase ziehen musste.

"Nachdem Dashiel das Buch geholt hatte, war ich währenddessen in der Luft, um Ausschau zu halten. Ich sah den reglosen Wurm am Strand liegen. Davon erstattete ich dir Bericht. Wir sind hingeflogen ... vorsichtig natürlich. Der Wurm blieb reglos ... dann sah ich von einem Augenblick auf den anderen, wie Miroel und Misarael in dem toten und verbrannten Wurm standen und die Michaelitin nach mir gerufen hatte, ich sollte Hilfe holen. Im nächsten Augenblick war der Wurm verschwunden ... nur noch der Abdruck war im Sand zu erkennen. Nachdem ich das widerum dir gesagt habe, sind wir zurück gekommen. Gestern abend habe ich wieder Miroels Stimme gehört. Sie sagte: Töte ihn, es ist seine Bestimmung ... und ich habe diese Stimme nicht nur alleine gehört." Damit ging ihr Blick zu Niniel.


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BeitragVerfasst: 30.08.2004 - 00:06 
Zed
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Tauriel hatte ruhig begonnen, zu essen, wollte der Schar demonstrieren, dass man nicht den Kopf verlieren musste - und vor allem, dass eine Besprechung nicht immer etwas Formelles sein musste. Dass Taímel nicht zu ihnen an den Tisch kam, missfiel ihm natürlich, aber... er musste sich eingestehen, dass er es irgendwie auch verstand. Zwar würden das die anderen mit Sicherheit weniger bis gar nicht, aber sie waren - zum Glück - ja auch nicht in dieser Kirche Zeuge der gestrigen Szene gewesen...
Er spürte den Blick...wie vor eigentlich doch wenigen Stunden und es fiel wohl auch nur Taímel auf, dass ein lautloses Seufzen seine Brust hob und senkte, ehe er Iliniel anlächelte.

"Danke." Dann wandte er sich an alle. "Ich mache das nicht, um euch zu quälen, sondern, um die ganze Schar auf einen einigermaßen einheitlichen Wissensstand zu bringen. Nicht nur ich sollte wissen, was passiert ist - beziehungsweise passieren könnte. Also ist dieser Informationsaustausch vor allem für die Schar und nicht in erster Linie für mich." Er aß einen Löffel Suppe und sah dann Niniel und Iliniel kurz an. "Auch wenn ich ab und an bei solchen Besprechungen auch neue Sachen erfahre.... Ihr habt also noch einmal Miroels Stimme gehört? Wann und in welchem Zusammenhang?"

Vielleicht war es beabsichtigt, vielleicht auch Zufall, dass er in diesem Augenblick zu Taímel sah und sich für einen Moment ihre Blicke kreuzten... bis die blaugrünen Augen wieder die Suppe fixierten, die Tauriel zügig, aber dennoch ohne Hast aß.


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BeitragVerfasst: 30.08.2004 - 06:22 
Jenny
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Wohnort: Fürth
Iliniel sah schnell zu der Raphielitin. Sie wollte irgendwie nicht, dass sie antwortete. Sie wusste zwar nicht, was sie alles von dem gestrigen Gespräch dem Michaeliten auf die Nase binden wollte ... aber sie hatte ihr einfach zuviel gesagt.

"Niniel und ich saßen auf dem Dach und haben uns über die Geschehnisse des Tages unterhalten. Der Mond verdunkelte sich, bis er ganz verschwand ... dann hörten wir ihre Stimme." Sie löffelte nun weiter ihre Suppe und hoffte, dass Niniel nicht noch etwas hinzufügte ... zumindest nicht von dem, was sie sonst noch besprochen hatten ... den inneren Dämonen, wie sie es ausdrückte.


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BeitragVerfasst: 31.08.2004 - 18:29 
SL Kenjiels & Anuels Schar
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Niniel ass ihre Suppe - Nahrung war Kraft und davon würde sie heute, wenn es zum Kampf kam, wahrscheinlich einiges brauchen - und nickte kurz bei Illiniels Worten und auf ihrem Gesicht konnte man sehen, dass sie nachdachte und wahrscheinlich ein wenig brauchen würde, bis sie ihren Beitrag zur Besprechung tätigen würde.


