[1] - Ein seltsamer Zufall...

Das Forum von Alyssiels Schar. Hier findet ihr Charbögen, Besprechungen und die Spielrunde der Schar.
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Kasima
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Re: [1] - Ein seltsamer Zufall...

Beitrag von Kasima » 31.08.2011 - 19:17

*Ich habe es weitergeleitet Mirael und ja es scheinen alle Menschen hier uns zu fürchten*, sandte Alyssiel als sie in den dunkleren Flur trat und die erschrockene Frau sah. Wieder konzentrierte sie sich darauf freundlich und beruhigend zu wirken und ein Lächeln umspielte ihre Lippen.

Die Michaelitin beobachtete alles ganz genau. Ihr Ausdruck lies nichts anmerken, jedoch beschlich sie das Gefühl nicht nur mit Freundlichkeit durch dieses Dorf zu kommen. Auch sie hatte schon die verschiedensten Reaktionen auf Engel gesehen, jedoch lies diese auf nichts Gutes schliesen.

Diese Frau ließ sich ziemlich viel Zeit dafür, dass sie den Engeln so angsterfüllt begegnet war. Alyssiel erwiderte den Blick Simoniels und runzelte die Stirn.

*Terael vesuch zu hören was in dem Haus vor sich geht. Wir haben eine junge Frau gebeten den Großbauer zu holen, doch lassen sie sich ziemlich Zeit*
, sandte sie nach einer Weile in der Seele der Schar. *Simoniel wir werden weiter hier warten, wenn sich in nächster Zeit nichts tut gehen wir rein*

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Terael
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Re: [1] - Ein seltsamer Zufall...

Beitrag von Terael » 31.08.2011 - 20:25

Terael hing gerade mit seinem halben Geist anderen Gedanken nach. Daß Mirael eine Katze in den Arm gehalten hatte, hatte ihn irgendwie ein wenig inspiriert, an die Beziehungen zwischen ihm und den Tieren zu denken.
Mit der anderen Hälfte seinen Geistes beobachtete er die Menschen in der Ferne. Sie gingen ihrer Arbeit nach und das fand der Urielit gar nicht so schlecht, weil sie so wohl ehr keinen Ärger machen.
Ein Zucken durchfuhr ihn, als Alyssiel sich über die Seele der Schar meldete. Er erschreckte sich so sehr, daß er kurz das Gleichgewicht in seiner Hocke verlor und drohte nach vorne zu kippen, konnte sich aber ohne Mühe mit seinem Arm abstützen.
'Warum muss ich eigentlich immer die Drecksarbeit machen? Führ uns dahin, untersuch das, erkunde dies, kämpfen soll ich auch und jetzt soll auch noch spionieren?', dachte er zuerst und drehte sich um, um sich das Dach genauer anzusehen. Dabei klappte ihn schon ein wenig die Kinnlade nach unten und er versuchte mit fragwürdiger Mine seine Chancen einzuschätzen, die Spitze des Daches auch nur um einen Schritt zu verlassen.

*Ääähm*, schickte er in Gedanken an alle Anderen*, und hob den Finger als wollte er jemanden belehren.
*Nein...* kam es dann sehr bestimmt. Er machte eine Pause, um seine Worte zu sortieren.
*Das Dach ist aus Holz, groß, schräg und nicht mehr das Neueste. Aus der Mitte werde ich nichts hören, dazu müsste ich die Spitze verlassen, und das würde ich nicht empfehlen.*
Wieder sagte er kurz nichts.
*Außer, ...*, sagte er dann, und zog das e etwas in die Länge, *...du bittest mich, das Risiko einzugehen, daß ich mal wieder entweder durch oder von dem Dach falle.*

* Danach lässt Alyssiel das nicht mehr zu.

Froiel
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Re: [1] - Ein seltsamer Zufall...

