Kapitel 01: Spuren der Vergangenheit

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Terael
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Re: Kapitel 01: Spuren der Vergangenheit

Beitrag von Terael » 25.05.2015 - 19:54

Die paar Meter abstand halfen genauso wenig, wie die Hilfe, die sie Josiel geben konnte. In ihrem Kopf drehte es sich, die Panik und Unruhe in diesem Raum machten die ganze Sache auch nicht besser.
Nach oben? Das würden sie nicht schaffen. Das würde sie nicht schaffen. Und Josiel sicher auch nicht.
Sie griff in ihre Tasche, nach etwas, was sie ein wenig zu breuhigen schien, daß bewirkte, daß es ihr besser ging. Viel half es nicht, aber sich selbst wirklich helfen konnte sie erst, wenn sie wieder oben waren.
Dann sortierte sie die Sachen, die sie vielleicht brauchen würde, damit sie nicht viel Zeit verschwenden würde, wenn es so weit war.

"Geh du vor", sagte sie zu Josiel, "wenn etwas ist, dann helfe ich dir"
Sie klang erschöpft. Sie war es auch. Ihr war komisch zumute, und sie wusste, daß sie zu schwach war, um Josiel mit ihren Mächten zu helfen. Es gab noch eine andere Möglichkeit, aber das fände die Schar, Josiel und Keranel insbesondere, nicht allzu gut.
Nicht, daß es sie kümmern würde, sie hatte nie ein Problem damit, nicht gemocht zu werden, arbeitete sogar darauf hin.

Gerade schien es anders. Sie schien anders. Sie sah Keranel an, fast als würde sie sich schämen oder um Worte für eine Entschuldigung ringen. Er und Josiel standen sich irgendwie nahe, das konnte sie spüren. *Ich...*
Ihre Stimme schien so weit weg von der Situation, ruhig, müde und auch etwas schuldig *Ich werde es nicht schaffen, Josiel bis nach oben zu unterstützen. Wenn sie Panik bekommt, kann ich sie nur...*
Sie stockte wieder. Ja, wie erklärte man soetwas. *...schlafen lassen, sie tragen und oben wieder aufwecken. Tut mir leid...*

Josiel
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Re: Kapitel 01: Spuren der Vergangenheit

Beitrag von Josiel » 27.05.2015 - 13:43

Keranel reagierte sofort, organisierte den Rückzug. Josielsah ihn mit weit aufgerissenen Augen an.
*Sie sind schon im Tunnel, sie waren direkt hinter mir. Ich bin gerannt... aber selbst so, wenn sie explodieren, wir können dadrin nicht ausweichen!*
Noch hielt die Wirkung von Jesaniels Berührung an, so dass der kleine Engel zwar aufgeregt, aber nicht panisch klang. Aufmerksam duckte sie sich unter Keranels Flügel hindurch und spähte durch das Tor in den nächsten Raum. Verwirrt blieb sie stehen, als sie die Körper unten auf der Bühne sah. Für einen Moment dachte sie, es seien die selben, die sie oben im Dorf gesehen hatte, aber das konnte nicht sein, die waren ja hinter ihr gewesen...
Unsicher blickte sie zum Tunnelausgang. Oder etwa nicht?

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Alessiel
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Re: Kapitel 01: Spuren der Vergangenheit

Beitrag von Alessiel » 28.05.2015 - 20:35

Es war fast als hätte der Streiter nur auf den Befehl gewartet. Keranel wusste das dieser Engel die Schar bis zum Tode verteidigen würde. Sie waren sich in dieser Sache sehr ähnlich, auch er würde alles tun damit seine Schar aus diesem Fegefeuer hier entkommen konnte.

Josiels Worte jedoch brachten seinen Plan heftig ins wanken. Die Worte wurden weitergeleitet so das auch Rumael sie empfangen konnte.
Die bunten Augen des Michaeliten die in Josiels starrten wandten sich ab und für einen Moment ließ er den Blick durch den Raum schweifen, doch nichts war dort was ihnen eine Flucht ermöglichen konnte. Selbst wenn dort eine Tür gewesen wäre, von ausgehen das sie nach oben ins freie führen würde konnte er nicht sagen.

