Der Himmel der Gabrieliten [Nürnberg] - Intime

Die Ordensburg der Gabrieliten in Nürnberg
Cutter
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Beitrag von Cutter » 23.09.2004 - 16:30

Jussiel hatte sich schon gedacht das Kentariel ihren neuen Michealiten so angehen würde. Sie hatten ja noch nichtmal Bericht erstattet, wie es sich gehörte, da sollten sie schon frisch rausgeputzt wieder trainieren.

Jussiel hielt überhaupt nichts davon in einer Todesschar einen Michealiten als Anführer zu haben.
Er hatte selbst einmal so eine elitäre Gemeinschaft führen dürfen und es war geradezu ein eine Verspottung aller anderer Todesscharen, die auch ohne Michealit auskamen nun einen in eine Gabriel eigene Gemeinschaft eingliedern zu wollen und ihm Namen des Todesengels agieren zu lassen.

PAH! Todesscharen brauchen keine Michealiten!
Jussiel glühte innerlich, denn es war schließlich zum Großteil seine heilige Gemeinschaft, die die Todesscharen zu noch mehr rum verhalfen und sie gefürchteter den je gemacht hatten. Doch Befehl war Befehl, den er sich beugen musste. Ob er es für eine gute Sache hielt oder nicht.

Leise hörte man das Fußtapsen und Tropfen auf den warmen Fliesenboden, als die Todesengel, die sanitären Anlagen betraten und sie in warmen, undurchsichtigen Nebel gehüllt wurden.

Der ganze Raum war von oben bis unten mit orangenen Fliesen ausgelegt, die sich in einer endlosen Ketten aneinander reihten.
Vor ihnen erstreckte sich eine lange Theke, auf der man sein Hab und Gut niederlegen konnte.

Sorffältig legte Jussiel zuerst seine schwere Schulterplatte mitsamt Gürtel, Flammenschwert, zwei Dolche und eine kleine Gürteltasche nieder.

Zu ihrer rechten war ein großes Regal, in dem, in jedem Fach ein schwarzer Kriegsrock, sowie einige weiße, in verschiedenen Größen aufbewahrtt waren.
Neben diesem Regal war eine große Klappe, in die, nachdem Jussiel seinen Ordensrock abgestreift hatte, ihn einfach reinfallen ließ.

Doch als Jussiel, den anderen seinen Rücken zugewandt hatte und er eigentlich bar jeder irdischen Ummantlung sein sollte, sah man, dass der Oberkörper des Todesengels wohl in einen schwarzen Verband eingehüllt war, den er nun auch ablegte und in die Klappe fallen ließ, ehe er in einer Nebelschwade, zu den duschen verschwand, mit nichts mehr bekleidet, außer seinem Armband.

Warmes dampfendes Wasser, schenkte Gabriel seinen Streitern um den Schmutz des Kampfes von sich zu waschen und sich neu zu stärken und so wusch es, das Blut und den Dreck von Jussiel und ließ nicht als makellose Haut zurück, die sich wie Elfenbein von den schwarzen, kurzen Haaren mit den roten Strähnen und den dunklen Federn, die nach außen hin, immer heller wurden, bis sie in reinweiße Schwungfedern endeten, abhoben.

Jussiel genoß das Wasser erst einmal eine Zeit, ehe er aus eine Schale vor sich die Seife nahm um sich noch gründlicher von Kopf bis Fuß zu reinigen.

Manuel
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Beitrag von Manuel » 23.09.2004 - 17:09

Manuel runzelte verärgert die Stirn.
In Ordnung, dieser Kentariel würde ein Problem werden. Das wusste er schon jetzt. Den anderen konnte er noch nicht einschätzen, aber Jussiel kannte er vom Namen her. Der Michaelit wusste, dass es Gabrieliten gab die es vorzogen zu schweigen und stattdessen versuchten, ihre körperlichen Fähigkeiten zu perfektionieren. Sie sprachen nicht, sie gehorchten. Immer und widerspruchslos. Manuel hatte noch nie mit so einem zusammengearbeitet und er war auch nicht bereit, dem Ruf, den diese Engel genossen, blind zu vertrauen. Wahrscheinlich würde das eine der schwierigsten Aufgaben werden, die er jemals zu bewältigen hatte. Nicht die AUfträge die sie erhielten, sondern vier Gabrieliten unter seinem Kommando zu einer Einheit zu schmieden.

