Der Himmel der Raphaeliten [Gratianopel] - Intime

Die Ordensburg der Raphaeliten bei Gratianopel
Tefiriel
Beiträge: 42
Registriert: 24.08.2005 - 14:46

Beitrag von Tefiriel » 31.08.2005 - 16:12

Tefiriel fuhr sich kurz mit dem rechten Unterarm durchs Gesicht, um auch dort für ein wenig Trockenheit zu sorgen. Dann ging sie weiter zu dem großen Eingang, der Trockenheit verhieß. Keine Menschenseele ließ sich blicken.

Warum sollten sie das auch, bei diesem Wetter überlegte sie kurz und setzte ihren Weg fort. Als sie näher an denEingang herantrat sah sie dort die apfelessende Urielitin sitzen. Sie blickte die Urielitin an, wartete jedoch mit einer Begrüung bis sie gänzlich im Trockenen stand. Schließlich nickte sie ihr höflich zu und ihre Stimme klang ein wenig rauh, so als wäre Tefiriel schon eine weile durch dieses WEtter geflogen.

"Ich grüße Dich Urielitin. Ich bin Tefiriel." Kein Lächeln zeichnete sich auf ihr Gesicht, das von schwarzen Tüchern umgeben war, die die braunen, mit roten Strähnen durchwirkten, Haare beisammen und vor allem zurück hielten. Ihr schwarzer Kriegsrock sah gepflegt, aber vollkommen durchnäßt aus. Das Flammenschwert lag in seiner Schwertscheide vermutlich wärmer und trockener als der Rest der Gabrielitin. Ihrem Gesicht nach zu urteilen schien ihr die Nässe jedoch wenig auszumachen.

Cetariel
Arrakaij
Arrakaij
Beiträge: 91
Registriert: 17.05.2004 - 15:30
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Beitrag von Cetariel » 31.08.2005 - 16:30

Cetariel musterte die Streiterin des Herren und begann, mit einer Hand blind in ihren Sachen rumzukramen.

"'allo 'e'i'iel," stammelte sie mit vollem Mund und schluckte den Bissen runter und kicherte kurz. "Cetariel mein Name"

Aus ihren Sachen zog sie ein trockenes, graues Tuch heraus und hielt es Tefiriel hin. Da sie nun aber alle Hände voll hatte, erschien ein Teil ihres Flügels neben ihr, dessen Spitze dem Neuankömmling zuwinkte und gleich wieder verschwand.

"Was zieht es eine einsame Gabrielitin in den raphaelitischen Himmel?" fragte sie mit neugieriger Mine und biss wieder von ihrem Apfel ab.

Tefiriel
Beiträge: 42
Registriert: 24.08.2005 - 14:46

Beitrag von Tefiriel » 31.08.2005 - 19:17

Eine mit schwarzem Tuch halb umwickelte Hand nahm das Tuch entgegen. Mit einem Nicken des Kopfes bedankte Tefiriel sich und begann sich kurz das Gesicht abzutrocknen. Kurz danach hielt sie das nasse Tuch ein wenig unschlüssig in der Hand.

"Ich bin auf dem Weg nach Barcelona und hatte vor hier einen Zwischenstop einzulegen, bis das Wetter augeklart ist."

Mit einem -dankbaren?- Nicken gab sie das Tuch an die Urielitin zurück.

"Könntest Du mir sagen, wo ich hier etwas Essbares finden kann?"

Cetariel
Arrakaij
Arrakaij
Beiträge: 91
Registriert: 17.05.2004 - 15:30
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Beitrag von Cetariel » 31.08.2005 - 21:26

Cetariel's rechte Augenbraue schob sich nach oben, als Tefiriel sich das Gesicht abtrocknete - ein komischer Zeitgenosse. Sie blickte ihr tief in die Augen, fast so, als wollte sie ihr in die Seele schauen; Ein stechender Blick und dazu ein ernster, fast angespannter Gesichtsausdruck.
Doch das dauerte nur einen Bruchteil einer Sekunde, und schon lächelte sie wie ein bester Freund.

So, nach Barcelona. Aber warum fliegt sie nicht über der Wolkendecke, wo es sonnig ist
Aber eigentlich - eigentlich sollte es ihr egal sein, es war nur diese unbendige Neugier, die solche Gedanken hervorriefen.

Sie nahm das Tuch wieder entgegen und legte es auf ihr linkes Bein.
"Essen? Ganz einfach, hier rein, zweite Möglichkeit rechts und dann bis zu der Doppeltür. Da gibt es Essen." Sie unterstützte das, was sie sagte sehr... anschaulich mit ihren Fingern, in dem sie zwei Beine nachmachte, die sich bewegen.

Tefiriel
Beiträge: 42
Registriert: 24.08.2005 - 14:46

Beitrag von Tefiriel » 01.09.2005 - 06:00

ups, na egal dachte sie bei dem Gesichtsausdruck der Urielitin bei sich.

