Der Himmel der Gabrieliten [Nürnberg] - Intime

Die Ordensburg der Gabrieliten in Nürnberg
Beruliel
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Beitrag von Beruliel » 29.03.2006 - 20:45

Beruliel betrachtete Finn nachdenklich und sah dann auch einmal zu den Wolken empor. Er lächelte wieder.
"Ich verstehe was du meinst. Wie es wohl wäre auf der anderen Seite, bei den Menschen?
Naja, aber bestimmt fragen sie sich auch wie das Leben für uns ist..."

Beruliel schwieg und sah Nezurael beim Kreisen zu, dann berührte er Finn kurz am Arm und nickte.
"Fliegen hilft beim Denken," grinste er und sprang elegant von der Plattform. Er wusste nicht wie er Finn sagen konnte, wie gut er sie verstand...also versuchte er es mit einem Lächeln.

Beruliel war kein rethorisches Ass, er wusste ebenfalls das er häufig als ruppig galt, aber im Grunde seines Herzens war er ein guter Kerl. Jemand der manchmal ebenso nachdachte und grübelte...

Gabriel
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Beitrag von Gabriel » 29.03.2006 - 20:57

Finnyael dankte und nickte Beruliel zu, der gerade einen Balsam über ihr Herz ausgeschüttet hatte und sich seine heilende Wirkung gerade über ihre Seele verbreitete. Finnyael lchelte zurück und dann erhob auch sie sich in die Luft um ihren brüdern zu folgen und sie hoffte nicht wieder irgend welchen schweren Gedanken nachzuhängen für die es eh keine Lösung gab und welche sich doch immer wieder in ihren Kopf stahlen.

Nezurael
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Beitrag von Nezurael » 29.03.2006 - 21:06

Nezurael verspürte ein sehr warmes Gefühl tief in sich. Nicht nur, dass er mit Gleichgesinnten unterwegs war, nein, mit ihrer Hilfe würde auch das Rätsel um seine Träume gelüftet werden und wer weiß, möglicherweise half es ihm ja auch bei der Erfüllung seines Traumes stark zu werden, um den Samaeliten zu finden, der sein Seelenbruder war, der den anderen Teil seiner Seele in sich trug.
"Da seid ihr ja endlich, ich dachte schon ihr wollt bleiben", scherzte Nezurael und nahm seinen Platz in der kleinen Gruppe ein.

Beruliel
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Beitrag von Beruliel » 30.03.2006 - 18:53

Das Fliegen war an diesem Tag keine große Schwierigkeit. Es ging nur ein leichter Wind, der angenehm unter die Flügel griff und auch der Regen hielt sich in Grenzen, nur ab und zu nieselte es.

Während des Starts hatte Beruliel dem jungen Nezurael nur kurz lächelnd zugenickt, er fand dieses „Gegen-den-Flugwind“-Anrufen immer etwas hinderlich.
Der große Gabrielit steuerte erst einmal souverän Richtung Nord-Westen und übernahm die Führung. Sobald sie in die Nähe der Gegend kommen würden wo Nezurael seine Vision entdeckt zu haben glaubte, würde er dem jüngeren Engel überlassen zu führen.

Im Moment genoß er jedoch einfach gemütlich zu fliegen, etwas das er schon lange nicht mehr getan hatte. Immerhin stand man normalerweise immer unter einem gewissen Zeitdruck. Ein Auftrag musste erledigt werden, irgendjemand eskortiert oder eine wichtige Nachricht übermittelt werden.
Einmal in eigener Sache unterwegs sein war etwas seltenes und Beruliel gefiel es.

Am frühen Nachmittag liess er sich langsam zurückfallen und bedeutete Nezurael zu zeigen wo es langgehen würde.

Nezurael
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Beitrag von Nezurael » 30.03.2006 - 19:11

Nezurael war begeistert! Es war ein wundervolles Gefühl für ihn, mit den beiden Älteren unterwegs zu sein. Mit einem glücklichen Lächeln folgte Nezurael Beruliel, der die Führung übernommen hatte.
Voller Stolz übernahm Nezurael am Nachmittag die Spitze und flog voran. Es würde zwar noch einige Zeit dauern, doch auch jetzt nahm er seine Aufgabe sehr ernst.

Beruliel
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Beitrag von Beruliel » 30.03.2006 - 19:22

Nezurael hatte die Führung übernommen und Beruliel folgte. Allerdings begann er während des Fliegens immer wieder etwas zu sinken, zu steigen und leichte Schlenker zu fliegen.
Beruliel spielte einfach mit dem Wind und als es langsam später wurde sah er, das sein kleiner Schüler scheinbar sinken, vielleicht auhc schon landen wollte.

Der große Gabrielit nutzte Aufwind und Gegenwind geschickt aus um kurz in der Luft an einer Stelle zu verweilen, er surfte sozusagen und achtete dann darauf wo Nezurael hinsteuerte.

Nezurael
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Beitrag von Nezurael » 30.03.2006 - 19:36

Nezurael entdeckte in der Ferne die Umrisse von Dörfern, die an einem See gelegen waren. Das muss es sein... dachte er sich. Als er bereits einige Meter gesunken war und sicher sein konnte, dass er sie richtig geführt hatte, bedeutete er den beiden Anderen sich ebenfalls auf die Landung einzustellen. Einen der Umrisse der Gebäude, die im langsam schwächer werdenden Licht bizarre Schemen bildeten, erkannte Nezurael als das recht neue Kloster. Zielgerichtet steuerte er es an und wies die beiden Folgenden an, dort wieder den Boden zu berühren. Nachdem Nezurael nun vor der Klosterpforte stand, drehte er sich zu den Beiden um und grinste fröhlich. "Gefunden", bemerkte er.

