[1] - Ein seltsamer Zufall...

Das Forum von Alyssiels Schar. Hier findet ihr Charbögen, Besprechungen und die Spielrunde der Schar.
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Kasima
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Re: [1] - Ein seltsamer Zufall...

Beitrag von Kasima » 08.09.2011 - 21:13

'Der Mensch kommt zu Besinnung, gut. Dann gilt es die nächsten Fragen zu beantworten'

Alyssiels Körper entspannte sich wieder etwas. Simoniel konnte wohl nicht mehr seine Mächte gebrauchen. Mit einem kurzen Blick zur ihrem ramielitischen Bruder musterte sie ihn und nickte kaum merklich.

*Gut, dann ruh dich aus. Ja hier ist etwas faul und wir werden noch rausfinden was* sandte ihre kalte Stimme, die weder abschätzend noch lobend klang. Dann konzentrierte sich ihr Blick wieder auf den Bauern. Da der Bauer jetzt anscheinend seine Lektion gelernt hatte, lächelte Alyssiel ein wenig.
Jetzt setzte die Michaelitin selber ihre Mächte ein um sicherzugehen, dass der Bauer wahrscheinlich die Wahrheit sprach.

" Sag mir die Wahrheit, was für Unrat musstest du beseitigen und woher kamen diese komischen Geräusche?"*

Ihre Stimme klang beruhigend, aber dennoch fordernd und duldete keinen Widerspruch.

----
* Die Stimme
Karte: Moral
Seele der Schar an alle

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Alessiel
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Re: [1] - Ein seltsamer Zufall...

Beitrag von Alessiel » 09.09.2011 - 15:05

Mirael blieb an der Scheune stehen und beobachtete die beiden Engel.
Immer mal wieder wandte der Gabrielit seine Aufmerksamkeit ab und betrachtete seine Umgebung, dann kehrten seine Augen wieder zu den beiden Engeln zurück.
Seine Muskeln spannten sich an und das Leder seiner einen Armschiene knarrte leicht.
Dann hörte er den Urieliten und fast schon hätte der Streiter sein Flammenschwert gezogen, doch dann kam die Entwarnung als Terael auf die Frage des Raphaeliten einging.
Für einen kurzen Moment entspannte sich der Todesengel wieder und passte weiter auf.
Bei der Frage des Urieliten sah er ihn an und neigte den Kopf etwas zur Seite damit er auch etwas sehen konnte, nickte dann.

Die Stimme seiner Michaelitin schnitt erneut durch seinen Geist und Mirael seufzte leise.
* Statusbericht, in der Scheune nichts auffälliges zu sehen. Werden uns mal im Stall umschauen.*
Sandte der Gabrielit an seine Scharführerin.

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Magnetklaue
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Re: [1] - Ein seltsamer Zufall...

Beitrag von Magnetklaue » 11.09.2011 - 22:16

Der Mann sah Alyssiel an und nur noch sie. Beinahe ein wenig als wäre er hypnotisiert worden und er atmete langsam ein und aus.
"Der Schuss kam von hinter meinem Haus, von den Feldern. Wir haben niemand Fremdes gesehen, als wir dort waren und uns auch schnell wieder in Sicherheit gebracht."
Er schauderte ein wenig.
"Es war unheimlich, wir wollten es so schnell wie möglich vergessen. Bitte, schaut euch nur dort um, vielleicht findet ihr die Quelle. Der Unrat? Alte Kleidungsstücke und andere für den normalen Gebrauch unnütz gewordene Textilien von der letzten Schlachtung. Ich bewahre sie als Putzlappen auf, wenn die Geräte Pflege brauchen.

Als die Engel sich draußen dem Stall näherten, erklang das laute Wiehern eines Pferdes, das von einem zweiten beantwortet wurde.

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Kasima
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Re: [1] - Ein seltsamer Zufall...

