Insubordinata

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Kasima
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Insubordinata

Beitrag von Kasima » 02.09.2013 - 14:04

Da sollte Alyssiel doch tatsächlich noch eine Urielitin aufnehmen, das obwohl Terael schon fast wieder bei ihr war und auch die Begründung war alles andere als erfreulich. Die Oberen wollen, dass sie "erzogen" wird und hoffen, dass eine Michaelitin helfen kann. Sie wusste, dass diese Feroel eigentlich statt Terael zu ihrer Schar hätte kommen sollen, aber sie dann auch noch so aufgedrückt zu bekommen. Grummelnd ging sie durch die Flure des Klosters und wusste nicht recht was mit sich anzufangen, denn eigentlich hätte diese unverschämte Urielitin schon vor Stunden auftauchen und sich melden sollen. Immer wieder ging sie unmutig die Gänge auf und ab und war froh dass die Monachen und Beginen des Klosters schlau genug waren nicht in ihre Nähe zu kommen, oder anzusprechen.
Nicht nur die Urielitin brachte sie nahezu zu weißglut, sondern auch das Wetter und die Tag-Nacht Umstellung machten ihre zusätzlich zu schaffen, was ihre Laune nicht gerade verbesserte. Vielleicht sollte sie sich einfach mit Mirael austoben. Immerhin ist er Gabrielit und kann ein paar Schläge ab.

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Terael
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Re: Insubordinata

Beitrag von Terael » 02.09.2013 - 16:02

Flieg von A nach B über C. Menschen konnten manchmal schon nerven mit ihrer Umständlichkeit. Konnte sie nicht direkt zum Auftrag fliegen, ohne noch in ein Kloster zu müssen? Sie hatte im Himmel so schon kaum eine Pause. Was sie nun machen sollte, wusste sie auch immer noch nicht. Also flog sie wohl Umwege durchs Urielsland ohne zu wissen, warum sie das tat.
Als sie gesagt hatte, wie lange sie brauchte, hat sie eine halbe Stunde draufgelegt, um einen Stop am Grado zu machen, von dem sie vor ein paar Tagen noch geschwärmt hatte. Die kleine Raphaelitin, mit der sie geschwärmt hatte, hatte gute Arbeit geleistet, ihrem gebrochenen Flügel ging es wieder gut, nach ein paar anfänglichen Schwierigkeiten.

Das war auch gut. Es regnete in Strömen.
Ungefähr auf der Hälfte der Strecke von ihrem Rastplatz zum Kloster erspähte sie dann auf einem Feld etwas. Ziegen, ihre Hirten und wie sie mit ihren Wanderstäben ihre Tiere gegen ein Leopardenweibchen zu verteidigen versuchten, daß in schnellen Attacken versuchte, eines der Tiere zu reißen.

Das ging ja nun gar nicht. Klar, so ein Tier kann einen Menschen töten, aber wer mit Ziegen im Urielsland umherrennt, sollte daran denken, wo er war. Und immerhin gab es sanftere Methoden, so ein Tier wieder loszuwerden, als mit einem Stock nach ihm zu schlagen.
Sollen sie doch froh sein, daß jemand im Dschungel für Ordnung sorgt... Sie können ja gern mit einem Hort Schlangen tauschen

Also landete sie... in einem Reisfeld, nach mehreren Tagen Regen.
Sie konnte das Tier beruhigen und fortschicken, den Menschen erzählen, was sie tun hätten sollen, der Einzige, der darunter litt, war ihr Kriegsrock, der bis zu den Knien voller Schlamm war.

Sie hatte einen zweiten Kriegsrock dabei, aber bevor sie sich vor den Menschen auszog, flog sie lieber dreckig weiter. Das Problem war nur, daß der Regen irgendwann aufhörte und der Schlamm zu einer festen, bröckeligen Masse wurde.


