Nichts sehen - Nephillim II [Famiriels Schar]

Das Forum von Famiriels Schar. Hier findet ihr Charbögen, Besprechungen und die Spielrunde der Schar.
Antworten
Gansekiel
Snickers
Snickers
Beiträge: 4448
Registriert: 22.06.2002 - 17:52
Wohnort: Aichach
Kontaktdaten:

Beitrag von Gansekiel » 21.07.2009 - 07:45

Die Strecke war an sich nicht weit - Luftlinie gemessen - doch die hüglige, schier endlose Graslandschaft mit den Bächen wirkte so riesig und unendlich, dass den Engeln klar wurde, wie hier die Nomaden leben mussten.
Die Pferde hatten bestes Gras soweit das Auge reichte. Wasser gab es praktisch überall und tatsächlich wuchsen auch ein paar krüppelige Obstbäume und Brombeeren.

Sogar Nomaden sahen die fliegenden Engel. Aber diese hatten ihr Lager weit ab von ihrem eigentlichen Ziel aufgeschlagen. (Dort wo die Pfeilspitze schräg überhalb/Nordwestlich vom Kloster ist)

Cutter
Cutter
Beiträge: 2633
Registriert: 21.10.2002 - 20:35
Wohnort: Dortmund / NRW

Beitrag von Cutter » 21.07.2009 - 09:03

Als Famiriel die Nomaden unter sich sah, verlangsamte er seinen Flug.
*Wir gehen runter.* befahl er schließlich. Zu den anderen Nomaden würden sie eh irgendwann vorstoßen. Hier konnten sie noch etwas für die Kirche tun.

Das kleine Lager auf das die Schar zu flog, bestand aus 3 großen Jurtezelten ein paar improvisierte Gatter für Hühner, Schweine und Meerschweinchen.
Etwas 40 Menschen inklusive 2 Kleinkinder und ungefähr 10 halbwüchsige liefen im Lager umher. Doch die Schar sah auch genauso viele Pferde um das Lager herum.
Die Menschen waren gerade dabei, ihre Pferde zu versorgen, Zelte auszubessern und anderen alltäglichen Geschäften nachzugehen um die Sippe am Leben zu erhalten.
Famiriel ließ seine Schar einen weitere Schleife fliegen, als einige Menschen schon aufschauten und die Menschen neugierig, aber scheu die Hälse gen Himmel reckten. Als Die Engel zum Landeflug ansetzten, bildeten die Menschen sogar eine Gasse und verscheuchten einige Pferde, um den Engeln Platz zu machen ,sodass sie ohne Probleme landen konnten.
Weniger elegant musste Famiriel auf den letzten Meter einen Hopser machen, überall lag Pferdemist, in den der Michaelit patu nicht treten wollte.
Er rümpfte die Nase, als er sich nach dem Pferde Überbeibsel umdrehte, ob er es auch wirklich verfehlt hatte und schaute sich dann ruhig im Lager um, um seiner Schar einige Sekunden Ruhe zu geben und den Menschen genug Zeit sie zu bestaunen.

Schließlich räusperte sich der Michaelit und versuchte den grausigen Dialekt, den er bei der Em und deren Kindern sowie den Templern des Klosters aufgeschnappt hatte so gut es ging zu imitieren.

"Seid gegrüßt Menschen."

Famiriel hatte noch ein wenig Schwierigkeiten beim rollen des R´s, aber er war frohen Mutes, dass man ihn hier verstehen würde.

Gansekiel
Snickers
Snickers
Beiträge: 4448
Registriert: 22.06.2002 - 17:52
Wohnort: Aichach
Kontaktdaten:

Beitrag von Gansekiel » 22.07.2009 - 06:01

Die Leute wirkten genauso wie man sie beschrieben hatte. Klein und gedrungen, braun gebrannt und mit der typischen Augenpartie. Sie lächelten freundlich, aber man spürte durchaus, dass diese Menschen auf alles gefasst waren und das Lächeln Höflichkeit war - immerhin das.
Es dauerte eine Weile, bis die Kinder und Halbwüchsigen sich alles angesehen hatten, denn Niemand trat vor, sondern man ließ der Neugierde der Jungend freien Lauf.

Die zwei Kleinen und einige Ältere, die vielleicht 10 oder 12 waren kamen vor und umrundeten die Geflügelten mit stummer Würde. Keine "Ohh" oder "Uiii". Sie sagten ncihts, fassten die Engel auch nicht an, aber staunten.
Erst als sie wohl fertig waren, kamen auch Erwachsene näher.
Aber niemand sprach.

Bis schließlich jemand sich ein Herz fasste.
"Seit ihr auch gegrüßt, fremde Engel. Wollt ihr uns nicht sagen, wer ihr seit? Und weswegen ihr hier vorbeikommt in unserem Land", sprach einer der jüngeren Männer und betonte das "unsere" recht Besitzergreifend.