Es gab also nur eine Entscheidung.
Schnell wandte sich Keranel wieder Josiel zu. *Es gibt keinen anderen Weg wir müssen den gleichen Weg den wir gekommen sind. Ich verspreche dir das euch nichts geschehen wird.*
Sein Blick war ernst und vor allem entschlossen, er würde seine Schar hier wegbringen.
*Josiel das stehen wir gemeinsam durch, denke daran wenn es dir zu viel wird wende dich an mich. Ich bin für dich da so wie du für mich da bist.*
Es brauchte eine Geste dessen war sich der goldene sicher, eine Geste des Vertrauens. Er hatte es eben schon hinbekommen vielleicht konnte er es noch einmal.
Die Hand streckte sich aus und ganz sachte fast behutsam so als würde er Kristall berühren legte sich die Hand auf Josiels Schulter. Es war ein seltsames Gefühl, seine Fingerspitzen kribbelten, doch war es anders als wenn er berührt wurde. Keine Panik stieg in ihm hoch nur das Gefühl von Vorsicht.

Dann nahm er die Hand wieder von Josiels Schulter und wandte sich Jesaniel zu.
Sie wirkte nicht so wie sonst, gerade viel weniger distanziert und war das der Unterton von schuld in ihrer Stimme?
Er atmete tief durch und blickte die Heilerin direkt an. Entschlossenheit in den sonst so strengen Augen. *Du machst alles richtig, der Plan ist gut und ja du hast mein Einverständnis, ich werde dir sogar helfen falls du Hilfe dabei benötigen solltest, sie tragen. Aber wir müssen Josiel erst mal eine Chance lassen. Ich habe eine Abmachung mit ihr getroffen und daran wird sie sich festhalten das weiß ich.*
Sein Blick wurde fester und ganz leicht huschte trotz der Situation ein sanfter Ausdruck in seine Augen. *Wir schaffen das hier raus, ihr werdet hier rauskommen, dafür sorge ich. Sag mir nur Bescheid falls sich Josiels Zustand verschlechtern sollte.*
Gerne hätte der Michaelit noch mehr gesagt doch die Zeit wurde zu knapp. Das Schwert bereits in seiner Hand, doch etwas musste der Michaelit noch sagen, konnte sie doch nicht so stehen lassen.
*Wir schaffen das Jesaniel und zwar zusammen.*
Der dunkelblonde Engel nickte der jungen Raphaelitin entschlossen zu und beeilte sich dann zu Rumael zu kommen.

*Kleine Änderung Shezariel, du bildest das Schlusslicht und siehst zu das uns niemand in den Rücken fällt, ich werde Rumael unterstützen.*
Sandte er für jeden Engel weiter.
„Planänderung Meredith du läufst vor Shezariel der jetzt den Rückzug deckt.“
Wandte er seine Worte noch an die Frau ehe er zum Streiter aufschloss, dann nickte er dem großen Engel entschlossen zu und machte sich bereit, das Schwert dabei in seiner Hand.

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Magnetklaue
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Re: Kapitel 01: Spuren der Vergangenheit

Beitrag von Magnetklaue » 08.06.2015 - 10:06

Shezariel verfiel wieder in Schweigen und folgte einfach seinen Geschwistern.
Die Szenerie war äußerst surreal und er begnügte sich für den Moment damit, die Informationen einfach nur abzuspeichern, zur späteren Analyse. Auf die Befehle seines Michaeliten hin nickte er knapp und bestätigte sie auch über die Seele der Schar kurz und knapp.
Josiel tat ihm leid, auch wenn er sich das nicht anmerken ließ. Der junge Engel war hier unten soweit außerhalb seines Elements wie ein Fisch auf dem Trockenen. Er hoffte das Jesaniels Behandlung, der Urielitin hier unten helfen würde. Ohne weitere Umschweife nahm er seinen Platz ein und zog seine langen Messer.

Kuniel
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Re: Kapitel 01: Spuren der Vergangenheit

Beitrag von Kuniel » 08.06.2015 - 17:49

Keranel organisierte die Schar und Meredith, welche sogleich die Treppen heraufgingen. Wie zum Abschied, sagte die Frau mit einem mysteriösen Lächeln zu der Gruppe: „Wenn ihr die Wahrheit wissen wollt, solltet ihr den Engel in Rovan aufsuchen.“

Meredith folgte still dessen Anweisungen und hielt sich offensichtlich davon ab, zurück zu blicken. Anspannung lag in der Luft und als die Schar die Treppen langsam, vorsichtig, sich aufs Schlimmste vorbereitend, vortastete. Das Geflüster der Fleischsäule, das Surren der Technologie in jenem Raum und die Atmosphäre der Andersartigkeit schienen zu verschwinden, ersetzt allein durch Dunkelheit und einem Wind, der jene erdrückende Stille im Geruch trug wie sie nur in Winternächten zu finden war.

