Zur Stafe aller deiner Sünden

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Terael
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Zur Stafe aller deiner Sünden

Beitrag von Terael » 17.03.2013 - 14:56

Mittlerweile begann die Sonne, ihre volle Wirkung zu entfalten. Wenn man sich geschickt in den Wind stellte, der von Westen her kam, spürte man ihre wohlige, frühlingshafte Wärme. Mit dem Duft der Frühlingspflanzen, der von den Vogesen herübergeweht kam, wurde beinah jeder Anflug von schlechter Laune hinweggefegt.
Nur sollte man sich mit alldem beeilen. Die Wolken am Himmel hatten sich auf dieser Seite des Mare am Wasser verfangen und in ein oder zwei Stunden würde die Sonne dahinter verschwunden sein und der Wind wahrscheinlich drehen.

Für die Menschen im Kloster war das aber kaum ein Grund, die Arbeit sein zu lassen, um den Frühling zu genießen. Eine Gruppe Templer zu Pferden bereitete sich auf eine Patrouille in die Ruinen von Strasburg vor, die raphaelititschen Mönche und Beginen kümmerten sich um Tiere und Menschen, einige Novizen bereiteten einen Wagen mit Saatgut vor, der gleich das Kloster verlassen sollte.
Nur Em Christina schien kurz nur den Moment zu genießen, bevor sie mit einem wohlwollenden Nicken wieder im Inneren des Klosters verschwand.

An einer der drei Stege bereitete sich gerade ein Fischerboot darauf vor, abzulegen. In aller Frühe hatte es seine Netze ausgelegt und beim Einholen des Fangs hatte sich ein gerade erst erwachsener Mann, der die Fischerei erlernte, mit einem Haken die Handfläche aufgeschnitten. Die Wunde war nicht tief und einfach zu behandeln, hatte aber so stark geblutet, daß das Boot lieber das Kloster angesteuert hatte, um sie ordentlich versorgen zu lassen.
Und obgleich der Lehrling sich für dieses Mißgeschick und die Umstände, die er machte, sehr schämte, sein Meister sah es gelassen.
"Das gehört dazu", sagte er mit einem wissenden Lächeln, "das passiert dir zwei, drei Mal, dann hast du den Dreh raus"
Der Mann, Mitte dreißig, gegen den Wind und das Wasser dick angezogen, klopfte dem Jungen kräftig auf die Schulter und ging an Bord. Der junge Mann wusste nur nicht, ob er sich darüber freuen sollte.
Zwei andere Fischer waren schon dabei, die Netze zusammenzulegen. Der Fang hatte sich trotz allem gelohnt.

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Alessiel
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Re: Zur Stafe aller deiner Sünden

Beitrag von Alessiel » 27.03.2013 - 21:40

Ruhe und Frieden das war es was er gebraucht hatte.
Einen Ort wohin er sich zurückziehen konnte und nette Gesellschaft.
Seine grünen Augen verfolgten die geschickten Handbewegungen des Ordensbruders beim Pillendrehen.
Wiedereinmal war der Raphaelit beeindruckt wie geschickt und routiniert der andere Heiler doch mit den ganzen Instrumenten umging.

Immer mal wieder nippte Thorasiel an seinem Tee und genoss seine Pause.
Er saß auf einem Hocker und hatte seine Beine auf einen anderen ausgestreckt.

Doch plötzlich durchbrach etwas diese Ruhe.
Es wurde geklopft und eine Begine brachte einen jungen Mann herein.
Die Tasse wurde vorsichtig abgestellt und dann schwang sich der muntere Raphaelit elegant auf die Beine.
Seine freundlichen Augen sahen von der Begine zum jungen Mann.
"Musariel ich glaube es gibt Arbeit." Kam es von Thorasiel als er die Wunde des Jungen betrachtete.

