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Genesis Secunda
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BeitragVerfasst: 16.09.2003 - 12:01 

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Der jüngere Todesengel hatte sich in eine der Ecken gesetzt und gedankenverloren seine Reissuppe gelöffelt. Dann hatte er die Schüssel vorsichtig neben sich gestellt und die Hände in seinem Rock gelegt. Er ließ mit geschlossenen Augen und gesenkten Kopf die Ereignisse der letzten Tage nocheinmal Revue passieren... erst bei Akibels Worten hatte er aufgeblickt. Ein seltsames Glitzern war in den Tiefen seiner dunklen Augen auszumachen, das sich bei der Erwiederung des Ramieliten noch verstärkte. Er senkte wieder den Kopf und fächerte vorsichtig die Flügel aus. Nur als Kuriel den Raum verließ sah er ein letztes Mal auf, aber er sagte weder was noch ließ er sich eine Gefühlsregung anmerken.


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BeitragVerfasst: 16.09.2003 - 15:38 
Screw
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Rakariel hatte seit dem Zwischenfall im Kloster zu Rockenbach kein Wort gesprochen. Wahrscheinlich hatten sie nicht verstanden warum er schwieg, da scheinbar kein grund dafür bestand. Eigentlich tat es ihm schrecklich Leid, nur auf dass nötigste hatte er geantwortet und wohl würde dies dich nächsten Wochen so bleiben. Die Seele der Schar war das einzige mit dem er noch notwendige Botschaften weitergab.
Der Raphaelit spielte mit dem Gedanken die vermeintliche Begine einer genaueren, Internen Untersuchung zu unterziehen. Nicht weil es notwendig war, sondern weil er nichts besseres zu tun hatte. Außerdem hatte dass schrittweise zerlegen von Toten eine entspannende Wirkung.
Rakariel blickte Akibel nicht an und war stets den Blick der Michaelitin gemieden.

Der alte Engel saß da, Schwieg und aß seine Suppe und sinnierte über die genaue Todesursache der Begine nach. Wusste er vielleicht doch, welche Sorte Gift es war ?


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BeitragVerfasst: 16.09.2003 - 17:18 
Snickers
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Es war schon spät, als die Engel etwas Ruhe fanden.
Kuriel allein saß auf dem Kappellendach und trotzte dem Nebel, der um ihn herum waberte und wallte.

Dennoch wirkte alles still, doch vielleicht war dies auch nur der dichte Nebel, der alle Geräusche verschluckte.

Die Engel in der Cella hörten ab und an noch Stimmen am Gang und einmal aus einem angrenzenden Raum auch das leise geflüsterte Gespräch zweier Novizinnen, die wohl das Fenster noch offen hatten.
"Meinst du sie könnten auch im Kloster sein?"
"Ich weiß nicht, aber die Engel sind doch jetzt da. Da wird es doch keiner wagen..."
"Die Engel waren auch da, als diese Frau den Jungen angegriffen hat.."
"Nein die sind doch erst dazugekommen. Das hat Tobias gesagt"
"Na wenn du meinst... trotzdem ist mir nicht wohl. Hoffentlich hat das bald ein Ende... mir ist kalt!"
Dann hörten sie das Geräusch von sich schließenden Fensterläden.

In der Tat wurde es schnell kühl, und so schlossen sie lieber auch die Fenster und begaben sich in ihre Meditation.


Akibel befand sich in einem steinernen Gang. Der Boden war kalt und es roch muffig.
Von irgendwo hörte sie eine Stimme brabbeln, doch sie konnte sie nicht verstehen.
Ihr war kalt, so als würde sie in großer Höhe fliegen, oder als sei sie schon lange hier unten.
Von irgendwoher klang ein Schrei an ihr Ohr und sie hatte den Drang wegzulaufen, doch dann hörte sie wieder die leise, und helle Stimme von vorne.
Akibel machte einige Schritte und hörte es jetzt deutlicher.
"Bitte vergib mir. Bitte. Ich bitte dich Vater vergib mir!" Ob sie noch ein paar Schritte wagen wollte?
Ohne ihr eigenes Zutun machte sie tatsächlich noch einige Schritte, oder war sie plötzlich einfach weiter vorne?
Wieder hörte sie das flehentliche Bitten um Vergebung. Und dann erkannte sie die Stimme.
Yuliel?


Akibel erwachte verwirrt. Es war immer noch dunkel draußen und in der Cella brannte nur die kleine Lampe auf dem Tisch, die sie angelassen hatten.
Es war auch eigentlich gar nicht kalt.
Der Rest der Schar schien in Ruhe zu meditieren. Was war nur los mit ihr? Seit wann schlief sie denn nun ein? Sie hatte das gar nicht mitbekommen. Sowas passierte ihr sonst niemals.