Wieder verschwand die Zeit in der Monotonie des Treppenaufgangs. Die Gruppe kletterte die Stufen, welche wie sie wussten, zurück an die Oberfläche führten, weg von der absurden Welt, welche im Untergrund von Elverum erwartet hatte. Aber würde man von oben herab den Pfad der Gruppe verfolgen, so würde es wirken als gingen sie nur im Kreis, unentwegt mit ihren Schritten an jenen Punkt zurückkehrend von dem sie gekommen waren, als würden sie einem Pfad folgen, der nirgendwohin führte als dorthin woher sie gekommen waren.

Auf der Oberfläche angekommen begegnete ihnen die Kälte einer Winternacht und Joviel sowohl Rumael konnten durch die offene Eingangstor der Kirche sehen, dass es draußen leicht zu schneien angefangen hatte. Jedoch wirkte das Dorf still. Es gab keine Anzeichen der Toten. Sie waren verschwunden. In der dünnen Schneeschicht, welche sich bereits vor dem Eingangstor der Kirche gesammelt hatte, konnte man jedoch deutlich sehen wie all die Toten des Dorfes jenes Tor durchschritten haben mussten.

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Alessiel
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Re: Kapitel 01: Spuren der Vergangenheit

Beitrag von Alessiel » 09.06.2015 - 00:18

Auch sein Ramielit gab sein Führwort und wieder einmal war Keranel froh das er einen solch kompetenten Wissensbewahrer hatte der sich nicht gegen ihn wendete sondern in einem gewissen Maße prakmatisch war und mit ihm zusammenarbeitete.

Der Michaelit hörte die Worte der seltsamen Frau, sie sollten sich nach einem Engel erkundigen. Sobald sie diesen verfluchten Ort verlassen würden, würde Keranel sich an Shezariel wenden damit er einige Informationen über diesen Engel einholen konnte.

Das Schwert fest in der Hand lief er hinter Rumael her, immer mal wieder wandte er sich nach dem jenigen um der hinter ihm stand. Versicherte sich bei Jesaniel ob alles in Ordnung war und hielt weiterhin auch Kontakt mit dem großen Engel vor ihm.

Aber es geschah nichts, jedesmal aufs neue glaubte der alte Michaelit etwas gehört zu haben oder aber gesehen. Aber es blieb still, außer ihren eigenen Schritten blieb alles ruhig. Zu ruhig für Keranels Geschmack.
Dennoch ließ er sich nicht aus der Ruhe bringen, er wusste das er als Scharführer die Beherrschung und auch den Fokus auf ihre Sache behalten musste.

Der Weg kam ihm endlos vor und oft hatte der goldene das Gefühl das sie sich verlaufen hatten oder ein weiteres Mal an dem Weg vorbeigekommen waren. Dabei hatte der Hinweg doch nicht lange gedauert.

Aber endlich kamen sie dem Ausgang näher auch wenn der Michaelit das Gefühl hatte viel zu lange dort unten herumgelaufen zu sein.
Der Geruch welcher sich ihnen bot war ein seltsamer, in gewisser Maße vertraut doch der alte Engel wusste nicht mehr genau woher.

Der Michaelit betrat die Kirche und wunderte sich noch immer das ihnen keine wandelnden Toten entgegenkamen. Stirnrunzelnd sah er sich schweigend um, doch da war nichts.
Keranel bedeutete seiner Schar zu warten, ehe er mit Ruvael zusammen zur Eingangstür ging und als sie nach draußen sahen konnte er für einen Moment den Blick nicht von der weißen Pracht nehmen die überall leicht auf dem Boden lag. „Schnee?“ Sehr leise war seine Stimme, kalter Atem stieg auf.
Erst dann sah der goldene das die Toten hier gewesen sein mussten, sie waren wirklich durch die Tür gekommen so wie es Josiel erzählt hatte. Nicht einmal hatte der Michaelit geglaubt das die kleine Urielitin ihn angelogen hatte, so schätzte er sie auch nicht ein. Junge Engel logen nicht und Josiel schon gar nicht.

Als es draußen sicher zu sein schien gab er Rumael ein Zeichen das sie nach draußen gehen würden, erst als er sich ganz wirklich sicher war das draußen keine Gefahr herrschte wandte er sich im Geiste an seine Schar.
*Ich denke es ist sicher. Kommt lasst uns den Ort verlassen.*
Das würden sie wohl zu Fuß tun müssen, denn immerhin hatten sie Meredith dabei. Aber Keranel wollte keine Sekunde länger an diesem verfluchten Ort bleiben, er hatte seine Schar schon genug in Gefahr gebracht.
Doch eigenartig war es schon, es gab Fußspuren aber keine Spur von den Toten.