Er nickte der Begine zu das nun die beiden Engel übernehmen würden.
Vorsichtig legte der Heiler seine Hände auf die Schultern des Jungen und lotste ihn zu einem Hocker wo er sich setzen konnte.
"Halb so schlimm das haben wir gleich." Thorasiels Stimme war sanft und sehr einfühlsam. Dann sahen seine Augen zum Ordensbruder.
"Man sieht das palmare Sehnengeflecht." Sagte er nachdenklich auf Latein zu seinem Bruder und begutachtete dabei den tiefen Schnitt in der Hand.

Lumael
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Re: Zur Stafe aller deiner Sünden

Beitrag von Lumael » 27.03.2013 - 21:45

Musariel schaute von seinem Tagewerk auf, er sah zu seinem Ordensbruder herüber und betrachtete die Hand des jungen Mannes.
Der Heiler nickte.
"Ja das sieht danach aus, ich überlasse dir gern die rRbeit dann muss ich hier nicht aufhören."
Kam es in Latein von dem Pillen drehenden Engel.
Damit war die Sache für ihn erledigt und er überließ die Arbeit seinem Bruder.

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Kasima
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Re: Zur Stafe aller deiner Sünden

Beitrag von Kasima » 27.03.2013 - 22:32

Sorael genoss die warmen Sonnenstrahlen auf ihrer Haut, während sie ruhig durch den Himmel flog.
Die Augen hatte sie dabei geschlossen und ein tiefer Seufzer entglitt ihrer Kehle.
Viel war in letzter Zeit passiert. Sie hatte einen guten Freund wieder getroffen, doch auch viel verloren.
Der Wunsch nach einer Pause, in der man einfach nichts tat, wurde immer lauter in ihrem Inneren.
Auch veränderte sich unaufhaltsam ihr Körper, vielleicht war es bald Zeit für ihre Rückkehr.
Der Urielitin schauderte bei dem Gedanken.
Sie würde sich ganz sicher nicht so hängen lassen, das hatte sie versprochen und noch immer hatte sie Aufgaben auf dieser Welt.
Die Traumsaat würde sich nicht von alleine zurückschlagen lassen.
So konzentrierte sich Sorael wieder auf den Flug, besser gesagt auf die Landung, denn fürs erste hatte sie genug geflogen und noch Zeit bis sie weiter musste.
Langsam flog sie tiefer und tiefer und kreiste um das Kloster, während sie noch die Sonnenstrahlen, welche wohl bald wieder hinter Wolken verschwanden.
Im Kloster herrschte schon geschäftiges Treiben und jeder schien seinen Aufgaben nachzugehen.
Ruhig landete die Urielitin an der Außenmauer und trat durch das Tor hinein, während sie den Templern grüßend zunickte.
"Könnt ihr mir sagen, wo ich den Ab finde?", fragte sie diese und lächelte dabei.

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Alessiel
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Re: Zur Stafe aller deiner Sünden

Beitrag von Alessiel » 28.03.2013 - 01:21

` Sehr hilfsbereit...`
Dachte der Heiler sarkastisch als er die Worte seines Bruders hörte.
Er zog sich einen Hocker heran und gab dem Jungen erstmal ein Tuch für die Hand damit er nicht alles vollblutete, dann setzte er sich.
Aus der Tasche zog Thorasiel ein Desinfektionsmittel und desinfzierte sich die Hände, der beißende vertraute Gestank stieg ihm sofort in die Nase.
Der Raphaelit sah dem jungen Mann in die Augen und lächelte sanft. "Keine Angst es wird nicht wehtun." Seine Stimme war sanft und sehr angenehm.
Sofort schickte er seinen Geist durch den Körper des Menschen, das kaputte Sehnengeflecht war schnell zu erkennen. Er könnte es nähen oder aber gleich mit seinen Mächten heilen.
Wenn Thorasiel seine Mächte in den Körper des jungen Mannes fließen lassen und die Wunde sofort heilen würde könnte der Junge sogar wieder einsatzfähig sein.
Doch die Prüfer hätten das anders gesehen. Hätten ihm gesagt das der Mensch selbst schuld sei und besser auf sich acht geben sollte. Es fast ein wenig als Strafe gesehen die Wunde nur zu nähen und den Funktionsverlust so gelassen.