Beitrag von Froiel » 31.08.2011 - 21:58

Medereil hatte der alten Frau dankbar zugenickt und sich mit den Worten „Habt Dank, gute Frau“ und einem freundlichen Lächeln abgewandt. Sein Scharbruder eilte schon los, um Alyssiel die Ergebnisse mitzuteilen und das Lächeln schmolz wie Schnee im Sonnenlicht aus dem Gesicht des Prüfers. Es war ja nicht so, dass er nicht freundlich sein konnte, er wusste wie Menschen im Kopf tickten, zum mindestens ein wenig. Aber dieses Schauspiel war oft nur anstrengend.

Langsam schritt er dann über den Platz, zurück zu der Stelle wo sie alle gelandet waren. Aufmerksam und ruhig wanderte sein Blick über das Dorf, registrierte wie Alyssiel und Simoniel zum Haus des Großbauern aufbrachen und wie Terael auf dem Dach landete. Nette Einlage, warum so offensichtlich spionieren? Die anderen Dorfbewohner werden den Engel auf dem Dach des Großbauern auch sehen. Doch er verkniff sich jeden Kommentar, schmollte innerlich noch immer über das Verhalten von Alyssiel, auch wenn er dies nicht eingestehen würde.

Seine Schritte führten ihn weiter zum Brunnen des Dorfes und er schaute einige Momente mit schräg gelegtem Kopf seinem Scharbruder zu, wie er den Brunnen beobachtete und dann gesellte er sich zu ihm. „Und?“ Fragte er ruhig, nicht unfreundlich oder barsch, aber auch ohne Herzlichkeit. „Was hältst du von diesem ganzen Dorf und seinen Bewohnern. Irgendwas… passt nicht ganz.“ Er sprach nicht laut und neben der Kenntnis der latinischen Sprache müsste man schon übermäßig gute Sinne besitzen, um ihn versteckt zu verstehen.

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Kasima
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Re: [1] - Ein seltsamer Zufall...

Beitrag von Kasima » 31.08.2011 - 23:52

Alyssiel versteifte sich und ihr Gesicht wurde mit einem Mal düster. Hatte sie gerade richtig gehört? Was maste er sich an? Er war hier der jüngste und spielt sich so auf.

Ihr drängte es zu ihrem Urieliten zu fliegen und ihm die Meinung zu sagen, doch das würde zu viel Aufmerksamkeit erregen. Wut blitzte in ihren kalten Augen und die Kälte um sie herum schien sich zu verstärken.
Zweimal lies sie die Luft schnaupend entweichen, bevor sie sich über die Seele wieder an Terael wandte.

*Hab ich gerade richtig gehört!?* Wut schwang in ihrer Stimme mit.
*Ich habe gesagt Versuch es und nicht dass du es über biegen und brechen machen sollst! Warum also diese patzige Antwort? Wir sind hier nicht zum Spaß und dieses Dorf scheint auch nicht gerade das gottgefälligste zu sein. Ich habe auch nicht gesagt, dass du zum lauschen auf dem Dach bleiben musst, wenn es von da zu gefährlich ist. Dann sagt man das einfach und verweigert nicht die Befehle auf diese Art! Du bist der Wegebewahrer hier und hast die besten Sinne unter uns. Das ist deine Aufgabe. Wenn dir deine Arbeit schon jetzt zu viel ist, dann fliegst du am besten wieder zurück in deinen Himmel und teilst mit den Postulanten eine Cella! Hast du in deiner Ausbildung keinen Respekt gelernt?! Du bist hier der jüngste von uns und hast dich nicht aufzuspielen!*
Alyssiel merkte wie sie sich immer mehr in Rage redete und stoppte kurzer Hand. Ihre Hände waren zu Fäusten geballt und sie schien durch die Decke zu Terael zu schauen. Langsam senkte sie den Kopf wieder und schnaupte ärgerlich. In Gedanken zählte sie bis zehn, bevor sie sich wiede ein wenig ruhiger an Terael wandte.
*Auf Klartext, wenn es auf dem Dach nicht geht flieg runter und wenn du nochmal so mit mir redest wird es Konsequensen mit sich tragen.*


Seele der Schar nur an Terael
Zuletzt geändert von Kasima am 01.09.2011 - 15:13, insgesamt 1-mal geändert.

