Kapitel 1: Der Sturm
Kapitel 1: Der Sturm
Ihre blassen Hände gruben sich tief in die Erde, durchwühlten sie und bohrten ein kleines Loch hinein. Es war schöne, luftige Erde, die jede Saat gedeihen lies. Ein Samen wurde hinein gelegt und locker unter Erde begraben. Es war ihre liebste Beschäftigung in ihrem kleinen Reich aus Pflanzen. Tomaten, Kartoffeln, Gewürze, alles wuchs an diesem Ort. Man musste sie nur richtig pflegen. Sie nahm ihre Gieskanne und füllte sie mit klarem Wasser einer Bergquelle, bevor sie die neue Saat mit Wasser übergoss. Aus diesen kleinen nach nichts aussehenden Samen würden schöne Blumen wachsen.
Doch diese Blumen waren nicht ihr eigen.
An einem Tisch standen die voll geöffneten Blumen in Gläsern mit dunkler Farbe gefüllt. Die hinteren hatten fast vollständig die Farbe angenommen. Man konnte ihnen zuschauen, wie langsam die dunkle Farbe in kleinen Äderchen sich sammelte.
Der Blick des Mädchens wurde traurig, diese wunderschönen Pflanzen wurden gequält, ihre Farbe wurde ihnen genommen und doch würde sie nie jemand zu Gesicht bekommen. Schon lange wurden sie nicht mehr abgeholt, dennoch wurde gefordert immer welche da zu haben. Sanft strich sie mit ihrer Hand über den Stängel einer Blume.
Die nächsten die durch die Farbe bald welk waren.
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Wieder neigte sich ein friedlicher Tag dem Ende zu und man konnte dem Naturschauspiel der Bergen ein weiteres Mal zu schauen. Die Täler legten sich in Schatten und auch das leicht erhöhte Kloster am Fuß eines Berges wurde von Schatten eingehüllt. Doch die Berge schienen zu glühen. In tiefem Orange leuchteten sie, doch auch die Bergen hüllten sich immer mehr in Schatten.
Selbst diejenigen die schon eine ganze Weile an diesem Ort waren, hielten inne um dem Schauspiel zuzuschauen. Auch Ab Maxime ging zum Fenster um hinaus zu schauen.
Wenn nur immer solch friedliche Tage sein könnten. Nur eine kleine Grippewelle die einige an das Bett fesselte bereitete ihm leichte Sorgen, doch hatten sie eine gute Raphaelitin in der Schar, die sich mit den Monachen und Beginen um die Kranken kümmerte.
Auch die kleine Reisegruppe war nicht von der Grippewelle verschont geblieben.
Der Koch lag mit Fieber in der Kutsche und vier der zehn Templer schnieften und hielten sich müde auf ihren Pferden.
Sonst schien bis jetzt alles glatt zu laufen. Sie waren gut im Zeitplan, doch das schwerste stand noch bevor, die Alpen mussten überquert werden, bis jetzt waren sie noch am Anfang dieser Etappe.
"Da seht, da ist endlich das Kloster", erklang die erleichterte Stimme, des Reiseführers und Fahrer der ersten Kutsche.
Alle waren erschöpft von der heutigen Reise und waren froh seid drei Tagen wieder in echten Betten schlafen zu dürfen. Bis auf die stillen Begleiter, die sich in seiner Kutsche mit der verheißungsvollen Kiste für den Michaelitenhimmel aufhielten. Sie würden vermutlich in oder bei der Kutsche bleiben. Außer, dass man ihnen Essen und zu trinken brachte, hatte man nicht viel mit ihnen zu tun, was Gustav auch recht war. Sünder nannte man sie oft im Volksmund, denn sie hantierten mit verbotenen Gegenständen.
Das Tor des Klosters wurde geöffnet und die Gruppe der Reisenden eingelassen. Gustav stieg sogleich ab und klopfte an seine Kutsche.
"Wir sind angekommen", lies er die Peccati wissen und wandte sich gleich an den Monach der auf die Gruppe zuschritt.
So kurz bevor der Tag geendet hätte, wurde die Stille durch geschäftiges Treiben unterbrochen.
Doch diese Blumen waren nicht ihr eigen.
An einem Tisch standen die voll geöffneten Blumen in Gläsern mit dunkler Farbe gefüllt. Die hinteren hatten fast vollständig die Farbe angenommen. Man konnte ihnen zuschauen, wie langsam die dunkle Farbe in kleinen Äderchen sich sammelte.
Der Blick des Mädchens wurde traurig, diese wunderschönen Pflanzen wurden gequält, ihre Farbe wurde ihnen genommen und doch würde sie nie jemand zu Gesicht bekommen. Schon lange wurden sie nicht mehr abgeholt, dennoch wurde gefordert immer welche da zu haben. Sanft strich sie mit ihrer Hand über den Stängel einer Blume.
Die nächsten die durch die Farbe bald welk waren.
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Wieder neigte sich ein friedlicher Tag dem Ende zu und man konnte dem Naturschauspiel der Bergen ein weiteres Mal zu schauen. Die Täler legten sich in Schatten und auch das leicht erhöhte Kloster am Fuß eines Berges wurde von Schatten eingehüllt. Doch die Berge schienen zu glühen. In tiefem Orange leuchteten sie, doch auch die Bergen hüllten sich immer mehr in Schatten.
Selbst diejenigen die schon eine ganze Weile an diesem Ort waren, hielten inne um dem Schauspiel zuzuschauen. Auch Ab Maxime ging zum Fenster um hinaus zu schauen.
Wenn nur immer solch friedliche Tage sein könnten. Nur eine kleine Grippewelle die einige an das Bett fesselte bereitete ihm leichte Sorgen, doch hatten sie eine gute Raphaelitin in der Schar, die sich mit den Monachen und Beginen um die Kranken kümmerte.
Auch die kleine Reisegruppe war nicht von der Grippewelle verschont geblieben.
Der Koch lag mit Fieber in der Kutsche und vier der zehn Templer schnieften und hielten sich müde auf ihren Pferden.
Sonst schien bis jetzt alles glatt zu laufen. Sie waren gut im Zeitplan, doch das schwerste stand noch bevor, die Alpen mussten überquert werden, bis jetzt waren sie noch am Anfang dieser Etappe.
"Da seht, da ist endlich das Kloster", erklang die erleichterte Stimme, des Reiseführers und Fahrer der ersten Kutsche.
Alle waren erschöpft von der heutigen Reise und waren froh seid drei Tagen wieder in echten Betten schlafen zu dürfen. Bis auf die stillen Begleiter, die sich in seiner Kutsche mit der verheißungsvollen Kiste für den Michaelitenhimmel aufhielten. Sie würden vermutlich in oder bei der Kutsche bleiben. Außer, dass man ihnen Essen und zu trinken brachte, hatte man nicht viel mit ihnen zu tun, was Gustav auch recht war. Sünder nannte man sie oft im Volksmund, denn sie hantierten mit verbotenen Gegenständen.
Das Tor des Klosters wurde geöffnet und die Gruppe der Reisenden eingelassen. Gustav stieg sogleich ab und klopfte an seine Kutsche.
"Wir sind angekommen", lies er die Peccati wissen und wandte sich gleich an den Monach der auf die Gruppe zuschritt.
So kurz bevor der Tag geendet hätte, wurde die Stille durch geschäftiges Treiben unterbrochen.
Re: Kapitel 1: Der Sturm
Atem. Er musste ersteinmal wieder zu Atem kommen.
Sein neuer Gabrielit forderte ihn ganz schön. Aber das machte Auriel nichts aus er liebte es sich beim Training zuverlieren, Körper und Geist in Einklang zubringen und sich nur noch auf Sinne, Technik und dem Gegner zu konzentrieren.
Doch diesesmal hatte er außer den blauen Flecken und Blessuren die er sonst immer beim Training mit seinem Streiter des Herrn abbekam, etwas ernsteres getan.
