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Amatiel
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Beitrag von Amatiel » 01.01.2006 - 17:27

Zugegebenermaßen recht müde, und mit zwickenden Flügelgelenken, landete Amatiel mehr oder minder elegant hinter Kiroviel. Trotz der Müdigkeit, erkundete der neugierige Blick der Raphaelitin das Kloster, und erstaunlicherweise hatte sie für jeden Menschen der sie ansah ein mehr als freundliches Lächeln übrig.
Dann jedoch blickte sie hinüber zu Shamzael und versuchte abzuschätzen wie es ihm wohl ging. Er war ein guter Flieger, aber das war sie selbst ja eigentlich auch, und trotzdem fühlte sie sich wie eine alte, ausgetretene Sandale.

Erleichtert, ihre Füße benutzen zu dürfen, folgte sie Kiroviel und dem jungen Templer zum Ab des Klosters.
Anständig, wie es sich gehörte, hielt sie sich im Hintergrund. Reden schwingen war Aufgabe von Michaeliten und Ramieliten, Amatiel war da mehr der praktische Typ. Theorie war... na ja. Theorie war halt Theorie.
Als Kiroviel plötzlich in die Runde nickte, sah sie sich kurz um, und als sonst keiner Anstalten machte etwas zu sagen, nickte sie dem Ab kurz zu und streckte sich ein bisschen.
„Ich bin Amatiel von den Raphaeliten...“
Man hörte ihr deutlich an, wie Unwohl ihr Förmlichkeiten waren, dennoch bewahrte sie das freundliche Lächeln, für das sie so berühmt war, und trat dann ein Stück zurück, damit die anderen sich vorstellen konnten.

Zephakiel
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Beitrag von Zephakiel » 13.01.2006 - 00:10

Zephakiel war froh, endlich am Ende ihrer Reise angelangt zu sein.
Er hatte bereits längere Flüge überstanden, aber diese hatte er entweder alleine zurückgelegt oder sie waren zumindest ereignissreich gewesen. Es war nicht so, dass er sich danach sehnte, gegen Traumsaat kämpfen zu können, aber die Faszination für Landwirtschaft, die oft bei Urieliten zu finden war, ging ihm ebenfalls ab.

So war er froh die Mauern der Ramieliten-Festung zu sehen.
Und eine Festung war es in der Tat. Kein Kloster, kein Stift, sondern eine wahrhafte Festung. Die Ramieliten nannten sich die Hüter des Wortes, welche Worte sie auch immer glaubten verteidigen zu müssen, sie meinten es offensichtlich sehr ernst damit.
Letztendlich machte es für ihn auch kaum einen Unterschied, welcher Orden die Festung hielt. Auch hier sahen die Menschen zum Himmel, als die Engel über ihnen schwebten, auch hier starrten die Bewohner der Burg, auch hier gab es junge, leicht zu beeindruckende Ordensleute, die im Angesicht einer derart großen Schar beinahe in Ohnmacht fielen.
Menschen waren eben Menschen, gleich welche Farben, Symbole oder Ordensröcke sie trugen.
Mit eng angelegten, leicht schmerzenden Flügeln folgte der Raguelit ihrem Führer bis zum Zimmer des Abtes und musste sich eingestehen, dass es ihn ein wenig freute, dass ihre schiere Anwesenheit den jungen Mann derart erfreute.
Wie zu erwarten gewesen war, hielt sich die Begeisterung des Klostervorstehers in etwas engeren Grenzen. Nachdem Kiroviel die offizielle Begrüßung übernommen hatte, trat auch Zephakiel einen kleinen Schritt vor, um sich vorzustellen.
"Zephakiel, von den Ragueliten.
Ich danke den Hütern des Wissens für ihre Gastfreundschaft."
Nachdem er sein Sprüchlein aufgesagt hatte, nickte er dem alten Mann ansatzweise zu und trat wieder zurück. Jetzt wo sie endlich angekommen waren, wollte er so bald wie möglich ihre eigentliche Aufgabe angehen.