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Magnetklaue
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Re: [1] - Ein seltsamer Zufall...

Beitrag von Magnetklaue » 01.09.2011 - 10:35

Doch die Engel mussten nicht mehr lange warten. Mit wehender Jacke polterte ein Mann in den Gang, in dem die Engeln warteten.
Er wirkte gehetzt und stützte sich kurz nach vorne ab um Luft zuschnappen, dann richtete er sich auf und strich seine Kleidung glatt.
"Seid gegrüßt Himmlische."
Er führte die Engel in einen großen Raum, scheinbar ein Esszimmer, wo sie sich besser bewegen konnten.
"Verzeiht mir das ihr warten musstet, ich war gerade noch in der Scheune. Probleme mit dem Nachwuchs. Nunja. Wie kann ich euch helfen? Braucht ihr etwas?"

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Alessiel
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Re: [1] - Ein seltsamer Zufall...

Beitrag von Alessiel » 01.09.2011 - 16:30

Die Worte seiner Michaelitin machten ihn stutzig.
Hatten die Menschen hier etwas zu verheimlichen?
Das Kind eben war sehr auffällig gewesen, genauso auch der gehetzte Gesichtsausdruck der Frau die dem Kind die Tür aufgehalten hatte.
`Seltsam....`
Mirael wusch sich das Gesicht als er plötzlich die Stimme von Terael in seinem Geiste hörte.
`Ääähm?`
Der Gabrielit richtete seinen Blick nach vorn und suchte erneut den Kontakt zu seiner Michaelitin.
* Alyssiel? Ist alles in Ordnung? Ich hab Teraels Stimme gehört aber es war nur ein...ääähm zu hören. Ist mit dem kleinen alles in Ordnung? *
In der Stimme des Todesengels lag Misstrauen und vor allem Sorge um den kleinen Urieliten.
Irgendetwas stimmte doch nicht.
Er ließ seinen Blick leicht über die Dächer der hier befindlichen Häuser wandern.
Plötzlich konnte er Schritte hören, es klang nicht nach Stiefeln sondern eher nach nackten Füßen.
Gelassen drehte sich Mirael um, als er die Stimme des seltsamen Raphaeliten wahrnahm.
Mit festen Blick schaute der Gabrielit in die Augen von Mederiel, suchte leicht nach etwas in diesen.
Der Heiler war ihm noch immer ein Rätsel und er hoffte das der Schöpfungsbewahrer nicht irgendwann anfing der Schar ärger zu bereiten.
Aber wahrscheinlich war der Gabrielit nur fast jedem Engel misstrauisch gegenüber geworden.
Mirael sollte der letzte sein der irgendwelche Vorurteile besitzen sollte.
Der Todesengel nickte.
„Ja die die Menschen hier verhalten sich sonderbar auch das eine Kind was ich getroffen habe.“
Der Gabrielit hörte auf zureden, auch wenn es ein Flüstern war überanstrengte es doch immer seine Stimmbänder.
Er räusperte sich und setzte wieder an zum sprechen. Der Todesengel war noch ein Stück an seinen Ordensbruder herangetreten um noch leiser werden zu können.
„Sie haben gewaltige Angst nur wovor? Sind wir es? Oder verheimlichen sie uns etwas?...Was meinst du was kannst du in den Gesichtern der Menschen lesen?“

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Terael
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Re: [1] - Ein seltsamer Zufall...

Beitrag von Terael » 02.09.2011 - 00:02

Etwas Zeit verging. Tatsächlich war es so, daß Terael sich nicht sicher war, ob er gerade richtig gehandelt hatte, als er Alyssiel gegenüber so schnippisch war. Trotzdem - es war tatsächlich seine Absicht gewesen. Wenn er es nicht tut, dann sicher jemand anderes - Zumindest Mirael sah auch nicht so aus, als würde er mit der Art, wie die Michaelitin oft mit ihnen umging, einverstanden.
Dennoch war er sich nicht sicher, ob das Eis, auf dem er gerade ging, nicht etwas zu dünn war.

