Der Himmel der Raphaeliten [Gratianopel] - Intime

Die Ordensburg der Raphaeliten bei Gratianopel
Nezumiel
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Beitrag von Nezumiel » 29.06.2005 - 21:16

"Humm," machte Nezumiel unbestimmt und verdrückte einen der Kuchen mit zwei großen Bissen. Seine blauen Augen musterten Bozael und er räusperte sich.

"Also wie gesagt, wenn ich dir zur Hand gehen kann werde ich das gerne tun. Und ich werde auch nichts umschmeißen," versicherte er fröhlich und betrachtete die Schüssel mit dem Gebäck noch einmal eindringlich. Schon verschwand ein weiterer Kuchen in Windeseile.

Obwohl Nezumiel augenscheinlich Unmengen an Essen verdrücken konnte, war er trotzdem schlank. Jetzt klopfte er energisch die Hände ab und streckte sich.
"Wenn ich dich begleiten darf würde ich mich freuen. Ich bin nämlich noch nicht sehr müde und nach dem Essen..."
Fröhlich lächelte er den Raphaeliten an und zwinkerte freundlich.

Bozael
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Beitrag von Bozael » 06.07.2005 - 21:11

"Dann sollten wir aufhören unsere Zeit hier zu verschwenden und uns an die Arbeit machen."
beschloss Bozael, schnalzte mit der Zunge und stützte die Hände auf den Tisch.
"Genug gegessen haben wir beide ja."

Ob Nezumiel noch Hunger hatte oder nicht, schien den Raphaeliten nicht zu interessieren. Geräuschvoll schob er seinen Stuhl nach hinten und richtete sich zu voller Größe auf.
Ohne auf eine Reaktion des Bruders zu warten marschierte er einfach auf den Ausgang zu, rief im Vorbeigehen ein "Wir sind fertig!" in die Küche und zog die Türe auf, um den hinterherkommenden Nezumiel hindurchzulassen und dann selbst das Refektorium zu verlassen.

Mit einem lauten Knarzen, gefolgt von einem donnernden Knall fiel die Türe hinter dem Raphaeliten ins Schloss, und Bozael hielt inne, während Nezumiel, inzwischen gewohnt an das Tempo des Bruders, einige Schritte vorausging. Fast klagend glitten die tätowierten Fingerspitzen des Heilers über das Holz des Eingangs, sein Brustkorb hob und senkte sich in wehmütigen Atemzügen.

"Wir sehen uns im Leben danach." flüsterte er einen leisen Abschied zu Soror Amélie und ihren jungen Küchenhelfern, die, ohne dass sie es wussten, und ohne dass Bozael es sich je eingestanden hätte, zu seinen Freunden geworden waren.

"Lebt wohl."

Nanoel
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Beitrag von Nanoel » 18.07.2005 - 13:55

"... gut..." unsicher wippte er auf und ab. Offensichtlich war es Vishaiel nicht recht, wenn er jetzt ging. "Vielleicht ist es besser, wenn ich hier mit dir warte, bis wir konkreteres Wissen." Ruhig sah er den schlafenden Mann an. "...ich vermute nicht, dass sie zuerst hierher kommen, um nach ihm zu suchen...." beiläufig schnappte er sich einen Apfel aus der Schale und biss herzhaft hinein, so dass der Saft weg spratzte und an seinen Mundwinkeln hinunterlief.

Vishaiel
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Beitrag von Vishaiel » 25.07.2005 - 18:08

Ein ganzer Steinschlag schien zu rumpeln, als Nanoel entschied da zu bleiben.
"ich frage mich noch immer, ob es klug war... Ich würde zwar gerne warten bis er aufwacht, aber irgendwie... Wer weiß wann das ist..."
Die Raphaelitin ging in die Knie und betrachtete noch kurz den dreckigen kleinen Mann.
Dann hob sie die Hände, legte sie auf seinen Körper und bat Raphael um seinen Beistand, während die Linien auf ihrem Kopf und in ihren Fingern zu Kribbeln begannen.
Vor ihrem geistigen Auge erschien ein inneres Abbild des Körpers, und sie machte sich auf die Reise durch Adern, Arme, Beine, Kopf und Brust.

Als sie jedoch im Bauch ankam, und das Bild dieses...Dings sah, das sich darin festgesetzt hatte, wie es leicht glitzerte und einfach nur schwarz innerhalb des Menschen existierte, wich sie erschrocken ein Stück zurück.
Sie blickte hinauf zu Nanoel - was würde der Gabrielit tun, wenn er erfuhr, dass eine Traumsaat im Himmel war? Hier, bei ihnen, in diesem armen Mann?