Beitrag von Kasima » 11.09.2011 - 22:43

*Ich habe aus dem Mann rausbekommen, dass der Schuss von den Feldern hinter dem Haus kamen, wenn ihr fertig mit durchsuchen seid werden wir und das mal anschauen, danach werden wir uns in dem haus des Großbauern ausruhen*, informierte Alyssiel den Rest der Schar. Den Bauern hatte sie sehnlichst unter Kontrolle, dass war gut.
"Warum sollen wir uns nur dort umsehen?", fragte sie weiter.
Das ganze Dorf zu durchsuchen war bis jetzt noch unnötig, dennoch stockte sie kurz bei dieser Aussage.

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Magnetklaue
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Re: [1] - Ein seltsamer Zufall...

Beitrag von Magnetklaue » 11.09.2011 - 22:49

Der Mann blinzelte verwirrt.
"Ihr könnt euch auch überall sonst umschauen...ich dachte nur das ihr vielleicht herausfinden wolltet was dort draußen geschah. Jedes Haus hier steht euch offen."
Deutlich überfordert sah der Bauer Alyssiel an und kratzte sich nachdenklich am Kopf.

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Re: [1] - Ein seltsamer Zufall...

Beitrag von Froiel » 12.09.2011 - 00:32

Mederiel sagte nichts zu dem Statusbericht oder den gedanken, welche ihm zugetragen wurden, nur auf die Frage von terael nickte er leicht. Er glaubte selbst nicht daran, dass sie hier irgendetwas finden würden, doch die Anspannung im Dorf und bei den anderen Scharmitgliedern ließ sich nicht von der Hand weisen, nein, mehr noch, er bemerkte sie nun auch doch bei sich selbst und dies ließ in ihm Ärger aufwallen. Er war sonst nicht so übervorsichtig, ja fast paranoid, hatte gelernt, dass Menschen überall anders auf sie reagierten.

"Lass uns dort schauen." Stimmte er dann verbal Terael zu und ging neben diesem zum Stall, kurz nickte er dabei Mirael zu und sein Blick verharrte einen Moment auf dem Todesengel. Eigentlich hätten sie alle etwas Ruhe gebraucht und vielleicht würde ihre ENtspannung ja die feinde hervor locken? Doch derzeit wollte er nicht wieder mit Alyssiel streiten, gerade nicht hier und jetzt. Und so öffnete er die Tür zum Stall und blickte sich im Gebäude um.

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Re: [1] - Ein seltsamer Zufall...

Beitrag von Terael » 12.09.2011 - 20:22

Terael nickte dem Raphaeliten zu und setzte sich in Bewegung. Leicht erfreut nahm er die beiden Pferde wahr, aber diese Gelegenheit musste jetzt erst einmal bis nachher warten, denn schon hatten sie von Alyssiel einen neuen Auftrag bekommen.
Sich im Haus genau umzusehen, würde eine Weile dauern. Der Urielit überlegte, ob sie sich nach der Untersuchung des Stalls trennen sollten, damit er sich auf den Feldern umsehen konnte. Aber das konnte er auch später noch erfragen.

Von außen war an dem Stall nichts Ungewöhnliches zu entdecken, und so begab sich Terael in Begleitung Mederiels zur Tür desselben. Diesmal würde er aufpassen, daß er nicht geblendet wird, und nachdem er sich vergewissert hatte, daß das nicht passiert, schaute er sich genau in diesem Gebäude um*.

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Simoniel schätzte die kleine Pause, die er sich gönnen konnte. Jetzt, da der Bauer zur Besinnung gekommen war, brauchte er sich auch nicht mehr anstrengen - er vertraute darauf, daß der Mann fortan die Wahrheit sagte, denn andernfalls könnte es tatsächlich Konsequenzen haben. Wenn sich die Schar hier noch ein wenig mehr umsah, würden sie es so oder so herausfinden, wenn er gelogen hätte.
Trotzdem fand er die Motivation des Bauern, zu lügen, nicht ganz koscher. Aber vielleicht liegt es auch daran, daß der Bauer einfach einen guten Eindruck machen wollte? Zumindest waren seine Erklärungen - bei denen er die Wahrheit gesagt hatte - alle ein wenig plausibel. Trotzdem - wenn man etwas auslässt, dann lügt man ja nicht. Zumindest nicht direkt.