Dann meldete sich Alyssiel wieder - Er schaute auf dem Boden drei Stockwerke unter ihm und zeigte keine Regung, wärend sie sprach - er war weder wütend noch ängstlich. Und dann kam ein Satz, auf den er nur gewartet hatte; Er schloss die Augen und ein klares, siegreiches Lächeln zauberte sich in sein Gesicht.
Seine Michaelitin machte eine kurze Pause und sagte noch einen letzten Satz.

Der Urielit stand auf und schüttelte noch einmal den Kopf, als könne er nicht glauben, daß das passiert ist, was er erwartet hatte. Er lies sich Fallen und öffnete seine Flügel spät, um die paar hundert Meter zu Mirael und Mederiel zu fliegen. Kaum gelandet, sah er zurück und konnte durch die Tür des Hauses sehen, wie die beiden in ein anderes Zimmer gingen. Und das Alyssiel immer noch wütend war.
Dann ging er die paar Schritte, die noch zu gehen waren, auf die beiden wartenden Engel zu, und hatte dabei eigentlich vor, sich nichts anmerken zu lassen, konnte sich aber ein selbstsicheres Lächeln nicht verkneifen - Und versuchte, es dadurch besser zu machen, in dem er zu Boden sah.

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Simoniel wurde immer ungeduldiger. Es war eigentlich gar nicht seine Art, als Ramielit lernte man sehr wohl, was Geduld ist und daß diese Tugend oft Gutes bewirken kann - Aber er hatte es noch nie erlebt, daß Menschen sie so lange warten ließen.
Daß Terael dann etwas sagen wollte, und dabei unterbrochen wurde, kriegte er erst gar nicht richtig mit. Doch dann sah er, wie sich das Gesicht seiner Michaelitin nahezu wie zur Faust geballt war.
Ungläubig schaute er zu ihr. Was war passiert? Was hat sie so wütend gemacht? Wollte jemand nicht tun, was sie wollte? Nein, das würde ein Engel nicht tun - oder doch? Oder lag es daran, daß sie so lange warten mussten. Warum schaute sie zur Decke? Hatte der Urielit Ärger?
Als er merkte, daß sich Alyssiel ein klein wenig beruhigt hatte, schaute er fragend zu ihr.
"Ist alles in Ordnung?", erkundigte er sich - Doch in diesem Moment betrat der Bauer den Raum und etwas erschrocken nahm der Ramielit etwas mehr Haltung an und sah zu dem Menschen - Er stand näher bei ihm und würde sicher ihn auch zuerst ansprechen - dabei wollte er doch Alyssiel diese Sache klären lassen. Er nickte ihm respektvoll zu, als er ihn begrüßte, überlies es aber Alyssiel, den Gruß zu erwiedern.

Der Bauer führte sie in einen anderen Raum. Simoniel ließ seine Scharführerin vorgehen und folgte gleich hinter ihr und nutzte die Gelegenheit, den Hausherren ganz genau zu beobachten. Er wollte ihn nicht vorschnell verurteilen, war aber dennoch mißtrauisch. Nicht nur gegenüber ihm - eigentlich war es das ganze Dorf, das Mißtrauen erweckte.

Der Ramielit stellte sich in die Nähe eines Fensters und schaute kurz nach draußen, ob er sehen konnte wo die anderen waren; Doch es war nichts zu erkennen.
Dann war es der Mann, der zu Sprechen begann...

