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Genesis Secunda
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BeitragVerfasst: 21.10.2004 - 02:05 
Zed
Zed
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Der Michaelit legte den Kopf leicht schief, so dass die eben gebändigte Goldlocke wieder in sein Gesicht fiel, was er aber nicht weiter zu bemerken schien. Sein nachdenklicher Blick hing kurz an den so vertrauen, blaugrauen Augen, ehe sich sein sanftes Lächeln minimalst vertiefte.

"Wir sind gleich so weit... ich denke, die gestrigen Ereignisse sind schnell zusammen gefasst, so wie ich Taímels hervorragenden Sinn für das Wesentliche bereits kenne.", wobei die großen, warmen Augen zu dem Ramieliten wanderten.
"Leider war ich persönlich nicht dabei, sonst könnte ich dich gleich mit der Lektüre des Schriftstückes beauftragen. Aber du" - sein Blick fiel wieder auf Navarael - "weißt ja, wie ungeduldig Terror Subterranus sein kann, wenn man ihn warten lässt."

Er straffte seine Gestalt und wandte sich an Rastariel, den anderen Michaeliten, und seine Schar. "Bitte entschuldigt diese kurze Störung... wir bringen diese Besprechung schnell zuende, dann könnt ihr an eure Aufgabe gehen und seid nicht länger auf unsere Informationen angewiesen."
Mit diesen Worten übergab er mit einem freundlichen Nicken an Taímel und trat einen Schritt zur Seite, gesellte sich so zu seinem alten Scharbruder, um den Worten des Ramieliten zu folgen.

In ihm tobten Gedanken, Gefühle und Erinnerungen wild durcheinander, ergaben keinen Sinn und dann doch wieder für einen winzigen Augenblick die vage Illusion von Überblick. Doch es schien ihm, als wäre das alles nicht vollständig...und er war froh, dass er die Bürde des Redens für einen Moment abgeben konnte, hoffte, dass er sich in dieser Zeit etwas sammeln konnte.
Noch immer konnte er dieses Glück kaum fassen. Er hatte Navarael tot geglaubt...an Gottes Seite zurückgekehrt... und nun stand er direkt neben ihm. Wie damals - aber waren es nicht nur wenige Monate gewesen?
Wieder strichen die schlanken Finger die goldenen Locken zurück, als er Navarael anlächelte und dann den Worten Taímels lauschte.


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BeitragVerfasst: 21.10.2004 - 20:24 
Yezariael
Yezariael
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Taímel warf nochmals einen kurzen Blick auf den neu angekommenen Raphaeliten bevor er so kurz als nur irgend möglich, so emotionslos wie möglich und ohne die Schwächen seiner Scharmitglieder zu erwähnen - schließlich ging das nur die Schar etwas an - zusammenfasste, was sie mit der Traumsaatkreatur erlebt hatten.

Ausserdem wiederholte er, weil er dies für notwendig befand sämtliche Ergebnisse ihrer Besprechung in dieser Hinsicht.
Dann jedoch schwieg er wieder. Ohne Lächeln. Ohne Reaktion.
Und wartete, ob sie endlich wieder gehen konnten.


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BeitragVerfasst: 22.10.2004 - 11:53 
SL Kenjiels & Anuels Schar
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Die andere Schar lauschte den Ausführungen von Tauriel und Taímel, dann stellten sie ein paar Fragen, um sicherzugehen, dass sie alles korrekt verstanden hatten. Die Unterbrechung durch den Raphaeliten wurde zur Kenntnis genommen, aber niemand schien sich daran weiter zu stören. Rastariel nickte schließlich und sah Tauriel an: "Sollten wir weitere Fragen haben, wissen wir, wie wir euch erreichen, wir werden nun aufbrechen, um zu schauen, wohin sich der Wurm bewegt hat. Mögen der Herr und die Erzengel euch auf eurer Mission beschützen!"


