[3] - Der letzte Kampf

Das Forum von Auriel Schar. Hier findet ihr Charbögen, Besprechungen und die Spielrunde der Schar.
Carian
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Re: [3] - Der letzte Kampf

Beitrag von Carian » 21.05.2013 - 20:23

Flügel sind unpraktisch, schwirrte es zusammenhanglos durch Andariels Kopf als sie auf den Boden gelegt wurde und versuchte, eine halbwegs bequeme Position zu finden. So geht das nicht. Aus Macht der Gewohnheit kämpfte sie sich doch wieder in die Höhe, in den gewohnten Schneidersitz, die Flügelarme seitlich aufgestützt. Dass sie dabei den Kriegsrock zerwühlte, mit dem sie zugedeckt war, bemerkte sie gar nicht mal richtig. Den Proviant, der ihr unter die Nase gehalten wurde, dagegen schon. Ihr Blick folgte dem Arm, der daran hing über die Schulter bis zu den ungewöhnlichen verschieden farbigen Augen. "Danke", grinste sie schwach und knabberte etwas an dem Essen, wenn auch mehr aus Höflichkeit. Eigentlich wollte sie nur ausruhen, sah aber noch mal auf. Ganz klein waren ihre Augen und müde. "Äh, nein. Verbrennungen, Gehirnerschütterung, Prellungen, zu viel Rauch in der Lunge", beantwortete sie Miraels Frage. Dann korrigierte sie noch einmal ihre Position, Stabil. Gut., und ließ den Kopf nach vorn sinken, die Augen schlossen sich und sie würde endlich ausruhen. Eigentlich wollte sie ja meditieren, doch es dauerte keine halbe Minute, bis Andariel eingeschlafen war.

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Alessiel
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Re: [3] - Der letzte Kampf

Beitrag von Alessiel » 22.05.2013 - 13:52

Gehirnerschütterung. Der Gabrielit runzelte nachdenklich die Stirn, da war doch etwas gewesen.
Nur erinnerte sich Mirael nicht daran, irgendetwas war doch mit Gehirnerschütterungen gewesen.
Als er so darüber nachdachte legte sich sein Blick auf Terael seinen kleinen Bruder.
Mitgefühl kroch in sein innerstes denn der Kleine hatte wohl einiges durchmachen müssen. War denn jemand für ihn dagewesen? Hatte ihn jemand eine Hand auf die Schulter gelegt und ihm gut zugredet?
Wohl kaum denn was auch verständlich war, wenn man den Zustand dieser Schar betrachtete.

Mirael erhob sich und ging langsam auf seinen kleinen Bruder zu, setzte sich schweigend neben ihm, seine Augen blickten dabei die erschöpfte Raphaelitin an.
In Worten war der Gabrielit noch nie gut gewesen, schon allein durch seine Beeinträchtugung nicht.
Er gab dem Urielit einen kleinen Moment Zeit ehe er seine Hand ausstreckte und sie sanft auf dessen Schulter legte.
Mirael war hier, neben seinem kleinen Bruder und würde ihm so viel Trost spenden wie er nur konnte.
Er sagte nichts sondern hatte einfach nur seine Hand auf die Schulter des Urieliten gelegt.

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Terael
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Re: [3] - Der letzte Kampf

Beitrag von Terael » 22.05.2013 - 20:52

Der Urielit bemerkte noch, daß Andariel einschlief.
Welch Glück für sie. Denn auch, wenn es äußerlich so aussah, als würde er zur Ruhe kommen, war an Ruhe nicht zu denken.

Er bemerkte, daß sich jemand neben ihn setzte, aber nicht, wer es war. Er stocherte weiter im Waldboden herum und ließ die Gedanken durch seinen Kopf rauschen.
Dann berührte ihn etwas an der Schulter. Im ersten Moment zuckte er kurz und spannte sich an, aber gleich darauf, als er merkte, daß es nichts gefährliches war, entspannte er sich.

Ganz langsam, wie in Zeitlupe, drehte er den Kopf zu Mirael und sah ihn an. Er sah ernst aus, nur seine Augen waren voller Trauer und Sorge.
Eine Weile sah er abwechelnd in das eine Auge und dann in das andere, als würde er etwas suchen. Dann wandte er den Blick ab und sah Alyssiel an.

"Wie geht es Vamiel?", fragte er leise und erwartete das Schlimmste.

