Leyel - Ramielitin - Sigil

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Kuniel
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Leyel - Ramielitin - Sigil

Beitrag von Kuniel » 20.08.2015 - 22:00

Allgemeines:

Name des Engels: Leyel
Orden: Ramielit
Geschlecht: weiblich
Größe: 1,60
Augenfarbe: Smaragdgrün
Haarfarbe: Schwarz
Flügel: Graue Ansätze, welche in einen braunen Ton übergehen an den Spitzen
Alter: 11

Charakter/Erscheinung:

Leyel ist die Sorte von Person, die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Ihre Stimme ist laut und jedes einzelne Wort scheint ohne einen Schimmer von Furcht oder Zögern gesprochen und ihr langes, schwarzes, lockiges Haar und ihre hochgewachsene Statur ist jene Sorte von Schönheit, der man Achtung schenkt. Ihren Augen wohnt immer ein Schimmer von Amüsiertheit inne in Gegenwart des Alltägigen und sie leuchten vor Freude auf im Angesicht des Anormalen.

Hochgewachsen und mit einer gewissen Eleganz in ihren Bewegungen könnte man sie beinahe für einen Michaeliten halten, aber wo Michaeliten suchen anzuführen, versucht Leyel nur Geltung für ihre Sicht der Welt zu finden. Nach was sie sucht ist etwas, dass ihr die Welt zwar bieten kann, aber was ihr entrissen werden muss ihrer Ansicht nach: Was sie will ist Inspiration. Und wenn man sie lange genug kennt, entdeckt man, dass ihre Lebensfreude und exozentrische Art einen gierigen Hunger nach Aufregung und neuen Eindrücken verbergen, dem sie keinen Einhalt bieten kann oder will.

Die Gegenwart und Vergangenheit der Welt sind für Leyel uninteressant. Sie will etwas Neues kreieren. Und bisher hat sie dafür nur mit ihrer Kunst einen Weg gefunden, diese Suche nach etwas Neuem auszudrücken. Gleich ob es Malereien, Lieder, Tänze sind oder Gedichte sind, ihre Laune und die Inspirationsquelle wie sie etwas darstellen will. Ein Talent zeigt sie für all jene künstlerischen Ausdrucksweisen. Trotz ihrer Begabtheit malt sie nie aus Langeweile oder um sich die Zeit zu vertreiben. Ohne wahre Inspiration ist Kunst wertlos, ihrer Ansicht nach.

Während Kunst ihre höchste Leidenschaft ist, so ist ihre zweitgrößte Leidenschaft Gefahr. Momente der Unsicherheit, Anspannung und Hektik sind in ihren Augen zwar nicht gerade angenehm, aber das kleinere Übel im Vergleich zum Trott des Alltages. Daher ist es nicht ungewöhnlich sie besonders in jenen Momenten, wo die Gefahr am größten ist, lachen zu sehen. In ihren Studien hatte sie deswegen auch allein den Unterricht zur Feindanalytik und das Kampftraining genossen. Während Kunst für sie im Moment fest gehaltene Inspiration war, so waren Kämpfe und Feindanalytik Inspiration in Praxis (vergleichbar mit Kartenspielen in ihren Augen, aber für welchen sie von ihren Ausbildern oft kritisiert wurde).

Hintergrund:

Leyel war nie eine gute Ramielitin gewesen. Wo Ramieliten versuchen das Wissen der Welt zu archivieren und strukturieren, so hat Leyel stets nach neuen Ideen gesucht und war mehr darauf erpicht neue Entdeckungen zu machen als sich mit alten Theorien auseinanderzusetzen. Und während Ramieliten generell für eine möglichst objektive Analyse der Welt angehalten waren, so war Leyel mehr an ihrer subjektive Erfahrung der Welt interessiert. Ramieliten distanzierten sich von der Welt, um sie besser zu verstehen. Leyel sprang lieber blind in die unbekannten Tiefen von ihr.

