Sommernachtstraum

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Kasima
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Re: Sommernachtstraum

Beitrag von Kasima » 27.07.2013 - 20:48

"Dann bleib ich erst am Boden und fliege in der zweiten Runde mit, wenn es eine gibt", sprach Kasiael lächelnd, "wenn etwas nicht stimmt, komme ich dann sofort"
Gemütlich setzte sie sich ins Gras und blickte rauf zu Feroel, um sie wenn sie starten würde zu beobachten.
"Viel Spaß"
Hoffentlich würde alles gut klappen, ein wenig nervös war sie schon, immerhin kannte sie ihre eigene Tollpatschigkeit, was wenn an dem Flügel doch noch etwas war?
"Und sie vorsichtig", fügte sie einen Moment später etwas leiser hinzu. Vielleicht konnte sie ja nochmal mit ihren Mächten nachschauen...
"Warte, darf ich dich nochmal untersuchen, bevor du startest, nicht dass doch noch etwas ist und du dir wehtust"
Irgendwie war Kasiael gerade von sich selbst genervt. Was sollte denn sein? Sie konnte ihren Mächten schon ein wenig mehr trauen."Tschuldige"
Die Raphaelitin blickte zu Boden und kratzte sich am Kopf.

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Terael
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Re: Sommernachtstraum

Beitrag von Terael » 27.07.2013 - 21:31

"Mach ich", sagte Feroel und hatte die Flügel schon ausgebreitet, als sie unterbrochen wurde.
Einen Moment lang blieb sie überrascht regungslos stehen, aber dann legte sie die Flügel wieder an und kam auf die Heilerin zu.

"Na klar", sagte sie und streckte der Heilerin die Hand entgegen und grinste, "besser ist das schon, was?"

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Kasima
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Re: Sommernachtstraum

Beitrag von Kasima » 27.07.2013 - 21:55

Kasiael blickte einen Moment regungslos auf die ausgestreckte Hand, bevor sie sie sanft berührte.
"Danke", sprach sie leise und tauchte in den Körper Feroels ein, versprühte das Gefühl einer sanften Umarmung, während sie sich nach Verletzungen, welche übersehen wurden Ausschau hielt. Doch fand die kleine Raphaelitin nichts, gar nichts. Feroel war gesund, auch die Gehirnerschütterung war gut verheilt. Irgendwann gab sie die Suche auf und beendete die Untersuchung mit dem schönen Gefühl strahlender Wärme, die üblich war bei raphaelitischen Heilungen.
Langsam öffnete sie die Augen und blickte in die schönen grünen Augen Feroels.
"Du bist gesund ich habe nichts gefunden, dein Flügel ist auch in Ordnung.."
Am liebsten würde sie nochmal nachschauen, doch das würde nichts an der Tatsache ändern, so lies sie Feroel los.
"Guten Flug"

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Terael
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Re: Sommernachtstraum

Beitrag von Terael » 27.07.2013 - 22:15

"Na dann..."
Feroel zögerte nicht lange und startete. Zum Anfang stieg sie einfach immer höher und probierte ein paar Sachen aus. Irgendwann war sie nur noch ein kleiner Fleck am Himmel.
Als sie aber festgestellt hatte, das soweit alles in Ordnung war, traute sie sich auch etwas mehr zu.

Im Sturzflug rauschte sie über Kasiaels Kopf hinweg und verschwand hinter den Klosterdächern. Etwas später kam sie wieder zurück und machte allerlei verrückte Dinge, bevor sie wieder zurückkam und langsam über dem Boden schwebend wieder landete.
"Geht ganz gut", stellte sie fest, "hab etwas Rechtsdrall, aber sonst gehts"

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Kasima
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Re: Sommernachtstraum

Beitrag von Kasima » 27.07.2013 - 22:34

Leicht angespannt beobachtete Kasiael den Flug der Urielitin, doch entspannte sie sich immer mehr, als sie sah, dass die Urielitin wirklich keine Probleme zu haben schien. Staunend blickte sie in den Himmel beobachtete die Kunststücke von Feroel. So Fliegen würde der kleine Engel auch gerne können, doch würde ihr das wohl nie möglich sein. Im Himmel war es sicher nicht das gleiche.
In die Hände klatschend begleitete sie Feroels Landung und strahlte wieder übers ganze Gesicht.
"Voll toll. Also es macht Spaß die zuzuschauen. Ich würde auch gerne was davon können, hast du lange gebraucht, um die ganzen Tricks zu lernen?", sprudelte es nahezu aus ihr raus, ganz sanft schimmerte auch die Erleichterung in ihrem Blick, Erleichterung darüber, dass alles gut gegangen war.

