Insubordinata

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Kasima
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Re: Insubordinata

Beitrag von Kasima » 15.09.2013 - 00:31

Alyssiel achtete nicht auf Miraels wutentbrannte Stimme in ihrem Kopf. Es war im Einklang ihrer Gedanken, ihrer eigenen Wut, stattdessen entfernte sie sich schnell von dem Platz und landete vor den Klostermauern, nahm den erst besten Baum udn schlug mit ihrem Schwert darauf ein, entlud die Spannung die sie aufgeladen hatte und knurrte. Ein weiterer Schlag rammte sich in den Baum, ehe sie langsam zu Boden sank. So sehr es ihr nicht passte, Mirael hatte mal wieder recht. Sie sollte sich nicht so aufspielen.
Doch nervte sie einfach das Gehabe der Kirchenoberen, aber vor allem diese Urielitin, die glaubte sie hatte es sich gewünscht eine schlecht erzogene Göre zu bekommen. "Verdammt noch mal!", schimpfte sie vor sich hin und verpasste dem Baum eine weitere Kerbe.
Vielleicht wollen sie ja, dass sich zwei Gören gegenseitig erziehen, kam ihr nüchtern ein Gedanke und sie verzog das Gesicht. Alyssiel wusste gut genug, dass sie oft kein leichter Umgang war. Gott sei Dank würde Feroel nicht lange bleiben, außer die Oberen sahen vor, dass sie zwei Urieliten bekommen sollte. Sie sollte es einfach hinter sich bringen. Genervt drehte sie sich um und atmete noch ein paar Mal durch ehe, sie sich wieder in die Luft erhob um wieder in den Kirchenhof einzutreten.
"Feroel!", rief sie laut, da sie nicht wusste wo die ungewollte Urielitin sich aufhielt.
Alyssiel musste sie, ob es ihr gefiel oder nicht in die Seele aufnehmen, alles andere würde die Arbeit nur erschweren.

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Terael
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Re: Insubordinata

Beitrag von Terael » 15.09.2013 - 12:12

Mit dem Bier und den Nüssen, die sie dazu aß, beruhigte sich die Urielitin schnell wieder. Wütend war sie zwar immernoch, aber nicht mehr so impulsiv wie vorher. Und das lag gar nicht mal so sehr an dem, was sie zu sich nahm, sondern nur daran, daß es ihr schmeckte und daß sie ihre Ruhe hatte.

Das dann jemand auf einen Baum einschlug, störte sie nicht einmal so sehr. Mit Bäumen war sie kürzlich auf Kriegsfuß gewesen und solange niemand einen fällte, könnte man sagen, sie haben auch etwas Prügel verdient.
Als Nächstes wurde sie gerufen, unüberhörbar von der Michaelitin. Wenigstens klang es nicht mehr wütend, aber wenn sie wollte, daß die Urielitin jetzt aufstand und irgendwo hinrannte, dann hatte sie sich getäuscht.

"Hier", rief sie nur zurück und wartete, bis die Michaelitin in Erscheinung trat. Feroel blieb am Baum sitzen, aß weiter ihre Erdnüsse und nippte ab und an an ihrem Bier. Wütend sah sie gar nicht mehr aus, eher entspannt, und als Alyssiel dann kam, streckte sie ihr ein Bier entgegen. "Auch eins?"

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Kasima
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Re: Insubordinata

Beitrag von Kasima » 16.09.2013 - 13:29

Feroel meldete sich, jedoch machte keine Anstalten selbst zu kommen. Alyssiel grummelte leise und näherte sich der Urilelitin, die ihr gleich darauf ein Getränk anbot. Stirn runzelnd blickte die Michaelitin sie einen Moment an.
"Was ist das?", fragte sie ehrlich wissend wollend und versuchte ihre aufbrausende Art in Schach zu halten.
"Von den Nüssen würde ich was nehmen", folgte dann.
Im Gegensatz zu vorher, als Feroel verdreckt war, hatte jetzt die Michaelitin Dreckflecken an ihrem Kriegsrock, doch lies sie sich nicht davon stören.
"Ich muss dich in meine Seele aufnehmen, dann muss ich nicht ständig über den Hof schreien"

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Terael
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Re: Insubordinata

Beitrag von Terael » 16.09.2013 - 14:09

Nun war es die Michaelitin, die nicht ganz sauber war. Aber Feroel behielt es ersteinmal für sich, denn gerade schien sie ja ganz ansprechbar zu sein, und bevor sich wieder einer ärgerte, hielt sie lieber erstmal den Mund.
"Ein helles Bier vom Monte", antwortete sie und stellte die Flasche neben sich, "eines der Besten, die man hier unten kriegt. Leider nicht vergleichbar mit dem Zeug aus Rom oder Prag"
Die Packung mit den Nüssen konnte sie leider nicht teilen, deswegen hielt sie sie einfach der Michaelitin entgegen.

