Sommernachtstraum

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Magnetklaue
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Sommernachtstraum

Beitrag von Magnetklaue » 23.12.2011 - 08:52

Es war August und damit der schönste Sommermonat in Raphaelsland. Die Ernte wurde reif, es wurden Früchte geerntet und das Leben im Kloster war sehr lebendig. Philiel hatte am Vormittag jene Frau einmal mehr untersucht, der er zur Erfüllung ihres Kinderwunsches verholfen hatte. Es gin gihr gut und der Kleinen auch. Ein Mädchen, soviel hatte er schon erkennen können und das gefiel ihm. Er hatte viel zu wenig weibliche Kinder.

Nun war es früher Nachmittag und der Raphaelit lehnte am Zaun der großen Wiese. Er hatte sich mit Hestaniel verabredet um ein wenig zu trainieren. Das Haar trug er deshalb in einem Pferdeschwanz und beobachtete ein paar Beginen im Kräuter- und Gemüsegarten. Immer wieder schauten die Frauen herüber, kicherten ein wenig und tuschelten. Philiel schüttelte leicht den Kopf. Diese Hühner konnten es einfach nicht lassen.

Das Wetter war heute wahrlich wunderbar, die Wolkendecke war rissig und immer wieder fiel die Sonne durch die Lücken und man sah den blauen Himmel.

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Alessiel
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Re: Sommernachtstraum

Beitrag von Alessiel » 23.12.2011 - 21:57

Der Ramielit schritt durch den Garten und strich sich eine weiße Haarsträhne aus dem Gesicht die sich aus seinem locker sitzenden Pferdeschwanz gelöst hatte.
Gedankenverloren strich er über sein rechtes Ohr und berührte die Ohrringe die ihm Philiel gestochen hatte. Doch über dem am Ohrläppchen streichelte er etwas zärtlicher hinüber, dieser war etwas ganz besonderes.
Hestaniel hob den Kopf und atmete die frische Luft ein, es war ein wunderbarer Sommermonat.
`Eigentlich perfekt zum schwimmen gehen.`
Grinste der Wissensbewahrer in sich hinein.

Seine hellblauen Augen blinzelten leicht und erkannten eine Gestalt dort stehen. Einen Engel.
Das grinsen blieb als er auf den schlanken Raphaeliten zukam.
Hestaniels Blick musterte Philiel kurz.
„Das Training steht dir mein Freund.“

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Rathiel
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Re: Sommernachtstraum

Beitrag von Rathiel » 23.12.2011 - 22:14

Mit jedem Flügelschlag schienen ihre Schwingen schwerer zu werden. Rathiel war die letzten Tage mehr geflogen als jemals in ihrem bisherigen Dasein auf Erden, außer vielleicht der Flug von Nürnberg zu ihrer Engelsweihe, das war doch noch ein Stück weiter gewesen. Trotzdem schmerzten der jungen Gabrielitin die Flügel und sehnend suchte sie mit den Augen am Horizont nach einem Ort zum Rasten, das Kloster zu dem sie Reisen sollte durfte auch nicht mehr fern sein. Das ganze kam Rathiel sowieso komisch vor, immerhin waren Botenflüge nicht die Aufgabe der Engel Gabriels, dafür waren die Urieliten wesentlich geeigneter. Aber bei dieser speziellen Mission, hatte der Prior ihr gesagt, wollte die Stimme Gabriels das einer ihrer Engel den Flug übernimmt.

Nach einer weiteren Stunde Flug sah Rathiel endlich einen Gebäudekomplex der so aussah wie man es ihr beschrieben hatte. Voller Hoffnung klammerte der kleine Engel die Finger fester um den Griff ihres Flammenschwertes und nahm noch einmal alle Kraft zusammen um auch noch die letzte Streck des Fluges hinter sich zu bringen.
Kurz darauf setzt sie auch schon auf festem Boden auf, zwar sah die Landung etwas wacklig aus aber immerhin war sie am Boden. Keuchend streckte der Engel seine Schwingen durch und faltete daraufhin. Langsam ging Rathiel auf das Tor des Klosters zu, einer der Templer würde sie bestimmt zum Ab bringen können, sofern sie Latei verstanden.