Er nahm die Schüssel vom Boden auf und aß den kleinen Rest des Mannas darin auf. Der süßlich-mehlige, etwas pappige Brei enthielt alles was sein Körper brauchte.
Als er, mit seinem Schulterpanzer in der Hand, auf den Gang trat und in Richtung Refrektorium aufbrach, befahl er dem erstbesten menschlichen Diener, dass er die Schmutz- und Wasserspuren aus ihrer Cellae tilgen sollte. Den zuständigen Monachen ließ er außerdem wissen, wo er zu finden war, falls das letzte Scharmitglied eintreffen sollte. Nachdem die leere Schüssel abgegeben war, besorgte er sich einen trockenen Rock und trocknete sich fein säuberlich ab.
Der Versuch seine Haare zu ordnen scheiterte - wie immer. Doch das wirre Haar tat seiner erhabenen Gestalt keinen Abbruch und so machte sich der Michaelit auf den Weg zu den Übungsräumen.
Den anderen blieben noch 10 Minuten und er fühlte schon fast, dass sie sich verspäten würden.

Cassiel
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Beitrag von Cassiel » 23.09.2004 - 21:33

Plötzlich öffnete sich die Tür der Cella wieder und Cassiel schrak aus ihren Gedanken. In einem herrischen Tonfall forderte sie der Gabrielit mit dem entstellten Gesicht auf, ihm zu folgen. Nachdem sie sich von einem kurzen Moment des Schreckens über die plötzliche und barsche Ansprache erholt hatte, tapste Cassiel ihm nach bis in die Waschräume.
Sie traute ihren Ohren nicht, als der andere sie aufforderte, sich eine Wunde an seinem Hinterteil anzusehen. Sie sollte WAS? Vollkommen verblüfft starrte sie einen Moment auf die entblöste Rückansicht des Gabrieliten. „Soll ich nicht doch lieber einen Rapha...“ Der eiskalte Blick mit dem sie Kentariel daraufhin bedachte, brachte sie jedoch mitten im Satz schweigen. Nun ja, also keinen Raphaeliten.
Beherzt trat Cassiel näher und betrachtete die Wunde, sie sah nicht gut aus und irgendetwas Merkwürdiges steckte tief im Fleisch. Cassiel versuchte, es herauszuziehen. Sie war sicher nicht zimperlich, doch der andere gab keinerlei Anzeichen von Schmerz zu erkennen. Sie brauchte nicht lange, bis sie das Objekt entfernt hatte, legte es auf ihre Handfläche und begutachtete es bevor sie die Hand Richtung des anderen Engels ausstreckte.

Kentariel
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Beitrag von Kentariel » 24.09.2004 - 08:00

Kentariel achtete zuerst gar nicht auf die junge Gabrielitin.
Sein Blick war stattdessen auf etwas gerichtet, das er gar nicht mehr genau erkennen konnte.

Jussiel.
Kentariel hatte wie selbstverständlich angenommen, es mit einem Bruder zu tun zu haben. Nichts anderes war ihm in den Sinn gekommen. Er verschwendete sonst auch keine Gedanken darüber.
Aber jetzt fügte sich das Bild dennoch zusammen. Obwohl Jussiel so hart wie Stahl war, war er... sie immerhin genauso alt wie Varcanel und er, aber während Varcanel recht groß gewachsen wirkte... kein Wunder, dass Jussiel kleiner erschien.
Gerade nocht rechtzeitig merkte er, dass er starrte.

Was war denn jetzt mit ihm los, sonst war er auch nicht so albern?!
Hastig wandte er seinen Blick ab und auf die ihm vorgestreckte Handfläche der kleinen Gabrielitin.
Ein blutiges Stück irgendwas lag dort.

"Wirf es fort. Ich wills ganz sicher nicht aufheben!" meinte er. Warmes Blut lief sein Bein hinunter und kam dennoch rasch zum Versiegen, noch während er selbst unter eine der Duschen trat um sich endlich zu säubern.
Etwa 10 Minuten später waren aus ihm und Jussiel wieder ansehbare Engel geworden.