"Mach mal", kam es dann, und nachdem die Urielitin Alyssiel einen Moment musterte, konzentrierte sie sich wieder auf ihr Getränk. "Du bist übrigens meine Erste", stellte sie gleich klar, obwohl sie nicht genau wusste, warum. Aber vielleicht brachte es etwas.

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Kasima
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Re: Insubordinata

Beitrag von Kasima » 17.09.2013 - 00:01

Die Michaelitin nahm die Packung an und holte sich mehrere Nüsse heraus, bevor sie diese wieder zurück gab. Bier war ein Genussmittel der Menschen, dass sie öfters in den Gaststätten tranken und einen trunken machte. Darauf verzichtete die Michaelitin lieber. Lieber sollte es sich Feroel für einen anderen Anlass aufheben, stattdessen warf sie sich eine Nuss ein.
"Das erklärt einiges... Steh mal auf. So kann ich es nicht machen"
Auch wenn sie es eigentlich doch konnte, so hatte doch jeder Michaelit sein eigenes Ritual jemanden in die Schar aufzunehmen und auch wenn Feroel ein ungebetener Gast war, so wollte sie die Tradition nicht brechen.
Ernst war ihr Blick, während sie Feroel sich richtig hinzustellen..

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Terael
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Re: Insubordinata

Beitrag von Terael » 17.09.2013 - 12:02

Das erklärt einiges?, dachte Feroel.
"Das erklärt einiges?", sagte die Urielitin, ließ ihr Zeug auf dem Boden liegen und stellte sich hin. Die Worte waren irgendwie leicht agressiv, wenn auch der Ton noch zurückhaltend war. Geben wir ihr eine Chance, dachte sie und sprach ganz in Ruhe und ehrlich.
"Das musst du mir mal erklären. Und auch, ob du weißt, warum ich jetzt plötzlich ner Schar zugewiesen werde, das war mir bis vorhin unbekannt, daß das je passieren sollte"


das 6. arkanum: die erzengel
Aufrechte Bedeutung: Reinheit
Anziehungskraft, Beziehungen, Neugier, Loyalität, Hingabe, Leidenschaft, Verbundenheit, Dualität, Attraktion, Ernsthaftigkeit, Offenheit, Sensibilität, Integration, Gleichheit, Romantik, Harmonie

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Re: Insubordinata

Beitrag von Alessiel » 17.09.2013 - 18:15

Mirael hörte wie Alyssiel sich an einem Baum abreagierte, er war zwar kein Urielit doch tat ihm der knorrige Waldriese leid.
Der Gabrielit sah zum Templer der in die Richtung des Geräusches sah und einen düsteren Blick aufsetzte, anscheinend ging es dem Mann ähnlich wie ihm.
"Sie kann nichts dafür, sie trägt eine Menge wut im Bauch." Die Stimme des kämpfenden Engels klang fast ein wenig entschuldigend.

Die dunkelgrünen Augen des Templers sahen wieder zum Streiter, für einen Moment lag so etwas wie Bitterkeit in dem Blick, dann schüttelte er jedoch den Kopf.
"Geht mich nichts an Mirael. Nur sie sollte ein wenig mehr Respekt vor den Lebewesen Urielslandes zeigen."

Überrascht weiteten sich die Augen des Streiters, eigentlich war das ein Frevel an den Herrn das dieser Mann so über seine Scharführerin sprach, doch Mirael sah ein das er recht hatte.
"Ich muss zugeben das du recht hast dennoch solltest du genau aufpassen was du sagst."
Es lag keine Drohung in seiner Stimme, ärgerlich war er auch nicht, ernst war herauszuhören der sich mit der üblichen Melancholie mischte.