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Kasima
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Re: [3] - Der letzte Kampf

Beitrag von Kasima » 22.05.2013 - 23:15

Alyssiel reichte dem fremden Gabrieliten die Decke und überblickte alles. Es war den Umständen entsprechend eine gute Lösung. Sie hoffte, dass das Wetter halten würde, solange sie gezwungen waren an diesem Ort zu bleiben. Mit leichter Sorge wanderte ihr Blick von ihrem Ordensbruder über den Eingang in den Berg zu ihrem urielitischen Freund. Mirael hatte sich zu ihm gesetzt und auch sie saß nicht unweit von ihm entfernt. Kurz wandte sich ihr Blick zu ihrem Scharmitglied, bevor sie sich wieder zu Terael wandte.
"Er verweilt noch im Land der Träume und erholt sich von den Veretzungen. Die beiden Raphaeliten meinen, er ist körperlich in Ordnung", antwortete sie mit ruhiger Stimme, dann schwieg sie und suchte nach Worten, doch die ihren lösten sich nicht von diesen einzigartigen Augen, deren Anblick sie unwiderruflich vermisst hatte.
Erneut durchwühlten sie allerlei Gefühle, welche sie nicht mal alle benennen konnte.
"Da bin ich wieder, wie ich versprochen hatte", sprach sie und nur ein kurzes Lächeln spiegelte sich auf ihrem Gesicht, "Es tut mir leid, dass ich zu spät bin"
Auch sie berührte ihren Bruder mit der gewohnten freundschaftlichen Geste der Flügel und auch mit der Hand.
Sie hoffte ihre Worte waren richtig gewählt, so wie es Mirael gemeint hatte und würden dem armen Urieliten Trost spenden.


Sigjael betrachtete mit Sorgen, wie sich ihr Michaelit quälte und wieder kam ihm der Gedanke, dass es seine Aufgabe gewesen wäre. Es war die Aufgabe der Gabrieliten Tod und Zerstörung den Feinden des Herrn zu bringen, nicht der der Michaeliten. "Auriel, du solltest etwas trinken, das tut dir sicher gut. Ich heb deinen Kopf an und flös dir etwas ein, erschrick nicht", sprach Sigjael ruhig, doch konnte man ein Teil seiner Sorge hören.
Vorsichtig hob tat er das was er gesagt hatte und hielt eine Flasche an die aufgesprungenen, trockenen Lippen seines Anführers.
"Ganz langsam, ganz sachte", sagte er leise zu sich selbst und lies das belebende Wasser langsam hinab fließen.

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Alessiel
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Re: [3] - Der letzte Kampf

Beitrag von Alessiel » 23.05.2013 - 13:39

Es war fast so als würde er in Flammen stehen, so brannte seine Haut, sein Kopf fühlte sich träge und erschöpft an, war kaum zum richtigen Denken fähig.
Er hörte weit entfernt das jemand mit ihm sprach, doch konnte Auriel nicht einordnen wer es war und was die Worte zu bedeuten hatten.
Sein Geist dämmerte immer wieder davon, war nicht wirklich wach, aber auch nicht wirklich bewusstlos, er befand sich eher in einer Art Dämmerzustand.
Aus seiner heiseren Kehle drangen leise Schmerzenslaute und sein Körper zitterte vor Schmerzen.

Irgendwo aus der Ferne oder war es nahe bei ihm? Da drang eine Stimme an sein Ohr, sie war ihm vertraut das wusste sein müder Verstand, doch wer es war konnte er nicht genau einordnen.
Dieser jemand stützte seinen Kopf und Auriel verzog sofort wieder das Gesicht, heftige Schmerzen durchflutete seinen geschundenen Körper.
Erst wollte sich der goldene Engel gegen den Griff wehren doch als er das kühle Nass an seinen Lippen fühlen konnte wurde der Michaelit ruhiger.

Auriel trank viel zu hastig und begann dann laut zu husten, dabei rasselte sein Atem regelrecht und er musste sich darauf konzentrieren sich nicht zu verschlucken.
Dann versuchte der goldene Engel es erneut, trank diesmal vorsichtiger, kleine Schlückchen und konnte fühlen wie gut das Wasser seiner ausgetrockneten Kehle tat.
Doch das Trinken kostete Kraft und so ließ sich Auriel wieder nach hinten zurück sinken.
Leise drang ein Wort über seine rissigen aufgesprungenen Lippen. "Schar..."


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Als Terael seinen Kopf zu Mirael wandte, tat dieser ihm es gleich. Die grünen traurigen Augen blickten in die seines kleinen Bruders.
Der Gabrielit sagte nichts dabei, sah ihm nur einfach in die Augen, dann jedoch wandte sein kleiner Bruder den Blick ab und sah Alyssiel an.
Zu der Frage wollte und konnte er nichts sagen.
Bemerkte das sich ein Gespräch, ein miteinander zwischen den beiden Engeln anbahnte. Das war der Zeitpunkt der ihm sagte das er sich zurückziehen sollte.
Vorsichtig nahm der Streiter die Hand wieder von der Schulter des Urieliten, blieb einfach still neben Terael sitzen und beobachtete die kleine geschwächte Raphaelitin.