Sein Schwertarm pochte und der Schmerz zuckte jedesmal durch seine Nervenbahnen wenn er ihn bewegte.
Der eine Schlag am Ende war wohl doch etwas zu heftig gewesen. Der Angriff kam so schnell das der Michaelit nicht rechtzeitig hatte parieren können und die volle Wucht am ganzen Körper gefühlt.
Auriel war immer sehr ehrgeizig und verbissen beim training, er nahm die Sache sehr ernst denn immerhin wollte der goldene Engel dem Gabrielit eine Hilfe im Kampf sein.
Doch diesesmal schaffte er es gerade so seine Übungswaffe wegzulegen.
Die hellgrünen Augen des Michaeliten fixierten seinen Gabrielit und ein kleines verkniffenes Lächeln legte sich auf sein Gesicht.
"Ich glaube ich habe ein Rendevouz mit meiner Raphaelitin." Scherzte der Michaelit doch musste er tief ein und wieder ausatmen, hielt sich dennoch tapfer bei dem rasenden Schmerz.
"Dein letzter Schlag war einfach zu gut." Auriel zwinkerte und hielt seinen verletzten Arm fest um ihn etwas zu stabilisieren.
Sein neuer Gabrielit forderte ihn ganz schön. Aber das machte Auriel nichts aus er liebte es sich beim Training zuverlieren, Körper und Geist in Einklang zubringen und sich nur noch auf Sinne, Technik und dem Gegner zu konzentrieren.
Doch diesesmal hatte er außer den blauen Flecken und Blessuren die er sonst immer beim Training mit seinem Streiter des Herrn abbekam, etwas ernsteres getan.
Sein Schwertarm pochte und der Schmerz zuckte jedesmal durch seine Nervenbahnen wenn er ihn bewegte.
Der eine Schlag am Ende war wohl doch etwas zu heftig gewesen. Der Angriff kam so schnell das der Michaelit nicht rechtzeitig hatte parieren können und die volle Wucht am ganzen Körper gefühlt.
Auriel war immer sehr ehrgeizig und verbissen beim training, er nahm die Sache sehr ernst denn immerhin wollte der goldene Engel dem Gabrielit eine Hilfe im Kampf sein.
Doch diesesmal schaffte er es gerade so seine Übungswaffe wegzulegen.
Die hellgrünen Augen des Michaeliten fixierten seinen Gabrielit und ein kleines verkniffenes Lächeln legte sich auf sein Gesicht.
"Ich glaube ich habe ein Rendevouz mit meiner Raphaelitin." Scherzte der Michaelit doch musste er tief ein und wieder ausatmen, hielt sich dennoch tapfer bei dem rasenden Schmerz.
"Dein letzter Schlag war einfach zu gut." Auriel zwinkerte und hielt seinen verletzten Arm fest um ihn etwas zu stabilisieren.
Re: Kapitel 1: Der Sturm
Langsam nahm auch der Graugeflügelte wieder eine aufrechte Haltung ein. Er kaute etwas unruhig auf seiner Unterlippe und fokusierte noch eine Weile sein Gegnüber. Dieser schien vollkommen ausser Atem zu sein und sein schmerzverzerrtes Gesicht sprach Bände. Auch das aufgesetzte Lächeln konnte den Gabrieliten nicht darüber hinweg täuschen, dass er es mit dem letzten Seiten Angriff etwas übertrieben hatte. Er kratze sich verlegen am Kinn und legte seine Übungswaffe neben die von Auriel.
"Sieht ganz so aus.", gab er knapp zurück ohne seinem Gesprächspartner in die Augen zu sehen. Schon fast bereute er es so heftig zugeschlagen zu haben. Er unterdrückte ein Seuftzen. Und dass er die zierliche Raphaelitin wieder belasten musste nur weil er abermals übers Ziel hinausgeschossen war. Hatte sie hier doch wohl schon genug mit den anreisenden Pilgern und den krakheitsgeplageten Bewohnern der umliegenden Dörfer zu tun.
Als der Weissgeflügelte ihn lobte, konnte er sich ein Grinsen nicht verkneifen und biss sich schnell auf die Unterlippe um es einzudämen. "Das war noch garnichts. Du hingegen hast heute wohl etwas nachgelassen, Auriel.", stichelte er nekisch weiter. Natürlich war das nicht annähernd wahr. Auriel war immer eifrig bei der Sache und scheute sich auch nicht davor Fehler zu begehen oder, wie jetzt ein paar Verletzungen davon zu tragen. Er hatte während der letzten Tage wirklich enorm viel dazu gelernt. Aber er hatte auch einen guten Lehrer, lobte sich der Engel selbstgefällig. Wieder spürte er wie sich ein breites Grinsen seinen Weg an die Oberfläche erkämpfte.
Er atmete tief ein und hielt einen Moment inne. Fast hätte er seinem Gefährten einen Schlag auf die Schulter versetzt, so wie er es immer nach dem Training zu tun pflegte. Stattdessen wendete er sich, immer noch lächelnd Richtung Kloster Eingang : "Komm schon. Ich bring dich ins Krankenzimmer, bevor du mir auf dem Weg dorthin noch umkippst."
"Sieht ganz so aus.", gab er knapp zurück ohne seinem Gesprächspartner in die Augen zu sehen. Schon fast bereute er es so heftig zugeschlagen zu haben. Er unterdrückte ein Seuftzen. Und dass er die zierliche Raphaelitin wieder belasten musste nur weil er abermals übers Ziel hinausgeschossen war. Hatte sie hier doch wohl schon genug mit den anreisenden Pilgern und den krakheitsgeplageten Bewohnern der umliegenden Dörfer zu tun.
Als der Weissgeflügelte ihn lobte, konnte er sich ein Grinsen nicht verkneifen und biss sich schnell auf die Unterlippe um es einzudämen. "Das war noch garnichts. Du hingegen hast heute wohl etwas nachgelassen, Auriel.", stichelte er nekisch weiter. Natürlich war das nicht annähernd wahr. Auriel war immer eifrig bei der Sache und scheute sich auch nicht davor Fehler zu begehen oder, wie jetzt ein paar Verletzungen davon zu tragen. Er hatte während der letzten Tage wirklich enorm viel dazu gelernt. Aber er hatte auch einen guten Lehrer, lobte sich der Engel selbstgefällig. Wieder spürte er wie sich ein breites Grinsen seinen Weg an die Oberfläche erkämpfte.
Er atmete tief ein und hielt einen Moment inne. Fast hätte er seinem Gefährten einen Schlag auf die Schulter versetzt, so wie er es immer nach dem Training zu tun pflegte. Stattdessen wendete er sich, immer noch lächelnd Richtung Kloster Eingang : "Komm schon. Ich bring dich ins Krankenzimmer, bevor du mir auf dem Weg dorthin noch umkippst."
Re: Kapitel 1: Der Sturm
Leise schloss Andariel die Tür zu dem kleinen Arbeitszimmer hinter sich und lehnte sich mit geschlossenen Augen dagegen. Stumm dankte sie dem Herrn für die Fähigkeiten, die Er ihr in Seiner Gnade geschenkt hatte. Diese Grippewelle fesselte nun schon einige Menschen an das Krankenbett und wenn sie sich nicht vorsahen, würden auch die Monachen und Beginen, die sich um die Kranken kümmerten, ebenfalls erkranken. Aber gut, dafür war sie ja da. Den ganzen Tag war sie unterwegs gewesen, Patienten besuchen, Symptome analysieren, Therapien festlegen. In den meisten Fällen genügten konventionelle Ansätze mit fiebersenkenden Medikamenten, viel Flüssigkeit und Ruhe, so dass sie den Einsatz ihrer Mächte für die wenigen aufsparen konnte, die sonst ernsthafte Schäden oder Schlimmeres davon tragen würden.
