Gaias Schmerz - Die Reise zum Kloster Nonnberg - 3. Akt

Das Archiv aller abgebrochener Gruppen
Gesperrt
Jenny
SL Sangels Schar & Janaels Schar
Beiträge: 125
Registriert: 20.09.2004 - 12:23
Wohnort: Leinach / Würzburg
Kontaktdaten:

Beitrag von Jenny » 20.11.2004 - 09:06

Als die Türe von Evas Zimmer aufging, stand die Begine in einem langen weißen Nachthemd am Fenster und hatte sich daran wohl irgendwie zu schaffen gemacht. Sie erschrak, als sie den Todesengel erblickte, die Kerze fiel herunter und der Halter schepperte laut auf dem Boden.

Gleichzeitig draußen vor dem Fenster, war keine Kerze mehr zu sehen, der Mann auf dem Pferd hatte starke Ähnlichkeit, wie in der Nacht zuvor. Sie schien sich mit diesem immerwieder zu treffen? Als der Kontakt abbrich, ließ er sein Pferd steigen ... und ritt sehr schnell und fest um den Hals des Pferdes geschlungen in Richtung des gegenüberliegenden Waldes.

Eva hatte sich schnell zu der Kerze hinuntergebeugt, um sie aufzuheben, obwohl sie bei dem Fall sowieso ausgegangen war. Nur von draußen viel etwas Sternen- und Mondlicht in das Zimmer. Sonst, war es dunkel. Die Begine zitterte am ganzen Leib und sah mit Angst in den Augen zu Varcanel.

Nathanael
Invalid
Invalid
Beiträge: 165
Registriert: 06.04.2004 - 22:19
Wohnort: Göttingen
Kontaktdaten:

Beitrag von Nathanael » 20.11.2004 - 12:53

Als das Licht verlischt und das Pferd sich aufbäumt, nimmt sich Igliel des Reites an. Sollen doch Sangel und Varcanel sich zunächst um die Begine kümmern. Schon brauste er, nun ohne viel aufhebens um seine Lautstärke zu machen, auf das Ross zu und als er merkte, dass dieses Richtung wald gelenkt wurde, versuchte er diesen Weg abzuschneiden.
Während er die Verfolgung aufnahm versuchte, er aber auch noch mal Kontakt mit Sangel aufzunehmen. *Das Licht ist weg und der Reiter versucht Richtung Wald zu flüchten. Ich werde versuchen ihm den Weg abzuschneiden, kümmert ihr euch um Eva oder was auch immer in ihrem Zimmer ist.*

Varcanel
Ankhra
Ankhra
Beiträge: 86
Registriert: 13.04.2004 - 19:18
Wohnort: Göttingen
Kontaktdaten:

Beitrag von Varcanel » 21.11.2004 - 20:58

*Das Licht kam hier aus dem Zimmer. Hier ist nur die Begine - sie stand am Fenster. Und sie benimmt sich recht merkwürdig. Sangel, soll ich Igliel helfen bei der Verfolgung? Ich komme mir hier etwas überflüssig vor, vielleicht solltest du dich lieber mit Eva unterhalten...

Varcanel war nicht ganz geheuer bei der ganzen Sache. Eine Begine sollte nicht mitten in der Nacht merkwürdige Zeichen an Fremde geben. Und sie sollte keine Angst vor einem Engel des Herrn haben!
Irgendetwas stimmt hier ganz und gar nicht...warum hat sie Angst vor mir? Aber wenn ich ohnehin hier bin, kann ich auch versuchen das auszunützen...

Mit grimmer Miene schritt er auf die nur spärlich bekleidete Frau zu und fragte sie dann in Latein: "Was machst du da? Kannst du mir das erklären?"
Derweil wartete er auf die Antwort Sangels.

Sangel
Aariel
Aariel
Beiträge: 52
Registriert: 28.04.2004 - 18:34
Wohnort: s. Aariel

Beitrag von Sangel » 22.11.2004 - 17:45

SdS, Varcanel:*Setz sie fest, Varcanel, sie soll sich nicht rühren! Igliel, koordiniere uns, wir nehmen ihn in die Mangel. Lass ihn auf keinen all entkommen, wir werden nicht ruhen bis wir ihn haben. Was auch immer es ist, es wird lebend gefangen!*

Sangel schäumte vor Wut und das war über die Seele der Schar auch deutlich zu hören. Was nahmen sich diese beiden Menschen heraus. Hierfür würde jemand einiges zu erklären haben.

