[1] - Auf Abwegen

Das Forum von Auriel Schar. Hier findet ihr Charbögen, Besprechungen und die Spielrunde der Schar.
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Terael
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Re: [1] - Auf Abwegen

Beitrag von Terael » 24.05.2012 - 21:07

Der Engel, den Terael gemalt hatte, war soweit schon gut zu erkennen. Jetzt kam die andere Figur an die Reihe.
Zuerst gab das, was er zeichnete, nicht so richtig Sinn, aber dann, mit immer mehr und mehr Strichen, entstand eine abstruse Figur. Sie war klein und sehr dick, hatte kurze, stummelige Arme und Beine und einen ziemlich komischen Blick in den Augen, als würde er nicht so richtig wissen, was er hier tat. In der einen Hand trug er ein Skalpell, in der anderen Hand ein Buch und er saß auf einen großen Ball.
Insgesamt sah diese Figur eher lustig als grauenhaft aus, es war eine Karrikatur desjenigen, der Vamiel das angetan hatte.
Als er mit dem Mann fertig war, kam noch etwas Hintergrund hinzu. Er skizzierte ihn zuerst, wie auch die Figuren, und hielt das Bild dann mit gestreckten Armen von sich, um es im ganzen zu begutachten.
Schlecht war es nicht geraten, dafür, daß Teraels zeichnerische Künste nicht so ausgeprägt waren, wie bei einigen Michaeliten, aber ihm gereichte es, gerade, weil er es aus Ablenkung tat. Er nahm sich einen anderen Stift, und begann, die Figuren zu verfeinern.

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Kasima
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Re: [1] - Auf Abwegen

Beitrag von Kasima » 24.05.2012 - 21:24

Sigjael fragte sich was diese eigenartige Figur darstellen sollte und warf immer mal wieder ein Blick auf die Zeichnung, während die umarmende Figur immer mehr Gestalt annahm. Ein Mädchen und ein Junge, welche sich mit gleschossen Augen lächelnd im Arm hielten und den Moment genossen. Man vermutete kaum, dass ein Streiter wohl so etwas gefühlvolles je schnitzen würde, doch manchmal machte gerade so etwas Sigjael Spaß.
"Gabs bei dir eigentlich was neues?", fragte er Terael, schlieslich war er in der Cella gewesen.

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Terael
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Re: [1] - Auf Abwegen

Beitrag von Terael » 24.05.2012 - 21:37

"Nicht wirklich", sagte der Urielit, ohne die Aufmerksamkeit von seiner Zeichnung zu nehmen. "Auriel und Andariel hatten meditiert und waren gerade am Aufstehen. Die Anderen hatten wohl nur Wache gehalten, ohne was zu tun. Vielleicht sind sie gerade wieder am Arbeiten", vermutete er und hob kurz den Kopf, um zu Sigjael zu schauen.
"Wird Zeit, daß sie fertig werden", sagte er, und überlegte kurz, "aber ich will ja nicht drängeln..." Er seufzte und wandte sich wieder seinem Bild zu.

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Kasima
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Re: [1] - Auf Abwegen

Beitrag von Kasima » 24.05.2012 - 21:49

"Sie werden schon noch fertig, schlieslich können wir auch nicht sagen, welch innere Verletzungen Vamiel hatte. Diese zu heilen beansprucht sicherlich viel Kraft, so schwach wie Vamiel gewesen war", sprach der Streiter, "und dann sind wir an der Reihe und können dem Täter das Handwerk legen, also bereiten wir solang uns noch Zeit bleibt bestmöglich vor"
Sigjael verstand Teraels Unruhe, schlieslich konnte in diesem Moment schon das nächste Opfer gewählt werden, doch er wusste auch, dass es keinen Sinn hatte ungeduldig zu werden. Bald war er mit seiner Skulptur fertig, danach würde er wieder trainieren gehen, oder Terael, wenn er wollte, und der Streiter die Wache weiterhalten.

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Magnetklaue
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Re: [1] - Auf Abwegen

Beitrag von Magnetklaue » 25.05.2012 - 11:12

Simriel hatte zwischenzeitlich schnell etwas zu trinken besorgt und flößte es dem anderen Heiler langsam ein. Sie sah auf, als Andariel zu ihr geeilt kam und lächelte leicht.
"Keine Sorge, er ist nur sehr, sehr müde."
Sie setzte sich zurück und reichte den Becher an Andariel weiter.
"Bitte, übernimm du für einen Moment, ich muss durchatmen."
Das tat sie auch und sah dann zu Auriel, der wie paralysiert auf ihren Bruder starrte. Es tat ihr leid das sich der Michaelit augenscheinlich so erschreckt hatte und sie straffte sich erneut.
"Hey, Auriel, kein Grund zur Sorge, ich lasse doch meinen Bruder nicht einfach umfallen, hm? Ihm passiert nichts, er wird sich nur ausruhen müssen. Doch dafür kann Vamiel nun wieder erwachen, es lief sehr viel besser als erwartet."