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Re: Sommernachtstraum

Beitrag von Terael » 27.07.2013 - 22:50

Tricks... naja. Feroel hatte noch nie verstanden, warum die anderen Orden das fliegen nur als Fortbewegungsmittel verstehen. Immerhin waren sie, abgesehen von Vögeln, die einzigen Guten, die fliegen konnten... Und die Flügel waren ja nicht da dran, um schön auszusehen.
"Wenn du eigentlich die meiste Zeit am rumfliegen bist, wird dir ziemlich langweilig dabei", zuckte sie mit den Schultern. "Und da beschäftigt man sich halt. Außerdem braucht man schon für das, was wir machen..."
Sie zuckte mit den Schultern und griff an ihren Flügelarm, da wo er gebrochen gewesen war. Vielleicht war er ja wieder verheilt, aber etwas schwächer war er schon. Aber so wie es aussah, würde es sich durch einen langen Flug wieder antrainieren.

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Re: Sommernachtstraum

Beitrag von Kasima » 27.07.2013 - 23:01

Kasiael beobachtete Feroel, wie sie sich an den Flügel fasste.
Bestimmt fühlte es sich noch etwas eigenartig an, doch würde sich das bald wieder legen.
"Wollen wir noch eine Runde zusammen fliegen, oder willst du dich fertig machen und ich geb dir dein Geschenk", fragte sie lächelnd, beinahe hätte sie es vergessen, doch hatten sie die Flügel der Urielitin wieder an die Eule in ihrer Tasche erinnert. Bald musste Feroel los.

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Terael
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Re: Sommernachtstraum

Beitrag von Terael » 06.08.2013 - 19:37

Herrje... dachte die Urielitin zuerst, aber sie wusste ja, daß daran wohl kein Weg vorbeiführte. Sie konnte ja auch nicht einfach losfliegen, ohne sich zu verabschieden, nicht nachdem, was alles passiert war.
Schließlich zuckte sie mit den Schultern. "Wie dus möchtest", meinte sie, "wenn du willst auch in umgekehrter Reihenfolge"

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Re: Sommernachtstraum

Beitrag von Kasima » 11.08.2013 - 21:44

Kasiael dachte nach, was war wohl am sinnvollsten?
"Hmmm ich will deine Zeit nicht unnötig verbrauchen und du hast mir ja schon einen Gefallen getan, als du gestern nicht losgeflogen bist, da verschieben wir die Flugstunden lieber auf unser nächstes Treffen."
Kasiael lächelte leicht traurig, bald würde die Urielitin weiter ihre Wege ziehen. Hoffentlich würde alles gut laufen.
"Ich geb dir einfach jetzt das Geschenk"
Die junge Raphaelitin schaute in ihre Tasche, nahm die Eule in ihre Hand und befühlte das weiche Holz, bevor sie sie rauszog. Es war eine kleine schöne Eule mit leicht geöffneten Flügeln, in den brauntönen des Holzes.
"Die ist für dich, hab sie heute Nacht noch fertig gemacht"

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Re: Sommernachtstraum

Beitrag von Terael » 13.08.2013 - 00:27

Feroel betrachtete die Eule im ersten Moment eher skeptisch. Ihr Kopf suchte irgendwie zwanghaft nach einer Reaktion.
Zuerst fand er etwas über die Bedeutung, die Eulen im Urielsland hatten.
Weise, ja, aber das konnte sie sich selbst nicht zuschreiben. So richtig hell war sie ja nicht.
In ihrer Gegend galt sie ja auch für einen anderen Standpunkt, wegen der großen Augen und ihrem flauschigem Äußeren. Für die Einheit von Gut und Böse, diese... Dualität, wie es Ramieliten gern bezeichneten. Aber eigentlich... hoffte die Urielitin, daß es das nicht war.
Aber die Eulen, als Tiere, hatten eine Eigenschaft, die ihr sehr wohl gefiel. Sie waren in gewisser Weise urielitisch. Ihre Wahrnehmung war es. Und sie waren leise. Stille Gefährten, die nur dann etwas sagten, wenn sie mussten. Dann aber richtig...

