Der Mann im Himmel [Ingame 01]

Das Forum von Cinzaels Schar. Hier findet ihr Charbögen, Besprechungen und die Spielrunde der Schar.
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Cassandra
Mirimuel
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Beitrag von Cassandra » 25.08.2008 - 12:25

„Ja, das sind sie.“ antwortete Karukael. Die Urielitin stützte die Hände hinter sich auf, schloss die Augen und genoss die sanfte Brise, die über ihr Gesicht strich. Die Feuchtigkeit legte sich auf ihre Haut. Sie tat ein paar tiefe Atemzüge, denn auch wenn sie es nicht wirklich zugeben mochte, hatte sie die Atmosphäre in der Kammer auch ein wenig mitgenommen und sie genoss die frische Luft, die den Geruch des Blutes und des Todes von ihrem Körper hinwegzunehmen schien.
Eine Weile saßen die beiden Engel wortlos auf der Plattform. Endlich streckte sich Karukael und sah zu Animael. „Was meinst du, sollen wir zurück in die Cella gehen, bevor uns die anderen suchen?“

Lialin
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Beitrag von Lialin » 26.08.2008 - 07:44

Unwillkürlich fasste sich Cinzael mit dem linken Arm an die rechte Schulter und stöhnte auf. Ihr hübsches Gesicht verzog sich vor Schmerzen. Was war das nur, so schlimm waren die Wunden doch eigentlich nicht gewesen.

Sie hatte inne gehalten auf ihrem Weg zurück zur Scharcella sie krümmte sich und taumelte. Sie lies sich gegen die Wand des Ganges fallen um nicht umzukippen. Keuchend meinte sie zu Kintasiel "Irgendetwas stimmt nicht mit den Wunden" Dann lies sie sich langsam entlang der Wand auf den Boden sinken.

Ittiel
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Beitrag von Ittiel » 27.08.2008 - 07:56

Animael atmete ebenfalls tief durch und stand auf. "Du hast recht..." Er warf nocheinmal einen sehnsüchtigen Blick auf die umgebende Landschaft und streckte Karukael dann die Hand (in der Absicht ihr beim Aufstehen zu helfen) entgegen.
Eigentlich war jetzt -da er entspannt war und sich gut konzentrieren konnte- ein geeigneter Zeitpunkt um die Seele der Schar einmal auszuprobieren. *Cinzael! Seid ihr schon in der Scharcella?*

Sternkind
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Beitrag von Sternkind » 27.08.2008 - 11:11

Neriaels Augen weiteten sich vor Schreck, als Cinzael plötzlich aufstöhnte und ihr Gesicht in Schmerz verzog. Mist! Die Schulter?
Sie versuchte noch, Cinzael zu halten, damit diese nicht umkippte, doch diese war schon entlang der Wand zu Boden gesungen.
"Cinzael? Grundgütiger!" War sie noch bei Bewusstsein? Sie legte ihr vorsichtig die Hand an die Wange.
"Kintasiel! Was ist da los?" fragte sie die kleine Heilerin besorgt, während sie vorsichtig die Flügel ein bisschen ausspannte, um ihre Michaelitin vor neugierigen Blicken zu schützen.

Engelskind
Kintasiel
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Beitrag von Engelskind » 27.08.2008 - 16:22

Kintasiel hatte Cinzael eben gar nicht beachtet, viel zu sehr war sie noch mit sich selbst beschäftigt. Erst als sie angesprochen wurde von Cinzael und Neriael reagierte sie und gab erst letzteren Antwort "Ich weiß es nicht. Noch nicht." ehe sie sich daran machte, die Hände an den Unterkopf und den Hals von Cinzal zu legen. "Halt bitte still, versuche dich nicht zu bewegen. Das kann vielleicht wehtun..." sagte sie mit einer finstren Vermutung. Sie schloss die Augen als die blauschwarze Struktur ihrer Fingerenden unter die Haut der Michaelitin zeichneten und ihren Zustand prüften. Sie ließ ihren Geist zuerst zu der Wunde wandern, anschließend den Hals hinauf, wo sie eine Barriere vermutete. 'Hoffentlich - Herr, ich bete darum, hat sie nicht das selbe... das darf nicht sein...'