Jenny
SL Sangels Schar & Janaels Schar
Beiträge: 125
Registriert: 20.09.2004 - 12:23
Wohnort: Leinach / Würzburg
Kontaktdaten:

Beitrag von Jenny » 22.11.2004 - 18:53

Die Begine sah nicht mehr zu Varcanel auf. Sie blieb zusammengekauert auf dem Bretterboden liegen und zitterte. Sie wagte es nicht, den Blick zu heben. "Ich ... meine Schwester ... es tut mir leid ... ich wollte ... " Dann verstummte sie und schluchzte bitterlich. Sie murmelte leise Gebete, wo sie Gott um Vergebung bat.

Der Reiter hatte ein schnelles Tempo angeschlagen. Als Igliel dem Pferd den Weg abschnitt, bäumte es sich auf und der Urielit musste einige Schritte nach hinten tun, damit er nicht von den mächtigen Hufen des Tieres getroffen wurde. Der Mann tat einen erstaunten Schrei, konnte sich aber auf dem Tier halten. Nun wollte er zur Seite ausweichen.

Varcanel
Ankhra
Ankhra
Beiträge: 86
Registriert: 13.04.2004 - 19:18
Wohnort: Göttingen
Kontaktdaten:

Beitrag von Varcanel » 22.11.2004 - 22:57

Na großartig! Wir sind noch nicht einmal am Zielort und schon gibt es Probleme...und jetzt kriege ich bestimmt nichts aus ihr heraus...

So beschränkte Varcanel sich also darauf mit grimmer Miene und der Schwertlanze in der Hand darüber zu wachen, dass Eva sich nicht aus dem Zimmer entfernte. Er betrachtete sie nicht als Bedrohung, zumindest nicht körperlich. Alles andere war Sangels Sache...

Nathanael
Invalid
Invalid
Beiträge: 165
Registriert: 06.04.2004 - 22:19
Wohnort: Göttingen
Kontaktdaten:

Beitrag von Nathanael » 23.11.2004 - 18:54

Noch bevor der Fremde das Pferd ganz wenden konnte, sprang Igliel auf um sich mit kräftigen Schwingenschlägen wieder in die Luft zu heben, dabei versuchte er dem Pferd noch einen heftigen Schlag auf die Nüstern zu versetzen, um es erneut zum scheuen zu bringen. Die daraus entstehende Verwirrung bei Tier und Mensch wollte er nutzen, um mit dem Schwung des Aufstiges den Reiter aus dem Sattel zu stoßen. Verzeih armes Tier aber der Schlag gilt mehr deinem Herrn als Dir!

Sangel
Aariel
Aariel
Beiträge: 52
Registriert: 28.04.2004 - 18:34
Wohnort: s. Aariel

Beitrag von Sangel » 23.11.2004 - 21:44

Der Michaelit wurde langsam ungeduldig. Sich nur auf sein gehör verlassend flog er durch die Nacht und das bisschen Mondschein lies ihn zumindest etwas genauer die Richtung erkennen. Das wiehern des sich aufbäumenden Pferdes lies ihn etwas genauer erahnen wo er hinmusste, doch ihm platzte der Kragen.

SdS: *Igliel, verflucht. Wo muss ich hin?*

Nathanael
Invalid
Invalid
Beiträge: 165
Registriert: 06.04.2004 - 22:19
Wohnort: Göttingen
Kontaktdaten:

Beitrag von Nathanael » 26.11.2004 - 16:08

Es schien zu glücken, erschreckt durch den Hieb auf seine weiche empfindliche Schnauze fing das Ross an zu steigen. Igliel schoß von seinen Schwingen emporgeschwungen auf den Fremden zu, doch die Bewegung des Pfedes ließ ihn sein Vorhaben nicht so vollenden, wie er es sich vorgestellt hatte. Statt den Mensch mit der Faust zu treffen, rammte Igliel ihn mit dem ganzen Körper, was nicht nur den Fremdling aus dem Sattel beförderte sondern den kleinen Urieliten ordentlich ins Trudeln brachte. Mit einem Krachen landete der Reiter auf dem Erdboden, während Igliel sich damit abmühte wieder eine stabile Fluglage zu erreichen.
*Komm in Richtung des Kampflärmes! Der Fremde ist hier zu Boden gegangen. Wir sind am Waldrand! Wenn Du schnell hier sein kannst werde ich versuchen das Pferd wieder einzufangen.*

