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Genesis Secunda
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BeitragVerfasst: 11.07.2004 - 13:05 
Jenny
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Als Niniel die Urielitin berührte, zuckte sie kurz und sah der Raphaelitin in die Augen. Sie konnte keinen Vorwurf in dem jungen Gesicht erkennen ... nichts ... keine Anklage.

Sie schob die Reste der Kräuter in ihre Backe. Leise flüsterte sie ihr zu: "Es ist leider nichts in Ordnung, Schwester ... Danke dir ... aber du wirst mir dabei wohl nicht helfen können." Ihr Blick war traurig und da Niniel ihre Hand auf der Schulter der Urielitin hatte, spürte sie, dass immer wieder kleinere Schauer diese durchfuhrten. Ihre Haut war kalt und wirklich sehr blaß. Etwas stimmte mit Iliniels Körper nicht ... das konnte sie auch schon von weitem erkennen. Iliniels Augen flackerten etwas ... und sie hatte Schwierigkeiten sich mit ihrem Blick auf die Raphaelitin zu konzentrieren ... Dann sah sie schnell weg.

Iliniel wusste, dass dieser Zustand bald vorbei ging ... Nur eine kurze Nebenwirkung. Bald hatte sie sich wieder im Griff ...


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BeitragVerfasst: 11.07.2004 - 19:54 
Lynx
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"Du scheinst ja sehr überzeugt zu sein, dass ich dir nicht helfen kann. Aber wenn du es so willst; Es ist schließlich deine Sache und ich will mich dir in keinster Weise aufdrängen."

In Niniels leisem Ton schwang in keinster Weise ein Vorwurf mit. Vielmehr schien sie sehr traurig und bedauernd zu sein. Auch wenn ihre blassen Züge die gleiche ernste Maske wie sonst auch zeigten, so schien die Raphaelitin doch recht besorgt zu sein.

Hinter den beiden glänzenden Saphiren tobte ein stiller Kampf. Einerseits wollte sie nur zu gerne ihrer Schwester helfen. Doch andererseits respektierte sie auch deren Entscheidung ihre Bürde, was auch immer es sein mochte, alleine zu tragen.

Niniel sog mit zusammengebissenen Zähnen tief die Luft ein so, wie sie es sonst nur bei schwierigen Patienten zu tun pflegte. In der warmen Luft schwebte ein Hauch von bitterkeit mit, fast zu unbedeutend, um ihn wahrzunehmen. Offensichtlich bewusst etwas eingenommen.
Mit bestimmten aber dennoch ruhigem und freidlichen Ton sagte sie:

"Ich bin mir sicher, du weist selbst was für dich das Beste ist."

Noch immer hielt sie die Hand auf der Schulter der Urielitin und machte damit deutlich, dass sie sie jetzt in keinster Weise alleine lassen würde. Ihre Sorge galt jedoch weniger dem Stoff, den sich ihre Schwester zugefügt hatte, als vielmehr der Dosis. Iliniel schien sehr bleich und leicht zittrig zu sein. Inständig hoffte Niniel, dass ihre arme Schwester sich halten könne und nicht plötzlich umkippte.

Innerlich gewann die helfende Seite die Oberhand.

"Wenn du magst werde ich dir gerne zuhören."


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BeitragVerfasst: 11.07.2004 - 21:39 
Jenny
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Iliniel seufzte und sah Niniel an. "Danke ... Dann lass uns aber nicht hier sprechen ... bitte. Kommst du mit?" Sie stand langsam auf und beinahe wären ihre Knie eingeknickt ... ihr ging es nicht gut.

Ihr Kriegsrock an ihrem Oberkörper war fast feucht geschwitzt. Sie musste sich stark auf den Weg konzentrieren und darauf, dass sie nicht umkippte ... Diese Art von Nebenwirkung hatte sie noch nicht gespürt ... und langsam glaubte sie nicht mehr daran, dass die nächsten Minuten aufhören würde. Sie ging hinaus und wollte etwas frische Luft atmen.

Vielleicht war es besser mit jemanden darüber zu reden ...


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BeitragVerfasst: 12.07.2004 - 07:33 
Lynx
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Niniel nickte nur stumm, wei sie es in letzter Zeit viel zu oft tat, und folgte Iliniel hinaus.
Ihr scharfer Blick verfolgte jede Bewegung ihrer Schwester und sie hatte Angst, dass diese gleich umkippte. Doch stützen wollte sie die Urielitin nicht, schon allein um ihr eine Art stille Lektion zu erteilen. Es war nicht gut, wenn Engel so etwas taten, wie Iliniel.

