Caladriel ~ Gabrielit

Antworten
Raziel
Beiträge: 10
Registriert: 13.01.2007 - 17:42
Wohnort: Freiburg
Kontaktdaten:

Caladriel ~ Gabrielit

Beitrag von Raziel » 18.01.2007 - 02:09

Allgemeines:

Name des Engels: Caladriel

Orden: Gabrieliten
Geschlecht: männlich
Alter: 15 1/2

Größe: 1, 71 m
Gewicht: 77 kg (57 kg + 20 kg Flügel)
Augenfarbe: dunkelbraun, fast schwarz
Haarfarbe: ursprünglich schwarz, aber traditionell feuerrot gefärbt
Flügel: silbergrau, 11 m Spannweite
Statur: durchtrainierter, muskulöser Körper, der eher drahtig als klotzig wirkt


Beschreibung:
Er ist hochgewachsen und sein athletischer Körper ist perfekt trainiert, mit keinem Gramm Fett. Die letzten Merkmale eines kindlichen Äußeren sind gerade aus seinem Gesicht verschwunden. Wäre nicht die hässliche Verwundung, die seine rechte Gesichtshälfte bis auf das Auge weitgehend zerstört hat, müsste man ihn mit seinen feingeschnittenen Zügen als schön bezeichnen. Seine Haut ist sonnengebräunt und von etwas dunklerer Farbe, was ihm zusammen mit seinen dunklen Augen ein fast südländisches Aussehen verleiht. Die verwachsenen Narben, die insbesondere seinen Rücken und die linke Seite verunstalten, treten deutlich mit ihrem hellen Gewebe auf der Haut hervor. Seine nach der Tradition feuerrot gefärbten Haare sind ungefähr fingerlang und streben widerspenstig in alle möglichen Richtungen, weshalb er sie mit Hilfe eines breiten Stirnbandes zu bändigen versucht. Möglichst dicht an seinen Körper gebunden trägt er eine Umhängetasche, die mit zwei Riemen (einen um die Schulter und einem um die Hüfte) sorgfältig befestigt ist, so dass sie ihm auch bei einem unerwarteten Kampf alle Bewegungsfreiheit lässt.


Charakter:
Caladriel ist abweisend und verschlossen, so dass viele ihn für arrogant halten. Bisweilen scheint es sogar, als ob er andere Engel meidet, auch wenn er sich bemüht, dies nicht zu offensichtlich werden zu lassen. Nichtsdestotrotz würde er niemals seine Schar in Gefahr bringen. Seine dunklen Augen, die auf den ersten Blick kalt und gefühllos wirken, verbergen bei genauerer Betrachtung tiefes Leid und einen Schmerz, der den Engel innerlich zu zerstören scheint. Nur in den wenigen Augenblicken während eines Kampfes, in den Sekunden die zwischen Leben und Tod entscheiden, scheint er mit sich selbst im Einklang zu sein und für eine kurze Zeit Frieden zu finden.


Mächte:

[perfekt][sehr gut][gut][ausreichend][schlecht][gar nicht]

Signum:
Daniels Geschenk [gut]
Davids Flinkheit [perfekt]
Goliaths Kraft [sehr gut]
Samsons Haar [perfekt]

Sigil:
Golem [perfekt]
Gottes Rüstung [sehr gut]
Kelch der Rache [gar nicht]
Licht des Herrn [gut]

Scriptura:
Das jüngste Gericht [gar nicht]
Opferlamm [ausreichend]
Schild des Glaubens [gut]


Fertigkeiten: (Vorzüge/Schwächen:)

Vorzüge:
  • kampferfahren
  • besonnen, verliert nicht leicht die Nerven
  • guter Taktiker
  • ehemals gutaussehend
  • für seine Schar würde er alles geben


Schwächen:
  • Todessehnsucht (hat seine Freude am Leben verloren)
  • Alpträume
  • Selbstvorwürfe
  • Körper und die rechte Gesichtshälfte sind durch schreckliche Narben entstellt
  • verschlossen bis abweisend (lässt niemanden an sich ran)



Sprachen:
  • Latein
  • schlechtes Common (Gabrielsland)



Waffen und Ausrüstung:

Waffen: Flammenschwert, langer Dolch

Manna (Geld): 2 Euro 48 Cent

Ausrüstung:
~ schwarzer Kriegsrock
~ lederner Überrock
~ bemalte Schulterplatte
~ Schwertgurt mit Scheide
~ Stirnband
~ Wasserschlauch
~ lederne Umhängetasche mit:
- Waffenpflegeset
- Brandsalbe
- Pflaster und einfaches Verbandszeug
- eine Schachtel Zündhölzer
- Kompass
- Nadel und schwarzer Faden
- ein Stück Kreide
- ein Stück Seife
- eine Spiegelscherbe
- Rasierzeug
- ca. 30 Votivbänder zu einem Bündel geschnürt
- eine geschnitzte, hölzerne Flöte in weißes Tuch eingeschlagen
zusammen mit vier Federn
- Mannariegel


Zusätze:

Ängste:
~ Freundschaft mit anderen Engeln zu schließen
~ jemanden zu verlieren
~ des Himmels nicht mehr würdig zu sein
~ seine Fähigkeiten falsch einzuschätzen

Ziele/Träume:
~ seine Sünden zu sühnen
~ Frieden zu finden
~ in den Himmel einkehren

Dinge die der Charakter gern hat:
~ durch Taktik und Perfektion anstelle von roher Kraft Kämpfe zu gewinnen
~ barfuß zu gehen
~ zu fliegen
~ Flöte zu spielen
~ den Sternenhimmel zu betrachten