Auch die anderen Engel bemerkten die Unruhe von Akibel.


Kuriel draußen auf seinem Beobachtungsposten jedoch bekam mit, dass mitten in der Nacht ein von vier Pferden gezogener Wagen ankam. Und bei ihm außerdem einige Reiter waren. Die Ankuft löste kurz etwas Unruhe aus, doch schien der Tross erwartet worden zu sein, denn es wurde ihnen sofort geöffnet und die Pferde weggebracht, während man die Besucher durch den Innenhof führte.
Kuriel hatte den allerbesten Blick auf sie.
Der Mann, um den dort unten am meisten Aufhebens gemacht wurde hatte er schon einmal gesehen.
Er heiß Bernardo Veralis und war Prälat, soviel Kuriel wusste, seine Begleitung aus Gabrielstemplern war relativ berühmt und berüchtigt. Was tat der denn hier?
http://brandland.de/Forum/viewtopic.php?t=534


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BeitragVerfasst: 18.09.2003 - 19:36 
Tarbas
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Obwohl es schon recht kühl geworden war, fühlte Kuriel sich hier draußen viel wohler als in der Cella. Er blickte in den wabernden Nebel und hatte das Gefühl, ab und zu Bilder aus seiner Vergangenheit in ihm zu sehen. Auch waren dort Bilder aus seinen Träumen, die ihn immer wieder den Schlaf raubten und ihn unaufhörlich heimsuchten.

Als der Todesengel jedoch Pferdegetrappel hörte, war sein Blick und seine Gedanken wieder im Hier und Jetzt. Argwöhnisch blickte Kuriel in Richtung der späten Besucher. Es war fürwahr seltsam einen Prälat so spät zu empfangen und dann auch noch Bernardo Veralis. Ohne einen Muskel zu bewegen, verharrte der Gabrielit umhüllt von seinen Flügeln auf dem Dach und beobachtet weiter.


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BeitragVerfasst: 19.09.2003 - 08:50 
Snickers
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Von seinem Beobachtungsposten aus, hatte Kuriel beste Sicht.
er konnte auch hören wie sich Bernardo mit den Templern unterhielt.

Tobias war da und unterrichtete den Prälaten in knappen Worten, dass heute Engel angekommen waren und auch von dem Mordversuch an dem Boten.
Dann hörte man die gedämpfte Stimme von Bernardo.
"Ich hoffe ihr habt eure Wachen verstärkt!"
"Natürlich.", kam es von Tobias zurück.
"Gut, ich wünsche morgen früh den Ab und auch die Engel zu sprechen. AUch wir hatten Probleme auf der Herreise! Doch keine denen wir uns nicht hätten erwehren können." gab der Prälat zurück.

Kuriel hörte noch einige weitere Satzfetzen bei denen es um Quartiere, waschen und Mitternachtsessen ging. Und außerdem hörte er mehrere Befehle die Nordmauer besser zu besetzen. Dort grenzte das Kloster an die Hügel.


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BeitragVerfasst: 19.09.2003 - 14:56 
Verena
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Akibel schlug die Augen auf und setzte sich sogleich hin. Sie plumpste förmlich aus der Hocke. Sie strich sich über die Oberarme, als würde sie frieren. Aus ihrem Gesicht sprach Überraschung und Ratlosigkeit.

Yuliel? Dieses Ekelpaket...

Hatte sie ihn verzweifelt um Vergebung bitten hören, damals? Nachdem sie ihn gemeinsam bestraft hatten? Nein. Yuliel hatte nie jemanden um Vergebung gebeten. Sie konnte sich nicht daran erinnern... oder hatte sie es einfach nur vergessen? Oder.. war das ein Traum, den ihr Gott geschickt hatte?

Sie schloss die Augen, presste die Lippen zusammen und ließ ihren Kopf auf ihre Brust sinken. Sie strich noch immer über die Gänsehaut auf ihren Oberarmen.


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BeitragVerfasst: 19.09.2003 - 16:23 
Minx
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Beiträge: 41
Wohnort: Wien
Verwirrt machte Samiel die Augen auf. Was er dann sah hatte er nicht erwartet.

Er fragte sich ob er ihr helfen könnte, genau so wie damals im Nachtlager, doch wieder schüttelte er innerlich den Kopf...doch diesmal mit großem unbehagen. Warum nimmt ihn das so mit wenn er Akibel so sieht?