Sie traten hinaus, ins fahle Licht der Nacht. Stille umgab sie. Dennoch deutete Niniel auf das Dach des Hauses. Kein Mensch sollte einen Engel grundlos in Iliniels Zustand sehen, selbst wenn es dem einen oder anderem vielleicht die Augen geöffnet hätte.
Die Raphaelitin lies ihrer Schwester den Vortritt und beobachtete genau, wie schwer es dieser doch fiel geradlinig auf das Dach zu kommen. Erst als Iliniel ihren etwas taumelnden Flug beendet hatte und sicher auf dem Dach gelandet zu sein schien erhob sich auch Niniel in die Luft, um sich nur wenige Augenblicke später neben ihrer Schwester nieder zu lassen.

Besorgt und erwartungsvoll blickte sie Iliniel an.


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BeitragVerfasst: 12.07.2004 - 11:23 
Jenny
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Iliniel giff in ihre versteckte Tasche und zog die letzten Kräuter die sie noch hatte heraus. Das war noch am Morgen der Vorrat für über eine Woche gewesen. Jetzt hatte sie noch zwei Stück und zeigte sie Niniel.

"Ich will nicht träumen. Die letzte Raphaelitin in meiner Schar hatte mir die Blätter gezeigt. Bisher hat es immer funktioniert ... Ich kann mir am Abend, wenn ich das nicht nehme immer nur vornehmen, dass ich meditieren will ... aber das klappt nicht. Ich schlafe ein und dann sehe ich immer furchtbare Dinge. Und deswegen ... nun ja ... " Sie lies traurig den Kopf hängen und zitterte.

"Und obwohl ich davon heute ... vielleicht etwas mehr als sonst ... genommen habe ... habe ich geschlafen. Furchtbares geträumt ... Ich wollte dich nicht in deiner Meditation stören. Sie ist wichtig ... wenn man es kann." Sie fasste sich an die Stirn und fing an, sie mit ihren langen Fingern zu massieren.

"Bitte sage es nicht den anderen ..."


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BeitragVerfasst: 12.07.2004 - 11:26 
SL Kenjiels & Anuels Schar
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Ein leichter Wind wehte vom Meer herauf und strich sacht über das Dach. Die Wolken des Abends hatten sich wieder verzogen und ein schöner Vollmond schob sich langsam über den Horizont.

Drunten patroullierte Wachen auf der Aussenmauer und unterhielten sich leise. Das Lager im Klosterhof war zur Ruhe gekommen - nur ein Baby schrie und verlangte nach seiner Mutter. Dann war es wieder still.


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BeitragVerfasst: 13.07.2004 - 08:04 
Lynx
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Erneut legte Niniel ihrer Schwester die Hand auf die Schulter. Sie hörte nicht nur Iliniel zu, sondern auch der Stimme in ihrem Kopf, seiner Stimme. Für einen Augenblick verschwamm das Bild vor ihren Augen und sie sah den älternen, welterfahreneren Engel vor sich. Seine Lippen bewegten sich und sprachen stumme Worte aus, die Niniel zu gut kannte. Die Raphaelitin gab Heraels stummen Worte ihre Stimme.

"Jeder muss selber mit seinen Dämonen fertig werden."

Ihr verständnisvoller Blick ruhte auf Iliniels Augen. Fast schien es als lächelte die junge Raphaelitin. Fast.


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BeitragVerfasst: 13.07.2004 - 11:08 
SL Kenjiels & Anuels Schar
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Als Niniel das Wort Dämonen erwähnte, fegte ein Prise über das Dach und zerzauste ein wenig die Federn der beiden Engel. Ein Geräusch wurde mit der Böe getragen, welches man nicht wirklich zuordnen konnte - So, als wäre da ein Geräusch, aber doch wieder keines. Dann hörten sie in ihren Gedanken die Stimme von Miroel, oder bildeten sie sich das nur ein?

TÖTE ihn, es ist seine Bestimmung.

Dann war es wieder still, als Illiniel zum Himmel aufblickte, sah sie, wie ein Schatten sehr langsam vor den Mond zu schieben began.


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BeitragVerfasst: 13.07.2004 - 11:19 
Jenny
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Als Niniel von dem inneren Dämonen sprach lächelte sie kurz. Ganz genau Schwester ... ich sagte, du kannst mir nicht helfen ... und? richtig ... ich hatte recht, du kannst mir wirklich nicht helfen. Ich hätte dir nichts erzählen sollen ...

