Das Schwarze Herz 1 - Wie der Wind weht

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Ta-mil
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Das Schwarze Herz 1 - Wie der Wind weht

Beitrag von Ta-mil » 03.05.2005 - 22:36

Still lag die Luft über dem Kloster, die brühtende Mittagshitze hatte alle in die tieferen Gefilde des Gemäuers getrieben. Nur ein paar Templer und der Engelslenker an der Flugplattform versahen ihren Dienst vorschiftsmässig, so wie es die Anordnung von Ab Dimitri war. Irgendwo hörte man eine Katze maunzen, ansonsten waren nicht viele Geräusche zu vernehmen.
Zuletzt geändert von Ta-mil am 04.12.2005 - 00:11, insgesamt 1-mal geändert.

Zurael
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Beitrag von Zurael » 04.05.2005 - 10:00

Der Wind peitschte den Engel Ramiels immer wieder ein klein wenig von seiner eigentlichen Flugroute weg. Zurael selbst hätte nicht gedacht, dass es so mühseelig hätte werden können, zu jenem besagten Kloster zu gelangen. Von der imensen Hitze, welche in diesen Gegenden vorherschte bekam er dort oben nicht allzu viel mit, eher im Gegenteil.
Er runzelte ein wenig die Stirn und kniff die Augen zusammen, ob der Helligkeit wegen, an die er sich nie so richtig gewöhnt hatte.
Er seufzte leise und gleitete weiter... hinweg über eisige Böen und luftige Winde. Wann hatte er wohl das letzte mal so einen weiten Weg zurück gelegt? Es mochte wohl schon Jahre zurückliegen, die er nun schon auf des Herrn Erden verbracht hatte.

Doch was mochte ihn wohl dieses Mal erwarten? Sollte er wieder einer neuen Schar zugeteilt werden? Natürlich... Was auch sonst.
Abermals hätte man über den Wolken ein leises Seufzen vernehmen können, wäre man in Zuraels unmittelbarer Nähe gewesen.
Doch mit diesen Gedanken, welche um ihn herrum schwirrten, wie lästige Mücken in Sommernächten, verging die Flugzeit doch gleich wesentlich schneller. Es dauerte nun also vielleicht schon eine knappe Stunde, bis er in einiger Ferne schon die Konturen des Klosters sah, welche langsam immer festere Gestalten annahmen, und schließlich ein 'fertiges' Kloster bildeten.

Er flog zügig, aber ohne Hast weiter, immer darauf bedacht nicht allzu viel seiner Kraftreserven zu erschöpfen, denn, der Herr allein wusste, wielang er Zeit zum rasten und meditieren hatte.
So dauerte es also nicht mehr lange bis Zurael schließlich zum Landeanflug ansetzte, und wiederum nur kurze Zeit später sanft auf dem kargen Boden der Flugplattform aufsetzte.
Das Kloster ansich wirkte wahrlich beeindruckend, zumindest für ein Kloster. Zurael musste nur kurz warten, und schon schritt eine Begine mit hastigen und eilenden Schritten auf ihn zu.
Ein breites Lächeln umspielte ihre vollen Lippen, als sie auf ihn zutrat.
"Seid mir gegrüßt, Engel des Herrn, Bote des Lichts, mein Name ist Sophie - und ich wurde gesandt um euch zu eurer Cella zu führen.", sprach sie in einem recht hochgestochen wirkenden Tonfall.
Zurael nickte sachte, und schenkte der noch recht jungen, südländischen Begine ebenfalls ein herzliches Lächeln.
"Auch ich grüße euch, Begine Sophie... Ich bin Zurael, Engel des Ramiel und ich werde euch nun zur Cella folgen.", sprach der Ramielit in einem freundlichen Tonfall.
Nach diesem recht kleinen Wortwechsel drehte sich die Begine halb um, deutete Zurael noch einmal ihr zu folgen und ging dann schließlich.