Dweia
Beiträge: 555
Registriert: 06.09.2006 - 12:45
Wohnort: - immer unterwegs ;) -
Kontaktdaten:

Beitrag von Dweia » 22.07.2009 - 12:51

*Famiriel*, wandte sich Asfarel an den Michaeliten, *ich möchte dir nicht reinreden, ich weiß, du magst das nicht, aber für diese Leute sind die Sippe, ihr Land und ihr Vieh alles. Wir sollten unbedingt sehr höflich zu ihnen sein und ihre Gastfreundschaft nicht schmähen, dass nehmen sie sehr übel, fürchte ich. Ein Ordenbruder hat mir von einem Auftrag berichtet, der ihn zu einer ähnlichen Volksgruppe führte... ich glaube, es ist am besten, du stellst uns vor und erklärst ihnen vorsichtig, was wir wollen. Sie könnten das in den falschen Hals kriegen. Und frag sie von mir, ob sie vielleicht Hilfe brauchen können. Sie tendieren nämlich dazu, Gleiches mit Gleichem zu vergelten und wenn ich einem kranken Kind oder Tier helfen könnte, wären sie im Gegenzug sicher hilfsbereiter...* Noch während sie das sagte lief Asfarel leicht rosa an. Sie schämte sich ein bisschen dafür, einerseits ihren Michaeliten zu belehren und andererseits derart berechnend vorzugehen.
Aber es war ja alles für einen guten Zweck, nicht wahr?

Cutter
Cutter
Beiträge: 2633
Registriert: 21.10.2002 - 20:35
Wohnort: Dortmund / NRW

Beitrag von Cutter » 23.07.2009 - 09:25

Asfarel bekam einen kurze bösen Seitenblick von Famiriel, der jedoch schnell wieder verebbte. Im Grunde wusste sie, dass Famiriel das aufnehmen würde, aber sie wusste auch, dass er sich diese Information etwas anders gewünscht hätte.

Der Michaelit schaute in die Menschenrunde und fing dann an, laut und deutlich zu sprechen und er versuchte nun das R besser zu sprechen, als noch am Anfang.

"Seid mir gegrüßt, mein Name ist Famiriel Kind des Michaels und dies ist meine Schar. Asfarel, Kind der Raphaels, Seraquiel Kind des Uriels, Varlaciel Kind des Gabriels, Animael Kind des Jeremiels und Atanael Kind des Raguels."

Bei jeder Namensnennung deutete er auf seinen Bruder oder seine Schwester, die er meinte, ehe er wieder Luft holte um weiter zu sprechen.

"Wir kommen in Frieden. Wir suchen eine Nomadengruppe, die weiter weg ihr Lager aufgeschlagen hat. Als wir euch jedoch sahen, wollten wir landen und bei euch nach dem Rechten sehen.....ist vielleicht jemand krank, dem geholfen werden sollte?"

Famiriel schaute fragend in die Runde und lächelte gewinnbringend.

"Jedoch wollten wir auch mehr über diese Gegend und die Nomadengruppen erfahren. Aus diesem Grund sind wir hier und erbitten eure Gastfreundschaft." schloss er schließlich seine Rede. Das war weit mehr an Höflichkeit, die er normalerweise Menschen zuteil werden ließ, aber er wollte es sich nicht mit ein paar Nomaden verscherzen. Man wusste ja nie, was man noch erfahren würde.

Gansekiel
Snickers
Snickers
Beiträge: 4448
Registriert: 22.06.2002 - 17:52
Wohnort: Aichach
Kontaktdaten:

Beitrag von Gansekiel » 23.07.2009 - 17:31

Der Mann nickte vorsichtig.
"Da ist etwas womit ihr uns helfen könnt. Nadirs Frau gehts nicht gut. Sie bekommt bald ein Baby, aber sie ist krank!", meinte er immer noch misstrauisch und deutete auf ein Zelt. "Sie is da drin!"

Der Rest der Menschen murmelte und guckte nur. So ganz schienen die Leute nicht zu wissen, was sie glauben sollten. Und mit der Ehrfurcht war es auch nicht weit her, aber Respekt hatten sie wohl. Oder auch etwas Angst.

Cutter
Cutter
Beiträge: 2633
Registriert: 21.10.2002 - 20:35
Wohnort: Dortmund / NRW

Beitrag von Cutter » 24.07.2009 - 09:20

"Meine Schwester Asfarel kann ihr helfe, wenn ihr sie lasst." meinte Famiriel und überließ nun Asfarel das Feld.
Sollte sie das Vertrauen der Menschen für sie alle erlangen.

