Der Himmel der Gabrieliten [Nürnberg] - Intime

Die Ordensburg der Gabrieliten in Nürnberg
Cutter
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Beitrag von Cutter » 26.09.2004 - 14:54

Langsam schwang das Armband an Jussiels linkem Handgelenk im Tackt mit seinem Körper.
Der Griff um das Holzschwert wurde fest wie Stahl.
Ein Moment der Stille durchfuhr dern Gabrieliten, in dem er eins mit seiner Waffe wurde.

Jussiel wartete ab und fixzierte Kentariel mit eiskalten Kalkül.
Federnd setzte Jussiel, seinen ersten Schritt zum Angriff.

Eisen! Feuer!
Alles schien in sich, in einer Kraft zu verschmelzen.
Kraft! Schnelligkeit!
Gepaart in einem rituellen Menuett aus Feuer und Eisen.
Kontrolle und pure Leidenschaft....

Muskeln und Sehnen spannten sich an.
Adrenalin schoß wie pures Feuer durch seinen Körper.
Leise schwang das Eisen an seiner Hand im Tackt, zu einem unsichtbaren Musik, die nur der Gabrielit allein kannte und die sein ganzes Leben bestimmte.

Die Schritte wurden schneller.
Das Feuer durchflutete jede seiner Fasern.

Das Schwert herhob sich.
Mit der linken Hand geführt, schwang es der Todesengel zu seinem Tackt ohne den Genger zu veraten, wo er angreifen würde.

Eine schnelle Bewegung, wie ein Blitz, flammte durch den Körper.
Rechts!
Körper, Kräfte, Gewalten rassten aufeinander zu.
Keiner wollte nachgeben.
Dann eine schnelle Drehung geführt im Tanz des Todes.
Ein Schlag geführt mit der linken Hand, auf seine Schwachstelle.

Ein lauter Aufprall töhnte tosend wie ein Sturm durch den Raum und verhallte im Nichts.
Stille!

Die Körper standen wie Mamorstatuen da.
Ein Schwert viel krachend zu Boden.
Wieder Stille!

Aus Eisen und Flamme geboren dienst du dem Eisernen und setzt die Welt und deine Seele in Flammen und zu Eisen und Flamme sollst du wieder werden. Denn beides ist eins in der Ewigkeit!

Kentariel
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Beitrag von Kentariel » 26.09.2004 - 19:32

Cassiels Angriff hatte er mit einem Schlag abwehren können, einfach durch pure Gewalt.
Jussiel parierte und schlug einfach nocheinmal zu. Er wusste nicht einmal genau wie er parierte, nur dass er es tat.
Er hatte auch keine Ahnung wie er die folgenden Schläge, die in schneller Folge auf ihn 'herbprasselten' aufhielt. Und er dachte auch nicht darüber nach.
Dann aber, als er einen Schritt zurückweichen musste gab seine verletzte Hüfte nach und er knickte ein wenig ein. Nur kurz, aber es hatte genügt.
er brachte seine Holzschwert nicht mehr rechtzeitig hoch und dann spürte er, wie das Schwert Jussiels auf seine Schulter krachte.

Und dann merkte er nur noch, wie er als nächstes am Boden lag.
Ein wenig verwirrt fragte er sich, wie er dorthin gekommen war.
War der Schlag so stark gewesen, oder war er einfach nur bereits zu schwach?

Aufstehen! Verdammt, er musste aufstehen!
Er fragte sich, warum er einfach nicht mehr hochkam. Verwirrt blinzelte er auf die Füße, die er vor sich am Boden sah. Was war denn nur los?
Dumpf spürte er das Pochen in der Schulter und auch wieder in der Hüfte.
Die anderen Schnitte und Blessuren hatten ihn bisher gar nicht so gestört, aber nun fühlte er sie alle auf einmal.
Verdammt, er hätte doch zu den Raphaeliten...