Vishaiel schluckte, und näherte sich wieder. Sie hatte noch ganz andere Dinge gefunden. Der Mann war vergiftet worden, sowie auch diese...Traumsaat in ihm drin. Scheinbar kam das Gift nicht von der Traumsaat, immerhin hatte diese auch etwas davon erhalten. Der Bauch des mannes wies ausserdem einige einstiche, unsaubere Narben auf.
Vishaiel entschloss sich, dem Mann erst so gut es ging zu helfen, ihn zu stabilisieren, und dann mit Nanoel zu beratschlagen, was man wegen der Traumsaat tun konnte.

So legte sie erneut die Hände auf die Haut des Mannes, bat erneut Raphael um seinen Beistand, als die Linien zu kribbeln anfingen, und sie begann, das Gift aus seinem Körper zu ziehen.
Es dauerte eine ganze Weile, bis Vishaiel kurz die Augen öffnete um Ian zu beobachten.
Dann leckte sie sich kurz über die Lippen, schloss die Augen erneut und begann, die Narben und die restlichen kleineren Verletzungen zu heilen.

Schließlich sackte Vishaiel kniend auf ihre Füße hinunter, und holte einige Male tief Luft, bevor sie sich nanoel zuwandte.
"Also...Naja, er hatte einige ziemlich starke Vergiftungen... und Nadeleinstiche... Es sieht aus, als hätte ihn jemand vorsätzlich vergiftet. Und...da...da ist noch etwas..."
Rein aus einem Beschützerinstinkt heraus öffneten sich ihre Schwingen leicht und verbargen einen Teil des Mannes.
"In seinem Bauch ist eine Traumsaat. Es sieht aus, als hätte man auch versucht diese zu vergiften, und die Nadeleinstiche deuten darauf hin, dass man der Traumsaat noch etwas injiziert - oder ihr etwas, wie zum Beispiel Blut, abgenommen hat."
Sie biss sich auf die Lippe und sah nanoel fragend an.

'Dieser Mann... wieso hat ihm keiner geholfen? Und...' Vishaiels Erinnerungen blieben an dem Armband hängen, dass sie an seinem Arm entdeckt hatte.
'Soll...nein... nein nein... Lass dich nicht verwirren Vishaiel... Die Gechosse sind abgeriegelt, weil die Krankheiten da extrem gefährlich und ansteckend sind... wieso sollte man... Wieso sollte man dort jemanden mit Traumsaat im Bauch am Leben lassen? Wieso entfernt man sie nicht, sondern injiziert eine Dosis Gift - die nichtmal tödlich ist? Sollte... Forschungen?' Vishaiel schüttelte den Kopf.
Nein, das konnte einfach garnicht sein.
Das war alles nur ein riesiges Missverständnis.
Menschen wurden nicht als Versuchsobjekte missbraucht.
Schon garnicht unter den Augen des heiligen Raphael.
...Oder etwa doch?

Nanoel
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Beitrag von Nanoel » 31.07.2005 - 11:35

Unruhig wippte der Gabrielit hin und her, als sich die Raphaelitin daran machte Ian zu untersuchen. Langsam lief er rüber zum Tischchen und füllte die Schale mit Wasser, welches in einem Krug direkt daneben stand. Vorsichtig stellte er das Wasser neben Vishaiel ab und stellte sich wieder unbeholfen neben das Geschehen. Nervös griffen seine Hände nach einem Lederbändchen, welches von seinem Gürtel hinab hing. Wieso dauerte das nur so lang?

Vishaiels Worte nahm er wie durch einen dunklen Vorhang war – TRAUMSAAT – Die Hand des Gabrieliten, die bisher locker um den Knauf des Flammenschwerts gelegen war krampften nur schlagartig zusammen und presste den Griff fest.

„Wie Traumsaat…?“ hatte er das eben richtig verstanden?

Ian
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Beitrag von Ian » 02.08.2005 - 19:31

Ian schlief den Schlaf aller Erschöpften, nur dass er jetzt zum ersten Mal seit Wochen tief und fest und wirklich gut schlief.
Er bekam es nicht bewusst mit, doch unbewusst spürte er, dass jetzt alles wieder gut war. So wie es sein sollte.

Das Etwas in dem dürren Menschenkörper räkelte sich zufrieden. Es fühlte sich besser. Nicht viel, aber ein wenig. Offenbar war der Mensch nicht länger krank, was von Vorteil war.
Ein wenig würde es ihn ruhen lassen. Wenigstens ein paar Stunden.

Cetariel
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Beitrag von Cetariel » 07.08.2005 - 13:36

Cetariel hatte noch ein paar Tage Zeit, bevor der, dem sie die Nachricht überbringen spollte, die sie dabei hatte, an dem vereinbarten Treffpunkt war. Und da es regnete, und sie eh nahe Gratianopel war, flog sie in Richtung des Himmels der Raphaeliten.