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Re: Kapitel 01: Spuren der Vergangenheit

Beitrag von Josiel » 10.06.2015 - 12:32

Vertrauensvoll blickte Josiel in die Augen ihres Michaeliten und nickte. Sie hatte keinen Zweifel an seiner Führung. Er würde sie alle hier herausbringen, dessen war sie sich sicher. Als sie seine Fingerspitzen auf ihrer Schulter spürte, spiegelte ihr Gesicht ihre Überraschung, aber auch ihre Freude wieder. Leicht kräuselten sich ihre Lippen zu einem Lächeln. Ja, sie würden es beide schaffen. Auch Angst und Zweifel waren schließlich Konzepte, die dem Herrn der Fliegen unterstanden und nicht Gott, dem Wahren Herrn. Eine starke Schar konnte auch diese Feinde besiegen, und wenn sie Keranel dabei helfen konnte, erfüllte es sie mit Stolz.
Tief durchatmend drehte sie sich zum Tunnel und straffte ihre Schultern. Sie würde das ebenfalls schaffen! Sie hatte es schon einmal getan. Sie konnte es.
Jesaniel trat erneut zu ihr und entspannte mit einer einfachen Berührung diejenigen Muskeln, die sich bereits wieder begonnen hatten zu versteifen. Die kleine Urielitin warf ihr einen dankbaren Blick zu, der von einem leichten Stirnrunzeln abgelöst wurde. Jesaniel sah überhaupt nicht gut aus, sie wirkte überanstrengt und müde. Hatte sie schon eben so ausgesehen? Besorgt musterte sie die Raphaelitin und beschloss, sie nicht darauf anzusprechen. Im Moment gab es vermutlich nichts, was sie tun konnten, sie mussten nach oben. Und Jesaniel war nicht gerade jemand, der auf Besorgnis offen reagierte, etwas, was Josiel gut verstehen konnte. Also nickte sie ihr nur noch einmal zu und folgte dann Rumael in den Tunnel.
Der Weg schien endlos, drückend, dunkel und eng. Josiels Hände verkrampften sich, aber sie konzentrierte sich auf ihre Atmung. Die Sorge um Jesaniel half ihr, die immer wieder hochsteigende Panik zurückzudrängen. Sie musste stark sein, für ihre Schar. Die Raphaelitin sah nicht so aus, als würde sie noch viel Kraft haben, und wenn sie immer Josiel helfen musste, hätte sie noch weniger. Nein, sie musste es allein schaffen. Die anderen durften nicht mitbekommen, wie viel Angst sie hatte. Dieses Mantra wiederholend schaffte sie es den ganzen Weg bis nach oben. Kein Toter kam ihnen entgegen, aber sie hatte nicht mehr die Kraft, sich zu wundern. Schweißüberströmt und immer noch verkrampft, aber kontrolliert trat sie hinter Rumael in den Kirchenraum.
Es war noch kälter geworden und der Atem der Engel stand vor ihren Gesichtern, als sie mit steifen Schritten in den Gang zwischen den Bänken trat, um endlich die Flügel wieder zu entfalten. Ihre Schultermuskulatur schrie förmlich nach dem langen vornübergebeugten Gehen und sie streckte die Schwingen, bis die Gelenke knackten. Mittlerweile waren auch die anderen nach oben gekommen.
Josiel warf Keranel einen kurzen Blick und ein Nicken zu, zu mehr war sie im Moment nicht fähig. Sie hatte es geschafft. Sie war draußen.

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Terael
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Re: Kapitel 01: Spuren der Vergangenheit

Beitrag von Terael » 10.06.2015 - 18:16

Jesaniel bewegte sich träge und wirkte abwesend. Tatsächlich konnte sie jetzt schon schwer einen klaren Gedanken fassen, und der Weg nach oben war lang...
Sie hoffte, daß Josiel es einfacher hatte, wenn sie sie noch einmal unterstützte, auch wenn es ihr selbst viel mehr helfen würde, wenn sie sich nicht nur darauf beschränken müsste, ein paar Hormone zu beeinflussen, sondern ihr die Angst ganz zu nehmen - aber das gehörte schon immer zu den Grenzen der Raphaeliten.
Das Josiel nicht völlig in Panik verfiel, war erst mal ein gutes Zeichen, aber Angst hatte sie trotzdem.

Jesaniel dagegen ging es anscheinend immer schlechter. Ihr war übel und schwindlich. Schon in der Mitte des Weges musste sie sich gegen die Wand stützen, bekam anscheinend nur wenig von der Umwelt und den Anderen mit. Sie atmete immer schwerer und bald darauf schien sie so orientierungslos zu sein, daß sie Teile des Weges mit der Schulter und ihrem Flügel an der Wand entlangschliff.