Scheune? Unwahrscheinlich. Der Wortbewahrer sah den Mann ganz genau an. Die Gedanken fingen an, unnatürlich schnell durch seinen Kopf zu rasen*. Seine schweren Stiefel waren zwar schmutzig, aber der Schmutz war nicht neu. Er war außer Atem, aber das hatte nicht zu bedeuten, daß er aus der Scheune kam. Er stützte sich merkwürdig ungelenk auf einen der Stuhllehnen auf, fast so, als wäre er sich sehr unsicher. Seine andere Hand zitterte leicht, und obwohl er seine Mimik gut im Griff hatte, stieg ihm eine ganz feine Röte ins Gesicht. Und nicht zuletzt schaute er so unsicher von einem zum anderen.

Simoniel zuckte kurz, als würde er mit Gewalt aus eine Trance geholt. Er sah Alyssiel an, die zwar versuchte, freundlich zu sein, aber ganz so gut gelang ihr das noch nicht - sie war immernoch wütend.
*Er lügt*, sandte er in Gedanken an alle anderen - so hoffte er, wären sie vorgewarnt.
Dann wandte er sich an Alyssiel. Er war sich nicht sicher, ob sie aus einem Gefühl heraus gleich in die Konfrontation gehen würde. Warte noch, bevor du ihn konfrontierst. Wir sollten erst herausfinden, was er uns vorzugaukeln versucht.

Dann schaute er wieder den Bauern an, beobachtete ihn weiter sehr genau. Diese Unterhaltung würde sicher noch interessant werden.


* Das achte Gebot
Das vierte Arkanum: Vernunft, Verhandlungen, Selbstsicherheit

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Re: [1] - Ein seltsamer Zufall...

Beitrag von Froiel » 02.09.2011 - 10:07

„Angst?!“ Mederiel nickte langsam, nachdem sein Scharbruder geendet hatte. Schwieg nur ein zwei Momente, ehe er dann weiter sprach. „Ich habe darüber gelernt wie Menschen denken, woran man gewisse Krankheiten des Geistes erkennt, aber ich bin kein Wortbewahrer.“ Er schmunzelte, mehr zu sich, nachdem er geendet hatte. Schaute Mirael einen Moment lang an und hob dann die Hand.

Fast zaghaft berührten die blassen, schlanken Finger die kleine Brandnarbe, welche er selbst auf dem Körper des Todesengels zurück gelassen hatte. Kurz schien es so als wolle er etwas sagen, doch dann hob er den Kopf, zog die Hand von der Schulter des Scharbruders zurück und schaute zu dem heransegelnden Terael. Er trat sogar einen Schritt zurück, auch wenn man es nirgends an Mimik oder Gestik sonst sah, es schien ihm fast peinlich zu sein.

„Keine Unterstützung mehr nötig?“ Fragte Mederiel dann aber auch direkt seinen jüngeren Scharbruder. Doch weder Überraschung noch Kritik lag er in der nüchtern gestellten Frage. Er schaute nur einen Moment nachdenklich zum Haus hinaus, holte einmal Luft und konzentrierte sich erst dann wieder auf den Wegbewahrer.

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Re: [1] - Ein seltsamer Zufall...

Beitrag von Alessiel » 02.09.2011 - 11:24

Mirael lauschte den Worten seines Scharbruders und runzelte leicht die Stirn.
War das so?
Er seufzte tonlos er wusste so wenig von seinen Mitengeln, viel zu wenig.
Dabei war der Gabrielit eigentlich immer recht neugierig und sah mit offenen Augen in die Welt.
Doch irgendwie hatten ihn vorher nur sein eigener Orden und Mirael musste zugeben den der Urieliten interessiert.
Er nahm sich vor etwas mehr über die anderen Engel herauszufinden, kleine Schritte mussten getan werden der Todesengel sollte am besten mit seiner Schar damit anfangen.