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BeitragVerfasst: 22.10.2004 - 12:31 
Zed
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Tauriel nickte mit einem Lächeln.
"Mögen ihre wohlwollenden Blicke auch auf euch ruhen und ihnen der Sinn danach stehen, euer Vorhaben zu stärken.", erwiderte er in freundlich-neutralem Tonfall und wartete, bis Rastariel und seine Schar das Konvent wieder verlassen hatten, ehe er sich Navarael und Taímel zuwandte.

Wieder musste er den Drang unterdrücken, den Raphaeliten vor Freude zu umarmen... und warum kam ihm diese Geste auf einmal so selbstverständlich vor?
Schnell wischte er diese verwirrenden Gedanken beiseite und erlaubte es sich jetzt, einfach nur fröhlich zu grinsen.
"Es ist wirklich wunderschön, dich doch noch einmal in meiner Schar zu haben, Navarael!", teilte er dem ...Freund nun offen mit, ehe sich der strahlende Blick für einen Moment trübte.
"So verlässt uns Niniel also... Ich hoffe, dass wir bei Iliniel dennoch irgendwie ein Durchkommen haben werden, denn sie macht mir etwas Sorgen. Aber man wird sehen." Er atmete tief ein - fast ein Seufzen. "Ich werde dich später im Beisein aller offiziell in die Schar aufnehmen, wenn es dir recht ist, Heilende Hand..." *...und ich hoffe, dass wir bald Zeit finden werden, etwas in gemeinsamen Erinnerungen zu schwelgen.*, sandte er ihm dennoch schon jetzt im Stillen zu.

Schließlich wanderte der gerade mehr tiefgrüne als bläuliche Blick zu dem dunkelhaarigen Ramieliten, der ein ebenso offenes Lächeln geschenkt bekam. "Liest du mir bitte den Brief vor, Taímel?" Er überlegte kurz und sah zu dem Raphaeliten zurück. "Oder sollte der Inhalt der ganzen Schar zugänglich gemacht werden?"


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BeitragVerfasst: 26.10.2004 - 15:32 
Esra
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Navarael lauschte den Worten. Worte, die Bilder in ihm beschworen. Worte die ihn frösteln ließen... Der Sandwurm war damals schließlich der Grund gewesen, warum er angefangen hatte die Waffen bei sich zu tragen. Es hatte damals kurz so ausgesehen, als wären ihre Tage auf Erden gezählt. Sein Blick wurde leer. Und Valandariel hatte bewiesen wie mutig ein Engel wirklich handeln konnte... oder wie dumm?

Er sah wieder auf. Tauriel hatte etwas zu ihm gesagt. Er sah sich stirnrunzelnd um. Bei Gott, er hatte garnicht bemerkt wie die anderen gegangen waren... Er sah schnell von dem Michaeliten zu Taímel. Selbst die Gedankenstimme des Michaeliten hatte er nur am Rande gehört... sie nicht wirklich wahrgenommen. Er schämte sich für seine Unaufmerksamkeit, versteckte diese törrichte Empfindung aber hinter einem Stirnrunzeln.
„Ich weiß nicht, was der Inhalt dieser Schrift ist. Aber ich denke es wäre nicht unklug, wenn du sie vorher verlesen läßt...“ antwortete er leise und zuckte mit einer Schulter.

...in gemeinsamen Erinnerungen schwelgen... Der Zug um seine Lippen wurde abweisend. Nein. Er fühlte wie sich etwas in seinem Magen unangenehm zusammenzog. Er wollte doch nur diesen Auftrag so schnell wie möglich beenden. Er wollte sich nicht erinnern. Er wollte... er wollte wirklich zurück. Ja, das wollte er, und dieser Gedanke erschreckte ihn.