Sposarella
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Beitrag von Sposarella » 28.01.2006 - 11:46

Atuesuel schaute sich in den Mauern der Festung um. Sie schienen ihm etwas Düsteres auszustrahlen, keine angenehme Aura. Skeptisch betrachtete er ihren Gastgeber, Ramieliten waren noch nie die Engel gewesen, denen er am meisten vertraute. Sie beschäftigten sich mit Technik und anderen von Gott verbotenen Dingen. Wussten sie nicht wie gefährlich es war und dass sie damit dem Bösen in die Hände spielten?

Aber wie es sich gehörte nickte er eine Begrüßung: "Ich bin Atuesuel von den Gabrieliten." Auch er war von dem langen Flug angestrengt, doch ließ sich nichts anmerken. Nun er hätte durchaus noch weiter fliegen können, freute sich jedoch auf ein paar Stunden der Pause und eine kleine Erfrischung, die er zu sich nehmen könnte. Aber er würde sich wohl noch ein wenig gedulden müssen, bis sie etwas über ihre Mission erfahren hatten.

Amatiel
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Beitrag von Amatiel » 06.02.2006 - 22:03

Shmazael war schon immer ein guter Flieger gewesen, doch diese lange Etappe von Fliegen und Flugpausen setzte auch dem kleinen Ramieliten in gewisser Weise zu.
Wie wahrscheinlich alle anderen war er froh, als auch er das Kloster der Ramieliten am Horizont entdeckt hatte, und noch froher, als seine Füße endlich auf dem Boden aufsetzten.
Sich neugierig umschauend, tappste auch er hinter Kiroviel und dem jungen Mann hinterher.
Dieses Kloster seines Ordens war unheimlich interessant. Wenn sich eine Möglichkeit ergeben würde, würde er fragen ob er die Bücherei betreten durfte, und vielleicht ein wenig Lesen könnte.
Diese Bücherei hatte bestimmt wie jede andere einen besonderen Schwerpunkt- vielleicht war es ja hier einer den er noch nicht kannte?

Als sie das Zimmer des Ab betraten, wurden seine Überlegungen abrupt unterbrochen, lenkte sich seine volle Aufmerksamkeit doch nun auf das kurze Gespräch zwischen Ab und Michaelit. Er merkte, wie sich ein Gefühl des Unwohlseins in ihm ausbreitete – oh wie hasste er formelle Anlässe!
Als sich Kiroviel, Amatiel, Zephakiel und Atuesuel vorgestellt hatten, trat der Ramielit nach vorn.
„Shamzael, von den Bewahrern des Wissens!“ sagte er knapp aber deutlich, um schnell wieder in den Hintergrund zu verschwinden, und sich neben Amatiel aufzustellen.
Hier reckte er nun wieder neugierig den hals, gespannt auf das, was der Ab wohl noch zu sagen hatte.

Sposarella
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Beitrag von Sposarella » 07.02.2006 - 22:33

Höflich zog Atuesuel sich einen Schritt zurück, als Shamzael vortrat und den Ab begrüßte. Er verschränkte die Arme vor seiner Brust und machte so seine bewusste Zurückhaltung deutlich.

"Sicher wird er gleich nach den Bibliotheken und Wissenschaften fragen", dachte sich der Todesengel und das waren Themen, über die er nun wirklich nichts wissen wollte. Doch gleichzeitig billigte er dem Ramieliten zu, dass er sich hier ein wenig wie zu Hause fühlen musste. So ging es ihm jedenfalls, wenn er sich in einem Himmel der Gabrieliten befand.

Doch es folgte keine Frage, sondern Shamzael blickte sich in dem Raum um.

"Neugier!" fuhr es Atuesuel durch den Kopf, das war genau die Eigenschaft, die Scharen immer wieder in unnötige Gefahren brachte, die viele Engel das Leben gekostet hatte.

