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Der Stille Tod: Dokumente, Karten usw.

Verfasst: 29.04.2014 - 16:17
von Kuniel
Bericht des Ordinators Ingvar über die Lage in Skandinavien vom 05.01.2657

Mit jedem verstreichenden Tag zeigt sich die Effektivität der Entscheidung dem Unfrieden meines Landes mit Stärke zu begegnen. Der Bau des Walls, welcher Fleischfresser, Wilde, Räuber und Traumsaat fernhalten wird, schreitet mit jedem Tag voran und sollte planmäßig in einigen Monaten vollendet werden. Der Nordbund beharrt immer noch auf seiner Position des Widerstands, aber Berichten zufolge mehren sich die Zwistigkeiten in ihren Reihen. Am Ende sind sie wohl nur ein trauriger Beweis, dass der Glaube an Gott allein die Menschheit zu vereinen mag. Zu diesem Zeitpunkt jedoch sind es vielmehr die nomadischen Räuberbanden und Sklaventreiber, welche uns zusetzen. Und auch wenn die Urieliten von Stavanger immer noch ungeliebte Gäste in meinem Land bleiben, kann man nicht ihre Erfolge gegen jene marodierenden Banden in Frage stellen.

Die Fortschritte in der Befriedigung sind aber gestern zu einem abrupten Halt gekommen. Eine Händler-Karawane kam in einem Dorf nicht unweit von Oslo an und fand die Häuser verlassen. Weiter ins Innere jener kleinen Stadt vordringend fanden sie die paar hundert Bewohner versammelt auf dem zentralen Platz, ihre liegenden Körper aneinandergereiht in mehreren Kreisen mit dem Brunnen im Zentrum des Platzes als Mittelpunkt. Sie waren alle tot. Leider gibt es bis jetzt nur die Berichte aus zweiter Hand von der Mitgliedern jener Karawane, da die Raphaeliten davon abgeraten haben das Dorf zu betreten. Ähnliche absurde Zuschaustellungen sind in Einzelfällen oder größerer Anzahl überall in Skandinavien zu finden. Zu diesem Zeitpunkt ist es schwierig zu sagen, was davon unsinniger Schabernack und was davon ein weiterer Vorfall ist. Die Raphaeliten in Oslo sind bestrebt Ursache, Symptome und Heilung jener Seuche zu finden, aber haben bis jetzt keine nennenswerten Einsichten in jener Sache vorzuweisen.

Zu unserem Glück konnten wir feststellen, dass der Nordbund ebenso ungewillt ist, seine Aggressionen aufrecht zu erhalten. Dies gibt uns die einmalige Gelegenheit den Wall fertigzustellen und eine Bastion für den letzten Schlag gegen die Nordbund zu errichten. Es steht außer Frage, dass die Raphaeliten sich jener Seuche annehmen werden und wenn Gott so will, den sinnlosen Tod weiterer meiner Landsleute verhindern.

Im Angesicht jener Seuche muss ich leider euch um Hilfe ersuchen, Ab Arbogast. In dieser dunklen Stunde Skandinaviens, wenn deren Befriedung so nahe scheint, brauche ich eine weitere Schar Engel, dessen lichte Tugend den Raphaeliten helfen wird, eine Heilung für jene Seuche zu finden. Und mit eurer exemplarischen Bereitwilligkeit Frieden nach Skandinavien zu bringen und eurem wohlwollenden Vertrauen in meine Fähigkeiten, habe ich keine Zweifel, dass auch dieses Mal eure Taten von derselben Weisheit geführt sein werden.