Kapitel 1: Der Sturm

Das Forum von Auriel Schar. Hier findet ihr Charbögen, Besprechungen und die Spielrunde der Schar.
Carian
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Re: Kapitel 1: Der Sturm

Beitrag von Carian » 16.03.2014 - 12:33

Andariel lächelte wehmütig. "Wir alle haben hin und wieder Heimweh, ohne genau sagen zu können nach was. Es ist die Erinnerung an den Himmel und die Präsenz unseres allgegenwärtigen Vaters, die uns umgibt", sagte sie sanft. "Eine Erinnerung, die wir viel zu selten zu fassen bekommen. Und ein Versprechen, denn dorthin werden wir zurück kehren, wenn wir unseren Dienst auf Erden vollendet haben." Sachte legte sie ihre Hände um Auriels.

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Alessiel
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Re: Kapitel 1: Der Sturm

Beitrag von Alessiel » 17.03.2014 - 13:10

Als die warmen weichen Hände seine berührten und sie festhielten, kam es Auriel vor als würde die Zeit stehen bleiben.
Seine grün gold glänzenden Augen sahen in ihre braunen die voller Wärme waren.
Die innere Sehnsucht in ihm seine Raphaelitin liebevoll in den Arm zu nehmen, die Finger durch ihre weichen kleinen Federn am Flügelansatz streichen zu lassen wurde plötzlich sehr intensiv. Nur einmal das Gefühl unter den Fingerspitzen zu erleben wie die weichen Federn ihn kitzelten.
Doch es blieb ein Wunsch, ein verbotener, denn ehe Auriel auch nur etwas tun konnte hörte er die Stimme seines Ramieliten im Geiste.

Auriel schloss die Augen für einen Moment und atmete tief durch. Engel berührten sich nicht! Jedenfalls nicht auf so eine Art und Weise!
Das was Andariel tat war völlig in Ordnung sie schenkte ihm nur etwas Wärme und Geborgenheit und was tat er? Spielte in Gedanken sie in den Arm nehmen zu wollen. Er wusste doch ganz genau das sie es nicht mochte angefasst zu werden, das sie solche Berührungen scheute.
Die grün goldenen Augen öffneten sich wieder, lächelnd sah er ihr ins Gesicht, für einen kurzen Moment lag die Sehnsucht noch immer in seinem Blick ehe er sich wieder fassen konnte.
*Gute Idee Bariel, das könnte ich machen. Danke.*
Von der vorherigen Unsicherheit und Panik war nichts zu erkennen. Auriel hatte sich gefasst auch wenn in ihm immer noch irgendwo weit im Hintergrund ein Sturm tobte.
Er drückte ganz sanft die Hände die seine hielten.
*Vielleicht sollte ich das tun. Dann werde ich auch wieder ruhiger.*
Eigentlich hätte er Mirariel oder Cressariel geschickt das zu tun aber ein wenig Ablenkung konnte seinen konfusen Gedanken gerade nicht schaden und einen zerstreuten Scharführer war das letzte was die Schar jetzt brauchte.
"Ich danke dir." Ein ehrliches und sanftes Lächeln erschien auf seinen Gesichtszügen. Ja er war dankbar so unendlich dankbar das Andariel immer noch an seiner Seite war.
Der goldene Engel löste sanft seine Hände von ihren. "Ich bin gleich wieder da, bald geht es weiter mach dich auch am besten schon mal abreise bereit."
Immer noch lag diese unendliche Dankbarkeit in seinem Blick, dann wandte er sich zum gehen um und versuchte seinen Fokuss auf die Aufgabe zu konzentrieren. Ehe sich die goldschimmernden Schwingen gen Sonne erhoben.

