Gaias Schmerz - Die Reise zum Kloster Nonnberg - 3. Akt

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Nathanael
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Beitrag von Nathanael » 06.10.2004 - 14:55

Zunächst überlegte Igliel noch ob er die Begine sofort auf ihre Sorgen ansprechen sollte, von welchen er während seines Ausfluges während der letzten Nacht Wind bekommen hatte, aber dann entschied er, dass dies noch Zeit hätte. Und erhob sich, während die anderen schon den Wolken entgegenstrebten, in die Lüfte. Wo er sich gleich etwas hinter den Rest der Reisegruppe zurückfallen ließ.

Jenny
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Beitrag von Jenny » 08.10.2004 - 21:31

Pferd war wirklich recht ausdauernd. Gegen Mittag aber brauchten sie eine Rast und bald landeten die Engel bei einem kleinen Gasthaus, wo es eine kurze Möglichkeit gab, sich um Pferd zu kümmern.

Eva beeilte sich ... aber sie lief am Anfang etwas schief. Soviel reiten in den paar Tagen ... das ging schon sehr auf die Gelenke. Sie tränkte das Pferd, rieb es kurz trocken und gönnte sich auch eine Kleinigkeit zu essen und zu trinken. Es gab sonst keine besonderen Vorkommnisse.

Die Begine hoffte nur, dass sie die Nacht in einem Haus verbringen würden. Sie mochte es nicht sonderlich in der Natur zu nächtigen, deswegen fragte sie auch Sangel höflich: "Könnten wir uns für heute Nacht vielleicht ein Gasthaus niederlassen?"

Sangel
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Beitrag von Sangel » 11.10.2004 - 21:00

"Vergebt mir Eva, ich habe zu viel von Euch verlangt. Ich wollte Euch nicht zu sehr anstrengen." Respektvoll und entschuldigend beugte Sangel das Haupt vor der Begine.
"Selbstverständlich können wir die heutige Nacht in einer Herrberge verbringen. Ich lasse sofort alles für uns bereit machen."
*"Varcanel, Igliel, geht in die Herrberge und lasst ein Zimmer herrichten. Wir werden dem Wunsch Evas nachkommen. Sollte es einen Platz für uns geben, werden auch wir in der Herrberge nächtigen; etwas Wärme und ein Dach über dem Kopf wird uns auch gut tun. Wenn es allerdings zu viele Umstände bereitet, bleiben wir draußen."*
Aus den Worten des Michaeliten war nicht ganz zu erkennen, ob es ihm wirklich um die Umstände ging, die es dem Wirt eventuell bereiten könnte oder ob er nicht wollte, dass sich die Schar zu sehr an Komfort gewöhnte. Wenn auch "Komfort" für eine Nacht unter einem Dach schwer übertrieben war. Eben das, was es für einen Ausbilder in Roma Aeterna war: angenehm, aber nicht unbedingt nötig.

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Beitrag von Varcanel » 11.10.2004 - 21:21

Als Varcanel die Stimme seines Michaeliten vernahm, suchte er den Weg vor sich nach dem besagten Wirtshaus ab. Als er keines entdeckte, blickte er fragend in Richtung des Urieliten, zu dem er sich zu diesem Zweck zurück fallen ließ, schließlich waren die Bereiter der Wege für ihre scharfen Sinne weithin gerühmt. "Kannst du das Wirtshaus sehen oder weißt du welches er meint? Ich kenne diese Gegend nicht besonders gut."

Während er noch auf die Antwort seines Bruders wartete, fragte er gleich auch noch Sangel nach genaueren Befehlen.
Sollen wir schon einmal zum Wirtshaus voraus fliegen und alles bereiten lassen? Die Gegend sieht nicht so aus, als ob der Begine Eva Gefahr drohen würde und mit einigen Strauchdieben werden sicherlich auch drei Engel fertig...*
Die Antwort des Michaeliten war denkbar knapp, doch dabei überraschend freundlich: *Selbstverständlich!*

"Wir sollen wohl voraus fliegen, um die Unterbringung sicher zu stellen. Also los!"
Dann fiel ihm aber doch noch eine bedeutende Kleinigkeit ein, wenn sie diese Mission zu einem erfolgreichen Abschluss bringen wollten.
"Sprichst du eigentlich Common, Igliel?"