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Kasima
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Re: [3] - Der letzte Kampf

Beitrag von Kasima » 23.05.2013 - 14:15

"Es tut mir leid Auriel", entschuldigte sich der Streiter, während er sah wie den Michaeliten die Schmerzen quälten. Er konnte nichts gegen sie tun, Andariel schlief und die fremden Engel hatten keinen Raphaeliten bei sich, Trauer spiegelte sich in den dunklen Augen, des erschöpften Gabrieliten. Musste sein Michaelit leiden, weil er versagt hatte?
Erst trank Auriel zu hastig und fing an zu Husten, sofort hob Sigjael seine Flasche wieder. Dieser rasselnde Atem hörte sich überhaupt nicht gut an und wieder waren dem Kämpfer die Hände gebunden. Selbst wenn er in die Tasche der Raphaelitin schauen würde, er würde die Mittelchen nicht erkennen können. Er könnte höchstens Verbände herausholen und die Schnittverletzungen versorgen, so gut sein beschränktes Wissen es vermochte.
Vorsichtig legte er Auriels Kopf wieder auf das provisorische Kissen, als er seine kratzige Stimme vernehmen konnte.
"Schhh, wir sind da, alle sind da und es geht ihnen gut, Andariel schläft, Terael ruht sich ebenfalls aus und ich kümmer mich um deine Verletzungen"
Fast schon sanft strich er über das Haar des Michaeliten, darauf bedacht nicht durch Berühren von Verletzungen noch mehr Schmerzen auszulösen.
"Ich würde gerne die Verbrennungen mit der Brandsalbe versorgen, die kühlt gut, aber das Auftragen wird sehr schmerzhaft"
Sigjael zögerte, Auriel hatte schon genug schmerzen, doch wenn die Salbe aufgetragen war würde diese sie ein wenig lindern...
Wieder beneidete er die Möglichkeiten der Raphaeliten. Ihm war es nur möglich einen nahezu schmerzlosen Tod zu bereiten, doch einem Lebenden die Schmerzen zu nehmen würde ihm nie möglich werden.
Wieder kroch eine leise Wut in seinem inneren hoch. Gott hatte sie verlassen, der Herr lies sie im Stich.
Erneut strich er mit der Hand über das Haar und wartete zögernd auf eine Antwort des Michaeliten.

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Terael
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Re: [3] - Der letzte Kampf

Beitrag von Terael » 23.05.2013 - 19:58

Körperlich in Ordnung
Die Wort klang lange in seinen Ohren. Na, wenigstens das. Wunder, wie es ihm geht, wenn er aufwacht, aber er ist körperlich gesund.

Er ließ den Kopf wieder sinken. Er grübelte ein wenig über die nächsten Worte.
"Schon okay", sagte er vor sich hin, und zuckte kraftlos mit den Schultern "es hat wohl so sein sollen"

Er sah von Mirael zu Alyssiel und sucht noch einmal die Gegend ab, aber mehr waren nicht gekommen.
"Wo ist der Rest? Simoniel und Mederiel? Wo ist dein Urielit?", fragte er, in der Hoffnung, ein anderes Thema würde ihm gut tun.

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Alessiel
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Re: [3] - Der letzte Kampf

Beitrag von Alessiel » 24.05.2013 - 11:50

Eine zärtliche Berührung.
Er konnte eine zärtliche Berührung fühlen, eine Hand die durch sein Haar strich.
Es war angenehm und innerlich wünschte sich der Michaelit das diese tröstende und wohltuende Berührung niemals aufhören würde.
Diese vertraute Stimme zu der diese Berührungen wohl gehörten, sprach mit ihm und sagte ihm das seine Schar in Ordnung sei.
Auriel war beruhigt, natürlich hielten den geschundenen Engel die Schmerzen immer noch gefangen und es war unerträglich aber die Gewissheit das seine Schar in Sicherheit war, war mehr als beruhigend für ihn.
Jetzt auch konnte der Michaelit die Stimme herausfiltern, es war anscheinend sein Gabrielit der mit ihm sprach und ihm diese tröstenden Berührungen schenkte.

Als Sigjael ihn wegen der Brandsalbe fragte, nickte Auriel ganz leicht.