Als sie oben ankamen, kam sie ein klein wenig zu sich. sie merkte selbst, daß etwas anders war, daß es nicht mehr monoton die Stufen nach oben ging. Es wurde kälter und die Luft war frischer. Irgendwann war die Treppe zuende, was Jesaniel in ihrer Trance so erschrack, daß sie die Stufe verfehlte, stolperte und auf ihren Knien landete.
Einen Moment verharrte sie so und sah sich um, als wüsste sie nicht genau, was gerade passiert war.
Daß ihr speiübel war, bemerkte sie gar nicht mehr. Erst als sie mühsam aufstand, torkelte sie, als sei sie betrunken, kippte vornüber, viel und würgte. Alles in ihrem Kopf drehte sich, sie kippte zur Seite und blieb so liegen, völlig abwesend ins Leere schauend.

Seine wachen Augen sahen sich draußen um, er nickte seinem Gabrielit zu. "Sieh trotzdem noch einmal nach ob es draußen sicher ist, man weiß ja nie. Ich traue diesem Ort nicht."

Dann wandte der goldene sich wieder ins innere, um nach seinen Engeln zusehen. Josiel hatte es geschafft, sie war angekommen und auf Keranels Gesicht bildete sich ein kleines Lächeln, so etwas wie stolz war in seinen derzeit dunklen Augen zusehen.
Jedoch verblasste das Lächeln sofort als er sah wie Jesaniel zusammenbrach und auf die Seite fiel.
Der Michaelit handelte instinktiv, sofort und keine Sekunde zu spät. Seine Muskeln spannten sich an und aus seiner Kehle kam ein heiseres rufen. "Jesaniel!"

Schnell, fast schon stolpernd eilte er zur jungen Heilerin, ließ das Schwert neben sich fallen, warf sich auf die Knie und hob sie hoch, in seine Arme und blickte ihr ins kalkweiße Gesicht. Seine Hand tätschelte ihre Wange, versuchte sie davon abzuhalten in die Bewusstlosigkeit zu fallen.
"Jesaniel...Jesaniel...hey" Hastig war seine sonst so ruhige Stimme, doch irgendwie war sie heiser, klang nicht so kraftvoll wie sonst.
Wie hatte Keranel ihren Schwächeanfall nur übersehen können? Wie hatte er es ignorieren können? Was war los gewesen das er die Anzeichen einfach nicht wahrgenommen hatte?
Sie hatte schlecht ausgesehen, vorhin in der Halle, aber Keranel hatte seine Schar wegbringen wollen, niemand hätte doch ahnen können das die wandelnden Toten nicht kamen.
Verdammt! Verdammt!
Verflucht!....Ja das war er in der Tat.

Jesaniel spürte, das etwas vor sich ging. Sie stöhnte, als sie hochgehoben wurde, hörte ihren Namen. Jemand hielt sie fest.
Jemand hielt sie fest!

Mit einem mal schien sie wieder im hier und jetzt zu sein. Sie starte Keranel an. Nicht dankbar, auch nicht wütend oder patzig, so wie sonst.
Sondern voller Angst. Panische, unkontrollierbare Angst. Wovor eigentlich, wusste sie selbst wohl nicht, aber in diesem Moment hatte sie vor diesem Michaeliten Angst.
Und sie reagierte prompt. Sie packte den Arm, der sie festhielt und verteidigte sich, so, wie sie sich vor jeder Gefahr verteidigen würde.
Sie lähmte den Arm des Michaeliten, stieß sich von ihm Weg und landete wieder auf dem Hintern, die Hand an ihrem Schwert und versuchte, die Gefahr zu realisieren.

Turgon
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Re: Kapitel 01: Spuren der Vergangenheit

Beitrag von Turgon » 10.06.2015 - 20:34

Rumael ging die Treppen zügig hinauf. Er wollte nun keine Zeit länger hier unten verbringen als unbedingt nötig. Immer wieder warf er einen Blick zurück, ob die anderen ihm auch nachkamen. Doch alles was er sah, war das energische Gesicht Keranels, der kurz hinter ihm die Treppe hinaufstürmte und sich selbst immer wieder umwandte.
Rumael konnte es sich leisten, sich umzuwenden, denn vor ihnen war niemand zu sehen, kein Mensch, kein Engel, und auch keines von diesen Dingern. Zum einen fand Rumael das beruhigend, zum anderen sagte ihm etwas, dass das ganze jetzt irgendwie zu einfach lief. Egal, er war dankbar dafür, ohne Probleme wieder nach draußen zu kommen. Als er den Luftzug vom Ende der Treppe spürte, beschleunigte er seine Schritte. Durch die Kirche eilte er schon fast. Keranel hielt ihn noch kurz zurück, um den Platz vor der Kirche kurz zu mustern, dann ging Rumael vor.
Draußen wollte er schon durchatmen, als er den Schnee unter seinen Füßen spürte. Überrascht blickte er nach unten, und sah die weiße Decke mit den Spuren der Toten.