[Das Sehende Auge]

Samuriel
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Beitrag von Samuriel » 28.08.2008 - 18:30

Kintasiels Befürchtungen bewahrheiteten sich in jedem Detail!
Sobald sich ihre mentalen Fühler in die oberen Körperregionen Cinzaels vortasteten, spürte sie genau das gleiche, wie vorher in dem Mann.
Eine Barriere – noch nicht so stark wie die letzte, aber trotzdem vorhanden - versperrte ihr den Zugang dorthin, wo sie ihre heilenden Kräfte wirken lassen wollte.

Ganz offensichtlich war es keine gewöhnliche Wunde die sich an Cinzaels Schulter befand. Der Mann hatte sie angesteckt mit dem, was auch immer er hatte!
Und dieses etwas wirkte offensichtlich ziemlich schnell! Die Schmerzen im Arm der Michaelitin nahmen zu und sandten pulsierende Wellen der Pein, die ihren ganzen Körper erschaudern ließen!

Würde Cinzael, ein Engel des Herrn, nun ebenso verrückt werden und zugrunde gehen wie der Mensch?
Vielleicht war es gar Kintasiels Aufgabe, sie ebenso wie den Mann in einen gnädigeren Tod zu begleiten?

Würde Kintasiel, Engel vom Orden der heilenden Hände sich gezwungen sehen ihre eigene Michaelitin zu...töten?

Und dieses etwas wirkte offensichtlich ziemlich schnell!

Würde Cinzael, ein Engel des Herrn, nun ebenso verrückt werden und zugrunde gehen wie der Mensch?
War es gar Kintasiels Aufgabe, sie - ebenso wie den Mann - in einen gnädigen Tod zu begleiten?

Samuriel
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Beitrag von Samuriel » 30.08.2008 - 14:08

Nein! Das kann nicht sein Wille sein!
Kintasiel würde es nicht zulassen, ihre Michaelitin in ihren Händen starb!
Sie war eine Heilerin - und sie würde ihr helfen!

Cinzael saß stöhnend auf dem Boden, den Rücken an der Wand. Mittlerweile hatten zwei Beginen bemerkt, dass hier etwas nicht ganz stimmte und kamen angelaufen doch die Schwingen eines sehr wachsamen Todesengels versperrten ihnen sorgfälltig den Weg - und einen großteil der Sicht - zu dem verletztem Engel.

Kintasiel wurde in der Zeit immer ruhiger...sie sammelte ihre Kräfte um die Krankheit in Cinzael zu bekämpfen doch bevor sie sie erneut wirken ließ, sandte sie ein Stoßgebet an den Herrn und erbat seinen Beistand...
Dann fing sie an.
Zuerst tastete sich die Raphaelitin geschickt vor, bis sie wieder die Blockade erreichte. Sie hatte vor, ihre gesammte verblieben Kraft zu benutzen, um diese ‚Mauer’ einzureißen. Und damit, so hoffte sie, ihre Michaelitin zu retten!
Sie atmete ein letztes Mal tief ein, in ihrer Konzentration und in die Einblicke in einen anderen Körper versunken – da spürte sie plötzlich ein leichtes Pochen in Cinzael - hinter der Barriere!
Tatsächlich – da war es wieder! Es fühlte sich ... gut an. So wie sich die Blockade ‚schlecht’ und krank anfühlte war das Pochen rein, klar und ... seltsam vertraut!

