Eliskas Lied - Kapitel 01

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Yscariel
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Re: Eliskas Lied - Kapitel 01

Beitrag von Yscariel » 08.02.2018 - 20:17

Yscariel stand still da und überlegte.
Nach einer für ihre Verhältnisse sehr energischen Begrüßung ihrer Schargeschwister - die realistisch betrachtet doch nur ein erfreutes, aber schüchternes und sachtes Winken gewesen war hatte sie kein Wort mehr gesagt. Aber ihr Blick schweifte immer wieder zurück zu den dunklen Wäldern, die Dorfbewohner beachtete sie kaum.

"Auch wenn wir die einfachen Leute nicht beunruhigen wollen, sollten wir früher oder später in den Gehöften versuchen auch nach dem verwundeten Vater zu fragen." Oder dem toten, fügte sie gedanklich hinzu, sprach es allerdings nicht laut aus. Sie sah Beathanel ernst an: "Es sei denn, wir finden ihn selbst." Dann senkte sie leicht den hellen Kopf, zum Zeichen, dass sie seinen Plan für gut befand.

Gansekiel
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Re: Eliskas Lied - Kapitel 01

Beitrag von Gansekiel » 09.02.2018 - 08:20

Nachdem alles bisher nur auf Mutmaßungen beruhte und die Raphaelitin nie darauf eingegangen war zu überlegen wie weit das Mädchen eventuell hatte laufen können in ihrem Zustand, hatten sie ja kaum eine andere Wahl, als jene die Michaelit und Urielit nun vorgestellt hatte. Daher nickte er einfach nur - klassische Spurensuche. Da konnte er nicht viel helfen, aber er konnte die anderen unterstützen. "wie erkennt man denn Spuren von so einem kleinen Mädchen im Gras Flurbiel?, wir könnten ja ein bisschen auseinander gefächert tiefer fliegen und alle schauen"

Turgon
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Re: Eliskas Lied - Kapitel 01

Beitrag von Turgon » 09.02.2018 - 12:55

„Äh, hm …“
Flurbiel wurde von Gansekiels Frage auf dem falschen Fuß erwischt.
„Im Gras? Hm, je nachdem wie hoch das ist …“ Er kratzte sich am Kopf und überlegte einen Augenblick.
„Im niedrigen Gras ist das schwierig, da ist inzwischen fast alles weg. Gras ist ja lebendig, und richtet sich langsam wieder auf.“
Flurbiel blickte unsicher in die Runde.
„Hm, bei hohem Gras, wenn die ganzen Halme abgeknickt und abgerissen sind, wenn man da durchläuft, da sieht man da noch mehr. Je mehr umgeknickt umso besser. Hm. Das gibt dann so ein Muster, weil das Gras ja immer in eine Richtung geknickt ist, wo … Äh, das kann man ganz gut sehen, wenn man aus unterschiedlichen Richtungen draufguckt. In ganz hohem Gras, da gibt es eine breite Spur, wo das Kind durchgelaufen ist, äh, so breit wie halt das Kind ist. Wenn man so grob eine Spur hat, wo zu nem Kind passen könnte, muss man sich das aber dann noch genauer anschauen, kann ja auch von nem Tier sein.“
Er kratzte sich wieder am Kopf.
„Wenn’s Spuren im Staub zwischen den Feldern gibt, die sind leichter zu sehen, und wenn’s ein bisschen feucht ist, dann auch recht lang.“
Flurbiel blickte wieder kurz zu seinen Schargeschwistern, starrte dann aber auf den Boden vor sich. Er hatte ja die Spuren verloren, wie konnte er jetzt den anderen beschreiben, sie wiederzufinden?

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Yscariel
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Re: Eliskas Lied - Kapitel 01

Beitrag von Yscariel » 09.02.2018 - 18:48

"Danke dir, für die Beschreibung," sagte sie aufmunternd, "Ich würde vorschlagen, wenn wir irgendwelche auffälligen Spuren finden, bitten wir dich einfach hinzu," sie traute sich selbst kaum zu, die Schneise, die ein Kind schlagen mochte, von der eines Schafes zu unterscheiden und nahm an, vielen von ihnen erging es nicht viel anders.

Aber geknicktes Gras, gerupfte Beerensträucher - sie nahm an zumindest etwas gröberes könnte ihr auffallen.

