Der Mann im Himmel [Ingame 01]

Das Forum von Cinzaels Schar. Hier findet ihr Charbögen, Besprechungen und die Spielrunde der Schar.
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Ittiel
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Beitrag von Ittiel » 08.07.2008 - 16:26

*Salve, Animael,* war sehr zu seiner Erleichterung die prompte Antwort. *Bist du immer noch mit dieser verrückten Aysel unterwegs? Was gibt es denn so dringendes?*

Animael lächete unwillkürlich- er war froh, mit jemanem "sprechen" zu können, den er schon lange kannte. * Mein Michelit ist jetzt Cinzael... sie kommt frisch aus Roma Aeterna, glaube ich. Ich fürchte, über sie wäre sicher nicht viel herauszubekommen, um das schonmal vorwegzunehmen. Meine Frage betrifft einen Menschen, der Symptome einer eigenartigen Krankheit zeigt: er hat Fieber, seine Augen verfärben sich schwarz, außerdem schwitzt er stark und ist völlig verägstigt. Mehrere Raphaeliten konnten ihm nicht helfen; er scheint nicht einfach krank oder vergiftet zu sein; vielmehr trägt er eine Art Wiederstand oder Blockade in sich, die die Heiler nicht durchdringen können. Es scheint keine Rettung für ihn zu geben. Unser Raphaelit glaubt, eine Traumsaatkreatur würde in ihm nisten und meint, er läge bereits im Sterben. Hast du eine ähnliche Geschichte schonmal gehört oder gesehen?*

*Gesehen natürlich nicht, Du Blödmann...* antwortete Gamaliel amüsiert, * Du weisst doch, dass ich den Prager Himmel noch nie verlassen habe. Aber ich versuche mal, etwas darüber herauszufinden. Hat euer Raphaelit denn einen genauen Grund für seine Annahme?*

*Keine Ahnung... ich habe ihn ehrlich gesagt nich danach gefragt. Ich denke es ist dieser Wiederstand... oder so ein Raphaeliten- Kräfte-Ding* setzte er etwas töricht nach.

*Soso. Deine Rhetorik hat in der Schar scheinbar ziemlich gelitten- na, egal. Sonst noch etwas?*

Animael wäre -hätte er sich ausserhalb seiner Kathedrale befunden- sicher rot geworden. *Was mich am meisten interessiert ist, ob die besagte Traumsaatkreatur -wenn man denn wüsste um welche es sich handelte- wieder aus dem Mann hervorkommen und für andere gefährlich werden könnte .*

*Ich werde sehen, was ich tun kann... und melde mich dann wieder.*

Damit war die Unterhaltung beendet, das wusste der junge Ramielit. Er blieb noch einen Augenblick sitzen, dann kehrte er mit einem leisen Seufzer des Bedauerns in die Scharcella zurück, wo er zu seiner Überraschung bereits zwei seiner Schargeschwister (neben einem Haufen Proviant und Ausrüstung) vorfand.
Animaels Gesicht, das, wähend er in seiner Kathedrale gewesen war ein glückliches Lächeln gezeigt hatte, nahm rasch wieder seinen üblichen Ausdruck an.

Lialin
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Beitrag von Lialin » 10.07.2008 - 07:38

"Gerne" antwortete Cinzael, "Ich werde den Ordensoberen bescheid sagen und dann bei dem Mann auf dich warten". Langsam nahm sie ihre Hand von Kintasiels Schulter. Sie wünschte sich sie hätte mehr tun können um ihre Trauer zu lindern.

Dann erhob sie sich und entferte sich langsamen Schrittes, noch einmal schaute sie zurück zu Kintasiel, die nun allein und traurig auf dem Moosbett saß. Sie schenke ihr ein aufmunterndes Lächeln bevor sie dann zwischen der üppigen Bepflanzung des Gartens verschwand.

Eilig begab sie sich auf den Weg zu den Ordensoberen. Nachdem die den Garten verlassen hatte galt ihr erster Blick der Stelle ihres Rockes mit dem sie auf dem Moos gessesen hatt. Glücklicherweise hatte es aber keine Flecken hinterlassen, nur ein paar Fasern und Krümelchen welche sie ausgibig von ihrem Rock klopfte und wischte. Nach einem kurzen Zwischenstopp in einem der Bäder, wo sie sich Hände und Gesicht reinigte ging es weiter.