Gansekiel
Snickers
Snickers
Beiträge: 4448
Registriert: 22.06.2002 - 17:52
Wohnort: Aichach
Kontaktdaten:

Beitrag von Gansekiel » 25.07.2009 - 08:28

"Ich kann euch hinführen, bitte folgt mir.. oder am besten Nadir!"
Der angesprochene Mann nikte und winkte die Engel mit sich zu einem begen Jurtenzelt, das groß genug war um eine Familie aufzunehmen.
Im Zelt standen mehrere Bettartige lager aud denen zwei alte Leute lagen, sowie eine Frau und zwei schlafende Kinder. Zwei jüngere Frauen kümmerten sich um alles.

Die alten Leute schliefen, die Kinder ebenso, nur die Schwangere wandte sich im Fieber auf ihrer Decke.
Sie war wohl im 8. Monat, denn sie wirkte schon recht umfangreich.

Cutter
Cutter
Beiträge: 2633
Registriert: 21.10.2002 - 20:35
Wohnort: Dortmund / NRW

Beitrag von Cutter » 25.07.2009 - 10:28

Famiriel blieb stehen und ließ Asfarel die Arbeit machen. Er sah es als nicht nötig an, dass seine Schar nun wie Hühner hinter einem Mann hertrotten musste nur um eine schwangere Frau zu sehen. Da war die Präsenz der Engel hier besser aufgehoben.

Dweia
Beiträge: 555
Registriert: 06.09.2006 - 12:45
Wohnort: - immer unterwegs ;) -
Kontaktdaten:

Beitrag von Dweia » 28.07.2009 - 15:12

Asfarel nickte ihrem Michaeliten zu und folgte Nadir. Das betreten des Jurtezelts gestaltete sich zwecks Flügeln weder einfach noch sonderlich elegant, aber sie hatte hier eine Aufgabe zu erfüllen.
Vorsichtig, um die Schlafenden nicht zu stören, näherte sie sich der Patientin und kniete sich neben sie.
Die Frau wand sich im Fieber.
"Seit wann geht es ihr so schlecht?", erkundigte sie sich bei Nadir und hoffte, dass er sie verstand.
Sie berührte die Frau vorsichtig an der Schulter, schloss die Augen und sandte ihre gottgegebene Macht aus, um herauszufinden, was hier im Argen lag.*


[*Das sehende Auge]

Gansekiel
Snickers
Snickers
Beiträge: 4448
Registriert: 22.06.2002 - 17:52
Wohnort: Aichach
Kontaktdaten:

Beitrag von Gansekiel » 28.07.2009 - 18:00

In der Zivilisation, mit den richtigen Medikamenten, hätte man nur gelacht über eine einfache Sommergrippe.
Die Schwangere hier draußen im Niemandsland konnte jedoch einfach daran sterben.

Jemand hatte versucht eine Mixtur aus Brotschimmel und Kräutern zu verabreichen, wie sie mit dem sehenden Auge erkannte - prinzipiell war das gar nicht falsch. Beinahe wie Penecilin, nur nicht stark genug.

Sie würde ihr problemlos helfen können und es war noch nicht zu spät, weder für sie, noch das Kind.

"Sie ist seit 5 Tagen krank, das Fieber ist seit gestern so schlimm! Können sie sie retten Herrin?", fragte er demütig. "ich bitte euch, ich gebe euch was ich habe, mein bestes Pferd.. ich liebe mein Weib!", stammelte er.

Seraquiel
mist ich weiß nich wie der heißt...
mist ich weiß nich wie der heißt...
Beiträge: 39
Registriert: 17.02.2009 - 01:38
Wohnort: Essen

Beitrag von Seraquiel » 28.07.2009 - 22:30

Währenddessen wartete Seraquiel draußen und blieb an Varlaciels Seite. Seraquiel wusste sich zu benehmen, doch war er kein Kind der Diplomatie und so überließ er Famiriel das Reden.

*Famiriel, gewiss ist es Dir aufgefallen: der Nomade nannte uns fremde Engel, ganz so als wären ihm andere Engel bekannt. Vielleicht weiß er was über unsere scheue Urielitin?*

Dann konzentrierte er sich und schärfte seine Sinne, um die Gerüche des Lagers in sich aufzunehmen ...

Cutter
Cutter
Beiträge: 2633
Registriert: 21.10.2002 - 20:35
Wohnort: Dortmund / NRW

Beitrag von Cutter » 28.07.2009 - 22:35

* Mir ist es ebenso aufgefallen, aber lassen wir ihnen erst einmal Zeit und das Wunder einer Raphaelitin um Vertrauen zu uns zu bekommen. Vielleicht wissen sie mehr und vielleicht auch über den Raphaeliten.* sandte Famiriel an seinen Urieliten und lächelte freundlich in die Runde.
Zuletzt geändert von Cutter am 29.07.2009 - 12:27, insgesamt 1-mal geändert.

Antworten

Zurück zu „Nephillim II [Famiriels Schar]“