Die andere Frage, die sich der Ramielit noch stellte, war, warum sie sich in die Angelegenheiten dieses Dorfes einmischten. War nicht eigentlich etwas ganz anderes ihr Auftrag?
Natürlich waren hier Menschen, die mehr oder weniger gefährdet waren, zumindest, wenn man davon ausgeht, daß der Schuss nicht zufällig gefallen ist - aber die Bewohner des Dorfes sahen so aus, als würden sie damit klar kommen; Mit Engeln aber anscheinend nicht. Die Frage war, ob das ihrer Unwissenheit geschuldet war, oder weil sie etwas falsch gemacht haben.
Wie dem auch sei - Simoniel würde das nicht ansprechen. Im Moment. Er hatte viel zu viel Angst, daß Alyssiel in irgendeiner Form böse wird. Es war ihm bewusst, daß Michaeliten ehr schlechte als gute Laune hatten, und natürlich auch eine große Verantwortung zu tragen haben. Aber Alyssiel war eine von denen, die eben noch schlechter gelaunt sind und das durchaus an den Mitgliedern ihrer Schar auslassen können, ähnlich wie Tyrael. Und an den erinnerte sich der Ramielit nur sehr ungern.
Um so mehr fragte er sich, was Terael gesagt hat, daß Alyssiel so wütend geworden ist - das war ja keine schlechte Laune, sie hatte ja fast vor Wut gekocht.
War das der Unerfahrenheit des jüngsten Bruder ihrer Schar geschuldet? Aber auch das würde nicht so eine Wut hervorbringen. Das muss ja eigentlich schon Absicht gewesen sein.

Simoniel schaute seine Michaelitin an, und beobachtete sie und den Bauern dabei, wie Alyssiel ihre gottgegeben Mächte dazu benutzte, um sicherzustellen, daß der Bauer die Wahrheit sagt.
Wäre das überhaupt notwendig gewesen?
Aber nun gut, sie möchte eben auf Nummer sicher gehen.
Das der Bauer nicht mehr über den Schuss wusste, lag im Bereich des Möglichen. Komisch allerdings war der Grund, wegen dem er sie warten ließ etwas merkwürdig - wie dem auch sei, sicherlich würde Alyssiel die Sache genauer untersuchen. Hoffentlich nachdem sie sich etwas ausruhen konnten.


* Erleuchtete Augen
das fegefeuer
Umgekehrte Bedeutung: Wiedergeburt, Wahrnehmung, Erkenntnis, Einschätzung


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Re: [1] - Ein seltsamer Zufall...

Beitrag von Alessiel » 12.09.2011 - 23:50

Mirael war müde und die Erschöpung streckte sich langsam wieder durch seine Glieder, dennoch blieb er wachsam auch wenn es viel Konzentration erforderte.
Terael und Mederiel kamen wieder aus der Scheune und der Gabrielit machte den beiden Platz.
Er musterte beide kurz, nickte dem Raphaeliten dann zu.
Die Blicke der beiden trafen sich und Mirael begegnete dem Heiler mit festen Blick.
Doch Mederiels Augen ruhten noch ein wenig auf der Gestalt des Gabrieliten.
Dieser war wieder etwas verwirrt.
`Nanu, was ist denn nun los?...`
Erst diese zaghafte Berührung und nun dieser etwas längere Blick.
Was war mit dem Heiler los?
Der Raphaelit schien immer seltsamer in den Augen des Streiters zu werden.
Oder war das eine Seite die er bisher noch nicht von ihm kannte?
Leicht Kopfschüttelnd folgte er den beiden Engeln und blickte sich weiter um.