Die Ausbildung Leyels war problematisch. Immerzu hielt sie an einem kritischen Blickwinkel fest, während ihr und anderen Ramieliten die Dogmen der Kirche und andere Dinge beigebracht wurden. Und sie wich nie einem Konflikt mit den Lehrern aus oder zuckte zurück nach einer schmerzvollen Strafe für ihr Verhalten. Die ausbildenden Engel waren beinahe unablässig dabei Leyel zu spotten und ihren Alltag so unerträglich wie möglich zu gestalten. Aber Leyel gab nie nach, was die Engel nur ermunterte noch energischer mit ihren Misshandlungen zu werden.

Zu was dies aber führte war, dass die anderen jungen Ramieliten begannen Leyel Respekt zu zollen und manche erkannten auch, dass Leyel die älteren Engel von den Fehlern der anderen jungen Engel mit ihrem schamlosen Verhalten ablenkte. Selbst die menschlichen Ausbilder, welche für üblich lediglich nur jeden kleinen Fortschritt der Engel lobten, wanden sich gegen Leorviel und begannen ihre Einwürfe und Fragen während des Unterrichts zu ignorieren.

Trotz der klaren Botschaft von den Ausbildern, dass Leyel kein guter Engel war, begann sie Freunde und Kameraden unter den anderen Engeln zu finden. Für einige Zeit war Leyel optimistisch, was ihre Zukunft anging und sie genoss die Diskussionen mit anderen Engeln, die nicht wie jene mit den Ausbildern daran interessiert waren, einfach nur Dogmen zu predigen.

Die Misshandlungen durch die älteren Engel hörten nie auf, aber Leyel akzeptierte dies, wissend, dass sie im Recht war. Aber als die Ausbilder dies bemerkten, änderten sie ihre Taktik: Nun ignorierten sie Leyel vollkommen, aber all ihre neugefundenen Freunde erfuhren die Misshandlungen durch die älteren Engel. Selbst dies jedoch hielt Leyel nicht davon ab, ihr störendes Verhalten fortzusetzen (obwohl jedoch einige Engel Leyel dafür begannen zu hassen).

Dies änderte sich als eine von Leyels besten Freunden eines Tages verschwand und danach verkündet wurde, dass der Herr der Fliegen ihren geschwächten Glauben ausgenutzt hatte und daher musste sie geläutert werden. Die Botschaft war klar: Wenn Leyel und ihre Freunde weiter die Ausbildung stören würden, dann würden sie wieder in den Himmel in Schande zurückgeschickt werden. Gerüchte keimten unter den Engeln, welche Leyel für das Ganze verantwortlich machten und mehr noch ihr Feigheit vorwarfen, jemand anderes bestraft zu sehen, obwohl es offensichtlich sie hätte sein sollen, die geläutert werden sollte.

Viele von Leyels Freunden distanzierten sich von ihr und selbst als Leyel ihren Mut zusammen nahm und die Läuterung kritisierte, stellte sie schnell fest, dass niemand auf ihrer Seite noch war (oder offen sein wollte). Die letzten Monate ihrer Ausbildung verbrachte Leyel in Isolation und es war während dieser Zeit, wo sie begann ihre Kathedrale zu gestalten und anzufangen, ihre Freizeit mit Kunst zu verbringen oder physischen Training, was sie davon ablenkte, die Blicke und das Geflüster der anderen Engel zu bemerken. Sie spezialisierte sich auf den gabrielitischen Teil der ramielitischen Lehre, welcher sich mit Feindanalytik und Architektur befasste. Bilder von Traumsaat und Ketzern erregten mehr ihr Interesse als die Propaganda-Bilder, welche die Angelitische Kirche nutzte und Diskussionen über das Verhalten der Feinde der Kirche war einzige Teil ihrer Ausbildung, wo Leyel so offen sein konnte wie sie wollte.

Sie war froh als sie Prag für ihre erste Schar verlassen konnte und die erste Mission war ein Erfolg. Genau wie am Ende ihrer Ausbildung hielt sie viel von ihren Eigenheiten zurück und konzentrierte sich darauf, ihre Pflicht zu tun und nichts Auffälliges zu sagen, auch wenn das Verhalten des Michaeliten ihr auf die Nerven ging. Jedoch genoss sie es, die Stadt eines Schrottbarons zu sehen und die Traumsaat, welche die Schar gejagt hatte, sah bizarr, aber auch interessant aus. Aber der Raphaelit ihrer Schar war sehr alt und sah seiner Läuterung entgegen, weswegen die Schar aufgelöst wurde und die Engel wurden wieder neuen Scharen zugeteilt.