Aber wenn Thorasiel ehrlich zu sich selbst war, wollte er den jungen Mann helfen. Missgeschicke passierten und nicht nur den Menschen.
Der Raphaelit konzentrierte sich auf die Wunde, stellte sich vor wie Sehnengeflecht und Fleisch wieder zusammenwuchsen.
Zelle für Zelle, Hautpartikel für Hautpartikel setzten sich wieder zusammen und wurden zu einem Ganzen.
Ein wohlig warmes Gefühl durchflutete den jungen Mann dabei und vertrieb jeden Schmerz.

Als nur noch eine rosige kleine Narbe zusehen war öffnete der Raphaelit wieder seine strahlend grünen Augen.
Freundlich lächelnd strich er mit seinem Zeigefinger über die Stelle wo ebend noch die Wunde gewesen war.
"Eine kleine Narbe wirst du zurückbehalten, aber auch die wird bald verblassen." Immer noch war Thorasiels Stimme freundlich und sanft.
"Wie heißt du eigentlich? Mein Name ist Thorasiel und das da hinten ist mein Ordensbruder Musariel."
Vorsichtig ließ der Heiler die Hand des jungen Mannes los und sah ihm weiter interessiert in die Augen.

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Terael
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Re: Zur Stafe aller deiner Sünden

Beitrag von Terael » 28.03.2013 - 15:05

Die Begine, die den Jungen in Empfang nahm, gab ihn gleich etwas mehr Zuversicht. Bei ihr hatte er eher das Gefühl, daß das nichts Schlimmes war, als bei dem Fischer auf dem Boot.
Da dem versichert wurde, daß man seine Hilfe nicht brauchte, blieb er dort und räumte die Sachen auf, die sie zum ersten Versorgen der Hand gebraucht hatten.

Sicher würden sich die Beginen gut um ihn kümmern, es gut verbinden oder nähen und in ein paar Tagen könnte er wieder seiner Arbeit nachgehen.
Doch als er in diesen Raum kam, da waren da zwei Engel.
Engel!

Als Kind hatte man ihm beigebracht, was man tat und sagte, wenn man wirklich einmal Einem gegenüberstand. Aber gerade er war sich sicher, daß keiner von denen, die ihm das erklärt haben, jemals einen Engel aus der Nähe gesehen hatten. Diese Schönheit, der Anmut, allein diese mächtigen Flügel! Sollte er jetzt wirklich Salve, Engel des Herrn oder so etwas sagen? Das wurde diesen Wesen doch gar nicht gerecht!

Er schluckte. "Salve, Herr", brachte er stotternd hervor und ermahnte sich, sie wenigstens nicht völlig perplex anzustarren, wenn er schon nichts besseres zu sagen hatte.
Er schaute auf den Boden. Er müsste schon wirklich ein schlechter Fischer sein, wenn sich schon Engel Seiner annehmen mussten.

Daß der Raphaelit so einfühlsam war, machte es aber besser. Und wo wäre er besser aufgehoben, als hier? Zumindest verschwand die Blässe aus seinem Gesicht, auch wenn er lieber den Mund hielt, bevor er was Falsches sagte. Was sollte er auch sagen? Sie wollten sicher nicht hören, wie blöd er sich beim Fischen anstellte. Aber ob nichts zu sagen gut war?
Sicher redeten sie über ihn, in ihrer Sprache.