Nach einem recht kleinen 'Spaziergang' durch die Gänge des Klosters standen beide nun vor einer massiven Tür.
"Hier ist es... Ruht euch ein wenig aus, Bote des Lichts.", sprach die Begine und ließ Zurael mit sich allein.
Zurael öffnete seinerseits rasch die Tür und trat in die Scharcella ein.
Ein schweifender Blick verriet ihm, dass es sich tatsächlich um eine übliche, triste Scharcella handelte.
So ließ er sich also in einer der Ecken im Schneidersitz nieder und begann in aller Stille zu meditieren.
Man würde sich schon bei ihm melden, wenn es so weit wäre... Hoffte er zumindest...

Anastasiel
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Beitrag von Anastasiel » 04.05.2005 - 21:53

Es dauerte eine Weile, dann kam auch das bezeichnete Kloster in Sicht. Es war im mediterranen Stil erbaut, und Anastasiel liebte diese Bauweise. Freudig lächelnd ging sie erneut in einen Sinkflug über, bevor sie sanft und elegant im Innenhof landete.

Diesmal überließ Sajael der Urielitin die Führung und landete in einigem Abstand um sich dann kurz umzusehen. Die runden Formen des Baustils gefielen ihr und sie fühlte sich spontan wohl innerhalb der festen Mauern. Ihr Wasser würde sie vor der Weiterreise auffüllen müssen, aber das hatte noch Zeit.

Zugleich kam ein Monach herbeigeeilt der die beiden Engel begrüßte. Dann führte er beide zu den Cellae der Engel im ersten Stockwerk, und zeigte je einer der beiden eine Cella für sich. Er erklärte ihnen kurz wo sie etwas zu Essen herbekommen würden und wo sie den Ab finden konnten. Dann entschuldigte er sich und verschwand. Anastasiel nickte Sajael zu, und trat mit lautlosen Schritten in ihre Cella ein, und schloss die Tür hinter sich.

Sajael erwiderte das Nicken der Schwester und betrat dann ebenfalls die ihr zugewiesene Cella. Sie beschloss sich später noch etwas zu essen zu besorgen, da sie doch ein leises Hungergefühl nach der Arbeit im Dorf und dem langen Flug verspürte. Doch erst einmal wollte sie ausruhen und ihre Tasche ordnen, bevor sie sich auf die Suche nach dem Refektorium des Klosters machen würde.


Anastasiel blickte sich in der kleinen Cella um. Sie war gemütlich, und wirkte durch die Sandfarben schön warm. Sie legte ihre Taschen und ihre Waffen auf dem Tisch ab, stellte sich ans Fenster und sah hinaus.
Eine gute Idee, hier die Nacht zu verbringen... Später würde sie sich noch etwas zu Essen besorgen und dann die Umgebung erkunden. Und vielleicht würde sie die Raphaelitin ja sogar begleiten.
Mit ernster Miene ließ sich die Urielitin auf dem kleinen Meditationshocker unterhalb des Fensters nieder, schloss die Augen, und während sich ihre Atmung beruhigte glitt sie langsam in die Meditation und das Gespräch mit Gott und Uriel hinüber.

Samuriel
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Beitrag von Samuriel » 05.05.2005 - 21:03

Anuel's Schwingen zerteilten die ungewohmt heiße Luft rauschen und die einzelnen Federn fügten sich dem ebenso warmen Windhauch der ihn schon die ganze Zeit umspielte.
Er war schon eine geraume Weile unterwegs mit dem Ziel das Kloster, das gerade vor ihm winzig klein noch am Horizont auftauchte zu erreichen. Mittlerweile war ihm richtig warm geworden, doch er genoss es auch von den wärmenden strahlen der Sonne gekitzelt zu werden, die man in den kühleren Gebieten nicht so oft zu spüren bekahm.

Es dauerte noch eine Stunde bis er von dem Kloster langsam richtige Formen erkennen konnte, und offensichtlich drückte sich auch dort jeder der es konnte vor der Mittagshitze. Nur wenige Beginen und Monachen befanden sich soweit er sehen konnte draußen. Die meisten blieben wohl lieber in den Kälte spendenden Mauern.