Diego zuckte nur leicht die Schultern nickte aber dann sachte. Er wusste selbst das er manchmal viel zu weit ging und respektlos erschien, dennoch war es nicht wegen seiner rebellischen Art, eher weil sich über die Jahre hin eine Bitterkeit auf die Menschheit und auch nach und nach die Engel über ihn gelegt hatte.
`Tiere sind ehrlich und hintergehen dich nicht.`Dachte der Mann ernst und seufzte dann leise.
"Ich wollte gerade ein wenig um das Kloster herum patrouillieren, wenn du möchtest kannst du mich begleiten, Mirael."

Mirael begann sehr sachte zu Lächeln und nickte dann. "Gern."
Der Gabrielit ging vom Kampfplatz und lief dann neben dem Templer her, sich ein wenig ablenken war vielleicht nicht schlecht.

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Kasima
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Re: Insubordinata

Beitrag von Kasima » 19.09.2013 - 12:35

Feroel stand auf und stellte sich vor Alyssiel. Die Michaelitin musterte sie kurz überlegend, sich an ihre Worte erinnernd und überging für einen Moment die Fragen der Urielitin.
Sie hob ihre Hand hielt sie über die Schulter, ohne diese zu berühren und schloss für einen Moment die Augen, bevor sie Feroel ohne scheu tief in die Augen blickte.
"Hiermit erfülle ich den Wunsch des Herrn und nehme dich, Feroel von den Urieliten, in meine Schar auf", sprach sie fast schon mit freundlichem Klang in der Stimme.
*Mögen wir seinen Willen tun und seine Aufträge meistern*, erklang darauf im Kopf der Urielitin.
Alyssiel musterte Feroel, während sie das ertse Mal eine Stimme eines anderen in ihrem Kopf hörte.
Jeder nahm es unterschiedlich auf, machne hießen es willkommen, bei anderen konnte man nahezu spüren wie sie sich dagegen sperren wollten. Alyssiel spürte nun auch die Präsenz ihrer neuen Urielitin und fragte sich wie lange, das wohl so sein sollte.
Ihre Hand sank und sie nickte Feroel mit Respekt zu, ein stummes Willkommenszeichen.
Darauf hin sandte sie an alle folgende Worte, *Feroel ist nun teil unserer Schar, ihr könnt sie auch über die Seele ansprechen*
"Was deine Fragen angeht. Man merkt, dass du niemand bist, der sich unter ordnet und seine Freiheiten geniest, doch in der Schar ist es gang und gebe sich unterordnen zu müssen und seine Freiheiten begrenzen und die andere. Ich weiß es auch nicht, es wurde mir nicht gesagt, aber ich kann mir vorstellen, dass dies dich auf deine richtige erste Schar vorbereiten soll. Vielleicht ändert es sich noch, aber bis jetzt heißt es, dass du nicht für lange teil dieser Schar sein wirst"

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Re: Insubordinata

Beitrag von Terael » 19.09.2013 - 18:20

Während sie Urieliten kannte, die nicht so gern eine Stimme im Kopf hatten, war das für Feroel kein Problem. Und obwohl sie nie in einer Schar war, war sie es doch gewöhnt, mit Michaeliten verbunden zu sein, nämlich immer dann, wenn es nötig wurde, ihre Entdeckungen mitzuteilen, ohne reden zu können.
Nur das diese Begegnungen immer nur sehr kurz waren.
*Ja, danke. Hi, bin Feroel, Urielitin*, stellte sie sich kurz vor und war gespannt, was Alyssiel zu sagen hatte.

Während Alyssiel sprach, sah man, wie die Wut wieder in ihr aufkeimte, sie spannte ihre Flügel an und ballte die Fäuste, während sie Alyssiel anfunkelte.
Aber sicher schien die sich auch nicht zu sein. Ihre Worte klangen eher so, als wüsste sie auch nicht genau, warum die Urielitin nun in einer Schar war, vielleicht konnte sie selbst für die Situation gar nichts.
Mit dieser Erkenntnis verschwand die Wut aus ihrem Körper und wich einem Ausdruck des Unverständnis und etwas der Enttäuschung.