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Beitrag von sariel » 12.10.2004 - 08:49

Ein Wirtshaus!? Nun Ydriel musste zugeben das das auch für ihn eine neue Erfahrung sein würde. Als er schon zuvor mit der begine gereist war hatten sie die Nächte in Klöstern und, zumindest er, in Kapellen verbracht.
Mit einem leichten Stirnrunzeln blickte er den Michaeliten von der seiute her an.
Aber die Stimme des Herrn würde wissen was er tat.
"Kann ich euch behilflich sein....?" wisperte die sanfte Stimme der Bewahrer des Wissens und hielt Eva eine helfende Hand entgegen.

Nathanael
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Beitrag von Nathanael » 12.10.2004 - 17:32

*Ich höre und gehorche*, antwortete Igliel als er Sangels Stimme in seinem Geiste vernahm und dann beschleunigte er um zu dem Gabrieliten aufzuschließen.

"Sehen kann ich noch keines aber ich denke wir werden noch innerhalb eine Halbtagesrittes wieder auf eines stoßen. An diesen großen Straßen haben die Menschen üblicherweise in nicht allzu großen Abständen Höfe errichtet, welche Reisenden auch über Nacht Schutz bieten können."
...
"Du hast recht wir sollten vorausfliegen und heraus finden, wie weit die Begine auf ihrem Pferd bis zum Anbruch der Nacht kommen kann. ...
Ob ich Common kann? Du etwa gar nicht?" Der kleine Urielit schien ernsthaft erstaunt, wenn nicht gar enttäuscht zu sein. "Ich beherrsche bisher leider nicht viel mehr als den Dialekt der Menschen aus Urielsland aber ich hoffe, dass ich auf unseren Missionen noch mehr lerne."

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Beitrag von Varcanel » 13.10.2004 - 14:59

Dann lass uns hoffen, dass deine iberischen Common-Kenntnisse ausreichen, um unser Begehr verständlich zu machen. Andernfalls müssen wir wohl doch noch nach einem Kloster suchen. Und das sollten wir ohnehin tun, wenn eines am Weg liegen sollte. Dort ist man auch eher darauf vorbereitet Engeln ein Quartier zu bieten.
Also los - du kannst die Entfernung, die dieses Pferd braucht, sicherlich besser einschätzen."
Und mit diesen Worten setzte sich der Gabrielit langsam wieder in Bewegung.

Jenny
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Beitrag von Jenny » 13.10.2004 - 19:18

Igliel und Varcanael kamen nun doch um einiges schneller voran, als wenn sie auf Pferd Rücksicht nehmen mussten. Unterwegs kamen sie an keinem Kloster vorbei. Aber am Nachmittag sah Iglie ein Wirtshaus. Das dürfte genau in der richtigen Wegplanung liegen. Die beiden waren natürlich schon ein paar Stunden früher da. So hatten sie wenigstens genügend Zeit, Schlafplätze zu organisieren. Es war ein angenehmer Flug ... es regnete einmal ausnahmsweise nicht.

Neben dem Haus hing gerade eine Frau in Schürze und Häubchen weiße Lacken auf eine Leine. Sie sah die Engel und erschrak so sehr, dass ein Tuch in das Gras fiel. Würden die beiden etwa dort landen?

~ * ~

Eva lächelte scheu, als Ydriel ihr die Hand zur Hilfe angeboten hatte. Nahm sie aber an. Vor Sangel blickte sie scheu zu Boden. "Nein, ihr müsst nicht um Vergebung bitten ... bitte nicht. Ich bin nur eine einfache Begine." Sie wurde etwas rot im Gesicht. Ein Michaelit entschuldigte sich bei ihr ... aber ... das geht doch nicht ... das war ihr sehr peinlich. Deswegen beeilte sie sich auch, füllte ihren Trinkschlauch auf und bestieg wieder Pferd.

"Wir können gerne wieder weiter. Es ist alles in Ordnung." Wieder dieses leise Lächeln.