Kintasiel wurde von einer Welle des Mutes überschwemmt, und sie lächelte der besorgten Nerial kurz zu.
„Wir haben jetzt nicht die Zeit sie erst wegzubringen. Ich behandel sie sofort... bitte sorge dafür, dass ich nicht gestört werde.“

Ein letztes mal sammelt sie sich, dann fing sie an die Barriere zu bekämpfen.
Und fast im selben Moment explodierten die Schmerzen in Cinzael!
Dunkle Sterne tanzten vor ihren Augen - sie stieß einen erstickten Laut der Quall aus - ein schwächliches Zucken durchlief ein letztes mal ihre Arme und sie fiel in Ohnmacht... teilweise sicherlich wegen der Schmerzen, aber da war ebenfalls etwas anderes in ihr, dass all ihre Kraft an sich riss. Und kurz bevor sie völlig wegtrat verspürte sie noch ein Gefühl großer, deprimierender Leere...

Für Kintasiel war es ein faszinierendes Erlebniss - im selben Maße in dem sie selbst ihre Kräfte gegen die Blockade anwandte, spürte sie, wie sich von der anderen Seite die Cinzael innewohnende Kraft ebenfalls gegen die Krankheit zur Wehr setzte!
Es war fast, als würde sich in der Michaelitin eine zweite Raphaelitin befinden, die ihr half!

Im ersten Moment passierte nicht viel, doch dann fing die Blockade an, schwächer zu werden! Von zwei Seiten bekämpft zu werden war zu viel. Kintasiel verstärkte ihre Bemühungen, sie konnte regelrecht sehen, wie sie den Zugang zu den Wunden der Michaelitin öffnete, ein Loch in die Blockade riss und schließlich den Ort erreichte konnte, der ihr bisher verperrt gewesen war.
Sie ließ ihr letztes bischen Kraft in die Heiung der Wunden fließen - das Fleisch zog sich zusammen, frische Haut bildete sich in rasanter Geschwindigkeit, überzog die Stellen wo sich eben noch frische Wunden befanden und schließlich waren die Verletzungen verschwunden.
Nur fünf kleine dunkle Flecken, als hätte jemand ein paar Punkte mit Tinte auf ihre Schulter gezeichnet, blieben zurück. Die Barriere war verschwunden, auch das mysteriöse Pochen hörte auf, und Kintasiel sank, völlig erschöpft zurück und schloß nun ebenfalls die Augen.

„Nerial...ich glaube es ist vorbei...wir müssen uns...erholen...in der Cella...“

Im Moment hatte sie nicht mehr die Kraft sich um irgendetwas zu kümmern. Erst die Erlösung des Mannes, dann die schnelle Umstellung ihrer Kräfte, und die Heilung Cinzaels...sie hatte viel Kraft verbraucht!
Die Michaelitin hatte noch immer die Augen geschlossen, doch befand sie sich nun in einem tiefen Schlaf, der Erholung und Genesung bringen würde...die Schmerzen waren vorrüber.

Ittiel
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Beitrag von Ittiel » 31.08.2008 - 18:06

Animael wartete einen Moment auf eine Antwort, dann runzelte er die Stirn. "Also entweder stimmt irgendetwas mit unserer Seele der Schar nicht oder Cinzael hat gerade keine Zeit oder Lust zu antworten. In jedem Fall müßten wir in der Cella auf die drei anderen warten..."

Sternkind
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Beitrag von Sternkind » 31.08.2008 - 18:47

Neriael hatte besorgt der ganzen Prozedur zugesehen. Wie sie es hasste, in solchen Situationen einfach nichts beitragen zu können...
Nahezu atemlos beobachtete sie, wie nacheinander erst Michaelitin und dann Raphaelitin zurück sanken.
Kintasiel's Stimme klang zwar sehr schwar, aber zuversichtlich. Die Gabrielitin sah sich um. Allein konnte sie keine zwei Engel zur Cella tragen.
Sie sah die beiden hinter ihr stehehden und ebenfalls besorgt blickenden Beginen. Umhin kommen, die beiden um Hilfe zu bitten, würde sie wohl nicht. Einfach höflich bitten.
"Ihr beiden... ich...", sie schluckte. Das war jetzt nicht der richtige Moment um herum zu stottern.. "Ich brauche eure Hilfe oder wäre dankbar, wenn ihr mir welche besorgen könnt. Jemand muss mir helfen, die beiden hier zur Cella zu bringen." Sie wieß auf die beiden Engel. "Wenn es geht, ohne noch größeres Aufsehen als bereits zu verursachen..."