Auf die Erklärung hin nickte sie kurz, murmelte ein "Danke,Cetariel" und machte sich auf den Weg in die angewiesene Richtung. Im Speisesal angekommen, blickte sie sich kurz um und ging zielstrebig auf das Essen zu. Sie nahm sich einen Teller warme Suppe, ein Stück Brot, eine Banane und setzte sich schließlich an einen leeren Tisch. Es schien keinen Essenszeit zu sein und so genoß Tefiriel die Ruhe dieses großen Raumes und nahm ihr Mahl zu sich.

Während ihr Blick an den Wänden des Raumes entlangglitt dachte sie an den stets gefüllten und lauten Essensaal der Gabrieliten zurück, an ihre Kameraden und an all die wahnwitzigen Ideen, die sie beim Essen stets ausbrüteten um sich erneut messen zu können. Für einen kurzen Moment schlich sich soetwas wie Sehnsucht in ihr Gesicht.
Kinderreien schalt sie sich sofort und ihre Miene wurde wieder zu einer ausdruckslosen Maske.

"Hoffentlich wird das Wetter bald aufklaren, sonst bin ich wieder so naß wie ein Pudel, wenn ich durch die Wolken durch bin, wenn ich weiterfliege" murmelte sie vor sich hin.

Pantalaimon
Beiträge: 75
Registriert: 24.08.2005 - 15:42
Wohnort: Frankfurt und Kiel

Beitrag von Pantalaimon » 01.09.2005 - 14:07

Das erste Mal wirklich draußen. Keine Flugübungen, keine Gespräche mit Monachen, die überwacht und analysiert wurden, kein Unterricht. Nichts
Das war eine Sache, die Sadacriel erst einmal verarbeiten mußte. Es ist nicht so, daß er nie eine "freie" Stunde hatte, aber eine Freiheit wie jetzt hatte er noch nicht erlebt.

Man sagte ihm, daß es noch etwas dauern könnte, bis man eine Schar gefunden hätte, die seiner Führung benötige. Man sagte ihm auch, daß das nicht an Ihm liege.

Er erinnert sich noch, wie Amariel, Ilithiel, Nimuel, Hiruel und die vielen anderen begeistert über ihre neuen Scharen sprachen. Er verschwand lieber, bevor er ihre Aufmerksamkeit erregte.

Er flog nun schon einige Zeit gen Norden. Ziellos. Er versuchte sich über den Wolken zu halten, auch wenn das zum Teil nicht möglich war, da sich die Regenfronten hoch aufgetürmt hatten.

Ich sollte so langsam einen Platz zum Ruhen finden, die Nacht bricht herein und der Wind und Regen nimmt mir die letzte Wärme.

Wie so oft war das Glück mit Sadacriel hold und nach kurzer Zeit konnte er die Lichter des Raphaelitenhimmels erblicken. Erschöpft landete er auf der südöstlichen Platform, streckte noch einmal seine Flügel und betrat rasch den Schutz versprechenden Himmel.

Cetariel
Arrakaij
Arrakaij
Beiträge: 91
Registriert: 17.05.2004 - 15:30
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Beitrag von Cetariel » 03.09.2005 - 12:12

Cetariel schaute dem ein wenig wortkargen Gabrieliten noch kurz hinterher, bevor sie sich voll und ganz dem letzten Rest ihres Apfels witmete. Ganz in Gedanken bemerkte sie nicht, wie noch ein Zeitgenosse im Himmel landete und, so schnell er gekommen war, auch gleich im Himmel verschwand.

Nur ein Lufthauch verriet ihr, daß da etwas gewesen sein musste; Dabei... saß sie doch am Eingang... sollte sie etwa wieder...
Sie betrachtete ihre Hand, aber es war alles in Ordnung.

Schnell schauten ihre Augen um die Ecke, in den Himmel hinein, hinter dem Michaeliten hinterher.

Pantalaimon
Beiträge: 75
Registriert: 24.08.2005 - 15:42
Wohnort: Frankfurt und Kiel

Beitrag von Pantalaimon » 05.09.2005 - 08:50

Brrr, ist das ein Wetter draußen dachte sich Sadacriel, als er in den Himmel stürmte. Er wünschte sich jetzt nichts sehnlicher als eine warme Caella, ein wenig Speis und Trank und vor allem ein wenig Ruhe.

Er war so in Gedanken und Vorfreude, daß er nicht nur seine Höflichkeit und Ausbildung vergaß, nein er übersah auch vollends den Boten des Lichts, der am Eingang saß. Erst als Sadacriel schon einige eilige Schritte in das Innere des Himmels getan hatte, erreichte das Bild des engels seinen Geist und ließ ihn stoppen.

Hastig drehte er sich um und kam so eilig wie er vorbeigerauscht war wieder zurück.

"Ich grüße Dich. Mein Name ist Sadacriel aus dem Himmel der Michaeliten. Verzeih, daß ich Dich zuerst übersehen hatte, aber meine Gedanken eilten mir voraus."