Das Gefühl der Heilung hätte ihn aber eh sprachlos gemacht. Statt blass war er jetzt rot im Gesicht. Es fühlte sich wie eine Ehre an, das erleben zu dürfen, noch dazu bei einer solchen Lapalie.
Das er jetzt nach seinem Namen gefragt wurde... Hätte er doch lieber irgendwas gesagt...
Er schluckte, um den Kloß aus seinem Hals zu kriegen. Thorasiel und Musariel. Das durfte er nicht verkehrt machen.
"Josue ist mein Name, Herr Thorasiel", sagte er vorsichtig und sah den Engel kurz in die Augen, hielt dem Blick aber nur für den Bruchteil einer Sekunde stand.
"Danke für eure Hilfe", sagte er lieber gleich.

~~~~~~~~~~~~~~~~

Als Sorael durch das Tor kam, zogen die Templer gerade die Sattel nocheinmal fest. Sie hatten die Urielitin schon anfliegen sehen, jetzt begrüßten sie sie standesgemäß.
Einer der fünf bedeutete seinem Pferd am Platz zu bleiben und ging einige Schritte auf den Engel zu, aber das Pferd, sonst eigentlich gehorsam, folgte ihm sogleich.
"Salve, Herrin", begrüßte er die Wegbewahrerin und hielt sein Pferd am Halfter fest, "Em Christina ist in ihrem Raum, gleich der erste Rechts" Er zeigte auf die Tür des nächsten Klostergebäudes.

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Kasima
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Re: Zur Stafe aller deiner Sünden

Beitrag von Kasima » 28.03.2013 - 19:54

"Vielen Dank und euch einen guten Ritt", wünschte sie kurz den Templern und nickte beiden zu, während sie auch kurz die Pferde betrachtete. Schöne gut gepflegte Tiere. Sorael lächelte und nickte nochmal den Templern zu, bevor sie sich ins Kloster machte und der Wegbeschreibung folgte. Bevor sie jedoch an die besagte Tür klopfte, zupfte sie sich nochmal zurecht.
Dann trat sie vorsichtig ein und blickte Richtung Tisch.
Eine Begine war noch da, die gerade eine Liste von Dingen aufzählte.
Vermutlich wurden diese Sachen entweder gebraucht, oder waren gerade im Lager.
Still blieb sie stehen und beobachtete die beiden Menschen im Raum.
Tatsächlich war es kein Abt sondern eine Em, die das Kloster führte.
Sorael lächelte freundlich, während sie der Em zunickte und wartete, bis sie and der Reihe war.

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Alessiel
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Re: Zur Stafe aller deiner Sünden

Beitrag von Alessiel » 29.03.2013 - 04:51

Thorasiel fühlte sofort wie unsicher sich der junge Mann fühlte und lächelte noch ein wenig gütiger.
Doch als er ihn dann "Herr Thorasiel" nannte musste der Raphaelit doch leise und angenehm lachen.
"Du musst mich nicht Herr Thorasiel nennen. Thorasiel reicht."

Vorsichtig streckte der Heiler wieder die Hand nach Josue aus und bewegte die Hand ein wenig.
Ging die Grundarten der Bewegungen durch und stellte zufrieden fest das die Hand keinen Funktionsverlust aufwies.
"Deine Hand lässt sich gut bewegen und du müsstest auch keine Schmerzen mehr haben."

Aufmerksam sahen die strahlend grünen Augen dem jungen Mann wieder ins Gesicht.
"Josue...ein schöner Name mir gefällt er." Das gütige Lächeln blieb, behutsam ließ der Heiler die Hand wieder los, aber nicht ohne noch einmal über die kleine rosa Narbe sachte mit dem Zeigefinger hinüberzustreichen.
Gänsehaut schien sich auf dem Arm des jungen Mannes zu bilden ein Beweis dafür das auch die Nerven ihre Funktion erfüllten und keine neuronalen Störungen auftraten.

"Wenn ich fragen darf Josue wie ist das denn genau passiert? Ich meine das sah wirklich nach einer tiefen Wunde aus."
Thorasiels Stimme war weiterhin sanft und ruhig.

Carian
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Re: Zur Stafe aller deiner Sünden

Beitrag von Carian » 29.03.2013 - 10:25

Katherel hasste das Fliegen. Eigentlich komisch, schließlich war sie ein Engel Gottes, aber sie mochte es trotzdem nicht. Vielleicht lag es daran, dass sie in der Ausbildung so wenig Zeit und Ehrgeiz gehabt hatte, Flugmuskeln und Technik zu trainieren, so dass sie schnell ermüdete und Starts und Ladungen anstrengend und wenig elegant waren. Die Aussicht, auf ihrer weiteren Route entweder das Mare überqueren oder einen größeren Umweg nehmen zu müssen, hatte ihre Laune auf einen Tiefpunkt sinken lassen, und das schöne Wetter und die Tatsache, dass sie für ihre Verhältnisse gut voran kam, hatten da nur wenig gegen ausrichten können.

Da war das Kloster eine willkommene Ablenkung. Neugierig betrachtete die kleine Ramielitin das geschäftige Treiben und beschloss, hier eine Pause einzulegen. Das kam ihr sowieso gelegen, nachdem ihre Flugmuskeln schon wieder zu schmerzen begonnen hatten. Also ging sie in einen langgezogenen Sinkflug, um schließlich vor dem Kloster zu landen. Sie seufzte erleichtert, als ihre nackten Füße endlich wieder Boden unter den Füßen spürten, zupfte Rock und Ausrüstung gerade und betrat das Kloster. Sie würde sich erst anmelden, und dann sehen, was der Tag bringen würde.

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Terael
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Re: Zur Stafe aller deiner Sünden

Beitrag von Terael » 29.03.2013 - 14:57

"Nein, sie tut nicht weh", sagte er und griff ins Leere, um sicherzugehen.
Thorasiel schaffte es, das Selbstvertrauen des Jungen zu stärken - Ein wenig fühlte es sich so an, als hätte er schon einige Geschichten von ihm erzählt bekommen.

"Ich lerne das Fischen gerade", sagte er, immernoch etwas vorsichtig, "ich hab vorher erst einmal das Netz mit eingeholt, weil es eine schwierige Sache ist"
Er schaute auf die Hand. "Ich hab auf der falschen Seite einer der Haken am Netz zugegriffen, und als wir gezogen haben, bin ich abgerutscht und der Haken hat..."
Er zuckte etwas eingeknickt mit den Schultern. Er wusste es ja, daß man diesen Fehler nicht machen soll.
"Mein Lehrmeister hat gesagt, daß das schon mal passiert. Und mit den Sachen, die wir auf dem Boot hatten, hat es nicht mit bluten aufgehört, deswegen sind wir hergekommen"

