Manum de tabula - Der Sonne entgegen (I. Akt - Intime)

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Siriel
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Beitrag von Siriel » 16.04.2005 - 10:15

"Disteln sind vor allem recht nützlich. Nicht wenige Leute kochen sich ab und an einen heilenden Sud daraus."

Siriel machte eine kurze Pause und fuhr dann fort,

"Aber, in erster Linie finde ich es grade angenehm, dss man nicht alle zwei Schritte zu Boden schauen muss, um nicht in eine hinein zu treten."

Ein fröhliches Lächeln umspielte seine Lippen. Mit der Linken strich er sich die vorderen beiden Strähnen, welche sich einfach nicht in seinen Haarknoten verbannen ließen, aus dem Gesicht und blickte auf das Meer hinaus.

"Eigentlich ist es ja ganz schön hier, wenn es nur nicht im endeffekt so lebensfeindlich wäre."

Er rüttelte ein wenig mit den Flügeln und rechte dann seine Arme 'gen Himmel.

"Haben wir eigentlich eine weite Reise vor uns?"

Dabei sprach Siriel niemand bestimmtes an; Seine Augen wanderten schlichtweg über das Meer.

Carael
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Beitrag von Carael » 16.04.2005 - 14:10

Carael nickte, und trat bei Seite als Nemoniel startete.
Dann legte sie sich die Gurte der Schläuche um den Hals.
Mit einem leisen Seufzer breitete sie dann die Schwingen aus, und sprang, unterstützt von einigen kräftigen Flügelschlägen, in die Luft, um bald darauf neben Nemoniel zu fliegen, und sich an die anderen zu wenden.

*Wir sind jetzt auf dem Weg zurück. Wir haben Wasser gefunden.* meldete Carael knapp.

Kurze Zeit später setzten ihre kleinen Füße sanft auf dem trocknen Boden auf. Eine kleine Staubwolke begleitete sie, als sie, die Schwingen zusammenfaltend, Fanyael und Siriel jeweils ihre Wasserschläuche brachte.

Ein wenig ärgerte sie sich noch immer. Der Michaelit hielt sie wohl noch immer für unfähig, undnichtmal ihre Stichelei hatte ihn gekratzt. Stand sie neben Fanyael und sah Nemoniel beim Landen zu. Dann schluckte sie.
Was würde der Michaelit zu den nassen Kriegsröcken sagen?

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Beitrag von Fanyael » 17.04.2005 - 18:37

Fanyael blickte aufs Meer hinaus und ihre Gedanken schweiften immer mehr ab. Doch die Stimmung in der Schar bedrückte sie immernoch.

Sie konnte kaum vernehmen, über was sich Siriel und Tyriael unterhielten, doch an den Klang ihrer Stimemn konnte sie erkennen, dass es mal kein Streit war und ein Lächeln huschte über ihr Gesicht.
'Vielleicht wird die Stimmung nun ja besser!' dachte sie sich und drehte sich wieder zu den anderen um.

In dem Moment sah sie, wie Nemoniel und Carael mit den neu gefüllten Wasserschläuchen zurück kehrten.
Carael reichte Fanyael ihren Wasserschlauch und sie lächelte sie an. "Danke," sagte sie und betrachtete sie dann noch einmal genauer.
Caraels Haare hingen ihr nass ins Gesicht und auch ihre Kleidung war durchnässt. Dann blickte sie zu Nemoniel dessen Kleidung ebenfalls ganz durch nässt war.
Etwas vrwundert blickte sie wieder zu Carael. "Was ist passiert?" fragte sie.

Cobalt
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Beitrag von Cobalt » 19.04.2005 - 14:05

Tyriael empfing die Nachricht Caraels, antwortete jedoch nicht.

Als die beiden Engel schließlich auf dem Lagerplatz landeten musterte der Michaelit sie mit unverholener Belustigung. "Na? Wart ihr schwimmen? Oder hat man euch noch nicht beigebracht das man OHNE Tunika badet?"

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Beitrag von Carael » 19.04.2005 - 14:10

Ein wütendes Blitzen leuchtete in Caraels Augen auf.
Sie hatte die Hände zu Fäusten geballt, und ihre Flügel zuckten nervös.

'Ruhig bleiben... bleib ruhig... Er ist einfach zu dumm um zu erkennen dass er auch nicht viel besser ist als du,... als alle anderen... Er mag eine Stimme Gottes sein, aber dennoch...' sie führte den Gedanken nicht zu Ende, sondern wandte sich um, und sah Fanyael ein wenig freundlicher an.

"Es war ein kleiner... Unfall" sagte sie, so leise dass ausschließlich Fanyael es hören konnte. Dann trat sie an ihr vorbei, faltete die Flügel ein, und stellte sich mit verschränkten Armen an den Rand der Klippe, und blickte mit nachdenklich-verträumtem Gesichtsausdruck aufs Meer hinaus.[/i]

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Beitrag von Puxe » 19.04.2005 - 18:42

Nemoniel musste sich zurückhalten, doch durch ihre vorherige Aktion war er zu erschöpft, um sich noch auf einen Streit einzulassen. Außerdem musste er seine Kräfte einteilen, sie würden sicher nicht allzulange hier verweilen.
"Wenn du es so siehst, wird es so gewesen sein, der du bist wie Gott", sagte er kalt. Er setzte sich hin nahm einen gierigen Schluck von einem der frisch gefüllten Wasserschläuche und würdigte die Schar keines Blickes mehr.