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BeitragVerfasst: 27.10.2004 - 10:49 
Yezariael
Yezariael
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Ohne sich weiter um seine beiden Schargeschwister zu kümmern nahm Taímel den Brief zur Hand, den er vorhin weg gesteckt hatte. Offensichtlich kannte Tauriel den Raphaeliten schon. Vielleicht weil sie schon in einer Schar gewesen waren.
Taímel war nicht auf die ganz leise Woge der Eifersucht gefasst, die in ihm hochkam. Doch so wie er sein Gesicht unter Kontrolle hielt bemühte er sich, auch seine Gefühle nicht zu zeigen. Keine Emotionen.

Der Ramielit öffnete den Brief und las sich kurz durch, was darin geschrieben stand, bevor er dessen Inhalt für Tauriel wiederholte: "Ab Arbogast schickt uns den Raphaeliten Navarael. Für deine..." Bei diesen worten nickte er dem Michaeliten kurz zu "...Mission ist Niniel für zu unerfahren befunden worden."

Wie wahr. Niniel ist nicht nur unerfahren. Sie ist einfach schwach. Ein leichter Hauch von Abscheu trat in Taímels Gesicht zutage. Die Erfahrungen die er mit Niniel gemacht hatte, hatten ihn nicht von ihren Qualitäten überzeugen können. Auf die Idee, dass daran auch seine Voreingenommenheit Schuld sein könnte kam er jedoch gar nicht erst.

"Sie soll sich hier im Kloster um die Verwundeten kümmern, bis neue Befehle eintreffen."

Nach diesen Worten faltete der Bewahrer des Wissens den Brief wieder zusammen und verräumte ihn in einer seiner Taschen.


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BeitragVerfasst: 27.10.2004 - 20:07 
Zed
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Tauriel lächelte sanft und nickte bestätigend.

"Vielen Dank, Taímel." Für einen Moment hielt er inne und es lag eine seltsame Eleganz in dieser Nicht-Bewegung, während er kurz nachzudenken schien, der blaugrüne Blick in weite Fernen schweifte und doch nur auf dem Ramieliten lag.

"Gut.", riss er sich selbst aus seiner Gedankenwelt, "Wir sollten dann zurück zu den anderen gehen."

Mit diesen Worten wandte sich der goldene Engel um und ging mit den ihm ganz eigenen, geschmeidig-erhabenen Bewegungen zur Tür. "Wir haben schließlich noch einen weiten Weg vor uns.", meinte er dort angekommen mit einem Lächeln an die beiden anderen Engel, ehe er die Klinke herunter drückte und sie alle in den Innenhof entließ.
Wieder liefen sie durch den Säulengang, um bis zur Tür der Scharcella zu kommen, die Tauriel nach einem kurzen Klopfen öffnete, um Navarael und Taímel eintreten zu lassen, ehe auch er selbst das Engelquartier betrat und das Schloss wieder leise klickte.
Der Michaelit schenkte Dashiel, Iliniel und Niniel ein Lächeln, während er Navarael die Engel vorstellte. Wobei dieses Lächeln bei der Heilerin zum Schluss etwas bedauernd wurde.

"Es gibt Neuigkeiten für die Scharzusammenstellung.", begann er schließlich mit fester, angenehmer Stimme zu sprechen, während er sein linkes Handgelenk locker vor der Hüfte mit der rechten Hand umfasste.
"Navarael ist vorhin zu uns gestoßen. Er kam mit der Botschaft, ab jetzt Niniel zu ersetzen." Nun wandte er sich direkt an den jungen Engel. "Du sollst bis auf weitere Anweisungen hier stationiert bleiben und den Bewohnern des Dorfes und des Klosters mit deinen gottgegebenen Mächten beistehen.", erklärte er behutsam und atmete dann tief ein, als er den Schreck in diesen sonst so ausdruckslosen Augen sah.
"Sieh es so, Niniel: Unsere Reise wird sehr gefährlich werden und vielleicht kehren wir auch nicht zurück. Gott und Raphael haben wohl noch große, wichtige Dinge für dich ersonnen und daher sollst du hier in greifbarer Nähe bleiben." Er wollte nichts beschönigen.


