Verlorene Seelen - Isiels Schar- Gefallener Engel

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Sirisia
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Beitrag von Sirisia » 15.10.2008 - 20:02

*Bereit!* gab Sereniel kurz und knapp bekannt, bevor er den Griff um sein Flammenschwert leicht änderte und es angriffsbereit hochhob. Dann folgte er mit wenigen Schritten Abstand der Urielitin. Dabei versuchte er stets sorgsam und langsam einen Schritt nach dem anderen zu machen und sich weit genug von den Wänden fernzuhalten, damit er sie nicht mit seinen Flügeln streifte. Der Gabrielit merkte wie nun - kurz vor dem Kampf - seine Atmung ruhiger wurde, während sein Herz schneller zu schlagen begann. Seine Sinne waren geschärft, während er gleichzeitig mit seinen Gebeten bei Gabriel war.
Seine Schritte waren ihm ein lautes Donnern, sein Herzschlag das Pochen von Pauken, sein Atmen das fauchen des Sturms. Beinahe schien es ihm unmöglich, dass die Ketzer ihn nicht hören würden. Schon deshalb begann er langsam seine Konzentration so zu fokussieren, dass er Gabriel möglichst schnell um die himmlischen Mächte bitten konnte. Schutz vor den Kugeln und Schnelligkeit das war es, was er zu allererst brauchen würde ...

Floriel
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Beitrag von Floriel » 17.10.2008 - 17:12

Je weiter die Engel ins Innere der Höhle vordrangen, desto weniger Tageslicht erhellte den Gang und schon nach einigen Metern spendeten nur noch die regelmäßig angebrachten Fackeln ein wenig Licht.
Floriel störte dies nicht weiter; selbst bei fast völliger Dunkelheit hätte sie noch immer keine Probleme gehabt, sich zurecht zu finden. Doch ihre Schargeschwister sahen die Umgebung inzwischen vermutlich nur noch schemenhaft.

Schon kurz nach der ersten Wegbiegung teilte sich der Tunnel plötzlich.
Plötzlich zuckte Floriel innerlich zusammen. ’Da hinten ist doch ein Geräusch, oder?’, hinterfragte sie ihre eigenen Wahrnehmungen und starrte misstrauisch in den linken Gang, aus dem sie glaubte, etwas vernommen zu haben.
*Bleibt mal bitte kurz stehen.*, bat sie die anderen sofort und nutzte das folgende Ausbleiben der Laufgeräusche, um sich noch besser auf ihr Gehör zu konzentrieren.

’Tatsächlich!’ Sie hatte sich nicht geirrt.
*Isiel! Aus dem linken Tunnel höre ich Stimmen.*, informierte sie die Michaelitin aufgeregt. *Also, es ist vielmehr ein Schluchzen... von Kindern! Das müssen sie sein!*
Die Urielitin musste sich zusammenreißen um nicht einfach kopflos loszurennen.
’Keine Alleingänge!’, rief sie sich noch einmal die Worte der Scharführerin ins Gedächtnis, während ihre linke Hand vor Ungeduld in den Ordensrock krallte.

Cutter
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Beitrag von Cutter » 19.10.2008 - 23:35

*Floriel geh du vorschtig vor. Sereniel. Folg ihr. Gansekiel und Kintasiel, wir bleiben ein wenig zurück und passt auf unseren Rücken auf!* meinte Isiel *Wenn du Ketzer siehst Floriel, beschreib uns die Szenerie, wenn es geht. Falls es zum Kampf kommt, seid so leise, wie es nur geht.....wir brauchen hier nicht noch mehr Ketzer...*

Genoveva
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Beitrag von Genoveva » 20.10.2008 - 20:50

Das schluchzen wurde aus dieser richtung lauter, je weter sie gingen.

Engelskind
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Beitrag von Engelskind » 21.10.2008 - 12:16

Kintasiel band sich vorsichtig nochmal die Haare zurück, während sie einen Blick nach hinten warf. Jetzt durfte nichts schiefgehen. Vorsichtig folgte sie Isiel und Gansekiel, immer häufiger nach hinten sehend.

Die junge Raphaelitin war sichtlich nervös und auch sehr unruhig, immerhin konnte sie im allerschlimmsten Falle nur wenig tun und genau diese schrecklichen Szenarien schossen ihr durch den Kopf. *Isiel, vielleicht benutzen sie die Kinder als Köder für eine Falle...* sie musste einfach irgendetwas beitragen, viel zu groß war ihre Angst, dass etwas schieflief, weil sie eine Befürchtung nicht ausgesprochen hatte.

