
Ordenssitz: Mont Salvage
Ordensoberhaupt: Ab Guillaume
Ordensfarbe: Grün
Ordenssymbol: Auge
Der mitten in der Wildnis gelegene Himmel der Urieliten, auch Mont Salvage genannt,
befindet sich in den Südostausläufern der Pyrenäen.
Ganz in der Nähe liegt außerdem die riesige Templerfestung der Urieliten, gemeinhin bekannt als Monte.
Die ganze Region liegt auf einem Hochplateau, dem Mont Segur, weitab aller großen Handelsstraßen und Städte.
Überhaupt ist Urielsland wild und ungezähmt, über und über mit Dschungel bedeckt und nur dünn mit temperamentvollen
und eigenbrötlerischen Menschen besiedelt, die jedoch in ganz Europa als sehr fromm gelten.
Eine Besonderheit der Iberer ist sicher, dass sie ihre Arbeit
zumeist
Nachts verrichten, um den sengenden Strahlen der Sonne zu entgehen.
Die schützende Dunkelheit der Nacht gilt darüberhinaus im ganzen Land als
urielsgefällige Zeit.
Als Diener des Bewahrers der Wege fühlen sich die Urieliten
der Natur
sehr verbunden. Sie gelten außerdem als Meister der
Landwirtschaft und
haben viele ertragreiche und nützliche Tier- und Pflanzenarten
herangezüchtet.
Technik wird von ihnen besonders verachtet und selbst gegen Metall
existiert im Großteil der Bevölkerung eine
Abneigung, da die
Erze der Erde erst mühsam entrissen werden müssen und
scheinbar nicht
freiwillig vom Herrn gegeben werden.
Die Templer des Ordens sind Meister der Schatten, der Guerillakriegsführung und ungemein kampfstark. Jedes Jahr fügen sie den verhassten Diadochen, die sich wie Zecken im Land eingenistet haben, schwere Verluste zu. Bevor ein möglicher Gegenschlag erfolgen könnte, verschwinden sie stets in den Schatten des Dschungels.
Auch die Engel Uriels sind zäh und ausdauernd und gelten als wahre Flugkünstler unter den Boten Gottes. Sie übertreffen selbst ihre Geschwister der anderen Orden in Geschwindigkeit und Reichweite.

Wie fast alle Engel tragen auch Urieliten
weiße Waffenröcke.
Ihre grüne Ordensfarbe findet man jedoch häufig in
Haarbändern oder
zusätzlicher Ausrüstung wieder. Die dunklen Haare sind zu
einem strengen, nach
hinten abstehenden Zopf gebunden.
Bevorzugte Waffe der Urieliten ist ein ca. 2m langer, speziell assymetrischer Langbogen (Yumi). Ihr
außergewöhnliches Geschick und ihre
gründliche Ausbildung macht sie zu
ausgesprochen gefährlichen Scharfschützen, selbst in
schnellem Flug.
Vom Bogen abgesehen tragen Urieliten meist nur wenige zusätzliche Waffen um sich nicht selbst zu behindern, etwa Dolche oder Lange Messer. Im Nahkampf verlassen sie sich eher auf ihre michaelitischen und gabrielitischen Geschwister. Die Schulterpanzer der anderen Orden lehnen sie ab, da sie beim Bogenschießen zu sehr behindern würden. Statt dessen tragen sie spezielle Schwingenkacheln zum Schutz der Flügel. Urieliten gelten als eher zurückhaltend und ergreifen meistens nur das Wort wenn sie etwas wichtiges zu sagen haben. Allerdings sind sie ausgezeichnete Beobachter und Späher. Sie finden sich in jedem Teil Europas mit verbundenen Augen zurecht, weswegen man sie auch die Bewahrer der Wege nennt.
Der Blick Mezzebaels folgte der Linie die auf die Mauer gemalt worden war. Ihre Augen waren so scharf, dass es sie manchmal selbst verblüffte. Kleinste Nuancen im Farbverlauf vermochte sie ebenso ohne Anstrengung von einander zu unterscheiden wie sie auch die Hautmuster an ihren Fingern erfassen konnte. Die Stellen, an denen der Pinsel etwas zu viel Farbe wieder weggenommen hatte, wo die Schablone verrutscht war, wie der Putz in bizarren Mustern abbröckelte oder ein Pinselhaar in der Farbe konserviert worden war...
mit den Augen eines Urieliten
"Du bist ein Bote Cordovas, ein Diener der Urbanis Liga."
stellte der Urielit fest. Mit
schmerzverzerrtem Gesicht stierte der Angesprochene zurück und
umklammerte mit der gesunden Hand die blutende Rechte, in welcher ein langer
Pfeil steckte. Die kastanienbraune Stute auf welcher er saß
beugte
schnaubend den Kopf um sich von dem Engel streicheln und
tätscheln zu
lassen.
Obgleich das Tier eben noch am durchgehen gewesen war - sein Reiter
hatte ziemlich laut geschrien als ihm der Pfeil durch die Hand gefahren
war - schien es keine Angst vor dem geflügelten Wesen zu
haben; im
Gegenteil...
Der Reiter biss die Zähne zusammen und schwieg beharrlich.
Wieso nur gehorchte das vermaledeite Pferd seinen Befehlen nicht? Es
wäre ein leichtes gewesen den Engel umzureiten. Verzweifelt
hieb er
seine Sporen abermals heftig in die Flanken des Tiers, woraufhin dessen
Flanken vor Schmerzen heftig zuckten und ein klägliches
Wiehern aus
seinem Maul drang. Es tänzelte allerdings nur unruhig zur
Seite, da der
Engel es am Zaumzeug festhielt. Dessen kindliches Gesicht verfinsterte
sich jetzt.
In der Abenddämmerung erreichte das Pferd einen
Grenzposten des Kollektivs Cordova. Der schief im Sattel
sitzende, schlaff vornübergebeugte und bereits
erkaltete Körper des Boten sprach eine
deutliche Sprache.
Wer aber konnte ahnen, dass die eigentliche Nachricht erst zum Vorschein
kam als die Grenzwächter versuchten den toten
Körper aus dem
Sattel zu heben?
Ein heller Blitz erhellte die hereinbrechende
Dämmerung und lauter
Donner rollte durch das Tal, obwohl keine Gewitterwolke am Himmel
auszumachen war.
Uriel war zornig diese Nacht.
Anschlag auf einen Grenzposten Cordovas