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BeitragVerfasst: 28.10.2004 - 05:59 
Jenny
Jenny
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Iliniel stand von ihrem Hocker auf, als sie einen fremden Engel sah. Einen älteren Raphaeliten. Sie wirkte immernoch noch sehr blass. Freundlich nickte sie Navarael zur Begrüßung zu. Zuerst spekulierte sie etwas, ob sie jetzt zwei Raphaeliten in der Schar hatten, aber das wurde schnell geklärt.

Ihr tat es um Niniel irgendwie leid ... obwohl sie natürlich auch irgendwie froh war, dass ihr Geheimnis somit nicht mehr so leicht an Licht kommen würde. Die junge Raphaelitin hatte zwar gesagt, dass sie nichts sagen würde ... aber vielleicht wäre es ja doch einmal aus ihr herausgesprudelt. Die Nervosität schien etwas von ihr abzulassen.

Außerdem hatte Niniel hier wirklich eine Menge zu tun, wenn es ihr selber wieder besser gehen würde. Die Urielitin schenkte ihr ein warmes und aufmunterndes Lächeln. Hoffentlich würde sie bald diesen schrecklichen Vorfall vergessen ... und sie wünschte sich für sich ebenfalls das gleiche.

Keine Albträume mehr von Würmern ... und die Vermutung, dass die beiden doch noch leben könnten ... auch wenn sie sich vorerst bestimmt noch darüber Gedanken machte ... Hoffentlich würde Niniel nicht weiterhin hier die Stimme Miroels hören ... Aber sie war ja stark genug, so hoffte sie, dass sie damit zurecht kommen würde.


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BeitragVerfasst: 30.10.2004 - 23:14 
Esra
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Er hatte zu Boden gesehen. Es war zu erwarten gewesen, das der Brief eben jene Botschaft enthielt. Er hatte sie zwar bereits laut ausgesprochen, aber eine offizielle Bestätigung war diesem Prozedere angemessen. Kurz fragte er sich, wie Niniel darauf reagieren würde.

Navarael sah auf. Tauriel schickte sich gerade an den Raum zu verlassen. Taímel ließ keine Emotionen erkennen. Was dachte der Ramielit? Was verbarg sich hinter seiner glatten Fassade? Die dunkelgrauen Augen musterten den Wahrer der Worte. Er war nicht daran interessiert Geheimnisse zu lösen. Aber irgendetwas... irgendetwas... Er sah stirnrunzelnd weg und folgte seinem Michaeliten.

Stumm folgte er ihm. Früher war der Raphaelit gesprächiger gewesen. In Janaels Gegenwart hatte er wieder gelernt zu vertrauen, hatte er gelernt nicht zu trauern sondern seine Pflicht zu tun. Tauriels Rücken aber in seinem Blickfeld zu sehen hieß alte Wunden zu fühlen, die er vernarbt geglaubt hatte... Taímel neben sich zu wissen ihn unweigerlich mit den anderen Ramieliten zu vergleichen, die er gekannt hatte. Er hasste sich selbst für diese Gedankengänge und er rief sich wiederholt zur Ordnung. Bei Gott, das Wiedersehen rührte das Chaos seiner Gedanken mehr an als er befürchtet hatte. Und wie sah es mit seinen Gefühlen aus?

In der Scharcellae angekommen sah er von einem zum anderen. Den Gabrieliten, der ähnlich geschlechtslos wie Taímel wirkte und dem androgynen Schönheitsideal der Engel so sehr entsprach, die Urielitin die ihn eine Augenbraue heben ließ. Sein Instinkt sprang kurz an, aber er zwang sich zu Niniel zu blicken. Die junge Heilerin wirkte verletzt, verletzt an Seele und Geist. Er ließ alle Masken fallen, vielleicht weil er ahnte wie sie fühlen mußte. Und zum ersten Mal seit seiner Ankunft war sein Lächeln ehrlich und keine Geste der Höflichkeit.

