Der Himmel der Gabrieliten [Nürnberg] - Intime

Die Ordensburg der Gabrieliten in Nürnberg
Ta-mil
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Beitrag von Ta-mil » 26.09.2005 - 21:21

Zinael schaute nun doch auf und direkt zu den beiden hinüber. "Schwester, vielleicht solltest du ihm einmal zeigen, was in dem Tuch ist. Eine Cella, wäre einangemessener Platz.", brummte der etwa 1,70 Meter große Gabrielit und wandte sich dann wieder dem Essen zu. Er wunderte sich noch immer über die Größe seiner Portion und ass sie mit bedacht - scheinbar hatte die heilende Hand doch recht gehabt, ein Lächeln konnte einem Vieles bringen. Mit einer fließenden Bewegung wanderte die widerspenstige Locke wieder unter das Stirnband, obwohl er genau wußte, dass sie nicht lange brauchen würde sich zu befreien, egal was er auch immer tat.

Gabriel
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Beitrag von Gabriel » 26.09.2005 - 21:26

Finnayel drehte sich zu dem Gabrieliten, der gerade Platz genommen hatte und schaute ihn erst ernst an, doch dann erlosch der Gesichtausdruck und eine nichtssagende Neutralität kehrte in dem Gesicht Finnayel ein, bis sie schließlich nickte.
"Ja, wenn er es nicht weiß, ist es besser." sagte Finnayel so neutral, wie ihr Gesicht war. "Übrigens Finnayel." fügte sie noch an und fing dann wieder an ihre Meerschweinchenspieße zu essen.

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Beitrag von Ashvariel » 26.09.2005 - 22:45

"Und woher soll ich wissen ob es eine samaelitische ist oder nicht?" Trotz und auch Wut über die Verlegenheit in die sie ihn gebracht hatte zeichneten sich auf Ashvariels Gesicht ab und schwangen auch in seinen Worten mit.
"Außerdem bist doch auch du ein Engel Gabriels, also warum nimmst du die Waffe eines Bruderordens an und führst nicht nur das Flammenschwert zur Ehre deines Ordens." Langsam begann er sich wieder unter Kontrolle zu bekommen, "Und warum kein Respekt? Es gibt wahrscheinlich keine Engel die von mir mehr Respekt und Anerkennung erhalten als die Samaeliten. Und auch wenn sie in gewisser Weise schon fast ein Vorbild sind, muss ich sagen das ich keinen Moment zögern würde es ihnen gleich zutun. Unser Herr hat unsere Wege schon vorgezeichnet, wir brauchen sie nur zu gehen und dürfen an seinen Prüfungen nicht scheitern."
Damit beendete er seinen Worteschwall und begann stumm das restliche Essen in sich hineinzustopfen.

Gabriel
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Beitrag von Gabriel » 26.09.2005 - 22:54

Finnayel sah zu Ashvariel auf, der sich sichtlich in Rage geredet hatte.
"Ich führe meine Schwert mit ebensoviel Ehre, wie die Sichel unseres Bruderordens. " meinte sie schlichtweg und spießte wieder etwas Fleisch auf. "Wenn du dich so benimmst, als würdest du die Geschichte nicht kennen, mach es nicht mir zum Vorwurf, wenn man dich ebenso behandelt und du musst dich vor mir nicht rechtfertigen. Rechtfertigungen zeigen nur, dass du es mir entweder recht machen willst oder dich um jeden Preis verteidigen willst." sagte Finnayel sachlich und führte den Spieß zum Mund und fing genüßlich an zu kauen.
Kurz darauf schluckte sie das Fleischstück herunter. "Wenn du willst, zeig ich sie dir, aber nicht hier." fügte sie dann noch an.

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Beitrag von Ashvariel » 26.09.2005 - 23:09

Zeigen, das hört sich gut an, etwas zufriedener und nicht mehr ganz so verbissen kaute er auf einem der Spieße herum, "du würdest sie mir tatsächlich zeigen", kam es ihm dann doch noch über die Lippen und die Neugier war unüberhörbar.
"Ich kann euch ja nachher zu eurer Unterkunft führen, dann würde ich gerne mal einen Blick auf sie werfen."

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Beitrag von Ta-mil » 27.09.2005 - 05:06

Zinael lauschte dem Wortgefecht der beiden Geschwister, nachdem er den Namen der Bewahrerin vernommen hatte, und schüttelte gedanklich den Kopf, samaelitsche Sicheln waren etwas seltenes und die Ehre sie berühren zu dürfen oder sie im Kampf einzusetzen, gebührte ihm bisher noch nicht. Wie sollte er auch? Hatte er doch immer noch die Waffe seines Bruders, welchem er versprochen hatte sie nach seinem letzten Kampf ihm wiederzugeben. Deutlich zeichneten sich die Linien des Skriptura auf seiner doch leicht wettergegerbten Haut ab und man konnte deutlich sehen, dass es für Zinael bald an der Zeit sein würde zurück zu kehren zum Herrn.

Während er seinen Tee trank überlegte er, ob er die beiden Engel begleiten sollte, er war nicht der große Redner genausowenig wie er oft mit anderen etwas ohne Auftrag tat. Er war für Schlachten und Jagten ausgebildet worden, nicht für repräsentative Zwecke, was ihn meistens sehr kalt wirken ließ. Schließlich rang er sich dazu durch, "Finnayel, ich will...", Zinael stockte und für einen kurzen Moment stahl sich wieder das Lächeln auf sein Gesicht, welches eher antrainiert als natürlich aussah, ".... möchte euch begleiten." Dabei sah er seine Geschwister an und wartete auf eine Antwort von ihnen beiden.