"Ah, man will mich erziehen", nickte sie polemisch, aber weniger gegenüber der Michaelitin.
Dann suchte sie wieder den Blick der Scharführerin.
"Also, ganz ehrlich, ich weiß nicht wer du bist, vielleicht bist du cool und so, also vergessen wir mal die Begrüßung vorhin und ich verrat dir mal was über mich.
Ich war nie in einer Schar, weil man das, was ich sonst so mache, am Besten alleine macht. Und weil nie n Michaelit in der Nähe war, wenn man doch mal einen brauchte, hab ich das halt alleine gemacht und es hat prima funktioniert" Sie redete ziemlich schnell und musste an dieser Stelle erst einmal tief Luftholen. Dafür redete sie jetzt auch etwas langsamer.
"Deswegen mal Klartext: Weder lasse ich mich erziehen noch kann man mir beibringen, mich unterzuordnen. Man kann gut mit mir arbeiten und klarkommen, das hat aber nix mit Erziehung zu tun, sondern wie man mit mir umgeht"
Sie drehte sich um und holte ihr Bier, um daraus zu trinken. Die zweite Flasche hatte sie auch in der Hand. "Wenn du meinst, meine Umgangformen wären blöd, dann kann ich dir in der Gegend unter einem Tag beweisen, daß du falsch liegst. Alles was du dazu wissen musst, ist, daß ich nicht die Klappe halte, das ich meine, was ich sage, und das ich kein Bock habe, ein schönes Wort für Scheiße zu suchen, wenn etwas nunmal scheiße ist"
Sie zuckte mit den Schultern, "Und ich hab auch kein Problem damit, mal n Schlammrand am Rock zu haben, die Leute sollen ruhig wissen, daß ich mich auch dazu herablasse", zeigte sie in Gänsefüßchen, "in nem Schlammfeld zu landen, um ihnen zu helfen, immerhin ist das meine Aufgabe. Wenn das n Problem ist, Pech gehabt"

Sie streckte Alyssiel das Bier nochmal entgegen. "Außerdem glaub ich kaum, das jemand so dämlich ist, mich dauerhaft in ne Schar zu stecken, ich kann alleine mehr erreichen. Also keine Angst, ich will das selber nich unnötig in die Länge ziehen"


das 12. arkanum: die beutereiter
Aufrechte Bedeutung: Strukturwandel
Bruch mit alten Strukturen, Entschlossenheit, Freiheit, Lebensenergie, neue Haltungen und Perspektiven, Erwachen, tiefe spirituelle Weisheit, Kreativität, Intelligenz, Prophetie

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Re: Insubordinata

Beitrag von Kasima » 25.09.2013 - 17:06

Alyssiel entging nicht wie Feroel sich vor Wut aufbaute und erwartete schon harsche Worte zu hören. Ihr Blick wurde kühler und hielt dem ihren Stand, doch dann schien die Urielitin sich wieder etwas zu beruhigen. Alyssiel wusste nicht ob ihr das miss- oder gefiel sollte. Feroel setzte zur Antwort an und die Michaelitin lies sie bis zum Ende ausreden.
"Dann sind wir einer Meinung", antwortete sie auf ihre letzten Worte kühl, sie wollte alles andere als Feroel in ihrer Schar behalten, vor allem nicht wenn es hieß, dass Terael doch jemand anderem zugewiesen werden würde.
Leicht skeptisch blickte sie die Flasche an und entschied sich dann doch sie zu nehmen. Ohne die Miene zu verziehen trank sie einen Schluck, auch wenn der Geschmack alles andere als gewöhnlich war. Es war bitter und schmeckte wie nichts was sie jemals von den Menschen gegessen hatte.
"Ich gehe mich mal umziehen", meinte sie mit ihrer gängigen eher kühlen Stimme und wandte sich ab.
"Wenn du mit willst, komm mit, aber du kennst ja unsere Cella schon nicht wahr?", fügte sie noch den Kopf zu Feroel gedreht hinzu.

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Re: Insubordinata

Beitrag von Terael » 25.09.2013 - 20:02

Also eine von den Michaeliten, denen die Meinung der Anderen eigentlich egal war, auch wenn sie vorgeben, es wäre anders. Das Ganze sah Feroel immernoch nach Zeitverschwendung aus, das Einzige, was sich bisher geändert hatte, war, daß das wohl für beide Seiten galt.

"Ja, mach dich hübsch", sagte sie wie beiläufig und lehnte sich an den Baum, "ich bin nicht so der Cellatyp, draußen ist besser. Aber ich werd noch kurz der Schmiede was zum reparieren geben"
Sie dachte da an ihre Flöte, die immernoch kaputt war. Im Himmel hatte sie keine Zeit gehabt, irgendwas zu tun, und ob sie hier nun pünktlich irgendwo hinkam oder nicht, interessierte sie erst einmal gar nicht. Es war doch eh nur Schikane.