Plötzlich hob Mederiel eine Hand und berührte seine Schulter.
Genau dort wo noch seine Brandnarbe war.
Mirael verzog keine Miene und beobachtete den Raphaeliten.
Doch ein zusammen zucken der Muskeln konnte der Gabrielit nicht verhindern. Es war einfach zu ungewohnt berührt zu werden.
Der Todesengel war es nicht gewohnt, wenn er nicht gerade verletzt war, berührte man ihn nicht.
Was wollte Mederiel? Wollte er etwa die Brandnarbe heilen? Jetzt? Wieso auf einmal diese Einsicht?
Die Narbe war eine Erinnerung dafür das er seine Kräfte besser einteilen sollte und vor allem die Situtaion nicht hätte unterschätzen sollen.
Mirael blickte auf seine Brandnarbe und war tatsächlich leicht verwirrt.
Nun schien ihm der Schöpfungsbewahrer noch etwas seltsamer.
`Aber seltsam ist ja nicht gleich schlecht...`

Als Terael näher kam blickte der Todesengel wieder auf und ein leichtes Lächeln legte sich auf sein Gesicht.
Erleichterung breitete sich in ihm aus, es ging dem kleinen also gut.
War das etwa ein Lächeln was Mirael da sah?
„Hab den Brunnen gefunden.“ Kam als leise als Antwort.
Zuletzt geändert von Alessiel am 19.10.2011 - 00:17, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: [1] - Ein seltsamer Zufall...

Beitrag von Kasima » 02.09.2011 - 19:58

*Ja es ist alles in Ordnung*, sandte sie zu Simoniel und erwiderte den den Gruß des Menschen mit einem halben Lächeln. Simoniel lies ihr den Vortritt, so folgte sie ihm als erster in den größeren Raum. Immer noch kochte die Wut in ihr, dennoch wollte sie nicht ihre Mächte einsetzten um ihre Emotionen auszuschalten, denn dann konnte sie auch nicht freundlich wirken. Nach kurzer Zeit wurde das Lächeln glaubhafter und Alyssiel hatte sich wieder soweitgehend gefangen. Sie würde sich nochmal mit Terael auseinander setzten müssen, jedoch hatte jetzt anderes Vorrang.

Auch die Michaelitin beobachtete den Bauern genau. Sie selber hatte seine Worte genau wie Simoniel für eine Lüge gehalten. Es war gut, dass der Wissensbewahrer ihre Gedanken bestätigte.
*Terael in welcher Richtung hattest du die Schüsse gehört?*
Ihre Stimme war ruhig und kalt wie immer, von der Wut war nichts zu hören.
Während sie noch kurz auf die Antwort wartete, wandte sie sich freundlich dem Bauern zu.

"Meine Schar und ich hatten einen langen Tag hinter uns und würden uns gerne ein wenig hier in dem Dorf ausruhen."

*Genau kann ich es nicht sagen, es war zu weit weg. Definitiv vom Land. Etwas anderes als die beiden Dörfer konnte ich als Quelle nicht ausmachen.*, bekam sie kurz danach als Antwort ihres Urieliten und sie sandte ein kurzes *Gut* zurück. Sie war zwar immer noch wütend auf Terael, aber es brachte nichts diese Wut weiter zu schüren.

"Außerdem hat mein Urielitischer Bruder einen Schuss in der Nähe gehört. Hat euer Dorf irgendetwas davon mitbekommen?", fragte sie kurz danach. Sie rechnete wieder mit einer Lüge und beobachtete deswegen genau die Reaktion des Bauern.


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Re: [1] - Ein seltsamer Zufall...

Beitrag von Terael » 02.09.2011 - 20:51

Noch bevor Terael auf die Frage des Prüfers antworten konnte, meldete sich auch Mirael zu Wort. Kurz verunsichert, schaute er die beiden abwechselnd an und fragte sich, welche Frage er wohl zuerst beantworten sollte.