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Beitrag von Carael » 27.04.2005 - 14:18

Es dauerte einige Zeit, einige Zeit der beinahe vollkommenen Stille, nur ab und an durchbrochen durch ein kaum hörbares Atmen oder Flügelrascheln, die Carael dort an der Klippe stand.

Sie waren noch nicht wirklich lang geflogen, und Carael für ihren Teil fühlte sich voller Kraft und Tatendrang - und gerade ziemlich ausgebremst.
So drehte sie sch um, und ging , so lautlos es ihr ohne Uriels Gaben möglich war, hinüber zu Tyriael und sah hinunter auf ihn und seine Karten.
Sie atmete einmal tief durch bevor sie ihn ansprach.
"Tyriael... Ich würde vorschlagen wir fliegen weiter... wir sind alle noch nicht müde, und ausruhen können wir uns auch noch wenn wir in Barnar angekommen sind... Jeder hat jetzt genug Proviant, und es ist schon Mittag... "

Sie versuchte so neutral und gleichgültig zu klingen wie nur irgend möglich, denn sicherlich wollte sie sich nicht Tyriaels Unmut auflasten...Er hielt sie ja sowieso für klein und dumm...

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Beitrag von Cobalt » 27.04.2005 - 21:14

Tyriael hob den Blick und fixierte die Urielitin. "Ich nehme deinen Vorschlag zur Kenntnis." antwortete er langsam, jedes Wort abwiegend.
'Natürlich, was für eine grandiose Idee. Möglichst erschöpft und müde sollten sie sein, wenn sie in gefährliches Territorium eindringen würden.

Dann schüttelte er langsam den Kopf. "Ich denke...", er unterbrach sich kurz und wandte seinen Blick zurück auf das offene Meer um nacher fortzusetzen, "... das wäre keine besonders schlaue Idee. Bedenke, wir könnten auf Traumsaat treffen. Und, Nemoniel wird mir zustimmen, es ist nicht sonderlich schlau wenn wir erschöpft und müde sind."

'Wie immer. Urielis Engel, typisch.

"Wenn du keine Müdigkeit verspürst, macht es dir sicher nichts aus noch einen Rundflug zu machen, nur um sicher zu gehen, oder?"

Ohne die Urielitin weiter zu beachten widmete sich Tyriael wieder seinen Karten.

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Beitrag von Carael » 27.04.2005 - 21:27

Carael öffnete den Mund um etwas zu sagen - schloss ihn aber gleich wieder, da sie angesichts der vor Sarkasmus nur so triefenden Aussage des Michaeliten total perplex war.
Mit einem entrüsteten Schnauben wirbelte Carael mit einer Staubwolke herum, breitete ohne Rücksicht auf herumstehende Scharmitglieder ihre Flügel aus, und erhob sich mit staubwirbelden festen Schlägen in die Lüfte - egal ob Tyriaels karten wegflogen oder Fanyaels Haar durcheinandergeriet.

Was bei allen Erzengeln dachte dieser Michaelit wer er war und wie er mit ihr umgehen konnte?! Wütend schob sie sich mit immer kräftiger werdenden Schlägen hoch in den Himmel hinauf.

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Beitrag von Puxe » 29.04.2005 - 22:10

Nemoniel schaute bei der Erwähnung seines Namens kurz auf, jedoch war der Vorschlag Caraels für ihn kein Kommentar wert. Mit einer schnellen Bewegung hatte er sein Krummschwert aus der Scheide gezogen, bemerkte jedoch, dass er keinen Schleifstein im Beutel hatte. "Hat zufällig jemand einen Schleifstein bei sich?", fragte er gelangweilt in die Runde.

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Beitrag von Carael » 03.05.2005 - 20:19

Langsam flog Carael wieder in das gebiet mit dem Wald. Bloß lange von diesem fürchterlichen Haufen von Schar wegbleiben.

Als sie den Wald erreicht hatte, bekam sie ein merkwürdiges Gefühl in der Magengegend.
'Er hasst mich, er hasst mich abgrundtief, er ist so gemein zu mir, so... unfair! Ich will hier weg, hoffentlich ist das alles bald vorbei!' dachte sie traurig, als sie zur landung ansetzte und mehr stolperte, alsdass sie sanft aufsetzte.
Mürrisch wischte sie sich eine träne aus dem Augenwinkel.
'Reiß dich gefälligst zusammen zu Heulsuse! Das kann ja wohl nicht angehen, dass du wegen so einem Mist anfängst zu heulen! Schluss damit! Ab zurück in die Luft, und Gebiet ausgekundschaftet! Dann hat er wenigstens nichts zu meckern!