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Mirael lauschte Teraels Stimme aber sah nicht zu ihm und seiner Scharführerin, denn er glaubte immer noch das sie es verdammt nötig hatten zureden.
Auch die Frage von seinem kleinen Bruder beantwortete er nicht, das war ganz allein Alyssiels Aufgabe.
Seine Augen wanderten über die erschöpfte tapfere Raphaelitin, dann wandte er sich ein Stück um, um zu seinem Ordensbruder und dem verwundeten Michaelit zusehen.
Danach starrten seine traurigen Augen in den Himmel.
„Wäre es nicht besser wenn ich Hilfe holen würde?“ Fragte der melancholische Streiter leise.

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Kasima
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Re: [3] - Der letzte Kampf

Beitrag von Kasima » 24.05.2013 - 22:58

"Mederiel und Simoniel sind noch in dem Kloster in dem meine Schar stationiert ist. Mederiel muss sich um einige Patienten kümmern. Mirael und ich sind so schnell es geht hier her gekommen, als wir die Nachricht eures Ramieliten bekommen haben."
Beim Wort Urielit verzog Alyssiel leicht das Gesicht. Sie wollte keinen anderen, doch riss sie sich schnell zusammen. Terael konnte nichts dafür.
"Noch ist die Stelle frei, aber ich habe schon einen Namen, leider, sie heißt Feroel. In zwei Wochen soll sie zu uns stoßen"
Die Michaelitin zuckte mit den Schultern. Noch immer hielt sie ihren Flügel bei ihrem vermissten Bruder.
"Wie ist deine Schar so? Kommst du mit ihnen klar?", fragte sie nach und fühlte wieder die Traurigkeit darüber, dass er nicht zu ihr gehörte.
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Sigjael konnte sehen, wie sich der Michaelit etwas zu entspannen schien, wie er sich etwas beruhigte. Sigjael atmete lange aus und strich weiter über den Kopf seines Scharführers, wenn es ihm half wollte er nicht aufhören.
Dann sprach ihn wieder die kratzige Stimme an und der Streiter hob seinen traurigen Blick und blickte in Augen, die selbst die gleiche Stimmung ausstrahlten. Es schien etwas zu sein was den Kämpfern des Herrn oft umgab.
"Es wäre sehr freundlich", antwortete er, "meine Fähigkeiten ihm zu helfen reichen hinten und vorne nicht und mein rechter Flügel will mir nicht gehorchen..."
In der freien Hand hielt er die Salbe doch noch immer zögerte er, diese auch zu benutzen.
Er seufzte und sah Mirael traurig an.

*Klingt gut, dass du Hilfe holen willst, unser Kloster ist eine halbe Stunde näher, als deren, hole am besten Mederiel her, aber pass auf dich auf*, Alyssiel wandte ihren Blick Mirael zu. Sie erinnerte sich nur zu gut an das eine Mal, als er alleine einen Auftrag ausgeführt hatte, die Kirchenoberen hätten ruhig deutlicher werden können, was den Auftrag anging, sonst hätte sie Mirael nicht alleine geschickt...

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Re: [3] - Der letzte Kampf

Beitrag von Terael » 26.05.2013 - 20:04

Wie er es sich gedacht hatte. Bis Mirael zurückfliegen würde und wieder herkam, wären sie sicher schon wieder mehr oder weniger fit. So zumindest hoffte er das.

Als er den Namen der Urielitin hörte wurde er allerdings hellhörig, drehte den Kopf ruckartig zu seiner Freundin und musterte sie.
Dann, er konnte nicht anders, kicherte er und grinste breit.
"Du kriegst Feroel als Urielitin?"
Sein Blick wurde plötzlich bitterernst, als wenn man den Rat, der jetzt kommt besser befolgen sollte. Er fixierte die Augen der Michaelitin. "Zieh dich warm an, meine Liebe", murmelte er, "sehr warm..."

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Re: [3] - Der letzte Kampf

Beitrag von Alessiel » 27.05.2013 - 00:12

Mirael nickte seinem Ordensbruder zu. "Verstehe."
Dann hörte er die Stimme seiner Michaelitin im Kopf und runzelte kurz mit der Stirn, stand auf und ließ den Blick noch einmal über die Lage hier schweifen.
Wären Scriptura Engel nicht besser gewesen? In dem anderen Kloster gab es zwei davon und es war nur eine halbe Stunde Flug mehr.
Doch der Streiter behielt seine Gedanken für sich.