"Ich weiß es nicht genau", sagte er dann zu Mederiel, und obwohl er immernoch versuchte, sich zu beherrschen, konnte man sehen, daß ihn anscheinend etwas amüsierte, "Alyssiel meinte nur, es wäre besser, hier unten zu sein, auf dem Dach war ich ihr anscheinend keine große Hilfe." Er schaute dabei immernoch zu Boden und hoffte, die anderen beiden nichts bemerken.
Er lügt, hörte er es in seinem Kopf. Es war die Stimme Simoniels.
Dann schaute er zu dem Brunnen und kurz zu den Häusern, die um sie herum standen, bevor er sich an Mirael wandte.
"Naja, ich glaube, unsere Michaelitin würde es nicht allzu gut finden, wenn ich mitten auf dem Dorfplatz meinen Kriegsrock ausziehe, um ihn sauber zu machen.", grinste er vor sich hin, "Aber wir finden da sicher auch eine Lösung für."

Dann machte er eine kurze Pause. Er musste die Augen schließen und sich konzentrieren, bevor sein Ausdruck ernster, oder zumindest neutral wurde. "Vielleicht sollten wir etwas auf sie zu gehen... So ganz unproblematisch scheint das Gespräch ja nicht zu verlaufen", sagte er und ging die ersten Schritte rückwärts, während er wartete, daß auch die anderen beiden sich in Bewegung setzten.
Dann war es Alyssiel, die sich an ihn wendete. Er überlegte, wie und was er antworten sollte, aber die Michaelitin hatte sich offenbar beruhigt. Seine Antwort war ruhig und neutral; Schließlich war sie jetzt auf ihn angewiesen, hatte sicher schon genug zu tun, und er wollte ihre Mission nicht schwerer machen, als sie es eh schon ist.

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Re: [1] - Ein seltsamer Zufall...

Beitrag von Alessiel » 03.09.2011 - 01:12

Mirael beobachtete seinen urielitischen Bruder und doch irgendwie schien er wohl zu schmunzeln.
Oder war es ein Lächeln?
Irgendetwas musste ihn amüsiert haben.
Ohne das der Todesengel es bemerkte huschte ebenso ein amüsiertes Lächeln auf seine Lippen.
Plötzlich konnte der Gabrielit Simoniels Stimme in seinem Geiste hören und sein Lächeln erstarb.
Wie von allein legte sich seine Hand auf dem Knauf seines Schwertes.
Der Gabrielit blickte gerade in die Ferne als Terael ihn ansprach.
Sofort wandte sich seine Aufmerksamkeit dem Urieliten zu.
Als dieser grinste, konnte der Gabrielit nicht anders und musste ebenfalls grinsen.
„Nein ich glaube sie wäre nicht sehr erbaut darüber.“

Miraels Grinsen verschwand sofort wieder bei den Worten des Signums Engels und nickte ihm zu.
Sein Blick kehrte noch einmal zum Heiler zurück und nickte auch ihm zu.
Was gab es da auch groß zu bereden?
Doch irgendwie hatte der Gabrielit das Gefühl dem Raphaeliten noch etwas sagen zu müssen.
„Komm mit Mederiel, einen guten Kämpfer kann ich immer an meiner Seite gebrauchen....“
Die kommenden Worte kosteten Überwindung aber irgendwie mussten sie gesagt werden.
„Ich weiß das du mehr kannst als nur zu heilen.“ Er nickte ihm anerkennend zu.

Damit wandte sich Mirael ab und folgte dem Urieliten um ihm zu erzählen was er bei dem Mädchen und der Frau gesehen hatte. Leise sprach er mit dem Wegbewahrer über die Angst die er in den Gesichtern der Menschen gesehen hatte.
„Sogar das Kind hatte Angst gehabt....und ich war freundlich...doch eigentlich schon...“ Grübelte der Gabrielit leise nach. „Hier stimmt etwas ganz und gar nicht...“

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Re: [1] - Ein seltsamer Zufall...

Beitrag von Magnetklaue » 03.09.2011 - 10:40

Der Mann sah Alyssiel an und nickte langsam.
"Natürlich könnt ihr euch hier ausruhen, mein Hof ist euer Hof."
Er straffte sich und streckte den Rücken durch.
"Ein Schuss? Nun, ich habe nichts gehört. Kam er denn von hier?" erkundigte er sich besorgt und lehnte sich auf den Stuhl vor sich.

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