Sternkind
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Beitrag von Sternkind » 10.07.2008 - 20:12

Neriael war Karukael stillschweigend, aber sich aufmerksam umsehend, gefolgt. Nachdem sie alles besorgt hatten, was sie selbst und die anderen brauchten, waren sie in die Scharcella zurückgekehrt, wo Animael still und mit einem entrückten Lächeln auf einen Meditationshocker saß.
Leise setzte sie sich und begann, ihre Waffen zu pflegen und zu säubern, wobei sie darauf achtete, keine lauten Geräusche zu machen um Animael, dem sie ab und zu einen Blick zuwarf, nicht zu stören.
Vielleicht hätte sie sich mit der Urielitin unterhalten sollen, aber sie wusste weder, was sie hätte sagen sollen, noch wo sie dazu hätten hin sollen.
So vorsichtig wie mit ihrer Ausrüstung ging sie selten mit etwas anderem um und ein sehr sanfter Ausdruck schlich sich in ihre Augen, während sie gedankenverloren herumwerkelte. Wieder schweiften ihre Gedanken ab und sie bemerkte nicht, dass Animael aus seiner Kathedrale zurückkehrte.

Ittiel
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Beitrag von Ittiel » 11.07.2008 - 16:44

Er reckte sich wie nach einer langen und tiefen Meditation und sah sich um. Neriael reinigte hingebungsvoll ihre Ausrüstung- dieses Verhalten kannte er schon von dem Gabrielten seiner letzten Schar.
Wenn er ehrlich war, waren ihm die Todesengel bei dieser Tätigkeit am angenehmsten- nicht nur, weil dies die sichere Abwesenheit von Feinden signalisierte, sondern auch, weil ihm der Zorn, mit dem sich die Kinder Gabriels ansonsten flammenschwertschwingend in die Schlacht zu werfen pflegten, Angst machte.

Animael beobachtete seine Scharschwester gedankenverloren. Hoffentlich würde er sie nicht so bald kämpfen sehen müssen. Karukael war ebenfalls anwesend... aber wo waren die beiden anderen?

Er räusperte sich. "Wisst ihr, wo Cinzael und Kintasiel sind? Ich sollte doch mit der Raphaelitin-" *Animael! Ich habe etwas herausgefunden...* Der Ramielit unterbrach sich mitten im Satz und schien in sich hineinzuhorchen. Dabei nahmen seine Augen wieder einen abwesenden Ausdruck an. *Gamaliel? Das ging aber schnell!*

*Pass gut auf, es ist folgendes: Traumsaat, die in Menschen nistet, ist durchaus schon vorgekommen und bekannt. Ein konkretes Beispiel auf das ich gestoßen bin, ist eine fliegenartige Traumsaat, die Menschen fängt und Eier in deren Körper ablegt -per Stachel.
Auch daß diese sich ausbreiten, und negativ auf den Menschen auswirken ist bekannt.
ABER von Blockaden und bewussten Handlungen der Traumsaat IN einem Menschen wurde noch nie berichtet. Eigentlich benutzen sie den Körper nur als Wirt und schlüpfen dann. Dabei stribt der Wirt.
Dass die Traumsaat aus dem Körper hervorbricht ist also nicht nur möglich, sondern sehr wahrscheinlich -gesetzt den Fall, dass es sich bei unserem Mann tatsächlich um einen derartigen Befall handelt!*


Animael runzelte die Stirn. Das war nicht die erhoffte Entwarnung.
*Danke, Bruder.* damit fischte er einen Kohlestift und ein Büchlein aus seiner Tasche und notierte das eben gehörte rasch.
Dann wandte sich der Ramielit unvermittelt erneut an seine Schargeschwister. "Wo sind Kintasiel und Cinzael?"

Lialin
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Beitrag von Lialin » 12.07.2008 - 10:40

Es hatte ein gutes Weilchen gedauert bis Cinzael alles von der Problematik betroffenen Ordensoberen ihre Entscheidung mitgeteilt hatte. Sie waren alle mit ihrer Entscheidung einverstanden gewesen. Dafür dankte sie dem Herrn.