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Re: Insubordinata

Beitrag von Kasima » 27.09.2013 - 19:47

So gingen die Michaelitin und die Urielitin wieder getrennte Wege. Alyssiel lies sich etwas Zeit auf den Weg zur Cella. Die Arbeit in dem Kloster war recht ereignislos, zumindestens die letzten Tage waren es gewesen, nachdem sie Auriels Schar ausgeholfen hatten und wieder in Kloster zurückgekehrt waren, bis auf die ungewollte Verstärkung der Schar. Sie seufzte anscheinend beruhte es ja auf Gegenseitigkeit, doch das machte es nicht unbedingt besser.
So schnell wie möglich hinter sich bringen, erklangen wieder die Worte Feroels in ihrem Kopf und sie stimmte zu. Dann würde wieder Terael zur Schar kommen und sie konnten wieder richtige Aufträge übernehmen und nicht nur langweilige Kloster bewachen. Auch wenn diese Ruhepause nicht ganz ungewollt war, so hatte sie dennoch langsam genug. Sie wollte wieder etwas tun, gegen Traumsaat angehen oder Ketzernester ausmerzten. Von Mirael hatte sie nach ihrem Wutausbruch nichts mehr gehört, vielleicht würde er später doch noch mit ihr trainieren, ihre rasende Wut war ja mittlerweile abgeflammt.
*Mirael?*, fragte sie kurz nach und lauschte in sich hinein, während sie schon in der Cella angekommen in ihrem Schrank nach einem neuen Kriegsrock griff und diesen in ihre Tasche stopfte. Vor einem Übungskampf nochmals den Rock zu wechseln war sicher nicht schlau.
Doch sie wurde unterbrochen, ein Monach klopfte an der Tür, den sie gleich einlies und überbrachte die Nachricht, dass sie von der Em erwartet wurden. Alyssiel zog die Augenbrauen hoch. Gab es einen Auftrag, oder wollte die Em etwas anderes?
*Wir sollen zur Em kommen*, sandte sie an alle und lies ihre angefangene Frage an Mirael unbeendet.

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Alessiel
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Re: Insubordinata

Beitrag von Alessiel » 27.09.2013 - 21:38

*Salve*
Kam es ruhig über die Seele der Schar als die neue Urielitin sich vorstellte. Doch seine Aufmerksamkeit lag eher bei dem mürrischen Templer der sein Pferd nebenher laufen ließ.
Der Gabrielit war beeindruckt das der schwarze Wallach so ohne das Diego ihn am Zügel nehmen musste hinter seinem Herrchen hinterher trottete.
Die grünen Augen lagen auf dem seidigen Fell und ein ganz sachtes Lächeln legte sich auf seine Gesichtszüge. Irgendwie fühlte sich der Streiter in der Nähe von Pferden sehr wohl, schon damals im Dorf hatte er das gleiche Gefühl gehabt.
"Diego?" Fragte Mirael leise und fixierte noch immer Moreno den schwarzen Wallach mit seinen hellgrünen Augen.

Doch plötzlich hörte der Streiter die Stimme seiner Michaelitin im Kopf, es dauerte etwas bis er antworten wollte, versuchte innerlich abzuwegen ob er sich überhaupt mit Alyssiel auseinandersetzen wollte.
Aber bevor er etwas sagen konnte erschien ein weiteres mal die Stimme seiner Scharführerin in seinem Kopf.
Ok
Antwortete der Gabrielit auf Alyssiels sanften Befehl.

Plötzlich spürte der weißblonde Engel das er angestarrt wurde, regelrecht fixiert. Mirael wandte sich dem Templer zu und bemerkte das dessen dunkelgrünen Augen auf ihm lagen.
Fragend zog sich die Augenbraue des Mannes hoch, der Streiter blinzelte und sah ihn ebenso fragend an.

"Jaaa?" Kam es dann gedehnt von dem Templer und der Gabrielit bemerkte erst jetzt wieder das er ihn ja schließlich angesprochen hatte.

"Oh entschuldige, das muss warten. Ich muss zur Em."
Mit einem nicken verabschiedete sich der stille Engel und strich dem Pferd noch einmal über den seidig schwarzen Hals dann aber ging er Richtung des Klosterinneren.

Diego sah ihm noch für eine Weile nach, seufzte leise und schüttelte dann mit dem Kopf. "Engel."

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