Dinge die der Charakter hasst:
~ die Kontrolle zu verlieren
~ Gefühle zu empfinden
~ noch am Leben zu sein

Chargeschichte: Die letzte Schlacht

Am Ende hatten sie gewonnen. Doch der Preis war hoch gewesen - zu hoch. Er hätte nie damit gerechnet, dass so etwas passieren könnte. Sie waren keine Anfänger gewesen - beileibe nicht. Seit fünf Jahren hatten sie Seite an Seite gekämpft und versucht die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Und allen Gefahren getrotzt. Natürlich wurden sie auch oftmals verwundet, und mehr als einmal wäre einer der ihren fast zu Tode gekommen - aber eben nur fast. Für Caladriel schien es damals, dass sie zusammen unbesiegbar waren. Er war nicht arrogant, doch wäre er gefragt worden, so hätte er ehrlich geantwortet, dass alle auf ihren jeweiligen Gebieten außergewöhnlich gut bewandert waren. Er selbst war mit seinen knapp über 15 Jahren der jüngste der Gruppe und neben der Raphaelitin Madrael, der Einzige, der damals noch nicht die dritte Weihe erhalten hatte. Dies sollte erst nach dem nächsten Auftrag geschehen, wenn sie siegreich nach Roma Aeterna zurückkehrt waren.
Tief verschlossen in seinem Herzen hatte er schon seit einiger Zeit ein Bild mit sich herumgetragen, wie sie alle nach vielen weiteren glorreichen Siegen und mit den höchsten Ehren gemeinsam die Reise zurück in den Himmel antreten würden. Selbstverständlich hatte er nie jemandem davon erzählt - zu albern wäre ihm dieser Traum laut ausgesprochen erschienen. Aber er hatte gehofft, ja fest geglaubt und damals fast "gewusst", dass dieses Bild einmal Wirklichkeit werden würde. Doch es war alles anders gekommen.
Tiefe Schuldgefühle und Selbstvorwürfe plagen ihn seitdem. Immer wieder stellt er sich die Frage, ob diese Selbstsicherheit und dieses Gefühl von Unverwundbarkeit am Ende ihren Tod heraufbeschworen hatte. Bittere Visionen quälen ihn während seiner Meditationen, so dass wirkliche Erholung für ihn selten ist. Und wenn er vor Erschöpfung zusammenbricht foltern ihn furchtbare Alpträume. Er wünschte, er könnte Syriel, seiner Michaelitin folgen, die zusammen mit ihm als einzige Überlebende zurückkehrte. Seloel, der Ramieliten ihrer Schar, lag seit dem Kampf in einem tiefen Koma, aus dem er wohl auch nie mehr erwachen würde. Syriel hatte sich für die Läuterung entschieden, als sie kurz nach ihrer Rückkehr erkennen musste, dass nicht nur über die Hälfte ihrer Schar verloren, sondern auch von dem alten Caladriel nichts mehr übrig geblieben war. Die Selbstvorwürfe hatten ihn zerbrochen. Sie hatte keine Kraft mehr nach diesen Verlusten nochmals eine neue Schar anzuführen. Ihr wären eh nicht mehr als vielleicht noch ein oder höchstens zwei Jahre auf Erden beschieden gewesen, und diese erschienen ihr ohne die Freunde nur noch wie eine Last.
Und so blieb Caladriel allein zurück. Mit schweren Narben gezeichnet, da er in dem Kampf lebensgefährlich verletzt wurde und Madrael nicht mehr da war, um seine Wunden zu heilen. Sein einstmals schönes Gesicht war in der rechten Hälfte nahezu vollständig zerstört, da ihn dort ein klauenbewerter Schlag getroffen hatte. Und auch sein restlicher Körper war von zahlreichen Narben gezeichnet, wo die Traumsaat ihre Spuren hinterlassen hatte. Die Heiler hatten ihm nach ihrer Rückkehr angeboten ihn wieder vollkommen herzustellen, doch er hatte sich geweigert. Die Narben sah er als eine stete Erinnerung an sein Versagen, da es ihm nicht möglich gewesen war, seine Schar zu retten. Diese letzten Zeugen ihres gemeinsamen Untergangs zu entfernen wäre ihm wie ein Frevel erschienen, da sie der einzige Preis waren den er für sein Leben gezahlt hatte. Und was war das schon im Vergleich zu dem Preis der anderen. Es schien ihm, als ob durch den Verlust seiner langjährigen Freunde auch ein Teil von ihm gestorben wäre und seine innere Flamme erstickt hätte.
Nur zu gern hätte auch er dem Weg in den Himmel beschritten, doch er wusste, dass seine Zeit noch nicht gekommen war. Zum ersten Mal seit seinem Dasein auf Erden verspürte er den Wunsch, dies alles hinter sich zu lassen, um heimzukehren in den Himmel. Um endlich Frieden zu finden. Aber seine Schuldgefühle hielten ihn zurück. Er empfand sich als des Himmels nicht mehr würdig - nicht ohne noch eine letzte große Tat zu vollbringen, die ihm sich selbst vergeben ließ.
Und so machte er sich auf die Suche nach seiner letzten Schlacht ...
Zuletzt geändert von Raziel am 23.01.2007 - 02:46, insgesamt 1-mal geändert.

Caladriel
Raziel
Raziel
Beiträge: 107
Registriert: 14.01.2007 - 14:42
Kontaktdaten:

Beitrag von Caladriel » 23.01.2007 - 01:33

Vielen herzlichen Dank an den unvergleichlichen Samael für diesen Prachtkerl..... :D

Bild

Antworten

Zurück zu „Gabrieliten“