*Tauriel, bitte übermittele meine Worte an Niniel. *
Er wartete kurz auf das Einverständnis des Michaeliten, fuhr dann fort.
* Er hat recht. Ich kann dir versichern, das es keine Bestrafung ist. Ich weiß was es heißt für den Willen Gottes und der Erzengel Opfer zu bringen. Das ist unser Schicksal... Opfer zu bringen, für diejenigen die wir lieben. Und genau das ist wohl das Opfer, das wir bringen wenn wir unserer Schar entrissen werden. Aber sei nicht traurig. Bald wirst du nach Gratianopel gehen und dort einen neuen Auftrag und eine neue Schar erhalten. Und dieser Schar wirst du mit deinen Erfahrungen dienen können, die du mit diesen deinen Brüdern und Schwestern gemacht hast. Es wird für dich weiter gehen. Eine weitere Erfahrung, bis du endgültig zurückkehrst. Alles sind Erfahrungen auf den Weg nach Hause... Manche schmerzhaft, manche freudig. Wie gesagt... das ist unser Schicksal. Laß dir das von einem alten Engel gesagt sein *
Sein Blick blieb auf Niniels wieder ausdruckslosem Gesicht hängen. Er nahm ihr Schlucken wahr und ihr leichtes Nicken. Vielleicht hatten seine Worte etwas in ihr erreicht, das ihr helfen würde weiterzumachen. Wenn dem nicht so war, dann würde sie nicht mehr lange auf Erden weilen. So oder so... Was das glücklichere Schicksal war, das wußte nur Gott allein.


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BeitragVerfasst: 03.11.2004 - 10:20 
Zed
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Der goldene Engel behielt nach außen hin sein warmes Lächeln, doch innerlich schluckte er hart bei den Wortes des Raphaeliten. Er konnte regelrecht spüren, was Niniel fühlte... und irgendetwas in ihm krampfte sich schmerzhaft zusammen.
Ja, es stellte tatsächlich ein Opfer dar, seiner Schar entrissen zu werden...oder wenn einem die Schar entrissen wurde. Die blaugrünen Augen huschten kurz zu Navarael und diesmal war es nicht nur Freude, was er empfand, diesmal war dieser Anblick auch so sehr von negativen Erinnerungen behaftet, dass er leise, aber dennoch hörbar die Luft einsog.

Und um dieses beklemmende Gefühl los zu werden, wandte er sich an den Rest der Schar, um alle einmal zu mustern, sie auf ihre Bereitschaft zum Aufbruch hin zu begutachten. Ja, es schien, als wären alle bereit. Daher trat er schließlich vor die junge Raphaelitin hin, um ihr behutsam eine Hand auf die Schulter zu legen und tief in die Augen zu sehen.

"Niniel von der heilenden Hand. Ich entbinde dich hiermit von deinen Pflichten innerhalb dieser Schar. Mögest du im Namen Gottes und seiner Erzengel noch viel Leid lindern und den Menschen wertvolle Momente der Freude und des Glücks bringen. Und auch wenn unsere Wege sich nur für ein kurzes Stück getroffen haben, so war es mir und sicher auch den anderen eine Freude, diesen Weg mit dir zu gehen. Möge Uriel dich auf deinem Weiteren beschützen und Gott samt aller Erzengel immer wohlwollend auf dich herab sehen." *Dies ist meine letzte Nachricht an dich. Wenn wir aufgebrochen sind, dann melde dich umgehend bei Rastariel, damit er dich in seine Planung für das weitere Vorgehen vor Ort einbeziehen kann. Ich wünsche dir alles Gute und dass du noch einen langen und erfolgreichen Weg auf Erden beschreiten mögest. Gehab dich wohl, Niniel.*

Mit einem warmen Lächeln nahm er schließlich seine Hand wieder von ihrer Schulter, trat einen Schritt zurück und verneigte sich leicht zum Abschied.