Sich selber bestätigend nickte die kleine Urielitin, und schwang sich mit ein, zwei kräftigen Schlägen zurück über die Baumwipfel.
Um gleich darauf gebannt mit eifrigen Flügelschlägen über den Wipfeln stehen zu bleiben und wie bezaubert auf die Nachbarlichtung starrend.

Da...da war doch was gewesen, sie hatte es genau, GENAU gesehen!
wie ein Adler im Sturzflug ging Carael auf der anderen Lichtung nieder, noch im Rennen sich bückend und mit den Fingerspitzen die feinen Linien in der leicht feuchten Erde des Waldbodens berührend.

Ja. Eine Spur. Ihre Augen hatten sie nicht getäuscht...

Gebückt und mit dem Gesicht nah am Boden folgte sie der Spur... Und quiekste auf, als ihr ein Ast ins Gesicht stach. Mit gerunzelter Stirn bahnte sie sich den Weg durch das Gestrüpp, geknickt bemerkend, dass ihr die Äste die schönen Federn malträtierten.

Tiefere Falten bildeten sich auf ihrer Stirn, als sie im gebüsch verharrte, und in die Richtung aus dem gebüsch sah, in die die Fußspuren wiesen - von hier aus hatte man beste Sicht auf die Klippe und die Engel.
Caraels feine Augen konnten genau sehen, wie Tyriael die Karten las, wie Nemoniel an seinem Schwert herumfummelte, wie fanyael gedankenverloren in die Welt sah und wie Siriel immernoch mit irgendwelchen Kräutern beschäftigt war.

Höchst aufmerksam folgte sie dann den Spuren wieder hinaus aus dem gebüsch...und blieb ratlos stehen, als diese sich irgendwann auf dem harten Boden verloren.
"Mist!"

*Tyriael!* erklang Caraels aufgeregte Stimme in Tyriaels Geist.
*Hier...hier ist was!!! Ich hab Spuren gefunden! Die kommen aus dem Nichts, und führen in ein Gebüsch... von dem aus man die Klippe auf der ihr rastet wunderbar beobachten kann... Dann führen sie wieder heraus... und verlieren sich dann... ich bin mir sicher, dass und jemand beobachtet hat... Aber dieser jemand ist jetzt nicht mehr hier... Vielleicht hier in der Umgebung... Wer weiß, aber der muss hier irgendwo sein! Bestimmt!*
sandte sie dem Michaeliten nervös, und sah sich um wie ein in die Enge getriebenes Tier, während sie auf Tyriaels nächsten Befehl wartete.

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Beitrag von Cobalt » 04.05.2005 - 21:10

Der Michaelit war noch immer in Gedanken versunken als er die zarte Stimme der Urielis-Schwester in seinem Geist wispern hörte. Mit einem Mal war er hellwach und seine Sinne schärften sich. Eine Landkarte glitt aus seinem Schoß und segelte, von den Dingen unbeeindruckt, über die Klippen hinab, doch Tyriael achtete nicht darauf, achtete nicht auf das unscheinbare Stück Papier das sich über seine neugewonnene Freiheit freuen konnte. Doch nicht für lange. Denn Wasser verträgt sich nicht mit Papier, oder umgekehrt.

*Weg da Carael, in die Lüfte!*

Noch im selben Augenblick sprang er auf und riss seine Klinge aus der Scheide. Das schwache Licht der Abendsonne ließ die schlanke Waffe rötlich schimmern und schemenhaft konnte er die Linien seiner Tättowierung erkennen. Doch fehlte ihm die Muße sie näher zu betrachten, stattdessen fixierte er den überraschten Gabrieliten und sprach mit lauter Stimme:

"Nemoniel! Wir befinden uns möglicherweise in Gefahr! Achte auf die Beiden!"

Und schon warf sich Tyriael mit kräften Schlägen seiner schneeweißen Schwingen in die Lüfte.

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Beitrag von Puxe » 05.05.2005 - 11:09

Nemoniel, der gerade mit zufriedenen Gesichtsausdruck die Schärfe seines Krummschwerts prüfte, zuckte sofort auf, als seine Ohren dass ihm vertraute Geräusch einer Klinge, die aus ihrer Scheide glitt wahrnahmen.

Mit einem Satz war er auf den Beinen und sein Flammenschwert gezogen, während sein Flammenschwert aufloderte, vernahm er den Befehl Tyriaels. Doch bevor er antworten konnte, hatte sich der Michaelit bereits von dem Felsen gestürzt. Wütend sah er ihm nach, wie gern hätte er sich in den Kampf gestürzt, doch er hatte sich geschworen, keine Befehle mehr zu verweigern.

"Gut, wir bilden eine dreier Formation, Siriel du gehst ans Nordende, Fanyael du besetzt das Ostende, während ich mich um das Südende kümmere, sagte er während seine Schwärter zurück in ihre Scheiden glitten.

"Von hier aus kann uns wenigstens nichts aus dem Hinterhalt angreifen, auch wenn wir relativ ungeschützt sind, sobald wir jemand oder etwas wahrnehmen, wird bescheid gegeben soweit alles klar?" fragte er, während die Signumstätowierung auf seiner Stirn zu pulsieren begann.

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