Kapitel 1: Der Sturm

Das Forum von Auriel Schar. Hier findet ihr Charbögen, Besprechungen und die Spielrunde der Schar.
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Terael
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Re: Kapitel 1: Der Sturm

Beitrag von Terael » 13.11.2013 - 19:47

Da aßen sie alle. Viele jedenfalls. Der Sarielit hätte das gar nicht gedacht, mit mehr Skepsis gerechnet, aber jetzt, wo dieses Essen so gut bei den Anderen ankam, stellte sich eine gewisse Zufriedenheit ein.
"Teilt es euch ein, wir haben nur das", mahnte er.

Sein Ohr fiel, neben Auriel, auf Mareike, die ängstlich klang, und er überlegte, was sie wohl verbarg. Wer vor Engeln Angst hatte, der verbarg meistens etwas, ansonsten würde es ja keinen Grund geben, sich vor ihnen zu fürchten. Allerdings fand er diese Logik gerade nicht wirklich bestechend, denn es könnte ja auch sein, daß sie nur dachte, etwas falsch gemacht zu haben.
Psychologie überließ er dann doch lieber den Raphaeliten.

"Greift zu", lud er die beiden ein und trat ein wenig zurück, um den Hungrigen das Feld zu überlassen. Nebenbei sah er Auriel etwas grinsend an und wollte über seine Angeberei mit Sarieliten etwas nicht ganz ernstgemeintes sagen, aber dann viel ihm die Sache mit Cressariel von eben wieder ein und er tauschte seinen belustigten Ausdruck gegen einen nachdenklichen.
Sicher war es ihm nicht Recht, daß man ihm bei solchen Gesprächen zuhörte, wie er sie gerade geführt hatte. Und bevor der flügellose Engel in das nächste Fettnäpfchen trat, blieb er lieber still und sah den Anderen lieber beim Essen zu.

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Alessiel
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Re: Kapitel 1: Der Sturm

Beitrag von Alessiel » 13.11.2013 - 22:42

Auriel freute sich das sein Ramielit ihn begleitete, angekommen schaute der goldene Engel die anderen an und musste leicht grinsen.
Interessiert begutachtete er die kleinen weißen Wölkchen, er griff in die Schüssel und berührte dabei Andariels Hand die ebenfalls nach einem der kleinen Wölkchen griff.
Sofort zuckte seine Hand zurück und ein verlegenes Lächeln zeichnete sich auf Auriels Gesicht ab.
"Ent..entschuldige."
Der Michaelit sah seiner Raphaelitin ins Gesicht und räusperte sich leise. Schnell griff er nach einem der weißen Köstlichkeiten und steckte sich diese verlegen in den Mund. Er sah weg und musste tief durchatmen, dabei ließ er das weiße Wölkchen auf seiner Zunge zergehen und fand den Puffmais sehr lecker.

*Sag mal Cressariel was meinst du? Würde Mirariel sich auch darüber freuen?*
Fragte der Michaelit nur den Streiter und versuchte dabei sein wild klopfendes Herz zu beruhigen.

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Steff
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Re: Kapitel 1: Der Sturm

Beitrag von Steff » 19.11.2013 - 21:26

Währenddessen die Anderen das süße Popcorn weiter austesteten bemerkte der Gabrielit bereits, dass sich ihnen zwei Gestalten näherten. Aus den Augenwinkeln heraus erkannte er sofort Auriel, der seinem Ruf gefolgt war, erstarrte allerdings angesichts des Engels den dieser im Schlepptau hatte. Wie auch Bariel versuchte der Grauflügel den Blicken des Anderen auszuweichen, war der Streit zwar vorbei, aber die Anspannung noch nicht ganz verflogen. Warum musste Auriel den Bücherwurm auch gleich wieder mit sich bringen?

Dass sein Michaelit vorhin die Feuerstelle verlassen hatte, hatte der Streiter trotz der Nachricht nur beiläufig wahrgenommen, aber wohin diese gegangen war oder eher zu wem wurde ihm erst jetzt klar. Auriel wollte sicher Frieden in die ganze Sache bringen und Cressariel konnte es ihm auch nicht verübeln, dennoch war es ihm gar nicht recht wie sie jetzt alle wieder beieinander standen. Ob jetzt wohl der richtige Augenblick war Mirariel nach ein paar Flugrunden über dem Lager zu fragen?