Hanabiel
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Beitrag von Hanabiel » 08.02.2006 - 18:36

Wie alle anderen tapste auch Hanabiel hinter den Menschen her, froh nicht mehr fliegen zu müssen. Ein wenig matt hingen die Flügel an ihren Seiten herunter, während sie sich immer wieder umsehen durch die Gänge bewegte. Wie unhöflich war es doch sich nicht vorzustellen als die anderen es taten, doch im Moment war es ihr egal. Sicherlich würde nun ein stundenlanges Gerede folgen. Halb hinter Amatiel und Atuesuel versteckt, tippelte Hanabiel von einem Fuss auf den anderen und wartete der Dinge, die da noch kommen würden.

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Beitrag von Zed » 09.02.2006 - 02:02

Ab Theseus musterte jeden der Engel bei ihrer Vorstellung und es war nicht ersichtlich, welche Gedanken er sich dabei machte. Aber diese Tatsache war ja bei Ramieliten ohnehin nichts Neues.
Der Blick der grauen, durchdringenden Augen fand Hanabiel sehr wohl, auch wenn sie halb versteckt stand. Doch dann wanderte er weiter zu dem Urieliten, der bisher still, schweigend und unauffällig in einer Ecke ausgeharrt hatte und sich nun doch angesprochen fühlte und vortrat.

"Elemiahel von den Urieliten.", kam er seiner Pflicht nach und sah dabei unbeirrt den Menschen an.
Bis er sich auch wieder zurückzog und Theseus noch einmal die kleine Gabrielitin in Augenschein nahm, die sich wohl weigerte, sich vorzustellen. Warum, das war ihm nicht verständlich, aber es war die Sache des Michaeliten, sich um diesen Missstand zu kümmern, nicht seine. Er hatte lange genug in Prag damit zugebracht, Postulanten zu erziehen, das hatte er hinter sich gelassen, es war nicht mehr seine Aufgabe.

So räusperte er sich mit rumpelnder Stimme und erhob sich von seinem Lehnstuhl, um nun die Engel alle zu überragen, die vorher größtenteils mit ihm auf Augenhöhe gewesen waren.
"Nun, nachdem sich jetzt ja <i>fast</i> alle vorgestellt haben, können wir zum eigentlichen Teil dieses Gespräches kommen."
Er ging zu einem der Regale, ließ einen seiner langen, dünnen Zeigefinger über die Buchrücken gleiten und griff dann zielsicher nach dem, was er gesucht hatte. Es handelte sich um einen großen Folianten, der einiges an Gewicht aufwies, was man schon an der Art und Weise, wie der Mensch das Buch aus dem Regal wuchtete, erkennen konnte. Mit einem hörbaren Aufprall ließ er es aus wenigen Zentiemetern Höhe auf den Tisch plumsen und erfreute sich still an der Wirkung, die so gewichtiges Wissen immer hatte: Einige Zettelchen und etwas Staub wirbelten auf, flatterten oder stoben durch die Luft und ließen sich dann langsam und schwebend wieder auf die Schwerkraft ein. Auch die anderen Dinge auf dem Schreibtisch klirrten oder scheppernd leise, erzitterten in Ehrfurcht, wie es schien.

"Das hier sind die Aufzeichnungen über alle bekannten, ketzerischen Aktivitäten dieser Gegend in den letzten hundert Jahren.", verkündete Theseus mit stoischer Ruhe und lächelte kühl.
Doch bevor der junge Ramielit irgendwelche Zeiträume im Kopf berechnete, die er wohl zum Lesen dieses Wälzers brauchen würde, schlug der Ab das Buch an einer, durch ein in der Bindung eingearbeitetes Lesezeichen markierten, Stelle auf und deutete auf die linke Seite. Er hatte das Werk schon so herum gelegt, dass die Engel es einsehen konnten, ohne alles auf dem Kopf stehend betrachten zu müssen.
"Euch haben aber nur diese Fälle zu interessieren, die unter der Rubrik 'Technik' aufgeführt wurden."
Es war nicht etwa nur Schrift, welche die Seiten füllte, sondern auch einige Zeichnungen von merkwürdigen Gerätschaften oder wohl beteiligten Personen zierten die Ausführungen.
"Die Funde und Ereignisse konzentrieren sich größtenteils auf einen kleinen Küstenort namens Pori, der uns direkt gegenüber auf der arkadischen Insel liegt." Kurz fand sein Blick den Urieliten, der wissend nickte. "Ihr solltet die Nachforschungen wohl dort beginnen."