Bis zum Kloster war es noch ein Stück, so daß sie dieses Detail fast vergessen hatte, als sie dort ankam.
Schwungvoll landete sie im Klostergarten, rückte ihre Sachen zurecht und sah nach unten.
"Argh!", fluchte sie laut und ballte die Hände zu Fäusten, "Verdammt, es regnet ständig, nur wenn ich mich einsau nicht, oder was?"
Sie klopfte daran herum, so daß der Großteil abfiel und einen schwarz-grauen Schleier auf ihrem Kriegsrock hinterließ, der fast noch schlimmer aussah als Schlamm.
"Aahh!"

Leicht angesäuert kramte sie ihren zweiten Kriegsrock hervor, realisierte dann aber, daß die Leute im Kloster sie eh schon ziemlich komisch ansahen. Eine Cella hatte sie noch nicht, also musste sie wohl erst zur Em. Sie stopfte den Kriegsrock also wieder in die Tasche.
Zum Glück war es ein urielitisches Kloster...

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Alessiel
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Re: Insubordinata

Beitrag von Alessiel » 03.09.2013 - 12:36

Ihre grünen Augen fixierten sich, aufmerksam, gefährlich, abwartend bis einer von ihnen den nächsten Zug tun würde.
Der Atem ging schneller, aufgepeitscht vom Adrenalin. Die Muskeln angespannt, verhärteten sich.
Schweiß vermischte sich mit dem prasselnden Regen der auf Mensch und Engel niederging.

Ein verflixter Vorteil blieb dem Templer, er kannte sich in diesem schummrigen Licht aus, war es gewöhnt, doch Mirael musste erst noch damit zurecht kommen lernen.
Der Mann vor ihm, war flink, schnell und hatte einen kräftigen Schlag, ihm machte anscheinend nichts aus das er mit einem Engel trainierte der jetzt schon die Scriptura trug. Dem Templer war es egal schonen tat er Mirael nicht. Was den weißblonden Sendboten mehr als recht war, das Training gefiel ihm.

Da plötzlich zuckte ein Muskel und der Templer der sich als Diego vorgestellt hatte griff an, Mirael war entschlossen dem Angriff standzuhalten.
Waffen klirrten auf Waffen, der Gabrielit wehrte den Angriff ab doch der Templer schien nicht aufzugeben und versuchte weiterhin mit genug Kraft durchzukommen.
Mirael war überrascht wie sehr sich dieser Templer doch jedesmal wieder ins Zeug legte und drückte ebenfalls seine Kraft in den Angriff. Da standen sie nun funkelten sich an und versuchten ihre Kräfte zu messen. Mirael war der Boden zu rutschig geworden immer wieder musste er aufpassen das er nicht abrutschte und sein Gleichgewicht verlor, aber er musste auch dem Angriff standhalten, dazu dieses schummrige Licht von einigen kleinen Lichtspendern.
Das waren erschwerte Trainingsmaßnahmen, doch dem Streiter machte das keinesfalls etwas aus, ganz im Gegenteil es tat ihm gut.

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Kasima
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Re: Insubordinata

Beitrag von Kasima » 04.09.2013 - 21:55

Ebenso leicht angesäuert wie die Urielitin machte sich die Michaelitin auf den Weg zum Trainingsplatz, an dem Mirael gerade schon trainierte. Sicher würde er auch mal mit ihr einen Schlagabtausch liefern. Es würde sicher helfen ihre Gefühle etwas zu zügeln. Doch da wurden ihren Gedanken von leisen Flüchen unterbrochen.
"Na, wen haben wir denn da", meinte sie während ihre Augen förmlich die Urielitin anfunkelten, "War das Schlammbad angenehm?"