Manuel
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Beitrag von Manuel » 27.09.2004 - 00:11

Seine wachen, alles sehenden grünen Augen hatten jede Bewegung verfolgt.
Viel zuviel Kraftaufwand, das wäre gar nicht nötig gewesen. Der Narbenhaufen war viel zu angeschlagen. Aber Jussiel war schnell. Der Angriff des kleinen Engels war zwar unzureichend, aber für seinen Ausbildungsgrad wohl akzeptabel. Was zählte war, dass er getroffen hatte.

Ein verächtliches schnauben entrann dem Michaeliten, als er den vor sich ausgestreckten Gabrieliten betrachtete.
"Zwei Schläge. Ein Raphaelit hätte sich tapferer geschlagen als er, aber sein Stolz ließ nicht zu, dass er seine Wunden versorgte. Die Schar ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied. In Anbetracht dieser Tatsache wäre uns jede neu zusammengestellte Signums-Schar haushoch überlegen. Bei einem Ernstfall wäre jetzt die Mission in Gefahr und Kentariel tot.
Ab sofort wird jede ernsthaftere Verletzung auskuriert sobald möglich. Das ist ein Befehl.
Ihr zwei, schafft ihn in die Hallen des himmlischen Beistandes. Sobald er wieder genesen ist, soll er in die Cellae zurückkehren. Ich warte hier auf Varcanel."
Als sei damit alles gesagt und erklärt, verschränkt Manuel seine votivbandumwickelten Arme vor der Brust.

Kentariel
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Beitrag von Kentariel » 27.09.2004 - 08:03

Kentariel hatte es geschafft sich irgendwie auf die Knie hochzustemmen.
Seine Schulter tat höllisch weh, aber er versuchte es sich nicht anmerken zu lassen, als er taumelnd auf die Beine kam.
Die Wunde an seiner Hüfte hatte wieder zu bluten begonnen.

"Ich habe gelernt ohne einen Raphaeliten auszukommen. Ich hab gelernt mir meine Kräfte einzuteilen. Ich habe gelernt immer so lange durchzuhalten, wie es nötig ist.
Ich bin alleine zurückgeflogen, nachdem wir tagelang hinter den Ketzern her waren und gekämpft haben.
Ich hätte keinen Raphaeliten benötigt, wenn nicht ein größenwahnsinniger Michaelit darauf bestanden hätte, nach der ganzen Tortur uns anstatt etwas Ruhe zu gönnen noch weiter zu quälen.
Du als perfekter Michaelit solltest eigentlich die Grenzen Deiner Schar kennen und sie nicht zu Tode ausreizen! Jussiels Stärke liegt in i.. seiner beinahe Unverwundbarkeit. Meine liegt darin auf einen Schlag viele zu töten. Jussiel hat seine beinahe letzten Kräfte darauf verbraucht sich zu heilen. Ich habe sie genutzt um zu töten. Und wenn du willst, dass ich das auf deinen Befehl hin wieder tun soll, dann lass mir verflucht nochmal die Zeit, die ich brauche, Michaelit. Auf unserer nächsten Mission wird es KEINE Hallen des himmlischen Beistandes geben!" in Kentariels Augen loderte der Zorn, ehe er sich abwandte und loshumpelte.
Jetzt war er wirklich so weit, dass er einen Raphaeliten brauchte.

Verfluchter Michaelit!

Manuel
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Beitrag von Manuel » 27.09.2004 - 09:39

"Deine bisherigen Grenzen gelten nichts, du fliegst jetzt in meiner Todesschar. Egal was früher genug war, jetzt ist es gerade noch ausreichend. Ich soll euch nicht bis zum Tode ausreizen? Wir werden noch weit darüber hinaus gehen.
Man hat mir gesagt, ich bekomme das härteste Material um meine Aufgabe zu bewältigen, aber anscheinend sind die Anforderungen der Michaeliten in punkto Härte höher als die der Gabrieliten.
Und dafür, dass du so kampferprobt aussiehst bist du verdammt verweichlicht." entgegnete Manuel etwas leiser.