Turgon
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Re: Kapitel 1: Der Sturm

Beitrag von Turgon » 24.03.2014 - 20:50

Während Bariel weiter mit Gustav die Karte betrachtete, kam die Rückantwort von Auriel. Bariel fand es nicht so gut, wenn der Michaelit die Schar alleine zurückließ, insbesondere nach den Geschehnissen von gerade eben. Aber er sagte nichts, warf nur kurz einen etwas besorgten Blick zu ihm und Andariel hinüber. Mirariel und Cressariel wären doch schon unterwegs gewesen.
*Gut,* meinte er stattdessen, *der fragliche Weg verläuft in ein paar Kilometer Entfernung zu hier* Er beschrieb die Route so gut wie möglich, so dass sie von oben einfach zu finden wäre.
*Pass' auf dich auf!*

Dann wandte er seine Aufmerksamkeit wieder voll Gustav zu.

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Alessiel
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Re: Kapitel 1: Der Sturm

Beitrag von Alessiel » 26.03.2014 - 13:34

Pass auf dich auf...
Das war das letzte was durch seine Gedanken ging als er in die besagte Richtung flog.
Machte sich Bariel etwa Sorgen? Er dachte an das Gespräch zurück. So viel Anerkennung von seiner Schar und was war mit ihm? Er konnte nichts davon zurückgeben, wollte mehr für sie tun, ihnen ein guter Scharführer sein.

Ein Michaelit ist das Bindeglied seiner Schar, die Engel deiner Schar sehen zu dir auf. Doch vergiss niemals das du nichts bist ohne deine Schar. Sie ist es die dich ausmacht.

Kamen ihm die Worte eines älteren Ordensbruders in den Kopf.
Einer der Michaeliten der einen perfekten Scharführer abgab. Der Selbstbewusst seine Schar führte und sich nicht von Zweifeln oder anderen einfangen ließ. So hatte es jedenfalls äußerlich den Anschein gehabt.
Auriel war verblüfft gewesen als dieser perfekte Engel Michaels damals zu ihm gekommen war ihn mit seinen strengen grauen Augen fokussiert und plötzlich diese Worte gehört hatte. Damals dachte der goldene Engel das die Worte seines älteren Bruders eher eine Rüge gewesen waren, doch heute hatte Auriel verstanden. Es war mehr ein Rat eine stumme Nachricht das er sich nicht ändern solle.
Seltsamerweise hätte er das niemals von diesem perfekten Michaelit gedacht. War sein Ordensbruder doch einer von denen die ihn immer verhöhnt hatten.

Das Ziel seines Fluges kam immer näher, er flog etwas tiefer und sah das der Weg frei war.
Doch der Michaelit wollte auf ganz sicher gehen. Er suchte eine geeignete Landemöglichkeit was sich als äußerst schwierig herausstellte, denn der Weg war steil und eine Landung war riskant.
Auriel würde ein wenig weiter unten landen müssen, doch das machte ihm nichts.

Als er eine geeignete Stelle gefunden hatte setzte er zur Landung an. Zwar war es keine so geschickte wie bei einem Urieliten doch es reichte aus um nicht das Gleichgewicht zu verlieren.
Dann ging es zu Fuß weiter und wenn Auriel ehrlich war genoss er die Anstrengung, sie lenkte ihn ab und klärte seinen Kopf.
Der Weg war passierbar, er war steil aber passierbar. Wenn sie vorsichtig genug waren würden sie auch diese Etappe schaffen.
Sein Blick wandte sich dem Himmel zu, in die Richtung in die seine Urielitin und sein Gabrielit geflogen waren. Hoffentlich ging es ihnen gut.
Auriel schnaubte leise. „Er ist ein Gabrielit und sie eine Urielitin, beide können auf sich aufpassen. Jetzt reicht es aber mit diesen völlig übertriebenen Ängsten.“
Er kniff sich in die Nasenwurzel und seufzte schwer. Diese Verlustängste würden ihn wahrscheinlich noch sein halbes Leben lang verfolgen, wenn nicht ein ganzes.
„Jetzt reicht es.“ Ärgerlich erhob sich der goldene Engel wieder in die Lüfte. Er sollte wirklich damit anfangen seiner Schar zu vertrauen. Sie konnten auf sich aufpassen, das wusste er. Doch da war wie immer dieses kleine nagende Gefühl in seinem inneren.