Als ob sein Freund jene Gedanken gehört hätte sprach er ihn im Geiste auf die kleine Urielitin an, welche soweit der Rotschopf sehen konnte immer noch mit irgendetwas am Wegesrand beschäftigt war. Der blonde Scharesführer schien leicht durcheinander zu sein sowie er ihm die Idee unterbreitete die Bogenträgerin zu ihnen zu holen. Hatte er etwas verpasst?
* Hm. Ich geh sie mal holen. *

Weiter darüber spekulierend warum Auriel denn so nervös wirkte verließ der Gabrielit den Kreis der Hungrigen und schlenderte Richtung des kleinen Engels. Während er gemächlich einen Schritt vor den anderen setzte begannen seine Gedanken abzuschweifen und er fragte sich ernsthaft ob er Mirariel nicht einfach mit sich in die Luft nehmen sollte als wieder zu der Feuerstelle zurückzukehren. Eigentlich wollte er gern mehr von dem süßen Mais kosten, sich mit Auriel, Sekearel und Andariel unterhalten, aber er wusste es würde nicht lange dauern bis er wieder anfangen würde mit dem Bücherwurm zu streiten. Für ihn war das keines Falls etwas schlechtes, eher bedeutete es jede Menge Spaß, doch Auriel zur Liebe sollte er zumindest ein klein wenig kürzer treten. Vorerst.

Grübelnd als auch innerlich grinsend machte er seinen Weg zwischen zwei Gruppen von Templern hindurch um endlich bei seiner zierlichen Schwester anzukommen. Knapp neben ihr kam er zum stehen, verschränkte die Arme und betrachtete das was auch immer Mirariel so zu faszinieren schien. "Was gibts denn hier zu sehen?", fragte er gerade heraus und wanderte mit seinen Augen umher, so als erwartete er irgendetwas außergewöhnliches zu sehen.

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Magnetklaue
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Re: Kapitel 1: Der Sturm

Beitrag von Magnetklaue » 20.11.2013 - 22:30

Mirariel hatte ihre Nase beinahe in den Busch gesteckt, den sie gerade betrachtete. Was als Ablenkungsmanöver begonnen hatte, war der kleinen Urielitin schnell zum wirklichen Spaß geworden. So eine Pflanze kannte sie nicht und während sie damit beschäftigt gewesen war ihre Blätter zu studieren war sie auf ein paar Raupen gestoßen, die emsig an den Blättern knabberten.
Völlig in ihrer eigenen kleinen Welt gefangen war sie gerade dabei eines der kleinen Tierchen mit dem Finger sehr behutsam anzustupsen, als Cressariel neben sie trat und laut zu sprechen begann.

Mirariel machte einen Satz und gab einen quietschenden Laut von sich. Große blaue Augen starrten den Gabrieliten an und schienen eine überstürzte Flucht in Erwägung zu ziehen, bevor sie durchatmete und sich zwang ruhig zu bleiben. Es war ja nur Cressariel.
Sie hob die Hand und deutete mit leicht zitterndem Zeigefinger auf den Ast.
"Raupen", sagte sie und errötete, "die kenne ich noch nicht. Nicht...nicht kaputtmachen."
Jetzt waren auch die Ohren des kleinen Engels rot und sie wirkte ehrlich besorgt um ihre neu gefundenen tierischen Kameraden.

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Steff
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Re: Kapitel 1: Der Sturm

Beitrag von Steff » 22.11.2013 - 20:14

Abrupt wurde das angenehme Gesurre aus Menschenstimmen unterbrochen. Erschrocken zuckte der Streiter mit seinen Flügeln, wäre fast selbst einen Schritt zur Seite gesprungen so unerwartet hatte ihn das helle Quietschen der Urielitin getroffen. Hatte sie ihn etwa nicht kommen hören? Wie selbstverständlich hatte der Gabrielit angenommen, dass der kleine Engel ihn schon von weiten erfasst hatte, schließlich waren die Urieliten ja gerade für ihre geschärften Sinne bekannt. Was genau hatte sie denn dermaßen abgelenkt ihn und seine raschelnden Schwingen nicht zu hören?
Schnell wandelte sich der erschrockene Blick in Verwunderung, so etwas wie ein leichtes Schmunzeln, denn wie oft konnte man schon behaupten sich an einen Wegbewahrer angeschlichen zu haben und dass ohne bemerkt zu werden.

"Kaputt machen?", fragte er etwas ungläubig lachend und trat näher an die Sträucher mit den grünen Raupen heran, welche sich fröhlich an dem saftigen Blattwerk labten. "Solang es keine Traumsaat ist..." Das kam etwas ehrlicher, ernster heraus als er es wollte. Eigentlich hatte Cressariel damit vor gehabt die Stimmung etwas auflockern, doch Insekten waren für ihn, so klein oder süß sie auch waren nichts gutes. Aber darüber wollte er wirklich nicht diskutieren, schon gar nicht wenn ihm niemand glauben schenkte.
"Sag mal, hast du Hunger?" Von den Raupen zum Essen, was für einen komische Überleitung. Hoffendlich bekam Mirariel das nicht in den falschen Hals.
"Sekekarel hat..." Er überlegte einen Moment. "...so etwas eigenartiges gekocht, Popcorn nennt es sich." Sein Lächeln kehrte langsam wieder zurück als er an den mit Karamell überzogenen Mais dachte, von dem er immer noch nicht ganz verstand warum er so aussah wie er aussah.
"Es ist süß und ziemlich lecker. Magst du probieren?" Mit einem Nicken verwies er zu den anderen Engeln, die sich immer noch amüsiert um die Feuerstelle scharten, um Sekearels köstliche Neukreation weiter austesten zu können.