Feroel blieb abrupt mitten in der Bewegung stehen, drehte den Kopf zu der Michaelitin und rollte gut sichtbar mit den Augen.
Sie spielte sie ebenso gekünstelt nett, wie die Michaelitin auch. "Oh, liebe Urielitin, willkommen in dem Urieliskloster im Urielsland, wie war dein Flug? Oh, das ist nicht rein zufällig ein Heimatkloster in deinem Heimatland?"
Sie hörte mit dem Spielen auf und schaute ebenso richtig wütend, wie sie jetzt sprach. "Seh ich so aus, als hätte ich Spaß gehabt? Ich hab Ziegenhüter vor einem verdammten Leoparden verteidigt! In einem beschissenen Reisfeld!"
Sie drehte sich um und ging ihren Weg weiter und schaute auch nicht wieder zurück. "Wenn den ganzen Tag in nem Kloster versauert, kennt man das natürlich nicht", meinte sie wie beiläufig, "also lass mich in Ruhe, ich geh zur Em. Und kämm dich mal"

Wenigstens Pfeffer hat sie, dachte Alyssiel und funkelte sie weiter an.
"Seh ich so aus, als würde ich Mutter für eine verzogene Urielitin spielen wollen?!", antwortete sie ebenso wütend, "Geh dich erstmal waschen, bei deinem Anblick wird die Em noch das weite suchen"

Die Wegbewahrerin ging einfach weiter, ohne wegen der Michaelitin nocheinmal stehen zu bleiben. "Besorg dirn Rückgrat", sagte sie, "und etwas Schlagfertigkeit. Dann reden wir weiter... Mutti"

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Terael
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Re: Insubordinata

Beitrag von Terael » 05.09.2013 - 22:38

Feroel löste ihren Urielitenzopf, während sie durch die Gänge des Klosters ging. Sie war vor der Michaelitin schon sauer gewesen, jetzt war sie es ganz recht.

Eigentlich war es ihr egal, was Menschen davon hielten, aber bei einem Ab oder einer Em war das ein klein wenig etwas anderes.
Sie klopfte an die Türe und wartete nur einen Moment bevor sie einfach hereinging.
"Hi", sagte sie ohne Umschweife und sah sich nebenbei die Em genauer an, "wo muss ich denn hin?"

Braune Augen hoben sich und blickte zu dem Engel der gerade eingetreten war auf, musterten kurz die Urielitin und senkten sich wieder auf das Papier, welches vor ihr lag. Bei ihr stand ein Monach, augenscheinlich ramielitisch, welcher der Em bis gerade eben noch etwas vorgetragen hatte. "In Ordnung, mach das so. Sieht gut aus. Wir können später weiter reden", ernst klang ihre Stimme, so wie es wohl ihre ganze Art war. Streng saß ihre Kleidung, ihre Haare nach hinten geflochten ohne das eine Strähne hinaus fiel. Nur die Holzperlen in ihrem Haar störten das Strenge aussehen. Nachdem der Monach sich verabschiedet hatte, hob sie wieder den Blick um Feroel anzuschauen und nun endlich auf sie zu reagieren.
"Willkommen, du musst Feroel sein, richtig?", fragte sie und ein leichtes Lächeln legte sich auf ihre dünnen Lippen.

"Ja, bin ich", meinte sie, nachdem ihr Blick dem der Em gefolgt war. Sie schien eher streng mit den Leuten umzugehen, so, wie sie aussah. Aber zum Glück Urielitisch.
Trotzdem war die Wegbewahrerin etwas ungeduldig.
"Ich hatte nen Leopardenweibchen auf dem Weg und Hirten mit Ziegen. Auf einem Reisfeld", sprach sie schnell, "ich zieh mich noch um, bevor ich weiterfliege"

"Weiterfliegen? Nach meinen Informationen solltest du eine Woche hier bleiben und die hiesige Schar unterstützen", leicht zog sich eine Augenbraue nach oben von der Frau, "Übrigens mein Name ist Elena"

"Ja, es sollte gleich losgehen, sobald ich..."
Feroel hielt mittem in Satz an. Sie schaute im Raum herum, nach einem Sinn suchend und schaute die Klosterführerin dann fragend und unverständlich an.
"Schar?", fragte sie nocheinmal nach. Die Vorsicht, die sowieso schon nicht allzu groß war, bei der Laune, die sie hatte, war ganz verflogen.
"Sag das bitte nochmal, ich höre manchmal schwer", meinte sie.