Die schlanke Raphaelitin beendete ihr kurzes Gebet und ging zu dem kleinen Tisch, auf dem ihr Notizbuch bereits auf sie wartete. Leise vor sich hin summend betrachtete sie die Zeichnung, an der sie im Moment arbeitete und in der sie versuchte darzustellen, was so ein Grippevirus in einem menschlichen Körper anrichten konnte. Zufrieden griff sie nach dem Bleistift und machte sich an die Ausarbeitung der Details. Wie immer begann sie dabei, sich zu entspannen und die Sorge um ihre Patienten und das neu gewonnene Wissen zu verarbeiten.
Die schlanke Raphaelitin beendete ihr kurzes Gebet und ging zu dem kleinen Tisch, auf dem ihr Notizbuch bereits auf sie wartete. Leise vor sich hin summend betrachtete sie die Zeichnung, an der sie im Moment arbeitete und in der sie versuchte darzustellen, was so ein Grippevirus in einem menschlichen Körper anrichten konnte. Zufrieden griff sie nach dem Bleistift und machte sich an die Ausarbeitung der Details. Wie immer begann sie dabei, sich zu entspannen und die Sorge um ihre Patienten und das neu gewonnene Wissen zu verarbeiten.
Re: Kapitel 1: Der Sturm
Auch wenn Auriel der Schmerz im Arm langsam frösteln ließ, sah er trotzdem das sein Gabrielit sich anscheinend schuldig fühlte.
Doch dann kam eine neckische Antwort von ihm und der Michaelit musste trotz Schmerzen grinsen.
"Na warte das zahle ich dir heim." Er zwinkerte dem Streiter zu und knuffte ihn ganz leicht mit dem heilen Arm in die Seite.
Er sollte sich keine Gedanken machen, so etwas konnte halt im Training passieren.
Niemals würde er seinem Gabrielit deswegen die Schuld geben, war ja auch irgendwie seine eigene wenn er mit den Gedanken für einen kurzen Moment wo anders war. In einer Schlacht hätte ihm dieser unbedachte Moment das Leben kosten können.
Cressariel wollte ihm gerade wie nach jeden guten Trainingskampf sanft auf die Schulter hauen, doch hielt er inne und ließ es diesmal sein.
Doch Auriel wusste wie wichtig es dem Streiter war und wenn der Michaelit ehrlich war würde ihm diese vertraute Geste fehlen.
Also hob er seinen unverletzten Arm und versetzte dem älteren Engel einen leichten Schlag auf die Schulter.
Ein sanftes freundliches Lächeln legte sich auf sein Gesicht.
"Das kann passieren, ist halt ein Trainingskampf und ein Trainingskampf bereitet uns doch auf einen echten Kampf vor und in einem echten Kampf kann so etwas halt auch passieren. War ja auch mein Fehler ich hätte besser aufpassen müssen." Gestand der Michaelit.
Dann nickte er und grinste wieder ein wenig.
"Dann musst du mich tragen." Wieder zwinkerte er und grinste frech.
"Scherz, komm lass uns gehen."
Er setzte sich in Bewegung und lief neben seinem Gabrielit nebenher.
Doch dann kam eine neckische Antwort von ihm und der Michaelit musste trotz Schmerzen grinsen.
"Na warte das zahle ich dir heim." Er zwinkerte dem Streiter zu und knuffte ihn ganz leicht mit dem heilen Arm in die Seite.
Er sollte sich keine Gedanken machen, so etwas konnte halt im Training passieren.
Niemals würde er seinem Gabrielit deswegen die Schuld geben, war ja auch irgendwie seine eigene wenn er mit den Gedanken für einen kurzen Moment wo anders war. In einer Schlacht hätte ihm dieser unbedachte Moment das Leben kosten können.
Cressariel wollte ihm gerade wie nach jeden guten Trainingskampf sanft auf die Schulter hauen, doch hielt er inne und ließ es diesmal sein.
Doch Auriel wusste wie wichtig es dem Streiter war und wenn der Michaelit ehrlich war würde ihm diese vertraute Geste fehlen.
Also hob er seinen unverletzten Arm und versetzte dem älteren Engel einen leichten Schlag auf die Schulter.
Ein sanftes freundliches Lächeln legte sich auf sein Gesicht.
"Das kann passieren, ist halt ein Trainingskampf und ein Trainingskampf bereitet uns doch auf einen echten Kampf vor und in einem echten Kampf kann so etwas halt auch passieren. War ja auch mein Fehler ich hätte besser aufpassen müssen." Gestand der Michaelit.
Dann nickte er und grinste wieder ein wenig.
"Dann musst du mich tragen." Wieder zwinkerte er und grinste frech.
"Scherz, komm lass uns gehen."
Er setzte sich in Bewegung und lief neben seinem Gabrielit nebenher.
Re: Kapitel 1: Der Sturm
Er war fast ein wenig verwundert als die Faust des verletzten Michaeliten ihn an der Schulter traf. Der hochgewachsene Engel konnte nicht umhin in das freundliche Lächeln seines kleinen Bruders einzustimmen. "Was war das denn für ein halbherziger Schlag?", gluckse er, währenddessen er krampfhaft versuchte ein Lachen zu unterdrücken. Seit diesen 2 Wochen, in denen sie bereits hier stationeiert waren, war ihm der Michaelit immer sympathischer geworden. Er trainierte jeden Tag mit ihm und schien sich auch noch ernsthaft um ihn zu sorgen.
Gefühlte 1000 Jahre waren sie jetzt schon hier und noch immer keine neuen Aufträge, keine entlastende Nachricht auf ein baldiges Aufbrechen, nichts. Da war er wirklich froh, dass sich der Weißgeflügelte so viel zeit für ihn nahm. Und Humor hatte er anscheinend auch. Noch eine Sache, die Auriel, seinem vorherigen Michaeliten voraus hatte, der sich eher um sein makelloses Aussehen als um das Wohlergehen seiner Schar gekümmert hatte.
„Nun ja, wenn die Prinzessin es so wünscht.“, belächelte er die kesse Antwort seines Gefährten und setzte sich, nach einer kurzen Andeutung einer Verbeugung ebenfalls in Bewegung.
Der kleine Platz, auf dem sie den ganzen Nachmittag verbissen gekämpft hatten, lag noch im inneren Bereich der Klostermauern, und war jetzt, zur Abendszeit wie leer gefegt. Einzig der anhaltende Lärm von An- und Abreisenden Gästen, die hinter der nächsten Mauer einquartiert waren, verlieh diesem Ort noch etwas Leben.
Als sie um die Ecke bogen, drohten sie gleich von dem hektischen Treiben darin verschluckt zu werden. Im Hof standen 3 eisern beschlagene Wägen, umringt von berittenen Templern und einigen Kirchenhörigen die den Reisenden beim Unterbringen ihrer Pferde zur Seite standen. In Mitten des Gedränges befand sich eine Gruppe von Männern in langen, wallenden Mänteln. Strinrunzelnd trat Cressariel ein paar Schritte näher und konnte nun das Zeichen der Peccati auf ihren schlichten Roben erkennen. Was hatte die Peccati hier zu suchen?
„Hey, lass uns mal ein Stückchen näher ran gehen.“, wendete er sich an seinen Bruder, bevor er sich weiter durch die Menge wand.
Immer wieder sah er sich nach Auriel um, um sicher zu gehen dass er weder angerempelt wurde noch in dem heillosen Durcheinander verloren ging. Leider war auch aus der Nähe schwer was auszumachen und wenn er es sich so recht überlegte war es wohl auch eher unklug seinen verletzten Bruder durch das Gewirr aus Menschen und Pferden zu schieben. Er winkte ab und bog Richtung Hauptgebäude ein.
Im Vorbeigehen grüsste sie einer der umherhetzteden Männer mit einer kurzen Verbeugung, die Cressariel schnell erwiederte bevor der junge Pilger in eine andere Richtung verschwand. Dann endlich hatten die den Eingang erreicht.