Er ließ das Buch aufgeschlagen liegen und ging zu einem anderen Regal, um vorsichtig eine Apparatur aufzunehmen und zu seinem Schreibtisch zu bringen.
Es war ein ehemals wohl grellgelber, etwas unförmiger Kasten mit einem geschwungenen Griff an der Oberseite, um ihn bequem tragen zu können. An diesem Gerät war ein Stab mit einer langen, schwarzen Leine befestigt, dessen unteres Ende in einen Metallring auslief. Auch der Stab hatte einen Griff und einen extra Tragegurt wie auch das Gerät, der allerdings schon reichlich zerschlissen aussah und nicht mehr wirklich vertrauenserweckend.
"Auslöser unserer drängenden Sorge war der Fund dieses Stückes Technik." Mit diesen Worten stellte er das augenscheinlich ähnlich gewichtige Ding neben das Buch. "Da Pater Laurenzius, unser Bruder von den Ragueliten, zur Zeit leider mit einer schweren Grippe darnieder liegt, konnten wir diesem Gerät bisher keinen eindeutigen Zweck zuordnen. Uns ist nur bekannt, dass es zur Suche von etwas nütze sein muss."
Diesmal fand sein Blick zu Zephakiel und dann zum Rest der Schar, ob sie etwas zu sagen oder zu fragen hätten.

Sposarella
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Beitrag von Sposarella » 10.02.2006 - 17:10

Während der Rede des Ab hatte sich das Gesicht Atuesuels immer mehr verfinstert. Als er das Buch mit lautem Krachen auf den Tisch fallen ließ, zuckte der Todesengel unwillkürlich zusammen. In dem kühlen Gemäuer hallte der dumpfe Klang bedrohlich nach. Ein solch dickes Buch voll mit Ketzereien? Was für eine gottlose Gegend musste dies sein!

Und wozu wurden diese Taten aufgezeichnet und aufbewahrt? Was bezweckte der Ab damit? Atuesuel konnte es nicht verstehen und sein Entsetzen verstärkte sich noch, als er gewahr wurde, dass der Ab in seinem Regal auch verbotene Technik aufbewahrte. Was, wenn diese entwendet wurde und in falsche Hände geriet? Aber vielleicht waren das hier schon die falschen Hände, denn der Ab schien sich über das Maß der Gefahr nicht bewusst zu sein.

Hoffentlich müssen wir dieses Ding nicht mit uns durch die Gegend tragen dachte der Todesengel.

Zephakiel
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Beitrag von Zephakiel » 15.02.2006 - 23:35

Zephakiel richtete einen Blick auf Kiroviel und als er keinem Zeichen, dass es ihm verbieten würde, gewahr wurde, trat er an den Tisch des Abtes heran, dass merkwürdige Gerät vorerst ignorieren. Wenn es bisher nicht explodiert war, würde es wohl auch in den nächsten Momenten keinen Unfug anstellen. Außerdem bezweifelte Zephakiel, dass der Abt dumm genug war, einen Gegenstand in seinen Räumlichkeiten aufzubewahren, der gefährlich war. Das heißt, gefährlicher als es jedes Artefakt war.
Statt dem Apparat betrachtete er also das Buch, blätterte kurz einige Seiten vor und wieder zurück zur markierten Stelle. Einige der Bilder kamen ihm sehr bekannt vor, andere hatte er noch nie gesehen. Dies war nicht weiter verwunderlich, denn um alle Gegenstände zu beschreiben, die in der Zeit Davor geschaffen wurden, bräuchte es hundert mal hundert solche Bücher. Wenn man sich kurz fasste.
Schließlich wand er sich dem Gerät zu und fuhr mit den Händen darüber, ohne den Gegenstand wirklich zu berühren. Währenddessen schloß er kurz die Augen, konzentrierte sich und starrte dann auf die Maschine hinab, bevor er nochmal blinzelte und sich wieder entspannte.
Dann blickte er auf, und sein Blick musste in der Tat weit nach oben gehen, bis er die Augen des Abtes fand.
"Ihr fandet dies ebenfalls in besagtem Küstendorf ?"