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Magnetklaue
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Re: Sommernachtstraum

Beitrag von Magnetklaue » 23.12.2011 - 22:24

Philiel warf den Kopf herum und ein Lächeln breitete sich auf seinem Gesicht aus.
"Hestaniel, schön."
Kurz schwieg er und grinste dann.
"Wieso? Habe ich abgenommen? Achje..." grinste er und klopfte sich auf den flachen Bauch. Sein Blick wanderte noch einmal zu den Beginen, die nun auch Hestaniel mit neugierigen und interessierten Blicken bedachten. Menschenfrauen waren einfach unglaublich.

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Alessiel
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Re: Sommernachtstraum

Beitrag von Alessiel » 23.12.2011 - 22:47

Der Ramielit lachte und schwang sich elegant über den Zaun.
Er blickte zu den Beginen und verdrehte leicht die Augen. „Diese Weiber.“ Grinste er und sah dann wieder zu Philiel.
„Na mein Großer alles gut? Wollen wir uns aufwärmen?“
Hestaniel legte seinem Bruder die Hand auf die Schulter und zwinkerte ihm zu.
„Oder bist du zu müde zum trainieren?“ Ein freches Grinsen stahl sich auf das Gesicht des Wissensbewahrers.

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Magnetklaue
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Re: Sommernachtstraum

Beitrag von Magnetklaue » 23.12.2011 - 22:52

"Ach, müde ist relativ", gab Philiel zurück und sah Hestaniel kurz eindringlich in die Augen. Dann stieß er sich von dem Zaun ab und stellte sich wieder gerade hin.
"Wir werden trainieren, denn ich brauche die Bewegung. Sonst wird noch eine Sofakartoffel aus mir. Also, wärmen wir uns auf, hm?"
Damit machte er ein paar Schritte in die Wiese hinein und winkte dem Ramieliten zu ihn zu begleiten.

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Alessiel
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Re: Sommernachtstraum

Beitrag von Alessiel » 23.12.2011 - 23:03

Hestaniel erwiderte den Blick seines Bruders.
„Keine Angst da pass ich schon auf, ich trete dir in den Hintern wenn du Bewegungsfaul werden solltest.“
Der Ramielit lachte leise und folgte dann seinem Freund, zusammen liefen sie ein paar Runden über die Wiese und begannen ihre Muskeln zu dehnen und zu erwärmen.
Der etwas kleinere Engel stellte sich dann in die Mitte des Platzes und machte eine lockende Handbewegung, dabei ging er in die Ausgangsstellung, spannte seine Muskeln an und musterte Philiel mit einem gefährlichen Grinsen.
"Komm her."

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Kasima
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Re: Sommernachtstraum

Beitrag von Kasima » 23.12.2011 - 23:17

Während der Ramielit und der Raphaelit wie jeden Tag wieder zu trainieren anfingen, war die junge Heilerin an einer anderen Stelle im Kloster und schaute sich die Pflanzen an die auf dieser Wiese wuchsen, wenn sie nützliche Heilpflanzen fand pflückte sie sie und steckte sie vorsichtig in die Tasche. Sie aß auch ein oder zwei Gänseblümchen. Die schmeckten gar nicht so schlecht, auch wenn die Vorstellung Blumen zu essen schon ein wenig komisch war. Plötzlich hörte sie bekanntes Flügelrauschen und ihr Blick wandte sich nach oben. Sie hatte erwartet dass einer ihrer Brüder auftauchen würde, doch was sie sah überraschte sie. Eine Gabrielitin setzte zur Landung an. Kasiael beobachtete sie und trat lächelnd zu ihr.
"Salve, kann ich dir helfen?", fragte sie fröhlich und ihre Augen strahlten.
Sie hatte gerade einfach gute Laune.
Zuletzt geändert von Kasima am 24.12.2011 - 09:40, insgesamt 1-mal geändert.

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Rathiel
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Re: Sommernachtstraum

Beitrag von Rathiel » 23.12.2011 - 23:46

Rathiel wollte gerade in Richtung des großen Eingangsportaes gehen als sie auf Latein angesprochen wurde. Mit festem Griff um ihr Flammenschwert wandte sie sich der Stimme zu und erblickte einen Engel Raphaels. "Salve!", stieß Rathiel hervor und spannte unmerklich ihre Muskeln an. Einen Augenblick lang musterte Rathiel ihr Gegenüber bevor sie weitersprach. "Mein Name ist Rathiel und ich bin hier um mit dem Ab zu sprechen." Während sie auf die Antwort der Heilerin wartete versuchte die junge Gabrielitin sich ihre Anstrengung und ihre Geschlauchtheit nicht anmerken zu lassen was ihr mehr wohl kaum gelang.