Nicht, daß sie der Regen störte, aber einerseits bremste er ihren Flug, andererseits wollte sie ins Trockene und vorallem essen.
Den Weg zum Essen zumindest kannte sie schon, bevor sie den Himmel sah, obwohl sie noch nie hier gewesen war. Und sie dankte dem Herrn für dieses Wissen, denn ihren Magen konnte sie schon hören.

Als sie den Himmel sah, merkte sie, daß sie zu hoch geflogen war und begann langsam gleitend den Sinkflug, der sie noch schneller machte, als sie eh schon war; Sie achtete gar nicht darauf, ob sich irgendwer auf der Plattform, auf der sie landen wollte, befand. Sie steuerte, vom Hunger getrieben, auf die kleine Öffnung zu, durch die man in den Himmel hineinkam. Nur kurz vor ihrem Ziel bremste sie ihren Flug und landete so dicht vor der kleinen Öffnung, daß sie einen Schritt zurückgehen musste, um ihre Flügel in eine Position zu bekommen, in der sie auch hindurchgehen konnte; Sie dachte an die alte Zeit zurück... 'Wenn du so weitermachst, brichst du dir nochmal alle Knochen...' hatte man ihr gesagt. 'Jaja...', dachte sie frech lächelnd und betrat den Himmel.

Während sie eilenden Schrittes zum Speisesaal ging, nahm alles von ihrem Rücken, was sie dort nicht haben wollte und zog die zwei kleinen Nadeln, die ihre Haare zum Zopf zusammenhielten, heraus, so daß sie, nass wie sie waren, hart und stränig auf die Schultern vielen.

Cetariel lief - stürmte fast - in den Speisesaal, stellte ihre Ausrüstung ab und packte sich, ohne auf andere zu achten oder jemanden zu grüßen einen Teller voll und begann auch unvorzüglich mit dessen Verzehr - ein herrliches Gefühl

Vishaiel
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Beitrag von Vishaiel » 17.08.2005 - 15:02

Mühsam stand Vishaiel auf, achtete aber darauf, den Menschen weiter mit ihren Flügeln zu verbergen.
„Du hast mich richtig verstanden. Er hat eine Traumsaat im Bauch. Allerdings ist sie genau so geschwächt wie er. Sie litt unter dem gleichen Gift welches er im Körper hatte. Er hat Einschnitte im Bauch gehabt. Ich...ich... traue mich kaum es zu sagen, aber der Mensch hier sieht au wie ein...wie einer der Kadaver an dem ich früher geforscht habe. Diese Schnitte macht man wenn man Gewebe untersuchen will.“
’Aber ich weigere mich zu akzeptieren dass an lebendigem Gewebe geforscht werden soll... HIER!’

Nanoel
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Beitrag von Nanoel » 19.08.2005 - 21:25

Jetzt traten die Knochen der Finger weiß aus der Hand hervor. Er hatte sich nicht verhört Traumsaat Das würde bedeuten, dass der Mensch kein Mensch mehr war, sondern eine Marionette des Bösen, eine Puppe des Herrn der Fliegen.

Sehr klein kniff er seine Augen zusammen. Dies konnte und wollte er nicht akzeptieren, er sah es für nicht notwendig an Vishaiel überhaupt noch über sein Vorhaben zu unterrichten. Hier befand sich praktisch Traumsaat im Himmel, die es zu eliminieren galt.

Mit einem leisen surren zog er langsam sein Flammenschwert aus der Scheide und hielt es senkrecht vor seinem Körper. Mit finsterem Blick wandte er sich an die Raphaelitin, die sich zwischen ihm und dem Mensch befand. "Geh mir aus dem Weg" mit diesen Worten züngelten die Flammen am Schwert entlang.

"Ich muss ihn töten" streng blickte er in die Augen seines Gegenübers.

Vishaiel
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Beitrag von Vishaiel » 19.08.2005 - 21:34

„Nein.“

Mit einem merkwürdig Puffenden Geräusch bauschten sich Flügel und Federn der Raphaelitin zu voller Größe auf, verdeckten den gesamten hinteren Teil des Raumes.

„So weit ich das beurteilen kann – und ich forsche schon länger am Verhalten und auftreten der Traumsaat – ist dieser Mensch noch nicht verloren. Weder ist sein Körper von der Traumsaat geschädigt, noch ist er von ihr kontrolliert... Oder hätte er sich sonst friedlich von dir wegtragen lassen? Überleg doch mal! Jede Traumsaat, so dumm sie auch sein Mag sieht in Engeln ein Feindbild... Ich weiß nicht was, aber irgendwas geht hier vor!“
Die Stimme der Raphaelitin zitterte unter beherrschter Anstrengung, in dem verzweifelten Versuch dem Gabrieliten und sich selbst einzureden, dass der Mensch noch zu retten sei.
War er es überhaupt?