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Beitrag von Beruliel » 02.04.2006 - 17:27

Unter Federrascheln faltete Beruliel seine Flügel und betrachtete das vor ihnen liegende Kloster mit wachen, großen Augen.
Er streckte sich einmal und knackte mit seinem Genick, das sich vom Fliegen etwas steif anfühlte und liess den Blick schweifen.

"Das ist also das Kloster, ja? Und das da hinten war dann besagter See?" fragte er und deutete mit der linken Hand ungefähr in die Richtung, in der er vorhin eine Wasserfläche zu sehen gemeint hatte.
Mit der anderen Hand wischte er sich ein paar feuchte Haarsträhnen aus der Stirn und sah Nezurael an.

Nezurael
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Beitrag von Nezurael » 04.04.2006 - 18:16

Nezurael nickte. "Ja, so ist es", bestätigte er nochmals.
Dann wandt er sich jedoch von der Pforte des Klostergebäudes ab und schritt in Richtung des kleinen Lazarettes. "Ich möchte noch jemanden begrüßen!", rief er den anderen Beiden zu und ging weiter.
Nezurael klopfte an die hölzerne Tür und wartete auf eine Reaktion.

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Beitrag von Beruliel » 04.04.2006 - 19:00

Von drinnen waren Schritte zu vernehmen und mit einem Räuspern öffnete eine ältere Frau, die Nezurael schon von seinem ersten Besuch her kannte.
Die Begine gehörte offensichtlich dem raphaelitischen Orden an, trug sie doch die entsprechende Tracht und ein Symbol des Ordens der heilenden Hände um den Hals.

Erst sah Annie kurz verblüfft geradeaus um nur Flügel zu erspähen, bevor sie überrascht den Kopf senkte und eine leichte Verneigung andeutete.
"Oh, sei mir gegrüßt Bote des Herrn. Was kann ich für euch tun?"
Ihr Blick wanderte von Nezurael wieder nach oben und zwischen seinen Schwingen hindurch zu den anderen beiden Engeln, die mit etwas Abstand gefolgt waren.

Beruliel wusste nicht wen sein kleiner Bruder da begrüßen wollte, folgte jedoch mit einem gewissen Interesse. Seine hellbraunen Augen musterten die Frau, die geöffnet hatte und er deutete ein leichtes Nicken an.
Er wartete ab, denn irgendwie dachte er das Nezurael wohl nicht wegen der Begine hier war.

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Beitrag von Nezurael » 04.04.2006 - 19:32

Nezurael lächelte wie gewohnt und begrüßte sie: "Guten Abend, wir sind eben erst angekommen und ich dachte, ich sehe einmal wieder bei euch vorbei..." Er blickte an der Begine vorbei in den Raum und suchte nach einer flauschigen Federkugel. "Ist Samariel da?", erkundigte sich Nezurael.

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Beitrag von Beruliel » 04.04.2006 - 19:48

Annie räusperte sich, trat zur Seite und machte die Tür frei.
"Samariel? Ja, die muss irgendwo hinten bei zwei Patienten sein. Gestern haben es zwei Templer beim Training übertrieben...diverse Knochenbrüche. Samariel schaut gerade nach ihnen, gestern war sie etwas angeschlagen. Nunja, wenn ihr sie kennt geht einfach zu ihr," plauderte die alte Frau drauflos und deutete durch den Vorraum zu einer weiteren offenen Tür.

Beruliel hängte sich an Nezurael, neugierig wer wohl Samariel war und nickte noch einmal der Raphaelisbegine zu, als sie an ihr vorbeischritten.
Im nächsten Raum befanden sich viele Betten, er war recht langgezogen und im hinteren Teil wuselte etwas herum, das Beruliel stutzen liess.
Der kleine Engel, den er erspähte, schien im ersten Moment eigentlich nur aus Flügeln und Federn zu bestehen...äußerst flauschigen Federn.

Die Raphaelitin, die gerade zwischen zwei Betten hin- und herlief hatte enorm große Schwingen mit Federn die einen äußerst plüschigen Eindruck machten. Sie waren grau und weiß gefärbt und der kleine Engel zwischen ihnen konnte nicht größer als 1,20 m sein.
Samariels Gesicht liess auf ein kleines Mädchen von vielleicht sieben Jahren schließen und hatte kornblumenblaue Augen. Ihr Haar war weiß, mit vereinzelt bräunlichen Strähnen und zu einem etwas verwuschelten Dutt hochgesteckt.

Der ganze kleine Engel schien irgendwie verwuschelt, aber hatte ein liebenswertes Gesicht. Als die größeren Gabrieliten heranwaren, verabschiedete die Kleine gerade ihre beiden Patienten, eine junge Frau und einen etwas älteren Mann.
"Und in Zukunft etwas vorsichtiger sein!" wies sie die beiden noch zurecht, ehe sie sich mit einem offenen Lächeln an die Neuankömmlinge wandte.
"Seid ihr auch verletzt?" fragte sie rundheraus und musterte die Neuankömmlinge.

Nezurael
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Beitrag von Nezurael » 04.04.2006 - 20:08

"Nein", antwortete Nezurael, "ich wollte nur Hallo sagen, wenn ich schon wieder hier bin und mich nochmal bedanken, dass du uns geheilt hast..." Teils schmerzhafte Erinnerungen drangen zurück in Nezuraels Gedächtnis und er blickte seine rechte Schulter hinab, wo die Kugeln seinen Arm durchdrungen hatten.

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