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Beitrag von Gabriel » 27.09.2005 - 15:29

"Ja würd ich." sagte Finnayel kurz bevor sie sich ihren bechher nahm und das Fleisch mit Apfelsaft herunter spülte.
Erst die Stimme des anderen Gabrieliten, ließ sie wieder von ihrem Essen aufsehen und irgendwie beschlich Finnayel das Gefühl, dass sie hier wohl die einzigste in der Runde war, die gerne lachte und Scherze riss.
Eine echt traurige Versammlung also.
Hastig schluckte sie den Reis herunter und fixzierte Zinael, bis sie schließlich nicht und nur. "gerne." meinte und sich dann wieder ihrem Reis widmete, da die Meerschweinchenspieße nun aus waren.

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Beitrag von Ta-mil » 28.09.2005 - 10:57

Zinael musterte die Bänder der anderen Engel und fragte schließlich etwas schüchtern: "Wie ist es, wenn man in einer normalen Schar fliegt? Ich selber war noch nie in einer." Es interessierte ihn wirklich, aber er rechnete auch nicht mehr damit jemals dieses Gefühl kennenzulernen. An der Front, in den großen Schlachten und bei der Jagd war es nie eine normale Schar gewesen, der er zugeordnet war, selten waren es auch einmal fünf Engel.

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Beitrag von Ashvariel » 28.09.2005 - 23:28

Jetzt warf Ashvariel einen Blick über seine Schulter und musterte Zinael kurz, für einen Moment war ein kleiner Funken von Ehrfurcht in seinen Augen zusehen, bevor sich sein Gesicht wieder ihn jene freudlose Maske verwandelte.
"Ihr seid noch nie in einer Schar geflogen?", kam eine ehrlich neugierige Frage über seine Lippen, "vielleicht tröstet es euch wenn ich euch sage, dass ich das auch noch nicht getan habe. Und solange es nicht von mir verlangt wird werde ich andere Wege suchen gegen die Traumsaat zu kämpfen." Die letzten Worte sagte er mehr zu sich selbst als zu den Anderen, dann verstummte er wieder und begann das letzte Meerschweinchen zu verspeißen.

Als er damit fertig war, stand er rasch auf, nahm sein Schwert an sich und wartete bis auch Finnyael mit ihrem Essen fertig war, "gehen wir", brachte er dann kurz heraus.

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Beitrag von Gabriel » 29.09.2005 - 10:39

Finnyael hatte keine Lust sich weiter an dem Gespräch zu beteiligen. Wie sollte es auch schon in einer normalen Schar sein? Es war so normal, wie die anderen Orden auch...man arbeitete halt im Namen des Herrn zusammen. Finnyael hatte nie darüber nachgedacht nur in Todesscharen zu dienen. Sie liebte die Abwechslung und die anderen Orden. Besonders Urielitin hatten Sinn für Humor, wie sie befand.

Als Finnayel fertig war, steckte sie die Sichel wieder in eine Halterung an ihrem Rücken und nahm das Tablett auf und nickte Ashvariel schlicht zu, ehe sie das Tablett zu einer Ablage brachte und dann wartete.

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Beitrag von Ta-mil » 29.09.2005 - 10:51

Zinael seufzte innerlich, eigentlich hatte er gedacht, er würde damit ein Gespräch beginnen, aber scheinbar waren seine Geschwister nicht bereit über dieses Thema zu reden.

Er war der letzte, der sich von dem Tisch erhob und sein Tablett wegbrachte, dann schloß er sich den anderen an, welche sich auf den Weg in den Cellabereich machte. Ruhig lag seine Hand auf den beiden Seelen, welche er trug - er war so lange an sein Versprechen gebunden, bis er Karantariel wieder gegenüberstand. Er würde ihm seine Seele zurückbringen, sie mit hinaufnehmen, wenn er die letzte Weihe erhielt oder fiel. Wiederum stahl sich ein Lächeln auf das Gesicht des Todesengels und verweilte dort ein paar Dutzend Herzschläge - schon oft hatte er sich vorgestellt wie die letzte Weihe oder sein letzter Kampf aussehen würde.

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Beitrag von Gabriel » 29.09.2005 - 18:44

Schnellen Schrittes ging Finnayel durch die dunklen Gänge und ließ sich nicht beirren, bis sie in die Nähe der Außenwand gelangten und sie eine Tür zu ihrer linken öffnete. Hinter der Tür, war keine kleine Einzelcellae zu bestaunen, sondern eine große geräumige Cella für mindestens drei Engel.
In der Mitte stand ein einzelner Meditationshocker, was darauf schließen ließ, dass Finnayel hier alleine wohnte, während Außenrum an der Wand ein Waffenständer stand, ebenso wie ein großes Waschbecken an dem einf Tuch hang. An vorderer Front war ein größeres Fenster mit einem von mehreren roten Kissen flankierter Fenstersims.

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Beitrag von Ashvariel » 03.10.2005 - 21:16

"Ein schönes Zimmer hast du bekommen", merkte Ashvariel an, als er es betreten hatte, doch seine Freude schien eher der Höflichkeit zu entspringen die er stets zu wahren versuchte.
Er blickte sich dann erst einmal um und lief dabei einmal im Kreis durch das Zimmer, bevor er einen Blick aus dem Fenster warf. Darauf blickte er über die Schulter und seine von Neugier erfüllten Augen wanderten zu Finnyael und dann zu der noch verhüllten Sichel.

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