Anuel flog soweit bis er fast über der Landplattform war, wo er schon eine Begine sah die sich schickte, den Platz wo Anuel vermutlich aufsetzen würde zu erreichen. Elegant stellte er seine Flügel schräg und überwand mit einem großem Kreis die letzten Meter. Sanft setzte er auf, falltete die Flügel geordnet auf dem Rücken zusammen und hob die Augen. Wie er erwartet hatte stand die Begine auch schon vor ihm.

"Seid mir gegrüßt, Engel des Herrn, Bote des Lichts. Mein Name ist Sophie, ich wurde gesand um euch hier eine Cella zuzuweisen."

"Seid ihr auch mir gegrüßt Sophie. Ich bin Anuel vom Orden der Michaeliten. Kannst du mir sagen ob sich zur Zeit hier noch mehr Engel aufhalten?"

Die Frage kam impulsiv, nach dem langem Flug sehnte er sich nach ein bischen gleichgestellter Gesellschaft, und Engel waren ihm dabei immer lieber.

"Es befinden sich ein einzelner Ramielit und ein Urielit und ein Raphaelit in den Cellas."

Anuel überlegte kurz, dann antwortete er;

"Wenn es erlaubt ist würde ich mich gerne mit dem Raphaeliten treffen. Führt mich bitte zuerst zu ihm, wenn ich eine eigene Cella benötige finde ich euch schon."

Die Begine nickte, und marschierte dann gleich frischen Schrittes vorraus. Sie liefen ein paar Minuten schweigsam durch das Kloster bis sie in einen Bereich kahmen wo sich die Cellas der Engel befanden und Sophie schließlich vor einer der Türen zum stehen kahm. Sie verbeugte sich noch vor Anuel und deutete auf die Tür.

"Hier ist es. Wenn ihr noch etwas braucht lasst es mich wissen."

"Ich werde euch finden, keine Sorge"

Er wartete noch bis die Begine um die nächte Ecke verschwunden war, dann klopfte er an der Tür. Einen Moment später öffntete er und trat ein. Wie erwartet erblickte er im inneren einen Engel gezeichnet mit den Scriptura Linien, der ihn etwas verwundert ansahen. Schnell ergriff Anuel das Wort.

"Seid mir gegrüßt. Meine Name ist Ganuel, vom Orden der Michaeliten. Entschuldigt mich wenn ich störe doch ich bin schon länger alleine unterwegs und als ich hörte das ihr euch in diesem Kloster aufhaltet dachte ich mir, vielleicht könnten wir uns etwas Gesellschaft leisten?"

Sein Blick war freundlich, aber bestimmt. Wenn er eine Abfuhr erhalten sollte, würde er sofort verschwinden. Aber lieber wäre ihm eine Einladung...
Zuletzt geändert von Samuriel am 07.05.2005 - 07:32, insgesamt 3-mal geändert.

Tanyael
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Beitrag von Tanyael » 06.05.2005 - 13:19

Aus der kleinen Schlucht in den Hügeln nördlich des Klosters war einen Rausche zu hören als würde jemand mit einer Fackel nach dem Wind schlagen und wenn man dichter herranschlich und sich vorsichtig verhielt konnte man auf der kleinen Fläche einen weiblichen Engel sehen, die mit einem großen hölzernen Schwert Kampfübungen abhielt.
Ihre feinen Linien ihrer Scriptura waren deutlich auf ihrer glänzenden Haut zu sehen als der schwache Feuerschein des brennenden Holzes vor ihrem Körper tanzte.

Tanyael trainierte immer mit einem brennenden Holzschwert wenn sie Schattenkämpfe mit Feuer machte. Sie war jetzt schon eine Woche hier in der Gegend und im Kloster und in der ganzen Zeit hatte sie nicht einen Gladier gesehen der ihrer zweiten Seelenhälfte seine Macht zurückgeben konnte wenn diese verbraucht war.
Aus diesem Grund schonte der Engel ihr Schwert.