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Magnetklaue
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Re: Sommernachtstraum

Beitrag von Magnetklaue » 24.12.2011 - 00:34

Philiel schnaubte belustigt und setzte seinem Bruder dann nach, wärmte sich mit ihm gemeinsam auf und dehnte gewissenhaft alle kritischen Stellen des Körpers. Danach begab er sich ebenfalls in Position und rllte noch einmal mit den Schultern.
"Gut, dann mal los."
Damit spannte er sich und schoß auf den Ramieliten zu, griff seine Seite an und versuchte dabei vorherzusehen was Hestaniel tun würde.

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Alessiel
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Re: Sommernachtstraum

Beitrag von Alessiel » 24.12.2011 - 01:16

Hestaniel lauerte auf den Raphaelit und beobachtete ganz genau die Bewegungen seines Bruders.
Dann geschah es der Heiler schoß vor und Hestaniel war für einen Moment wirklich beeindruckt, Philiel war wirklich sehr schnell geworden.
Bald hatte der Schüler seinen Meister eingeholt. Es würde zwar noch etwas dauern aber das nötige Potential hatte der Raphaelit dazu.
Der Ramielit sah den Angriff kommen und wich geschickt und elegant mit einem Grinsen aus.
Ließ den Heiler aber nicht zu Atem kommen und griff sofort wieder an.
Der Ramielit hatte es auf Philiels Handgelenk abgesehen er wollte es packen und ihn dann in einer schnellen Bewegung zu Fall bringen.

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Terael
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Re: Sommernachtstraum

Beitrag von Terael » 24.12.2011 - 09:49

Feroel hatte keine Lust mehr. Wälder. Es ist immer das selbe, legte man sich mit einem an, verlor man. Blaue Flecken. Kleidung zerissen. Und dazu kam noch, daß man dort nicht fliegen konnte.
Aber jetzt flog sie, und das nicht langsam. Irgendwo hier müsste es doch sein. Vielleicht würde sie dort Gelegenheit haben, sich etwas auszuruhen. Oder zu üben. Was man halt so übte.

Da war es. Feroel würde sich nicht die Mühe machen, vor dem Tor zu landen, man würde sie so oder so hereinlassen. Zwei Engel sah sie, wie sie auf der Wiese miteinander trainierten. Irgendwo da würde sie landen.

Sie sank schnell nach unten und landete geschmeidig auf dem Boden. Sogleich sah sie an sich herunter und inspizierte sich.
"So ein Mist!", fluchte sie, als sie entdeckte, daß ihr Kriegsrock an der Seite vom Knie abwärts aufgerissen war. Ein kleiner Ast hing ihr noch in den Federn. "Grrr... Ich seh ja aus wie ein Holzfäller!"
Das weiss ihres Kriegsrocks war kaum noch zu erkennen. Er war braun, grün, und an manchen Stellen sogar schwarz. Ihr Gesicht sah ähnlich aus. Schnell entfernte sie den Ast aus ihrem Flügel und wusch ihr Gesicht mit der Wasserflasche, die sie bei sich hatte, was gut funktionierte, aber ein wenig der Farbe verlief und hinterließ Streifen auf ihrem Hals.
Sie löste den Urielitenzopf und schüttelte sich die Haare. Erst dann drehte sie sich zu den beiden anderen Engeln herum.

"Lasst euch nicht stören", sagte sie und setzte sich in das Gras.

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Magnetklaue
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Re: Sommernachtstraum

Beitrag von Magnetklaue » 24.12.2011 - 10:14

Philiel traf nicht, was nicht weiter verwunderlich war. Er hatte nicht wirklich damit gerechnet. Stattdessen wich sein Bruder elegant aus und ging zum Gegenangriff über.
Der Raphaelit spürte das Adrenalin in seinem Körper und musste lachen. Er fühlte sich immer sehr lebendig, wenn er mit Hestaniel trainierte und genoß es, auch wenn er oft auf dem Boden landete. Doch da brachte ihn etwas aus dem Gleichgewicht. Aus den Augenwinkeln sah er einen Schatten vorbeirauschen. Verwirrt drehte er den Kopf nur eine Winzigkeit, doch dieses Nachlassen seine rAufmerksamkeit hatte zur Folge das Hestaniels Hand sich fest um sein Handgelenk schloss und ihn herumriss.
Mit einem Ächzen ging er zu Boden und knurrte unwirsch.
"Merde!"

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