Gansekiel
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Re: Eliskas Lied - Kapitel 01

Beitrag von Gansekiel » 11.02.2018 - 13:03

"Es hat genieselt als sie ankam glaube ich. Der Boden ist feucht .. und sie war geschwächt. Wenn sie ab und zu gestolpert ist und Pausen gemacht hat ist es eine Spur mir Ruheplätzen wo mehr Gras für längere Zeit gedrückt wurde.. so wie Perlen auf einer Schnur.. unregelmäßiger..
Und Huftiere haben eine kleinere Fußauflagefläche und verteilen ihr Gewicht auf 4 Teile.. was macht das mit Gras und Erde?.. das sieht anders aus oder?" fragte er weiter.. teils mit sich selbst redend und teils wohl auch an Flurbiel gerichtet. Jetzt fand er das plötzlich alles höchst interessant. Nur dass seine Augen einfach nicht so gut waren und er sowas von oben deswegen nicht so gut finden konnte. Aber vielleicht ließ sich berechnen wie eine Tierspur und eine Menschenspur sich unterschied?
Die "Gras lebt"-Komponente war ebenfalls sehr wichtig, da war er sich sicher.

Turgon
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Re: Eliskas Lied - Kapitel 01

Beitrag von Turgon » 20.02.2018 - 20:40

Flurbiel lächelte kurz verlegen aufgrund des Danks, den Yscariel ihm aussprach, und antwortete, „Ja, klar, zu mehreren sehen wir mehr. Können die Spuren besser bestimmen. Du kennst ja den Zustand von dem Mädchen am besten.“
Bei Gansekiels Anmerkung kratzte er sich wieder am Kopf.
„Weiß nicht. Sie ist in der Nacht ans Kloster gekommen. Sie ist wahrscheinlich durchgelaufen, wie sie konnte. Pausen wird sie in der Umgebung hier nicht mehr gemacht haben, weiter weg dann schon. Aber hingefallen kann sie natürlich sein.“

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Re: Eliskas Lied - Kapitel 01

Beitrag von Kasima » 28.02.2018 - 23:29

"Gut, lasst uns mal losfliegen. Dann halten wir alle die Augen offen nach Spuren und wenn wir was finden, dann kann Flurbiel das weiter verfolgen". Beathanel lächelte vertrauensvoll zu. Der Urielit würde seine Arbeit gut machen, dem war er sich sicher."Wenn wir nichts finden, fliegen wir Richtung Gehöft, aber erst dann" Beathanel breitete die Flügel aus und flog in die Richtung. *Flurbiel, flieg du vor*, sprach er dann über die Seele und flog weiter in dem Wissen, dass der Urielit leicht überholen konnte.

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Re: Eliskas Lied - Kapitel 01

Beitrag von Turgon » 02.03.2018 - 09:04

Flurbiel nickte in die Runde, wartete dann, bis alle in der Luft waren und sich sortiert hatten, und startete dann selbst. Er setzte sich an die Spitze und sah sich nach den anderen um.
*Wir werden als erstes im Süden starten und dann nach Osten gehen, spiralförmig abfliegen?*
Der Satz war halb als Ansage gemeint, was Flurbiel nun tun würde, halb als Frage an Beathanel gerichtet. Er schlug aber gleich den Weg in den Süden des Dorfes ein und aktivierte seine Erleuchteten Augen.

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Re: Eliskas Lied - Kapitel 01

Beitrag von Gansekiel » 17.03.2018 - 08:03

Gasekiel verstand nicht ganz was gemeint war 'wie spiralförmig?' dachte er verwirrt, wenns ums Fliegen ging war er immer froh wenn er einfach geradeaus fliegen konnte und keine Kuststückchen machen sollte. Er war zwar durchaus trainiert, aber eher an der Waffe als wirklich beim Fliegen. Natürlich konnte er vernünftig starten, landen und sich in der Luft halten- es hätte auch wirklich seltsam ausgesehen wenn ein Engel wie eine Ente eierte, aber Gansekiel tat sich bei Manövern schwer und war immer unsicher, wohin er bei Formationen gehörte.

Turgon
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Re: Eliskas Lied - Kapitel 01

Beitrag von Turgon » 21.03.2018 - 09:45

Flurbiel blickte zurück zu Gansekiel, der über die Seele gefragt hatte.
*Naja, wir starten über der Stelle, wo wir die Spuren gefunden haben, und gehen dann immer weiter weg. Weil wir wissen ja nicht genau, wo wir sonst suchen müssen. Das mit dem am Wald entlang ist ja eine Vermutung*, versuchte Flurbiel seinen Gedankengang zu erläutern.
*Ist auch eine Frage, wie hoch wir fliegen sollen. Niedrig, wir können die Spuren besser erkennen, hoch, und wir sehen mehr und sind schneller. Müssen einen Mittelweg finden*, ergänzte er.

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