Nach einer weiteren Stunde des Schwerttanzes kehrte Tanyael wieder in ihre Ausgangsposition zurück und atmete dreimal tief durch. Sie sah sich um und war eigentlich von der tristen Schönheit der kleinen Schlucht beeindruckt. Es war hier so ruhig als würde es keine Engel, keine Mensche und keine Traumsaat geben. Nur sie und ihr Herr, ein leises Rauschen ertönte als sie ihre Flügel ausbreitete und leicht lockerte. Grinsend sah sie auf ihren Schatten auf dem kühlen Boden, der eine schmale Gestalt mit riesigen Schwingen zeigte. Sie spürte den Luftzug den ihre Flügel verursachten und wie schon sooft fing sie an mit ihren Flügeln zuschlagen bis sie sich nicht mehr auf dem Boden halten konnte.
Langsam erhob Tanyael sich in die Luft und brachte immer mehr Abstand zwischen sich und der kleinen Schlucht.
Sie stieg dabei so hoch auf das sie das Kloster, ihr derzeitiger Wohnsitz sehen konnte. Mit einem letzten traurigen Blick auf die Schlucht drehte sie sich und flog langsam auf das Kloster zu. Als sie einen kleinen Bach überflog wendete sie sich und glitt rasch spiralförmig nach unten bis sie nur einen Meter über dem Wasser den Weg des Baches folgte und ihr Holzschwert löschte. Warmfeuchter Dampf umhüllte sie kurz und ein helles Lachen war zu hören.
Wahrlich Tanyael genoss den Augenblick der Freiheit, keine Aufgabe, keine Sorgen. Einfach nur sein.

Als dann der kleine Bach zwischen den Bäume verschwand stieg sie fast senkrecht in die Luft, bis zu einem imaginären Punkt und drehte sich dort dann über ihre rechte Schulter und ließ sich von Wind treiben.
Sie glitt solange wie möglich auf den Strömungen des Windes und bog dann in Richtung des Klosters ab.
Kurz nach Mittag landete Tanyael vor dem Eingangsportal weich und faltete ihre Flügel zusammen. Noch einmal sah sie sich um und dann in den blauen Himmel und betrat das Kloster.

Kaum das sie das Kloster betreten hatte umfing sie auch schon die andächtige Atmosphäre der Anlage und langsam ging Tanyael den Gang zu dem Innenhof entlang. Auf dem Weg blickte sie wie immer auf die weißen Säulen, welche die Gänge säumten und als sie an der Ecke des Innenhofes im Gang stand konnte sie den ganzen Hof überblicken. Selbst hier im kühlen Schatten der Steine konnte sie die Wärme auf dem Hof fühlen. Die Trainingsanlage und der wohlriechende Kräutergarten lagen verlassen vor ihr und auch hier überkam sie das Gefühl des Alleinseins.
Aber nur solange bis ihr Ohr die leisen Stimmen einiger Templer und Engelslenker auffingen, die ihren Dienst auf der Landeplattform verrichteten. Aus den Augenwinkeln sah sie ein paar helle Schwingen durch eine Tür gehen und einen Augenblick dachte Tanyael sie hätte sich getäuscht. Nach einer Woche als einziger Engel sollte tatsächlich noch einer sich hierher verirrt haben.
Das musste warten bis sie sich erfrischt und gewaschen hatte, das Feuer des Holzschwertes hatten ihre Kleidung mit Russ und Aschen bedeckt und wenn sie schon einen weiteren Engel unter die Augen treten wollte, dann doch jedenfalls sauber.
Also machte sie sich auf den Weg zu ihrer Unterkunft, einer Cellar im Turm der Anlage.

Leise schloss sich die Holztür hinter ihr als sie die karge Unterkunft betrat, kaum das die Tür zu war, entkleidete sie sich und war den verdreckten Rock und das Top in eine Ecke und wusch sich an dem kleinen Tisch mit einer Schüssel klaren, kalten Wassers.
Das erste was sich machte als sie vor Tagen hierher kam war das sie den Tisch unter das Fenster schob, damit sie während des Waschens hinausgucken konnte.
Und das tat sie auch jetzt, Tanyael genoss die Wärme, die Sonnenstrahlen und die leichte Brise hier oben auf ihrem nackten, nassen Körper und ließ ihn von der Sonne und dem Wind trocknen. Langsam strich sie mit ihren Fingern über die feinen Linien der Scriptura, welche über ihren gesamten Körper liefen und fragte sich mal wieder was passieren würde, wenn man hier eine Linie unterbrach und da eine Verbindung zwischen zwei Linien herstellen würde. Neugierig verband sie zwei parallel verlaufende Linien mit ihren Fingern.
Naja, Zeit zu dem anderen zu gehen.