Varcanel aber schien noch nicht fertig und meinte, immer noch unter Wasserrauschen laut.
"Geht ihr zu Manuel. Ich werde meine Verletzungen bei den Raphaeliten heilen lassen und dann dem Prälaten Bericht erstatten!"
"Bist du sicher...?"
"Ich wurde am Arm verletzt und mir scheint, dass es vernünftiger wäre, dass sich jemand darum kümmert. Ist mein Schwertarm. Ich könnte damit so oder so nicht richtig trainieren. Außerdem muss jemand dem Prälaten Bericht erstatten, aber das müssen wir ja nicht gleich zu dritt machen..." meinte der Hochgewachsene Streiter Gottes.
'Und außerdem redet Jussiel so oder so nicht, da brauchen wir sie auch nicht um einen Bericht zu erstatten und DICH kann der Prälat nicht leiden' Kentariel konnte diese Worte beinahe hören, obwohl Varcanel sie nur dachte.

Kentariel nickte nur. Er hatte auch gar keine Lust jetzt dem übellaunigen Veralis unter die Augen zu kommen. Obwohl er natürlich ebenfalls keine Lust hatte Manuel zu treffen.
Aber Varcanel hatte ganz recht.

"Dann brauchen wir noch nen Übungspartner!" grinste er auf die kleine Gabrielitin hinab.
In seinem Zustand würde er gegen sie sogar ein fairer Gegner sein, denn allzuviel traute er sich für heute nicht mehr zu.

Cassiel
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Beitrag von Cassiel » 24.09.2004 - 08:53

Cassiel zog ihre Hand mit dem blutigen Etwas zurück. Wie beiläufig steckte sie es ein. Sie würde es später noch einmal genauer betrachten, vielleicht ließ sich ja irgendwie herausfinden, was es war.

Die junge Gabrielitin blieb am Rand stehen und beobachtete die Engel, wie sie sich säuberten. Als Kentariel auf sie zutrat und meinte, sie würden noch einen Übungspartner brauchen, machte Cassiel große Augen und ein breites Grinsen stahl sich auf ihr Gesicht. „Übungspartner... aber natürlich, gern. Ich wollte heute sowieso trainieren. Wollen wir gleich losgehen? Ein Übungsraum müsste eigentlich frei sein.“ Begeistert plapperte sie drauf los und stürmte bereits zur Tür.

Cutter
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Beitrag von Cutter » 24.09.2004 - 13:32

Für Jussiel war dies, wie alles ein stummes nötiges Prozedere, dass er durchlief.

Pitschnass und wie Gott ihn...sie schuf, kam er unter der Dusche hervor und nahm sich sogleich eines der nächst liegenden Handtücher um seinen Körper abzutrocken.
Gründlich und genau ging der Gabrielit dabei vor und rieb sich zuletzt die kurzen Haare trocken, die nun in alle Richtungen abstanden, ehe er das Tuch in die Klapper schmiss.
Doch auch dies schien den Gabrieliten nicht zu stören.
Wie ein eigenes Ritual, dass er verfolgte, holte er aus der Tasche ein kleines Salbendöschen und begann sich mit allergrößter Sorgfalt damit einzusalben, wie er es in der Discipluna gelernt hatte.
Dann als sein Körper vollkommen bedeckt von einem seidenen Schimmer glänzte, was verieht, dass er keine Stelle ausgelassen hatte, holte er aus der Tasche einen sauberen schwarzen Verband, den er sich sogleich um seinen Brustkorb wand, ehe er sich einen der schwarzen Ordensröcke nahm um diesen korrekt anzulegen, sowie das schwarze Tuch, dass er sich um den Kopf wickelte und nun die wiederborstigen Haare fast vollkommen verdeckte.
Als Jussiel die Schulterplatte nahm, rieb er sie noch mit einem Tuch sauber, ehe er die kleine Gürteltasche, sowie seine Dolche verstaute.
Zuletzt nahm er er vorsichtig sein Flammenschwert wieder auf und schnallte es sich um.

Jussiel war fertig und blickte nun abwartend zu Kentariel, der wohl heute etwas länger brauchte.

Als nun auch Kentariel fertig zu sein schien, lächelte er Jussiel an und sagte einfach nur.
"Ich bin zu allen Schandtaten bereit."

Währendessen hüpfte die kleine Gabrielitin förmlich hinaus und Jussiel und Kentariel gingen ihr stumm hinterher.

Auf dem weg dorthin überlegte Jussiel, wieviel Zeit sie nun gebraucht hatten und er kam zum Schluss, dass sie auf alle Fälle noch pünktlich sein würden, wenn ihnen nun nichts mehr dazwischen ksam, oder der Michealit nicht richtig zählen konnte.