Dann eilte sie zurück zu ihrer Scharcella, vielleicht hatte ja Animael bereits informationen bekommen. Es währe durchaus möglich das eine Gefahr von dem Mann seiner Krankheit oder dem Traumsaatwesen in ihm eine Gefahr für sie und Kintasiel ausgeht. Das wollte sie zunächst klären. Zur Sicherheit wäre es vielleicht besser die ganze Schar mitzunehmen, die anderen müsste ja nicht mit hinein in das Krankenzimmer aber für den Notfall war es sicher gut sie in der Nähe zu haben.

Nach kurzer Zeit, in der sie durch die Gänge des Urielitischen Himmels gehastet war kam sie an der Scharcella an. Sie klopfte kurz und betrat den Raum. Animael, Karukael und Nerial schienen waren bereits wieder zurück in der Cella. Ausrüstung und Proviant stand dort auch schon bereit. "Hallo" begrüßte sie ihre Geschwister.

Freundlich lächelnd wendete sie sich an Animael:" Animael hast du bereits etwas herrausfinden können, mich würde besonders interessieren wie groß die Gefahr sein könnte die von dem Erkrankten oder der Traumsaat in ihm ausgeht"

Ittiel
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Beitrag von Ittiel » 12.07.2008 - 15:38

Tatsächlich war Animael (der in den letzten Minuten unruhig auf seinem Meditationshocker hin und hergerutscht war) offenkundig hocherfreut, Cinzael zu sehen. "Ja... es könnte eine Gefahr von dem Mann ausgehen. Zwar konnte mein Bruder in Prag keine Berichte über eine Traumsaatart finden, die Blockaden oder ähnliches im Menschen herstellen, aber eine fliegenartige Traumsaat, die in Menschen nistet, wurde schon beobachtet. Und wenn es sich um eine solche handelt ist es wahrscheinlich, daß sie aus dem Mann hervorbricht, wenn er stirbt."

Engelskind
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Beitrag von Engelskind » 12.07.2008 - 18:32

Kintasiel war noch lange in Gedanken versunken. 'Also steht Cinzael hinter mir. Er weiß ebenso wie ich, dass es nicht falsch sein kann. Er weiß ganz genau wie ich, dass es nötig ist. Also kann es nicht falsch sein. Nicht uns gegenüber, nicht dem Mann gegenüber und nicht vor Gott. Ich zweifle also nicht an seiner Weisheit, nur an meiner Fähigkeit, seinen Willen zu ertragen.' sie bemühte sich um Objektivität, unterdrückte jegliche Gefühle, die in ihr aufzusteigen versuchten, ehe ihr Verstand klar wurde. 'Ich tue das richtige. Worauf warte ich also?' gestand sie sich ein. Die Gefühle darum, dass ihre Entscheidung vielleicht nicht ganz korrekt sein könnte unterband sie. Sie stemmte die Hände auf die Knie und stand auf, wischte sich mit resigniertem Gesichtsausdruck die letzten zerbrochenen Tränenreste von den hellen Wangen und stapfte los.

Den Weg zurück in den Himmel lief sie. Ihr war es seltsam gleichgültig, was andere von ihr dachten. Sie ignorierte alle Menschen um sich herum, ging zu der Medikamentenausgabe und ließ sich mit strengem, verbitterten und unterdrückt-halbherzig-traurigen Tonfall alles nötige geben, um ihr Werk zu vollbringen. Anschließend stapfte sie zurück zur Scharcella.

Die Tür ging auf, Kintasiel stand mit einer zusammengeschnürten Ledertasche zwischen der Tür. "Cinzael, ich bin bereit." sagte sie. Und obwohl sie es zu verhindern versucht hatte hörte man die Unsicherheit in ihrer Stimme heraus, die sie hoffte, unterdrücken zu können. Sie war keine Soldatin, die ihre Gefühle ignorieren konnte, bar jeglichen Mitgefühls hätte leben können. Ihr Auftritt eben war dennoch die logische Reaktion eines vor Kummer halbzerfressenen Raphaeliten, der ganz zuwieder seiner göttlichen Aufgabe zu Handeln gezwungen war, und dies durch sein AUftreten nach außen zu seiner eigenen Versicherung der Richtigkeit zu untermauern dachte. Was nicht ganz gelang...