"Ich kann es dir auch zwanzig Mal wiederholen. Du solltest die Schar hier unterstützen, solange der Urielit fehlt, solange du mir nicht andere Befehle überreichst. Ich habe auch einen Auftrag für euch, aber du solltest ertsmal in Ruhe ankommen und dich einrichten", sprach Elena ruhig und blickte Feroel dabei direkt in die Augen.

Feroel hielt dem Blick der Em eine Weile stand. Nicht nur, daß der Ton nicht wirklich angebracht war, Feroel war auch schon wieder total genervt und wütend.
Sie schaute zur Seite und verrollte die Augen. "Ist klar", meinte sie in sarkastischem Ton, "mit ner Schar rumhängen, obwohl ich alleine viel mehr erreichen kann. Na, wenigstens ist die Michaelitin nett"
Sie sah Elena ebenfalls in die Augen. Nicht wütend zu schauen gelang ihr nicht ganz. "Ich hoffe, das ist irgendwas, wo ich etwas tun soll, wofür ich ausgebildet worden bin und trainiert habe. Wenn das nämlich irgendso ein komm-mal-ein-bisschen-runter-Blödsinn ist, kann ich dir versichern, Elena, es wird genau das Gegenteil passieren"
Sie hob ihren Bogen hoch und straffte die Flügel. Wenn es nach ihr ginge, wurde es Zeit, daß der Tag zuende ist, aber der Wunsch würde sich nicht erfüllen.
"Gibts sonst noch was oder kann ich mich umziehen gehen?"

Immer noch schien die Em nicht aus der Ruhe bringen zu lassen, selbst als Feroels Wut nicht mehr zu bändigen war.
"Du kannst dich umziehen gehen, die Cella drei Abzweigungen grade aus und dann links", erklärte sie kurz, "Grüß Alyssiel von mir"

Die Ruhe der Em machte es nicht besser. Sie nickte, aber mehr für sich. "Danke", meinte sie wieder sarkastisch, "wenn ich mich verlaufe, frag ich nen Urieliten"
Sie drehte sich um und öffnete die Tür. "Nein Moment", sagte sie beim Hindurchgehen vor sich her, "ich bin ja selbst Urielit. Wen soll ich denn dann fragen?"

"Den Herrn, der kennt alle Wege", antwortete sie lächelnd und nickte nochmals grüßend, um sich dann erneut ihrer Arbeit zu widmen.

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Terael
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Re: Insubordinata

Beitrag von Terael » 08.09.2013 - 17:01

Mit geballten Fäusten stapfte Feroel durch das Kloster und jeder, der ihr auf dem Weg entgegen kam, ging ihr lieber aus dem Weg. Das war auch ganz gut so.

Was erlaubte sich diese Em eigentlich, so mit ihr zu reden? Das würde sie noch bitter bereuhen, dachte sie, als sie die Tür zur Wäscherei aufmachte.
Der Novize, der dort gerade einige Sachen zusammenlegte und sich zu ihr umdrehte, war der erste, der sie anlächelte, obwohl Feroel ihn mehr oder weniger anfunkelte. Aber sie bemerkte selbst, daß er ja nun eigentlich nichts für ihre Laune konnte und schaute stattdessen nicht ihn böse an, sondern einfach nur schlecht gelaunt. Immerhin konnte er seinen Posten ja nicht einfach verlassen.
"Dreh dich um!", verlangte die Wegbewahrerin und fing erst an, ihren Kriegsrock auszuziehen, als er ihr bereitwillig folge leistete.
Als sie dann den sauberen Kriegsrock angezogen hatte, drückte sie dem Novizen den Anderen in die Hand. "Mach den mal sauber", meinte sie trocken, aber der Novize verlor nichts von seiner Freundlichkeit.