Kathedrale:

Für Leyel ist ihre Kathedrale ein Monument künstlerischer Freiheit. Wo andere Ramieliten die Freiheiten der Gestaltung einer Kathedrale nutzen, um subjektive, strukturierte Metaphern für die Systeme und Funktionen der Kathedrale zu entwickeln, so hat Leyel immer versucht ihre Kathedrale so chaotisch zu machen, deren Systematik und Regeln beinahe zufällig wirken.

Die Halle des Lichts von Leyels Kathedrale beginnt in einem großen Platz unter einer Glaskuppel und auf einem durchsichtigen Glasboden, unter welchem grün leuchtendes Wasser fließt. Der Himmel jenseits ist wolkenfrei, voll von Sternen und Mond-los, das leuchtende Wasser als einzige Lichtquelle zurücklassend. Dutzende von Meter breitet sich diese Halle des Lichts aus, einen offenen Platz in der Mitte der Region, welche die Glaskuppel bietet, abdeckend.

Jenseits davon sind die Amphoren, welche sich als ein Garten mit verworrenen Pfaden und überwucherter, dschungelartiger Vegetation äußern. Aber dazwischen sind eine Unzahl von Statuen, im Dickicht fallengelassene Musikinstrumente, an überwucherten Holzwänden ausgehangene Zeichnungen und Gemälde und ein schlichtes Bücherregal mit Bänden voll Poesie, Zeichnungen und allgemein relevanten Informationen zu finden. Die Pfade zwischen jenen Kunstwerken sind aus Glas und unter ihnen plätschert grün leuchtendes Wasser in einem ruhigen Rhythmus. Kleine Punkte aus grünem Licht schweben durch die Luft in jenem zwielichtigen Garten und sammeln sich instinktiv in der Nähe Leyels wann immer sie ein Objekt ihres Gartens genauer mustert, um jenes in deren grünen Schein zu erhellen.

Die Art wie ihre eigenen Erfahrungen in jenem Garten präsentiert ist sehr subjektiv. Manchmal ist eine bestimmte Erinnerung lediglich durch eine kleine Blume repräsentiert, deren Geruch die Erinnerungen an jenes Ereignis beschwört, aber andere Male ist es ein wahrlich gigantisches Ölgemälde oder eine recht große Gruppe von Statuen, welche eine bestimmte Szene ihrer Erinnerung wiederspiegeln. Und manchmal ist es gar ein Musikinstrument von einer bestimmten Machart und Leyel hat das Gefühl eine bestimmte Melodie zu spielen, welche ihre Erinnerungen an einen bestimmten Moment zurückbringt. Alles allgemeine Wissen der Ramieliten ist in Büchern gespeichert, die in absurd-platzierten Bücherregalen inmitten eines Dschungel-artigen Gartens lagern. Die Art wie Leyel den Garten navigiert ist auch eher spontan als systematisch. Sie tanzt einfach mit geschlossenen Augen zu einer spontan erfundenen Melodie und zu einem spontan gewählten Moment öffnet sie ihre Augen und steht vor dem Stück von Wissen, dass sie sucht.

In jenem Garten gibt es auch große Lichtungen, welche nicht mehr beinhalten als Kunstwerke, die Leyel in ihrer Lebzeit angefertigt hat. Tatsächlich zerstört sie oft ihre Kunst, welche sie in der wirklichen Welt geschaffen hat nach deren Fertigstellung, wissend, dass sie trotz alledem einen Platz in ihrer Kathedrale finden würde.

Für die Kammern, welche die Erfahrungen anderer Engeln darstellen, wandert Leyel bis zum Ende der Glaskuppel, unter welchem ihr Garten existiert und geht aus jenem hinaus in eine leblose, graue Felswüste in dem unzählige grün-leuchtende Seen existieren. Jeder See präsentiert die Erfahrungen eines anderen Ramieliten und wenn sie deren Erfahren erleben will, taucht sie in jene und im Moment als sie vom Gefühl des Ertrinkens überwältig wird, bekommt sie das geforderte Wissen oder Visionen davon.