~~~

Der Raum der Em wirkte recht geräumig, aufgeräumt und offen: Statt eines Tisches in der Mitte des Raumes, stand dort eine Sitzgruppe, auch mit Hockern für Engel. Der Tisch stand an der Wand zwischen Regalen. Es gab viel freien Raum, den wohl ab und an auch Kinder in Anspruch nahmen, denn Spielzeug lag in einem Schrank.

"Und etwas zum Entwurmen für die Tiere haben wir auch kaum noch, nachdem...", sagte die Begine und wurde von einem Zeichen der Em unterbrochen, die an ihrem Schreibtisch saß. Sie stand auf und begrüßte den Engel. Die Begine tat es ihr gleich und schaute die Em fragend an. Wenn ein Fremder Bote in das Kloster kam, dann war das wohl erstmal wichtiger.

"Komm herein", sagte Christina, eine stämmige, blonde Frau anfang vierzig. Sie strahlte auf den ersten Blick etwas sehr liebevolles und einfühlsames aus. Sie wandte sich noch kurz an die Begine. "Schick Sergei los, er soll die Sachen in der Stadt besorgen. Bei Sachen, die wir nicht dringend brauchen, soll er schauen, ob sich das lohnt"
Die Begine nickte, machte der Urielitin noch einen Knicks und schloss leise die Tür hinter sich.