Sposarella
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Beitrag von Sposarella » 16.02.2006 - 18:27

Allmählich unruhig trat Atuesuel von einem Fuß auf den anderen. Nun Zephakiel hatte die ersten Fragen gestellt und Kiroviel schien nichts dagegen zu haben...

"Und verdächtigt Ihr einen bestimmten Menschen, dieses Ding benutzt zu haben?" schloss er an die Frage Zephakiels an und trat dabei einen Schritt näher an den Tisch heran.

Als sein Blick auf das Buch fiel, nahm er dort die vielen geschwungenen Zeichen wahr, die Schrift waren und die er nicht entziffern konnte. Es interessierte ihn auch nicht sie lesen zu können, denn der Ab würde ihnen sicher sowieso mehr über ihre Aufgabe berichten. Und die Abbildungen, die sich auf der Seite daneben befanden, wirkten auf den Todesengel genauso unverständlich wie die Buchstaben. Seltsames Gerät, wie er es noch nicht gesehen hatte.

Amatiel
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Beitrag von Amatiel » 16.02.2006 - 22:03

Technik.
Allein bei dem Wort lief es der Raphaelitin eiskalt den Rücken hinunter.
Was für ein Glück sie hatte, dass sie sich als Engel Raphaels nicht näher mit solchen Dingen beschäftigen musste. Die war nur der Körper- und Seelenflicker, nicht mehr und nicht weniger. Ab und an schwang sie mal den Dolch – aber nur wenn es wirklich nicht anders ging.
Fröstelnd hob Amatiel die Arme, und rieb sich mit den Händen die Oberarme warm, während sie den Kopf zurückzog, die Flügel aufstellte, enger an den Körper zog und sie leicht aufplusterte. Leicht rutschte sie ein Stück nach hinten.
Sollten sich die anderen mit der Technik befassen...

Shamzael wiederum war ganz gefesselt von dem Stück aus vorsintflutlichen Zeiten was sich dort auf dem Tisch befand. Neugierig trat er neben Zephakiel und Atuesuel, um einen Blick in das Buch zu werfen, in dem Atuesuel herumblätterte.
Er spürte förmlich wie sich die Bilder, die er teilweise nur sehr kurz sah in seinen Kopf einbrannten; Er würde sie wann immer er wollte wieder sehen können.
Während er das Buch betrachtete und sich Bilder und Zeilen einprägte, fiel ihm auf wie sauber und ordentlich das Buch geschrieben war, wie fein die Buchstaben und wie akkurat die Linien gehalten wurden.
Die meisten Einträge waren tatsächlich mit dem Namen „Pori“ versehen, teilweise fanden sich aber auch „Umgebung Kloster Phelokles“ und einige wenige andere Namen.
Plötzlich stach ihm etwas ins Auge.
Ein Eintrag in einer merkwürdigen Schrift die er noch nie gesehen hatte, direkt über dem, auf den der Ab gezeigt hatte.
Hibbelig wandte er sich an den Scharführer.
SdS, Kiroviel: *Ähm...Kiroviel, da ist ein Eintrag in einer unbekannten Schrift verfasst... Also, ich kenn sie nicht, also ist es keine gebrauchssprache oder –Schrift die man in der Gegend benutzen würde... Glaube ich. Ich finde das merkwürdig...*