Leise stöhnte er auf. Schnee, das hatte gerade noch gefehlt. Kalt und nass machte er den Kriegsrock klamm, und betäubte die Füße soweit, dass kaum noch Gefühl darin war. Missmutig trat Rumael vom Eingang der Kirche beiseite, so dass er den anderen beim Verlassen derselben nicht im Wege stand und gleichzeitig die Umgebung im Auge behalten konnte.

Keranel kam bald hinter ihm. Der Michaelit wandte sich an die Schar und kündigte einen schnellen Aufbruch an. Rumael nickte erleichtert zu den Worten und wollte schon das nächste Ziel erfragen, da sah er, wie Keranel wieder im Inneren der Kirche verschwand, und seine immer noch geschärften Sinne konnten den Michaeliten überrascht und besorgt Jesaniels Namen rufen hören, mehrmals.
Rumael runzelte seine Stirn, ging zum Eingang, und sah durch das offene Tor zu den anderen zurück. Jesaniel schien es gar nicht gut zu gehen, ausgerechnet der Raphaelitin. Keranel war bei ihr, doch sie machte eine abwehrende Handbewegung und stolperte angsterfüllt zurück. Was war da passiert?!

Rumael fackelte nicht lange und lief zu den anderen zurück, das Schwert immer noch in der Hand. Er stoppte ein paar Meter entfernt von den beiden.
"Was ist los?", fragte er besorgt. Er warf einen Blick auf Josiel, die schien den Weg durch die enge Treppe relativ gut überstanden zu haben. Er lächelte den kleinen Engel kurz an. Wenigstens war nicht alles schief gelaufen.

Kuniel
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Re: Kapitel 01: Spuren der Vergangenheit

Beitrag von Kuniel » 11.06.2015 - 14:54

Meredith:

Meredith ging erschöpft zu einer Bank in der Nähe der Falltür und ließ sich schnaufend darauf nieder. Der Gabrielit hatte ein straffes Tempo vorgegeben und es hatte ihr viel Kraft gekostet mit den Engeln mitzuhalten. Sie schaute zu dem kleinsten Engel der Schar, welcher erleichtert durch die Kirche trat als hätte man sie gerade aus einem Gefängnis befreit und sie nickte nur leicht als Keranel ankündigte, dass sie bald gehen würden und erst jetzt begann sie sich zu wundern, warum keine Toten hier waren. Wie…? Ein Schauer lief ihr den Rücken herunter als sie erkannte, dass die Antwort darauf ebenso grotesk sein würde wie das, was sie da unten gesehen und gehört hatte.

Plötzlich kam Keranel wieder in die Kirche gerannt und hielt einen anderen Engel, der recht kränklich aussah. „Was ist los?“, fragte sie immer noch außer Atem.

Jesaniel:

Erschöpfung durchspülte die Gedanken Jesaniels, Vernunft und Vorsicht ertränkend als Jesaniel schlafwandlerisch handelte. Sie torkelte, die Übelkeit, mit welcher sie erst gerungen hatte, war zu einer grundsätzlicheren Schwäche geworden. Zu Boden zu fallen war nicht viel anders als ein- und auszuatmen, nur ein weiterer Bestandteil ihrer Existenz über den sie ihre Kontrolle verlor in diesem Moment. Aber Keranel rannte an ihre Seite und fing sie auf.

Seine Worte waren genauso laut wie das Rauschen des Bluts oder der Schnee, welcher knirschte, wenn man darauf trat oder die unruhigen Bewegungen der anderen Engel und Meredith. Ganz langsam hörte sie wieder eine andere Stimme, ihre eigene als sie über die Situation nachzudenken zu begann. Aber noch war sie nur ein Zuschauer.

Keranel hob sie hoch und für einen Moment fand sie sich in jenem Moment der Klarheit wieder gleich einem Träumer, der wusste, dass er träumte. Und gleich einem Traum handelte sie unbewusst. Sie befreite sich gewaltsam aus Keranels Griff und lähmte dessen linken Arm. Dies war weder eine logische Handlung noch auch eine gänzlich instinktive Handlung. Für einen Moment ließ Jesaniel los und handelte nach einer Logik, die mehr in die Welt der Träume als der Realität gehörte. Jegliche Kontrolle verschwand und als ihre Hand sich von dem gelähmten Arm wegstieß, hinterließ sie blutige Streifen von gerissener Haut als ihre Kräfte mehr taten als sie bewusst beabsichtigt hatte. Und gleich fanden ihre Hände ihr Schwert, immer noch nicht wissend, weshalb sie so gehandelt hatte und immer noch Angst spürte.