Als sie den Stall betraten konnte Mirael den warmen Geruch der Pferde einatmen.
Leise seufzte er und erinnerte sich an das Gefühl wenn er durch das seidige weiche Fell des Tieres strich.
Pferde waren wunderschöne elegante Tiere mit sanften und freundlichen Augen.
Der Gabrielit blickte in den Stall hinein und erblickte die beiden Pferde die sich neugierig den Engeln zuwandten.
Ein sanftes Lächeln umspielte die Gesichtszüge des Streiters.
Tiere waren etwas wundervolles.

Alyssiels Stimme tauchte wieder in seinem Geiste auf.
Seufzend konzentrierte er sich auf den Geist von der Michaelitin.
* Von den Feldern? Gut dann würde ich doch vorschlagen das wir uns mal auf dem Weg dorthin machen. Hier kommt sowieso keiner aus seinen Häusern.*
Antwortete der Gabrielit seiner Scharführerin neutral.
Mirael konnte die Erschöpfung in seinen Gliedern spüren doch er war ein Streiter des Herrn so schnell würde er nicht schlapp machen.

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Re: [1] - Ein seltsamer Zufall...

Beitrag von Kasima » 13.09.2011 - 17:11

*Ja, wartet noch auf uns wir sind mit dem Bauer soweit fertig. Wir gehen gemeinsam das Feld anschauen*, hörten alle Scharmitglieder in ihren Köpfen.

An den Bauern gewandt sagte sie noch mit einem Lächeln,
"Danke für die Auskunft. Bereitet uns ein Zimmer in deinem Haus. Wir werden hier übernachten" Sie befand es als nicht mehr nötig ihre Mächte zu gebrauchen, so lies sie es sein. Den Blick ihres Ramieliten spürte sie auf sich und sie schaute ihn fragend an. Die Wut, die sie vor dem Gespräch hatte, war einer Mattheit gewichen und sie freute sich schon auf ein wenig Zeit für sich alleine, jedoch hatte dies noch ein wenig zu warten.

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Re: [1] - Ein seltsamer Zufall...

Beitrag von Magnetklaue » 14.09.2011 - 21:28

"Jawohl, eine Bleibe. Ich kümmere mich darum", antwortete der Mensch eilfertig und verneigte sich leicht. Dann wandte er sich um, lief zum Gang und rief lautstark den Namen seiner Magd.

Die Pferde waren zwei wirklich schöne Tiere. Ein dunkler Fuchs und eine schwarze, sehr schön gewachsene Stute. Beide beäugten die Engel, dann warf der Fuchs den Kopf und wieherte erneut laut und aufgeregt. Seine Artgenossin erwiderte den Ruf wieder und schüttelte dann die Mähne.
Aus dem Stroh tauchte eine gescheckte Katze auf und musterte die Neuankömmlinge ebenfalls mit dem typischen milden Desinteresse, das ihrer Art zu eigen war.
Draußen begann eine dunklere Regenfront aufzuziehen und langsam fielen größere Tropfen auf den Hof.

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Re: [1] - Ein seltsamer Zufall...

Beitrag von Terael » 14.09.2011 - 23:16

Simoniel sah dem Mann nach, als er aus dem Zimmer ging. Er wartete noch ein wenig, bis er sich sicher war, daß der Mann weit genug weg war, dann stützte er sich mit den Händen auf seinen Knien ab und seufzte einmal etwas lauter. Er schüttelte den Kopf und führte sich die Gedankengänge, die er vorhin hatte, nochmal vor sein geistiges Auge. Irgendetwas war komisch an der ganzen Sache. Es ergab kein gesamtes Bild. Auch wenn die Menschen in diesem Dorf von irgendjemanden mit einem Gewehren bedroht würden, würden sie sich dann nicht eher freuen, die Engel zu sehen?
Aber er würde das sicher herausfinden. Wenn der Ramielit der Schar das nicht herausbekommen könnte, wer dann.

"Bitte lass uns das so schnell wir möglich hinter uns bringen", sagte er dann, schaute seine Michaelitin kurz an und brach dann auf in Richtung Hof auf, wo die anderen waren.