Bald riss er sich von den komischen Zeichen los und hob den Kopf. „Wenn wir...ähm... wenn wir diese Fälle da untersuchen sollen, sollte ich mir sie vielleicht abschreiben, oder Kiroviel?“
Gedanklich war er schon dabei gemeinsam mit Zephakiel die Technik zu erforschen, sie zu Zeichnen, zu Beschriften, um ein Zeugnis davon zu haben bevor Atuesuel und Hanabiel sie vernichten würden.
Das war ja sooo aufregend! Und es gab so viele neue Dinge zu entdecken, so viel zu lernen...

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Beitrag von Kiroviel » 18.02.2006 - 18:24

Kiroviel hatte innerlich die mitgezählt als die Engel sich vorstellten damit er weiterhin Blickkontakt zum Abt halten konnte…doch Moment. Hanabiel fehlte! Warum stellt sie sich nicht vor?!
Gebannt vor Scham spürte wie Wut in ihm hoch kochte.
‚Was sollte das? Jetzt stellte er seine Geschwister mit ihm auf eine Stufe, wollte Verbundenheit zeigen und dann das! Na schön! Dann eben nicht!’
Der Michaelit war aber einfach ratlos wie er sich nun gegenüber dem Abt geben sollte und so schwieg er.
‚Wenn man nicht weis was man sagen soll, sagt man am besten gar nix!’ belehrte er sich selbst.

Auf Zephakiels reagierte er auch nur mehr schlecht als recht mit einem kurzen nicken. Für alles andere war er noch zu ungehalten.
Erst als Shamzael sich an ihn wendete fand er zu seiner Stimme zurück. „Ja. Abschreiben!“ raunte er knapp.

SDS, Shamzael: *Ich will wissen wer als Verfasser in Frage kommen könnte. Kannst du darüber Nachforschungen anstellen?*
SDS, Zephakiel: *Ich möchte das du feststellst welche möglichen Gefahren uns auf Grund dieser Funde drohen könnten, die in dem Buch eingetragen sind.*


Nach einer kurzen Pause ergänzte er sinnvoll seine Weisung, indem er sich an den Klostervorsteher wendete: „Werter Abt, wir würden das Buch gern auf unsere Cella mitnehmen um dort alle nötigen Abschriften und Studien in Ruhe durchführen zu können.“

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Beitrag von Zed » 27.02.2006 - 14:20

Bei Zephakiels Frage nickte Theseus zustimmend, während Atuesuels Wissensdurst mit einer hochgezogenen Augenbraue quittiert wurde.
"Nun, die Ketzer haben es verwendet, das steht außer Frage. Wir wissen nicht, wofür es gut ist, weswegen ich es zur Untersuchung und vielleicht auch Nutzung in die Hände eines erfahrenen Ragueliten gegeben sehen will." Dabei wandte er sich kurz eindringlich an Zephakiel. "Wenn du auch nur eine gefährliche Verwendungsweise herausfinden solltest, bring es zurück und wir schließen es weg."
Nach dieser kurzen Ermahnung setzte er sein Gesprüäch mit Atuesuel fort und wandte sich infolge dessen auch wieder an ihn:
"Wir haben es im Besitz von einem Händler gefunden, der aber steif und fest behauptet hat, dass er nicht wüsste, wie es auf sein Schiff gekommen ist. Alle Daten dazu stehen im letzten Bericht."

Dann folgte Kiroviels Frage und der durchdringende Blick des Klostervorstehers traf noch einmal jeden einzelnen Engel, sondierte sie regelrecht, ehe er nach einem unbestimmten Brummen nickte.
"Nehmt es mit - aber dass es mir morgen Mittag wieder hier auf meinem Schreibtisch liegt! Es ist ein wichtiges Nachschlagewerk geworden seit der neuesten Umtriebe, um herauszufinden, ob diese eine Entsprechung in der Vergangenheit haben."

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