Floriel
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Beitrag von Floriel » 21.10.2008 - 20:01

Eine Falle befürchtete Floriel ebenfalls. Die Ketzer wären einfach ziemlich dumm, wenn sie die sich bietende Chance nicht nutzen würden. Und jetzt war es ihre Aufgabe, eine möglichen Hinterhalt rechtzeitig zu erkennen. Die Urielitin schluckte, aber der Kloß im Hals wollte nicht verschwinden.

Vorsichtig folgte sie der Geräuschquelle in den linken Gang hinein und bat zu ihrem Erzengel, dass die rechte Tunnelabzweigung wirklich so leer war, wie sie sich anhörte. Vielleicht wäre es klüger gewesen, wenn jemand nachsah? Aber dann verloren sie womöglich wertvolle Zeit? Wahrscheinlich musste sie in diesem Punkt einfach darauf vertrauen, dass Isiel die richtigen Entscheidungen traf.
Unruhig huschten Floriels Blicke hin und her, registrierten beinahe unbewusst die Oberflächentextur der Wände, das zitternde Flackern der Fackeln und die kleine Spinne, die in vergleichsweise schnellem Tempo an ihr vorbei den Tunnel entlang huschte.
Das Schluchzen wurde langsam deutlicher; weit konnte es nicht mehr sein.

Genoveva
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Beitrag von Genoveva » 23.10.2008 - 19:36

In einigen Metern entfernung hörten die Fackeln auf, es war nur noch dunkel dort vorne. Etwas bewegte sich in der dunkelheit. Oder waren es nur die Schatten die durch das geringer werdente licht der Fackeln zuckten?

Floriel
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Beitrag von Floriel » 26.10.2008 - 02:08

’Auch das noch...’, dass die Fackelreihe jäh endete ließ die ganze Angelegenheit nicht unbedingt sicherer erscheinen. Kurz kniff Floriel ihre Augen zusammen, um diese an die schlechter werdenden Sichtverhältnisse zu gewöhnen.

*Wartet!*, bat sie ihre Geschwister gleich darauf erneut. Hatte sich dort nicht eben etwas bewegt? Mit einiger Anstrengung konnte die Urielitin in der Dunkelheit Schemen ausmachen... und sie versprachen nichts Gutes.
*Da vorne sind zwei... Menschen...?, beim letzten Wort schwang deutliche Unsicherheit in Floriels Stimme mit. Die beiden Schatten bewegten sich kaum und selbst für die geübten Augen eines urielitischen Engels war es unter diesen Bedingungen schwer, klare Aussagen zu machen.
*Zwei Personen in langen schwarzen Mänteln, groß, dünn und ich glaube noch haben sie uns nicht bemerkt.*, leitete sie schließlich ihre Beobachtungen weiter. Währenddessen überlegte die Urielitin nervös, weshalb ihr die Gestalten so seltsam vorkamen. Sicher, das waren garantiert zwei der Ketzer und sie stellten damit ein eindeutiges Gefahrenpotenzial dar, aber da war noch etwas anderes...

*Isiel, sollen wir sie angreifen? Genügend Platz hätten wir; der Tunnel ist breit und hoch genug.*, fragte Floriel die Scharführerin nach weiteren Anweisungen.
Unbewusst massierte sie dabei ihre Schläfen und versuchte das leise Geräusch zu orten, was sich langsam in ihre Sinneswahrnehmungen mischte. Ein seltsames Zischeln, dass aber nicht von den Fackeln im Hintergrund stammen konnte. Kam es von den Gestalten? Oder war etwas anderes die Ursache?

Cutter
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Beitrag von Cutter » 27.10.2008 - 08:42

*Wir müssen sie so lautlos wie möglich ausschalten. Floriel sieht du dich dazu in der Lage beide auszuschalten? Serniel gib ihr Deckung * antwortete die Michaelitin, während sich die Schar nun selbst in Dunkel drückte.

Floriel
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Beitrag von Floriel » 27.10.2008 - 22:36

*Ich... ich versuchs.*
Fast lautlos nahm Floriel zwei Pfeile aus ihrem Köcher, während ihre Gedanken keine Ruhe fanden.
’Ist es nicht normalerweise umgekehrt; der Gabrielit stürmt vor und der Urielit gibt Rückendeckung? Aber, ach, wahrscheinlich kann Sereniel ohne Anhaltspunkte bei dieser miesen Sicht schon gar nichts mehr erkennen. Und was ist, wenn die zwei Gestalten uns vielleicht schon längst bemerkt haben und nur darauf warten, dass wir angreifen; wenn das ein Teil der Falle ist?’
Floriel hielt für einen Moment die Luft an und versuchte die unnützen Überlegungen aus ihrem Kopf zu drängen, aber es wollte ihr nicht so recht gelingen.

