Ithuriel - Urieliten - Sigil

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Amatiel
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Ithuriel - Urieliten - Sigil

Beitrag von Amatiel » 13.03.2005 - 18:48

Name: Ithuriel
Orden: Urieliten
Alter: 14
Geschlecht: weiblich

Größe: 163 cm
Gewicht: 50kg + 15kg Flügel
Augenfarbe: Smaragdgrün
Haarfarbe: Dunkelbraun mit einem leichten blonden Schimmer
Hautfarbe: Stark gebräunt

Statur: sehnig, schlank
Flügel: Spannweite: ca. 12,2m, an den Federspitzen leicht Hellbraun

Beschreibung: Ithruiel ist für ihr Alter relativ groß, und das längliche Gesicht mit den immer traurig dreinblickenden leuchtend grünen Augen lassen sie älter erscheinen als sie eigentlich ist. Wenn man Ithuriel ansieht, denkt man meistens zuerst an einen Haufen aufgewühlter Erde, denn sie ist eine Mischung der verschiedensten Brauntöne. Ihre Haare hat sie meist zum urielitisch-typischen Zopf zusammengebunden, es kommt aber auch schonmal vor, dass sie ihre Haare offen trägt, dann reichen sie ihr bis etwas unter den Flügelansatz.

Persönlichkeit: Ithuriel ist sehr verschlossen und zurückhaltend. Wenn andere diskutieren würde sie sich niemals ungefragt einmischen. Lieber ordnet sie sich unter, als durch eine eigene ungefragte Meinung einen Konflikt heraufzubeschwören. Doch aller In-Sich-Gekehrtheit zum Trotz, sucht sie immer die Nähe anderer, und wenn man es erstmal geschafft hat sich zu ihr vorzuarbeiten, dann ist sie eine treue Freundin, auf die man sich 100% verlassen kann.

Mächte:

Signum:
Die Kraft des Boten: [gut]
Die Wege des Herrn: [sehr gut]
Erleuchtete Augen: [mäßig]
Wasser aus Stein:[gut]

Sigil:
Assisi: [gut]
Augen des Wächters: [sehr gut]
Blutspur: [geübt]
Wie ein Dieb in der Nacht: [sehr gut]

Vorzüge:
- Gewissenhaft
- Schlau
- Gute Spurenleserin
- Ausgezeichnete Bogenschützin

Schwächen:
- Angst vor Einsamkeit
- Angst vor Gewittern mit Regen
- Sehr ruhig und verschlossen, unsicher und nachdenklich
- Dunkles Geheimnis

Sprachen:
- Latein
- Wichtigste Common Dialekte

Waffen:
- Urieliten Kompositbogen mit 25 Pfeilen
- Kleiner Dolch

Ausrüstung:
- Umhängetasche
- Kleine Wasserflasche
- Robe mit 2 Gürteln, Ersatzrobe
- Grün-weißes Haarband
- Beutel mit Ersatzsehne und einigen Kräutern, sowie ein wenig Proviant
- Bürste, Seife
- Kleine Kette mit Silberanhänger in form eines Efeublattes
- Gürtelköcher

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Lory
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Beitrag von Lory » 09.08.2006 - 21:28

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Beitrag von Lory » 09.08.2006 - 21:57

Charakterchronik:
Sie hatte sich an etwas elementares erinnert. An den Grund, warum sie lebte.
Sie lebte, weil sie perfekt darin war, Probleme zu lösen. Endgültig, und zwar mit höchster Diskretion. Eines dieser Probleme hatten sie oben vergessen. Sie hatte sich daran erinnert, warum sie mit diesen Engeln geschickt worden war.
Mit Isamiel. Eiligen Schrittes lief sie aus der Mensa, und über die Treppe zurück nach oben.
Gerade, als sie durch das Loch in der Wand steigen wollte, fiel ihr Isamiel entgegen. "Urg" Mit Mühe fing sie den Michaeliten auf, und schob ihn zurück in den Raum. "Isamiel? was ist los? geht es dir nicht gut?"

Isamiel ging es nicht gut. Gar nicht gut. Zwar drängte alles in ihm, perfekt auszusehen, sich nichts anmerken zu lassen. Wäre da nur nicht die ätzende Stimme der Realität gewesen, die ihm unbarmherzig klar machte, dass es dazu zu spät war.
"Nein... gar nicht... gut... alle weg... warum?" Es reichte nicht mehr, um richtige Sätze zu formulieren, aber die Urielitin war älter als er, also würde sie wohl verstehen...

"Oh... die sind die Treppe runter und erkunden den Gang... Das ist noch nicht sicher. Du siehst gar nicht gut aus... Setz dich, ruh dich aus... Hier, nimm einen Schluck Wasser, dann geht’s dir besser." Sie reichte ihm ihre Wasserbeutel und drückte ihn mit relativ sanfter Gewalt zu Boden. Jetzt musste sie nur noch einen Weg finden ihn schnell und lautlos auszuschalten.