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Alessiel
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Re: Kapitel 1: Der Sturm

Beitrag von Alessiel » 23.11.2013 - 13:11

Mit einem Schmunzeln sah der Michaelit seinem Gabrielit hinterher und hoffte innerlich das Cressariel so etwas wie ein Schlüssel sein würde.
Vielleicht schaffte der Rotschopf es ja Mirariel aus ihrem Schneckenhaus herauszulocken.
Auriel wandte sich ab und straffte seine Schultern etwas. "Ich werde mal Gustav aufsuchen und mit ihm die heutige Route besprechen."
Sprach er zu seinen Engeln die noch in seiner Nähe waren und sah Andariel mit einem etwas längeren Blick ins Gesicht, ein sanftes Lächeln umspielte dabei seine Gesichtszüge.

Dann aber wandte der goldene Engel sich ab und suchte Gustav auf.

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Terael
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Re: Kapitel 1: Der Sturm

Beitrag von Terael » 26.11.2013 - 20:15

So stand Sekearel am Rand und beobachtete seine Geschwister. Er war hin- und hergerissen zwischen der Freude, daß es ihnen schmeckte und daß er ihnen damit eine Freude bereitet hatte und der Niedergeschlagenheit, die sich in ihm ausbreitete, wenn er sah, wie Anders sie doch waren. Die Schar, in der sie waren, war wie eine Familie, sie zankten sich, vertrugen sich wieder, ärgerten sich und lachten miteinander, und wenn wirklich etwas passierte, waren sie für einander da.
Das letzte mal, als er so etwas erlebte, war in der ewigen Stadt gewesen, bevor er aufbrach, um das zu tun, was man von ihm verlangte. Seitdem hatte er keine Familie mehr gehabt, war auf sich gestellt und hatte allerlei erlebt, was Gut und Gerne das genaue Gegenteil von Familien war.

Er stellte sich neben eines der Pferde und strich ihm langsam über die Nüstern. Vielleicht schaffte er es bis Roma wieder, dieses Gefühl loszuwerden. Immerhin würde er viele Leute wiedertreffen, die früher zu seiner Familie gehört hatten.

Carian
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Re: Kapitel 1: Der Sturm

Beitrag von Carian » 26.11.2013 - 21:18

Zufrieden naschte Andariel weiter von dem süßen Puffmais, ohne sich aktiv am Gespräch zu beteiligen. Bei Auriels Berührung zuckte sie leicht zurück, mehr überrascht als alles andere und es tat ihr sofort wieder leid. Stattdessen lächelte sie ihren Michaeliten warm an und schob sich ein weiteres Stück Popcorn in den Mund.

Ihr Blick folgte Auriel als er sich aufmachte Gustav zu suchen. Sie machte sich immer noch ein wenig Sorgen um ihn, auch wenn die Schar es wohl ganz gut schaffte, ihn vor dem Besuch in der Ewigen Stadt ein wenig aufzubauen. Mit einem Seufzer griff sie wieder in den Topf.

Als sich Sekearel still von der Feuerstelle zurück zog, zog sie nachdenklich die Stirn kraus. So ganz sicher war sie sich immer noch nicht, ob er zu ihrer Schar gehörte oder auch nicht. In jedem Fall schien er sich in der Gesellschaft der Engel nicht so richtig wohl zu fühlen, was komisch war, schließlich war er selbst einer von ihnen. Kurzentschlossen versuchte sie Bariels Blick zu erhaschen, um ihm mit einer knappen Geste zu verdeutlichen, dass sie zu dem flügellosen Engel gehen wollte. Dann machte sie sich auf den Weg, stellte sich auf die andere Seite des Pferdes.

"Dieser Puffmais ist wirklich lecker", kommentierte sie. "Deine Idee?"

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Terael
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Re: Kapitel 1: Der Sturm

Beitrag von Terael » 29.11.2013 - 23:40

Sekearel hörte gerade Mirariel zu, wie sie von Raupen sprach. Raupen. Faszinierend, wovon man alles fasziniert sein konnte.
Er sah zu Andariel, als sie auf ihn zukam. Sie hatten sich schon das ein oder andere mal unterhalten, aber in letzter Zeit immer weniger. Ob sie ihm darüber böse war?