*Ich werd jetzt auf die beiden schießen. Wenn ich nicht treffe oder etwas unerwartetes passiert, geh ich zur Seite, damit Sereniel vorbei kann.*, kündigte die Urielitin dann dennoch an, bevor sie ihr Vorhaben auch schon in die Tat umsetzte. Mit halb zusammengekniffenen Augen zielte sie dorthin, wo sie die Kehlen der Personen vermutete und feuerte schließlich beide Pfeile kurz nacheinander ab.*

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*das 8. arkanum: der komtur
Umgekehrte Bedeutung: Schwäche
Mißbrauch, Zwietracht, Verderbtheit, Zorn

Genoveva
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Beitrag von Genoveva » 28.10.2008 - 11:48

Die Pfeile der Urlitin glitten lautlos durch die manifestierte Dunkelheit. Dann war ein leises klack zu hören und ein markerschütternters Brüllen erfüllte den Gang mit seinen Schmerzen.

Das Brüllen hallte von den hohen und weiten Wänden wieder und übertönte jedes andere Geräusch. Dann war ein zweites geräusch zu hören, ein lautes Zischen und dann ein rascheln. Ein schwerer Körper krachte zu boden, dann wurde das klacken lauter und ein großer Schatten bewegte sich blitzartig aus der Dunkelheit hervor. Die Klauenhände gespreizt und das Chitin der Oberhaut glänzte in den wenigen vorhandenen Licht.

Der zweite pfeil ragte nutzlos aus seiner SChulter heraus.










das 17. arkanum: die inspiration
Aufrechte Bedeutung: Kreativität
Zuversicht, Selbstwertgefühl, Talent, Anleitung, Ausdrucksstärke, Innovation, Einfallsreichtum, Ausstrahlung, Manifestation, Charisma, Anziehungskraft, Instinkt, Vollendung, Inneres Gleichgewicht, Spontaneität, Lebendigkeit, Natur, Hoffnung, Erkenntnis, Bedeutung

Sirisia
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Beitrag von Sirisia » 28.10.2008 - 21:30

*AUGEN ZU!* rief Sereniel durch die Seele der Schar, als das Gebrüll die Höhle erfüllte. Gleichzeitig leckten Flammen an Sereniels zweitem Seelenteil hinauf und setzten das Schwert scheinbar in Brand. Im Bruchteil eines Augenblickes begannen die Signumslinien auf Sereniels Haut zu leuchten. Rasend schnell breitete sich das Licht auf der Haut des Gabrieliten aus und sandt einen plötzlichen, gleissend hellen Lichtblitz durch die Höhle.
Floriel beiseiteschubsend stürzte Sich der Gabrielit mit brennendem Schwert auf den Angreifer.


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das 10. arkanum: das schicksal
Aufrechte Bedeutung: Glück
Gelegenheit, Durchbruch, Wohlstand, Überfluß, Ausdehnung, Flexibilität

In der Balance zwischen Fehlschlag und Erfolg findet sich das Leben. Mal nach der einen, mal nach der anderen Seite tendierend, in Reichtum oder Armut, Krankheit oder Gesundheit, Glückseligkeit oder Trauer findet sich der Mensch wie jedes lebende und denkene Wesen wieder, selbst die Engel des Herrn; in einem beständigen Auf und Ab von scheinbarer Willkür und Zufall.

Genoveva
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Beitrag von Genoveva » 29.10.2008 - 21:34

Die Gestalt des Schattens wirbelte herum als ihn eine flammende klinge traf und denn rechten oberen gliedmaß abdrehnte.
Die gestalt wirbelte herum und ihre verbliebende Klauen griffen mit einen brüllen nach denn angreifer, es gab ein krachen als die klauen auf knochen trafen und federn flogen.





das 21. arkanum: die welt
Aufrechte Bedeutung: Vitalität
Erfüllung, Belohnung, Freiheit, Ganzheit, Vollkommenheit, Ganzheitlichkeit, Vollendung, Integration, Einung, Bewußtsein, Vision, Umwelt

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