*Alles in Ordnung. Der Weg ist passierbar. Ich komme jetzt zurück.*
Sandte Auriel ruhig in den Geist seiner Engel.

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Magnetklaue
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Re: Kapitel 1: Der Sturm

Beitrag von Magnetklaue » 31.03.2014 - 20:02

Mirariel hörte über das Sausen des Windes hin die Stimme ihres gabrielitischen Scharbruders und sah sich zu ihm um. Hatte er etwas entdeckt? Doch der andere Engel gestikulierte nur wild und sah nicht alamiert aus. Dann verstand sie was er wollte und verharrte rüttelnd einen Moment auf der Stelle. Ein Wettrennen? Sie kaute etwas auf der Unterlippe und lächelte dann vorsichtig. Immerhin war sie hier in ihrem Element, hier würde er sie nicht besiegen können und dann versuchen sie vor anderen lächerlich zu machen.

Sie nickte, ließ sich absacken und flog eine Schleife um von hinten zu Cressariel aufzuschließen, auf gleiche Höhe zu kommen und dann durchzustarten. Noch im Anflug rief sie so laut sie sich traute "Looooos!" und beschleunigte dann leicht.

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Kasima
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Re: Kapitel 1: Der Sturm

Beitrag von Kasima » 20.04.2014 - 23:36

Sichtlich erholte sich Gustav von dem Schrecken und seine Gesichtsfarbe glich nun mehr wieder seiner natürlichen, jedoch war er kurzzeitig etwas abwesend, hatten sich seine Augen kurz bei dem Gabrieliten gehalten, welcher sich entfernt hatte. Es hatte sich so endgültig angefühlt, als er den Armen des Gabrieliten ausgeliefert war.
"Oh entschuldige, stimmt, ja wir liegen sehr gut im Zeitplan, erstaunlich gut würde ich sagen. Von Wetter würde ich auch sagen, dass es kein Fehler wäre den kürzeren Weg zu nehmen, selbst wenn sich das Wetter verschlechtern würde, reichen unsere Puffer aus um das auszugleichen"
Bei Rundflug des Michaeliten gab es nichts, das auffallen könnte, alles sah in Ordnung aus, wie auch Gustav und die anderen beiden, auf einer kürzeren Strecke kontrolliert hatten und auch Bariel fiel nichts weiter dazu auf, außer, dass der kürzere Weg es schwerer machen würde weiter zu kommen, falls man sich irrte.
Nur Mirariel fiel auf, dass die Tiere in der Umgebung etwas ruhiger waren, oder war es nur Einbildung?

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Kasima
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Re: Kapitel 1: Der Sturm

Beitrag von Kasima » 20.04.2014 - 23:36

Sichtlich erholte sich Gustav von dem Schrecken und seine Gesichtsfarbe glich nun mehr wieder seiner natürlichen, jedoch war er kurzzeitig etwas abwesend, hatten sich seine Augen kurz bei dem Gabrieliten gehalten, welcher sich entfernt hatte. Es hatte sich so endgültig angefühlt, als er den Armen des Gabrieliten ausgeliefert war.
"Oh entschuldige, stimmt, ja wir liegen sehr gut im Zeitplan, erstaunlich gut würde ich sagen. Von Wetter würde ich auch sagen, dass es kein Fehler wäre den kürzeren Weg zu nehmen, selbst wenn sich das Wetter verschlechtern würde, reichen unsere Puffer aus um das auszugleichen"
Bei Rundflug des Michaeliten gab es nichts, das auffallen könnte, alles sah in Ordnung aus, wie auch Gustav und die anderen beiden, auf einer kürzeren Strecke kontrolliert hatten und auch Bariel fiel nichts weiter dazu auf, außer, dass der kürzere Weg es schwerer machen würde weiter zu kommen, falls man sich irrte.
Nur Mirariel fiel auf, dass die Tiere in der Umgebung etwas ruhiger waren, oder war es nur Einbildung?

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