"Erfunden hab ichs nicht", grinste er ein wenig und schaute zu der Kochstelle, "aber man kann es unterwegs machen" Er wurde etwas leiser und zwinkerte ihr zu "Und bevor wir den Rest der Reise Brot und Reis essen, dachte ich, koch ich mal was Anderes"
Er ließ von dem Pferd ab und kam auf Andariels Seite. Wenn sie schon auf ihn zukam, dachte er, wäre es unfreundlich, sich jetzt zurückzuziehen. "Außerdem tut Süßes der Seele gut, hab ich gehört, da ists gut, wenn man das ab und zu mal mal macht"

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Magnetklaue
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Re: Kapitel 1: Der Sturm

Beitrag von Magnetklaue » 02.12.2013 - 22:43

Mirariel hob die Hände, die sie ineinander geklammert hatte und hielt sie leicht vor das Kinn, als wollte sie sichergehen sich hinter ihnen verstecken zu können, falls etwas unvorhergesehenes passierte.
Popcorn? Was sollte das sein? Die Hände wanderten einen kleinen Tick höher.
"Ich...ich hab eigentlich keinen Hunger. Ich hatte einen...einen Manariegel vorhin", gab sie kleinlaut zu und widerstand der Versuchung an ihrer Unterlippe herumzukauen. Sie sollte sich wirklich nicht so anstellen, Cressariel würde ihr schon nichts tun. Aber was wenn doch? Was wenn er sie anschrie oder spöttisch abkanzelte? Die Urielitin schauderte und ihr Magen flatterte vor Nervosität.

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Steff
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Re: Kapitel 1: Der Sturm

Beitrag von Steff » 03.12.2013 - 21:01

"Oh.", kam es etwas verwundert zurück. "Also wenn du gar keinen Hunger hast dann musst du natürlich nicht probieren." Dann hatte es natürlich keinen Sinn. Essen sollte man schließlich genießen und nicht herunter würgen um anderen einen Gefallen zu tun. Aber... "Allerdings hat Sekearel gesagt, dass Popcorn eh nichts ist womit man seinen Hunger stillt."
Während er weiter ausholte und dabei den Kopf leicht schief legte fragte er sich warum Miraraiel ihre Hände geballt vor dem Gesicht hielt. Das schien ja fast so als hätte sie Angst vor irgendetwas. "Mehr sowas wie ein kleiner Snack." Das hatte er jetzt nicht gesagt. Aber fast. "Sicher dass du es nicht doch versuchen willst?"

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Magnetklaue
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Re: Kapitel 1: Der Sturm

Beitrag von Magnetklaue » 04.12.2013 - 09:02

Mirariel fühlte sich unter Druck gesetzt. Es ging dabei weniger darum das seltsame Zeug zu probieren, als darum wieder näher an all die anderen Leute heran zu müssen. Aber sie wusste nicht wie sie nein sagen sollte ohne den Gabrieliten zu verärgern, also ließ sie die Hände samt Schultern sinken und nickte.
"Gut, ich probiere", sagte sie in neutralem Ton und warf den kleinen Raupen noch einmal einen Blick zu. Das würden Kohlweißlinge werden, angesichts ihrer grünen Färbung mit teils braunen Tupfen. Sie musste es einfach durchziehen und konnte dann verschwinden, sich noch etwas mit den kleinen Kerlchen beschäftigen oder noch andere Tiere finden während sie weiterzogen.

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Re: Kapitel 1: Der Sturm

Beitrag von Steff » 07.12.2013 - 10:43

Unerwartet schnell senkte die Urielitin ihre schützenden Hände. Cressariel war mehr als verwundert, hatte er doch eigentlich nicht damit gerechnet, dass sie zustimmen würde. Doch es war eine positive Überraschung. "Das wollte ich hören.", sagte er amüsiert und nahm einen Schritt Richtung der Anderen, wandte sich jedoch bevor er sich wieder in Bewegung setzte noch ein Mal lächelnd zu Mirariel um.
Irgendwie war er stolz auf seine kleine Schwester. Trotzdem sie recht scheu war hatte sie sich dazu entschlossen mit ihm zu kommen und das obwohl sie, soweit er mitbekommen hatte doch eher die Einsamkeit oder Gesellschaft von Tieren vorzog. Aber jetzt so etwas wie Lob auszusprechen würde wahrscheinlich mehr als komisch wirken.

"Hey, hast du später Lust ein paar Kreise zu ziehen?" Mit seiner rechten Hand machte er eine leicht geschwungene Bewegung gen Himmel um zu verdeutlichen was er meinte. Wenn sie einwilligte konnte er Mirariel vielleicht auch fragen ob sie ihm ein paar neue Flugmanöver beibrachte, schließlich war es nie verkehrt neue Techniken zu lernen. Oder in seinem Fall es zu versuchen.

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