Langsam zog sie frische Kleidung an, richtete ihre Armstulpen und ging entgegen ihrer sonstigen Gewohnheit Barfuss wieder hinunter. Ihr Schwert band sie automatisch um ihre schmalen Hüften.
Als sie wieder unten in den Gängen um den Hof stand, schüttelte sie ihre langen, feuchten Haare noch einmal durch und orientierte sich einen Augenblick lang, wohin der fremde Enger verschwunden war.
Kurz entschlossen folgte sie ihm in zu den anderen Unterkünften und lauschte hin und wieder nach Stimmen. Als sie um die richtigen Ecke bog sah sie das paar heller Flügel in einer Tür stehen und ging darauf zu.

Anastasiel
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Beitrag von Anastasiel » 07.05.2005 - 22:46

Es verging nicht viel Zeit, als leise Stimmen von nebenan Anastasiel aus ihrer Meditation zurückholten.
Grummelnd stand sie auf, tappte zu der Wasserschale und wusch sich.
'Nichtmal meditieren kann man hier in Ruhe... ist ja ungeheuerlich...'

Sie rückte ihren kriegsock zurecht, öffnete die Tür und trat auf den Gang, um sich auf die Suche nach der Küche oder einfach irgendetwas Essbarem zu machen.
Als sie nach links blickte, sah sie ein paar heller Flügel - eindeutig nicht die Sajaels. Und dahinter kam noch ein Engel angelaufen - eine Gabrielitin.
Schnell wandte sie sich nach rechts um, und ging den Gang entlang.
Was bei allen Erzengeln hatten plötzlich so viele Engel auf einem Haufen verloren?
Weg, bloß weg.
Sie tappte die Treppe hinunter, und fand nach kurzer Suche eine Begine, die ihr ihre Frage nach einer Mahlzeit recht großzügig beantwortete:
Sie drückte ihr ein Tablett in die Hand, auf der allerlei Speisen aufgetragen waren. Tee, Brot, Obst, Saft, Wurst und Käse, und noch einiges mehr.
Anastasiel schenkte der Begine einen schiefen Blick, auf deren bemerkung hin, Anastasiel könne doch das Essen für alle Engel mitnehmen.
Anastasiel murmelte ein Dankeschön, und machte sich auf den Weg zurück nach oben.

Zurael
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Beitrag von Zurael » 08.05.2005 - 12:08

Zurael hatte sich nun also in einer Ecke des Raumes auf einem kleinen Meditationskissen niedergelassen und ließ seine Blicke abermals ruhig, schier orientierungslos umher schweifen. Hier und da blieben seine Blicke an diversen Punkten hängen, und fixierten diese dann erst einmal eingehend. Irgendwie beschäftigten ihn noch zu viele Gedanken, als das er in eine ausgelassene Meditation versinken konnte, und seine innere Mitte finden würde. Er hatte ein beunruhigendes Gefühl inne, wusste jedoch nicht, wo jenes herrührte. Vielleicht war es einfach die Angst neue Engel kennen zulernen. Doch wollte er wirklich keine Gesellschaft? Er beantwortete sich jene Frage selbst durch ein leichtes zucken mit den Schultern. Wahrscheinlich befürchtete er, neue Engel kennen zulernen, und sich mit diesen auch noch anzufreunden. Er wusste was Freundschaften bedeutete... sie waren alle, ausnahmslos zum scheitern verurteilt. Jedenfalls sagten ihm das seine Erfahrungen aus vergangenen Scharen. Wäre man im gleichen Raume wie der Ramielit, würde man nun ein leises Seufzen vernehmen.