Dankbar nahm Isamiel den Wasserschlauch an, ließ sich fast Widerstandslos zu Boden drücken. Eine unheimliche Schwere machte sich wieder in seinen Gliedern breit, zeugte davon, dass die Ohnmacht wenig gegen die Erschöpfung getan hatte, die ihn auch vorher schon heimgesucht hatte...

"Ich hole schnell da hinten meinen Pfeil, dann helf ich dir Hinunter..." Ithuriel ging nach hinten, und zog tatsächlich den Pfeil aus dem toten Hund der in der hintersten Ecke lag. Dann allerdings ging sie in die Hocke und zog den Dolch aus seinem kleinen Versteck. Jetzt bloß keinen Fehler machen.

Isamiel nickte nur stumm, und auch dieses Nicken war kaum als Bewegung wahrnehmbar. Viel zu müde fühlte sich sein viel zu schwacher Körper, um sich umzudrehen und seine Schwester zu beobachten.

Lautlos pirschte sie sich an, halb gehockt, mit ausgestreckten Flügeln um die Balance zu halten. Nur ein winziger Lufthauch zeugte von der Bewegung, als sie vorschnellte, und sich zwischen Isamiels Flügel drückte, und eine hand von hinten um seinen Kopf und gegen seinen Mund presste, ihn zuhielt, während fast noch vorher
der scharfe Dolch sein Ziel exakt traf, und sich von hinten, unter den Flügeln, zwischen den Rippen hindurch seinen Weg, direkt in das Herz des Michaeliten suchte. "Schlaf gut, kleiner Isamiel..." sagte sie leise, und gab dem Michaeliten einen Kuss auf die Wange.

Wie ein warmer Hauch berührte etwas Isamiels Rücken, fand seinen Weg in sein Inneres. Die Hand auf seinem Mund bemerkte er kaum, viel zu sehr war er damit beschäftigt, zu überlegen, was gerade mit ihm geschah. Schlafen... Schwärze wallte heran, wohlige, warme Dunkelheit, die ihn einhüllen konnte, die ihn einhüllen würde. Langsam drehte er seinen Kopf, sah Ithuriel noch ein letztes Mal in die Augen.
Dankbarkeit machte sich auf seinem Gesicht breit, während sich seine Augen schlossen. Widerstandslos gab er sich dem Dunkel hin, das ihn immer weiter in sich aufnahm...

Die Urielitin erstarrte, als er ihr plötzlich in die Augen sah. Als er die Augen schloss, überwand sie sich, und riss den Dolch aus ihm heraus, sodass er den Halt verlor, und der schlaffe Körper auf den Boden fiel. Ithuriel stand auf, und obwohl sie sich kaum angestrengt hatte, atmete sie schwer.
Sie schluckte, bevor sie den Dolch gedankenlos an ihrem Rock abwischte und ihn wieder verstaute, bevor sie sich auf den Weg zurück zu Valezka machte.
Unterwegs biss sie sich auf die Lippe. Der Ausdruck in Isamiels Augen hatte sich für immer in ihr Gedächtnis eingebrannt...
War es wirklich Dankbarkeit gewesen?


Es war einer jener Tage gewesen.
Einer jener Tage an dem man aufwacht, und sich fragt, weshalb man so stechende Kopfschmerzen hat.
Ithuriel war mit ebensolchen aufgewacht, und hatte feststellen müssen, dass sie sich in einer dunklen Kammer befand. Allein und ohne Erinnerungen.
Nachdem sie herausgefunden hatte (Inklusive ordentlichem Schreck), dass sie Flügel hat, hatte sie sich einen Weg hinaus gebahnt, und war auf eine Gruppe anderer Engel getroffen. Gemeinsam hatte man herausgefunden, dass man sich in einem Ketzerbunker im Osten Europas befand, gefangen, als Versuchsobjekt missbraucht.
Irgendwann erinnerte sie sich an etwas: Ihren Auftrag.
Pflichtbewusst, wie sie war, führte sie ihn aus – und ermordete den kleinen Michaeliten Isamiel. Dieser aber schenkte ihr einen letzten Blick voller Dankbarkeit – und seither wird sie von schrecklichen Albträumen dieser Augen geplagt. Und von zweifeln an sich selbst, ihrer Aufgabe und der Kirche.
Mit Hilfe eines Kindes der Ketzer, einer Art Geisel, bahnte sie sich dan allein den Weg hinaus aus dem Bunker, und ließ den Rest der Schar im Stich. Was aus den Engeln wurde, weiß sie nicht, und hofft, dass sie es nie erfahren muss.

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