Christina lächelte dem Engel zu und bot ihr einen Platz in der Sitzgruppe an.
"Es freut mich, daß du in unser Kloster gefunden hast", sagte sie und setzte sich selbst, "ich bin Em Christina. Wie kann ich dir helfen?"

~~~

Die Templer ritten gerade durch das Klostertor, als sie den nächsten Boten sahen. Daß zwei fremde Engel fast zeitgleich im Kloster ankamen, war keine alltägliche Sache.
Sie hielten an und stiegen von ihren Pferden. "Salve, Engel Jeremiels", sagte einer von ihnen, der gleiche, der auch die Urielitin begrüßt hatte.
"Kann ich euch helfen?"

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Alessiel
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Re: Zur Stafe aller deiner Sünden

Beitrag von Alessiel » 29.03.2013 - 15:47

Thorasiel hörte aufmerksam zu und bemerkte zufrieden das sich der junge Mann etwas entspannte.
Das Lächeln blieb weiterhin und wenn Thorasiel ehrlich war genoss er es dem Jungen so viel Einfühlungsvermögen wie nur irgendwie nötig entgegen zubringen. Hier war er frei und konnte entscheiden wie er es für richtig hielt, nicht wie es die Prüfer getan hätten.
"So etwas passiert, da hat dein Lehrmeister völlig recht. Aus Fehlern lernt man und wird sich stehts an das Ereignis wieder erinnern um so vorsichtiger wird man und vermeidet weitere solcher Fehler."
Der Raphaelit beugte sich ein Stück näher mit einem verschwörerischen Lächeln.
"Soll ich dir mal etwas verraten? Auch mir passieren ab und an Fehler. Zum Beispiel ist es nicht klug zwei Patienten den gleichen Termin zugeben. Man das war voll und ich überfordert."
Wieder lachte er leise, zwinkerte und seine grünen Augen strahlten dabei.

Er zog aus seiner Tasche ein sauberes Tuch und Desinfektionsmittel hervor, träufelte etwas davon auf das Stück Stoff.
Wieder nahm der Heiler behutsam die Hand von Josue und säuberte diese vom übrig gebliebenen Blut.
"Fischerei? Das klingt interessant. Ich habe mal geangelt. Das fand ich sehr entspannend."
Sagte Thorasiel sanft und freundlich, sah dabei auf die Hand des jungen Mannes die er gerade reinigte. Dabei fiel ihm eine kleine weiße Strähne ins Gesicht die sich aus dem Knoten gelöst hatte. Doch der Heiler störte sich nicht weitere daran.

Carian
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Re: Zur Stafe aller deiner Sünden

Beitrag von Carian » 29.03.2013 - 16:13

Katherel sah die Templer neugierig an, so wie andere eine interessante Pflanze oder ein verletztes Tier betrachten würden. Automatisch begann ihr Geist, die Menschen zu analysieren, den Zustand der Pferde zu bewerten, die Ausrüstung zur Kenntnis zu nehmen, um vielleicht einen Rückschluss auf das Ziel der Gruppe zu erhalten. Jedes Detail wurde sorgsam begutachtet, katalogisiert und abgespeichert.

"Salve", erwiderte die kleine Ramielitin dann den Gruß. "Ich habe eine lange Reise hinter mir und den größten Teil noch vor mir, und würde mich daher ein wenig in diesem Kloster ausruhen. Ich nehme an, ich soll mich zuerst beim Ab melden?"

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Kasima
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Re: Zur Stafe aller deiner Sünden

Beitrag von Kasima » 29.03.2013 - 16:27

Sorael nickte der Begine ebenfalls grüßend zu, während sie sich umschaute. Kinderspielzeug?
Anscheinend war die Em mit Kindern gesegnet, oder sie hatte eine Vorliebe für Kinder, oder beides.
Auf jeden Fall klang es amüsant, dass Kinder in diesen doch so ernsten Räumen spielen würden.
Leicht sah man die Erschöpfung der Urielitin an. So wie die Em aussah, war sie sicherlich auch eine gute Mutter.
Sorael spürte die Wärme ihres Lächelns.

"Salve Em, Ich bin Sorael von den Urieliten. Ein Zimmer zum ausruhen und ein paar Tage Rast, wären gut.
Wenn es keinen Platz gibt, kann ich auch weiter ziehen"
Man wusste ja nicht welche Geschwister schon untergebracht waren und sonst herrschte Reges treiben in diesem Kloster.
"Wenn es etwas zu tun gibt, kannst du es mir auch sagen. Ich werd dann schauen was ich tun kann", schlug sie gleich auch vor, "Aber erstmal ein ruhiges Zimmer wäre große Klasse"

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