Nanoel
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Beitrag von Nanoel » 24.08.2005 - 06:32

„Ist dir überhaupt klar, was wir hier vor uns haben?“ Grimmig schaute der sonst so freundlich wirkende Gabrielit drein. „Wenn er wirklich eine Traumsaat in sich hat, muss ich ihn töten… oder was würdest du tun? Mal schnell das Messer zücken und rauschnibbeln?“

Mit einer leicht aggressiven Armbewegung fuhr Nanoel herum. „Ich war von Anfang an dafür, dass wir ihm helfen, aber dies…“ Verzweifelt versuchte er einen Blick auf den Mensch zu erhaschen, doch Vishaiels Flügel verdeckten die gesamte Sicht. Nervös wippte der Gabrielit hin und her und fuchtelte dabei immer noch mit seinem Schwert, dessen Flammen schon wieder erloschen waren.

„Aber, aber… lass ss dir wass ss einfa-fallen …“ *hicks* „So-sonst mu-muss ich-ch…“ *hicks*
Immer noch nervös drehte Nanoel den kalten Griff seines Schwertes in der Hand und steckte es dann kurz entschlossen zurück in dessen Scheide. Er hatte wieder diesen verflixten Schluck-Auf, der immer im ungeschicktesten Augenblick sein Unbehagen und seine Nervosität verriet.

Ein heftiges Kopfschütteln war das einzige, was er der Raphaelitin noch entgegenbringen konnte.

Alls er sich wieder einigermaßen gefangen hatte Blickte er Vishaiel streng entgegen. „Kannst du ihm helfen? – Falls nicht, wäre es für alle das Beste, wir würden… du weißt schon…“

Er wusste nicht mehr was richtig und falsch war, immerhin war es seine Idee gewesen Ian zu helfen… aber da hatte er auch noch nicht mit Traumsaat gerechnet, nicht hier im Himmel…

Tefiriel
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Beitrag von Tefiriel » 31.08.2005 - 13:03

Eisiger Wind rüttelte an ihren Daunen und kühlte ihre Flugmuskulatur unangenehm aus.

Zeit für eine Pause für die müden Flügel dachte sie bei sich und ging langsam in den Sinkflug. Bald tauchte sie in die dicke Wolkendecke ein und bemerkte, wie langsam ihre Haut von einem dünnen Film aus Wasser überzogen wurde. Ab und an wischte sie sich den Regen aus den Augen und sah schließlich ein geeignetes Ziel zum Landen.

Der Himmel der Raphaeliten, sicher haben sie da ein Plätzchen für mich frei und ein wenig Salbe für meine Schultern. Sie visierte eine der Landeplattformen an und lenkte ihre breiten Schwingen darauf zu. Sacht kam sie, wie gewünscht zum Stehen. Sie schaute sich einmal um, ob auch niemand in ihrer Nähe stand und schlug mehrmals kräftg mit den Flügeln, so dass das Wasser in alle Richtungen davonstob. Nun, als deutlich weniger Wasser von ihnen hinabtropfte legte sie die Flügel an und machte sich auf den Weg in den Himmer hinein.

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Beitrag von Cetariel » 31.08.2005 - 15:48

Endlich gesättigt, lehnte sich Cetariel mit zufriedenem Gesicht nach hinten und streckte sich. Ihr Körper war während des Essens schon halbwegs getrocknet, auch wenn die Haare und Flügel noch feucht waren. Aber jetzt, nach dem Essen, wollte sie sich noch nicht in eine Cella begeben, um sich zu trocknen, ein wenig frische Luft und Ruhe war das, was sie jetzt gebrauchen könnte. Sorgfältig räumte sie das Chaos weg, das sie auf ihrem Teller hinterlassen hatte, aber nicht ohne sich noch einen Apfel für den Weg mitzunehmen. Ihr Gepäck geschultert nahm sie den selben Weg zur Plattform, den sie gekommen war.

Der Himmel schien ihr leer - selten war es so ruhig gewesen, denn seit ihrer Ankunft hat sie noch keinen einzigen Engel gesehen; auch auf dem Rückweg sah es ehr karg aus.
Wieder auf der Landeplattform angekommen, setzte sich Cetariel neben dem Eingang auf den Boden, wo sie noch vor Regen geschützt war, machte es sich gemütlich und biss in den Apfel.
Während sie dort kauend den regnerischen Himmel betrachtete, sahen ihre scharfen Augen eine junge Gabrielitin, die gerade zur Landung ansetzte. Ein wenig amüsiert lächelnd beobachtete sie sie, wie sie landete und sich kräftig schüttelte, um das auf dem Weg aufgesammelte Wasser wieder loszuwerden - Ist ja schon fast Verschwendung, dachte sie und biss in den Apfel, während sie die Gabrielitin beobachtete, die auf den Eingang zusteuerte.

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