Ihr nächstes Ziel war auch nicht die Cella, sondern das Lager, das sich gleich neben dem Trainingsplatz befand. Sie flog die Strecke, eigentlich um dieser Michaelitin aus dem Weg zu gehen, aber zu ihrem Leidwesen war die gerade eben dort. Zusammen mit einem Gabrieliten, der schon das Scriptura trug.
Feroels Wut, die gerade begonnen hatte, sich zu legen, kehrte sofort wieder zurück. Einen Moment lang funktelte sie der Michaelitin entgegen, dann drehte sie sich um und ging in das Lager.

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Kasima
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Re: Insubordinata

Beitrag von Kasima » 10.09.2013 - 10:08

Alyssiel verkniff sich jegliche Antwort und ging selbst ihres Wegs. Sie kochte förmlich vor Wut und brauchte irgendetwas um ihre angestauten Gefühle loszuwerden, sonst würde sie wohlmöglich noch auf diese unverschämte Urielitin losgehen. Meint sie etwa, Alyssiel hätte sich das ausgesucht? Ihr stank es genauso wie der Urielitin. Die Michaelitin wollte keinen anderen Urieliten und vor allem nicht einen zum erziehen. Gut, dass Auriel es abgewendet hatte, dasss sie fest in die Schar eingeplant wurde. Gut, dass bald wieder Terael bei ihr sein würde.
Wütend schnaubend ging sie auf die trainierenden zu und funkelte Mirael und den Templer an.
"Kann ich dich ablösen?", fragte sie so ruhig wie möglich den Templer und blickte Mirael an.
*Ich brauch irgendwas zum drauf hauen sonst geht noch was zu Bruch*, sandte sie zu Mirael, sich sicher, dass er ihrer Wut stand halten konnte.

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Alessiel
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Re: Insubordinata

Beitrag von Alessiel » 10.09.2013 - 13:34

Beide gaben nicht nach, der Gabrielit sah das Feuer in den Augen des Templers und begann sogar ganz sachte halbseitig zu Lächeln.
Diego provozierte ihn mit seinem Blick und irgendwie gefiel Mirael das Temperament des Mannes vor ihm.
Selten hatte er so einen Mensch kennengelernt. Eigentlich war es schon ein Frevel so wie sich Diego verhielt aber irgendwie mochte der Streiter das an dem Mann, er behandelte ihn wie einer von ihnen.

Die Schwerter klirrten und sie stoben wieder auseinander, nahmen Abstand.
Keuchend belauerten sich die beiden, jeder beobachtete den anderen wann dieser wieder angreifen würde.
Doch da erklang die Stimme seiner Michaelitin im Geiste.
Schnell gab er Diego ein Zeichen für eine Pause, das sie mal vereinbart hatten.
Der Urielstempler begann ein wenig zu grinsen, die Augen des Mannes sahen den Engel fragend an.
Mirael musste ebenfalls ein wenig grinsen und schüttelte den Kopf. "Nein ich gebe nicht auf, aber meine Michaelitin möchte etwas von mir."

Beide sahen sich verwundert nach Alyssiel um, denn sie waren so in ihrem Kampfgeschehen gewesen das sie die anderen beiden Engel ausgeblendet hatten.
Diego nickte ihr nur zu und, drückte dem goldenen Engel das Übungsschwert in die Hand.
"Rutsch nicht aus Mirael."
Grinste der Templer wieder ein wenig provokant in die Richtung des Gabrieliten, dann verschwand er vom Trainingsplatz.

Der Streiter begann einseitig zu Lächeln, er mochte Diego in der Zeit die sie schon hier waren war der raubeinige Templer eine Art Freund für ihn geworden.
Er wusste auch das die Worte des langhaarigen Mannes keine bösen waren.

Die hellgrünen Augen wandten sich der Michaelitin zu. Ruhig lag sein Blick auf ihrer Gestalt.
Alyssiel schäumte nur so vor Wut, das war nicht gut.
Der weißblonde Engel wischte sich den Schweiß von der Strin.
*Mit Wut im Bauch zu Kämpfen macht Blind vor Zorn. Du solltest dich erstmal ein wenig aufwärmen und dabei vielleicht ein wenig abreagieren. Dann sehen wir weiter.*
Meinte der Gabrielit ruhig.