Das Echo von klirrenden Töpfen und zischendem Fett erfüllte den Gang. Tief, sog der Graugeflügelte den Duft von gebrantenem Fleisch in seine Lungen ein. Als die beiden Engel an der Küche vorbeischlenderten konnten sie einen Blick auf das eilige Treiben in seinem Inneren werfen, dass nun zu Abend, mehr denn je wie ein Bau aufgescheuchter Wespen wirkte. Emsig fetzten die Köche von der einen zur anderen Pfanne, wendeten die Steaks, rühren die Soßen an und schnitten das Gemüse in mundgerechte Häppchen.
Gleich die nächste Tür links war ihr Ziel. Sein Herz schlug schneller bei dem Gedanken, ob die kleine Raphaelitin ihn wohl für Auriels Verletzung anfahren würde. Angekommen klopfte er kurz an und stellte sich dann, lessig betont ein Stück zur Seite, um, wenn sich die Tür öffnete, nicht sofort gesehen zu werden.
Gefühlte 1000 Jahre waren sie jetzt schon hier und noch immer keine neuen Aufträge, keine entlastende Nachricht auf ein baldiges Aufbrechen, nichts. Da war er wirklich froh, dass sich der Weißgeflügelte so viel zeit für ihn nahm. Und Humor hatte er anscheinend auch. Noch eine Sache, die Auriel, seinem vorherigen Michaeliten voraus hatte, der sich eher um sein makelloses Aussehen als um das Wohlergehen seiner Schar gekümmert hatte.
„Nun ja, wenn die Prinzessin es so wünscht.“, belächelte er die kesse Antwort seines Gefährten und setzte sich, nach einer kurzen Andeutung einer Verbeugung ebenfalls in Bewegung.
Der kleine Platz, auf dem sie den ganzen Nachmittag verbissen gekämpft hatten, lag noch im inneren Bereich der Klostermauern, und war jetzt, zur Abendszeit wie leer gefegt. Einzig der anhaltende Lärm von An- und Abreisenden Gästen, die hinter der nächsten Mauer einquartiert waren, verlieh diesem Ort noch etwas Leben.
Als sie um die Ecke bogen, drohten sie gleich von dem hektischen Treiben darin verschluckt zu werden. Im Hof standen 3 eisern beschlagene Wägen, umringt von berittenen Templern und einigen Kirchenhörigen die den Reisenden beim Unterbringen ihrer Pferde zur Seite standen. In Mitten des Gedränges befand sich eine Gruppe von Männern in langen, wallenden Mänteln. Strinrunzelnd trat Cressariel ein paar Schritte näher und konnte nun das Zeichen der Peccati auf ihren schlichten Roben erkennen. Was hatte die Peccati hier zu suchen?
„Hey, lass uns mal ein Stückchen näher ran gehen.“, wendete er sich an seinen Bruder, bevor er sich weiter durch die Menge wand.
Immer wieder sah er sich nach Auriel um, um sicher zu gehen dass er weder angerempelt wurde noch in dem heillosen Durcheinander verloren ging. Leider war auch aus der Nähe schwer was auszumachen und wenn er es sich so recht überlegte war es wohl auch eher unklug seinen verletzten Bruder durch das Gewirr aus Menschen und Pferden zu schieben. Er winkte ab und bog Richtung Hauptgebäude ein.
Im Vorbeigehen grüsste sie einer der umherhetzteden Männer mit einer kurzen Verbeugung, die Cressariel schnell erwiederte bevor der junge Pilger in eine andere Richtung verschwand. Dann endlich hatten die den Eingang erreicht.
Das Echo von klirrenden Töpfen und zischendem Fett erfüllte den Gang. Tief, sog der Graugeflügelte den Duft von gebrantenem Fleisch in seine Lungen ein. Als die beiden Engel an der Küche vorbeischlenderten konnten sie einen Blick auf das eilige Treiben in seinem Inneren werfen, dass nun zu Abend, mehr denn je wie ein Bau aufgescheuchter Wespen wirkte. Emsig fetzten die Köche von der einen zur anderen Pfanne, wendeten die Steaks, rühren die Soßen an und schnitten das Gemüse in mundgerechte Häppchen.
Gleich die nächste Tür links war ihr Ziel. Sein Herz schlug schneller bei dem Gedanken, ob die kleine Raphaelitin ihn wohl für Auriels Verletzung anfahren würde. Angekommen klopfte er kurz an und stellte sich dann, lessig betont ein Stück zur Seite, um, wenn sich die Tür öffnete, nicht sofort gesehen zu werden.
Zuletzt geändert von Steff am 30.03.2013 - 00:17, insgesamt 3-mal geändert.
Re: Kapitel 1: Der Sturm
Der Wagen hielt.
"Wir sind da", stellte Karl fest. Oder Sekearel.
Es war mittlerweile wie eine zweite Haut. Er konnte Mensch sein oder Engel. Nur in seinem Kopf machte es einen Unterschied. Einen großen Unterschied...
Klaus, der Koch, setzte sich auf. Er hatte Grippe. Fieber.
Karl kniete sich neben ihn und drückte ihn wieder auf sein provisorisches Bett. "Liegenbleiben!", sagte er bestimmt. Nach einem Moment grinste er aber. Er fühlte an seiner Stirn.
"Ich hol wen vom Kloster, die sollen erst nach dir gucken"
Der Koch schaute rebellisch, blieb aber liegen.
Dem war es klar, daß er die Reise nicht fortsetzen würde. Schon allein, weil es wichtig war, daß er die anderen nicht ansteckte. Und als Koch...
"Kümmer dich um nen Ersatz für mich", bat er, aber Karl schüttelte nur den Kopf, während er Trinkflaschen in einen Beutel stapelte.
"Für die paar Mann werd ich wohl noch alleine Reis kochen können", sagte er beschäftigt, "die sind weniger gewohnt"
Klaus musste lachen, aber es wurde gleich ein fieser Husten daraus.
Karl nahm den Beutel und stand auf. "Ich bring unseren stummen Freunden noch das Wasser, dann such ich dir jemanden", sagte er und stieg aus dem Wagen.
Der Elan, mit dem er die Kurve um den Wagen zu den Peccati nahm, wurde jäh unterbrochen, als Sekearel die beiden Engel sah, die wohl gerade von einem Trainingskampf kamen. Abrupt blieb er stehen und sein Blick verfinsterte sich für einen Bruchteil einer Sekunde.
Das hat ihm gerade noch gefehlt. Von anderen Engeln war nie die Rede... Aber es war auch kein Wunder, das welche in einem Kloster waren.
Er würde sich gern mit ihnen unterhalten, sie kennenlernen oder mit ihnen trainieren, wie sie es gerade getan hatten. Aber wenn es hieß, er solle unentdeckt bleiben, wäre es besser, sehr, sehr vorsichtig dabei zu sein. Und dafür blieb vielleicht keine Zeit.
Er blinzelte und seine Mine hellte sich sogleich wieder auf. Nun spielte er wieder Karl, den Küchengehilfen.
Aber ein bitterer Nachgeschmack blieb in seinem Kopf. Küchengehilfe. Karl und Klaus, die Jungs fürs Essen. Genau.
Er ging zu den Peccati und verteilte Wasser. Sie würden bei dem Wagen bleiben, und es war jetzt an ihm, dafür zu sorgen, daß sie Essen und Trinken bekamen.
Da sie irgendwie nicht so viel Spaß verstanden, blieb er sachlich. "Ich muss mich um ein paar Sachen kümmern", kündigte er an, "aber ich werd alle Stunde vorbeikommen und gucken, ob ihr was braucht"
Sie nickten, also ging er.
Er deutete den Engeln, die da waren, eine kurze Verbeugung an. Und auch, wenn sie sich gerade schon umdrehten und woanders hingingen, es gehörte sich so.