Keranel fühlte keine Schmerzen, aber Blut lief an dem schlaffen Arm herab und als der erste Tropfen des Blutes auf den Boden fiel, konnten Rumael und Josiel das Summen von ein paar dutzend Traumsaatflügeln hören. Eingeschläfert von der Kälte des Himmels und getragen vom Wind waren die Traumsaatkreaturen weg von ihrer normalen Laufbahn hierher getrieben wurden und fielen wie Raubvogel auf das Dorf herab. Rumael konnte bereits sehen wie der Nachhimmel von Lichtern erhellt wurde als die ersten Kreaturen wütend und hasserfüllt Feuer spien, welches Gebäude am Rande von Elverum in Brand setzte.

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das 15. Arkanum: Der Herr der Fliegen

Turgon
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Re: Kapitel 01: Spuren der Vergangenheit

Beitrag von Turgon » 11.06.2015 - 18:38

Gerade als Rumael das Blut auf Keranels Arm sah, und er sich fragte, wie das wohl passiert war, hörte er von draußen das Schwirren großer Insektenflügel. Rumaels Miene gefror. Er warf nochmal einen Blick zu Josiel, diese musste das sicher auch gehört haben, dann stürzte er zurück zum Eingang und spähte nach draußen.
Schon nach kurzer Zeit waren alle Zweifel ausgeräumt: Fliegende, feuerspeiende Kreaturen in größerer Anzahl waren am Rande des Dorfes aufgetaucht und machten sich offenbar ein Vergnügen daraus, die dortigen Gebäude in Brand zu stecken, was im Zwielicht des skandinavischen Winters ein gespenstisches Bild ergab.

*Traumsaat!*, sendete Rumael hektisch, *Viele fliegende! Am Rand des Dorfes! Sie haben uns wohl noch nicht bemerkt! Sie brennen alles nieder!*
Schnell schloss er das Kirchenportal und sah sich nach einer Möglichkeit um, das Tor zu verschließen.
Dann eilte er zu den anderen zurück. Er nahm unter diesen Umständen keine Rücksicht auf die Befindlichkeiten der anderen Anwesenden.
"Traumsaat!", zischte er nochmals, "Zu viele für uns! Wir müssen uns etwas einfallen lassen!"

Karte: Der Templer - Pflicht

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Re: Kapitel 01: Spuren der Vergangenheit

Beitrag von Alessiel » 12.06.2015 - 14:03

Angst.
Panik.
Erfüllte den Ausdruck in ihren Augen. Dieser schnürte Keranel die Kehle zu.
Angst vor wem? Angst vor ihm? Der Situation? Doch der Michaelit erkannte es in ihrem Blick, sie hatte Angst vor ihm.
Sein Verstand schrie ihn regelrecht an die Hände von ihr zu nehmen und sich zu entfernen doch es war zu spät ihre Finger krallten sich regelrecht um seinen Arm, nur kurz spürte der alte Engel den Schmerz des sich festigenden Griffs dann ebbte er ab und zurück blieb....Taubheit.

Keranel sah dabei zu wie sein Arm plötzlich schlaff an der Seite herunterhing und anfing zu bluten...
Wie paralysiert blickte der goldene dabei zu wie Tropfen für Tropfen von seiner Haut auf den staubigen kalten Boden der Kirche tropften und sich mit dem Staub und Dreck langer Zeit vermischten.
Sie hatte ihn verletzt....

Langsam fast wie im Traum wandte sich sein Kopf der Heilerin zu die nun aufgestanden war und sich...gegen ihn wandte?
Was war geschehen...was?...
Der zweite Engel in seinem Leben der sich gegen die Schar wandte,...doch diesmal hatte er kein Shariel an seiner Seite, er war allein...
Hätte Jesaniel ihn nicht ganz betäuben können? Sein Herz, so das es still stand? Die Sehnsucht nach dem Tode war in diesem Augenblick wieder sehr groß und sie wuchs Tag für Tag ein klein wenig mehr....

Doch dann hörte er eine bekannte Stimme, eine die ihm jedes mal Kraft gab, die ihm beistand!
Keranel war nicht allein!
Wie durch einen Schleier aus nebeligen Dunst erreichte Rumaels Stimme seinen verklärten Geist.
Traumsaat.
Wie passend...waren die Diener des Herrn der Fliegen also hier? Eine Katastrophe folgte der nächsten. Wenn es nicht so unpassend gewesen wäre hätte der alte Engel angefangen zu lachen. Ja es war passend, denn immerhin war er verflucht und passender hätte das alles hier nicht sein können.
Doch seine Schar war es nicht und die musste der Michaelit schützen, vor den Dienern des Herrn der Fliegen und vor sich selbst.