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BeitragVerfasst: 02.09.2004 - 19:05 
Oni
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Aufmerksam folgte Dashiel dem Verlauf der Besprechung.
Er konnte derzeit noch nicht mehr dazu beitragen, als sich alle Informationen, ob er sie nun schon kannte oder nicht, einzuprägen und in seinem Kopf zumindest soweit auszuwerten, dass er eine sinnige Angriffsmöglichkeit finden konnte. So weit war er jedoch noch nicht, denn er wußte nicht wirklich wie man damit umgehen sollte, wenn einem einige Stunden gestohlen wurden.

"Wenn ich das richtig verstehe kann diese Traumsaat also Illusionen hervorrufen die man sehen und hören kann. Und falls der Vorfall mit der Stimme und dem Mond gestern Nacht auch von ihr ausging - könnte ja sein dass es noch andere Erklärungen dafür gibt - dann kann man auch davon ausgehn dass man sich dadurch dass man sich von ihr fernhält auch nicht in Sicherheit wiegen braucht.
Davon abgesehen dann noch diese Zeitparadoxen..."

Nachdenklich blickte er auf Iliniels Finger, während seine eigenen die Brotscheibe in seinen Händen zerpflückte.

Ihm wollte einfach nicht einleuchten wie man handlungsunfähig gemacht werden konnte indem einem die Zeit geraubt wurde.
Er kannte die Begebenheit dass Zeit sich oft, je nachdem, wie man sie verbrachte, in die Länge zog oder unglaublich schnell verflog, aber das war wohl kaum zu vergleichen mit Stunden die angeblich wie in Sekunden verflogen. Sein Problem war es vor allem dass man in Sekunden kaum einen ordentlichen Angriff ausführen konnte, erst recht, wenn dem Gegner zur Reaktion Stunden zur Verfügung standen.
Es mußte eine Möglichkeit geben diese Kreatur zu besiegen, ohne sich zu opfern, denn eines hatte Dashiel sich geschworen, er würde erst von dieser Welt gehen, wenn Gott ihn rufen würde. Keinen Moment früher.

"Tauriel oder Taímel, wisst ihr ob dieses Paradoxon auf mehrere gleichzeitig wirkt? Oder ob das bei den Illusionen der Fall ist?" es war bloß eine Überlegung, aber vielleicht konnte man die Aufmerksamkeit des gigantischen Wurms ja auf einen lenken?


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BeitragVerfasst: 03.09.2004 - 21:30 
Zed
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Tauriel hatte minimalst die Augenbrauen zusammengezogen, als Iliniel so knapp antwortete. Warum hatten sie ihn nicht schon heute nacht darüber informiert? Außerdem sagte ihm etwas, dass das bei weitem nicht alles war, was sie diese Nacht so lange draußen gehalten hatte. Aber noch war es zu früh, um weiter in ihre Privatsphäre vorzudringen - zumal das vor der Schar ohnehin unpassend war. Die leere Schüssel wurde lautlos abgestellt.
Wieder ein Blick zu Taímel, wenn auch diesmal mehr, um zu ergründen, was er wohl dazu dachte. Bis sich Dashiel zu Wort meldete und endlich einen produktiven Beitrag zur Sache abgab, mit dem man sich befassen konnte.

"Soviel ich bis jetzt mitbekommen habe - auch bei meiner letzten Begegnung mit dieser Art der Traumsaat - wirken diese Paradoxen und Illusionen nur in einem näheren Umfeld zu Terror Subterranus und dann auch immer auf alle in diesem Umkreis." Er überlegte kurz und strich sich wieder einmal die trocknenden Locken vergeblich aus den Augen. "Man könnte also immer einen von uns aus diesem Umfeld versuchen herauszuhalten, um dann mit ihm jeweils Rücksprache zu halten..." Wieder verstummte der Michaelit und runzelte die Stirn.
"Wobei das wohl bei Iliniel schon der Fall war." Tauriel seufzte. "Oder eben auch nicht, weil für uns ja die Zeit ebenso verlief wie für sie. Somit scheint es vielleicht auch eher so, als würde diese Kreatur sich nur sehr schnell bewegen können?" - Eine Frage, die nicht auf eine Antwort hoffen konnte.

Schließlich kehrte er sich beiläufig die Krümel von dem reinweißen Kriegsrock und sah in die Runde, ehe sein blaugrüner Blick an Dashiel festhielt. "Es wird sehr schwer sein, eine geeignete Taktik auszuklügeln, was meinst du?"