Cetariel
Arrakaij
Arrakaij
Beiträge: 91
Registriert: 17.05.2004 - 15:30
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Beitrag von Cetariel » 05.09.2005 - 14:54

Cetariel grinste breit. "Ich dachte schon, es liegt an mir", kicherte sie. Sie stand auf, streckte sich und winkte dann - ein wenig schüchtern - dem kleinen Michaeliten zu. "Cetariel mein Name", sprach sie und warf den Rest des Apfels mit einem kräftigen Wurf in Richtung Rand der Landeplattform, und zuckte resignierend mit der Schulter, als er einen halben Meter vorher auf dem Boden aufschlug, noch ein wenig weiterrollte und schließlich liegenblieb. Erst der Wind schaffte es, den Apfelkrebs über den Rand zu befördern.

"Falls du hier bist, um zu essen, folge mir...", sagte sie, während sie an dem Michaeliten vorbeiging, ", kurz vor dir ist ein etwas Wortkager Gabrielit namens Tefiriel vorbeigekommen, der wird auch dort sein."

Zwar hatte sie sich schon satt gegessen, aber nach all den Botengängen war es eine Wohltat, einmal wieder ein paar andere Engel um sich zu haben, und vielleicht auch etwas darüber zu erfahren, was in der Welt so vor sich geht.
Langsam setzte sie sich also in Bewegung.

Pantalaimon
Beiträge: 75
Registriert: 24.08.2005 - 15:42
Wohnort: Frankfurt und Kiel

Beitrag von Pantalaimon » 05.09.2005 - 17:13

Sadacriel folgte dem Engel, der sich als Cetariel vorgestellt hatte, durch die hohen Gänge des Himmels. Sie gingen vorbei an Abzweigungen, Treppenauf- und abgängen und handbetriebenen Aufzügen. Schon nach kurzer Zeit war sich Sadacriel überhaupt nicht mehr sicher, ob er ohne diesen Engel überhaupt wieder rausfinden würde.

Als sie sich einer großen Flügeltür näherten, öffnete Sadacriel seine kleine Tasche und zückte den kleinen Spiegel um sein Haar, welches ihm immer noch feucht hinabhing, zu richten.

Ein Michaelit muß in jeder Situation eine gute Figur machen

Nachdem er ein paar Strähnen aus seinem Gesicht vertrieben hatte, folgte er Cetariel in den großen Raum und bemerkte welchen Hunger er hatte, als der Duft vom warmen Essen ihm in die Nase kroch.

Vishaiel
Cara
Cara
Beiträge: 24
Registriert: 05.05.2005 - 23:49

Beitrag von Vishaiel » 05.09.2005 - 18:29

„Ich weiß nicht ob ich ihm helfen kann, ich habe lange an Traumsaat geforscht und bin auch in der Anatomie bewandert... Ich habe allerdings noch nie einen Parasiten entfernt. Und dass dieses Ding parasitär in ihm lebt daran habe ich keinen Zweifel.
Und das was du so lapidar ’rausschnibbeln’ nennst, ist gar nicht so einfach wie es sich anhört. Ich kann es versuchen. Aber ich kann nicht dafür garantieren dass es klappt.“

’Naja... mehr als sterben könnte er theoretisch nicht... und dann hätte Nanoel ja erreicht was er will... Aber ich lasse ihn nicht sterben. Niemand stirbt hier im Himmel, gerade unter den Augen des heiligen Raphael. Nein. Niemals. Nicht solange ich hier bin.’
Sich selbst bekräftigend nickte sie, und ließ die Flügel wieder ein wenig sinken.
„Lass es mich versuchen Nanoel... weder wir noch er haben etwas dabei zu verlieren...“

Tefiriel
Beiträge: 42
Registriert: 24.08.2005 - 14:46

Beitrag von Tefiriel » 07.09.2005 - 05:38

Die Gabrielitin hatte gerade ihre Suppe zu ende gegessen, als die beiden Engel den Raum betraten. Sie musterte kurz den Neuankömmling uns schluckte das Stück Brot herunter, das sie gerade vorher noch in die Suppenreste getaucht hatte.

"Wie ich sehe bringt das Wetter noch einen Engel in diese Hallen. Grüß' Dich Engel Michaels und auch dich nocheinmal Cetariel."

Mit diesen Worten schob sie ihren Suppenteller beiseite und tauchte den Löffel in die Schale mit Pudding, die vor ihr stand.

Ian
Snickers
Snickers
Beiträge: 55
Registriert: 26.10.2004 - 13:47

Beitrag von Ian » 07.09.2005 - 13:55

Ian bekam von alledem nichts mit. Der Mann schlief tief und fest und wirkte zum ersten Mal seit Wochen entspannt.
Selbst das Wesen in ihm schlief. Zumindest bewegte es sich nicht mehr.

Es hatte nicht gehört, was Vishaiel vorgeschlagen hatte. Denn dann hätte es sicher nicht so ruhig geschlafen.

Antworten

Zurück zu „Der Himmel der Raphaeliten“