Jussiel besaß die Fähigkeit, sich selbst zu heilen? Interessant. Er hatte schon einmal einen solchen Gabrieliten unter sich gehabt. Diese Macht war ungewöhnlich und forderte eine vollendete Körperbeherrschung. Das konnte von sehr großem Vorteil sein, wenn sie ohne Raphaelit unterwegs waren und vergrößerte seinen Einsatzradius in Manuels Augen.
In Wirklichkeit bewunderte er Kentariel. Er hatte eine Menge eingesteckt und hatte ohne zu zögern gekämpft. Dieser Bursche würde bis zum letzten kämpfen und sich nicht von Verletzungen aufhalten lassen, die andere längst zur Handlungsunfähigkeit verdammt hätten. Das war ein großer Bonus.
Das einzige Manko war, dass es zu aufmüpfig war. Er verstand noch nicht, worum es ging. Und aus seiner Perspektive sah er sich natürlich im Recht.

Früher hätte Manuel noch kein Mitleid verspürt. Jetzt musste er es verdrängen. Kontrolle. Er musste außer seiner Schar auch ständig sich selbst kontrollieren. Es stimmte, je älter man wurde, desto mehr wünschte man sich die Läuterung. Der Michaelit wollte diese Welt lieber verlassen, bevor er seine Perfektion verlor und anfing Fehler zu machen. Ein gutes Schwert legte man schließlich auch weg, bevor es brechen konnte.

Ein knappes Nicken gab Jussiel und Cassiel zu verstehen, dass sie Kentariel begleiten sollten. Sie konnten hier nichts mehr tun, Jussiel war ein ausgezeichneter Kämpfer, genau so wie Manuel selbst. Für das trainieren dieser kleinen Gabrielitin war er nicht zuständig. Sollten sich die beiden älteren Gabrieliten lieber zusammenraufen. Wenn sich die Mitglieder seiner Schar nicht aufeinander verlassen konnten, dann würde es nie eine gute Einheit werden. Kameradschaft - sich selbst nahm er aus, er würde niemals so etwas wie Freundschaft erfahren können, höchstens Respekt. Ob man damit etwas verlor? Und wenn schon, was zählte war die Mission. Sonst nichts.

Cassiel
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Beitrag von Cassiel » 27.09.2004 - 09:59

Zuerst sah Cassiel etwas unschlüssig zwischen Manuel, Jussiel und Kentariel, der bereits nach draußen humpelte, hin und her. Sie war etwas enttäuscht, dass das Kampftraining schon vorbei sein sollte. Aber für Kentariel war es wohl wirklich besser, sich in die Hände eines Raphaeliten zu begeben. Cassiel hatte nicht erwartet, dass Jussiel doch scheinbar so ein leichtes Spiel mit ihm hätte. Er wirkte so verdammt zäh und dafür bewunderte ihn die kleine Gabrielitin. Doch musste er wohl mehr abbekommen haben, als er zuzugeben bereit war.
Als Manuel Jussiel und ihr zunickte, wandte sie sich um und folgte Kentariel.

Kentariel
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Beitrag von Kentariel » 27.09.2004 - 10:09

Kentariel kochte vor Wut.

"Du kapierst wohl nicht, wie das läuft!" mit den Worten fuhr er herum. Dem Michaeliten, diesem Schwätzer, das letze Wort überlassen? Niemals!
"Jussiel mag das "härteste Material" sein. Ja, da bist du bei ih..m richtig. Ich hingegen bin aus Fleisch und Blut. Wir sind nicht alle gleich. Und an dem Tag, an dem du MEINE Grenzen tatsächlich bis zum Tode ausreizen solltest, wirst du ein Flammeninferno erleben, das Dich mitreißt. Also überleg dir bloß genau was du von mir verlangst." Kentariel schmiss mit solcher Wut, das Portal zu den Übungshallen zu, dass es Cassiel beinahe von den Beinen gerissen hätte, wenn sie nicht schnell genug ausgewichen wäre.