Der melancholische Gabrielit kam auf seinen Ordensbruder zu und hockte sich noch einmal neben ihm.
Vorsichtig legte er eine Hand auf die Schulter des anderen Streiters und drückte sie kräftig.
"Ich werde Hilfe holen das verspreche ich dir, deinem Michaelit wird es wieder besser gehen auch das verspreche ich dir."
Die Mundwinkel des Gabrieliten hoben sich ein Stück zu einem schwachen Lächeln, doch in seinen Augen lag Entschlossenheit.
Er nahm die Hand wieder herunter und griff nach seinem Wasserschlauch.
"Hier hast du noch ein bisschen Wasser, vielleicht brauchst du es ja noch. Ich lasse es hier."
Sprachs und stand wieder auf, ließ noch einmal seinen Blick über die Toten schweifen.
*Ich fliege jetzt los Alyssiel, denk daran dich um die Verstorbenen zu kümmern.*
Erklang die Stimme des Streiters ruhig in Alyssiels Geist. Dann nahm er Abstand suchte einen Fleck wo er gut starten konnte und erhob sich in die Luft.

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Re: [3] - Der letzte Kampf

Beitrag von Kasima » 27.05.2013 - 19:27

"Danke"
Sigjael wandte sich den Streiter zu und auch seine Mundwinkel hoben sich zu einem schwachen Lächeln. Er erwiderte die Geste in dem er den Miraels Arm, leicht drückte.
"Wir werden warten"
Er blickte dem freundlichen Streiter hinterher und hoffte auf seine baldige Rückkehr, doch würde es eine ganze Weile dauern, bis er wiederkehren würden.
Als er außer Sicht war, wandte sich Sigjael wieder seinem Scharführer zu.
"Ich werde anfangen die Salbe, an deiner Körpermitte aufzutragen", informierte er mit etwas neuem Mut Auriel, über sein Vorgehen. Nochmals streichelte er über Auriels Kopf. Dann fing er an seine Hände mit seinem übrigen Wasser zu waschen, bevor er etwas von der Salbe auf seine Hand auftrug.
"Denk an unser erstes Training", versuchte er den Michaeliten etwas abzulenken, auch wenn er keine Ahnung hatte, ob es half, "Oder lieber an dein schönes Violinenspiel. Ich würde gerne wieder einen deiner Lieder lauschen. Sie sind wirklich schön"
Vorsichtig begann er die Salbe aufzutragen und biss sich dabei selbst auf die Lippen. Es tat ihm Leid, wie sein Scharführer leiden musste.
"Gibt es eigentlich ein Lieblingslied?", fragte er ohne eine Antwort zu erwarten.

Alyssiel hob beide Augenbrauen, als er Teraels Reaktion sah.
"Noch wärmer, als bei dir? Na also noch ist nicht alles in Stein gemeiselt. Wer weiß ob es überhaupt soweit kommt, dass sie Teil meiner Schar wird, außerdem bin ich noch nicht fertig, schließlich hab ich mir was vorgenommen"
In ihrem Blick lag eine tiefe Entschlossenheit, fast so etwas wie ein Feuer, dass in ihr brannte.
"Nichts gegen sie, aber es gibt jemand anderen der in meine Schar sollte"
Alyssiel fing an zu lächeln.
"Ist ihr sicher auch recht, wenn du wirklich meinst, dass es so brenzlig wird"

Miraels Worte erklangen in ihrem Geist und ihr Blick wandte sich wieder ihm zu.
*In Ordnung, werde ich. Guten Flug*
Sie blickte ihrem Gabrieliten hinterher.
Bevor sie sich wieder an Terael wandte.

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Terael
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Re: [3] - Der letzte Kampf

Beitrag von Terael » 28.05.2013 - 19:40

"Flieg die Luftlinie zum Kloster", zeigte Terael dem Gabrieliten*, "nicht, daß wir aneinander vorbeifliegen, wenn wir früher starten"

Dann wandte sie sich wieder Alyssiel zu. "Wenn ich Iberer bin, dann kommt sie aus Skandinavien. Also noch wärmer"
Er schaute zu Andariel und Auriel, wie es ihnen ging.
"Ich wäre auch gern an deiner Seite," fing er an und spielte wieder mit dem Gras, "aber ich kanns nicht beeinflussen. Und die Schar ist auch nicht so schlecht. Auriel ist ein guter Michaelit..."
Er sah Alyssiel an und beobachtete ihre Reaktion. "...also du auch, Auriel ist halt ganz anders als du. Eigentlich sind alle gut, nur unser Gabrielit redet etwas wenig. Und der Urielit hat auch ein paar Macken" Er grinste ganz kurz.

"Naja, wenn du wirklich Feroel bekommen solltest, sag mir bescheit, dann spiel ich mal Mäuschen wie du in den Monte gehst"


*Die Wege des Herrn

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