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BeitragVerfasst: 03.09.2004 - 21:59 
Yezariael
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Während die anderen sprachen lauschte Taímel, den Rücken zum Fenster mit hochgezogenen Augenbrauen. Als Iliniel beschrieb, wie der Mond verschwunden war, war ihm schnell klar, worum es sich gehandelt hatte - seltsam, dass sie soetwas nicht gelernt hatte - aber die Ausbildung der anderen Orden wurde ja oft vernachlässigt, wenn es sich um die Bildung handelte. Auch der kurze Seitenblick zur Raphaelitin war ihm keineswegs entgangen, obwohl seine Augen immer noch auf Tauriel gerichtet waren.

Nachdem er fertig gegessen hatte - zufällig genau in dem Moment, als der Michaelit seine Frage stellte - erhob er wieder seine Stimme, ohne weiter darauf zu achten, ob Dashiel vielleicht auch sprechen wollte und meinte: "Mondfinsternis - ein natürliches Ereignis. Das Zeitparadoxon wirkt soweit bekannt nur in einem bestimmten Umkreis um den Wurm, wie groß dieser genau ist konnte noch nicht festgestellt werden. Zuwenige Sichtungen bis jetzt.
So schnelle Bewegungen, dass ein Engel diese nicht wahrnehmen kann werden aufgrund der bisher gemachten Beobachtungen ausgeschlossen."

Eigentlich war es nur für den Michaeliten, dass er hier etwas von seinem Wissen preisgab - so ungern dies auch geschah, es war wohl notwendig für den Erfolg dieser Mission. Und immer noch hoffte der Ramielit, dass er danach wieder nach Prag und damit zu seinen Büchern zurückkehren durfte. Bis jetzt war er jedenfalls noch nicht nach weiteren Kreaturen, die eine ähnliche Wirkung oder Kraft besaßen gefragt worden und er würde auch nur sehr ungern eine Frage danach beantworten wollen. Der Bewahrer des Wissens wachte eifersüchtig über das, was andere Engel seiner Ansicht nach Wissen sollten und was nicht.

Nach diesen wenigen Worten jedoch schwieg er wieder und sah nun den Todesengel der Schar - denn als solche musste man sie jetzt wohl wieder bezeichnen - an, in seinen Augen eine Aufforderung zum sprechen. Er hatte gesagt, was er sagen wollte und wartete nun darauf, dass diese Besprechung zu einem sinnvollen Ergebnis führen würde.


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BeitragVerfasst: 03.09.2004 - 22:31 
Oni
Oni
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"Gut zu wissen."
Der dunkelhäutige Gabrielit hatte den versonnenen Blick schon längst von den Händen Iliniels genommen und ihn über Tauriel und Taímel schweifen lassen.
"Was mir vor allem Sorgen macht ist, dass die Illusion jeden von uns beeinflussen könnten, wenn man erstmal von den Paradoxen absieht. Was die betrifft weiß ich momentan einfach noch keine Strategie die fruchten könnte."
Er überlegte einen Moment während er sich eine Brotkrume in den Mund steckte. "Wenn wir die Zeit durch irgendetwas messen würden... aber vermutlich würde uns das nichts bringen, weil es wieder nur eine subjektive Wahrnehmung wäre."
Leicht verwirrt klärte sich sein Blick, hatte er das jetzt laut gesagt?
Den Blicken der Anderen zufolge, ja.
Wahrscheinlich hatte ihn die ganze Grübelei über Zeit, deren Verlauf und wie man ihn beeinflussen konnte schon so durcheinandergebracht dass er so wirre Gedanken schon laut loswerden mußte um ihnen überhaupt noch Herr zu werden.
"Das Problem ist: Wie schafft der Wurm es die Zeit so zu verändern? Die Paradoxen müßen doch irgendeinen Ursprung haben und wenn wir den kennen würden, wären wir einer geeigneten Gegenstrategie schon einen großen Schritt näher. Ich überlege die ganze Zeit, ob es nicht eine Art Lähmung oder etwas in der Art ist, denn so ähnlich muß es doch für einen Außenstehenden aussehn, wenn ein Anderer innerhalb von Stunden es kaum vollbringt sich auch nur an der Nase zu kratzen. Wenn dem so wäre muß man sich doch auch irgendwie davor schützen können derart in der Zeit eingefroren zu werden. Man muß sich doch zumindest irgendwie 'wachhalten' können damit man die Zeit, die tatsächlich verrinnt bewusst wahrnehmen kann." Dashiel steckte sich erneut ein Stückchen Brot in den Mund. "Aber das ist bloß eine Überlegung. Wurde denn noch nie von außerhalb des Einflussbereichs des Wurms beobachtet wie so ein Zeitparadoxon wirkt?"


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