Jetzt machte er sich erst einmal auf die Suche nach jemanden, der sich um Klaus kümmern konnte.
"Wir sind da", stellte Karl fest. Oder Sekearel.
Es war mittlerweile wie eine zweite Haut. Er konnte Mensch sein oder Engel. Nur in seinem Kopf machte es einen Unterschied. Einen großen Unterschied...
Klaus, der Koch, setzte sich auf. Er hatte Grippe. Fieber.
Karl kniete sich neben ihn und drückte ihn wieder auf sein provisorisches Bett. "Liegenbleiben!", sagte er bestimmt. Nach einem Moment grinste er aber. Er fühlte an seiner Stirn.
"Ich hol wen vom Kloster, die sollen erst nach dir gucken"
Der Koch schaute rebellisch, blieb aber liegen.
Dem war es klar, daß er die Reise nicht fortsetzen würde. Schon allein, weil es wichtig war, daß er die anderen nicht ansteckte. Und als Koch...
"Kümmer dich um nen Ersatz für mich", bat er, aber Karl schüttelte nur den Kopf, während er Trinkflaschen in einen Beutel stapelte.
"Für die paar Mann werd ich wohl noch alleine Reis kochen können", sagte er beschäftigt, "die sind weniger gewohnt"
Klaus musste lachen, aber es wurde gleich ein fieser Husten daraus.
Karl nahm den Beutel und stand auf. "Ich bring unseren stummen Freunden noch das Wasser, dann such ich dir jemanden", sagte er und stieg aus dem Wagen.
Der Elan, mit dem er die Kurve um den Wagen zu den Peccati nahm, wurde jäh unterbrochen, als Sekearel die beiden Engel sah, die wohl gerade von einem Trainingskampf kamen. Abrupt blieb er stehen und sein Blick verfinsterte sich für einen Bruchteil einer Sekunde.
Das hat ihm gerade noch gefehlt. Von anderen Engeln war nie die Rede... Aber es war auch kein Wunder, das welche in einem Kloster waren.
Er würde sich gern mit ihnen unterhalten, sie kennenlernen oder mit ihnen trainieren, wie sie es gerade getan hatten. Aber wenn es hieß, er solle unentdeckt bleiben, wäre es besser, sehr, sehr vorsichtig dabei zu sein. Und dafür blieb vielleicht keine Zeit.
Er blinzelte und seine Mine hellte sich sogleich wieder auf. Nun spielte er wieder Karl, den Küchengehilfen.
Aber ein bitterer Nachgeschmack blieb in seinem Kopf. Küchengehilfe. Karl und Klaus, die Jungs fürs Essen. Genau.
Er ging zu den Peccati und verteilte Wasser. Sie würden bei dem Wagen bleiben, und es war jetzt an ihm, dafür zu sorgen, daß sie Essen und Trinken bekamen.
Da sie irgendwie nicht so viel Spaß verstanden, blieb er sachlich. "Ich muss mich um ein paar Sachen kümmern", kündigte er an, "aber ich werd alle Stunde vorbeikommen und gucken, ob ihr was braucht"
Sie nickten, also ging er.
Er deutete den Engeln, die da waren, eine kurze Verbeugung an. Und auch, wenn sie sich gerade schon umdrehten und woanders hingingen, es gehörte sich so.
Jetzt machte er sich erst einmal auf die Suche nach jemanden, der sich um Klaus kümmern konnte.
Re: Kapitel 1: Der Sturm
Auriel konnte nicht anders und musste laut lachen, sofort durchzuckte ihn der Schmerz aber das war es wert gewesen.
Sein jetziger Gabrielit hatte wirklich Humor und das tat ihm sehr gut. Sie kannten sich zwar gerade mal zwei Wochen aber trotzdem fühlte sich der Michaelit sehr mit ihm verbunden.
"Ja ich wünsche es." Auriel verstellte die Stimme etwas höher und musste dann wieder anfangen zu grinsen.
Gott wie gut das tat, einfach ein wenig herumzualbern, nachdem was alles in letzter Zeit passiert war.
Dann sah er die Menge und fühlte sich ein wenig unwohl durch die Traube der Menschen zugehen, denn immerhin war er verletzt. Ein verletzter Michaelit machte keinen guten Eindruck und so war er seinem gabrielitischen Bruder sehr dankbar das sie Richtung Hauptgebäude gingen.
"Danke mein Freund." Flüsterte der goldene Engel dem Streiter mit einem sanften vertrauten Lächeln zu.
Der Duft von köstlichen Essen erfüllte die Gänge doch der Michaelit verspürte keinen Hunger denn der Schmerz hatte sich weiter bis über die Schulter ausgebreitet.
Stoisch folgte der drahtige Engel dem Gang und war am Ende sehr froh endlich angekommen zu sein.
Doch als sie das Behandlungszimmer seiner Raphaelitin betraten begann auch sein Herz schneller zu schlagen.
Er atmete tief durch und sah sich nach seiner hübschen Heilerin um.
Seine grünen Augen erblickten sie und für einen Moment blieb der Michaelit wie angewurzelt stehen.
Für einen Augenblick war der Schmerz so gut wie vergessen. Wärme durchflutete seinen Körper und er errötete etwas als ihm bewusst wurde das er Andariel anstarrte.
"Ähmm..Salve Andariel...ich glaube ich habe dir wieder unnötige Arbeit bereitet..es..es tut mir leid."
Auriel schenkte ihr ein entschuldigendes Lächel, zeigte auf seinen schmerzenden Arm und fühlte sich plötzlich so schwach.
Sein jetziger Gabrielit hatte wirklich Humor und das tat ihm sehr gut. Sie kannten sich zwar gerade mal zwei Wochen aber trotzdem fühlte sich der Michaelit sehr mit ihm verbunden.
"Ja ich wünsche es." Auriel verstellte die Stimme etwas höher und musste dann wieder anfangen zu grinsen.
Gott wie gut das tat, einfach ein wenig herumzualbern, nachdem was alles in letzter Zeit passiert war.
Dann sah er die Menge und fühlte sich ein wenig unwohl durch die Traube der Menschen zugehen, denn immerhin war er verletzt. Ein verletzter Michaelit machte keinen guten Eindruck und so war er seinem gabrielitischen Bruder sehr dankbar das sie Richtung Hauptgebäude gingen.
"Danke mein Freund." Flüsterte der goldene Engel dem Streiter mit einem sanften vertrauten Lächeln zu.
Der Duft von köstlichen Essen erfüllte die Gänge doch der Michaelit verspürte keinen Hunger denn der Schmerz hatte sich weiter bis über die Schulter ausgebreitet.
Stoisch folgte der drahtige Engel dem Gang und war am Ende sehr froh endlich angekommen zu sein.
Doch als sie das Behandlungszimmer seiner Raphaelitin betraten begann auch sein Herz schneller zu schlagen.
Er atmete tief durch und sah sich nach seiner hübschen Heilerin um.
Seine grünen Augen erblickten sie und für einen Moment blieb der Michaelit wie angewurzelt stehen.
Für einen Augenblick war der Schmerz so gut wie vergessen. Wärme durchflutete seinen Körper und er errötete etwas als ihm bewusst wurde das er Andariel anstarrte.
"Ähmm..Salve Andariel...ich glaube ich habe dir wieder unnötige Arbeit bereitet..es..es tut mir leid."
Auriel schenkte ihr ein entschuldigendes Lächel, zeigte auf seinen schmerzenden Arm und fühlte sich plötzlich so schwach.
Re: Kapitel 1: Der Sturm
In den Wochen, die die Schar jetzt hier im Kloster stationiert war, hatte Bariel viel Zeit. Ab und an wurde er zu kleineren Problemen hinzugerufen, wo seine Fähigkeiten von Hilfe waren, aber das war selten genug. Ansonsten konnte er eigenen Dingen nachgehen.