Cassandra
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Beitrag von Cassandra » 31.08.2008 - 18:54

„Keine Lust? Das kann ich mir nicht vorstellen.“ Karukael beschlich ein mulmiges Gefühl. Sie hatte gesehen, dass Cinzael verletzt war, vielleicht war die Wunde ja schlimmer als es ausgesehen hatte? *Cinzael? Wenn du mich hören kannst, antworte bitte.* Gespannt lauschte die Urielitin, aber auch sie vernahm nichts. Beunruhigt sah sie zu Animael und ihre Schritte beschleunigten sich unweigerlich auf dem Weg in die Cella.
Fast riss sie die Tür auf und als sie den Raum leer vorfand, machte sie auf dem Absatz kehrt und hastete in Richtung Cella des toten Mannes.
Auf halber Wegstrecke stolperten sie quasi über eine Ansammlung von Beginen und Engeln und mit Schreck erkannte sie die ohnmächtig am Boden liegende Michaelitin und die bis aufs Letzte geschwächte Raphaelitin.
„Was ist passiert?“ fragte sie fassungslos Neriael, die versuchte Kintasiel zu stützen.

Engelskind
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Beitrag von Engelskind » 31.08.2008 - 20:59

Kintasiel war kaum zu mehr als den Worten "In... Cinzael... war die gleiche Krankheit... sie ist... jetzt weg..." zu bewegen. Sie stützte fast ihr ganzes Gewicht auf Neriael. Sie hatte immer wieder kurze Aussetzer, wo sie nicht richtig halten konnte. In den Konstitutionsübungen in Raphaels Leib waren sie darauf trainiert worden, aber das lag hinter dem Horizont ihrer Belastungsgrenze.

Die sehr dumme Situation die um sie herum entstand nahm sie gar nicht erst war. Von außen betrachtet war es so ziemlich das schlimmste, was im Himmel vorkommen konnte - schwache Engel. Sowas sollten die Menschen nie sehen.

Lialin
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Beitrag von Lialin » 01.09.2008 - 20:27

Das letzte was sie warnahm bevor ihre Welt nur noch aus Schmerzen bestand waren die besorgten Gesichter von Kintasiel und Nerial gewesen. So kurz war sie erst bei ihnen gewesen, es konnte doch nicht der Wille des Herrn sein das sie jetzt schon wieder voneinander scheiden sollten. Ein letzter Gedanke bevor die Schmerzen keinen weiteren mehr zuließen. Beinah schien der Schmerz ihren Geist vom Körper zu trennen. Wie ein wohliger warmer Mantel umfing sie die darauffolgende Ohnmacht, der all die Schmerzen von ihr nahm. Endlich Erlösung.

Sternkind
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Beitrag von Sternkind » 01.09.2008 - 21:31

Neriael sah verwundert von den Beginen zu Karukael und Animael, die den Gang entlang gestürtzt gekommen warent.
"Ich glaube, wir... ich erklärs dir später... stütz ihr bitte Kintasiel auf dem Weg zur Cella, ja?" Vorsichtig ließ sie die geschwächte Raphaelitin in die wartenden Arme der beiden anderen Engel gleiten, bevor sie sich zu der Michaelitin hinab beugte und diese so vorsichtig wie möglich auf ihre Arme hob, wobei sie darauf achtete, Cinzael keinen weiteren Schaden zu zu fügen. Wie klein und leicht im Vergleich..., überlegte sie.
"Wir haben ...hier ist zu viel los...", sagte sie leise zu den beiden anderen Engeln und wandte sich kurz an die Beginen,"Danke, ich glaube, es müsste so gehen", bevor sie langsam aber sicher Animael und karukael, die Kintasiel stützten, in die Cella folgte.
Das ist alles deine Schuld! Weil du nicht gut genug aufgepasst hast! Weil du nicht schnell genug warst! Mal wieder. Du bist so fehl hier am Platz..., drehten sich ihre Gedanken.

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