`Wach auf! Reiß dich zusammen, du Idiot deine Schar braucht dich!`

Shariels Worte schossen wie der Pfeil eines Urieliten durch seinen Kopf. Worte an die er sich immer wieder erinnerte wenn er sie in solch einer hoffnungslosen Situation benötigte.
Der leere Blick des alten Engels füllte sich mit Entschlossenheit und Mut. Mut diese ganze Situation durchzustehen und seiner Schar ein Anführer zu sein.
Der Scharführer den sie jetzt brauchten, er musste wach werden, musste handeln!

Keranel griff nach seinem Schwert, stand auf was etwas ungelenk erschien durch seinen betäubten Arm doch er schaffte es und überschaute schnell und eilig die Situation. Rumael war dabei das Tor zu verschließen. Gut, sehr gut.
Seine Augen wandten sich Jesaniel zu, blickten sie an, er steckte sein Schwert weg und der Ausdruck in seinen Augen wurde weicher.
„Jesaniel,..ganz ruhig wir wollen dir nichts tun. Wir sind es deine Schar.“
Keranels Stimme war sanft und ruhig, beruhigend versuchte er weiter auf sie einzureden.
„Niemand will dir etwas tun. Ich bin es Keranel dein Michaelit. Hab keine Angst, ich werde dich beschützen.“

Nach diesen einfühlsamen Worten wandte er sich im Geiste an die anderen Engel, Jesaniel klammerte er dabei aus, es wäre nicht ratsam gewesen so viel auf einmal auf sie niederschmettern zu lassen.
*Wir werden uns hier drinnen verstecken, wir können nicht gegen so viel Traumsaat angehen. Nicht in diesem Zustand. Die Kirche ist aus Stein und wird standhalten, wenn sie doch durchbrechen sollten ziehen wir uns wieder nach unten zurück.*
Er wirkte beherrscht auch wenn sein Herz schnell schlug, doch Keranel wusste das er die Kontrolle behalten musste und das tat er auch.
*Rumael gut gemacht. Sieh zu das du die Tür verbarrikadierst.*

Dann berührte der goldene den Geist seiner Urielitin. Erneut waren seine Worte ruhig und einfühlsam, aufrichtig und auch entschlossen.
*Josiel, wir schaffend das. Wir halten zusammen. Du hast das gerade eben schon geschafft und ich weiß das du die Kraft hast es noch einmal durchzustehen. Wir sind bei dir und denk daran wenn dich die Panik überfällt rede mit mir, ich bin da.*


*Karte: Herrschaft*

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Re: Kapitel 01: Spuren der Vergangenheit

Beitrag von Josiel » 12.06.2015 - 14:16

Im ersten Moment war Josiel noch zu sehr mit sich selbst beschäftigt, um zu merken, dass etwas nicht stimmte. Dann hastete Keranel an ihr vorbei und als sie sich umdrehte, sah sie Jesaniel am Boden liegen. Sofort überkam sie ein schlechtes Gewissen. Hätte sie es doch ansprechen sollen, als sie das Gefühl hatte, dass es der Raphaelitin nicht gut ging?
Dann geschah alles gleichzeitig: Jesaniel stieß den Michaeliten von sich und dessen Arm begann zu bluten. Von draußen drang ein fernes Brummen an ihr Ohr, dass die junge Urielitin in höchste Alarmbereitschaft versetzte. Rasch wechselte sie einen Blick mit Rumael, der ihr bestätigte, dass sie es sich nicht eingebildet hatte. Traumsaat!
Gemeinsam stürzten der große und der kleine Engel zur Tür. So viele! Das konnten sie unmöglich schaffen...
Schnell half sie, die Tür zu verriegeln und schwang sich hoch ins Dachgebälk, um eine Ritze zu finden, durch die sie nach draußen spähen konnte. Unter Aufwand einiger Willenskraft zwang sie sich, sich nicht zu den anderen umzudrehen. Sie hätte eh nicht gewusst, was sie machen sollte. Hatte Jesaniel dich irgendwie angesteckt an dieser merkwürdigen "Seuche"? Wenn dort unten mehr passieren würde, würde man es sicher hören können...
Keranels Stimme erreichte sie, suchte sie zu beruhigen. Nun wandte sie sich doch um, schenkte ihm ein kleines, aber vertrauensvolles Lächeln.
*Ich weiß. Danke.* Kurz zögerte sie, während sie wieder nach draußen sah. *Ist... ist Jesaniel in Ordnung?*

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