Was für ein wahnsinns Angeber.
SEINE Todesschar. Der träumte ja!
"Bleibt hier... ich kenn den Weg!" schnaubte er dann, als Cassiel und Jussiel ihm folgen wollten.

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Beitrag von Cassiel » 27.09.2004 - 13:05

Mit einem Sprung zur Seite rettete sich Cassiel gerade noch so vor der zufliegenden Tür. Hoppla, der ist vielleicht geladen. Noch ein wenig unschlüssig blieb sie stehen und sah Kentariel nach, der wütend davon stapfte. In Anbetracht seiner Angeschlagenheit legte er ein ziemliches Tempo vor. Cassiel zuckte die Schultern und schloss wieder zu Kentariel auf. „Manuel hat es sicher nicht so gemeint!“ versuchte sie den älteren Engel etwas versöhnlicher zu stimmen.

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Beitrag von Cutter » 27.09.2004 - 14:25

Jussiel hörte den Worten die in den Raum gesprochen wurden, stumm zu.
Kentariel schien damit Probleme zu haben, dass er nun etwas wußte, wovon keiner ausging.
Er wollte gerade den Wunsch des Michealiten folge leisten, da preschte Kentariel auch schon durch die Tür und ließ verkünden, dass ihn keiner Begleiten sollte.
Stille kehrte ein, nachdem sich die Tür hinter Kentariel und Cassiel geschlossen hatte.
Jussiel würde den Wunsch seines Bruders respektieren und so verharrte er im Übungsraum um auf auf weitere Anweisungen zu warten.

Manuel
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Beitrag von Manuel » 27.09.2004 - 16:13

"Drücke ich mich unpräzise aus oder hast du beschlossen, seinen wütenden Worten mehr Gewicht zukommen zu lassen als meinen Befehlen? Du sollst ihm folgen. Was er wünscht, was er will ist im Moment nicht von Belang. Wir haben eben gesehen was dabei herauskommt, nicht wahr? Folge ihm!"

Was war los? Sah er so müde aus? War er zu weich, zu nachsichtig, oder die Gabrieliten zu starrsinnig?

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Beitrag von Cutter » 27.09.2004 - 17:06

"Doch, das hat er so gemeint. Er hats mit Absicht getan um mir zu zeigen, dass wir NUR Gabrieliten sind und er der Chef." hatte Kentariel grade noch Cassiel angegatzt. "Und ich Idiot hab mich ärgern lassen." fügte er immer noch wütend an und hinkte weiter.

Ohne Manuel auch nur eines Blickes zu würdigen. Stellte Jussiel das Holzschwert wieder in die Halterung und verließ darauf strammen Schrittes den Übungsraum.
Nach kurzer Zeit holte er die beiden Todesengel ein und sah Kentraiel von der Seite an und rollte mit den Augen, bevor in die Richtung wieß, aus der er gekommen war.

Als Jussiel Kentariel eingeholt hatte sah er sie für einen Augenblick sauer an "Hat er dich hinterhergeschickt, damit du mir das Händchen hälst, wenn die Raphaeliten an mir rumfingern?" murrte er.

Jussiel nickte stumm auf Kentariels Frage und rollte abermals mit den Augen, ehe er besorgt auf seinen zweiten Teil der Seele blickte.

"Ich.. brauch ziemlich sicher nen Raphaeliten. Danach lass uns zur Cella gehen, ich werd ihm sagen, dass wir noch etwas Zeit brauchen." begann er.

Jussiel nickte stumm auf Kentariels Frage und rollte abermals mit den Augen, er besorgt auf seinen zweiten Teil der Seele blickte.

"Das kann er uns nicht abschlagen, wir werden heute nacht zur Weihe gehen!.. sobald ich wieder sitzen kann!"fügte er hinzu.
Wenigstens Jussiel war auf seiner Seite!

Jussiel nickte Kentariel zustimmend zu. Hatte er es doch bemerkt, dass das Feuer von Jussiels Schwert leicht versiegt war.