Manuel
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Beitrag von Manuel » 24.09.2004 - 17:44

Während er im Trainingsraum auf 'seine' Gabrieliten wartete, suchte er Übungswaffen aus Holz zusammen und scherte sich nicht um die anderen Engel welche hier trainierten.
Zwei der Engel kamen sogar noch vor Ablauf der Frist zurück. Und sie hatten einen Gabrieliten im Schlepptau, die nicht dazu gehörte. Sie kümmerte ihn nicht und er bedachte sie keines weiteren Blickes.

"Entweder ihr wart sehr schnell beim Prälaten - was ich allerdings nicht glaube - oder Varcanel hat sich aus unerfindlichen Gründen verspätet. Kentariel, was ist die Strafe, die ein Gabrielit bei Befehlsverweigerung von seinen Ausbildern bekommt?" fragte Manuel den vernarbten Streiter, während er ihn mit seinen eisig grünen Augen musterte und den beiden Todesengeln je ein Holzübungsschwert zuwarf.

Kentariel
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Beitrag von Kentariel » 24.09.2004 - 19:15

Kentariel packte sein Schwert und hielt es mit einer langsamen Bewegung vor sich. Mit beiden ausgestreckten Armen, die er noch nicht wieder mit den Votivbändern eingewickelt hatte.

Er hatte keine Flammensalbe aufgetragen. Einfach weil er sie so oder so selten brauchte. SONST hätte er sich verspätet.
"Varcanel erstattet Bericht. Er verspätet sich nicht, er tut nur seine Pflicht."

Ganz zu schweigen davon, dass es länger dauerte hinunter zu den Raphaeliten zu fliegen und dort auf deren Hilfe zu warten.
Die schmissen auch nicht alles hin, wenn ein Gabrielit kam, der nicht tödlich verwundet war.
Das Holzübungsschwert hatte er achtlos fallen lassen, er hielt noch immer sein Flammenschwert mit den nackten, nach oben gekehrten Unterarmen vor sich.
Und wartete.

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Beitrag von Cassiel » 24.09.2004 - 19:55

Als sie den Trainingsraum betraten, wartete bereits der Michaelit, den Cassiel vorher hatte ankommen sehen. Er warf den beiden älteren Gabrieliten je ein Übungsschwert zu, ignorierte Cassiel jedoch nach wie vor. Erwartungsvoll sah sie ihn eine Weile an, als er noch immer nicht reagierte, stapfte der junge Engel selbst zur Waffenhalterung und nahm sich ebenfalls ein Übungsschwert.
„Meinetwegen können wir loslegen. Aber vorher... wie heißt ihr eigentlich?“ Mit großen unschuldigen Augen sah sie von einem zum anderen.

Manuel
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Beitrag von Manuel » 24.09.2004 - 23:13

"Nein, er verstößt gegen meinen Befehl. Ich habe euch hierher beordert.
Wenn ihr dem Kommando eines Michaeliten unterstellt werdet, dann trägt er die Verantwortung. Wenn sich jemand beschweren möchte, dann bei mir. Verstanden?
Ich hätte schon noch gefragt, welchem Umstand ihr es zu verdanken hattet, dass ihr in diesem ... Zustand bei mir eingetroffen seid.
Wenn ihr einen meiner Befehle ausführt, und jemand das nicht passt, so stehe ich dafür gerade. Wenn ihr aber meinen Befehlen jedoch keine Folge leistet, so seid ihr selbst dafür verantwortlich - nur dass ihr damit eventuell die Mission gefährden könntet. Und das kann ich nicht zulassen.
Ich muss wissen wo ihr seid, was ihr tut und warum. Jederzeit. Ich bin der Michaelit, mein Wort ist Gesetz, es zu brechen Ketzerei." Der Zernarbte wollte etwas erwidern, doch Manuel schnitt ihm das Wort ab. "Keine Wiederrede. Und nimm die Arme runter. Diese Strafe wird dich weder durch Schmerzen - welche dir scheinbar nichts auszumachen scheinen - noch durch Demütigung vor deinen Ordensgeschwistern lehren, dass die Einsatzbereitschaft der Schar über deiner Hartnäckigkeit stehen. Varcanel wird sie erfahren. Aber wir wollen sehen was du aushältst..."
Sein Blick richtete sich auf den kleinen Engel neben Kentariel, der gerade vortrat um eines der Übungsschwerter herauszuziehen.
"Mein Name lautet Manuel und wenn dein Name nicht Timikael lautet, dann gehörst du nicht zu meiner Schar. Aber du kannst dich trotzdem nützlich machen..."
Seine grünen Augen bohrten sich geradezu in den kleinen Engel.