Dann hörte er plötzlich Schritte auf den Gängen hinter der Tür. War die Begine zurück gekommen, um ihm noch etwas mitzuteilen? Dann vernahm er mehrmals, dass Öffnen und Schließen von schweren Türen, in unmittelbarer Nähe.
Waren vielleicht doch noch weitere Engel eingetroffen? Oder waren es nur Beginen, oder Monachen, welche etwas einräumten.
Aber auf dem Gang in dem er sich befand waren eigentlich nur weitere Cella für andere Engel.
Dies bedeutete, dass noch mehr Engel eingetroffen waren.
Sollte er auf den Gang treten, und sie begrüßen? Nein... irgendwas hielt ihn davon ab, und er mochte sich irgendwie nicht eingestehen, dass er womöglich einfach zu schüchtern war.
So entschied er sich also dafür, einfach erst einmal in der Cella zu bleiben, und alles auf sich zukommen zu lassen.
Dann, nach nicht allzu langer Zeit, schloss der Ramielit einfach sanft seine Augenlieder und begann zu meditieren. Vielleicht kam er wenigstens so auf andere Gedanken.

Sajael
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Beitrag von Sajael » 09.05.2005 - 17:22

Sajael schreckte zusammen als die Tür ihrer Cella geöffnet wurde. Scheu sah sie auf und erblickte einen großen Michaeliten, der in der Türe stand. Sofort spürte sie einen Stich in der Herzgegend und ihre Hand schnellte zu dem kleinen hölzernen Anhänger in Form eines Engels, der von ihrem Handgelenk baumelte. Im ersten Moment lag ihr ein Name auf den Lippen, doch dann schalt sie sich. Das kann nicht Siyobael sein, denn er ist tot, dachte sie wütend und schloss kurz die Augen um ihre Gesichtszüge wieder unter Kontrolle zu bringen.

Ruhig stand sie auf und machte eine einladende Handbewegung. Wieder lächelte sie ohne wirklich zu lächeln. Sajael ahnte das der Michaelit eine Antwort erwartete, auch wenn sie eigentlich keine große Lust verspürte zu reden.

"Sajael, vom Orden Raphaels. Komm rein," sagte sie ruhig und relativ kurz angebunden, aber nicht unfreundlich. schließlich konnte sie den goldenen Engel doch nicht vor der Cellatür stehen lassen.

Samuriel
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Beitrag von Samuriel » 16.05.2005 - 00:43

Anuels Blick folgte der Hand der Raphaelitin als sie zu einem Holzanhänger an ihrem Arm schnellte, als sie ihn erblickte. Ob sie ihn mit jemandem verwechselte oder so? Anuel verschob diese Frage vorerst, und nickte Sajael zu, die sich mitlerweile auch vorgestellt hatte. Ebenso fiel ihm auf das sie sich scheinbar dazu überwinden musste ihn einzuladen...

"Ich danke dir. Wenn ich dich störe kannst du's sagen...bist du mit einem Auftrag hier?"

Während er diese Worte sprach drehte er sich um, da er die Cellatür hinter sich schließen wollte. Doch unerwartet kahm noch ein neuer Engel auf ihn zu. Es handelte sich um eine Gabrielitin wie er feststellen konnte.

"Oh. Sei mir gegrüß, ich bin Anuel."

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Beitrag von Tanyael » 16.05.2005 - 12:55

Als der Michaelit in der Tür verschwand beschleunigte Tanyael ihre Schritte und kam noch rechtzeitig bevor dieser die Tür schließen konnte.
Endlich war hier mal was los, sie grinste ihn breit an und überflog seine Linien auf seinem Körper. Scriptura also, nun gut. Noch während sie grinste sprach der Engel sie auch schon an.
"Oh. Sei mir gegrüß, ich bin Anuel."
„Hallo ich bin Tanyael und ich dacht ich wär der einzige Engel hier und nun seh ich zwei vor mir. Hallo“
Tanyael nickte dem zweiten Engel in der Cella zu und grinste auch sie an.
„Na dann ist hier ja doch noch was los, hat einer von euch noch weitere gesehn oder sind wie die einzigen hier?