Die Art wie sie auf jenes Wissen zugreift ist durch eine Herde wilder Pferde, welche beinahe zufällig durch die Ebene voll von endlosen grünen Seen reitet. Und nachdem sie auf ihr Ziel fokussiert würde sie einfach jener Herde folgen. Während sie mit den Amphoren das Finden von Wissen die Erscheinung von Zufall gab, so ließ sie das Finden von Wissen bei den Kammern wie das Verfolgen von Kräften jenseits von ihr wirken.

Und am Horizont ihrer Kathedrale steht ein gigantischer schwarzer Steinturm, welcher den Nimbus repräsentiert und bis jetzt für sie unerreichbar ist. Aber dessen bedrohliche Form stellt die Sorte von Wissen dar, die gefährlich und rar ist. Dort würde sie die Wahrheiten finden, an welche sie nie freiwillig glauben würde ohne Beweise. Aber es würde unweigerlich Wissen über die Vergangenheit sein und Leyel ist mehr auf die Zukunft fokussiert als sich mit ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen.

Mächte:

[sehr gut][gut][ausreichend][schlecht][gar nicht]



Mächte des Signum:
Kathedrale der Seele: gut
Ikone: sehr gut
Innere Ruhe: schlecht
In Zungen reden: ausreichend
Samsons Haar: gut

Mächte des Sigil
Babylons Sprachen: schlecht
Das 8. Gebot: sehr gut
Geistesgast: ausreichend
Prophet: gut
Streiter des Herrn: sehr gut



Fertigkeiten:

Vorzüge:

Charismatisch: Die Art wie sich Leyel hält, wie sie redet und wie sie handelt, sind alle aufmerksamkeitserregend und es geschieht alles auf der Basis solchen Selbstvertrauens und Offenheit, dass es einen leicht macht, Leyel zu vertrauen und ihr zu vertrauen.

Exzellente Nahkämpferin: Für ihren Orden ist Leyel eine überdurchschnittlich gute Kämpferin. Leorviel hat immer energisch das Kampftraining verfolgt, den Adrenalinkick der Konfrontation und der blitzschnellen Entscheidungen während eines Kampfes genießend.

Künstlerisches Multitalent: Egal in welcher Form, Leyel hat ein Talent dafür sich künstlerisch auszudrücken. Die Größe ihres Talents spornt sie jedoch an, perfektionistisch und exzessiv nach Inspirationen zu suchen, welche ihrem Talent würdig sind.

Schwächen:

Rebellisch: Leyel hat ein Problem mit jeglichen Autoritätsfiguren und misstraut jenen prinzipiell und ist negativ voreingenommen bei der Bewertung von deren Argumenten. Im Umgang mit Autorität neigt sie daher dazu, stur oder gar irrational zu handeln, nur um zu vermeiden „herumkommandiert“ zu werden.

Impulsiv: Leyel neigt dazu, wenn eine Entscheidung gebraucht wird, ohne Planung oder Geduld zu agieren.

Groß: Unverhältnismäßig groß für ein Engel ihres Alters sorgt dies für einige Probleme beim Fliegen, da ihre Flügel nicht genau proportional mitgewachsen sind. Daher sind Flüge für sie anstrengender als für andere Engel.

Sprachen:
• Latein
• Common: Ramielsland, Michaelsland, Urielsland

Waffen und Ausrüstung:

Waffen:
- Langschwert
- 2 Messer

Ausrüstung:
- Umhängetasche
- Schleifstein
- Wasserschlauch
- Stückchen Kohle fürs Zeichnen
- Schreibfeder
- Gebundenes A4-Buch, dessen Seiten bereits zum Großteil mit Gedichten und Zeichnungen gefüllt sind

Zusätze:

Ängste: Jemanden durch ihre Taten wieder in Not zu bringen, obwohl jene Person unschuldig ist; keine Inspiration für neue Kunstwerke zu finden
Ziele/Träume: Einen Bereich in den Archiven des Orden Jeremiels für Kunst zu etablieren
Dinge die der Charakter gern hat: Innovation, Spannung, Inspirierende Eindrücke
Dinge die der Charakter hasst: Langeweile, Dogmatismus, Fatalismus

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