Der Wind war kühl und Iliniels Sinne waren nicht mehr so getrübt, wie noch vorhin ... die Luft tat ihr tatsächlich gut ...

Dann die Stimme. Die Urielitin riss ihre Augen auf. Hatte sie sich das schon wieder eingebildet? War das wirklich Miroels Stimme? Schnell beobachtete sie Niniel ... Nicht dass sie aus ihrem Erstaunen irgendwelche Schlüsse von Wahnsinn zog. Dann rasch zum Himmel, um so zu tun, als wenn nichts gewesen wäre. Der Mond verfinsterte sich ... Was war das nur wieder für ein schreckliches Zeichen?


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BeitragVerfasst: 13.07.2004 - 19:24 
Lynx
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Niniel horchte auf und blickte instingtiv zum Himmel. Ihre blauen Augen wurden angesichts der Worte in ihrem Kopf groß und ertaunt.
Den Blick nicht vom Mond nehmend fuhr sie fort zu Iliniel zu sprechen. Das letzte was diese Schar gebrauchen konnte war eine Raphaelitin die Gespenster hörte.

"Weist du, Dämonen muss man bekämpfen, nicht vor ihnen weglaufen. Es ist eine Frage der Seele, nicht der Hilfsmittel, ob man Erfolg hat oder nicht."

Ihre Worte klangen als wäre sie weit entfernt. Der leichte Wind blies ein paar Strähnen aus ihrem strengen Dutt und lies sie ihr wild ins Gesicht fallen.


Zuletzt geändert von Rakiel am 15.07.2004 - 09:35, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 13.07.2004 - 23:01 
Yezariael
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Als Taímel zurück in die Cella kam lag diese leer und verlassen da. Doch wo die beiden anderen waren kümmerte ihn nicht. Hatten sie ihn doch nichteinmal Tagsüber wirklich gekümmert wie wenig dann erst jetzt wo er müde und erschöpft war von einem doch recht anstrengendem Tag.

Und da er inzwischen doch schon müde und unkonzentrier war nahm es nicht weiter wunder, dass er - anstatt zu meditieren - sanft in den Schlaf glitt.
Unbemerkt hinüber glitt in einen Traum:

Wiedereinmal betrat Taímel die große Bücherei als die scih seine Kathedrale darstellte. Versunken in Bücher schwebte er durch den Raum - sortierte das Wissen, ordnete es nach seinen Wünschen. Forschte nach Neuigkeiten.
Da.. Auf einmal begannen die Buchstaben vor seinen Augen zu verschwimmen. War er tatsächlich schon so müde? Oder so lange hier dass er vor lauter Erschöpfung nicht mehr richtig lesen konnte?

Und tatsächlich: Die Buchstaben verschwammen nicht nur, nein die Tinte schien sich an einem Punkt zu sammeln um von dort aus langsam, nicht wie die Gravitation eigentlich vorschrieb, auf den Boden zu tropfen sondern statt dessen schwebten die Tinte zur Decke. Wurde immer mehr... Alles was in diesem Buch geschrieben stand - alles Wissen vereinigte sich in einer surrealen, nach den Gesetzen der Physik umöglichen Lake die an der Decke der Kathedrale hing.

Das Licht rund um den Bewahrer des Wissens fing an wie wild zu flackern - fast als wäre es eine Warnung. Eine Warnung? Vor was? Erst jetzt blickte der Ramielit auf, der bis jetzt erstarrt vor Schreck in diese Buch geblickt hatte.
Und was er nun sah hätte er sich in seinen schlimmsten Fanatsien nicht ausmalen können.
Nicht nur das Buch, dass der androgyne Engel in der Hand hielt war von diesem seltsamen Phänomen betroffen. Nein - aus sämtlichen Schriften die in all den Regalen bis an die Unendlichkeit angesammelt waren schien die Tinte zu tropfen. Sammelte sich am Rande des Bretts auf dem die Bücher standen und vereinigte sich dann mit der immer größer werdenden Lake an der Decke.

Das Wissen. All das Wissen! Diese Macht! Dieses große, unersetzliche Wissen!Es würde verschwinden! Entsetzt und erstarrt vor Schreck hätte Taímel sich nicht einmal mehr bewegen können, selbst wenn er es gewollt hätte.
Und immer größer udn größer wurde der Tintenfleck der an der Decke hing. Nicht zu Boden tropfte, wie es eigentlich hätte sein sollen.
Aber.. was geschah jetzt? Die Tinte formte sich. Bildete etwas nach.