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Re: Insubordinata

Beitrag von Kasima » 10.09.2013 - 18:45

Alyssiel knurrte leise, als der Templer vor ihr noch Scherze mit dem Gabrieliten trieb. Konnte er das nicht wann anders machen?
Dann verschwand er endlich und ihre förmlich Feuer sprühende Augen legten sich wieder auf Mirael.
*Ich bin warm genug und lass deine Belehrungen. Ich bin grad nicht wirklich in Stimmung dafür, belehrt zu werden*
Dann kam auch noch diese Urielitin wieder. Warum musste sie ausgerechnet hier her kommen, konnte sie nicht einfach in irgendeinen Wald verschwinden und Hirten bei der Wache helfen? Sie schien das ja gut zu können.
Abneigung lag in ihrem Blick, als sie kurz Feroel musterte, welche Gott sei Dank wieder verschwand. Das Übungsschwert lag gut in ihren Händen und hätte fast ein Ziel in der Urielitin gesucht. Bald würde sie einfach platzen, wenn nicht irgendwas passieren würde. Ihre Haare begannen leicht zu knistern, während sie sich fast unbewusst auflud.
Ohne Vorwarnung wandte sie sich wieder um und griff ihren Gabrieliten frontal an. Legte Wut in ihren Angriff, was diesen umso stärker machte.

Zerstörung
Tod, Desillusionierung, Verlust, Kritik, Voreingenommenheit

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Terael
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Re: Insubordinata

Beitrag von Terael » 10.09.2013 - 19:54

Im Lager war auch ein Monach. "Kann ich helfen?", fragte der auch so komisch freundlich, daß Feroel glaubte, irgendwas ging in diesem Lager vor.
"Nein", grummelte sie und verschwand zwischen den Regalen, in der Hoffnung, der Mann würde das auch ernst nehmen.

In diesem Lager gab es alles Mögliche. Sie streunte aber auf der Suche nach etwas bestimmten durch die Gänge. Vorbei an Saatgut, Tierfutter, Verbandsmaterial und dem Essen fand sie schließlich, wonach sie suchte.
"Mhhh", murmelte sie, als sie die Flaschen durchsah. "Weizen aus Alba", stellte sie fest, "und Rauchbier aus Sargossa... als ob ich Schinken trinken würde" Sie suchte weiter. "Starkbier aus Madrid, auch nicht schlecht" Sie begutachtete die Flasche und stellte sie dann wieder in das Regal.
"Heee!", machte sie dann, "das Helle vom Monte" Endlich bekam der Tag eine positive Wendung. Sie steckte ein paar Flaschen in ihre Tasche und nahm sich aus einem anderen Regal noch ein paar Nüsse mit, bevor sie wieder aus dem Lager verschwand. Der Monach sagte noch irgendwas, aber das überhörte sie.

Bevor sie wieder diese komische Michaelitin - ihre erste Michaelitin - zu lange ansehen musste, hob sie ab und landete in der Nähe eines Baumes am Klostereingang. Dort setzte sie sich hin und machte die erste Flasche auf. "Zum guten Bier ein paar Erdnüsse", murmelte sie, "das lob ich mir"

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Re: Insubordinata

Beitrag von Alessiel » 11.09.2013 - 11:20

Miraels Augen verengten sich bei Alyssiels Verhalten, er hasste es wenn er sie einfach so ohne einen wirklichen Grund anging.
Nur weil sie schon wieder auf jemand anderen wütend war hieß das noch lange nicht das sie es auch auf ihn sein sollte.
Dann sah er auch den Grund für ihre Verstimmung jedenfalls glaubte er das die urielitische Schwester dort der Grund war denn plötzlich wurde seine Michaelitin noch wütender und griff ihn ohne Vorwarnung an.