Cassandra
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Beitrag von Cassandra » 13.07.2008 - 12:34

Während Neriael begann, akribisch ihre Ausrüstung zu säubern, setzte sich die Urielitin ans Fenster und schaute wortlos hinaus. Noch einmal rief sie sich ihren Erkundungsflug über das Gehöft ins Gedächtnis. Hatte sie auch wirklich nichts übersehen? Nein, hatte sie nicht.
Dann bemerkte sie, wie sich hinter ihr Animael bewegte. Sie drehte sich um und bemerkte nur noch, wie der seelige Ausdruck, der gerade noch auf dem Gesicht des Ramieliten gelegen hatte, plötzlich verschwand.
Gerade wollte Karukael ansetzen, um auf seine Frage nach Kintasiel und Cinzael zu antworten, als Animael mitten im Satz plötzlich wieder abwesend schien. Die Urielitin hielt inne und blieb stumm. Offenbar bekam ihr Scharbruder gerade eine Nachricht. Faszinierend diese Gabe. dachte sie noch kurz.
Als der Ramielit seine Frage wiederholt hatte, wollte sie erneut ansetzen und kam wiederum nicht dazu, zu antworten, denn genau in diesem Moment, ertönte ein kurzes Klopfen und gleich darauf stand Cinzael in der Tür. Damit hatte sich eine Antwort wohl erübrigt.
Kurz später traf auch Kintasiel wieder ein. Karukael hatte sich schon ein wenig gewundert, weil sie nicht mit Cinzael zurückgekehrt war, hatte sich aber nicht zu fragen getraut. Die Raphaelitin sah unendlich traurig aus. Worüber hatten die beiden nur gesprochen?
„Cinzael, ich bin bereit.“ Sagte Kintasiel nur und die Urielitin hatte plötzlich ein sehr ungutes Gefühl. Verwirrt sah sie zwischen ihrer Michaelitin und der Heilerin hin und her.

Sternkind
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Beitrag von Sternkind » 14.07.2008 - 17:44

Neriael war aus ihren Gedanken hochgeschreckt, als Animael nach den beiden anderen Engeln fragte. Als sie sich gedare durchgerungen hatte, ihm zu antworten, wurde sein Blick wieder abwesend. Das kannte sie schon.
Kurz nachdem Animael zurückgekehrt war, kam Cinzael herein.
Ohne Kintasiel? Ob was passiert ist? Vielleicht weil Kintasiel alleine mit ihr reden wollte? Sie sah ja ziemlich unglücklich..., dachte sie gerade, während Animael der Michaelitin antwortete und kurz darauf die Raphaelitin eintrat.
Da stimmte wirklich etwas nicht... die Kleine klang aufgewühlt. Ob etwas mit dem Mann war? Bereit? Wofür war sie bereit? Das klang nicht sehr... positiv...

Lialin
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Beitrag von Lialin » 14.07.2008 - 20:25

Die Informationen die sie von Animael bekommen hatten bestärkte sie in ihrer Entscheidung. Bevor die Traumsaat unkontrolliert herausbrechen konnte und der Mann noch länger zu leiden hatte war es besser im einen gnädigen Tod zu schenken. Die Angelegenheit duldete keinen Aufschub.

Betrübt sah sie wie traurig Kintasiel war als sie in die Cella zurückkehrte, sie hoffte ihr würde später etwas Gutes einfallen um sie aufzuheitern. Ihr trauriger Blick hatte ihr einen Stich ins Herz versetzt, so traurig wollte sie eigentlich Niemand sehen.

Sorge schwang in ihrer Stimme mit als sie sich an Kintasiel wandte:"Gut, wir werden dann gemeinsam zum Krankenzimmer gehen. Durch die hervoragende Recherche von Animael" dem sie kurz anerkennend zunickte "Weis ich nun das vermutlich Gefahr von dem Erkranken und der Traumsaat in ihm für uns ausgeht, deshalb möchte ich das die ganze Schar uns begleitet. Zu unserer Sicherheit halte ich das für unausweichlich. Animael kann dann auch alles Dokumentieren, für den Fall das nach diesem Fall noch andere Scharen mit dieser Erkrankung konfrontiert werden, das Wissen darüber erhalten bleibt. Neriael und Karukael sichern die Schar ab." Dabei ließ sie ihren Blick über die Schar schweifen, bis er wieder auf Kintasiel ruhte. "Aber ich respektiere falls du nicht willst das die ganze Schar mit uns kommt, zu Sicherheit sollten sie dann aber zumindest vor der Tür des Krankenzimmers warten"

Sie rang sich ein Lächeln ab, und schaute auf Reaktionen wartend in die Runde. Sie musste stark sein, Kintasiel brauchte ihren Rückhalt.