Sangel
Aariel
Aariel
Beiträge: 52
Registriert: 28.04.2004 - 18:34
Wohnort: s. Aariel

Beitrag von Sangel » 02.12.2004 - 05:51

tatsächlich war der Lärm gut zu hören und Sangel brauchte nur seinem Gehör zu folgen. Etwas schweres knallte auf den Boden etwas weiter vor ihm und Sangel zog kampfbereit seine Waffe. so schnell es ging bewegte er sich auf Igliel, den er inzwischen auf Grund seiner Schwingen erkennen konnte zu und erkannte bald auch die Umrisse des Pferdes und des ehemaligen Reiters auf dem Boden.
Gerade als dieser sich erheben wollte, kam Sangel an und beschloss die volle Wucht seines Anlaufes zu nutzen um ihn genau da wieder hin zu befördern, wo er herkam. Die Schulter des Engels traf den Mann in den Rücken und drückte ihm die Luft aus der Lunge. Keuchend und um Atem ringen lag der Mann nun vor den beiden Engeln und drehte sich mit Mühe auf den Rücken. Mit geweiteten Augen starrte er die beiden Boten des Herrn an.
"Nimm das Pferd, Igliel!"
Das Schwert des Michaeliten hing in seiner Hand an seiner Seite runter. Was da vor ihm war, bedeutete keine Gefahr für ihn, kein Grund zu drohen. Dennoch war er ihm rede und Antwort schuldig.
"Was treibt Euch im Dunklen durch die Nacht hierher?"
Bestimmt und herrisch stellte er die Frage und es war besser ihr nicht auszuweichen.

Jenny
SL Sangels Schar & Janaels Schar
Beiträge: 125
Registriert: 20.09.2004 - 12:23
Wohnort: Leinach / Würzburg
Kontaktdaten:

Beitrag von Jenny » 02.12.2004 - 07:24

Der Mann war etwas benommen. Wie hatte das nur geschehen können. Er war ein sehr guter Reiter ... und sein Hengst, war ein ausgesprochenes ruhiges Tier. Hat er ihn zu sehr getrieben. Wehmütig und entschuldigend sah er kurz zu seinem Pferd.

Er versuchte sich aufzurichten und nickte als Zeichen, dass er antworten wollte. "Bitte verzeiht, werter Michaelit. Ich wollte nicht herumschleichen. Ich bin in Eile. Ich wollte euch nur einholen, kurz mit ... Lucia sprechen ... Ihr kennst die Frau unter dem Namen Eva. Ich will euch nichts verheimlichen ... wirklich. Es tut mir leid, dass es soweit gekommen ist. Bitte verzeiht."

Sangel
Aariel
Aariel
Beiträge: 52
Registriert: 28.04.2004 - 18:34
Wohnort: s. Aariel

Beitrag von Sangel » 02.12.2004 - 14:30

Sangel ging einen weiteren Schritt auf den Mann zu und machte somit klar, dass er nicht aufstehen würde.
"Was auch immer ihr ihr zu sagen habt, sagt ihr mir. Ihr unterliegt in deisem Augenblick meiner Gnade. Auch sie wird mir noch Rede und Antwort stehen was dieses Gehabe zu bedeuten hat. Aber vor allem, wie kommt ihr auf den Namen Lucia? Sie trägt als Dienerin des Herrn den Namen Eva und ist als solche auch anzusprechen."

Jenny
SL Sangels Schar & Janaels Schar
Beiträge: 125
Registriert: 20.09.2004 - 12:23
Wohnort: Leinach / Würzburg
Kontaktdaten:

Beitrag von Jenny » 02.12.2004 - 22:02

Der Mann senkte den Blick und er war sich natürlich bewusst, in welcher Lage er sich befand.
"Ich korrigiere euch nicht gern ... aber ihr Name ist nicht Eva. Das war ihre Schwester. Lucia hat ihren Platz eingenommen ... einfach so ... ohne, dass jemand bescheid wusste. Eva musste sterben ... und ihre Schwester will wissen, warum."

Gesperrt

Zurück zu „Archiv der abgebrochenen Scharen“