Trotzdem wusste die Wegbewahrerin nicht so recht, wie sie nun reagieren sollte. Sollte sie sich freuen, verhalten sein, oder böse? In dem Moment, als sie die Holzeule entgegennahm, war sie nichts dergleichen. Kritisch und emotionslos. Sie betrachtete das Werk mit urielitischen Augen und suchte nach etwas, was auch immer es war.
"Mhhh", sagte sie zuerst, aber wirklich gut war das nicht. Eine Freundin hatte ihr ein Geschenk gemacht, sicher ein gut gemeintes... und sie sagte Mhh
Sie fand es gut. Nur in ihrem Zwang, irgendetwas positives auszustrahlen, strahlte sie gar nicht aus.
Ich finds cool, hab nur keine Ahnung, was ich jetzt sagen soll, ohne daß es dich enttäuscht, dachte sie und schaute die kleine Heilerin an.
"Ich finds cool, hab nur keine Ahnung, was ich jetzt sagen soll", sagte sie und starrte nachdenklich auf das Werk der Raphaelitin.

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Re: Sommernachtstraum

Beitrag von Kasima » 14.08.2013 - 13:31

Es war eine gänzlich andere Reaktion, als bei den anderen, den sie etwas geschenkt hatte. Vielleicht hatte die Urielitin noch nie etwas geschenkt bekommen und wusste nicht, was sie. Kasiael strahlte Feroel an.
"Du musst nichts sagen, wenn es dich freut, reicht das als Antwort. Ich hab gedacht, eine Eule passt irgendwie zu dir, also sie ist so aufmerksam und leise und schnell und gut im Fliegen.", versuchte sie zu erklären, doch fielen ihr nicht mehr passende Worte ein, das zu beschreiben was sie gefühlt hatte, als sie daran gedacht hatte Feroel eine Eule zu schnitzen. Es hatte einfach gepasst.
"und ihre Flügel sind wunderschön"

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Re: Sommernachtstraum

Beitrag von Terael » 18.08.2013 - 21:43

Zumindest nahm ihr die Heilerin ihre Reaktion nicht übel. Sie hatte schon das ein oder andere Mal etwas geschenkt bekommen, von Menschen. Das war komisch, denn meistens brauchte sie das eh nicht. Da musste man sich auch nicht freuen, sollen sie nur im Glauben sein, sie hätten ihr damit einen gefallen getan.

So eine Holzeule brauchte sie auch nicht. Was sollte man mit so einem Ding schon nüztliches anfangen... außer vielleicht, es einem Ketzer vor den Kopf zu schmeißen.
Aber trotzdem fühlte es sich anders an. Es war etwas, was Kasiael ganz speziell für sie gemacht hatte. Es war schön, daß sie das so sah, wie es sagte und die Eule hat sie gut getroffen.
Abwechselnd schaute sie von dem Geschenk zu dem kleinen Engel. Es fühlte sich schon etwas merkwürdig an, diese Dankbarkeit. Und es war auch irgendwie Stolz dabei, aber anders, als wenn man stolz auf sich selbst ist. Das schien irgendwie von Kasiael zu kommen.

Da passte es auch nicht wirklich, so etwas plumpes zu sagen. Nur wusste sie immer noch nicht, was sie stattdessen sagen sollte.
Also hielt sie lieber die Klappe, ging einen Schritt auf Kasiael zu und nahm sie in den Arm. "Danke", murmelte sie.

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Re: Sommernachtstraum

Beitrag von Kasima » 20.08.2013 - 18:24

Kasiael seufzte tief und selig als sie in die Arme genommen und gedrückt wurde. Es war einfach schön. Die Augen schliesend und sich an Feroel anlehnend genoss sie den Augenblick und fühlte sich einfach geborgen. Diese Reaktion der Urielitin glich schon eher denen, die sie schon gesehen hatte.
"Nichts zu danken, hab dich lieb", meinte sie und konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. Ganz feste drückte sie Feroel einen Augenblick.
Sie liebte solche Augenblicke, zog so viel Kraft aus diesen einfachen Gesten und konnte einfach Abstand zu allem gewinnen, zumindestens für den Augenblick.

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