Ittiel
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Beitrag von Ittiel » 14.07.2008 - 21:33

Animael sprang fast augenblicklich auf und ärgerte sich im gleichen Moment darüber, dass er so neugierig darauf war, was Kintasiel vorhatte. Das konnte schließlich nichts angenehmes sein; ausserdem fürchtete er ein mögliches Zusammentreffen mit einer frisch geschlüpften Traumsaatkreatur in der engen Cella des Mannes.
Die Gabrielitin würde dort schliesslich schlecht mit ihrem Flammenschwert herumfuchteln können, ohne mindestens ihre Scharmitglieder und das Mobiliar in Brand zu setzen... andererseits konnte die Kreatur nicht allzu gross sein- vielleicht tat es da auch ein Dolch oder ein Fusstritt. Er versuchte, diese Gedanken abzuschütteln und strich seinen Kriegsrock glatt. "Ich komme mit, Cinzael."

Engelskind
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Beitrag von Engelskind » 15.07.2008 - 13:07

"Die Kreatur - wenn es denn überhaupt eine ist - sitzt wenn dann im Kopf. Und da er noch so lange lebte, kann sie unmöglich Platzfordernd, also groß sein... Es wird also... es müssen nicht alle mit." sie blickte zu Cinzael. Wie sie dastand, wie sie sich gab. Wenn jemand wie der Herr sein sollte, ein Fels im Meer der Empfindungen, war sie es, an der man sich hätte aufrichten können - eine, die standhaft blieb. Ihr war noch nie so klar vor Augen geführt worde, warum gerade diese Engel zu den Führern erkoren wurden. "Ich denke es wäre auch nicht gut, wenn zu viele in dem Raum sind." sagte sie nach kurzem überlegen.

Sie wusste gar nicht, warum ihr es so ging, aber als sie bemerkte, dass viele ihr hatten beistehen wollen, den Gedanken daran, half ihr. Noch immer wusste sie nicht, ob sie ihn mit Worten darauf vorbereiten sollte, wie er auf ihre Berührung würde reagieren...

Lialin
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Beitrag von Lialin » 18.07.2008 - 09:51

Cinzael wartete bis sich alle Mitglieder ihrer Schar von den Meditationshockern erhoben hatten. Sie bat alle sich im einem Kreis aufzustellen um zu beten. Sie reichte ihre rechte Hand Kinasiel, die linke Animael. Diese nahmen Karukael und Neriael an der Hand um den Kreis zu schließen. Sie hoffte durch diese Weise des Gebetes das Gemeinschaftsgefühl der Schar stärken zu können, ein in sich geschlossener Kreis, eine Gemeinschaft die zu einer Einheit wurde.

Sie hatte ein Gebet ausgewählt von dem sie sich erhoffte es würde der Schar und besonders Kintasiel die Kraft und Ruhe schenken die sie nun benötigen würde. Sie senkte den Kopf und schloß die Augen als sie mit ruhiger Stimme das Gebet zu sprechen begann.

"Vater, Herr über Himmel, Erde
und alles was dazwischen ist -
in deine Hände befehle ich meinen Geist.

Lass mich nicht wanken und nicht zaudern,
denn du bist bei mir,
jetzt und immer,
wenn ich deiner Nähe, Fürsorge
und schützenden Liebe bedarf...

Du bist meine Stärke,
du bist mein Heil,
meine Hoffnung und mein Trost.
Du bist mein Licht in der Welt voll des Bösen,
meine behütende, bewahrende Kraft...
Du bist der, der mich in sich trägt,
der mich leitet und mich schützt.
Durch dich werde ich über das Unreine und Böse triumphieren,
durch dich werde ich die Widersacher des Lichtes
ihrer gerechten Strafe zuführen.
Selbst dann wenn ich mich allein, gebeugt
und verloren sehe.

Credo in aeternum"

Kurz verweilte sie in Stille, ließ ihre Worte im Geist noch nachklingen. Dann erhob sie langsam wieder ihren Kopf und öffnete die Augen. Wandte sich dann nach Rechts zu Kintasiel, und sagte mit ruhiger Stimme:" Kintasiel führst du uns bitte zur Kammer des Kranken, ich war selbst nocht nicht dort und kenne den Weg nicht".

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