Eine Weile blickte er Akibel noch an und lauschte in die dunkle Nacht hinein. Langsam schloss er die Augen wieder und bemerkte wie er hoffte das es Akibel gut ging...

_________________
Paranoiker sind nur leute die alle Fakten kennen.


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BeitragVerfasst: 21.09.2003 - 20:54 
Screw
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Der alte Raphaelit hatte gerade aufgegeben mögliche Verbindungen aus Chemischen Bausteinen dem Gift entgegenzustellen.
Als sich Akibel aus dem Traum erhob und recht verwirrt schien, erhob Rakariel sich aus der Meditation und stand auf. Seine Beine krachten als er sich erhob, was an der schweren Beanspruchung bei seiner Ungewollten Landung in der Wüsste wohl ihre Ursache hatte.

Rakariel ging langsam und leise ans Fenster der Cella und versuchte den Mond von den Fenstern aus zu sehen durch die sie notfalls immer Fliehen konnten.
Sollte die Michaelitin mit jemandem über den Traum sprechen wollen, oder gar mit ihm, so würde sie sich wohl an ihn richten, aber wenn sie vergessen möchte, so sollte sie es tun.


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BeitragVerfasst: 21.09.2003 - 23:11 
Verena
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"Da war... ein anderer Michaelit in meinem Traum." Akibel hatte die Augen jetzt halb geöffnet, aber ihre Position ansonsten nicht verändert. Sie murmelte viel mehr versonnen vor sich hin, als dass sie ihre Worte wie sonst immer deutlich in den Raum hineinsprach. Sie wirkte noch immer verunsichert.


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BeitragVerfasst: 22.09.2003 - 18:00 
Tarbas
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Nachdem Kuriel die Situation beobachtet hatte, entschied er sich, die Schar nicht sofort über das Beobachtete zu informieren.

Die Begebenheiten waren zwar seltsam, aber eine unmittelbare Gefahr bestand schließlich nicht. Kuriel beschloß mit Sonnenaufgang Akibel aufzusuchen und ihr Bericht zu erstatten. Er selbst sah es zwar nicht als nötig an und er hatte auch keine Lust wieder einige Weisheiten von Akibel zu erhalten, aber es war nunmal seine Aufgabe dem Michaeliten alles 'auffällige' mitzuteilen.

Kuriel schloß wieder seine Augen und versuchte noch ein bisschen Ruhe zu bekommen, denn ganz ohne diese ging es (leider) nun mal nicht.


Zuletzt geändert von Kuriel am 30.09.2003 - 17:59, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 22.09.2003 - 20:49 
Snickers
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Die Engel ruhten in dieser Nacht nicht mehr besonders gut, doch sie ruhten. Unterbrochen durch Gedanken die ihnen in den Sinn kamen und die sie nur schwer bei Seite schieben konnten.
Es war als würde der Nebel auch auf ihre Gemüter legen.

Und der Nebel war es auch der am nächsten Morgen wie ein Leichentuch über dem Ort lag.
Es war nicht mehr weit bis Sonnenaufgang doch im Zimmer blieb es beinahe finster. Die Sonne drang nicht durch den Nebel, nur ein roter Schemen im Osten zeugte davon, dass sie aufgegangen war.

Kuriels Kleidung war klamm vom Nebel, als er sich umsah. Er hörte leise Aufstehgeräusche aus dem Kloster. Füße die über den gepflasterten Boden trappten, leise Stimmen. Sicher würde es bald Frühstück geben und die Morgenandacht. Das musste vorbereitet sein.

Die Schar war erst gerade erwacht, als es anklopfte.


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BeitragVerfasst: 22.09.2003 - 23:48 
Verena
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Akibel erhob sich und fuhr sich durch die Haare. Sie zog ihr Gewand glatt, nachdem sie aufgestanden war, und ging zur Tür. Sie öffnete und sah freundlich und neugierig nach draußen. Die ganze Nacht hatte sie ihr Traum noch beschäftigt, aber das musste sie dem Anklopfenden ja wenigstens nicht zeigen.


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BeitragVerfasst: 23.09.2003 - 00:24 
Snickers
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Vor der Tür stand ein recht durchgefrorener Novize. Er sah sich gehetzt um, ehe er völlig ungefragt ins Zimmer kam und damit Akibel richtig überraschte.
"Ich... ich muss... ich- es tut mir leid. Bitte... ich muss mit euch reden!", stammelte er auf Common.
Osariel, aber auch die Anderen erkannten, dass der Junge, der sicher noch keine 12 war, wirklich Angst hatte.


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