Der Stille Tod: Prolog

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Terael
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Re: Der Stille Tod: Prolog

Beitrag von Terael » 14.05.2014 - 17:50

Aha. Jesaniel grummelte innerlich, denn es schien fast so, als würde sich der Ab für einige Probleme da oben gar nicht interessieren. Er sandte gerade einfach so eine Schar nach Skandinavien, um dem Land Frieden zu bringen und die Ketzer wegzuschaffen. Das klang in etwa so einfach wie die Invasion Britaniens.
Die Raphaelitin stimmte in den obligatorischen Chor der letzten Worte mit ein und verließ dann den Raum.
Sie schaute Keranel sehr genau an und danach Rumael. Und erst als Keranel gesprochen hatte, mischte sie sich ein.
"Wenn sich niemand um die Seuche kümmert, wird am Ende keiner den Sieg über die Ketzer mehr feiern können", sagte sie nüchternd-gelangweilt, obwohl sie die Desinformation und Lage bis hierher sehr unruhig machte. Sie hoffte nur inständig, daß niemand in der Kette von Oslo bis Prag wirklich weiss, welches Ausmaß eine Seuche eigentlich hat und das die Mittel, die dagegen aufgestellt wurden, eher lächerlich waren.
Sie schaute in Richtigung ihres Ramieliten. "Zumindest sollten wir uns, was die Seuche angeht, vor dem Abflug mit meinen Ordengeschwistern absprechen, um ihre Möglichkeiten zu ergänzen"

Turgon
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Re: Der Stille Tod: Prolog

Beitrag von Turgon » 14.05.2014 - 18:31

Rumael konnte noch immer nicht seine Gedanken von den Leuten rund um die Tische abwenden. Was hatten sie hier damit zu tun? Die Invasion war in vollem Gange, hier konnten sie sowieso nichts mehr ändern.
Unwillkürlich zog er den Kopf ein, obwohl wirklich keine Gefahr bestand, dass er hier drinnen irgendwo anstoßen würde. Das Verhalten der Kirchenleute fand er arrogant und prätentiös, er selbst fühlte sich absolut hilflos ihnen ausgeliefert. Diese Leute würden sicher nie einen Fuß auf britannischen Boden setzen, vielleicht höchstens, wenn London schon lange erobert und fest in angelitischer Hand war.

Er versuchte gerade, von seiner Stelle aus einen Blick auf die Karten zu erhaschen, um eventuell die neue Lage dort, in England, zu erfahren, als er durch Josiels Aufmunterung über die Seele aus seinen Gedanken gerissen wurde. Er hatte dem Gespräch zwischen Keranel und dem Ab keine große Beachtung geschenkt, erst jetzt wurde er gewahr, dass sich Keranel unter der anbiedernden Art Ab Arbogasts unwohl zu fühlen schien.

Unruhig folgte er dem weiteren Gespräch. Automatisch murmelte er das abschließende Mantra mit, obwohl er eigentlich weniger denn je eine Ahnung davon hatte, was genau sie dort oben machen sollten. Eine Seuche bekämpfen? Einen Ketzeraufstand niederschlagen?
Er folgte den anderen nach draußen, vor das Audienzzimmer. Prior Alexis fragte dort dann ernsthaft, ob sie Ketzer töten sollten. Er verzog sein Gesciht zu einem ungläubigen Grinsen. Was sollte diese Frage?
Rumael bewunderte Keranel, wie dieser auf so eine Frage ruhig und gefasst, in einem moderaten Ton antworten konnte.

Jesaniel sprach dann wieder die Seuche an, die, so hatte er zumindest am Anfang den Eindruck gehabt, ihre Hauptaufgabe darstellen sollte. Er nickte zu ihren Worten, knurrte dann leise "Über die Seuche wissen wir doch praktisch nichts."