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Als es Anfing zu regnen, war Terael froh, einfach in den Stall gehen zu können, um im Trockenen zu bleiben. Und irgendetwas trieb ihn auch ein wenig in diesen Stall, eine Art Beziehung, von der nur sehr wenige wussten. Etwas, das ihn total vergessen ließ, das Mederiel neben ihm stand.
Die Katze lies er links liegen und ging weiter. Wer aufmerksam hinschaute und den Urieliten schon etwas kannte, würde bemerken das sein Gang etwas anders war, leichter, ruhiger.
Er ging in den Stall und schaute um*. Ihm viel auf, daß es hier sehr ordentlich und sauber war, auch die Sattel und das Zaumzeug der Pferde waren in einem guten Zustand. Doch es passte gerade so gut zu dem Gefühl, daß sich beim Anblick der Tiere wärmend in seiner Brust ausbreitete, daß er das jetzt als nicht sehr ungewöhnlich ansah**. Als er an den Pferden vorbei ging, berührte er die Stute im Vorbeigehen an der Schnautze und lächelte ihr zu. Nach ein paar Sekunden konnte er sich dann müsahm wieder losreißen, mit der Gewissheit, oder zumindest dem Wunsch, daß er diesen Tieren noch einmal wieder begegnete. Dann ging er weiter zur anderen Seite des Stalls.

"Hier ist nichts weiter", sagte er dann, als er vor dem Tor auf der anderen Seite stand und auf die Felder hinausschaute.


* Das Schicksal aufrecht: Glück

**Der Tod umgekehrt: Trägheit
Zuletzt geändert von Terael am 14.09.2011 - 23:42, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: [1] - Ein seltsamer Zufall...

Beitrag von Froiel » 14.09.2011 - 23:41

Mederiel schaute in den Himmel, als die ersten Tropfen fielen, im Gegensatz zu seinem Scharbruder blieb er einen Moment vor der Scheue stehen und ließ die ersten großen schweren Tropfen auf seinen Kopf und die Flügel fallen. Er lächelte wieder, die Augen geschlossen und den Kopf leicht in den Nacken gelegt.

Er liebte den Regen, insbesondere nach einem warmen Tag, der allmächtige Herr hatte ihn geschaffen, um alles hinfort zu waschen. Dreck, Zweifel, Sünder, aller verschwand im Regen und zurück blieb die Möglichkeit etwas Neues zu schaffen. Jeder Tropfen erinnerte ihn an die Möglichkeiten, welche sich vor ihm, vor seiner Schar ausbreiteten. Erst Terales Worte holten ihn zurück, das Lächeln verblasste sofort wieder und er ging die Meter in den Stall.

„Du vermisst deine Heimat, nicht wahr? Es ist am Anfang immer schwer.“ Es klang mitfühlend, verstehend, auch wenn das Gesicht so ausdruckslos dabei blieb und Mederiel sich im Stall umschaute, zwischen den Tieren hin und her. Lässig wischte er sich die einzelnen Haare aus dem Gesicht und schaute zu Terael. „Ich will nicht lügen und sagen es wird besser. Nicht alle Schmerzen vergehen immer. Aber man lernt in jedem Fall, damit umzugehen. Das stärkt.“ Er nickte ihm leicht zu und kurz zuckten die Mundwinkel, wie zu einem aufmunternden Lächeln. Dann schaute er zu dem nass werdenden Gabrieliten.

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Re: [1] - Ein seltsamer Zufall...

Beitrag von Terael » 14.09.2011 - 23:54

Terael schaute weiter nach draußen. Er vernahm die Worte des Raphaeliten ohne eine Regung, es war fast wie eine Starre, als hätte er Sehnsucht.
Er drehte sich zu dem Raphaeliten um, schaute aber zu Boden...

"Nein, es ist nicht die Heimat, die ich vermisse", sagte er dann leise, "ich bin Urielit, ein Wegbewahrer, und wir können überall zu Hause sein"

Langsam drehte er sich wieder zu den Feldern um.

"Es ist Geborgenheit, nach der ich mich sehne"

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