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Alessiel
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Re: [1] - Auf Abwegen

Beitrag von Alessiel » 29.05.2012 - 17:44

Auriel versuchte sich krampfhaft zusammenzureißen.
Er wusste nicht wie er sich verhalten sollte, das erste mal hatte der Michaelit keine Ahnung was er jetzt tun sollte.
Bilder rauschten an ihm vorbei und versetzten ihn zurück in die Vergangenheit.
Auriel sah sie alle wie sie fielen, ihre toten Körper die auf dem Schlachtfeld lagen...Er hatte sie nicht beschützen können...

Plötzlich hörte der goldene Engel die Stimme der älteren Raphaelitin und aufeinmal erwachte er aus seiner Starre.
Der weißblonde Engel schüttelte den Kopf leicht und nickte dann.
"Kann...kann ich etwas tun?"
Fragte der Michaelit als sein Blick Simriel traf.
Immer noch war er sehr blass und in seinen Augen lag das Entsetzen, doch er versuchte sich zusammen reißen.
Auriel musste bei kühlen Verstand bleiben.

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Re: [1] - Auf Abwegen

Beitrag von Carian » 30.05.2012 - 20:40

Andariel nickte, etwas fahrig, und wandte sich Kael zu. Der Scriptura-Raphaelit beeindruckte sie mit seinen Fähigkeiten und es tat ihr leid, ihn so erschöpft zu sehen. Ganz vorsichtig streckte sie eine Hand nach ihm aus, um ihm von ihrer Kraft zu geben, auch wenn das nicht mehr viel war. Dann sah die junge Heilerin zu Auriel auf, suchte den Blick ihres Michaeliten. Ein leises ermutigendes Lächeln umspielte ihre Mundwinkel, wie als Bestätigung für Simriels Worte. Eigene Worte hatte sie nicht, aber vielleicht würde ein Lächeln reichen. Sie fühlte sich erschöpft, nachdem sie Vamiel und Kael so viel von ihrer Energie geben hatte.

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Magnetklaue
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Re: [1] - Auf Abwegen

Beitrag von Magnetklaue » 31.05.2012 - 10:52

Simriel winkte auf Auriels Frage hin ab.
"Nein, nicht wirklich. Vielleicht noch einmal jemanden etwas zu trinken holen lassen. Mehr fiele mir nun im Moment nicht ein."
Die Heilerin setzte sich wieder ordentlich hin und atmete zweimal tief durch. Dann lächelte sie schon wieder etwas deutlicher und rutschte zu Kael zurück. Dieser hatte die Augen inzwischen wieder geöffnet, lag aber immer noch auf dem Rücken und blinzelte erschöpft zur Decke.

Simriel beugte sich kurz über ihn und lächelte ihn an. Dann kam sie auf die Knie und schob die Arem unter die Achseln ihres Bruders und zog ihn in eine sitzende Position, half ihm dann auf die Beine und führte ihn zu einem Hocker wo er sich ruhig setzen konnte.
"Hast du wunderbar gemacht, keine Sorge. Alles sieht gut aus, also bleib hier ruhig sitzen, ja?" sagte si leise zu ihm und sah dann zu dem Michaeliten, nickte ihm zu und wurde etwas ernster.
"Ich denke ihr solltet euch bald auf den Weg machen, noch so eine Operation können wir nicht stemmen in den nächsten Tagen. Der Verantwortliche sollte zur Strecke gebracht werden."

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Alessiel
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Re: [1] - Auf Abwegen

Beitrag von Alessiel » 31.05.2012 - 11:53

Auriel löste sich von Kaels Anblick und in diesem Moment sah er zu seiner Raphaelitin und sah das sie lächelte.
Plötzlich fühlte der Michaelit ein ganz warmes Gefühl in seinem Herzen, das gab ihm Zuversicht und auch Hoffnung.
Schwach erwiderte er das Lächeln und nickte ihr ganz leicht zu, als habe er verstanden.

Seine Augen wandten sich wieder Simriel zu, auch dieser nickte er zu und wirkte nun wieder gefasster.
"Du hast recht, mehr können wir auch nicht tun. Ich übergebe Vamiels Obhut in eure Hände und wir werden den jenigen suchen der ihm das angetan hat."
Immer noch fühlte sich der goldene Engel etwas benommen doch auch das Gefühl würde vorbei gehen.
Nun brauchte er einen kühlen Kopf, alles musste genau bedacht werden.

Auriel sah wieder zu Andariel.
*Du ruhst dich aus, gehst in die Cella und ich sage den anderen Bescheid. Wir müssen uns ausruhen und dann finden wir diesen Mistkerl.*
Sandte der goldene Engel an seine Heilerin und schenkte ihr noch einmal ein Lächeln, er musste sich nicht wiederholen, sie würde ihm schon sagen wenn sie etwas benötigte.
Unwohl war ihm aber trotzdem noch, denn Andariel hatte sich erneut sehr verausgabt, aber er musste auch lernen loszulassen.
Er sollte ihr einfach wirklich vertrauen denn seine Heilerin wusste was sie tat.