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BeitragVerfasst: 03.11.2004 - 12:09 
SL Kenjiels & Anuels Schar
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Niniel erhob sich und nahm ihre Sachen auf, dann verneigte sie sie vor allen und lächelte kurz. "Es war eine Ehre mit Euch fliegen zu drüfen und ich danke dem Herrn für die Einsichten, die er mir gewährt hat. Möge unser Vater seine schützende Hand über euch halten." Sie sah noch einmal in die Runde und verließ dann die Cella.

Draußen machte sich gerade Rastariels Schar bereit um auf die Suche nach dem Wurm zu gehen. Der himmlische Vater schenkte seinen Kinder heute einen schönen Tag mit kaum Wolken.


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BeitragVerfasst: 03.11.2004 - 16:17 
Zed
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Als der junge Engel die Cella verlassen hatte, sah ihr Tauriel noch für einen kurzen Moment hinterher, ehe er sich wieder Navarael zuwandte und nun dicht vor ihn trat, um auch ihm seine Hand auf die Schulter zu legen, was ein seltsames Kribbeln durch seinen Körper schickte - sicher die Freude, den Freund wieder zu sehen.

"Ich heiße dich herzlich wollkommen in dieser Schar, Navarael von der heilenden Hand. Mögen deine raphaelitischen Mächte auch diesem Zusammenschluss von fähigen Engeln die besten Dienste erweisen - wie sie es Gott und seinen Erzengeln immer getan haben." *Willkommen zurück, Bruder. Ja, auch ich trauere den alten Zeiten nach, aber wir sollten uns dadurch nicht vom Hier und Jetzt und unserer aktuellen Aufgabe ablenken lassen.*

Selbst in Gedanken klang Tauriel aufmunternd und das Lächeln, welches sein Gesicht zierte, war so offen und ehrlich wie eh und je. Bis er sich wieder ernst werdend der ganzen Schar zuwandte und jeden mit einem langen, eindringlichen Blick bedachte.

"Uns fünf hat Gott also ausgewählt, nun in einer Schar zu fliegen... Ich denke, ich muss Keinen von euch - die ihr doch alle erfahren und im Umgang mit den Widrigkeiten, die uns der Herr der Fliegen immer wieder in den Weg stellt, geschult seid - noch gesondert darauf aufmerksam machen, dass unsere Mission gefährlich wird. Ich möchte, dass, wann immer ihr euch schwächer fühlt oder überanstrengt et cetera, ihr mir das bitte umgehend mitteilt. Das Letzte, was die Schar gebrauchen kann, ist falscher Heldenmut oder Selbstüberschätzung. Jeder von euch wird gebraucht und es bringt nichts, wenn ihr euch aus falschem Stolz der Gefahr aussetzt, euch zu verausgaben und dann nicht mehr richtig einsatzfähig zu sein."


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BeitragVerfasst: 03.11.2004 - 18:46 
Jenny
Jenny
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Nach Tauriels rede musste Iliniel stark unterdrücken, nicht laut zu schlucken. Es war furchtbar ... wie konnte es nur möglich sein, mit nur ein paar Sätzen das schlechte Gewissen um ein tausendfaches zu verstärken. Die Urielitin versuchte nicht zu atmen und sich nicht zu regen. Zuerst hatte sie versucht den Blick des Michaeliten stand zu halten ... aber das klappte nicht wirklich ... deswegen sah sie eher an ihm vorbei an die Wand. Wenn sie zu Boden sehen würde, dann würde er bestimmt misstrauisch werden ... wenn er es nicht sowieso schon war.

Wie würde sie dieses schlechte Gewissen nur in den Griff bekommen? War das irgendwie möglich? Nach seiner Rede nickte Iliniel nur kurz und lächelte dann den Raphaelitin an ... Der Blick sagte so etwas wie: "Mir gehts gut. Und dir?"


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