Das Kloster hatte keine Bibliothek, was für Raphaeliten nicht weiter verwunderlich war. Die paar Bücher, die der Ab bereit war, ihm zu zeigen, drehten sich im Wesentlichen um Anatomie und Kräuterkunde, und den Inhalt der Bücher, die ihm der hier beheimatete ramielitische Monach zur Verfügung stellte, kannte er schon aus seiner Postulantenzeit.
Mit Literaturstudium war er hier demnach schnell durch. Soweit sie das zuließen, sah er Andariel und den Monachen und Beginen bei ihrer Arbeit mit den Kranken über die Schulter, und abends war er ein paar Mal bei den Übungskämpfen von Auriel und Cressariel zugegen. Er überlegte bei sich, ob er Cressariel auch fragen sollte, mit ihm ein wenig zu üben, schließlich hatte er schon länger nichts mehr mit seiner Hasta gemacht.
Das, was ihn allerdings am meisten Freude bereitete, waren seine nächtlichen Sternenbeobachtungen. Hierzu war das Kloster ein gut gelegener Platz. Die Nächte waren öfter klar und ohne Schleier in der Luft als anderswo, und größere Ansiedlungen, die mit ihrem Licht in der Nacht stören könnten, waren auch nicht in der Nähe. So war es nicht verwunderlich, dass Bariel jede Nacht, in der es halbwegs ging, mit seinem Feldstecher auf den Dächern des Klosters zu finden war. Einmal hatte er es sogar geschafft, Auriel zu überreden, ihm zu erlauben, eine Nacht auf einem der näheren Berggipfel zu verbringen.
Um der Wahrheit die Ehre zu geben, viel Überzeugungsarbeit war dazu nicht nötig. Ganz im Gegenteil, Auriel war so angetan von der Idee, dass er sich sogleich anschloss. Bariel bombardierte ihn bei ihrem Ausflug förmlich mit Geschichten und Daten zu den Sternbildern, die sich vor ihren Augen auftaten, aber auch Auriel konnte einige Fakten beisteuern, die Bariel noch nicht wusste. Das wurmte ihn ein wenig, stellte es doch seinen Status als Engel des Wissens in Frage.
Auch jetzt wieder machte er sich für eine nächtliche Beobachtungsaktion bereit. Er blätterete gerade in der Scharcella seinen Sternenatlas nach lohnenden Zielen durch, als er Lärm vom Hof hörte. Neugierig blickte er nach draußen. Auriel und Cressariel kehrten von ihren Übungen zurück. Und er sah eine größere Reisegruppe ankommen. Anscheinend hatte diese einen wichtigen Auftrag, denn sie wurde von Templern begleitet, von denen allerdings einige nicht mehr so ganz fit schienen. Aus zwei der Wagen stiegen Leute aus, am dritten jedoch blieb zunächst die Türe geschlossen.
Erst als ein Junge Wasser vorbeibrachte, wurde die Tür zum Wagen geöffnet -- hatte er da nicht die Robe eines Peccatus erspähen können? Peccati hatten ihn schon seit jeher fasziniert, dies waren die einzigen, die im Glauben genug gefestigt waren, um mit verderbter Technik umgehen zu können. In der Regel sehr schweigsame Gesellen, doch umgab sie eine Aura der geheimnisvollen Geschäftigkeit. Sein Interesse war geweckt, er ließ den Atlas hinter sich und begab sich auf den Hof.
Er ging zu dem Wagen, wo die Tür immer noch offenstand. Als er sich näherte, stellte sich jedoch sofort jemand vom Inneren des Wagens in den Weg. Ein Peccatus, soviel war jetzt ganz klar zu erkennen. Bevor dieser sich jedoch endgültig vor Bariels Blickfeld schieben konnte, erhaschte er einen kurzen Blick auf eine relativ große Holzkiste im Inneren des Wagens. Was diese wohl beinhalten mochte?
"Seid gegrüßt! Darf ich fragen, woher Ihr kommt?" wandte er sich direkt an den vor ihm in der Tür stehenden Monachen. Dieser antwortete ihm nur mit einem abweisenden Blick. Erstaunt blickte Bariel ihn an. Damit hatte er nicht gerechnet. Nun machte der Peccatus mit seiner Hand eine wedelnde Geste. Er wollte Bariel ganz offensichtlich fortschicken, wie ein kleines Kind -- ihn, einen Engel Gottes! Was bildete sich dieser Mensch nur ein?! Was nahm sich dieser Kerl nur heraus! Bariel fragte sich, ob es mit Glauben bei diesem weit her sein konnte. Sein Blick verfinsterte sich. Es erschien ihm jedoch nicht ratsam, jetzt weiter auf Auskunft zu dringen, so wandte er sich ab und stapfte wütend von dannen.
Das Kloster hatte keine Bibliothek, was für Raphaeliten nicht weiter verwunderlich war. Die paar Bücher, die der Ab bereit war, ihm zu zeigen, drehten sich im Wesentlichen um Anatomie und Kräuterkunde, und den Inhalt der Bücher, die ihm der hier beheimatete ramielitische Monach zur Verfügung stellte, kannte er schon aus seiner Postulantenzeit.
Mit Literaturstudium war er hier demnach schnell durch. Soweit sie das zuließen, sah er Andariel und den Monachen und Beginen bei ihrer Arbeit mit den Kranken über die Schulter, und abends war er ein paar Mal bei den Übungskämpfen von Auriel und Cressariel zugegen. Er überlegte bei sich, ob er Cressariel auch fragen sollte, mit ihm ein wenig zu üben, schließlich hatte er schon länger nichts mehr mit seiner Hasta gemacht.
Das, was ihn allerdings am meisten Freude bereitete, waren seine nächtlichen Sternenbeobachtungen. Hierzu war das Kloster ein gut gelegener Platz. Die Nächte waren öfter klar und ohne Schleier in der Luft als anderswo, und größere Ansiedlungen, die mit ihrem Licht in der Nacht stören könnten, waren auch nicht in der Nähe. So war es nicht verwunderlich, dass Bariel jede Nacht, in der es halbwegs ging, mit seinem Feldstecher auf den Dächern des Klosters zu finden war. Einmal hatte er es sogar geschafft, Auriel zu überreden, ihm zu erlauben, eine Nacht auf einem der näheren Berggipfel zu verbringen.
Um der Wahrheit die Ehre zu geben, viel Überzeugungsarbeit war dazu nicht nötig. Ganz im Gegenteil, Auriel war so angetan von der Idee, dass er sich sogleich anschloss. Bariel bombardierte ihn bei ihrem Ausflug förmlich mit Geschichten und Daten zu den Sternbildern, die sich vor ihren Augen auftaten, aber auch Auriel konnte einige Fakten beisteuern, die Bariel noch nicht wusste. Das wurmte ihn ein wenig, stellte es doch seinen Status als Engel des Wissens in Frage.
Auch jetzt wieder machte er sich für eine nächtliche Beobachtungsaktion bereit. Er blätterete gerade in der Scharcella seinen Sternenatlas nach lohnenden Zielen durch, als er Lärm vom Hof hörte. Neugierig blickte er nach draußen. Auriel und Cressariel kehrten von ihren Übungen zurück. Und er sah eine größere Reisegruppe ankommen. Anscheinend hatte diese einen wichtigen Auftrag, denn sie wurde von Templern begleitet, von denen allerdings einige nicht mehr so ganz fit schienen. Aus zwei der Wagen stiegen Leute aus, am dritten jedoch blieb zunächst die Türe geschlossen.
Erst als ein Junge Wasser vorbeibrachte, wurde die Tür zum Wagen geöffnet -- hatte er da nicht die Robe eines Peccatus erspähen können? Peccati hatten ihn schon seit jeher fasziniert, dies waren die einzigen, die im Glauben genug gefestigt waren, um mit verderbter Technik umgehen zu können. In der Regel sehr schweigsame Gesellen, doch umgab sie eine Aura der geheimnisvollen Geschäftigkeit. Sein Interesse war geweckt, er ließ den Atlas hinter sich und begab sich auf den Hof.