Der goldene Engel verabschiedete sich von den beiden Raphaeliten und sah noch einmal zu Vamiel.
"Mach es gut Bruder."
Flüsterte er leise mit einem sanften Lächeln auf den Lippen und ging dann zur Tür um aus dem Raum zugehen.
*Schar? Ruht euch jetzt aus, überlasst die Wache den Templern. Wir müssen uns ausruhen und dann brechen wir auf. Terael? Bring du bitte den beiden Raphaeliten etwas zu trinken und ruh dich dann auch aus.*
Die Stimme des Michaelit klang ernst.
Sie würden sich alle ausruhen und dann endlich aufbrechen, ganz wohl war dem Michaelit bei diesem Gedanke nicht aber es musste etwas getan werden, dieser Ketzer musste für seine Taten bestraft werden.

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Re: [1] - Auf Abwegen

Beitrag von Carian » 02.06.2012 - 13:37

Andariel nickte erneut. Ausruhen, das klang nach einer guten Idee. Vorsichtig rappelte sie sich auf, streckte die müden Glieder. Neben Vamiel blieb sie stehen und sah nachdenklich auf ihn hinab. Dann streckte sie eine Hand aus und Strich dem schlafenden Urieliten sanft über die Wange. "Schlaf gut, Bruder", sagte sie so leise, das es kaum zu hören war. "Alles wird gut."

Nach diesen Worten wandte sich die junge Raphaelitin ihren älteren Ordensgeschwistern zu. "Danke", sagte sie schlicht und meinte alles, was die beiden getan hatten.

Mit einem weiteren Lächeln in Richtung ihres Michaeliten verließ Andariel den Raum, um in der Scharcella meditieren zu gehen. Sie fühlte sich nicht nur körperlich sondern auch seelisch erschöpft. Zu unfassbar war das, was jemand Vamiel angetan hatte. So verlor die Heilerin keine Zeit, ihren Platz einzunehmen und in die Meditation zu versinken. Vielleicht würde ihr das helfen, die Bilder zu verarbeiten, die sich tief in ihr Gedächtnis eingebrannt hatten.

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Re: [1] - Auf Abwegen

Beitrag von Terael » 05.06.2012 - 09:01

Also waren sie fertig. Der Urielit war soweit stabil, daß es ihm bald besser gehen würde - zumindest physisch. In seinem Gesicht zeichnete sich ein erleichtertes Lächeln ab und das Papier, auf dem er gemalt hatte, steckte er in seinen Köcher.
Jetzt würde es bald losgehen. Sie würden diesen Mistkerl suchen, der Vamiel das angetan hatte. Und sie würden ihn bestrafen.

Terael flog vom Dach und organisierte ein paar Sachen für die Raphaeliten. Etwas Tee, ein paar Früchte; Sie würden sicher ihre Ruhe haben wollen, dachte er sich, und stellte die Sachen leise in deren Cella, ein wenig erschreckt, in welcher Verfassung sie waren. Offensichtlich haben sie viel geleistet. Jedenfalls haben sie sich eine Pause verdient.
Er schlich aus deren Cella und ging in die der Schar, wo Andariel schon in der Meditation war und setzte sich leise daneben. Er würde sich nicht lange ausruhen, er war ja schon am späten Nachmittag auf der Wiese gewesen, aber er wollte fit für den kommenden Tag sein.

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Re: [1] - Auf Abwegen

Beitrag von Kasima » 05.06.2012 - 12:04

Sigjael hörte bald darauf die Worte seines Michaeliten. Die Operation war geglückt. Auch er blickte erleichtert und dankte im stummen Gebet dem Herrn, ehe er sich ebenfalls wie Terael, zur Cella begab.
Auch er würde trotz dasser nicht wirklich müde war etwas meditieren.
Still und leise betrat er die Cella, um die Meditation der erschöpften Raphaelitin nicht zu stören und kontorllierte nochmals seine Ausrüstung. Sicher würde das ganze nicht kampflos ablaufen und dann war die Schar auf ihn angewiesen. Er war das Schutzschild. Alles nötige würde der Streiter tun, um dem gerecht zu werden.
Auch musterte Sigjael Andariel etwas. Sie war sichtlich erschöpft, doch hatte sie jetzt auch Zeit sich auszuruhen. Am nächsten Tag würde höchstwahrscheinlich auch ihre Mächte gebraucht werden.
Schlieslich wussten die Sendboten nicht ob weitere unter den Fängen dieses Verbrechers zu leiden hatten.
'Diese Person wird seine Strafe bekommen', dachte er und seine Augen wurden etwas dunkler.

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Re: [1] - Auf Abwegen

Beitrag von Magnetklaue » 07.06.2012 - 19:33

Die beiden Raphaeliten waren froh das Terael sie mit Nahrung und Tee versorgte und dankbar dafür das er sie nicht mit Fragen löcherte. Beide Engel waren sehr erschöpft und vor allem Kael sah nicht aus, als wolle er sich groß mit jemand anderem als Simriel beschäftigen. So fanden sich alle Engel in der Cella zusammen, auch Eranel war dort, ruhig und besonnen und bereit seinem Michaeliten zu Diensten zu sein.

Sie alle mussten zusammenarbeiten, um dieses Rätsel aufzuklären, soviel war klar.

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