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Beitrag von Sangel » 13.10.2004 - 19:36

Sangel bemerkte das Unbehagen ihrer Begleiterin:
"Selbstverständlich ist es an mir mich zu entschuldigen. Wir sind Boten und Diener des Herrn. Unsere Aufgabe ist es ihm zu dienen und die Menschen zu schützen. Mir ist es egal ob ihr ein gemeiner Bürger seid, eine Begine oder die Em. Ihr verdient unseren Schutz und so lange dieser unsere Aufgabe ist, werden wir uns um euch kümmern so gut es geht. Es ist in niemandes Sinne,w enn ihr Eure Aufgabe wegen Erschöpfung weniger gut erfüllt."
Nochmals verbeugte er sich vor der Frau und gab dann wieder Handzeichen um aufzubrechen. Es war unwahrscheinlich dass Eva, trotz seiner Worte, weiter rasten würde. Dann konnten sie ihre Reise auch fortführen.

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Beitrag von Varcanel » 13.10.2004 - 20:35

Varcanel deutete, in dem Glauben und der Hoffnung, dass auch dieser Urielit taktische Zeichen beherrschte, nach unten auf die freie Fläche, auf der die Frau gerade ihre Arbeit unterbrochen hatte und nun zu ihnen herauf starrte. Dann ging er selber in einen schnellen Sinkflug ohne sich noch einmal nach dem kleinen Engel umzusehen.
Wenige Augenblicke später setzte der Todesengel sanft nur wenige Meter von der Wäscheleine entfernt auf und sah sich noch einmal aufmerksam um. Gut, keine Gefahren ersichtlich, freies Gelände, wenn man von dem Haus und einigen Bäumen absah, also stand kein Hinterhalt zu befürchten.
Stumm blieb der schwarz gewandete Engel vor der Frau stehen, die Schwertlanze aufgestützt und das Flammenschwert an der Seite, so dass er fast mehr Ähnlichkeit mit einer drohenden Statue hatte als mit einem Wesen aus himmlichem Fleisch und Blut.
Das Sprechen würde er wohl oder übel dem Urieliten überlassen müssen. Varcanel hoffte, dass dieser ausnahmsweise einmal seiner Rolle als Bote des Herrn gerecht würde.

Nathanael
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Beitrag von Nathanael » 14.10.2004 - 08:15

Nur wenig Lidschläge setzte auch Igliel neben dem Gabrieliten auf und bewegte sich gleich auf die überraschte Frau zu. Als er bei ihr war, bückte er sich kurz, um ihr das herabgefallene Wäschestück zu reichen und hob dann lächelnd zum sprechen an: "Sei gegrüßt! Wir sind Boten des Herrn, du brauchst keine Angst vor uns zu haben. Meine Schar und eine Begine, welche wir begleiten, suchen Unterkunft für die Nacht. Macht euch aber nicht unnötig Mühen, wir kommen mit dem üblichen aus."
Diese Worte sprach langsam und deutlich auf das die verunsichertete Frau ihn auch verstehen mochte. Abwartend guckte er seiner Gegenüber nun direkt in die Augen.

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Beitrag von Jenny » 14.10.2004 - 18:41

Der Frau war es peinlich, dass sich ein Engel nach ihrer Wäsche bückte und sie ging ein paar Meter zurück und verbeugte sich. Dann sprach sie ... zwar etwas langsam, aber gut verständlich. Sie nickte dabei. "Natürlich! Wir sind aber nur ein bescheidenes Gasthaus ... unsere Räume sind nicht bequem. Ich werde das große Dachzimmer und das Essen vorbereiten. Wollt ihr vielleicht einen warmen Tee?"

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Beitrag von Nathanael » 14.10.2004 - 18:58

Der Urielit lächelte erfreut, als er gewahr wurde, dass die Frau ihn verstand. "Tue dies! Aber das Essen muss erst in ungefähr drei Stunden fertig sein. Vorher wird der Rest unserer Schar samt der Begleitung nicht eingetroffen sein. Den Tee nehmen wir dann auch gerne. Und nenne mir doch bitte deinen Namen, damit ich weiß wie ich dich rufen kann."
Dann wante er sich zu Varcanel um: "Sie hat mich verstanden, und wir werden die Dachzimmer gerichtet und auch etwas zu essen bekommen. Meinst du Sangel würde mich hier wahrnehmen oder soll ich den anderen wieder entgegen fliegen?!"

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