Templer - Streiter für den wahren Glauben

Rückgrat der angelitischen Militärmacht sind die Templer, mutige Krieger, Männer und Frauen welche vom wahren Glauben erfüllt sind. Sie sind das Vorbild vieler Kinder und Erwachsener und vereinen alle Grundsätze des wahren Glaubens in sich. Nicht nur deshalb nehmen sie unter den Menschen des 27ten Jahrunderts eine Sonderstellung ein: Nicht jeder dahergelaufene kann ein Templer werden. Man muss vom Licht erfüllt sein.
Das Licht, so glauben die Templer, ist eine Gabe, welche in ihren Körpern verborgen liegt und äußerlich kaum auszumachen ist. Lediglich die geschulten Augen der Armatura erkennen potentielle Rekruten die ebenfalls vom Licht erfüllt sind und Aufnahme in die Reihen der vielgeachteten Krieger finden können.

Durch Training strahlt das Licht stärker und der Templer erhält Kontrolle über die Energien welche seinen Körper durchströmen. Er ist in der Lage härter zuzuschlagen oder wuchtige Treffer ohne großen Schaden hinzunehmen indem er das Licht in die entsprechenden Körperregionen lenkt. Auch ist es den Gotteskriegern möglich, jede Waffe zu der sie Kontakt haben mit der Energie zu erfüllen, so dass sie wahrlich schreckliche Wunden reißen können.
Verlässt die Waffe jedoch die Hände des Templers, so wird sein inneres Gleichgewicht empfindlich gestört. Deswegen setzen Templer niemals Fernkampfwaffen ein. Sollten diese einmal vonnöten sein, so heuert die Kirche Söldner an, die über eine entsprechende Lizenz verfügen.

Nach dem Tod vereinigt sich das Licht mehrerer Templer und formt einen neuen Engel, so ihr fester Glaube. Vielleicht fürchten diese mutigen Krieger deshalb weder den Kugelhagel der Ketzer, noch die Klauen der Traumsaatbestien.

Am wichtigsten im Leben eines Templers, nach seinem Glauben, ist die Zugehörigkeit zu einer Armatur. Jede dieser eingeschworenen, familienähnlichen Gemeinschaften besteht aus Kriegern derselben Waffengattung und wird von einem Armatura geführt. Tatsächlich beinhaltet eine Armatur meist wirklich eine oder gar mehrere (Groß-)Familien.

Vom Aussehen der Templer

Die Vorbilder der Templer sind die Engel und sie versuchen sich auch mit ihrer äußeren Erscheinung den Gotteskriegern anzunähern. So tragen die Armatura Tätowierungen die stark an die Gotteslinien der Engel angelehnt sind, jedoch niemals exakte Kopien sind. Bei jedem normalen Bewohner Europas wäre das höchste Blasphemie, nur den Armatura ist es erlaubt sich so zu schmücken.
Über eine Zeichnung allerdings verfügt jeder der Kämpfer: die Nota. Dieses Zeichen ist das persönliche Erkennungsmerkmal einer Armatur. Sie ist ebenfalls auf dem Vexilium abgebildet, der Standarte welche ständig mitgeführt wird und nach jedem Kampf um eine Verzierung reicher wird. So lässt sich der Erfolg und das Alter einer Armatur anhand des Vexiliums für Eingeweihte leicht ablesen.

In den Augen vieler Kirchengegner erscheint es töricht, dass Templer äußerst selten einen Kopfschutz verwenden, doch wurde auch noch kein Engel mit einem Helm beobachtet. Nur Rüstung verwenden sie im Gegensatz zu ihren himmlischen Vorbildern, und das nicht zu knapp. Jedem Templer steht es frei sich seine Ausrüstung zusammenzustellen und er hat meist Zugriff auf das beste Material.

Rangabzeichen vermögen nur Eingeweihte zu entziffern. Sie bestehen aus einem komplizierten Code aus horizontal und senkrecht verlaufenden Farbbändern, welche dem Laien wahrscheinlich eher als simple Harnischzierde erscheint.

Waffengattungen

Der Veles

Plänkler und Späher, die mit leichter Rüstung und kurzen Waffen vorstoßen, um bei jedem Gelände und allen Wetterlagen blitzschnell zuschlagen zu können.

Der Umbus

Vollkommen todesverachtende Schildträger, die dem Feind an der Speerspitze des Angriffs entgegenstürmen. Selbst unter schwerstem Beschuss überbrücken sie große Distanzen trotz hoher eigener Verluste im Laufschritt und richten schrecklichen Schaden in den gegnerischen Linien an bis die Nachhut zu ihnen aufgeschlossen hat.
Die schweren Rüstungen und dicken Schilde dieser lebendigen Schutzschilde stellen sicher, dass sie die gegnerischen Stellungen auch lebend erreichen; ihre wuchtigen Nahkampfwaffen sorgen dann meist für den Rest.

Der Lancearius

Diese hochdisziplinierten Speerträger sind meistens die erste Truppengattung die Angreifer in Empfang nehmen. Sie bilden mit ihren langen Speeren das Rückgrat der angelitischen Verteidigung. Zusätzlich zum namensgebenden Speer tragen die Lancearii meist noch eine kurze Zweitwaffe an ihrer mittelschweren Rüstung.

Der Pala

Die Pioniere der Templer. Sie errichten in windeseile Feldbefestigungen oder verborgene Fallen und schaffen Hindernisse aus dem Weg, notfalls auch mit Sprengstoff. Diese Truppengattung verfügt nur über leichte Rüstung, da diese am wenigsten bei der Arbeit behindert. Neben der Pala - der Schaufel - und anderen Werkzeugen finden sich im Arsenal dieser weniger auf direkte Konfrontation ausgelegten Truppengattung allerdings auch Schwerter und Hastas, mit denen sie ebenfalls vorzüglich umzugehen wissen.

Der Eques

Die schwere Reiterei der Templer stellt die manövrierfähigste und kampfstärkste Waffengattung dar. Die Rüstung der abgerichteten Schlachtrösser ist ebenso schwer wie die ihrer stolzen Reiter. Was nicht durch einen gezielten Lanzenstoß oder die schweren Hufe des Pferdes niedergemacht wird, findet sein Ende durch die zermalmenden Streitkolben und Äxte der Equites.
Das Licht eines Eques muss besonders stark sein da es nicht nur ihn selbst, sondern auch sein Reittier durchdringen muss.

Mirco biss die Zähne zusammen. Jetzt keinen Schmerzenslaut von sich zu geben war ungemein schwer, aber nichts wäre ihm peinlicher gewesen als bei dieser heiligen Zeremonie auch nur eine Mine zu verziehen.

Es war schließlich nicht alltäglich, dass ein Fremder in eine Templerfamilie aufgenommen wurde und ihr Zeichen tragen durfte. Und noch seltener, dass er zugleich auch ein Zeichen der Michaeliten erhielt. Ausgerechnet er hatte einem Engel des goldenen Ordens im Kampf beigestanden; und selbst wenn es niemand laut aussprach: Ihm wahrscheinlich gar das Leben gerettet.

Der alte Tätowiermeister war beinahe fertig mit seinem Werk und Mirco wagte kaum hinzusehen. Ungestüme Freude überkam ihn: Er, Mirco, 6. Sohn einer einfachen Bauersfrau wurde in die berühmten Templerfamilie Bencivenni aufgenommen und durfte obendrein noch das weiße Band an der Rüstung tragen, welches ihn als einen Krieger auszeichnete der Seite an Seite mit einem Engel gekämpft hatte.

Auszeichnungen