"Meins brennt noch, aber... ich bin lieber bei dir als eine nacht zuviel bei DEM!" fügte er hinzu
Als nächstes stolperte er und landete auf den Knieen.

Jussiels Augen weiteten sich für einen kurzen Moment. So kannte er Kentariel ja überhaupt nicht.
Kaum war der Gedanke geformt, fiel Kentariel auch schon auf die Knie und Jussiel versuchte scheinbar reflexartig, den Gabrieliten noch am Arm zu erwischen um ihn vor dem Fall zu schützen, doch in dem Moment als Jussiel Kentariels Hand ergriff war es schon zu spät.

"Wir sollten fliegen, zum gehen bin ich offenbar zu dumm!" grantelte er gleich weiter und streifte ihre Hand ab.

Timikael
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Beitrag von Timikael » 27.09.2004 - 18:57

Timikael stand schon seit geraumer Zeit auf dem Gang, den drei aufgebrachte, verwundete und von ihrem Michaeliten nicht sonderlich angetane Gabrieliten gerade in die andere Richtung entlangliefen, bzw. fielen.

"Ist das nicht irgendwie frustrierend? Eine Todesschar zu haben bei der einer schon beim Training den Geist aufgibt, einer lieber auf Gabrieliten als auf Michaeliten hört und einer schon zum ersten Treffen zu spät kommt?" meinte sie beiläufig als sie endlich die Möglichkeit bekam den Trainingsraum zu betreten ohne dabei Gefahr zu laufen in ein paar gezückte Flammenschwerter - oder was auch immer dieses Geschrei zu bedeuten gehabt hatte - zu laufen.

"Wenn ich Michaelit wäre würde ich mich nicht so zur Sau machen lassen von einem Kerl der gerademal so noch geradeaus kriechen kann."

Schmunzelnd musterte sie die betonartige Visage ihres neuen Michaeliten, die tatsächlich so wirkte als könne man sie allgemein sehr gut hassen.

"Ich bin Mikael - Timikael." setzte sie nach einer knappen Pause hinzu, die gerade lang genug war um Manuel ansetzen, jedoch nicht zu Wort kommen zu lassen. "Und du bist Manuel, ich weiß."

Manuel
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Beitrag von Manuel » 27.09.2004 - 20:10

Na Großartig. Di Spetia hatte ihm entweder einen wirklich schweren Auftrag zugeschustert, oder ihn aufs Abstellgleis gesteckt.
Langsam, ganz langsam wandte sich Manuel Timikael zu.

"...Dann wäre das schon geklärt. Von diesem Moment an bist du in meine Schar integriert und mir unterstellt. Ich bin der Michaelit, mein Wort ist Gesetz. Wenn es auch dir möglich ist in seinem Zustand noch zu gehen und gleichzeitig 'jemanden zur Sau machen' kannst, dann wär ich wahrscheinlich beeindruckt."
Er musterte sie auf eine Art und Weise, bei der er scheinbar nicht die Augen bewegen musste, denn sein Blick blieb starr auf den ihren gerichtet.
"Jetzt besorg dir ein paar Bänder bei der Gewandungsausgabe, bind dir deine Brüste ab und kehre spätestens wenn die Sonne untergeht in unsere Scharcellae auf der ersten Ebene zurrück." Dass dieser Engel wegen seiner Erscheinung noch nicht gläutert war, war Manuel schleierhaft. Aber vielleicht war auch an ihr etwas besonderes, so wie er es schon an Kentariel und Jussiel festgestellt hatte.

Nun gut. Jetzt kannte er sie alle. Endlich konnte er damit beginnen, sie in die Seele der Schar mit einzubinden. Natürlich beherrschte er diese macht perfekt.
Viele Michaeliten sprachen Gebete während die Mitglieder ihrer Scharen um sie herumstanden und am Gebet teilhatten. Manuel nicht. Sobald er wusste, welche Engel dazugehörten fing er damit an, seine geistigen Fühler nach ihnen auszusenden, damit sein Gehirn sich auf sie einstellen konnte.
Genau so wie er es jetzt tat.

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