Er ging zu dem Wagen, wo die Tür immer noch offenstand. Als er sich näherte, stellte sich jedoch sofort jemand vom Inneren des Wagens in den Weg. Ein Peccatus, soviel war jetzt ganz klar zu erkennen. Bevor dieser sich jedoch endgültig vor Bariels Blickfeld schieben konnte, erhaschte er einen kurzen Blick auf eine relativ große Holzkiste im Inneren des Wagens. Was diese wohl beinhalten mochte?
"Seid gegrüßt! Darf ich fragen, woher Ihr kommt?" wandte er sich direkt an den vor ihm in der Tür stehenden Monachen. Dieser antwortete ihm nur mit einem abweisenden Blick. Erstaunt blickte Bariel ihn an. Damit hatte er nicht gerechnet. Nun machte der Peccatus mit seiner Hand eine wedelnde Geste. Er wollte Bariel ganz offensichtlich fortschicken, wie ein kleines Kind -- ihn, einen Engel Gottes! Was bildete sich dieser Mensch nur ein?! Was nahm sich dieser Kerl nur heraus! Bariel fragte sich, ob es mit Glauben bei diesem weit her sein konnte. Sein Blick verfinsterte sich. Es erschien ihm jedoch nicht ratsam, jetzt weiter auf Auskunft zu dringen, so wandte er sich ab und stapfte wütend von dannen.
Zuletzt geändert von Turgon am 30.03.2013 - 18:41, insgesamt 1-mal geändert.
Re: Kapitel 1: Der Sturm
Andariel sah von ihrer Zeichnung auf als sich die Tür zu ihrem Arbeitszimmer öffnete. Ihr Blick traf den Auriels und sie lächelte, ein weicher Ausdruck in ihren braunen Augen. Bei seinen Worten verzog sie kurz das Gesicht, doch hatte sie ihrem Michaeliten im gleichen Augenblick schon wieder verziehen. Ihr war es viel lieber, wenn sie ihn - oder ein anderes Mitglied ihrer Schar - nach einem Übungskampf zusammen flicken musste als nach einer echten Auseinandersetzung. Mit Schaudern dachte sie an jene Gelegenheit als sie mitten in einer Schlacht um Auriels Leben gekämpft hatte, genauso wie um das einiger anderer, und wie sie diesen Kampf nicht bei allen hatte gewinnen können. Sie dankte Gott für jeden Tag, an dem sie diese Erfahrung nicht wiederholen musste.
"Ihr habt wieder trainiert?" fragte sie grinsend und erhob sich. "Ich hoffe, du hast es ihm nicht zu einfach gemacht?" Sanft legte sie ihre Finger auf Auriels Arm und schickte ihren Gedanken in seinen Körper. Das hatte sie nun schon so oft gemacht, dass er ihr sehr vertraut vorkam, sein Herzschlag, seine Atmung, sein Geruch. Routiniert kümmerte sie sich um die Verletzung und überprüfte wie immer den allgemeinen Gesundheitszustand ihres Patienten. Als sie fertig war, trat sie einen Schritt zurück und verschränkte die Arme vor dem Körper. "Und, Cressariel? Macht er Fortschritte?"
"Ihr habt wieder trainiert?" fragte sie grinsend und erhob sich. "Ich hoffe, du hast es ihm nicht zu einfach gemacht?" Sanft legte sie ihre Finger auf Auriels Arm und schickte ihren Gedanken in seinen Körper. Das hatte sie nun schon so oft gemacht, dass er ihr sehr vertraut vorkam, sein Herzschlag, seine Atmung, sein Geruch. Routiniert kümmerte sie sich um die Verletzung und überprüfte wie immer den allgemeinen Gesundheitszustand ihres Patienten. Als sie fertig war, trat sie einen Schritt zurück und verschränkte die Arme vor dem Körper. "Und, Cressariel? Macht er Fortschritte?"
Re: Kapitel 1: Der Sturm
Auriel konnte gar nicht anders als in ihre wunderschönen sanften Augen zublicken.
Sie kam näher und sein Herz schlug dabei noch ein wenig schneller.
Es war unglaublich was für eine Anziehungskraft sie auf ihn ausübte. Der Michaelit konnte es sich einfach nur so erklären das sie eine Raphaelitin war und zu dem sanften heilenden Orden gehörte. Sie war Raphaelitin, ein heilender Engel.
Aber auch die tiefe Verbundenheit die zwischen den beiden Engeln enstanden war, war wohl genauso ausschlaggebend. Anders konnte es sich Auriel nicht erklären noch niemals zuvor hatte ein Engel solche Gefühle in ihm freigesetzt. Und er musste sich eingestehen das es in letzter Zeit stärker geworden war.
Andariel war bei ihm gewesen als er fast sein Leben gelassen hatte, sie hatte alles gegeben sich völlig verausgabt um ihn zu retten.
Sie war immer da wenn er über seine eigenen Füße stoplerte oder es ihm an innerer Stärke fehlte.
Das würde er niemals in seinem Leben vergessen. Er schuldete ihr so viel...
Sein Lächeln wurde etwas verträumter doch versuchte sich der goldene Engel schnell zusammenzureißen, es konnte doch nicht sein das ihre bloße Anwesenheit ihn jedesmal aus dem Konzept warf.
"Ja...trainiert." Er räusperte sich leise und errötete noch ein Stück. "Nein ich..."
Plötzlich legten sich ihre sanften warmen Hände auf seine Haut und für einen kurzen Moment stockte ihm der Atem, ein wohliger Schauer lief ihm über den Körper.
"Ich...ich habe versucht es ihm nicht einfach zumachen...wie immer verbissen...kennst mich ja."
Er zwinkerte ihr zu und genoss dann diese warme sanfte Berührung, fühlte die tiefe Verbundenheit zu Andariel die er jedesmal fühlen konnte wenn sie ihn heilte.
Auriel schloss zufrieden die Augen und konzenzrierte sich ganz auf dieses Gefühl. Wunderbar...
*Karte: Reinheit*
Sie kam näher und sein Herz schlug dabei noch ein wenig schneller.
Es war unglaublich was für eine Anziehungskraft sie auf ihn ausübte. Der Michaelit konnte es sich einfach nur so erklären das sie eine Raphaelitin war und zu dem sanften heilenden Orden gehörte. Sie war Raphaelitin, ein heilender Engel.
Aber auch die tiefe Verbundenheit die zwischen den beiden Engeln enstanden war, war wohl genauso ausschlaggebend. Anders konnte es sich Auriel nicht erklären noch niemals zuvor hatte ein Engel solche Gefühle in ihm freigesetzt. Und er musste sich eingestehen das es in letzter Zeit stärker geworden war.
Andariel war bei ihm gewesen als er fast sein Leben gelassen hatte, sie hatte alles gegeben sich völlig verausgabt um ihn zu retten.
Sie war immer da wenn er über seine eigenen Füße stoplerte oder es ihm an innerer Stärke fehlte.
Das würde er niemals in seinem Leben vergessen. Er schuldete ihr so viel...
Sein Lächeln wurde etwas verträumter doch versuchte sich der goldene Engel schnell zusammenzureißen, es konnte doch nicht sein das ihre bloße Anwesenheit ihn jedesmal aus dem Konzept warf.
"Ja...trainiert." Er räusperte sich leise und errötete noch ein Stück. "Nein ich..."
Plötzlich legten sich ihre sanften warmen Hände auf seine Haut und für einen kurzen Moment stockte ihm der Atem, ein wohliger Schauer lief ihm über den Körper.
"Ich...ich habe versucht es ihm nicht einfach zumachen...wie immer verbissen...kennst mich ja."