Der Michaelit bildete mit Cassiel und Jussiel einen Kreis um Kentariel und erklärte ihnen die Regeln. "Es werden keine Mächte eingesetzt und nur Übungswaffen benutzt. Sobald einer von uns außenstehenden einen Treffer landet oder einsteckt, wechseln wir - Kentariel bleibt in der Mitte. Die Schläge werden mit aller Kraft geführt. Du beginnst, Jussiel kommt als nächstes." endete er schließlich und deutete mit dem Finger auf Cassiel.
Zuletzt geändert von Manuel am 03.10.2004 - 15:57, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von Kentariel » 25.09.2004 - 08:00

Kentariel hatte sein Schwert ebenso langsam, wie er es gezogen hatte wieder weggesteckt und dann das Übungsschwert, das zu Boden gefallen war aufgehoben.

Er stand in der Mitte des kleinen Kreises, immer noch humpelnd, aber dagegen konnte er nichts tun.
Jussiel beherrschte eine Macht, die er selbst gerne in sich entdeckt hätte, eine die es möglich machte ohne Raphaeliten auszukommen.

Manuel lag falsch, wenn er dachte, dass der Weg hinunter zu den Raphaeliten in weniger als einer halben Stunde bewerkstelligt werden konnte.
Und noch falscher, wenn er dachte, dass die Raphaeliten dort sich sofort um Varcanel kümmerten. Varcanel hätte so oder so länger als eine halbe Stunde gebraucht.
Und wenn der Michaelit das nicht kapierte, war er schlicht und ergreifend DUMM.

Allerdings war er klug genug, zuerst Cassiel, und dann Jussiel angreifen zu lassen. Kentariel war sich sicher, dass er mit Cassiel fertig wurde, aber Jussiel würde er nicht packen. Nicht mehr heute.
Und von Jussiel hatte er garantiert keine Schonung zu erwarten.
Von Cassiel wahrscheinlich auch nicht. Die Kleine war zwar Jung aber immer noch Gabrielit.

Wenn er an Manuel heran wollte, würde er dafür sorgen müssen, dass ihm niemand im Weg stand.
Abschätzend sah er die junge Gabrielitin an. Er musste warten bis sie angriff, da er sein verletztes Bein nicht zu sehr belasten wollte. Wahrscheinlich würde sie seine Schwachstelle ausnutzen, er konnte schlecht ausweichen und seine linke Seite hatte einiges abbekommen, als sie die Ketzer angegriffen hatten. Das wusste sie also.
Sie würde ziemlich sicher versuchen seine geschwächte Deckung auszunutzen... aber dagegen konnte er nichts tun.

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Beitrag von Cassiel » 25.09.2004 - 12:25

Cassiel konzentrierte sich. Sie würde den älteren Engeln beweisen, dass sie eine sehr gute Kämpferin und nicht zu unterschätzen war. Sie würde auch keine Rücksicht nehmen. Sie wusste, dass Kentariel durch seine Verletzungen noch immer beeinträchtigt war und das würde sie sich zu Nutze machen. Cassiel ging in Angriffsposition. Ihr Gesicht wurde ernst und ihr Blick kalt. Alles um sie herum verschwamm, jetzt gab es nur noch sie, Kentariel und ihre Aufgabe. Blitzschnell sprang sie vor und führte einen gezielten Schlag auf Kentariels linke Seite.

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Beitrag von Kentariel » 25.09.2004 - 17:59

Er hatte das erwartet, die Seite die er decken musste, aber nicht richtig konnte, weil er verletzt war. Er musste mit einem hastigen und vor allem hart geführten Parier-Schlag zurückweichen und knickte fast mit dem Fuß weg, während die schiere Wucht Cassiel fast das Schwert aus den Hand prallte. Etwas anderes war ihm nicht eingefallen. Aber es war dumm nur mit purer Kraft zu kämpfen.
Cassiel hatte zuerst angreifen sollen, aber der nächste Angriff würde von Jussiels Richtung kommen und dem fühlte er sich nicht gewachsen.
Kentariel fasste das Übungsschwert fester und fasste Jussiel ins Auge.

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