Bilder tanzten vor seinem geistigen Auge und er erinnerte sich sofort wieder an das damalige Ereignis wo Alyssiel ihn fast umgebracht hätte.
War es wieder so weit?
Der Gabrielit parierte den Angriff der Michaelitin sofort und brachte sie dann mit einem starken Angriff von ihm aus dem Gleichgewicht, so das sie nach hinten fiel.
"Alyssiel!"
Donnerte seine kräftige Stimme, die hellgrünen Augen blitzten nur so vor Zorn. Fast war es als würde der leibhaftige Zorn Gabriels dort über stehen.

*Hör auf dich wie ein Kind zu benehmen und lass mich aus dem Spiel! Das haben wir doch hinter uns! Ich kann nichts für deine verdammten Launen! Wenn ich dir sage du hast dich aufzuwärmen dann hast du das zu tun. Ich bin Gabrielit auf dem Trainingsplatz gelten meine Regeln! Wenn du wütend bist dann aber nicht auf mich, lass mich aus dieser Sache heraus ich habe damit nichts zu tun! Lass deine Launen also nicht an mir aus!*
Auch die mentale Stimme hatte einen kräftigen Nachdruck, man spürte regelrecht den Zorn des kämpfenden Engels.

Dann trat er ein paar Schritte zurück und fixierte seine Michaelitin aus den drohenden hellgrünen Augen.
Mirael war ein ruhiger Engel, doch wenn man ihn so sah dann wusste man das man es übertrieben hatte.

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Re: Insubordinata

Beitrag von Kasima » 13.09.2013 - 13:28

Matsch spritze, als Alyssiel rückwarts zu Boden stürzte und mit ihren Armen den Sturz abfing. Keuchend saß sie da, den fahlen Gemschack des Drecks im Mund und dem wütenden Anblick ihres Streiters entgegen blickend. Der Schlag hatte ihr die Luft aus dem Körper gepresst und dumpf spürte sie den Schmerz pochen. Wenn sie selbst nicht die rasende Wut spüren würde, welche ihre Adern förmlich zum kochen brachten, würde Miraels Anblick sie erschrecken.
*Verdammt noch mal! Ich bin nicht wütend auf dich! Ich will nur ungern Eigentum des Klosters zerstören! Sie können die Übungsgeräte sicher nicht so schnell austauschen wie im Himmel!*
Sie funkelte Mirael an und rappelte sich auf, schmiss das Übungsschwert unachtsam zu Boden und machte kehrt, um sich in die Lüfte zu erheben.
*Wenn du dich mir nicht stellen willst, muss ich mir halt was anderes suchen!*
Mirael war der einizge, dem sie zutraute ihrer wütenden Kampfeslust standzuhalten, ohne verletzt zu werden. Vielleicht gab es einen Baum, den sie als Zielscheibe ihrer Wut nehmen konnte.

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Re: Insubordinata

Beitrag von Alessiel » 13.09.2013 - 13:39

Seine grünen Augen funkelten nur so vor Wut und Zorn, als sie sich in den Himmel erhob.
Mirael war fassungslos sie benahm sich wie ein kleines Kind nicht wie ein Engel Michaels.
Er hatte sie doch nur von sich gestoßen weil sie so plötzlich auf ihn eingeschlagen hatte, sie müsste doch am besten wissen was das in Mirael ausgelöst hatte.
*Du verstehst mal wieder alles falsch! Alyssiel du bist einfach auf mich zugelaufen und hast mich gerade angegriffen! Einfach so ohne Vorwarnung! So trainiere ich nicht mit dir, wenn du etwas runtergekommen bist dann vielleicht!*

Mirael atmete genervt aus, er ließ sich doch hier nicht wie den letzen Dreck behandeln.
Seine Hand streckte sich aus und hob das Übungsschwert wieder auf.
Aus dem Augenwinkel sah er Diego dort stehen der ihn beobachtete, der Gabrielit zuckte mit den Schultern und sah den Mann verzweifelt aber auch entschudligend an.
Doch Diego nickte nur verstehend.

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