Was führt euch denn hier her, ausser dem schönen Wetter und die Abgeschiedenheit des Klosters?“

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Beitrag von Sajael » 17.05.2005 - 12:50

„Oh, nein, du störst nicht,“ sagte Sajael leise und räusperte sich unsicher. Wenn es einen Orden gab mit dem sie bisher immer gut ausgekommen war, waren das die Michaeliten. Und dementsprechend konnte sie auch ihnen gegenüber eher auftauen.
„Nein, ich und die Urielitin Anastasiel sind auf der Durchreise. Sie kartographiert die Gegend und ich begleite sie um in den Dörfern eventuelle Krankheiten und Verletzungen zu heilen.“
Sajael räusperte sich noch einmal und schaute Anuel aus ihren braunen, traurigen Augen an, als dieser die Tür schliessen wollte und in der Umdrehung den Blick auf den Gang nebst einer Gabrielitin freigab.

Die Raphaelitin zuckte zusammen und schloss kurz die Augen. Gabrieliten lösten in ihr immer ein Gefühl von Unwohlsein aus, vielleicht weil sie bisher nur recht brutale Exemplare dieses Ordens kennengelernt hatte. Doch diese Vertreterin ihres Ordens grinste über das ganze Gesicht und Sajael strich sich einmal über die Stirn, bevor sie ihr zunickte.
„Es ist noch meine Gefährtin, eine Urielitin, hier,“ antwortete die Raphaelitin auf die Frage des Neuankömmlings und lächelte auch in ihre Richtung ihr eingeübtes Lächeln. Dann sah sie die anderen Beiden aufmerksam an, denn trotz ihrer Bemühungen anderen Engeln die kühle Schulter zu zeigen, war doch ein gewisser Rest Neugier in ihr verblieben. Und so war sie doch recht interessiert daran, was Michaelit und Gabrielitin hier machten. Auch wenn sie die Frage nicht direkt stellen wollte.

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Beitrag von Anastasiel » 17.05.2005 - 19:46

Vorsichtig balancierte die Urielitin das Tablett, auf dem die Begine ein Mahl für eine ganze Schar zubereitet hatte, über Treppen und durch Gänge, bis sie endlich den Korridor erreichte, von dem aus sie zu dem Gang gelangen konnte in dem sie und Sajael ihre Cellae hatten.

Gerade wollte sie um die Ecke biegen, als sie innehielt.
Hier, direkt hinter der Tür gleich neben ihr, hatte sie etwas gehört.
Da, da war es wieder. Ein Atmen? Aus einer Cella? Sie sah hinab auf das Tablett. Essen für fünf. Cella bedeutete Engel. Sie hatte das Essen.

Leise seufzte sie, wandte sich zur Tür um und klopfte an. Dann schob sie die Tür mit einem Ellbogen auf und blickte in die Cella.
Ein Ramielit. Auch das noch.

"Dem Einen zum Gruße Bruder Ramielis..." sagte sie, und leichte Abneigung zeigte sich in ihrer Stimme.
"Ich habe eine Mahlzeit aus der Küche geholt, die begine jedoch gab mir genug essen für eine ganze Schar mit. Ich dachte, dass vielleicht auch du Hunger hast... Ich habe dich von draussen gehört..."
erklärte die Urielitin, und kümmerte sich nicht darum, den Ramieliten in seiner Meditation gestört zu haben.

Samuriel
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Beitrag von Samuriel » 18.05.2005 - 01:44

Anuel grinste zurück. Die Gabrielitin war ihm sympatisch da sie nicht so verbissen und unnahbar wie viele andere ihres Ordens war. Er kannte sie zwar noch nicht näher, aber solange sie trotzdem enausogut kämpfen konnte gefiel ihm diese Einstellung besser.

"Du bist durchaus nicht der einzige Engel. Neben Dir, Sajael hier, ihrer Gefährtin und mir soll auch noch ein Ramielit anwesend sein wie ich gehört habe."

Es freute ihn das er schon beim kennenlernen wieder einmal seine Fähigkeiten als Michaelit offenbaren konnte und Infos hatte die andere noch nicht hatten. Er trat einen Schritt zurück sodass die Gabrielitin, wenn sie es wünschte, auch in die Scharcella eintreten konnte.

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