Er zwinkerte ihr zu und genoss dann diese warme sanfte Berührung, fühlte die tiefe Verbundenheit zu Andariel die er jedesmal fühlen konnte wenn sie ihn heilte.
Auriel schloss zufrieden die Augen und konzenzrierte sich ganz auf dieses Gefühl. Wunderbar...
*Karte: Reinheit*
Re: Kapitel 1: Der Sturm
Gustav redete mit einem Monachen, der ihn augenscheinlich zu Maxime führen würde, während ein paar Templer des Klosters den Reisenden halfen, die Sachen die für diesen Ort gedacht waren auszuladen. Auch waren ein paar Beginen und Monachen, den Kranken zu helfen, so fand auch Karl schnell eine hilfsbereite Begine, die sich den Koch anschauend würde.
"Wie geht es ihm denn?", fragte sie während sie dem Jungen in den Wagen folgte, um sich selbst ein Bild zu machen.
Der Peccatus blickte finster dem Engel hinterher.
Selbst dem Ramielitschen Sendboten konnte er nichts weiter sagen, auch wenn er ein Engel des Herrn gewesen war, Seine himmlische Reinheit würde gefährdet werden, wenn er weiter versuchte das sündige Wissen zu erhaschen. In Gedanken betete er kurz zum Herrn, er möge ihm die unehrenhafte Handlung verzeihen. Er würde sich auch dafür strafen. Ohne einen weiteren Blick zu verlieren stieg er wieder in den Wagen und schloss die Tür.
Sie waren alle gesund und hatten in diesem Kloster nichts zu tun, außer zu warten, bis die Reise weiter ging.
Dem wütenden Ramieliten wurde ohne zu zögern Platz gemacht, dass er seinen Weg gehen konnte.
Ein paar blieben stehen und blickten dem Engel kurz hinterher, bevor sie weiter arbeiteten.
Langsam wurde es wieder ruhiger, als alles seinen Platz gefunden hatte und die meisten ihre Quartiere bekommen hatten. Nur noch die Kranken mussten versorgt werden.
Schüchtern näherte sich eine junge Begine, namens Lisa, der offenen Tür von Andariels Raum. Der Gabrielit stand neben der Tür und verunsicherte das das Mädchen etwas. Hoffentlich würde sie nicht bei etwas stören, doch gab sie sich einen Ruck, falls sie störte, konnte sie wieder gehen und später wieder kommen.
"Salve", begrüßte sie den Streiter und stellte sich an die Tür, um hinein schauen zu können.
"Entschuldigt die Störung, Sendboten... Andariel? In der Karawane sind auch einige erkrankt. Könntest du uns helfen?", wandte sich das Mädchen, das Lisa genannt wurde, an die Raphaelitin.
"Es tut mir leid, dass wir deine Pause stören, aber wir würden gerne deine Meinung hören"
Das Naturschauspiel neigte sich dem Ende zu und auch die höchsten sichtbaren Gipfel tauchten in die dunkle Schatten.
"Wie geht es ihm denn?", fragte sie während sie dem Jungen in den Wagen folgte, um sich selbst ein Bild zu machen.
Der Peccatus blickte finster dem Engel hinterher.
Selbst dem Ramielitschen Sendboten konnte er nichts weiter sagen, auch wenn er ein Engel des Herrn gewesen war, Seine himmlische Reinheit würde gefährdet werden, wenn er weiter versuchte das sündige Wissen zu erhaschen. In Gedanken betete er kurz zum Herrn, er möge ihm die unehrenhafte Handlung verzeihen. Er würde sich auch dafür strafen. Ohne einen weiteren Blick zu verlieren stieg er wieder in den Wagen und schloss die Tür.
Sie waren alle gesund und hatten in diesem Kloster nichts zu tun, außer zu warten, bis die Reise weiter ging.
Dem wütenden Ramieliten wurde ohne zu zögern Platz gemacht, dass er seinen Weg gehen konnte.
Ein paar blieben stehen und blickten dem Engel kurz hinterher, bevor sie weiter arbeiteten.
Langsam wurde es wieder ruhiger, als alles seinen Platz gefunden hatte und die meisten ihre Quartiere bekommen hatten. Nur noch die Kranken mussten versorgt werden.
Schüchtern näherte sich eine junge Begine, namens Lisa, der offenen Tür von Andariels Raum. Der Gabrielit stand neben der Tür und verunsicherte das das Mädchen etwas. Hoffentlich würde sie nicht bei etwas stören, doch gab sie sich einen Ruck, falls sie störte, konnte sie wieder gehen und später wieder kommen.
"Salve", begrüßte sie den Streiter und stellte sich an die Tür, um hinein schauen zu können.
"Entschuldigt die Störung, Sendboten... Andariel? In der Karawane sind auch einige erkrankt. Könntest du uns helfen?", wandte sich das Mädchen, das Lisa genannt wurde, an die Raphaelitin.
"Es tut mir leid, dass wir deine Pause stören, aber wir würden gerne deine Meinung hören"
Das Naturschauspiel neigte sich dem Ende zu und auch die höchsten sichtbaren Gipfel tauchten in die dunkle Schatten.
Re: Kapitel 1: Der Sturm
Hingegen seines Bruders hatte Cressariel nicht unbedingt die Intension gehabt ebenfalls das Zimmer zu betreten. Brav hatte er, solange sich die Heilerin den Verletztungen Auriels gewittmet hatte vor der offenen Tür gestanden und den emsig umherlaufenden Menschen zugesehen.
Er lehnte sich gegen die kalte Steinwand und lauschte der fortlaufenden Konversation seiner beiden Scharesgefährten. Die Zwei kannten sich schon seit längerer Zeit und gingen dementsprechend vertraut miteinander um. Wie schön dass hier etwas Harmonie herrschte, dachte er bei sich und atmete entspannt aus.
Andariel schien hingegen seiner ersten Vermutung weder wütend noch aufgebracht über den Vorfall zu sein, sogar eher, zumindest ihres Tonfalls nach zu schliessen, froh sie zu sehen.
Gerade als er zum gehen ansetzen wollte wurde er von der sanften stimme der raphaelitin eingeholt. Hatte sie ihn wohl doch hinter der Ecke erspäht? Er zog die Schultern etwas an und räusperte sich, bevor er mit seinem roten Schopf in den kleinen Raum lugte. "...Nun ja." Er schüttelte den Kopf leicht hin und her. "Es wird langsam annehmbar.", gestekulierte er lächelnd mit einer schwingenden Handbewegung. Bevor er sich jedoch weiter in ein Gespräch verstricken konnte, wurde er je von einer jungen Begine unterbrochen die geradewegs auf sie zukam.
Er lehnte sich gegen die kalte Steinwand und lauschte der fortlaufenden Konversation seiner beiden Scharesgefährten. Die Zwei kannten sich schon seit längerer Zeit und gingen dementsprechend vertraut miteinander um. Wie schön dass hier etwas Harmonie herrschte, dachte er bei sich und atmete entspannt aus.
Andariel schien hingegen seiner ersten Vermutung weder wütend noch aufgebracht über den Vorfall zu sein, sogar eher, zumindest ihres Tonfalls nach zu schliessen, froh sie zu sehen.
Gerade als er zum gehen ansetzen wollte wurde er von der sanften stimme der raphaelitin eingeholt. Hatte sie ihn wohl doch hinter der Ecke erspäht? Er zog die Schultern etwas an und räusperte sich, bevor er mit seinem roten Schopf in den kleinen Raum lugte. "...Nun ja." Er schüttelte den Kopf leicht hin und her. "Es wird langsam annehmbar.", gestekulierte er lächelnd mit einer schwingenden Handbewegung. Bevor er sich jedoch weiter in ein Gespräch verstricken konnte, wurde er je von einer jungen Begine unterbrochen die geradewegs auf sie zukam.