Es dauerte eine Weile bis der hochgewachsene Engel erkennen konnte, was das war. Ein Gesicht! Wessen? Aber.. das.. das war doch Miroel! Immer plastischer wurde das Gesicht, nahm Farbe an wurde nahezu lebensecht - so wie die Michaelitin die - zumindest kurzfristig - Taímels Scharführerin gewesen war.
Nein - nicht ganz so wie sie gewesen war. Das Gesicht war blutbedeckt und verzerrt vor Schmerzen.

Plötzlich: Ein lautes Krachen, ein Bersten von Holz und direkt vor dem Ramielite brach ein Wurm durch. Genau so ein Wurm wie sie ihn heute schon bekämpft hatten. Nein - es schien sogar als wäre es genau der gleiche...


In diesem Moment wachte der Engel auf. Nur seiner strengen Disziplin war es zu verdanken dass er nicht panisch aufschrie. All das Wissen verschwunden!!! Warum nur war dieser Wurm aufgetaucht?
Der Bewahrer des Wissens kontrolierte fast automatisch seine TAschen, seine Schriftrollen. Vielleicht... Doch nein. Erleichtert seufzte er: Die Rollen waren noch beschrieben, die Tinte blieb an ihrem Platz.

Warum nur war er eingeschlafen? Selten genug passierte es ihm und selbst dann träumte er normalerweise nicht. War er tatsächlich so erschöpft, so beeindruckt von den Erlebnissen des Tages gewesen?
Doch: jetzt würde er nicht weiter darüber nachgrübeln. Immer noch war er erschöpft und ohne sich weiter umzuschauen, ohne zu wissen, ob vielleicht irgendjemandem seine Bewegungen aufgefallen wären schloß er wieder seine Augen.
Versuchte nochmals, zu meditieren...


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BeitragVerfasst: 14.07.2004 - 16:23 
Jenny
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Iliniel bemerkte Niniels Blick ... und da die Raphaelitin sowieso schon davon sprach, dass sie die inneren Dämone bekämpfen sollte ... dann würde es ja nicht unbedingt auffallen, wenn sie sie nach der Stimme fragen würde. Falls Niniel es nicht gehört hätte ... und die Urielitin war sich nicht sicher, ob sie davon ausgehen sollte ... könnte sie ja immernoch sagen, dass das wohl an ihrem momentanen Zustand lag.

Leise fragte sie die junge Raphaelitin: "Hast du vielleicht auch gerade Miroels Stimme gehört? Ich habe sie heute schon einmal gehört ... am Strand ... Meinst du, sie lebt noch? Ich habe gerade gehört, dass ich ihn töten sollte ... und dies seine Bestimmung sei ... "

Die Urielitin ging gerade ein großes Risiko ein ... aber Niniel hatte doch auch reagiert, oder? Zumindest wollte sie auf Nummer sicher gehen ...


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BeitragVerfasst: 15.07.2004 - 09:47 
Lynx
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Sie hat es auch gehört. Es war also keine Einbildung. Seltsam.

Noch immer den Blick an das Firmament geheftet setzte Niniel zu einer Antwort an, stockte dabei aber kurz.

"Miroel ist tot. Kein Engel würde so etwas überleben. Ihre Seele wird bereits beim Herrn sein.
Weist du, auch die Kreaturen des Bösen haben so etwas wie Magensäfte. Kannst du dir vorstellen in einen Böttich mit warmer Flüssigkeit gesteckt zu werden, die dir alles langsam aber sicher wegätzt? Zunächst wird dir nur angenehm warm werden, doch dann realisierst du den Schmerz und spürst, wei er dich förmlich zerreist. Nein, so etwas überlebt man nicht."

Ihre Stimme klang volkommen nüchtern und sachlich, so als beschreibe sie einfach nur einen logischen Vorgang. Keine Regung, kein Gefühl war in ihrem blassen Gesicht zu sehen.
Erst als sie zu einem Flüstern ansetzte, schwankte die Stimme der Raphaelitin leicht.

"Aber ich habe sie auch gehört."

Ihre Worte klangen so hilflos und zerbrechlich, fast als fürchtete Niniel um ihren Verstand. Für den Bruchteil einer Sekunde war ein leichtes Glänzen in ihren Augen zu sehen. Doch sie rieb sich die einzelne Träne rasch aus den Augen und war wieder die kühle Person von vorher. Es war nur wie ein kleiner Riss in einer Maske aus Marmor, den das schwindende Licht des Mondes mit einem Hauch fortgewischt hatte.


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