Kuniel
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Re: Der Stille Tod: Prolog

Beitrag von Kuniel » 15.05.2014 - 23:02

Der Prior nickte eifrig bei der Frage Keranels, was die Pflichten der Engel anging. Etwas eingeschüchtert von Keranels Reaktion blieb er stumm, während die Engel redeten. Alexis musterte Rumael etwas alarmiert bei dem Ton seiner Worte. Hastig erwiderte er: "I-Ich kann die Findung einer Heilung für die Seuche ja bei der Niederschrift des Auftrags hinzufügen! Jeder leidet bei einer Seuche." Er hielt mit einem traurigen Gesichtsausdruck inne, während er zwischen Keranel und Rumael hin und her blickte. "Der Ab hat natürlich Recht mit seinem Befehl. Aber die Seuche ist wichtig... genauso wichtig, meine ich." Es war klar, dass ihm die Bewahrung von Menschenleben kategorisch wichtiger zu sein schien als deren Zerstörung. Er war gutmütiger als jemand in seiner Position hätte sein sollen. Sich zu Jesaniel wendend erklärte er nach einem Moment: "Es sind Raphaeliten in Skandinavien. Ich bin mir sicher, dass jene ein besseres Bild von der Situation haben. Es..." Seine Worte nahmen einen etwas furchtvollen Klang an. "... scheint eine neue Art von Krankheit zu sein. Als hätte der Herr der Fliegen Skandinavien nicht schon mehr als genug geplagt..."

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Alessiel
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Re: Der Stille Tod: Prolog

Beitrag von Alessiel » 17.05.2014 - 17:03

Ruhig, fast zu ruhig stand der goldene Engel dort und musterte den Prior, hörte den Worten seiner Engel zu und nickte leicht als Rumael sprach.
Die Worte des Mannes die Keranel danach erreichten, ließen ihn ein wenig mit der Stirn runzeln.
„Oberste Priorität Prior. Es sollte oberste Priorität haben. Wenn nichts dagegen getan wird, werden noch mehr Menschen sterben und wer weiß wie schnell sich diese Seuche ausbreiten wird.“

Der Michaelit befeuchtete seine Lippen und fixierte den Prior wieder sehr eindringlich.
„Gerade wenn diese Seuche das Werk des Herrn der Fliegen sein sollte, ist es unsere größte Priorität ihr Einhalt zu gebieten.“
Keranel nickte entschlossen. „Ich denke auch ihr seht ein das die Bekämpfung der Seuche oberste Priorität hat.“
Innerlich ging der goldene Sendbote schon einen Plan im Kopf durch was er als nächstes tun würde und wie er die Aufgaben seiner Engel verteilen würde.

Kuniel
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Re: Der Stille Tod: Prolog

Beitrag von Kuniel » 18.05.2014 - 20:13

Alexis nickte lächelnd bei Keranels Worten mit einem Ausdruck der Erleichterung als hätte jene Antwort ihn von einer Last befreit. "Natürlich. Ich werde das Schreiben gleich verfassen." Mit diesen Worten wandte er sich abrupt von der Schar weg und ging mit raschen Schritten zu einem Zimmer am anderen Ende des Flurs.

Nur nach wenigen Momenten kam er aus dem Zimmer bereits wieder gestürmt mit einem versiegelten Briefkuvert, das Wachssiegel darauf noch nicht ganz getrocknet, sodass Rinnsale von roten Wachs am Brief herunterliefen und sporadisch auf den Boden tropften. Zu den Engeln rennend hielt Alexis den Brief Keranel enthusiastisch entgegen, klar ihn so halten, dass er nicht in Gefahr geriet sich noch am warmen Wachs zu verbrennen. „Der Brief ist für den Ordinator Ingvar gedacht und eure Mission ist es jetzt in erster Linie sich, um die Seuche zu kümmern und gegen die Ketzer vorzugehen natürlich, wenn sie daran schuld sind. Das Schreiben unterrichtet den Ordinator über eure Mission.“ Er blickte etwas nervös zu der Tür vom Zimmer des Abs, seufzend als er mitbekam wie oft er bereits auf diese Weise in Richtung jener Tür geblickt hatte.

An die Engel wieder gerichtet, sagte er nach einem Moment: „Ihr dürft nicht missverstehen. Der Ab ist keine schlechte Person, auch wenn er manchmal… anderen Prinzipien Vorrang gibt." Etwas nachdenklich blickte er zu Boden. "Gott wird es verstehen, warum ich so gehandelt habe. Da bin ich mir sicher.“ Er räusperte sich unruhig. „Ihr solltet so bald wie möglich nach Skandinavien aufbrechen. Soweit ich weiß, sollte der Ordinator in Oslo zu finden sein.“

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